Atemnot. Viele sind betroffen und wollen sich informieren

Atemnot. Viele sind betroffen und wollen sich informieren

Informationen zu Krankheitsbildern und Tipps der Fachärzte der Kreiskliniken Reutlingen.

Erfolgreicher Informationsabend des Arbeitskreises Gesunde Gemeinde Eningen mit den Kreiskliniken Reutlingen und geplante nächste Schritte

Asthma bronchiale – im Volksmund einfach Asthma – betrifft mehr Menschen, als wir gemeinhin annehmen. Auch von COPD – vom Englischen: „Chronic obstructive pulmonary desease“, zu Deutsch eine chronische Atemwegserkrankung, die die Atmung behindert – sind viele Menschen betroffen. Etwa 7.5% der gesamten Bevölkerung leiden daran. Die gesunde Gemeinde Eningen hatte zu einem Informationsabend zum Thema Atemnot, mit Schwerpunkt COPD und Asthma bronchiale, eingeladen und circa 100 interessierte Zuhörer waren gekommen. Die Referenten Prof. Dr. Adrian Gillissen und Dr. med. Hans-Christoph Schneider – beides Ärzte an den Kreiskliniken Reutlingen – sowie Jenny Seemüller, Physiotherapeutin bei der PHYSIOEningen waren hervorragend vorbereitet und boten den Zuhörern hoch spannende und interessante Einblicke in das Krankheitsbild der Atemnot und in erfolgreiche interdisziplinäre Behandlungsmöglichkeiten.

Die Stühle, die dank des großen Andrangs noch in den Raum gebracht werden mussten, taten der tollen Atmosphäre keinen Abbruch. Die aufmerksamen Zuhörer stellten sowohl schon während der Vorträge als auch danach viele Fragen an die Fachleute. Dass nicht nur ältere Menschen von dem besprochenen Krankheitsbild betroffen sind, zeigte sich auch in der Zusammensetzung des Publikums. Es war ein Querschnitt durch alle Altersgruppen. Und das Einzugsgebiet, das der Arbeitskreis Gesunde Gemeinde Eningen mit seinen Veranstaltungen inzwischen hat, zog sich von Urach über Pfullingen bis Reutlingen – und vielleicht noch weiter. Der Bedarf an detailliertem Wissen ist groß.

Die unterschiedlichen Ursachen der Atemnot waren eines der Themen, denen sich Prof. Gillissen ausführlich widmete. Was kann man präventiv tun und was kann getan werden, wenn die Krankheit bereits da ist. Die Betroffenen sind da keineswegs auf verlorenem Posten. Prof. Dr. Gillissen zeigte auf, dass mit der neuesten Generation der Medikamente die Patienten stabilisiert und weitestgehend anfallsfrei sein können. Allerdings ist die Patientenmitarbeit – die sogenannte Compliance – oft nicht so gut, weil Medikamente wie Cortison im Asthmaspray ein schlechtes Image haben und die Behandlung oft schon nach einer Woche anfallsfreier Zeit wieder abgebrochen wird.

Die Situation von Kindern bearbeitete Dr. Schneider in seinen Ausführungen. Einer der Erkenntnisse war, dass übertriebene Hygiene Kindern gar nicht so gut tut, wie man gemeinhin glauben mag. Eine der möglichen Ursachen für allergisches Asthma bei Kindern. Auf den Punkt gebracht wäre das Aufwachsen auf dem Bauernhof mit der Exposition mit Tieren, Dreck und Gräsern und unter Nichtrauchern in der Familie das ideale Umfeld für Kinder, um einer möglichen Asthmaerkrankung vorzubeugen. Dr. Schneider erläuterte das Thema „Asthma im Kindesalter“ eingehend.

Doch auch die Unterstützung der medikamentösen Behandlung durch eine gezielte Physiotherapie kann zu erfreulich guten Ergebnissen führen, betonten die Ärzte. Physiotherapeutin Jenny Seemüller, die sich bei der PHYSIOEningen auf das Thema spezialisiert hat, stellte den Zuhörern einige kleine Mitmachübungen vor, mit denen schon einiges erreicht werden kann. Lippenbremse oder Wechselatmung waren beispielsweise im Angebot. Klingt seltsam? Die mitmachenden Zuhörer am Informationsabend waren begeistert.

Es zeigte sich auf jeden Fall, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Medizinbetrieb bei den Ärzten und den Therapeuten in der Nachbehandlung intensiviert werden sollte. Das liegt natürlich auch an der Verweildauer der Patienten in den Krankenhäusern, die sich seit 1992 annähernd halbiert hat. Lag sie 1992 noch bei 13,3 Tagen im Durchschnitt waren es 2016 nur noch 7,3 Tage. Umso wichtiger ist die Möglichkeit der intensiven und kompetenten Nachbehandlung der Patienten außerhalb der Kliniken.

Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit möchte der Arbeitskreis Gesunde Gemeinde Eningen fördern, um das Wissen über Gesundheit und Wohlbefinden voran zu bringen. In naher Zukunft soll es in Eningen neben der vorhandenen Atemtherapien und Bewegungsangeboten nun auch eine sogenannte Lungensportgruppe mit Jenny Seemüller geben. Eines der Ergebnisse der intensiven Zusammenarbeit zwischen den Kreiskliniken Reutlingen und dem Arbeitskreis Gesunde Gemeinde Eningen, über das sich die Vorsitzenden Dr. Barbara Dürr und Volker Feyerabend freuen. Gibt es doch der Zusammenarbeit der unterschiedlichen Player im Gesundheitssystem eine breitere Basis – zum Wohle der Menschen in Eningen und der Region.

Weitere Informationen:
http://forumgesundegemeinde.de
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