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Sicher durch die Schwangerschaft

Die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen

Vorsorge gibt Sicherheit. Bei einer Schwangerschaft sind regelmäßige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen und Gesundheitschecks unverzichtbar. Gynäkologen sind in dieser Zeit die wichtigsten Partner für alle medizinischen Kontrollen. Denn um sicherzugehen, dass es Mutter und Kind gut geht, wird die Schwangerschaft von ihnen überwacht und dokumentiert. Die AOK Hessen erklärt werdenden Eltern, welche Vorsorgeuntersuchungen von den Krankenkassen übernommen werden.

Zu Erstuntersuchung in einer Schwangerschaft gehört grundsätzlich ein ausführlicher Gesundheitscheck inklusive der gynäkologischen Untersuchung. Zusätzlich wird auf Chlamydien (Bakterien) getestet, um das Risiko einer Bauchhöhlen- oder Eileiterschwangerschaft auszuschließen. Und schließlich wird das Gewicht festgestellt sowie der Blutdruck gemessen. Auch Urin und Blut werden auf mögliche Auffälligkeiten untersucht. Ein besonderer Moment ist für viele werdende Eltern die erste Herztonmessung des Babys. All diese Informationen und Daten werden im Mutterpass dokumentiert. Den Mutterpass sollten Schwangere immer bei sich tragen, damit im Notfall alle wichtigen Fakten vorliegen.

Während der drei Phasen einer Schwangerschaft, den sogenannten Trimestern, finden die Vorsorgeuntersuchungen zunächst alle vier Wochen statt.

Insgesamt kommen so zehn bis zwölf Termine für die ärztlichen Untersuchungen zustande. Dazu gehören zum Beispiel Blutdruck- und Gewichtskontrolle, ein Bluttest, um einen möglichen Schwangerschaftsdiabetes festzustellen, drei Ultraschalltests sowie die gynäkologische Untersuchung, bei der die Gebärmutter abgetastet wird. Zusätzlich wird kontrolliert, ob das Baby richtig im Bauch liegt. Ab der 32. Schwangerschaftswoche, also wenn der Geburtstermin langsam näher rückt, finden die Vorsorgetermine alle zwei Wochen statt. Die Kosten dafür tragen die Krankenkassen.

Die Ultraschalluntersuchungen – Kindesentwicklung im Fokus
Ultraschalluntersuchungen, auch Ultraschall-Screenings genannt, sind in der Schwangerschaft sehr wichtig. Pro Trimester wird eine Untersuchung durchgeführt. Der Ultraschall gibt viele grundlegende Informationen über die Entwicklung des Babys und der Schwangerschaft. Frühzeitig kann dadurch zum Beispiel eine Mehrlingsschwangerschaft erkannt werden. Mit dem Ultraschall-Screening bestimmen die Frauenärzte das genaue Alter des Kindes sowie seine Körpermaße und den Kopfumfang. Durch die Altersbestimmung kann der Geburtstermin recht genau vorhergesagt werden. Es wird außerdem geprüft, ob die Menge deines Fruchtwassers stimmt und ob die Plazenta (Mutterkuchen) und das Kind richtig liegen.

Die Mundgesundheit – Zahnpflege in der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft verändert sich oftmals die Zahnsubstanz, und der Speichelfluss wird stärker. Dadurch kann es vermehrt zu Zahnfleischentzündungen oder Karies kommen. Damit alle Zähne schön und gesund bleiben, empfehlen Frauenärzte und Hebammen, mindestens zwei Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt pro Schwangerschaft wahrzunehmen.

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Krebstherapien: Neue Verfahren lassen Betroffene hoffen

Die Diagnose Krebs ist für die meisten zunächst ein großer Schock. Aber: die Krebsforschung hat in den letzten Jahrzehnten erhebliche Fortschritte gemacht. Mittlerweile sind viele Krebserkrankungen zu chronischen Erkrankungen geworden; das heißt, sie schränken die Lebenserwartung aufgrund effektiver Therapien kaum ein. Andere sind sogar gänzlich heilbar. „Vor 1980 starben mehr als zwei Drittel aller Krebspatienten an ihrer Erkrankung. Heute kann mehr als die Hälfte auf eine dauerhafte Heilung hoffen“, sagt Dr. Angela Smith, die Leiterin des Medizinischen Kompetenz-Centers der AOK Hessen.

Neue Diagnose- und Therapieverfahren in der Krebsmedizin geben den Anlass zur Hoffnung. Ein Schlagwort, das in letzter Zeit häufig zu hören ist, lautet „Präzisionsmedizin“. Dabei sollen die Krebsmedikamente nicht auf das gesunde Gewebe, sondern tatsächlich nur auf die bösartige Neubildung einwirken. „Krebsforschern fiel es lange Zeit schwer, den Stoffwechsel von Tumorzellen zu verstehen und den Krebs gezielt zu bekämpfen. Deshalb kamen und kommen Therapieverfahren zum Einsatz, die zwar das Krebsgewebe zerstören, aber eben auch Schaden an gesundem Gewebe anrichten“, erklärt Dr. Smith. Das gilt für Operationen und Bestrahlungen ebenso wie für Chemotherapien, unter deren Nebenwirkungen Patientinnen und Patienten häufig über die Therapiedauer hinaus leiden. Krebsforschern gelingt es aber in zunehmendem Maße, die molekularen Eigenschaften der unterschiedlichen Tumoren besser zu diagnostizieren und entsprechend individuelle Therapieformen zu entwickeln. Voraussetzung dafür ist die exakte Diagnose auf Grundlage von Gen-Tests.

Das Wachstum des Tumors behindern
Beispiele für die neuen, zielgerichteten Medikamente sind etwa Tyrosinkinasehemmer, die über eine Enzymhemmung in der Tumorzelle deren Wachstum behindern sollen. „Diese Medikamente wirken aber nur bei ganz bestimmten genetischen Tumor-Eigenschaften, wie etwa manchmal beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom oder beim Schilddrüsen- oder Nierenzellkrebs, um nur einige Beispiele zu nennen. Leider funktionieren viele der Mittel mitunter nur vorübergehend, weil sich der Stoffwechsel der Krebszellen durch Mutation immer wieder verändern kann“, sagt Angela Smith. Sie rät Betroffenen, das Gespräch mit dem behandelnden Onkologen darüber zu suchen, ob eine solche Behandlung in Frage kommt. Bei der Entscheidung für oder gegen eine zielgerichtete Krebstherapie geht es auch immer um eine Abwägung des möglichen Nutzens gegen eventuelle Nebenwirkungen. Das gilt insbesondere dann, wenn das Medikament für eine bestimmte Krebsart noch keine Zulassung hat. In diesem Fall ist nämlich über die medizinische Entscheidung hinaus auch die Kostenfrage zu klären.

Immuntherapie: Die eigenen Ressourcen nutzen
Eine zweite große Gruppe neuer Arzneimittel mobilisiert die körpereigene Abwehr des Krebspatienten. Denn eigentlich wäre es ja so einfach: Das Immunsystem erkennt, wie bei einer Virusinfektion, die unerwünschten Zellen als gefährlich und schaltet sie aus. Das Problem dabei ist, dass Krebszellen sehr trickreich sind und es schaffen, die Immunabwehr des Körpers zu umgehen. So genannte Immun-Checkpoint-Inhibitoren führen dazu, dass das körpereigene Immunsystem den Krebs wieder erkennen und zerstören kann. Bei vielen Patienten mit einem metastasierten schwarzen Hautkrebs konnte diese Medikamentengruppe zumindest vorübergehend gute Erfolge zeigen. Die neueste wissenschaftliche Errungenschaft sind so genannte CAR-T-Zellen: Bei Kindern und Jugendlichen, die unter einer akuten lymphatischen Leukämie leiden und denen die bisherigen Therapien – inklusive Stammzelltherapie – nicht helfen konnten, scheint diese Behandlungsoption mit einer Heilungsquote von bis zu 50 Prozent außerordentlich wirksam zu sein. „Forschungen in Bezug auf die Effektivität bei anderen Tumorerkrankungen laufen derzeit, stehen aber noch am Anfang“, sagt Angela Smith.

Die AOK Hessen informiert auch über Krebsprävention, so zum Beispiel über die Möglichkeiten der Darmkrebsvorsorge.

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Ferienzeit: Gilt meine Krankenversicherung auch bei Arztbesuchen im Ausland?

Bei akuten gesundheitlichen Beschwerden sollte auch im Urlaub umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Das kann im Ausland schon aufgrund der Sprachbarriere zu Hindernissen führen. Da in vielen Ländern das Gesundheitssystem anders geregelt ist als in Deutschland, können außerdem hohe Behandlungskosten entstehen. Deshalb ist es wichtig, sich im Zuge der Vorbereitung über die Versorgungssituation im Urlaubsland zu informieren.

Versicherungsschutz vor Reiseantritt prüfen
Der Versicherungsschutz der Krankenkassen unterscheidet sich je nach Urlaubsland. In allen Ländern der europäischen Union sowie in der Schweiz, in Island, Liechtenstein und Norwegen gilt der Versicherungsschutz über die eigene Krankenkasse. Hierfür gibt es die European Health Insurance Card (EHIC), mit welcher die Versicherung nachgewiesen werden kann. Sie befindet sich auf der Rückseite der elektronischen Gesundheitskarte.

Es gibt abweichende Regelungen für Mazedonien, Montenegro und Serbien. Für Bosnien-Herzegowina, Tunesien und die Türkei wird eine Anspruchsbescheinigung benötigt.
Liegt das Urlaubsland außerhalb von Europa, lohnt es sich, eine zusätzliche Auslandsreise-Krankenversicherung abzuschließen.

Generell sollten immer die Rechnungen für Behandlungen im Urlaub aufgehoben werden, um sie später der Krankenkasse vorzulegen.

Kommunikation mit dem Arzt
Nicht alle Ärzte sprechen fließend Englisch und medizinische Fachbegriffe übersteigen die alltägliche Kommunikation. Für diesen Fall hat die AOK Hessen den „Sprachführer Gesundheit“ erstellt, der die wichtigsten Begriffe enthält. Außerdem gibt es eine Liste mit Beispielfragen, die der Arzt stellen könnte sowie hilfreichen Sätzen für verschiedene Situationen, wie zum Beispiel in der Apotheke. Der Sprachführer ist in 24 Sprachen erhältlich und kann auf der Webseite heruntergeladen werden.

Ebenso wichtig ist eine vollständige Reiseapotheke. Die Checkliste der AOK Hessen kann helfen, an alles zu denken.

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Nichtschwimmerland: Immer weniger Deutsche können schwimmen

Laut einer Umfrage des DLRG (Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V.) können 59 Prozent aller zehnjährigen Kinder nicht sicher schwimmen.(1) Das obligatorische Schwimmabzeichen „Seepferdchen“ reicht hier nicht aus. Als sicherer Schwimmer gilt erst, wer mindestens das Bronze-Abzeichen erworben hat. Dieses besitzen nur etwa 25 Prozent der sechs- bis zehnjährigen. Die AOK Hessen ist dem Grund dafür nachgegangen.

Dass immer weniger Kinder und Jugendliche schwimmen können, liegt unter anderem an der schlechten Bädersituation in Deutschland. Vielen Schwimmbädern fehlen die finanziellen Mittel, um ihre Anlagen in Stand zu halten. Als Folge müssen sie schließen.
Obwohl der Schwimmunterricht in der Grundschule gesetzlich vorgeschrieben ist, haben rund 25 Prozent der Schulen keinen Zugang zu Schwimmbädern, da es nicht genug Bäder in der Umgebung gibt. Hinzu kommt, dass der vorgesehene Schwimmunterricht aufgrund von Krankheit oder Lehrermangel oft nicht stattfinden kann.

Besorgniserregend ist auch die Situation unter den Erwachsenen: 52 Prozent der Befragten bezeichnen sich als durchschnittlichen, schlechten oder sogar Nichtschwimmer. Damit sind mehr als die Hälfte der Erwachsenen unsicher im Wasser.

Während im Hallen- oder Freibad ein Bademeister das Geschehen überwacht und im Notfall einspringen kann, gibt es an Seen oft Bereiche ohne Rettungsdienst.
Vor allem für Eltern ist es deshalb wichtig, sicher schwimmen zu können, um das Kind in der Nähe von unbewachten Binnengewässern oder an Stränden selbst zu betreuen.

Schwimmen als Gesundheitssport
Schwimmen ist nicht nur überlebenswichtig, sondern auch gesundheitsfördernd. Durch die Gewichtsverteilung im Wasser ist es auch für ältere Menschen, die unter Gelenkschmerzen leiden, geeignet. Selbst stark übergewichtige Menschen können durch den schonenden Sport den Einstieg in einen aktiveren Alltag finden, ohne ihre Gelenke zu sehr zu belasten.

Schwimmen ist für jedes Alter und fast jeden körperlichen Zustand empfehlenswert. Die AOK Hessen bietet ihren Versicherten unter anderem kostenfreie Aquafitness-Kurse an. Auch Nicht-AOK-Mitglieder können teilnehmen, jedoch gegen eine geringe Gebühr.

Wer sich unsicher im Wasser fühlt oder noch nicht schwimmen kann, muss sich damit nicht abfinden. Es gibt zahlreiche Schwimmkurse in Deutschland, auch solche, die sich gezielt an Erwachsene richten, zum Beispiel beim DLRG.
Auch bei der Wahl eines Schwimmkurses von anderen Verbänden sollte die Qualifikation des Kursleiters beachtet werden.

(1) https://www.dlrg.de/presse/pm-forsa-umfrage-2017.html

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Munddusche: Sinnvolle Alternative zu Zahnseide

Die Dusche für den Mund soll die Zahnhygiene erleichtern: Mithilfe des Apparats ist es möglich, auch kleinste Zahnzwischenräume zu reinigen, die mit der Zahnbürste oder Zahnseide nicht zu erreichen sind. Das Anwenden der Munddusche kann allerdings nicht die herkömmliche Zahnreinigung ersetzen. Die AOK Hessen informiert über die Vor- und Nachteile des Geräts.

Eine Munddusche ist ein Wasserstrahlgerät, das entweder an den Wasserhahn angeschlossen wird oder über einen eigenen Wassertank verfügt.
Der Druck des Wasserstrahls entfernt losen Zahnbelag und Speisereste von Zähnen und aus Zahnzwischenräumen. Bei vielen Geräten lässt sich die Stärke des Wasserstrahls regulieren. Zu Beginn sollte eine niedrige Stufe gewählt werden, um die Handhabung zu erlernen.
In der Regel wird die Munddusche ein- bis zweimal am Tag nach dem Reinigen mit der Zahnbürste verwendet.

Wann ist die Verwendung von Mundduschen sinnvoll?
Mundduschen eignen sich vor allem als zusätzliches Hilfsmittel, um schwierige Stellen zu erreichen, etwa bei der Benutzung von Zahnspangen, Brücken oder Implantaten.
Sie reduzieren außerdem das Risiko von Karies und Zahnfleischentzündungen und helfen bei der Minimierung oder sogar Beseitigung der Ursachen von Mundgeruch.

Wer an einer akuten Zahnfleischentzündung oder kleinen Verletzungen im Mundraum leidet, für den ist die Verwendung einer Munddusche nicht geeignet. Durch die Druckbehandlung können Bakterien noch tiefer in das Zahnfleisch gelangen, was zu einem erhöhten Infektionsrisiko führt.
Besonders gefährlich für das Zahnfleisch ist die Nutzung der Munddusche unter zu hoher Druckeinstellung.

Für Menschen, die an empfindlichem Zahnfleisch leiden, ist die Munddusche eine geeignete Alternative zur Zahnseide. Wer seine Zähne regelmäßig mit Zahnbürste und Zahnseide reinigt, der ist allerdings nicht darauf angewiesen.

Wichtig ist, auf die richtige Pflege zu achten: Das Gerät sollte regelmäßig gereinigt werden, damit sich keine Keime in der Düse oder im Schlauch ablagern können.

Auf ihrer Internetseite aok-erleben.de informiert die AOK Hessen über weitere Angebote zur Zahnpflege.

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Zweitmeinung für besondere Fälle: BetterDoc

Kooperation mit AOK Hessen

Seit Beginn der Kooperation zwischen der AOK Hessen und BetterDoc am 1. August 2017 haben bereits über 500 AOK-Versicherte diesen besonderen Service genutzt. BetterDoc sorgt für den persönlichen Kontakt von Patienten zu überregional anerkannten Spezialisten. Bei einem siebenjährigen Patienten aus Hessen hat sich das als Segen erwiesen.

Versicherte der AOK Hessen können sich an BetterDoc wenden, um innerhalb von 48 Stunden einen renommierten Spezialisten für eine Zweitmeinung, Behandlung oder Operation zu finden. Jeder Patient wird durch einen festen Ansprechpartner betreut. Die Informationen zu geeigneten Spezialisten werden dem Patienten schriftlich zugestellt und im Anschluss durch seinen persönlichen Betreuer telefonisch erläutert. Auf Wunsch übernimmt BetterDoc auch die Terminvereinbarung. Einzigartig ist die ehrenamtliche Unterstützung durch über 2.500 hochspezialisierte Ärzte aus 32 Fachgebieten mit über 400 Spezialisierungen, die dem Expertenbeirat von BetterDoc angehören. Diese Ärzte unterstützen bei Fällen seltener und komplexer Erkrankungen, indem sie – in einem onlinebasierten Verfahren – die Frage beantworten, wo sie sich oder einen Angehörigen in dieser Situation behandeln lassen würden. So hat das Unternehmen die Möglichkeit, über alle Indikationen hinweg das kollektive Wissen führender Experten an die Patienten weiterzugeben.

Zweitmeinung des Fachexperten bringt entscheidende Hilfe
Dieser neue Service trägt nicht nur dazu bei, dass unnötige Operationen verhindert werden können. Auch werden im Einzelfall wirksamere Therapien gefunden. So war es auch beim siebenjährigen Julian*. Seit vier Jahren litt er unter chronischer Bronchitis mit Husten und Nasennebenhöhlenentzündung. Hinzu kamen immer wieder Kopfschmerzen und massive Schlafstörungen. Seine Medikation und sogar eine mehrwöchige Kur konnten zu keiner spürbaren Besserung beitragen. Durch die Vermittlung von BetterDoc erhielt die Familie innerhalb weniger Wochen einen Termin bei einem renommierten Kinderpneumologen. Dieser empfahl eine achtwöchige Behandlung mit einem anderen Wirkstoff. Diese Therapie schlug an. Seitdem kann der Junge wieder ruhig schlafen, die Kopfschmerzen sind verschwunden.

Erst Analyse, dann Empfehlung
„Für den medizinischen Laien ist es nahezu unmöglich, eine vorgeschlagene Operation oder Therapie medizinisch zu beurteilen, zumal sich diese Menschen gerade in einer belastenden Lebenssituation befinden“, sagt Dr. med. Roland Strasheim, verantwortlich für stationäre Versorgung bei der AOK Hessen. In diesen Fällen kann BetterDoc die entscheidende Hilfe sein. Dabei setzt das Unternehmen diagnosespezifisch auf die Auswertung verschiedener Qualitätskriterien, um für die Erkrankungen und die individuelle Situation der Patienten geeignete Spezialisten zu identifizieren. Das können beispielsweise Fallzahlen, Zertifizierungen oder Routinedatenanalysen sein. „Wir prüfen auch, ob sich ein Arzt regelmäßig bei Fachkongressen, Arbeitsgruppen, Qualitätszirkeln und Fortbildungen engagiert. Darüber hinaus betreuen wir jeden Patienten auch nach Therapiebeginn zwei Jahre lang weiter und messen den Behandlungserfolg direkt am Patienten“, erklärt Dr. med. Donata von Dellingshausen, medizinische Direktorin bei BetterDoc.

Kollektives Fachwissen zum Wohl der Patienten
Der entscheidende Vorteil des Verfahrens ist das Wissen von vielen medizinischen Experten in Verbindung mit einer unabhängigen Zweitmeinung. „So gelingt es uns, medizinische Sachverhalte für den Versicherten transparent zu machen und mit ihm und für ihn die beste Behandlung zu sichern“, so Dr. Roland Strasheim. „Damit sind wir auf dem richtigen Weg, den wir auch konsequent für eine qualitativ hochwertige Versorgung unserer Versicherten weitergehen werden.“

*Name geändert

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Gürtelrose: Schmerzender Ausschlag

Vor allem ältere Menschen können an Herpes Zoster, einer Gürtelrose, erkranken. Auslöser einer Gürtelrose sind Varizella-Zoster-Viren aus der Familie der Herpes-Viren, die auch Windpocken verursachen. Der Ausschlag ist oftmals besonders schmerzhaft. In Deutschland erkranken daran etwa 400.000 Meschen jährlich.

Viele Menschen stecken sich bereits in frühester Kindheit mit Varizella-Zoster-Viren an und erkranken daraufhin an Windpocken (Varizellen). Wenn die Erkrankung überstanden ist, nisten sich die Viren in den Nervenwurzeln im Bereich des Rückenmarks oder in den Hirnnerven ein. Sie ruhen dort lange Zeit, ohne Beschwerden zu bereiten. Bestimmte Auslöser können sie wecken, zum Beispiel ein geschwächtes Immunsystem infolge einer Erkrankung, bei höherem Lebensalter oder großem Stress. Dann vermehren sie sich erneut und wandern am betroffenen Nerv entlang in die Haut. Durch die Vermehrung der Viren in den Hautzellen entstehen eine Entzündung und der typische Hautausschlag. „Eine Gürtelrose können auch Menschen bekommen, die gegen Windpocken geimpft sind“, sagt Olaf Krebs, Teilprojektleiter bei der AOK Hessen.

Immunisierung möglich
Seit 2004 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut, Kinder zwischen dem elften und 14. Lebensmonat und im Alter von 15 bis 23 Monaten gegen Varizellen immunisieren zu lassen. Menschen, die an einer Gürtelrose erkranken, fühlen sich anfangs meist abgeschlagen und müde, eventuell tritt leichtes Fieber auf. Nach zwei bis drei Tagen leiden sie unter brennenden oder stechenden Schmerzen im betroffenen Bereich, gefolgt von leichten Hautrötungen mit kleinen Knötchen. Aus den Knötchen entwickeln sich innerhalb weniger Stunden kleine Bläschen, die jucken können. Nach einigen Tagen trocknen die Bläschen aus und verkrusten. Am häufigsten tritt der schmerzende Hautausschlag am Rumpf oder Brustkorb auf. Typischerweise tritt der Ausschlag nur auf einer Körperhälfte auf. „Bei einem normalen Verlauf ohne Komplikationen heilt eine Gürtelrose bei Erwachsenen innerhalb von zwei bis vier Wochen folgenlos ab“, informiert Krebs. Wenn die Viren das Auge befallen, können sie dort eine Entzündung der Hornhaut verursachen. Sind Hör- und Gesichtsnerven betroffen, können Hörprobleme, Schwindel und eine Gesichtslähmung auftreten.

Nur scheinbar abgeheilt
Etwa zehn bis 20 von hundert Menschen leiden infolge der Nervenentzündung auch dann noch monatelang unter starken Schmerzen, wenn der Ausschlag bereits abgeheilt ist. Vor allem ältere Patienten sind gefährdet, eine solche sogenannte Post-Zoster-Neuralgie zu entwickeln. „Eine frühzeitige Behandlung ist ratsam, besonders bei einer Gürtelrose im Gesicht. Der Allgemeinmediziner oder Hautarzt kann eine Gürtelrose an den typischen Symptomen meist gut erkennen“, meint Krebs. Der Juckreiz lässt sich mit Lotionen, Gelen oder Puder lindern, die Schmerzen mit Medikamenten.

Bläschen nicht aufkratzen
Wer an einer Gürtelrose erkrankt ist, sollte die mit Flüssigkeit gefüllten Bläschen nicht aufkratzen, da sich die Haut sonst entzünden kann und Narben zurückbleiben können. Außerdem ist eine Gürtelrose so lange ansteckend, bis alle Bläschen ausgetrocknet sind und die letzte Kruste abgefallen ist. Bis dahin sollten Erkrankte den direkten körperlichen Kontakt mit Menschen meiden, die noch keine Windpocken hatten, da sich diese sonst anstecken können. Wer sich ansteckt, erkrankt zunächst an Windpocken, nicht an einer Gürtelrose.

Worauf bei Impfungen im Allgemeinen zu achten ist, erklärt die AOK Hessen in einem gesonderten Artikel.

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Co-Abhängigkeit: Der Weg in die soziale Isolation

Die Verhaltensweisen Alkoholabhängiger sind oft völlig unverhältnismäßig, was sie für ihr nahes Umfeld unberechenbar macht. Wird das Leben eines anderen, beispielsweise des Partners oder des Kindes, völlig durch die Sucht des Abhängigen gesteuert, spricht man von Co-Abhängigkeit.

Co-Abhängige übernehmen oft die gesamte Verantwortung für den Süchtigen und versuchen, den Alltag allein zu stemmen. Da ihnen häufig die Situation peinlich ist, versuchen sie, die Sucht des Partners oder des Elternteils zu vertuschen. Nach außen hin möchten sie weiterhin den Eindruck vermitteln, dass alles unter Kontrolle ist.

Co-Abhängige machen sich enorme Sorgen finanzieller und sozialer Art oder um das Leben der alkoholkranken Person. Das bedeutet eine zweifache Last auf den Schultern der Betroffenen. Sie erfinden Ausreden für sein Verhalten, laden immer weniger Freunde ein und isolieren sich dadurch sozial. Das kann in einer immer weiter abwärts führende Spirale und letztlich auch in einer kompletten Vereinsamung enden. Am Ende bleibt bis auf den alkoholkranken Partner keine andere Bezugsperson mehr.

Das eigene Leben wieder selbst bestimmen
Der erste Schritt aus der Co-Abhängigkeit ist das Eingeständnis zu sich selbst, dass der Partner oder Angehörige professionelle Hilft braucht. Und dann die Erkenntnis, dass man selbst diesem im Wege steht.

Um wieder ein befreites Leben führen zu können, müssen Betroffene sich anderen gegenüber öffnen und Hilfe suchen. Das kann eine (anonyme) Beratungsstelle, ein Freund oder der Hausarzt sein. Die Einsicht, das Recht auf ein eigenes Leben zu haben, ist der erste Weg zurück dorthin.

Wer einmal in die Co-Abhängigkeit gerutscht ist, hat ein hohes Risiko, diesem Muster wieder zu verfallen. Rund 60 Prozent der Frauen, die mit einem Alkoholkranken verheiratet sind, sind mit mindestens einem alkoholabhängigen Elternteil aufgewachsen. Die AOK Hessen informiert über Alkoholmissbrauch in der Familie in einem weiteren Artikel.

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Wenn die Eltern trinken

Über 2,6 Millionen Kinder wachsen mit alkoholabhängigem Elternteil auf

Kinder von alkoholkranken Eltern haben keinen normalen Alltag und ihre Sorgen beschränken sich nicht mehr auf Schule oder Freizeit-Aktivitäten. Oftmals müssen sie sich viel zu früh Aufgaben und Sorgen eines Erwachsenen stellen und sind der Situation ausgeliefert. In Deutschland leben mehr als 2,6 Millionen Kinder in einer solchen Situation. Mindestens ein Elternteil dieser Kinder ist alkoholabhängig.

Um den Schein einer intakten Familie beizubehalten erfinden die Kinder suchtkranker Eltern oft Ausreden, um keine Freunde mit nach Hause nehmen zu müssen. Sie isolieren sich meist von ihrem sozialen Umfeld und geben sich die Schuld für die Sucht ihrer Eltern.

Von der Sucht gesteuert, sagen oder tun Erkrankte häufig Dinge, die verletzend sind oder werden gewalttätig. In anderen Momenten sind sie übermäßig fürsorglich und liebevoll. Diese emotionale Achterbahn verwirrt die Angehörigen nicht nur, sie belastet sie regelrecht und macht die Situation zu Hause unberechenbar.

Gemeinsam eine Lösung suchen
Wichtig ist, zu erkennen, dass sie nicht verantwortlich für die Probleme von Mutter und Vater sind und diese an einer psychischen Erkrankung leiden. Dann können sich die betroffenen Kinder an eine Vertrauensperson wenden oder eine Beratungsstelle kontaktieren. Das erfordert viel Mut, weil sie oftmals das Gefühl haben, dass sie ihren Eltern in den Rücken fallen.

Im weiteren Schritt kann auch das Gespräch mit den Eltern gesucht werden. Manchmal ist es für die Kinder die beste Lösung, für einen gewissen Zeitraum zu Verwandten oder in eine Einrichtung zu ziehen.

In Deutschland gibt es viele Beratungsstellen für Kinder, Jugendliche und Erkrankte. Auch das Clarimedis-Team der AOK Hessen berät Betroffene gern.

Die AOK Hessen hat weitere Informationen zum Thema „Alkoholmissbrauch in der Familie“ auf der Seite “ AOK-erleben“ zusammengestellt.

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Das Ei – Mythos und Wahrheit

Ostern steht vor der Tür und damit auch die beliebte Frage: Wie viele Eier darf man eigentlich essen? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung hat darauf eine klare Antwort.

Das Ei - Mythos und Wahrheit

Bei gesunden Menschen ändert der Verzehr von Eiern kaum etwas am Cholesterinwert im Blut. (Bildquelle: Sea Wave/Shutterstock.com)

Besser nicht mehr als drei pro Woche, einschließlich in Kuchen oder Soßen verarbeiteter Eier.
Denn die kleinen Eiweißbomben enthielten zwar wichtige Nährstoffe wie Protein, Vitamine und Mineralstoffe, andererseits aber auch reichlich Fett und Cholesterin. Aber der Verzehr von Eiern ändert, das zeigen aktuelle Studien, bei gesunden Menschen kaum etwas am Cholesterinwert im Blut. Ulrike Hadem-Proest, Ernährungsexpertin bei der AOK Hessen, gibt für Ostern Entwarnung: „Grundsätzlich gilt natürlich die Empfehlung der DGE. Aber kurzzeitig darf man an Ostern eiermäßig auch mal über die Stränge schlagen.“ Allerdings sollten sich, so Hadem-Proest, insbesondere Patienten, die unter einer Fettstoffwechselstörung leiden, nach den Osterfeiertagen wieder an die Empfehlungen halten. Übrigens: Die Ernährungsberatung des Landes Rheinland-Pfalz spricht vom Ei als einem „genialen Lebensmittel“. Zitat: „Das Ei ist ein reines Kraftpaket. Es bietet hochwertiges Eiweiß und eine Fülle anderer wertgebender Inhaltsstoffe. Es wird von der Natur direkt in der Verpackung geliefert und ist mehrere Wochen gut lagerfähig. Ob feine Nachspeisen, Kuchen, leckere Aufläufe oder „schnelle“ Gerichte – Eier sind außerordentlich vielseitig zu verwenden und beliebt.“ Dem ist auch aus Sicht der AOK Hessen nichts hinzuzufügen.

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