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Geburtsvorbereitungskurse: Spannend für beide Elternteile

Ein Geburtsvorbereitungskurs wendet sich in erster Linie an werdende Mütter. So lernen sie von Hebammen Atem- und Entspannungsübungen und machen gemeinsam Schwangerschaftsgymnastik. Aber auch die Väter erwerben hier Wissen, das ihnen während der Geburt nützlich sein wird und wodurch sie ihre Partnerinnen unterstützen können. Die AOK Hessen informiert über Inhalte und Vorteile durch Geburtsvorbereitungskurse.

Bei Geburtsvorbereitung denken viele automatisch an Atemübungen. Aber die leitenden Hebammen erklären weit mehr als nur Hecheln und Atmung. Auch Wissen über den Geburtsablauf, mögliche Geburtspositionen und medizinische Möglichkeiten während der Geburt, zum Beispiel Peridualanästhesie (PDA), werden vermittelt. Zudem runden Informationen zum Baby, Stillen und zur Babypflege das Programm ab, von denen beide Elternteile profitieren. Väter lernen darüber hinaus Techniken, mit denen sie ihre Partnerinnen unterstützen können, zum Beispiel Massagegriffe, die die Wehen lindern.

Vom Austausch profitieren
Es kann vorkommen, dass Väter sich gar nicht so aktiv einbringen können, wie sie sich wünschen, weil die Partnerin unter den Wehen keine Berührung möchte. Viele Männer erleben daher auch ein Gefühl der Machtlosigkeit während der Geburt. Hier hilft der vorherige Austausch in der Gruppe, vor allem auch mit anderen werdenden Vätern und erfahrenen Hebammen.

Insgesamt gilt, dass Väter vom Beginn der Schwangerschaft bis zur Stillzeit nicht passiv bleiben müssen. Sie können bereits ganz früh eine Bindung zu ihrem Kind im Bauch der Mutter aufbauen, etwa indem sie mit ihm sprechen oder es durch den Bauch fühlen. Der Geburtsvorbereitungskurs ist auch dazu gedacht, sich als Teil der Elternmannschaft auf seine neue Rolle einzustellen.

Meist gibt es die Wahl zwischen einem kompakten Geburtsvorbereitungswochenende und einem Geburtsvorbereitungskurs, der sich über mehrere Wochen erstreckt. In letzterem Fall werden meist sogenannte Partnerabende angeboten, die sich ganz speziell an Elternteile beide richten.

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Mittelohrentzündung bei Kindern

Antibiotika nur in Ausnahmefällen geben

Die akute Mittelohrentzündung ist eine der häufigsten Erkrankungen bei Babys und Kleinkindern. Jedes Jahr werden etwa 30 von 100 Kindern unter drei Jahren wegen einer Mittelohrentzündung ärztlich untersucht. Die Erkrankung kann zwar stark schmerzen, ist aber nicht unbedingt gefährlich und heilt meist in zwei bis drei Tagen von selbst wieder aus. Häufig genügt es, die Schmerzen zu lindern.

Eine Therapie mit Antibiotika ist in vielen Fällen nicht notwendig. Die akute Mittelohrentzündung tritt meist in Zusammenhang mit einer Erkältung, Halsentzündung oder Grippe auf. Besonders betroffen sind Babys und Kleinkinder, da die Verbindung zwischen Rachenraum und Mittelohr bei ihnen noch sehr kurz ist. Viren oder Bakterien führen zu Schwellungen im Rachenraum. Infolgedessen schwillt auch die Schleimhaut der Ohrtrompete und des Mittelohres an. Es kommt zu einem Sekretstau, der sich durch Schmerzen und Hörminderung bemerkbar machen kann. Vor allem kleine Kinder können ihre Schmerzen noch nicht richtig zuordnen. Sie klagen über Bauchweh, obwohl ihnen die Ohren wehtun, oder schütteln den Kopf und reiben die Ohren. Nach dem siebten Lebensjahr sind Mittelohrentzündungen seltener, weil sich die Ohrtrompete und das Immunsystem weiterentwickelt haben. Frühzeitig zum Arzt gehen sollten Eltern allerdings immer mit Säuglingen bis zum Alter von sechs Monaten. Ein Arztbesuch ist auch ratsam, wenn das Kind hohes Fieber (ab 39 Grad Celsius) und ein starkes Krankheitsgefühl hat, das Immunsystem geschwächt ist oder wiederholt Mittelohrentzündungen aufgetreten sind bzw. das Ohr bereits operiert wurde.

Bei der körperlichen Untersuchung führt der Kinderarzt unter anderem eine Ohrenspiegelung durch, um das Trommelfell von außen zu beurteilen. Gemeinsam lässt sich dann besprechen, welche Form der Behandlung angebracht ist. Die schnelle Linderung der Ohrenschmerzen steht dabei im Mittelpunkt. Bessern sich die Beschwerden trotz Behandlung nicht oder treten Probleme wie Hörstörungen auf, ist ein erneuter Arztbesuch ratsam. Bei Fieber können Wadenwickel helfen. Dabei sollten Eltern jedoch darauf achten, dass die in Wasser getränkten und ausgewrungenen Wickel nur etwas kühler als die Körpertemperatur sind. Die Wickel kann man bis zu drei Mal erneuern, das Kind sollte dabei zugedeckt bleiben. Kindern schon beim Verdacht auf eine Mittelohrentzündung ein Antibiotikum zu geben, halten viele Mediziner und Wissenschaftler für problematisch. Dennoch gibt es eindeutige Empfehlungen für deren Einsatz wie zum Beispiel für Säuglinge unter sechs Monaten, bei eitrigem Ausfluss aus dem Ohr oder einer Entzündung beider Ohren bei Kindern unter zwei Jahren. Durch den häufigen Gebrauch dieser Medikamente lässt ihre Wirksamkeit nach, da die Bakterien Resistenzen bilden. Sind Antibiotika verordnet, dann sollten sie für den vom Arzt vorgesehenen Zeitraum eingenommen werden. Manchmal verbleibt nach einer akuten Mittelohrentzündung auch Flüssigkeit im Mittelohr, ein sogenannter Paukenerguss entsteht. Er kann zu Hörstörungen und einer verzögerten Sprachentwicklung führen. Komplikationen wie diese sind zwar selten, dennoch sollten Eltern das Hörvermögen ihrer Kinder nach der Erkrankung beobachten.

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Hebammenwissen kompakt: 7 Fakten aus dem Kreißsaal

Hebammen managen den Kreißsaal und stehen werdenden und frischgebackenen Eltern emotional und mit Rat und Tat zur Seite. Ganz klar, dass sie auch perfekte Ansprechpartner bei Fragen rund um das besondere Ereignis Geburt sind. Das spezielle Hebammenwissen kann werden Eltern im Kreißsaal nützlich sein. Die AOK Hessen nennt die sieben wichtigsten Fakten.

1. Regelmäßiges CTG
Im Kreißsaal werden sowohl die Herztöne als auch die Wehentätigkeit mittels eines CTGs (Cardiotocography) gemessen. Während der Wehen kommt es zu einer kurzen, aber meist unbedenklichen Unterbrechung der Sauerstoffzufuhr. Hebammen und Ärzte erkennen anhand des CTGs, ob es dem Baby gut geht oder ob sie zusätzliche Maßnahmen ergreifen müssen.

2. Kontrolle des Muttermunds
Die Hebamme ertastet mit der Hand, ob der Muttermund sich stetig weiter bis auf zehn Zentimeter öffnet. Außerdem kann sie feststellen, ob das Kind tief genug im Becken liegt und ob die Fruchtblase noch intakt ist. Diese Untersuchung findet nur statt, wenn sie notwendig wird, da sie ein Infektionsrisiko birgt.

3. Einleitung durch Wehenmittel und Wehentropf
Kommt es zum Geburtsstillstand, kann nachgeholfen werden: Mit speziellen Medikamenten in Tablettenform oder einem zusätzlichen Wehentropf wird der Geburtsverlauf wieder in Gang gebracht.

4. Erleichterung durch PDA
Die Periduralanästhesie (kurz: PDA), eine Rückenmarksanästhesie, betäubt die Nervenbahnen, damit die Reize nicht in das Gehirn gelangen können und die Mutter weitgehend schmerzfrei bleibt. Diese Möglichkeit kann, bei Interesse, vorab in der Anästhesie besprochen werden.

5. Das Öffnen der Fruchtblase
Die Hebamme kann durch Öffnen der Fruchtblase die Geburt nach der Eröffnungsphase beschleunigen. Dazu ritzt sie diese mit einem kleinen Häkchen an. Der Vorgang ist kaum zu spüren, danach tritt das Fruchtwasser aus. Das Kind rutscht dann tiefer ins Becken und der Druck auf den Muttermund löst weitere Wehen aus.

6. Begleiterscheinung Dammschnitt
Unter starken Wehen und dem Druck des Köpfchens auf die Scheide kann es passieren, dass das Gewebe des Damms, des Bereichs zwischen Scheide und After, reißt. Manchmal ist es allerdings auch aus medizinischen Gründen nötig, dass der Damm geschnitten wird. Der Riss heilt genauso gut wie der Schnitt.

7. Die kleine Geburt danach
Mit der Nachgeburt wird die Plazenta, also der Mutterkuchen, mit den letzten, aber sehr viel schwächeren Wehen ausgestoßen. Es ist wichtig, dass die Hebamme die Ablösungen kontrolliert. Verbleibende Reste der Plazenta im Bauch der Mutter können Entzündungen auslösen. Erst die Nachgeburt beendet den Geburtsvorgang.

Extratipp: Werdende Eltern können an einem Infoabend im Entbindungskrankenhaus sowie einem Geburtsvorbereitungskurs teilnehmen. Idealerweise ist eine Kreißsaalführung inklusive. Dort stellen sich gegebenenfalls schon Mitglieder des Entbindungsteams und die Hebammen vor und können Unsicherheiten und Fragen direkt klären.

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Kleine Knolle, große Wirkung: Mit Knoblauch gegen Verkalkung

Knoblauch gilt seit Jahrhunderten als Heilpflanze. Der enthaltene Wirkstoff Allicin reduziert Verkalkungen im Körper und soll helfen, die Blutfettwerte zu senken. Ein regelmäßiger Verzehr der Knolle ist daher empfehlenswert. Wer seinem Körper etwas Gutes tun möchte, kann eine Zitronen-Knoblauch-Kur machen.

Die gesundheitsfördernde Wirkung von Knoblauch ist zwar nicht wissenschaftlich nachgewiesen, trotzdem werden der Knolle viele positive Effekte zugeschrieben.

Der Wirkstoff Allicin hilft dagegen nachweislich bei Verkalkungen in Gelenken und Arterien sowie im Gehirn. Ob durch Knoblauchkonsum eine Gefäßverkalkung tatsächlich verhindert werden kann, ist jedoch nicht erwiesen. Allicin soll zudem helfen, die Blutfettwerte zu senken.

Eine verjüngende Wirkung wird der Zitronen-Knoblauch-Kur nachgesagt. Sie soll gegen Müdigkeit und Schlappheit helfen sowie das Seh- und Hörvermögen verbessern. Die Wirkung ist allerdings bei jedem Menschen unterschiedlich.

Rezept:
5 unbehandelte Zitronen
30 Knoblauchzehen (entspricht etwa fünf bis sechs Knollen)
1 Liter Wasser

Die Zitronen waschen und ungeschält vierteln. Die Knoblauchzehen schälen.
Zitronenstücke und Knoblauch mit etwas Wasser im Mixer zerkleinern. Anschließend mit einem Liter Wasser kurz aufkochen. Zuletzt den Saft durch ein Sieb geben und abkühlen lassen.

Nach Belieben würzen: während des Kochens Kurkuma, Ingwer oder schwarzen Pfeffer hinzugeben.

Empfohlen wird, für zwei bis drei Wochen täglich 20 Milliliter Saft zu sich zu nehmen. Nach einer Woche Pause soll die Kur für weitere zwei bis drei Wochen fortgesetzt werden.

Übrigens: Mundgeruch muss nicht befürchtet werden, denn die Zitrone überdeckt den Knoblauchgeruch.

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Wenn das Wunschkind auf sich warten lässt

Mögliche Ursachen für Unfruchtbarkeit

Fast jedes zehnte Paar zwischen 25 und 59 Jahren in Deutschland ist ungewollt kinderlos. [*1] Stellt sich eine Schwangerschaft nach zwölf Monaten trotz regelmäßigen Verkehrs nicht ein, können verschiedene Ursachen dafür verantwortlich sein. Sind diese bekannt, wird meist schnell eine Behandlungsmöglichkeit gefunden. Die AOK Hessen klärt über die häufigsten Ursachen für eine ungewollte Kinderlosigkeit auf.

Erste Anlaufstelle bei unerfülltem Kinderwunsch ist die gynäkologische Praxis. Hier werden mit Hilfe der ärztlichen Beratung die weiteren Schritte besprochen. Unter Umständen wird eine Empfehlung zur Behandlung im Kinderwunschzentrum ausgesprochen.

Die Gründe für eine Kinderlosigkeit trotz Bemühungen können sowohl beim Mann als auch bei der Frau liegen. Um diese eindeutig zu klären, sollten sich beide Partner untersuchen lassen.
Nach der ärztlichen Behandlung wird das Paar über das mögliche weitere Vorgehen informiert und kann abwägen, ob eine künstliche Befruchtung infrage kommt.

Während beim Mann die häufigste Ursache eine verminderte Spermienproduktion oder -qualität ist, sind die möglichen Gründe auf der Seite der Partnerin vielfältiger.

Eine der häufigsten Ursachen für eine Fruchtbarkeitsstörung ist Endometriose. Vor allem während der Menstruation äußert sich diese Erkrankung durch starke Schmerzen. Sogenannte Endometrioseherde, also Gewebe, welches während der Regelblutung nicht abgestoßen wird, können eine Befruchtung verhindern. Es besteht jedoch die Möglichkeit, das überschüssige Gewebe operativ zu entfernen.

Verklebungen oder ein Verschluss der Eileiter sind bei fast einem Drittel der Frauen der Grund für die Unfruchtbarkeit. Diese sind meist bedingt durch Eileiterschwangerschaften, Operationen, Entzündungen oder auch Endometriose.

Auch gutartige Tumore in der Gebärmutter (Myome) oder Zysten können ursächlich für das Ausbleiben einer Schwangerschaft sein.

Eine weitere Möglichkeit für verminderte Fruchtbarkeit sind Hormonstörungen. Diese können durch schwankendes sowie starkes Über- oder Untergewicht oder auch Fehlfunktionen der Schilddrüse verursacht werden.

Nicht unterschätzen sollten Kinderwunschpaare den Einfluss starker psychischer oder körperlicher Belastungen auf den Hormonhaushalt. Gegebenenfalls können Medikamente helfen, diesen wieder zu normalisieren.
Ob eine Hormonbehandlung infrage kommt oder eine andere Methode sinnvoll ist, variiert von Paar zu Paar.

Verfahren der künstlichen Befruchtung
Unter dem Hauptbegriff der künstlichen Befruchtung werden unterschiedliche Verfahren zusammengefasst. Für Paare, bei denen der Mann Fruchtbarkeitsprobleme hat, kann sich die Intrazytoplasmatische Spermieninjektion eignen. Hierbei wird eine einzelne männliche Samenzelle in die Eizelle der Frau injiziert.

Bei der In-vitro-Fertilisation (IVF) hingegen werden Eizelle und Samenzelle mit einer Nährflüssigkeit außerhalb des Körpers zusammengebracht und die befruchtete Eizelle anschließend wieder in den Körper der Frau eingesetzt.

Ein drittes und gleichzeitig das älteste Verfahren ist die intrauterine Insemination (IUI). Dabei werden die Spermien direkt in die Gebärmutter eingebracht, um ihnen den Weg durch die Eileiter zu ersparen. Dieses Verfahren wird unter anderem angewendet, wenn es ein Problem mit der Beweglichkeit der Spermien gibt.

*1 https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/familie/schwangerschaft-und-kinderwunsch/ungewollte-kinderlosigkeit/hilfe-und-unterstuetzung-bei-ungewollter-kinderlosigkeit/76012 (zuletzt aufgerufen am 19.09.2018)

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Das Immunsystem regulieren: So wirken Immunsuppressiva

Bei manchen Krankheitsbildern greift das Immunsystem körpereigene Zellen an. Bestimmte Medikamente können das Immunsystem unterdrücken, um den Körper zu schützen. Dies bleibt allerdings nicht ohne Nebenwirkungen. Die AOK Hessen klärt auf, in welchen Anwendungsgebieten Immunsuppressiva zum Einsatz kommen.

Immunsuppressiva helfen, das körpereigene Immunsystem zu regulieren. Sie kommen zum Einsatz, wenn das Immunsystem dem Körper schadet, anstatt ihn vor Krankheitserregern zu schützen. Das ist beispielsweise bei chronischen Erkrankungen wie Rheuma und Zöliakie sowie bei Allergien der Fall. Diese Krankheiten sind noch nicht heilbar, mit der passenden Therapie ist es allerdings möglich, die negativen Wirkungen des Immunsystems auf den Körper einzuschränken.

Ein weiteres Anwendungsgebiet sind Organtransplantationen. Nach der Transplantation wehrt sich der Körper zunächst gegen das neue Organ. Immunsuppressive Medikamente verhindern, dass der Körper das fremde Organ abstößt. Unmittelbar nach der Transplantation beginnt eine hochdosierte Induktionstherapie. Innerhalb der folgenden Wochen werden Dosierung und Anzahl der Medikamente heruntergefahren. Die Erhaltungstherapie muss nach einer Transplantation allerdings in der Regel lebenslang fortgeführt werden.

Eines der bekanntesten immunsuppressiven Medikamente ist Kortison. Der Wirkstoff simuliert ein körpereigenes Hormon und kann so in den Stoffwechsel der meisten Körperzellen eingreifen. Andere Medikamente dagegen sind künstlich hergestellte Antikörper.

Nebenwirkungen
Die Medikamente unterdrücken nicht nur körpereigene Abwehrreaktionen, sondern schwächen das gesamte Immunsystem. Somit vermindern sie auch den Schutz vor äußeren Krankheitserregern. Bei einer Therapie mit Immunsuppressiva müssen deshalb Nutzen und mögliche Nebenwirkungen genau abgewogen werden. Wichtig ist eine enge Absprache mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin.

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Hebammenrufbereitschaft

Verlässliche Begleitung in der Schwangerschaft

Eine freiberufliche Hebamme ist durch ihre beratende Tätigkeit eine große Unterstützung während der Schwangerschaft. Wer die eigene Hebamme auch bei der Geburt dabeihaben möchte, kann Hebammenrufbereitschaft beantragen.

Im Rahmen der Hebammenrufbereitschaft ist die persönliche Hebamme sofort zur Stelle, wenn die Geburt losgeht. Die Bedingungen werden mit der Hebamme vereinbart und vertraglich festgehalten. Wichtig ist, dass die Rufbereitschaft eine 24-stündige Erreichbarkeit in den letzten drei Wochen vor sowie zwei Wochen nach dem errechneten Termin beinhaltet.

Weitere Punkte sollten individuell vor der Geburt geklärt werden. Zum Beispiel darf die freiberufliche Hebamme meist nur in bestimmten Kliniken oder Geburtshäusern entbinden. Auch eine Hausgeburt ist möglich. Die meisten Hebammen haben bereits Erfahrung mit der Rufbereitschaft und können Fragen der werdenden Eltern beantworten.

Die Kosten für die Hebammenrufbereitschaft sind nicht Bestandteil des Krankenkassenkatalogs, werden aber von manchen Kassen übernommen. Für eine Kostenübernahme zum Beispiel bei der AOK Hessen müssen Vertrag und Rechnung sowie ein Zahlungsnachweis eingereicht werden. Bei Fragen steht die AOK Hessen gern zur Verfügung.

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Zucker und Fett schaden dem Herzen

Ernährungsgewohnheiten unter der Lupe

Nach neuesten Erkenntnissen verursacht eine zucker- und fetthaltige Ernährung nicht nur Übergewicht und Diabetes, sondern erhöht auch das Herzinfarktrisiko. Die zugeführte Tagesmenge an Fett sollte laut Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei Erwachsenen zwischen 60 und 80 Gramm liegen. Die Tagesmenge an Zucker unter 50 Gramm. Ann-Kathrin Krämer, Ernährungsberaterin bei der AOK Hessen, gibt im Interview Infos und Tipps zu einer herzgesunden Ernährung.

Frau Krämer, inwieweit hängen Zucker und Fett mit der Herzgesundheit zusammen?
AK: Ernährungsfehler können unsere Herzgesundheit in Gefahr bringen. Zwar sind Zucker und Fett grundsätzlich lebensnotwendig für den menschlichen Organismus, da sie Energie für viele Vorgänge im Körper liefern. Zu viel davon fördern jedoch Gewichtszunahmen. Mit zunehmendem Gewicht steigt auch das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Starkes Übergewicht führt langfristig zu Bluthochdruck und Stoffwechselstörungen wie Insulinresistenz und damit zu Diabetes mellitus Typ 2. Beides sind Risikofaktoren für einen Herzinfarkt.

Gibt es eine besondere Risikogruppe für einen Herzinfarkt?
AK: Menschen, die sich nicht bewegen und hauptsächlich von zuckersüßen und fettreichen Speisen ernähren, haben das höchste Risiko, ein metabolisches Syndrom, auch „tödliches Quartett“ genannt, zu entwickeln. Damit ist das gemeinsame Auftreten mehrerer Symptome bzw. Krankheitsbilder gemeint: Übergewicht, Bluthochdruck, erhöhte Blutfettwerte und eine gestörte Zuckerverwertung im Körper. Diese erhöhen das Risiko für Diabetes und Arteriosklerose (Gefäßverkalkung), die Hauptursache für Herzinfarkt.

Worauf sollte ich achten, wenn ich meinen Zucker- und Fettkonsum reduzieren möchte?
AK: Viele Lebensmittel enthalten Fette und Zucker, die auf den ersten Blick nicht erkennbar sind: zum Beispiel Fleisch, Wurst, Käse und Milcherzeugnisse, Gebäck, Süßwaren, Fast Food und Fertigprodukte. Gerade Fertigprodukten wird oft viel Zucker zugesetzt, daher lohnt sich immer ein Blick auf die Zutatenliste! Zucker versteckt sich auch hinter Begriffen, die auf „-ose“ enden: Fruktose, Glukose, Dextrose, Laktose, Saccharose, Raffinose usw.

Wie wirkt sich der Konsum von Fetten auf das Herzinfarktrisiko aus?
AK: Bei zu hohem Fettkonsum steigen die Blutfette (Triglyceride und Cholesterin) an, der Blutfettstoffwechsel wird gestört. Gerät dieser aus dem Gleichgewicht, wird vermehrt LDL-Cholesterin im Blut transportiert. Das ist der Cholesterin-Anteil, der als hauptverantwortlich für Krankheiten wie Arterienverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall gilt. Denn das Cholesterin kann sich in den Blutgefäßen ablagern und dazu führen, dass sich die Blutgefäße verschließen. Passiert das in Blutgefäßen, die Herz und Gehirn mit Sauerstoff versorgen, entwickelt sich ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall.

Wie kann man mithilfe von Ernährung einem Herzinfarkt vorbeugen?
AK: Eine herzgesunde Ernährung klappt am besten mit einer fettarmen, ballaststoffreichen und vitaminreichen Kost. Gesund ist ein hoher Anteil an pflanzlicher Nahrung wie Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und Salat, Olivenöl statt Butter, Sahne und anderen tierischen Fetten, eher Fisch als Fleisch. Entscheidend ist, sich nicht einseitig, sondern ausgewogen zu ernähren. Dabei sollte die richtige Balance zwischen zucker- und fettreichen Speisen und fettarmen Lebensmitteln gefunden werden.

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Sicher durch die Schwangerschaft

Die wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen

Vorsorge gibt Sicherheit. Bei einer Schwangerschaft sind regelmäßige ärztliche Vorsorgeuntersuchungen und Gesundheitschecks unverzichtbar. Gynäkologen sind in dieser Zeit die wichtigsten Partner für alle medizinischen Kontrollen. Denn um sicherzugehen, dass es Mutter und Kind gut geht, wird die Schwangerschaft von ihnen überwacht und dokumentiert. Die AOK Hessen erklärt werdenden Eltern, welche Vorsorgeuntersuchungen von den Krankenkassen übernommen werden.

Zu Erstuntersuchung in einer Schwangerschaft gehört grundsätzlich ein ausführlicher Gesundheitscheck inklusive der gynäkologischen Untersuchung. Zusätzlich wird auf Chlamydien (Bakterien) getestet, um das Risiko einer Bauchhöhlen- oder Eileiterschwangerschaft auszuschließen. Und schließlich wird das Gewicht festgestellt sowie der Blutdruck gemessen. Auch Urin und Blut werden auf mögliche Auffälligkeiten untersucht. Ein besonderer Moment ist für viele werdende Eltern die erste Herztonmessung des Babys. All diese Informationen und Daten werden im Mutterpass dokumentiert. Den Mutterpass sollten Schwangere immer bei sich tragen, damit im Notfall alle wichtigen Fakten vorliegen.

Während der drei Phasen einer Schwangerschaft, den sogenannten Trimestern, finden die Vorsorgeuntersuchungen zunächst alle vier Wochen statt.

Insgesamt kommen so zehn bis zwölf Termine für die ärztlichen Untersuchungen zustande. Dazu gehören zum Beispiel Blutdruck- und Gewichtskontrolle, ein Bluttest, um einen möglichen Schwangerschaftsdiabetes festzustellen, drei Ultraschalltests sowie die gynäkologische Untersuchung, bei der die Gebärmutter abgetastet wird. Zusätzlich wird kontrolliert, ob das Baby richtig im Bauch liegt. Ab der 32. Schwangerschaftswoche, also wenn der Geburtstermin langsam näher rückt, finden die Vorsorgetermine alle zwei Wochen statt. Die Kosten dafür tragen die Krankenkassen.

Die Ultraschalluntersuchungen – Kindesentwicklung im Fokus
Ultraschalluntersuchungen, auch Ultraschall-Screenings genannt, sind in der Schwangerschaft sehr wichtig. Pro Trimester wird eine Untersuchung durchgeführt. Der Ultraschall gibt viele grundlegende Informationen über die Entwicklung des Babys und der Schwangerschaft. Frühzeitig kann dadurch zum Beispiel eine Mehrlingsschwangerschaft erkannt werden. Mit dem Ultraschall-Screening bestimmen die Frauenärzte das genaue Alter des Kindes sowie seine Körpermaße und den Kopfumfang. Durch die Altersbestimmung kann der Geburtstermin recht genau vorhergesagt werden. Es wird außerdem geprüft, ob die Menge deines Fruchtwassers stimmt und ob die Plazenta (Mutterkuchen) und das Kind richtig liegen.

Die Mundgesundheit – Zahnpflege in der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft verändert sich oftmals die Zahnsubstanz, und der Speichelfluss wird stärker. Dadurch kann es vermehrt zu Zahnfleischentzündungen oder Karies kommen. Damit alle Zähne schön und gesund bleiben, empfehlen Frauenärzte und Hebammen, mindestens zwei Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt pro Schwangerschaft wahrzunehmen.

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Krebstherapien: Neue Verfahren lassen Betroffene hoffen

Die Diagnose Krebs ist für die meisten zunächst ein großer Schock. Aber: die Krebsforschung hat in den letzten Jahrzehnten erhebliche Fortschritte gemacht. Mittlerweile sind viele Krebserkrankungen zu chronischen Erkrankungen geworden; das heißt, sie schränken die Lebenserwartung aufgrund effektiver Therapien kaum ein. Andere sind sogar gänzlich heilbar. „Vor 1980 starben mehr als zwei Drittel aller Krebspatienten an ihrer Erkrankung. Heute kann mehr als die Hälfte auf eine dauerhafte Heilung hoffen“, sagt Dr. Angela Smith, die Leiterin des Medizinischen Kompetenz-Centers der AOK Hessen.

Neue Diagnose- und Therapieverfahren in der Krebsmedizin geben den Anlass zur Hoffnung. Ein Schlagwort, das in letzter Zeit häufig zu hören ist, lautet „Präzisionsmedizin“. Dabei sollen die Krebsmedikamente nicht auf das gesunde Gewebe, sondern tatsächlich nur auf die bösartige Neubildung einwirken. „Krebsforschern fiel es lange Zeit schwer, den Stoffwechsel von Tumorzellen zu verstehen und den Krebs gezielt zu bekämpfen. Deshalb kamen und kommen Therapieverfahren zum Einsatz, die zwar das Krebsgewebe zerstören, aber eben auch Schaden an gesundem Gewebe anrichten“, erklärt Dr. Smith. Das gilt für Operationen und Bestrahlungen ebenso wie für Chemotherapien, unter deren Nebenwirkungen Patientinnen und Patienten häufig über die Therapiedauer hinaus leiden. Krebsforschern gelingt es aber in zunehmendem Maße, die molekularen Eigenschaften der unterschiedlichen Tumoren besser zu diagnostizieren und entsprechend individuelle Therapieformen zu entwickeln. Voraussetzung dafür ist die exakte Diagnose auf Grundlage von Gen-Tests.

Das Wachstum des Tumors behindern
Beispiele für die neuen, zielgerichteten Medikamente sind etwa Tyrosinkinasehemmer, die über eine Enzymhemmung in der Tumorzelle deren Wachstum behindern sollen. „Diese Medikamente wirken aber nur bei ganz bestimmten genetischen Tumor-Eigenschaften, wie etwa manchmal beim nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom oder beim Schilddrüsen- oder Nierenzellkrebs, um nur einige Beispiele zu nennen. Leider funktionieren viele der Mittel mitunter nur vorübergehend, weil sich der Stoffwechsel der Krebszellen durch Mutation immer wieder verändern kann“, sagt Angela Smith. Sie rät Betroffenen, das Gespräch mit dem behandelnden Onkologen darüber zu suchen, ob eine solche Behandlung in Frage kommt. Bei der Entscheidung für oder gegen eine zielgerichtete Krebstherapie geht es auch immer um eine Abwägung des möglichen Nutzens gegen eventuelle Nebenwirkungen. Das gilt insbesondere dann, wenn das Medikament für eine bestimmte Krebsart noch keine Zulassung hat. In diesem Fall ist nämlich über die medizinische Entscheidung hinaus auch die Kostenfrage zu klären.

Immuntherapie: Die eigenen Ressourcen nutzen
Eine zweite große Gruppe neuer Arzneimittel mobilisiert die körpereigene Abwehr des Krebspatienten. Denn eigentlich wäre es ja so einfach: Das Immunsystem erkennt, wie bei einer Virusinfektion, die unerwünschten Zellen als gefährlich und schaltet sie aus. Das Problem dabei ist, dass Krebszellen sehr trickreich sind und es schaffen, die Immunabwehr des Körpers zu umgehen. So genannte Immun-Checkpoint-Inhibitoren führen dazu, dass das körpereigene Immunsystem den Krebs wieder erkennen und zerstören kann. Bei vielen Patienten mit einem metastasierten schwarzen Hautkrebs konnte diese Medikamentengruppe zumindest vorübergehend gute Erfolge zeigen. Die neueste wissenschaftliche Errungenschaft sind so genannte CAR-T-Zellen: Bei Kindern und Jugendlichen, die unter einer akuten lymphatischen Leukämie leiden und denen die bisherigen Therapien – inklusive Stammzelltherapie – nicht helfen konnten, scheint diese Behandlungsoption mit einer Heilungsquote von bis zu 50 Prozent außerordentlich wirksam zu sein. „Forschungen in Bezug auf die Effektivität bei anderen Tumorerkrankungen laufen derzeit, stehen aber noch am Anfang“, sagt Angela Smith.

Die AOK Hessen informiert auch über Krebsprävention, so zum Beispiel über die Möglichkeiten der Darmkrebsvorsorge.

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