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Arbeitsmarkt und Grundsicherung in Deutschland: IAB veröffentlicht Forschungsergebnisse

Arbeitsmarkt und Grundsicherung in Deutschland: IAB veröffentlicht Forschungsergebnisse

Die Arbeitslosigkeit von Menschen in der Grundsicherung ist in den letzten Jahren trotz der insgesamt sehr positiven Entwicklung am deutschen Arbeitsmarkt nur vergleichsweise wenig zurückgegangen. Auf die Grundsicherung, umgangssprachlich Hartz IV genannt, sind keineswegs nur Langzeitarbeitslose angewiesen, sondern häufig auch Alleinerziehende oder Geflüchtete, die mit Anerkennung ihres Asylantrags Leistungen der Grundsicherung empfangen. Welche Ansätze können Beziehern und Bezieherinnen von Grundsicherung helfen, Hürden und Hemmnisse auf dem Weg in den Arbeitsmarkt zu überwinden? 13 Jahre nach der Einführung der Grundsicherung zieht das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) im Bericht „Grundsicherung und Arbeitsmarkt in Deutschland“ zum dritten Mal Bilanz.

Der Bericht fasst die Ergebnisse der Grundsicherungsforschung des IAB aus den Jahren 2013 bis 2016 zusammen. Die Autoren beschreiben Struktur und Dynamik in der Grundsicherung sowie Entwicklungen und Herausforderungen bei Aktivierung, Betreuung und Vermittlung der Grundsicherungsempfänger.

– Herausgeber der Reihe –
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist die Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit. Es widmet sich der empirischen, interdisziplinären und international vergleichenden Erforschung des deutschen Arbeitsmarkts.

– Autoren –
Holger Bähr, Martin Dietz, Peter Kupka, Philipp Ramos Lobato und Holk Stobbe sind wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg.

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Holger Bähr, Martin Dietz, Peter Kupka, Philipp Ramos Lobato, Holk Stobbe
– Grundsicherung und Arbeitsmarkt in Deutschland –
Lebenslagen – Instrumente – Wirkungen
Reihe: IAB-Bibliothek, Band 370
Reihenherausgeber: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
394 Seiten, Bielefeld 2018

49,90 Euro
Bestell-Nr. 300985
ISBN 978-3-7639-4126-1
Als E-Book bei wbv.de

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Muttertag: Vielfältige Rollenerwartungen bringen Mütter unter Druck

Mütter zu stärken, bekämpft Familienarmut

Stuttgart/Freiburg, 11. Mai – Für viele Frauen stimmt das heile Bild von Müttern, das der Muttertag entwirft, nicht: ausgeglichen, glücklich, umringt von den Lieben. Immer mehr Mütter sind gezwungen, bis an die Grenze ihrer Kräfte zu gehen. Ein Großteil der Alleinerziehenden und auch viele andere Frauen leisten einen existenziellen und unverzichtbaren Beitrag zum Familieneinkommen. Zugleich fühlen sie sich hauptverantwortlich für die Fürsorge ihrer Kinder. Aus Sicht der Caritas Baden-Württemberg haben viele Frauen keine andere Wahl, als diesen Rollenerwartungen gerecht zu werden. „Kinder zu haben und eine Familie zu gründen darf nicht weiterhin ein Armutsrisiko sein“, so die Caritasdirektoren Pfarrer Oliver Merkelbach (Rottenburg-Stuttgart) und Mathea Schneider (Freiburg). „Trotz dieser oft schwierigen Bedingungen geben Mütter alles, um für sich und ihre Kinder eine Perspektive zu eröffnen.“ Daher fordert die Caritas mehr Hilfen für Familien, damit gerade für Mütter weniger Überlastungssituationen entstehen.

Angesichts dieses Engagements vieler Mütter ist es aus Sicht der Caritas erschreckend, dass immer mehr Frauen in Armut geraten. 48 Prozent der Alleinerziehenden sind im Südwesten arm. „Häufig leben Frauen gerade deshalb in Armut, weil sie einen Großteil der Sorgearbeit für die Kinder übernommen haben. Sie nehmen schlechte Rückkehrchancen in den Beruf in Kauf, arbeiten in Teilzeit, in befristeten Arbeitsverhältnissen oder Minijobs und haben daher später einmal deutlich geringere Renten“, so Schneider und Merkelbach.

Die Caritas unterstützt daher die Bestrebungen, die Berufstätigkeit von Müttern zu ermöglichen. Sie stelle einen effektiven Schutz vor Kinder- und Frauenarmut dar. Ergänzend zum Jobangebot brauche es den Ausbau der Ganztagesschule, der Kinder- und Familienzentren und passende Betreuungsangebote. Eine qualitativ gute Betreuung unterstütze Kinder in ihrem Sozialverhalten und Lernen. „Inzwischen wissen wir: Kinderbetreuung ist auch ein wichtiger Baustein im Kampf gegen Familienarmut.“ Die Caritas begrüßt daher den Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung im neuen Koalitionsvertrag. Damit dieser Anspruch auch in Baden-Württemberg erfüllt werden kann, müssen die bestehenden Angebote weiter qualitätsvoll ausgebaut werden.

Die Caritas Baden-Württemberg betont die Notwendigkeit, als Frau eine gute berufliche Qualifizierung zu erreichen. Die Förderung der Teilzeitausbildungen seien wichtige politische Signale. Denn Frauen ohne Abschluss hätten deutlich weniger Chancen und Verdienstaussichten. „Wir fordern weiter, dass sämtliche politische Entscheidungen das Kriterium „Familienverträglichkeit“ erfüllen. Ob ein Gesetz familien-freundlich ist, muss auch in der Steuer- und Rentenpolitik, in der Wohnungs- und Arbeitsmarktpolitik berücksichtigt werden“, so die Caritasdirektoren.

Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche vertritt die Caritas in Baden-Württemberg rund 3.800 Einrichtungen mit mehr als 175.000 Plätzen in unterschiedlichen Hilfefeldern, in denen 65.000 Mitarbeiter/innen tätig sind.

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Beruf und Familie – Passt!

Nicole Beste-Fopma zeigt, wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelingt

Beruf und Familie - Passt!

Die Zeiten, in denen Mütter und Väter sich zwischen Beruf und Familie entscheiden mussten, sind vorbei. Nicole Beste-Fopma zeigt, wie die Vereinbarkeit gelingt!

Noch immer sehen sich viele junge Mütter und Väter vor die Herausforderung gestellt, wie sie Familie und Beruf vereinbaren können. Häufig entsteht der Eindruck, sich zwischen Kind und Karriere entscheiden zu müssen. Nach wie vor sind es dabei meist die Frauen, die beruflich zurückstecken oder gleich ganz zu Hause bleiben. Dabei können beide Elternteile beides haben, weiß Autorin Nicole Beste-Fopma – mit dem richtigen Arbeitgeber!

Nicht nur das traditionelle Familienbild und die Rollenverteilung wandeln sich, auch der Arbeitsmarkt ist im Umbruch. In Zeiten von Fachkräftemangel und einem neuen Bewusstsein für selbstbestimmtes und sinnhaftes Arbeiten der Generation Y wird familienbewusstes Verhalten zum Wettbewerbsvorteil. Nur wer seinen Mitarbeitern attraktive Rahmenbedingungen schafft und auf ihre Bedürfnisse eingeht, kann sich im „War of Talents“ durchsetzen und engagierte Mitarbeiter an sich binden. Nicole Beste-Fopma gibt in ihrem Buch einen Überblick über verschiedene Vereinbarkeitsmodelle, zeigt, was bei der Planung zu beachten ist und wie jeder das für sich Passende findet – egal ob man bereits Kinder hat oder noch Kinder plant, einen neuen Arbeitgeber sucht oder wieder in den Beruf einsteigen möchte. Die Leser erfahren, wie sie anhand von Informationen aus dem Internet und Unternehmensbroschüren familienbewusste Unternehmen identifizieren, wie sie Stellenanzeigen interpretieren und was Sie für das Anschreiben, den Lebenslauf und das Vorstellungsgespräch beachten müssen.

Nicole Beste-Fopma liefert einen unverzichtbaren Ratgeber für alle Eltern, die auch in ihrem Berufsleben glücklich und erfolgreich sein wollen. Von Arbeitszeitmodellen und Betreuungsangeboten über steuerliche Fragen und Hilfseinrichtungen bis hin zu praktischen Hinweisen zu Stellenanzeigen, Bewerbungsanschreiben und Vorstellungsgesprächen hat sie die passenden Antworten auf alle Fragen rund um das Thema Vereinbarkeit. Tipps für Alleinerziehende und pflegende Angehörige runden das Buch ab. Ein Mutmacher, der zeigt, wie man auch mit Kindern seinen Traumjob bekommt!

Nicole Beste-Fopma arbeitet heute als Journalistin und ist Mutter von vier Kindern. Sie kennt aber auch die Herausforderungen als alleinerziehende Mutter in der freien Wirtschaft. Bevor sie sich 2011 mit LOB für berufstätige Mütter und Väter dem ersten deutschsprachigen Magazin selbstständig machte, war sie viele Jahre als Pressereferentin für einen großen Konzern tätig – und während dieser Zeit alleinerziehend. 2014, mittlerweile selbstständig, neu verheiratet und Mutter von vier Kindern, erkrankte Nicole Beste-Fopma an Brustkrebs und lernte so nochmal eine ganz neue Dimension der Vereinbarkeit kennen – die von Beruf und Krankheit. Wieder gesund, setzt sie sich mit ungebrochenem Elan für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein.

Nicole Beste-Fopma
Beruf und Familie – Passt!
So finden Eltern den richtigen Arbeitgeber
237 Seiten, kartoniert
EUR 22,95/EUA 23,60/sFr 29,10
ISBN 978-3-593-50831-3
Erscheinungstermin: 08.03.2018

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„Wir brauchen Rahmenbedingungen, die Ein-Eltern-Familien stützen“

Tag für Beseitigung der Armut: Im reichen Südwesten ist jedes dritte Kind von Alleinerziehenden von Armut bedroht

Stuttgart / Freiburg, 17. Oktober – Trotz bester wirtschaftlicher Entwicklung und Beschäftigungslage hat sich an der Armutslage von Kindern und Jugendlichen seit Jahren im reichen Südwesten so gut wie nichts geändert. Das höchste Armutsrisiko hat der Nachwuchs von Alleinerziehenden – 37 Prozent der Kinder, die nur bei einem Elternteil aufwachsen, sind in Baden-Württemberg von Armut bedroht. Das sind rund 77.000 Kinder und Jugendliche, die auf Grundsicherung angewiesen sind. Alleinerziehende haben häufig nicht die Möglichkeit, neben der Betreuung ihrer Kinder ein ausreichendes Einkommen zu erwirtschaften. Vielfach haben sie auch schlecht bezahlte Jobs, die nicht zum Leben ausreichen. „Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass Kinder mit schlechteren Karten ins Leben starten, nur weil ihre Eltern getrennt sind“, erklären die Caritasdirektoren Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Rottenburg-Stuttgart) und Monsignore Bernhard Appel (Freiburg) zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut (17. Oktober). Daher fordert die Caritas in Baden-Württemberg die Landesregierung auf, Armutspolitik gezielt im Sinne einer Politik für Kinder und Familien als Querschnittsaufgabe zu sehen, die in allen politischen Ressorts und auf allen Ebenen der Politik zum Tragen kommt.

Damit Armutspolitik gelingen kann, müssten zudem sämtliche Akteure, die arme Kinder im Blick haben, ins Boot geholt werden. Das sind Schulen und Bildungseinrichtungen, Wohlfahrtsverbände, Kirchen, die Zivilgesellschaft und lokale Bündnisse. Armut ist niemals ein individuelles, sondern immer ein gesellschaftliches Problem. Daher brauche es die Bündelung aller gesellschaftlicher Kräfte, sind die Caritas-Direktoren überzeugt. Im Land sind rund 180.000 Familien und damit 16 Prozent der Familien Einelternfamilien. „Daher brauchen Familienmodelle wie die Ein-Eltern- oder Patchwork-Familie Rahmenbedingungen, die auch sie finanziell stützen“, so Appel und Holuscha-Uhlenbrock. Es müsse auch auf Landesebene gezielt an Verbesserungen weitergedacht werden. „Dazu gehört sicher auch der weitere Ausbau der Ganztagesschule“, so die Caritasdirektoren. Als hilfreich erachten sie außerdem den Ausbau von Teilzeitmodellen. Gerade für junge Frauen ohne Berufsabschluss sei eine Ausbildung in Teilzeit eine wichtige Möglichkeit für einen qualifizierten Abschluss mit Kind.

In den Beratungsstellen der Caritas in Baden-Württemberg beobachten die Caritas-Mitarbeiter täglich, wie sich alleinerziehende Mütter und Väter anstrengen, um ihren Kindern gute Chancen zu bieten. Im Südwesten hängen die Bildungschancen aber immer noch wesentlich vom Bildungsgrad und Einkommen der Eltern ab. „Werden die Chancen auf Bildung für diese Kinder nicht verbessert und vom Einkommen der Eltern losgekoppelt, wird ein Ausstieg aus der Armutsspirale schwer“, so die Caritasdirektoren. Sie betonen, dass die Kinder und Jugendlichen unverschuldet in diese Situation geraten und sich kaum aus eigener Kraft eine chancenreiche Zukunft erschließen können. „Wenn diese Kinder aber Chancen etwa auf gute Bildung erhalten und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, kann sich ihr Blatt wenden“, so die Caritasdirektoren.

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Caritas wünscht sich im Kampf gegen Armut mehr eigenständige landespolitische Akzente

Erschreckende Armutslage zwingt auch künftige Landesregierung zum Handeln

Stuttgart/Freiburg 25. November – Die Caritas in Baden-Württemberg begrüßt die heutige Vorstellung des ersten Armuts- und Reichtumsberichts für Baden-Württemberg sehr. Damit hat die Landesregierung ein wichtiges Versprechen des Koalitionsvertrages eingelöst; auch die Caritas im Land fordert seit Jahren einen solchen Bericht. Die Zahlen lassen nun deutlich erkennen: Es gibt Armut im Südwesten. An der erschreckenden Armutslage von Alleinerziehenden und ihren Kindern kommt auch eine künftige Landesregierung nicht vorbei und zwingt sie zum Handeln.

Mit diesem Bericht hat die Landesregierung die Zielgruppe der Alleinerziehenden eingehend analysiert und also solche erkannt. Dies ist aus Sicht der Caritas der zentrale, wichtige erste Schritt im Kampf gegen Armut. Mit der Forderung von Sozialministerin Altpeter um die Erhöhung des Kindergeldes um 100 Euro für Kinder von Alleinerziehenden, delegiert die Landesregierung die Problemlösung allerdings auf die Bundesebene. Der katholische Wohlfahrtsverband wünscht sich an dieser Stelle entschlossenere und eigenständigere landespolitische Akzente. „Hier hätte die Ministerin Signale setzen können“, so die Caritasdirektoren Dr. Annette Holuscha-Uhlenbrock (Stuttgart) und Monsignore Bernhard Appel (Freiburg). Wichtig wären konkrete praktische Angebote wie die Übernahme der Kosten für Schülerbeförderung und Schulverpflegung für Kinder und Jugendliche.

Der katholische Wohlfahrtsverband wird die Ergebnisse im Detail sorgfältig prüfen und auswerten. Im Sinne einer Politik für Kinder und Familien muss aus Sicht der Caritas Armutspolitik als Querschnittaufgabe in allen politischen Ressorts angesiedelt werden. Das heißt: Alle politischen Entscheidungen sind daran zu messen, ob sie familienverträglich sind und einer Armutsprävention dienen. Dies betrifft sowohl die Wohnungs- wie die Arbeitsmarkt- und Gesundheitspolitik. Für die Caritas ist es unabdingbar, die nun angedachten Handlungsoptionen umzusetzen und diese im Sinne einer umfassenden Armutsprävention weiter zu entwickeln. Der Bericht zeigt eindeutig auf, dass ein Leben in Armut die Perspektive raubt und immer mehr Menschen – vor allem Alleinerziehende – sich in Armut wieder finden.

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Steuerliche Entlastung für Alleinerziehende steigt erheblich

ARAG Experten zum Antrag auf Entlastung beim Finanzamt

Jede fünfte Familie in Deutschland besteht aus nur einem Elternteil mit Kindern – Tendenz steigend. Ihre finanzielle Lage ist oft schlecht. Wer sein Kind allein großzieht, wird daher steuerlich entlastet. Der hier vorgesehene Betrag wurde dieses Jahr erhöht. Wollen alleinerziehende Steuerzahler mit mehreren Kindern den vollen Entlastungsbetrag ausschöpfen, müssen sie laut ARAG Experten einen Antrag stellen.

Ab wann gilt die Erhöhung des Entlastungsbetrages?
Für Alleinerziehende gilt seit diesem Jahr ein höherer steuerlicher Entlastungsbetrag. Für das erste Kind gibt es jetzt eine steuerliche Entlastung von 1.908 Euro (bislang: 1.308 Euro) pro Jahr. Dieser Betrag erhöht sich für jedes weitere Kind um 240 Euro. Lagen die Voraussetzungen nicht im ganzen Jahr vor, ermäßigt sich der Betrag um die entsprechenden Monate. Der Gesetzgeber hat dies Mitte des Jahres rückwirkend zum Januar 2015 beschlossen. Der höhere Entlastungsbetrag für das erste Kind wird bei Alleinerziehenden mit der Steuerklasse II bei der Lohnabrechnung für Dezember 2015 berücksichtigt. Bei ihnen wird dann schon im laufenden Kalenderjahr weniger Lohnsteuer vom Arbeitslohn abgezogen.

Eltern von mehreren Kindern
Alleinerziehende mit mehreren Kindern müssen in dieser Angelegenheit selbst aktiv werden, so ARAG Experten. Sie sollten bei ihrem zuständigen Finanzamt einen „Antrag auf Lohnsteuerermäßigung 2015“ stellen, wenn der Entlastungsbetrag bei ihnen in voller Höhe als Freibetrag im Lohnsteuerabzugsverfahren berücksichtigt werden soll. Ohne Beantragung eines Freibetrages kann die Entlastung für jedes weitere Kind spätestens dann geltend gemacht werden, wenn der Alleinerziehende eine Steuererklärung abgibt.

So stellen Sie den Antrag
Das Formular steht im Internet zur Verfügung . Da das Formular allerdings keine Möglichkeit bereithält, um den erhöhten Entlastungsbetrag einzutragen, weist der Steuerzahlerbund darauf hin, dass eine Anlage mit einer entsprechenden Erläuterung beigefügt werden muss. Alleinstehende Mütter oder Väter müssen in jedem Fall die Steuer-Identifikationsnummer ihrer Kinder angegeben, wenn sie den Entlastungsbetrag beantragen. (Link: https://www.formulare-bfinv.de/)

Download des Textes:
http://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/job-und-finanzen/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand auch über die leistungsstarken Tochterunternehmen im deutschen Komposit-, Kranken- und Lebensversicherungsgeschäft sowie die internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in 13 weiteren europäischen Ländern und den USA – viele davon auf führenden Positionen in ihrem jeweiligen Rechtsschutzmarkt. Mit 3.600 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von mehr als 1,5 Milliarden EUR.

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wir-sind-alleinerziehend.de – Das Portal für Alleinerziehende

20 Prozent der Eltern in Deutschland sind alleinerziehend – das bedeutet eine Steigerung um 50 Prozent in den vergangenen 15 Jahren. In Zahlen ausgedrückt sind demnach 1.500.000 Millionen Frauen (91%) und 157.000 Männer alleinerziehend. Alleinerziehende machen also einen nicht unerheblichen Bestandteil der Familien in Deutschland aus. Dabei haben sich lediglich 4 Prozent der Single-Parents für eine Ein-Elternschaft entschieden.

Alleinerziehende und Armut
Über die Hälfte der alleinerziehenden Mütter von Kindern unter drei Jahren muss mit weniger als 1.100 Euro im Monat auskommen. Alleinerziehende sind also mehr als alle anderen Familien von Armut betroffen. Dies liegt im übrigen nicht an fehlender Beteiligung am Arbeitsmarkt, im Gegenteil. Die Erwerbstätigenquote der Alleinerziehenden ist hoch: 66 Prozent sind erwerbstätig. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stellt für viele Alleinerziehende eine große Herausforderung dar. Alleinerziehende sind zusätzlich mit Anforderungen an die Organisation des Alltags, der Haushaltsführung, Kindererziehung und Sicherung des finanziellen Einkommens konfrontiert und deshalb auf ein engmaschiges Netz der Unterstützung angewiesen.

Die Politik verschärft die Situation zusätzlich
Seitens der Politik ist leider keine Entspannung der Situation für Alleinerziehende in Sicht, im Gegenteil: Seit 2008 haben geschiedene Alleinerziehende mit Kindern über drei Jahren keinen Anspruch mehr auf Betreuungsunterhalt vom Ex-Partner. Zudem wird in jedem zweiten Fall von den Vätern nicht in voller Höhe Unterhalt gezahlt. Dieses Dilemma könne die Politik lösen, indem sie den Unterhaltsvorschuss anhebt: Diese staatliche Unterstützung können Alleinerziehende beantragen, wenn der verantwortliche Elternteil nicht zahlt. Bislang jedoch wird die Zahlung maximal sechs Jahre und nur bis zum zwölften Lebensjahr gewährt.

Die (noch) fehlende Lobby für Alleinerziehende: wir-sind-alleinerziehend.de
An dieser Stelle kommt wir-sind-alleinerziehend.de ins Spiel. Denn Ziel des Portals (ausschließlich für Alleinerziehende) ist es, eine Lobby für Alleinerziehenden in Deutschland zu schaffen, um gemeinsam etwas zu erreichen. Zudem stehen den Benutzern finanzielle Tipps, Fakten über Alleinerziehende, Witze, ein Chat zur Verfügung – eine Partnerbörse rundet das Angebot ab:

wir-sind-alleinerziehend.de

wir-sind-alleinerziehend.de das Portal für Alleinerziehende.

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„Mit geringem Einkommen zur tragfähigen Rente“ – Verbraucherinformation der ERGO Lebensversicherung

Alleinerziehend und wenig Lohn – wie sorge ich für das Alter vor?

"Mit geringem Einkommen zur tragfähigen Rente" - Verbraucherinformation der ERGO Lebensversicherung

Altersvorsorge für Geringverdiener

Viele Arbeitnehmer verdienen zu wenig zum Leben. Einige müssen sogar mit Hartz-IV aufstocken: 16 Prozent der Beschäftigten mit einem Niedriglohn verfügen über ein Einkommen, das unterhalb der Armutsschwelle liegt. Wer aber schon heute kaum über die Runden kommt, wird es im Alter noch schwerer haben. Ohne ausreichende private Alterssicherung wird sich das Problem der Altersarmut in Deutschland künftig verschärfen. Aber wie sorgt jemand für später vor, der heute kaum etwas hat? Anhand eines Beispiels erklärt ERGO Expertin Tatjana Höchstödter, wie das gelingen kann.

Die gesetzliche Rente allein genügt nicht

Am Beispiel einer jungen alleinerziehenden Mutter wird das Dilemma der Geringverdiener deutlich: Sie bezieht ein geringes Einkommen und das vielleicht schon seit mehreren Jahren. Zwar stehen ihre Kinder irgendwann auf eigenen Beinen. Damit wachsen für sie die Spielräume, wieder mehr zu arbeiten und entsprechend besser zu verdienen. „Dennoch wird ihre gesetzliche Rente nicht gerade auskömmlich sein – das ist selbst für Gutverdiener heute nicht mehr der Fall. Deshalb zahlt es sich aus, wenn sie als Geringverdienerin beizeiten vorgesorgt hat, etwa mit einer Riester-Rente, auch „Förderrente“ genannt“, so Tatjana Höchstödter, Vorsorgeexpertin bei ERGO. Diese Form der Vorsorge ist auch für Sparer mit geringem finanziellen Spielraum geeignet, weil sie vom Staat bezuschusst wird. Um die Zulagen vom Staat zu erhalten, reicht bereits ein jährlicher Eigenbeitrag von 60 Euro. „Die junge Frau aus dem Beispiel profitiert mit Kind sogar besonders“, betont Höchstödter. „Denn sie erhält neben der Grundzulage von 154 Euro jährlich zusätzlich für jedes Kind 185 Euro – falls es nach dem 1. Januar 2008 geboren ist, sogar 300 Euro pro Jahr.“

Ist Riestern für eine alleinerziehende Mutter möglich?

Die Riester-Rente bietet für Geringverdiener einen gangbaren Weg, etwas für die eigene Altersvorsorge zu tun. Allerdings erhält die junge Mutter aus unserem Beispiel die Berechtigung zur Förderrente nicht automatisch: „Wer zuhause bleibt und ausschließlich für das Kind da ist, hat an sich keinen Anspruch auf die staatliche Förderrente, erklärt ERGO Expertin Höchstödter. „Mit einem Mini-Job auf 450-Euro-Basis können junge Mütter aber beides haben: weiterhin genug Zeit für die Kleinen – und den Riester-Anspruch. Vorausgesetzt, die Geringverdienerin zahlt von ihrem Einkommen Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rente ein.“ So können auch Alleinerziehende mit kleinen Kindern – ganz ohne Trauschein und Vollzeitstelle – mit geringem Einsatz viel für ein sicheres Einkommen im Alter tun.

Selbst ist die Frau

Bei der Altersvorsorge gilt schon längst: Selbst ist die Frau. Denn auch eine Heirat würde die junge Mutter aus unserem Beispiel nicht unbedingt vor einer Versorgungslücke im Alter bewahren. „Angenommen, die junge Mutter ohne eigenes Einkommen findet einen neuen Partner und heiratet. Dadurch verbessert sie ihre spätere Rentensituation nicht unbedingt: Ihr Einsatz für die Familie wird bis auf die Erziehungszeiten in der gesetzlichen Rente noch immer nicht angerechnet“, sagt Tatjana Höchstödter. Als Hausfrau ist sie auch nicht rentenversicherungspflichtig und könnte so wiederum keinen Riester-Vertrag abschließen. „Ist der Ehepartner aber berufstätig und hat eine geförderte Riester-Rente, kann auch die Frau ihre eigene Riester-Förderung in Anspruch nehmen“, sagt die Expertin von ERGO. Die einzige Voraussetzung: Die Frau schließt einen eigenen förderfähigen Altersvorsorgevertrag ab und zahlt mindestens fünf Euro monatlich – also 60 Euro im Jahr – in den Vertrag ein. So kann sie selbst riestern und erhält dafür die volle staatliche Riester-Förderung.
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Kurzfassung:

Tragfähige Rente auch für Geringverdiener

3 Tipps für die Altersvorsorge

Geringverdiener sind regelmäßig von Altersarmut bedroht. Häufig verdienen Arbeitnehmer im Niedriglohnsektor schon heute nicht genug zum Leben, 16 Prozent liegen sogar unterhalb der Armutsgrenze. Schutz vor Armut im Alter bietet Betroffenen nur die private Altersvorsorge. ERGO Expertin Tanja Höchstödter gibt drei wertvolle Tipps für eine passende Altersvorsorge.

1. Riester-Rente

Stichwort: „Alleinerziehende Mütter“ – am Paradebeispiel für Geringverdiener wird das Problem deutlich: Aufgrund der Kindererziehung beziehen sie über Jahre hinweg nur ein geringes Einkommen, wodurch auch die gesetzliche Rente sehr niedrig ausfällt. Gerade Geringverdiener müssen diese Versorgungslücke selbst ausgleichen. Mit begrenzten finanziellen Mitteln eignet sich dafür insbesondere die Riester-Rente, weil sie vom Staat bezuschusst wird. Schon ab einem jährlichen Eigenbetrag von 60 Euro erhalten Sparer die staatliche Zulage von 154 Euro jährlich. Alleinerziehende Mütter bekommen zusätzlich für jedes Kind 185 Euro; wenn es nach dem 1. Januar 2008 geboren wurde, sogar 300 Euro pro Jahr.

2. Voraussetzungen für die Förderung

Um die staatliche Förder-Rente zu erhalten, müssen alleinerziehende Mütter grundsätzlich eine versicherungspflichtige Beschäftigung ausüben. Schon ein Mini-Job auf 450-Euro-Basis bietet Alleinerziehenden die Möglichkeit, den Riester-Anspruch zu erwerben. Voraussetzung: Sie zahlen von ihrem Einkommen auch die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.

3. Selbst ist die Frau

In der Altersvorsorge gilt: Selbst ist die Frau. Auch eine Heirat kann die Versorgungslücke nicht schließen: Eine verheiratete Hausfrau und Mutter ist nicht gesetzlich rentenversichert. Ausschließlich die Erziehungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung werden angerechnet. Nur wenn der Ehepartner berufstätig ist und eine Riester-Rente hat, kann auch die Frau einen eigenen Förder-Anspruch erwerben. Dafür muss sie einen eigenen Altersvorsorgevertrag abschließen und den geforderten Eigenbetrag von 60 Euro jährlich einzahlen.

Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 2.101

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Ein Spagat auf der Armutsgrenze

Alleinerziehende Frauen in Deutschland

Ein Spagat auf der Armutsgrenze

txn.

txn. „Es gibt Tage, da ist irgendwie der Wurm drin: Das Sportzeug ist noch im Trockner, Lukas will lieber lesen als Zähne putzen und ich habe einen dringenden Termin im Büro und muss pünktlich los. Dann kracht es bei uns – wie in jeder anderen Familie auch“, stellt Marion Bauer (37) fest. Sie ist alleinerziehend und lebt mit ihrem siebenjährigen Sohn in einer sogenannten Einelternfamilie – eine Lebensform, in der heute in Deutschland jede fünfte Familie lebt; sogar fast jede Vierte in Großstädten.

„Ich habe kein Problem damit, Familienernährerin, Erziehende und Hausfrau in einer Person zu sein. Lukas und ich haben ein sehr gutes und inniges Verhältnis. Uns gefällt, wie wir leben. Problematisch wird es jedoch, die Bedürfnisse unserer kleinen Familie mit einem gut bezahlten Job unter einen Hut zu bringen“, klagt Marion Bauer zu Recht.

Denn gerade Alleinerziehende trifft nicht nur die mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie hart, sondern auch die Lohnlücke in den Entgelten zwischen Frauen und Männer. Mit erschreckenden Folgen: In Haushalten von Alleinerziehenden lag mit 38,8 Prozent im Jahr 2011 eine Armutsgefährdung vor. Und das, obwohl es für die meisten alleinerziehenden Mütter selbstverständlich ist, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. 60 Prozent der Alleinerziehenden haben Arbeit; 44 Prozent in einer Vollzeitstelle. Die Frauen sind motiviert, verlässlich und erledigen ihren Job mit viel Eigeninitiative. Durch das Organisieren des Familienalltags neben dem Beruf verfügen sie über ein hohes Maß an Organisationstalent und sozialen Kompetenzen. (Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung bzw. Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V.)

„Alleinerziehende Mütter bringen viele Schlüsselqualifikationen in das Berufsleben ein, von denen der Arbeitgeber profitiert. Es ist daher unverständlich, dass diese Frauen nicht adäquat gefördert werden“, sagt Petra Timm, Unternehmenssprecherin des Personaldienstleisters Randstad Deutschland.
Dabei sind die Möglichkeiten, die zeitlichen Bedürfnisse von Alleinerziehenden zu erfüllen, hinlänglich bekannt. Die Arbeitswelt muss durchlässiger werden, etwa durch variable Arbeitszeiten oder andere Arbeitsmodelle wie z.B. Telearbeit, bei der nicht die reine Anwesenheit im Büro zählt, sondern die Ergebnisse. Vor allem Alleinerziehende sind auf Flexibilität angewiesen. Viele benötigen eine Anstellung in reduzierter Vollzeittätigkeit mit 30 bis 32 Wochenstunden. Denn dann haben sie Möglichkeit, sich gut in den Job zu integrieren, ausreichend Geld zu verdienen und auch noch Zeit mit ihren Kindern zu verbringen.

„Wir berücksichtigen bei unserer Personalvermittlung genau diese Erfordernisse und setzen auf flexible Beschäftigungsmodelle. Vor dem Hintergrund eines zunehmenden Fachkräftemangels kann der Arbeitsmarkt auf die Kompetenzen qualifizierter und gut ausgebildeter Alleinerziehender nicht mehr verzichten“, so Petra Timm von Randstad weiter.

Und was ist, wenn das Kind nun doch mal krank wird, wenn in den Ferien die Kita geschlossen ist oder der Babysitter ausfällt? Dann stellen vorbildliche Unternehmen ihren Beschäftigten schon heute Eltern-Kind-Arbeitszimmer zur Verfügung, bieten Notfallbetreuungsangebote oder unterstützen mit Kinderferienprogrammen.

Bildunterschrift:
txn. Sogenannte Einelternfamilien sind deutlich häufiger von Armut bedroht. Kein Wunder – denn der Spagat zwischen Kind, Haushalt und Beruf ist nicht einfach. Angesichts des Fachkräftemangels erwarten Arbeitsmarktexperten, dass sich die Situation für Alleinerziehende in den nächsten Jahren deutlich verbessert. Denn immer mehr Unternehmen erkennen das Potenzial und locken
mit individuell skalierbaren, flexiblen Arbeitszeitmodellen.

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Randstad – Die Nummer 1 in Deutschland.
Mit durchschnittlich rund 68.000 Mitarbeitern und 500 Niederlassungen in rund 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

Randstad Deutschland
Helene Schmidt
Helfmann-Park 8
65760 Eschborn
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Allgemein

Zahl des Monats: 110.178 Sozialwohnungen

München (11.06.2014) – Die Mitgliedsunternehmen des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) verfügen aktuell über einen Bestand von 110.178 Sozialwohnungen. Vor zehn Jahren waren es noch 158.000 geförderte Wohnungen. Grund für diese Entwicklung sind auslaufende Sozialbindungen. „Jedes Jahr fallen wesentlich mehr Sozialwohnungen aus der Bindung, als neu gebaut werden“, sagt Verbandsdirektor Xaver Kroner.

„Die Bedeutung des sozialen Wohnungsbaus ist unverändert groß“, so Kroner weiter. Denn Bevölkerungsgruppen wie kinderreiche Familien, Alleinerziehende oder Senioren seien von angespannten Wohnungsmärkten in Ballungszentren besonders betroffen. Hinzu kämen die Herausforderungen durch die demografische Entwicklung und den Zuzug nach Bayern.
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Im VdW Bayern sind 458 sozialorientierte bayerische Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen – darunter 333 Wohnungsgenossenschaften und 88 kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen verwalten rund 520.000 Wohnungen, in denen ein Fünftel aller bayerischen Mieter wohnen.

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80539 München
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