So, wie bisher, kann es nicht weitergehen, Herr Precht!

So, wie bisher, kann es nicht weitergehen, Herr Precht!

Dipl.-Ing. Hans-Diedrich Kreft

Essen, 25. April 2018****** Richard David Precht hat als einer der medienwirksamsten deutschen Philosophen ein Interview (Der Spiegel, Ausgabe 17, vom 21. April) zum Thema Digitalisierung gegeben. In der Titelbeschreibung war zu lesen, dass es ihm um „seine Vorstellungen von der digitalen Zukunft“ geht. Hans – Diedrich Kreft, Autor des Buches „Der befreite Mensch, faire Marktwirtschaft aus humanem Geiste“ spricht von einer Dürftigkeit der Argumente in dem Precht-Interview. Er hat in dem Grundlagenartikel „Philosophisches zum Sozioökonomischen der digitalen Welt“ ( https://bit.ly/2qYUocX) dargelegt, was aus seiner Sicht Stand einer intellektuell anspruchsvollen Diskussion sein sollte.

Krefts Grundlagenartikel baut auf den praktischen Vorschlägen zur Reform unserer Gesellschaft auf, wie sie in seinem Buch „Der befreite Mensch, faire Marktwirtschaft aus humanem Geiste“, Lau Verlag, Reinbek dargestellt sind. Er stellt die dort enthaltenen Vorschläge zur Einführung eines Bildungseinkommens in einen großen philosophischen Rahmen. Die interessanteste und im Artikel vermittelte Erkenntnis ist, dass unserer Welt und die der Automaten in zwei verschiedenen Ebenen unserer soziökonomischen Wirklichkeit liegen. Wobei die Automaten, in der unteren Ebene liegend, alles aus unserer Ebene „absaugen“ was Arbeit ist, wie wir sie bisher verstanden haben. Übrig bleiben in unserer Ebene Menschen ohne Arbeit, die Kreft nicht als Arbeitslose sondern als von Arbeit freigestellte Menschen bezeichnet. Kreft zeigt nun, dass eine Marktwirtschaft sämtliche Mittel bereithält, um auch in dieser neuen Welt ohne Arbeit Wohlstand zu schaffen. Voraussetzung ist dazu, dass Menschen ihr individuelles Bildungspotenzial voll entfalten, indem sie für ihre Lern- und Bildungsleistung mit einem Bildungseinkommen belohnt werden.

Kreft dazu: „Während die Automaten in ihrer digitalen Ebene Waren und Leistungen von der befüllten Wasserflasche bis zum Staubsaugen in die Welt bringen, fehlt uns in unserer menschlichen Ebene das Einkommen aus Arbeit. Es ist nun geradezu bestürzend, wenn ein mit derartiger öffentlicher Wirkung sprechender Intellektueller, wie Richard David Precht als einzigen Vorschlag zur Überwindung dieser Situation ausführt, dass „.. wir über kurz oder lang ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen müssen … es muss die Menschen in die Lage versetzen, sich auszusuchen, was sie arbeiten wollen.“ Es ist schon bedauerlich, dass es Richard David Precht, wie vielen anderen Intellektuellen auch, so geht, dass sie nicht erkennen, wie sie mit dem Grundeinkommen den Belzebube vorne hinausjagen, um ihn durch die Hintertür wieder hereinkommen zu lassen. Ein Grundeinkommen fordert geradezu den verstärkten Einsatz von Automaten. Es verteuert in jedem Falle menschliche Arbeit, da es ja ein Abschlag ist, den die Arbeitenden zahlen müssen. Um desto höher also das Arbeitseinkommen desto höher kann das Grundeinkommen sein, dass Politiker ihren Wählern vor jeder Wahl versprechen werden. Mit dem Anstieg der Arbeitskosten steigt der Druck, Arbeit durch Automaten erledigen zu lassen. In diesem Sinne ist das Grundeinkommen ein Treiber der Automatisierung. Noch seltsamer ist die Idee, Automaten zu besteuern und daraus das Grundeinkommen zu finanzieren. Die Logik dahinter, ist geradezu absurd, weil Automatenarbeit teuer wird, dürfen wir Menschen wieder arbeiten, obwohl es Automaten besser können.
Viel schlimmer ist der vielfach übersehene Egoismus hinter dem Grundeinkommen. Was wollen wir, was will Richard David Precht den Milliarden arbeitslosen Menschen dieser Welt sagen, warum für sie in ihren armen Ländern kein Grundeinkommen zahlbar ist, weil nicht einmal die arbeitenden Menschen genug verdienen? Letztlich hätten die Hungernden, die Arbeitslosen in den armen Ländern dieser Welt recht, wenn sie über Mauern und Stacheldraht hinweg zu uns fliehen, um hier ein Grundeinkommen in Empfang zu nehmen.“

In seinem Artikel „Philosophisches zum Sozioökonomischen der digitalen Welt“ zeigt Kreft, dass die digitale Welt Eigenschaften hat, die all die genannten Probleme vermeiden. Davon hat Richard David Precht wahrscheinlich noch nichts gewusst. Das ist mit der Veröffentlichung des Artikels von Kreft in der Presse, auf Facebook, über Twitter etc. nun behoben. Die intellektuelle Welt ist aufgefordert, etwas Besseres auf den Tisch zu legen oder die gemachten Vorschläge aufzugreifen und weiter zu entwickeln. In diesem Sinne ruft Kreft Richard David Precht zu: „So, wie bisher, kann es nicht weitergehen, Herr Precht!“. Es ist unsere Aufgabe, den verunsicherten Menschen konkrete Perspektiven aufzuzeigen. „Daran hat es Richard David Precht in seinem Interview gemangelt.“

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