Bewegungsarme Kindheit

Eltern müssen für Folgen sensibilisiert werden

Bewegungsarme Kindheit

Foto: Fotolia / Monkey Business

sup.- Der Mangel an körperlicher Aktivität von Kindern ist mittlerweile zu einem ernsten Problem nicht nur für die Familien, sondern für die gesamte Gesellschaft geworden. Darauf weist der Kinderschutzbund NRW hin. Die Folgen der Bewegungsarmut reichen von fehlender körperlicher Fitness sowie Haltungsschäden über ein erhöhtes Risiko für Übergewicht bis hin zu geringerer geistiger Leistungsfähigkeit. Spätfolgen im Erwachsenenalter sind u. a. der frühere Beginn von Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselstörungen sowie Rückenleiden. Für die Gesellschaft bedeutet diese Entwicklung in Zukunft höhere Kosten durch Krankheit und durch weniger Kreativität und Leistungsfähigkeit der jetzigen Kindergeneration.

Als wesentliche Gründe für die zunehmende körperliche Inaktivität nennt der Kinderschutzbund die Tendenz, dass Spiel- und Bewegungsräume für Kinder durch den stetig wachsenden Straßenverkehr immer kleiner werden sowie die permanent steigende Nutzung von elektronischen Medien. Hinzu kommt allerdings auch die geringe Wertschätzung von Toben und Spielen im Freien durch Eltern und andere Erwachsene. Generell sieht der Kinderschutzbund noch großen Aufklärungsbedarf bei Eltern, Erziehern und Politikern bezüglich der erheblichen Konsequenzen, die eine bewegungsarme Kindheit nach sich zieht. So wird z. B. die weit verbreitete Übergewichtsproblematik schon bei Kindern und Jugendlichen oft vor allem auf veränderte Ernährungsgewohnheiten zurückgeführt. Studien zeigen jedoch, dass sich in den letzten Jahren weniger die Kalorienaufnahme, sondern vielmehr der Kalorienverbrauch ungünstig verändert hat. Der Mangel an Bewegung in der modernen Durchschnittskindheit ist eindeutig die Hauptursache für die Zunahme von Übergewicht – eine Erkenntnis, die jedoch nach wie vor zu wenig bekannt ist.

Den größten Einfluss auf das Bewegungsverhalten der Kids haben mit Abstand die Eltern. Eltern wirken als Vorbilder: „Wenn sie viel Sport treiben, eher Rad fahren oder zu Fuß gehen als das Auto zu benutzen und den Urlaub oder die Freizeit bewegungsorientiert verbringen, wirkt das auch ansteckend auf die Kinder“, erläutert der Kinderschutzbund. Wenn heutige Kids eine ausreichende Förderung ihrer körperlichen Entwicklung erfahren, trotz der enormen Konkurrenz durch elektronische Medien, ist dies entscheidend von den Eltern abhängig. Tipps und Anregungen, wie dies gelingen kann, gibt das z. B. das von Experten konzipierte mehrsprachige Ratgeber-Portal www.komm-in-schwung.de

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