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Auf einen Blick: Die häufigsten Erbkrankheiten

Das menschliche Erbgut setzt sich aus nur 46 Chromosomen zusammen. Trotzdem ist jeder Mensch einzigartig und hat seine individuelle Kombination, die in jeder unserer Zellen zu finden ist. In seltenen Fällen allerdings können Unregelmäßigkeiten, sogenannte Anomalien, der Chromosomen auftreten. Oft bleiben diese Anomalien unbemerkt. Doch manche können bestimmte Erbkrankheiten zur Folge haben. Die Auswirkungen sind ganz unterschiedlich. Die AOK Hessen gibt einen Überblick über die häufigsten Erkrankungen und ihre Ursachen.

Als Erbkrankheiten bezeichnet man Chromosomenstörungen, die durch die Eltern genetisch an das Kind weitergegeben werden. Dabei kann es vorkommen, dass die Eltern selbst nicht von der Krankheit betroffen sind, obwohl sie das entsprechende genetische Material in sich tragen. Da sie eine gesunde Kopie des betroffenen Gens besitzen, zeigt sich die Erkrankung bei ihnen nicht. Genetisch bedingte Störungen können auch durch sogenannte „Spontanmutationen“ oder „Neumutationen“ entstehen. In diesem Fall verändert sich das Erbgut in einer der Keimzellen, ohne dass bei den Eltern eine Anomalie vorliegt.

Man unterscheidet drei Gruppen von Erbkrankheiten

1. Bei chromosomalen Anomalien handelt es sich um eine fehlerhafte Weitergabe des Erbguts der Eltern. Bei dem Kind tritt dann eine Veränderung der Anzahl oder der Struktur der Chromosomen auf. Das Risiko hierfür kann mit zunehmendem Alter der Mutter steigen. Beispiele sind Trisomie 21, das Ullrich-Turner-Syndrom oder das Klinefelter-Syndrom.

2. Monogene Krankheiten treten im Vergleich zu chromosomalen Anomalien relativ selten auf. Hierbei ist nur ein Gen (Chromosomenabschnitt) defekt. Dies kann erbliche Ursachen haben oder durch eine Spontanmutation entstehen. Beispiele monogener Erkrankungen sind Mukoviszidose, Phenylketonurie oder die Bluterkrankheit.

3. Multifaktorielle Krankheiten sind die dritte Gruppe. Sie treten häufiger auf als chromosomale Anomalien und monogene Krankheiten und stellen sich erst im Laufe des Lebens ein. Im Durchschnitt bricht bei einem von 100 Kindern eine multifaktorielle Erkrankung aus. Dazu gehören Diabetes mellitus, Epilepsie, Hüftgelenksdysplasie oder Neuralrohrdefekte. Ursache dieser Erkrankungen sind mehrere Gene, die fehlerhaft miteinander agieren. Die Gründe dafür sind sowohl genetische Anomalien, als auch äußere Einflüsse wie zum Beispiel Röntgenstrahlen, Medikamentenwirkstoffe und Chemikalien, oder auch der Lebensstil, zum Beispiel Rauchen und eine ungesunde Ernährung.

Die häufigsten genetischen Erkrankungen

Trisomie 21 – das Down-Syndrom
Bei dieser Chromosomenstörung liegt das Chromosom 21 nicht zweimal, sondern dreimal vor. Betroffene haben also 47 statt 46 Chromosomen. Dies passiert rein zufällig und kann weder verhindert noch behoben werden. Mit dem Down-Syndrom gehen unterschiedlich starke körperliche Fehlbildungen sowie geistige Einschränkungen einher. Je nach Einzelfall und individueller Förderung können die Betroffenen ein weitgehend normales Leben führen.

Mukoviszidose
Aufgrund eines defekten Gens funktionieren die schleimbildenden Drüsen nicht. Dies beeinträchtigt die Funktion der Organe, insbesondere der Lunge. Die Stoffwechselkrankheit ist nicht leicht zu diagnostizieren, da sie oft mit Asthma und Bronchitis verwechselt wird. Schon vor der Geburt lässt sich das defekte Gen ausmachen und feststellen, ob das Kind erkranken wird oder nicht. Die Krankheit lässt sich nicht heilen, aber durch Medikamente und begleitende Therapiemaßnahmen lindern.

Hämophilie – die Bluterkrankheit
Ebenso wie die Mukoviszidose gehört die Hämophilie zu den monogenen Erkrankungen. Dabei wird in circa der Hälfte der Fälle das Gen vererbt. Bei der anderen Hälfte handelt es sich um eine Spontanmutation. Menschen, die an Hämophilie leiden, haben eine erhöhte Blutungsneigung und die Blutung ist schwerer zu stoppen. Aufgrund der Art der Vererbung sind Männer häufiger betroffen als Frauen. Ein risikoarmer Lebensstil gilt als beste Vorsorgemaßnahme. Die nicht heilbare Krankheit kann aber durch die Injektion von Gerinnungsfaktoren behandelt werden.

Lippen-Kiefer-Gaumenspalte
In manchen Fällen wachsen die Gesichtshälften des Embryos nicht vollständig zusammen. Die Ursache für die Fehlbildung ist umstritten. Mediziner gehen zwar von einem genetischen Faktor aus, aber auch äußere Einflüsse während der Schwangerschaft werden verantwortlich gemacht. In der Regel ist eine Schließung der Spalte durch einen operativen Eingriff möglich. Eine sprachtherapeutische Förderung verhilft in den meisten Fällen zu einer Normalisierung.

Zystenniere
Wenn sich in und um die Niere erheblich viele Zysten bilden, spricht man von einer Zystenniere. Dies hat oft einen monogenen Defekt als Ursache. Durch die hohe Anzahl der Zysten ist die Funktion der Niere beeinträchtigt, was schlimmstenfalls zu Nierenversagen führen kann. Oft bleibt die Erkrankung zunächst unentdeckt, weil sich nur einzelne Zysten bilden. Dann ist sie auch nicht behandlungsbedürftig. Wuchern die Zysten, können Medikamente gegen die Schmerzen eingesetzt werden und die Zysten punktiert oder entfernt werden. In manchen Fällen sind Patienten auf eine Dialyse (Blutreinigung) angewiesen.

Bestimmte Krankheiten und Chromosomenstörungen wie Trisomie 21 können mittlerweile bereits während der Schwangerschaft festgestellt werden. Wenn in der Familie Erbkrankheiten bekannt sind, man selbst an einer Erkrankung leidet oder sich während der Schwangerschaftsuntersuchungen Besonderheiten zeigen, kann ein pränataler Gentest Gewissheit schaffen.

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Heuschnupfen: Lebensmittel können Symptome mildern

Tränende Augen, ständiges Niesen und erschwerte Atmung – jeder Heuschnupfengeplagte kennt das. Ob Gräser- oder Getreidepollen, meist sind dafür unterschiedliche Allergene ausschlaggebend. Wenn die Symptome durch Schimmelpilze, Tierhaare oder Hausstaubmilben ausgelöst werden, hat der Allergiker ganzjährig zu kämpfen. Die unangenehmen Reaktionen können aber abgemildert werden, da manche Lebensmittel entzündungshemmend wirken. Die AOK informiert, welche Lebensmittel Hilfe bieten können.

2012 wurde die bislang größte Studie zum Thema Ernährung und Häufigkeit von Allergien, die ISAAC (International Study of Asthma and Allergies in Childhood) [1] durchgeführt. Insgesamt zwei Millionen Kinder und Jugendliche wurden dabei befragt. Hiernach leiden Kinder und Jugendliche, die mindestens dreimal die Woche Fast Food essen, häufiger an Asthma, Heuschnupfen und allergiebedingten Hautausschlägen, als Kinder, die sich gesund ernähren. Der hohe Gehalt an Transfettsäuren und Salz sowie das Fehlen von ausreichenden Mengen an Obst und Gemüse beeinflussen die Gesundheit negativ.

Eine schützende Wirkung wird dagegen folgenden Lebensmitteln nachgesagt:
Kurkuma soll entzündungshemmend wirken und damit ein Festsetzen der Allergene in den Atemwegen verhindern. So kann Kurkuma das Risiko einer chronischen Bronchitis, Nasennebenhöhlenentzündung oder von Asthma bronchiale vermindern.

Die in Kohl, aber auch in Rettich und Kapuzinerkresse enthaltenen Senfölglycoside und das Vitamin C können ebenfalls einer Entzündung der Atemwege vorbeugen.

Grüne Gemüsesorten, zum Beispiel Spinat, Brokkoli und Mangold, sind reich an Antioxidanzien und Carotinoiden. So können sie die Immunabwehr unterstützen und die Entzündungsprozesse im Körper hemmen.

In Hirse steckt das Spurenelement Mangan, das Juckreiz und Hautrötungen vorbeugen kann. Magnesium und Silizium sorgen für eine Stärkung der Abwehrkräfte und für ein verfeinertes Hautbild.

Wertvolle Omega-3-Fettsäuren aus Seefischen wirken entzündungshemmend.

Als sehr gute pflanzliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren können auch Leinsamen oder Leinöl verwendet werden und bieten so eine Alternative zu Fisch.

Heuschnupfen sollte immer behandelt werden. Die Symptome beginnen zwar in den oberen Atemwegen, können aber zu einer chronischen Bronchitis oder Asthma bronchiale werden. Deshalb sollte bei dem Verdacht auf Heuschnupfen unbedingt ein Termin beim Hausarzt vereinbart werden.

Allergien entstehen, wenn unser Immunsystem auf harmlose Substanzen reagiert, als wenn es sich um Krankheitserreger handeln würde. Lymphozyten, also spezielle Blutzellen, die für die Immunabwehr zuständig sind, bilden Antikörper. Diese Antikörper sollen Allergene wie Pollen oder Tierhaare unschädlich machen. Dazu werden entzündungsfördernde Botenstoffe freigesetzt, wie zum Beispiel Histamin. Das Histamin ist mitverantwortlich für die typischen Heuschnupfensymptome.

[1] Studie ISAAC: https://thorax.bmj.com/content/68/4/351, zuletzt aufgerufen am 14.02.2019

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Vitamin D Mangel – Wann ist die Einnahme von Tabletten sinnvoll?

Den meisten Menschen bringt die Einnahme von Vitamin-D-Tabletten nichts, zumal echte Mangelerscheinungen in unseren Breiten recht selten sind. Allerdings gibt es Risikogruppen, bei denen eine Einnahme durchaus sinnvoll sein kann.

Für den Knochenstoffwechsel spielt das „Sonnenvitamin“ eine Schlüsselrolle. Es unterstützt den Körper dabei, Kalzium aus Lebensmitteln aufzunehmen und härtet so Knochen und Zähne. Es ist zudem an weiteren Stoffwechselvorgängen beteiligt und beeinflusst die Muskelkraft positiv. Bei einem echten Mangel an Vitamin D kann es zu einer Knochenerweichung kommen, bei Säuglingen und Kleinkindern Rachitis genannt, bei Erwachsenen Osteomalazie. Außerdem gilt ein Vitamin-D-Mangel bei älteren Menschen als Risikofaktor für eine Osteoporose.

Den Hauptanteil an Vitamin D bildet der Körper selbst mithilfe des UV-Lichts aus der Sonne. Deshalb ist es empfehlenswert, von März bis Oktober zwei- bis dreimal pro Woche Gesicht, Hände und Arme kurzzeitig unbedeckt und ohne Sonnenschutz der Sonne auszusetzen. Der Körper speichert das fettlösliche Vitamin. Auch einige wenige Lebensmittel enthalten nennenswerte Mengen an Vitamin D, Wildlachs sogar besonders viel.

Für folgende Risikogruppen kann es daher sinnvoll sein, Tabletten einzunehmen: Ältere Menschen ab 70 Jahren, da mit dem Alter die Eigenproduktion von Vitamin D nachlässt. Insbesondere bei pflegebedürftigen Senioren, die nur selten das Haus verlassen oder in einer Pflegeeinrichtung leben. Auch jüngere Menschen, die unter einer chronischen Magen-Darm-, Leber- oder Nierenerkrankung leiden oder Medikamente einnehmen, die den Vitamin D-Stoffwechsel beeinträchtigen, können von Tabletten profitieren. Weiterhin Menschen mit einer dunkleren Hautfarbe, da durch den erhöhten Melaningehalt der Haut die UVB-Strahlen der Sonne stärker abgehalten werden. Ebenso alle, die sich kulturell oder religiös bedingt verschleiern. Darüber hinaus Säuglinge, denn der Vitamin-D-Gehalt in der Muttermilch ist gering und die Haut der Babys darf aufgrund noch nicht ausgebildeter Schutzmechanismen nicht der Sonne ausgesetzt werden. Deshalb bekommen sie im Rahmen der allgemeinen Vorsorge spezielle Vitamin-D-Präparate vom Kinderarzt verschrieben.

Die Einnahme von Vitamin D muss immer mit dem Hausarzt abgesprochen werden. Zu große Vitamin-D-Mengen erhöhen den Kalziumspiegel im Blut. Anfänglich kann das zu vermehrter Urinausscheidung, Durst und Übelkeit führen. Da sich Kalzium in den Nieren ablagert, droht langfristig eine Nierenverkalkung mit der Gefahr eines akuten oder chronischen Nierenversagens.

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Tabuthema Unfruchtbarkeit – Wie hilft das Kinderwunschzentrum?

Kinderlosigkeit ist für viele Paare in Deutschland ein empfindliches Thema. Kinderwunschzentren bieten ärztliche Hilfe und Unterstützung auf dem Weg zum eigenen Kind. In diesen spezialisierten Einrichtungen werden die Gründe für die Unfruchtbarkeit sowohl bei der Frau als auch beim Mann analysiert und behandelt. Die AOK Hessen stellt den Ablauf in einem Kinderwunschzentrum vor.

Kinderwunschzentren sind spezialisierte Praxen oder Kliniken für Gynäkologie und Reproduktionsmedizin. Verschiedene medizinische Experten und Biologen beschäftigen sich hier ausschließlich mit den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Unfruchtbarkeit.

Individuelle Behandlung
Nach Auswahl des geeigneten Zentrums wird ein Termin für das Erstgespräch vereinbart, an dem beide Partner teilnehmen sollten, um die Ursache für die bisherige Kinderlosigkeit zu klären. Erste Blutuntersuchungen zur Bestimmung des Hormonprofils, Ultraschallunteruntersuchungen sowie die Abgabe einer Spermienprobe können bereits im Anschluss an das Beratungsgespräch vorgenommen werden und schaffen Gewissheit. Meist werden im Laufe der Behandlungen mehrere Spermaproben benötigt. So können mögliche Schwankungen in einem Spermiogramm, einer Ergebnisanalyse des Ejakulats, festgestellt werden.

Fruchtbarkeitsstörungen verteilen sich gleichmäßig auf Männer und Frauen. Zu den meisten Fällen gehören Hormonstörungen und -schwankungen. Bei Frauen kommen häufig eingeschränkte Funktionstüchtigkeit verschiedener Organe wie Eileiter oder Gebärmutter in Betracht. Eine geringe Anzahl oder eine eingeschränkte Geschwindigkeit der Spermien beim Mann können ebenfalls maßgeblich sein.

Große Methodenvielfalt
Wenn die Ursache der Kinderlosigkeit durch Hormonstörungen bedingt ist, kann mit einer Stimulationstherapie, einer Einstellung der Hormone, begonnen werden. In manchen Fällen reicht die Gabe von Hormonpräparaten bereits aus, um eine Schwangerschaft zu ermöglichen. Sollte dies nicht ausreichen oder die mögliche Ursache in anderen Fruchtbarkeitsstörungen liegen, wie einer eingeschränkten Geschwindigkeit der Spermien, kann möglicherweise eine assistierte Reproduktion, besser bekannt als künstliche Befruchtung, infrage kommen. Diese reicht von der Injektion der Spermien direkt in die Gebärmutter bis hin zum Einsetzen einer in der Petrischale befruchteten Eizelle.

Das bundesweite Informationsportal bietet Betroffenen Unterstützung bei der Suche nach Kinderwunschzentren ganz in der Nähe an.

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Heilpflanzen unter der Lupe: Fingerhut bei Herzschwäche?

In kräftiges Rot, Lila oder Gelb gekleidet, zog er in den Sommermonaten alle Blicke auf sich: der Fingerhut, oder auch Digitalis. Schön ist er zweifellos, doch mit Vorsicht zu genießen, denn die Pflanze ist hochgiftig. Interessanterweise wird sie trotzdem seit Jahrhunderten als Medikament eingesetzt. Was ist der Fingerhut nun: Gift oder Medizin? Die AOK Hessen klärt auf.

Digitalis-Medikamente werden auch häufig als „Herzglykoside“ bezeichnet. Wegen ihrer geringen „therapeutischen Breite“ stehen die Medikamente immer wieder in der Kritik. Ausschlaggebend für den Erfolg des Medikaments ist die Dosierung, die perfekt sein muss: zu wenig und die gewünschte Wirkung bleibt aus, zu viel und eine Vergiftung kann die Folge sein.

Die Medikamente kommen vor allem bei Herzinsuffizienz zum Einsatz. Bei dieser Krankheit ist die Pumpleistung des Herzens deutlich vermindert, sodass bereits alltägliche Anforderungen, wie zum Beispiel das Treppensteigen, für den Betroffenen zur Belastung werden können. Herzglykoside steigern die Kraft des Herzens und senken gleichzeitig seine Frequenz. Das Herz bekommt mehr Zeit, um kräftig genug zu schlagen.

Heute werden zunehmend sichere Ersatzstoffe eingesetzt. Digitalis-Medikamente kommen jedoch weiterhin zum Einsatz, wenn andere Präparate keine Wirkung zeigen.

Wichtig ist, dass Patienten die Fertigmedikamente immer nur nach ärztlicher Anweisung einnehmen. Die Nebenwirkungen der Giftpflanze können mit Übelkeit, Schwindel und Erbrechen sowie Herzrhythmusstörungen teilweise stark ausfallen.

Die AOK Hessen nimmt auch weitere Heilpflanzen unter die Lupe: zum Beispiel Efeu.

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Cookie Dough: gesundheitsgefährdend oder unbedenklicher Trend?

Ein neuer Food-Trend für Süßspeisen ist seit längerem in aller Munde: Cookie Dough – was nichts anderes bedeutet als „roher Keksteig“. Erhältlich ist das trendige Dessert in verschiedensten Variationen. Doch hat Oma nicht immer vor Bauchschmerzen gewarnt, wenn wir vom Teig naschen wollten? Die AOK Hessen ist dem Trend auf den Grund gegangen und hat sich die Frage gestellt: ist roher Keksteig wirklich unbedenklich?

Die gute Nachricht gleich vorweg: bei sorgfältig produziertem Cookie Dough kann bedenkenlos zugeschlagen werden. Dennoch gilt es, auf ein paar Punkte zu achten:
Roher Keksteig besteht in der Regel aus Mehl, Butter, Zucker, Schokolade und meist auch Ei. Dass Eier Salmonellen enthalten können, ist allgemein bekannt. Diese Krankheitserreger befinden sich meist auf der Eierschale und gelangen beim Aufschlagen mit in den Teig. Salmonellen können schmerzhafte Bauchschmerzen, Fieber, Kopfschmerzen und Durchfall verursachen.

Allerdings kann auch der Verzehr von rohem Mehl bedenklich sein. Denn Mehl wird aus Getreide gewonnen, das auf Feldern angebaut wird. Alles, was sich dort ansammelt, von Dünger bis zu Tiersekreten, bleibt auf dem Getreide zurück. Darunter können sich auch Krankheitserreger befinden. Das geerntete Getreide wird zwar gereinigt, dadurch werden jedoch die Bakterien nicht abgetötet. Die Körner werden schließlich zu Mehl gemahlen, samt der schädlichen Keime.

Die Vorbehandlung ist entscheidend
Natürlich sind diese Fakten auch den Produzenten und Verkäufern in den vielen neuen Cookie Dough Shops bekannt. Und die meisten reagieren entsprechend. Denn überwiegend wird der Cookie Dough dort mit pasteurisierten, also wärmebehandelten Eiern und hitzebehandeltem Mehl hergestellt. Diese spezielle Verarbeitung tötet mögliche Salmonellen in den Eiern sowie Keime und Bakterien im Mehl ab.

Selbst gemacht schmeckt am besten
Übrigens kann Cookie Dough auch ganz einfach ohne Eier und Mehl selbst zubereitet werden. Die AOK Hessen hat dazu ein leckeres und bedenkenloses Rezept: „Gesunder Keksteig“.

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Geburtsvorbereitungskurse: Spannend für beide Elternteile

Ein Geburtsvorbereitungskurs wendet sich in erster Linie an werdende Mütter. So lernen sie von Hebammen Atem- und Entspannungsübungen und machen gemeinsam Schwangerschaftsgymnastik. Aber auch die Väter erwerben hier Wissen, das ihnen während der Geburt nützlich sein wird und wodurch sie ihre Partnerinnen unterstützen können. Die AOK Hessen informiert über Inhalte und Vorteile durch Geburtsvorbereitungskurse.

Bei Geburtsvorbereitung denken viele automatisch an Atemübungen. Aber die leitenden Hebammen erklären weit mehr als nur Hecheln und Atmung. Auch Wissen über den Geburtsablauf, mögliche Geburtspositionen und medizinische Möglichkeiten während der Geburt, zum Beispiel Peridualanästhesie (PDA), werden vermittelt. Zudem runden Informationen zum Baby, Stillen und zur Babypflege das Programm ab, von denen beide Elternteile profitieren. Väter lernen darüber hinaus Techniken, mit denen sie ihre Partnerinnen unterstützen können, zum Beispiel Massagegriffe, die die Wehen lindern.

Vom Austausch profitieren
Es kann vorkommen, dass Väter sich gar nicht so aktiv einbringen können, wie sie sich wünschen, weil die Partnerin unter den Wehen keine Berührung möchte. Viele Männer erleben daher auch ein Gefühl der Machtlosigkeit während der Geburt. Hier hilft der vorherige Austausch in der Gruppe, vor allem auch mit anderen werdenden Vätern und erfahrenen Hebammen.

Insgesamt gilt, dass Väter vom Beginn der Schwangerschaft bis zur Stillzeit nicht passiv bleiben müssen. Sie können bereits ganz früh eine Bindung zu ihrem Kind im Bauch der Mutter aufbauen, etwa indem sie mit ihm sprechen oder es durch den Bauch fühlen. Der Geburtsvorbereitungskurs ist auch dazu gedacht, sich als Teil der Elternmannschaft auf seine neue Rolle einzustellen.

Meist gibt es die Wahl zwischen einem kompakten Geburtsvorbereitungswochenende und einem Geburtsvorbereitungskurs, der sich über mehrere Wochen erstreckt. In letzterem Fall werden meist sogenannte Partnerabende angeboten, die sich ganz speziell an Elternteile beide richten.

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Mittelohrentzündung bei Kindern

Antibiotika nur in Ausnahmefällen geben

Die akute Mittelohrentzündung ist eine der häufigsten Erkrankungen bei Babys und Kleinkindern. Jedes Jahr werden etwa 30 von 100 Kindern unter drei Jahren wegen einer Mittelohrentzündung ärztlich untersucht. Die Erkrankung kann zwar stark schmerzen, ist aber nicht unbedingt gefährlich und heilt meist in zwei bis drei Tagen von selbst wieder aus. Häufig genügt es, die Schmerzen zu lindern.

Eine Therapie mit Antibiotika ist in vielen Fällen nicht notwendig. Die akute Mittelohrentzündung tritt meist in Zusammenhang mit einer Erkältung, Halsentzündung oder Grippe auf. Besonders betroffen sind Babys und Kleinkinder, da die Verbindung zwischen Rachenraum und Mittelohr bei ihnen noch sehr kurz ist. Viren oder Bakterien führen zu Schwellungen im Rachenraum. Infolgedessen schwillt auch die Schleimhaut der Ohrtrompete und des Mittelohres an. Es kommt zu einem Sekretstau, der sich durch Schmerzen und Hörminderung bemerkbar machen kann. Vor allem kleine Kinder können ihre Schmerzen noch nicht richtig zuordnen. Sie klagen über Bauchweh, obwohl ihnen die Ohren wehtun, oder schütteln den Kopf und reiben die Ohren. Nach dem siebten Lebensjahr sind Mittelohrentzündungen seltener, weil sich die Ohrtrompete und das Immunsystem weiterentwickelt haben. Frühzeitig zum Arzt gehen sollten Eltern allerdings immer mit Säuglingen bis zum Alter von sechs Monaten. Ein Arztbesuch ist auch ratsam, wenn das Kind hohes Fieber (ab 39 Grad Celsius) und ein starkes Krankheitsgefühl hat, das Immunsystem geschwächt ist oder wiederholt Mittelohrentzündungen aufgetreten sind bzw. das Ohr bereits operiert wurde.

Bei der körperlichen Untersuchung führt der Kinderarzt unter anderem eine Ohrenspiegelung durch, um das Trommelfell von außen zu beurteilen. Gemeinsam lässt sich dann besprechen, welche Form der Behandlung angebracht ist. Die schnelle Linderung der Ohrenschmerzen steht dabei im Mittelpunkt. Bessern sich die Beschwerden trotz Behandlung nicht oder treten Probleme wie Hörstörungen auf, ist ein erneuter Arztbesuch ratsam. Bei Fieber können Wadenwickel helfen. Dabei sollten Eltern jedoch darauf achten, dass die in Wasser getränkten und ausgewrungenen Wickel nur etwas kühler als die Körpertemperatur sind. Die Wickel kann man bis zu drei Mal erneuern, das Kind sollte dabei zugedeckt bleiben. Kindern schon beim Verdacht auf eine Mittelohrentzündung ein Antibiotikum zu geben, halten viele Mediziner und Wissenschaftler für problematisch. Dennoch gibt es eindeutige Empfehlungen für deren Einsatz wie zum Beispiel für Säuglinge unter sechs Monaten, bei eitrigem Ausfluss aus dem Ohr oder einer Entzündung beider Ohren bei Kindern unter zwei Jahren. Durch den häufigen Gebrauch dieser Medikamente lässt ihre Wirksamkeit nach, da die Bakterien Resistenzen bilden. Sind Antibiotika verordnet, dann sollten sie für den vom Arzt vorgesehenen Zeitraum eingenommen werden. Manchmal verbleibt nach einer akuten Mittelohrentzündung auch Flüssigkeit im Mittelohr, ein sogenannter Paukenerguss entsteht. Er kann zu Hörstörungen und einer verzögerten Sprachentwicklung führen. Komplikationen wie diese sind zwar selten, dennoch sollten Eltern das Hörvermögen ihrer Kinder nach der Erkrankung beobachten.

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Hebammenwissen kompakt: 7 Fakten aus dem Kreißsaal

Hebammen managen den Kreißsaal und stehen werdenden und frischgebackenen Eltern emotional und mit Rat und Tat zur Seite. Ganz klar, dass sie auch perfekte Ansprechpartner bei Fragen rund um das besondere Ereignis Geburt sind. Das spezielle Hebammenwissen kann werden Eltern im Kreißsaal nützlich sein. Die AOK Hessen nennt die sieben wichtigsten Fakten.

1. Regelmäßiges CTG
Im Kreißsaal werden sowohl die Herztöne als auch die Wehentätigkeit mittels eines CTGs (Cardiotocography) gemessen. Während der Wehen kommt es zu einer kurzen, aber meist unbedenklichen Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr. Hebammen und Ärzte erkennen anhand des CTGs, ob es dem Baby gut geht oder ob sie zusätzliche Maßnahmen ergreifen müssen.

2. Kontrolle des Muttermunds
Die Hebamme ertastet mit der Hand, ob der Muttermund sich stetig weiter bis auf zehn Zentimeter öffnet. Außerdem kann sie feststellen, ob das Kind tief genug im Becken liegt und ob die Fruchtblase noch intakt ist. Diese Untersuchung findet nur statt, wenn sie notwendig wird, da sie ein Infektionsrisiko birgt.

3. Einleitung durch Wehenmittel und Wehentropf
Kommt es zum Geburtsstillstand, kann nachgeholfen werden: Mit speziellen Medikamenten in Tablettenform oder einem zusätzlichen Wehentropf wird der Geburtsverlauf wieder in Gang gebracht.

4. Erleichterung durch PDA
Die Periduralanästhesie (kurz: PDA), eine Rückenmarksanästhesie, betäubt die Nervenbahnen, damit die Reize nicht in das Gehirn gelangen können und die Mutter weitgehend schmerzfrei bleibt. Diese Möglichkeit kann, bei Interesse, vorab in der Anästhesie besprochen werden.

5. Das Öffnen der Fruchtblase
Die Hebamme kann durch Öffnen der Fruchtblase die Geburt nach der Eröffnungsphase beschleunigen. Dazu ritzt sie diese mit einem kleinen Häkchen an. Der Vorgang ist kaum zu spüren, danach tritt das Fruchtwasser aus. Das Kind rutscht dann tiefer ins Becken und der Druck auf den Muttermund löst weitere Wehen aus.

6. Begleiterscheinung Dammschnitt
Unter starken Wehen und dem Druck des Köpfchens auf die Scheide kann es passieren, dass das Gewebe des Damms, des Bereichs zwischen Scheide und After, reißt. Manchmal ist es allerdings auch aus medizinischen Gründen nötig, dass der Damm geschnitten wird. Der Riss heilt genauso gut wie der Schnitt.

7. Die kleine Geburt danach
Mit der Nachgeburt wird die Plazenta, also der Mutterkuchen, mit den letzten, aber sehr viel schwächeren Wehen ausgestoßen. Es ist wichtig, dass die Hebamme die Ablösungen kontrolliert. Verbleibende Reste der Plazenta im Bauch der Mutter können Entzündungen auslösen. Erst die Nachgeburt beendet den Geburtsvorgang.

Extratipp: Werdende Eltern können an einem Infoabend im Entbindungskrankenhaus sowie einem Geburtsvorbereitungskurs teilnehmen. Idealerweise ist eine Kreißsaalführung inklusive. Dort stellen sich gegebenenfalls schon Mitglieder des Entbindungsteams und die Hebammen vor und können Unsicherheiten und Fragen direkt klären.

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Kleine Knolle, große Wirkung: Mit Knoblauch gegen Verkalkung

Knoblauch gilt seit Jahrhunderten als Heilpflanze. Der enthaltene Wirkstoff Allicin reduziert Verkalkungen im Körper und soll helfen, die Blutfettwerte zu senken. Ein regelmäßiger Verzehr der Knolle ist daher empfehlenswert. Wer seinem Körper etwas Gutes tun möchte, kann eine Zitronen-Knoblauch-Kur machen.

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Knoblauch ist zwar nicht wissenschaftlich nachgewiesen, trotzdem werden der Knolle viele positive Effekte zugeschrieben.

Der Wirkstoff Allicin hilft dagegen nachweislich bei Verkalkungen in Gelenken und Arterien sowie im Gehirn. Ob durch Knoblauchkonsum eine Gefäßverkalkung tatsächlich verhindert werden kann, ist jedoch nicht erwiesen. Allicin soll zudem helfen, die Blutfettwerte zu senken.

Eine verjüngende Wirkung wird der Zitronen-Knoblauch-Kur nachgesagt. Sie soll gegen Müdigkeit und Schlappheit helfen sowie das Seh- und Hörvermögen verbessern. Die Wirkung ist allerdings bei jedem Menschen unterschiedlich.

Rezept:
5 unbehandelte Zitronen
30 Knoblauchzehen (entspricht etwa fünf bis sechs Knollen)
1 Liter Wasser

Die Zitronen waschen und ungeschält vierteln. Die Knoblauchzehen schälen.
Zitronenstücke und Knoblauch mit etwas Wasser im Mixer zerkleinern. Anschließend mit einem Liter Wasser kurz aufkochen. Zuletzt den Saft durch ein Sieb geben und abkühlen lassen.

Nach Belieben würzen: während des Kochens Kurkuma, Ingwer oder schwarzen Pfeffer hinzugeben.

Empfohlen wird, für zwei bis drei Wochen täglich 20 Milliliter Saft zu sich zu nehmen. Nach einer Woche Pause soll die Kur für weitere zwei bis drei Wochen fortgesetzt werden.

Übrigens: Mundgeruch muss nicht befürchtet werden, denn die Zitrone überdeckt den Knoblauchgeruch.

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