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Energieeffizienz in Betriebsgebäuden

Informationsdefizite steigern Kosten

Energieeffizienz in Betriebsgebäuden

Grafik: Gütegemeinschaft Energiehandel (No. 6021)

sup.- Der Energieverbrauch kann maßgeblichen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit von Gewerbebetrieben haben. Vor allem Firmen in Branchen mit traditionell eher geringen Margen wie z. B. dem Handel werden durch Steigerungen beim Verbrauch oder bei den Beschaffungskosten vor große Herausforderungen gestellt. Allerdings verhindern gerade bei diesen Betrieben häufig knappe Ressourcen oder mangelndes Fachwissen die Umsetzung systematischer Sanierungsmaßnahmen. Darauf weist die Deutsche Energieagentur (dena) hin, die derzeit in mehreren Pilotprojekten die Einsparpotenziale im Sektor Gewerbe, Handel und Dienstleistungen untersucht (www.dena.de). Danach können Unternehmen ihren Energieverbrauch oftmals um bis zu 30 Prozent durch typische Effizienzmaßnahmen reduzieren. In der Summe wäre dies ein enormer Beitrag zum Klimaschutz.

Immerhin fallen laut dena rund 36 Prozent des Energieverbrauchs aller Gebäude in Deutschland in den Nichtwohngebäuden an. Und der Anteil von Industrie, Handel, Gewerbe und Dienstleistungen am deutschen Gesamtenergieverbrauch liegt bei 44 Prozent. „Diese Zahl verdeutlicht“, so die dena, „dass die Energiewendeziele der Bundesregierung ohne Beiträge der Wirtschaft nicht zu erreichen sind.“ Handlungsbedarf besteht besonders bei der Aufklärung kleiner und mittelständischer Betriebe, die bestehende Förderangebote bisher viel zu selten in Anspruch nehmen. Hier liegt eine große Chance, mit staatlicher Unterstützung auch die Einsparpotenziale im Rahmen der Wärmeversorgung zu erschließen. Während sich große Unternehmen und Filialisten in vielen Fällen auf eine Minderung des Stromverbrauchs konzentrieren, profitieren z. B. Einzelhändler mit eigenem Betriebsgebäude auch langfristig von Investitionen in eine Heizungssanierung oder die Gebäudedämmung. Als Besitzer der Immobilie können sie auch unabhängig über die Modalitäten des Energiebezugs entscheiden, was insbesondere bei einer Nutzung leitungsunabhängiger Brennstoffe wie Heizöl zusätzlichen Schutz vor Kostenfallen ermöglicht: Wird das RAL-Gütezeichen Energiehandel als Auswahlkriterium für den Lieferanten genutzt, dann werden die Betriebskosten zumindest nicht durch Fehlabrechnungen oder unzutreffende Mengenmessungen belastet. Das Gütezeichen belegt eine kontinuierliche externe Überwachung der Händler, die sowohl die Produktgüte als auch die Abgabetechnik und die Zähleranlagen der Lieferfahrzeuge umfasst (www.guetezeichen-energiehandel.de). Die von den Prüfbestimmungen verlangte Preistransparenz der Anbieter beseitigt darüber hinaus weitere kostenträchtige Informationsdefizite.

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Betriebliches Energiemanagement als Sparpotenzial

Kostenvermeidung bei Bedarf, Verbrauch und Bezug

Betriebliches Energiemanagement als Sparpotenzial

Foto: Fotolia / Marco2811 (No. 5954)

sup.- Das Energiemanagement von Betriebsgebäuden kann nur nachhaltig sein, wenn es auf mehreren Ebenen gleichzeitig stattfindet. Sowohl vermeidbare Ursachen für Energiebedarf als auch der ineffiziente Verbrauch von Brennstoffen durch überholte oder ungeeignete Gebäudetechnik müssen identifiziert und durch geeignete Maßnahmen möglichst beendet werden. Vor diese Herausforderungen sehen sich heute nicht nur große Unternehmen gestellt, sondern zunehmend auch kleinere Firmen oder Gewerbebetriebe. Hier sind es beispielsweise oft die aktuellen Kosten und Verbrauchsdaten für Heizung oder Prozesswärme, die zunächst einmal vollständig erfasst werden müssen. Vielfach ergibt sich dann bereits durch die Optimierung von betrieblichen Abläufen bzw. durch die energetische Sanierung der Wärmeerzeuger ein beträchtliches Einsparpotenzial.

Förderprogramme zur professionellen Energieberatung können bei der Umsetzung dieser Aufgaben helfen. Aber neben den meist spürbar beeinflussbaren Kostenfaktoren Bedarf und Verbrauch gibt es als relevante Größe auch noch den Energiebezug. Der Einkauf von Brennstoffen spielt bei der Standardisierung des Energiemanagements allerdings eher unter dem Aspekt der unabsehbaren Preisentwicklung eine Rolle. An dieser für die betriebliche Gesamtbilanz nicht unerheblichen Stellschraube kann natürlich kein Energieverbraucher nach Belieben drehen. Aber als Verbraucher leitungsunabhängiger Brennstoffe wie Heizöl oder Flüssiggas können sich auch Gewerbebetriebe eine wertvolle Kontrollfunktion sichern: Das RAL-Gütezeichen Energiehandel ist ein Frühwarnsystem, um Verluste durch mangelnde Produktqualität, fehlerhafte Abrechnungen oder unzulängliche Liefermengen zu vermeiden. Alle Energiehändler, die diesen Gütenachweis führen dürfen, müssen sich einer fortwährenden Überwachung durch neutrale Gutachter stellen (www.guetezeichen-energiehandel.de). Das Prädikat wird nur verliehen, wenn bei den unangemeldeten Überprüfungen sämtliche Qualitätsstandards des Energiehandels inklusive der Zähler zur Mengenerfassung ohne Beanstandung bleiben. Außerdem verpflichten die Prüfbestimmungen des RAL-Gütezeichens die Lieferanten zur vollständigen Preistransparenz ohne verdeckte Nebenkosten. So bleibt auch diese Ebene der Betriebsausgaben für Energie unter fachkundiger Aufsicht durch externe Prüfer.

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Korrosion im Inneren von Tanks vermeiden!

Schadens-Szenario von außen nicht erkennbar

Korrosion im Inneren von Tanks vermeiden!

Grafik: Gütegemeinschaft Tankschutz und Tanktechnik (No. 5732)

sup.- Tankanlagen sind wertvolles Betriebsvermögen. Wenn die Wärmeerzeugung am Firmenstandort z. B. mit Heizöl betrieben wird, dann ist der Tank mehr als das jederzeit verfügbare Reservoire für Brennstoff. Er muss gewährleisten, dass es bei der Lagerung der Wärme-Energie auch langfristig nicht durch Leckagen oder andere Undichtigkeiten zu einem unkontrollierten Austritt von Öl kommen kann. Damit hat der Öltank inklusive seiner technischen Sicherheitseinrichtungen eine entscheidende Schutzfunktion: gegen Schäden am Betriebsgebäude oder Störungen der Arbeitsabläufe sowie gegen das Haftungsrisiko aufgrund möglicher Verunreinigungen von Erdreich oder Grundwasser. Gefahr droht vor allem dort, wo sie zunächst unerkannt bleibt: Im Inneren eines Stahltanks kann Korrosion die Wandungen angreifen und allmählich zerstören, ohne dass dies von außen sichtbar wäre. Dabei ist es nicht das Heizöl selbst, das die Flächen korrodieren lässt, sondern meist ein Gemisch aus Kondenswasser und Sedimenten, die sich durch den natürlichen Alterungsprozess von Öl am Tankboden absetzen.

Tankanlagen gehören damit zu den Industriegütern, die ohne Schutzmaßnahmen besonders anfällig für Korrosionsschäden sind. Angesichts jährlicher wirtschaftlicher Verluste in Milliardenhöhe durch rostende Bauteile und Technikkomponenten ist die Bedeutung solcher Maßnahmen unbestritten. Aber im Gegensatz zu anderen, leichter zugänglichen Objekten, Materialien und Oberflächen werden bei den Tanks fachkundige Spezialisten benötigt, um überhaupt Kenntnisse über das Schadens-Szenario zu erlangen. Die sicherste Methode, korrosionsbedingte Ölschäden zu vermeiden, ist deshalb eine regelmäßige, professionell durchgeführte Inspektion des Tankinneren. Zertifizierte Fachbetriebe nach Wasserrecht haben nach Angaben des Bundesverbandes Behälterschutz e. V. (Freiburg) die dafür erforderliche Kompetenz sowie das notwendige Equipment und können solche Kontrollen auch während der Heizperiode vornehmen: Das im Tank befindliche Öl wird dann unabhängig vom Füllstand ausgepumpt und zwischengelagert, der Heizbetrieb kann in dieser Zeit über ein Provisorium aufrechterhalten werden. Der geleerte Tank wird gründlich gereinigt und auf Lochfraß oder andere Schäden untersucht. Kleinere Defekte an Tank, Leitungen, Armaturen oder Sicherheitstechnik kann der Fachbetrieb sofort beheben, zur umfassenden Sanierung bietet sich z. B. eine Leckschutzauskleidung als zusätzliche Tankinnenhülle an. Ein zuverlässiges Indiz für stets aktualisierte Fachkenntnisse sowie die wasserrechtliche Zulassung eines Betriebs ist das RAL-Gütezeichen Tankschutz und Tanktechnik (www.bbs-gt.de).

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Kühlung von Betriebsgebäuden

Klimageräte mit integrierter Kälteeinheit

Kühlung von Betriebsgebäuden

Foto: wolf-heiztechnik.de

sup.- Bei der Planung von Büro- und Betriebsgebäuden wurden früher die internen thermischen Lasten häufig unterschätzt. Damit sind Wärmequellen wie Beleuchtung, Rechner und andere technische Geräte gemeint, aber auch die anwesenden Menschen, die die Innentemperaturen beeinflussen. Der Wärmeertrag dieser Quellen ist meistens beträchtlich und zudem ist er in vielen Fällen erheblichen Schwankungen unterworfen. Zwei Schwierigkeiten, die den Ausgleich durch kühlende Klimatechnik zu einer äußerst anspruchsvollen, aber notwendigen Aufgabe machen. Denn stabile Innenraum-Temperaturen und ein angenehmes Raumklima spielen eine wichtige Rolle für Konzentrationsvermögen, Leistungsfähigkeit und Betriebssicherheit.

Um eine ebenso bedarfsgerechte wie effiziente Kühlung von Räumen mit thermischen Lasten zu gewährleisten, sollte dort der Einsatz raumlufttechnischer Anlagen (RLT-Geräte) mit integrierter Kälteeinheit von Anfang an Bestandteil der Planungen sein. Das Funktionsprinzip dieser Kältesysteme lässt sich auf einen simplen Nenner bringen: Die Wärme wird aus den Bereichen wegtransportiert, in denen sie unerwünscht ist. Was sich so einfach anhört, umfasst bei zeitgemäßen Klimaanlagen ein Hightech-Konzept mit umfangreicher Funktionsvielfalt. Bei den führenden Baureihen am Markt wie z. B. der Klimageräteserie des Systemspezialisten Wolf Heiz- und Klimatechnik (Mainburg) ist die Kälteeinheit lediglich eine von zahlreichen Optionen für eine individuelle Auslegung. So gibt es nicht nur 26 verschiedene Baugrößen dieser Serie, um jedem Leistungsbedarf und jedem Gebäudegrundriss gerecht werden zu können. Maßgeschneiderte Bauausführungen, Anwendungsschwerpunkte und Regelungskomponenten erlauben darüber hinaus eine perfekte Spezialisierung auf jede Klimaaufgabe – von der Frischluftzufuhr in großen Dimensionen über die Entfeuchtung und die Energierückgewinnung bis zur Filterfunktion für das Hygieneklima z. B. in Krankenhäusern.

Die Kältekomponenten lassen sich dank der Modulbauweise der Klimasysteme auch nachträglich integrieren und dabei jedem gewünschten Bedarf anpassen. Die neueste Generation dieser Geräte mit Kältetechnik ist im Leistungsbereich von ca. 30 bis 130 kW durch eine stufenlos regelbare Variante ergänzt worden (www.wolf-heiztechnik.de). Mit dieser Ausstattung sind die Anlagen geeignet für alle Anwendungen, bei denen besonders hohe Anforderungen an die Regelgenauigkeit gestellt werden. Die Stufenlosigkeit trägt zu einer noch besseren Energieeffizienz bei, weil sie die Balance zwischen Kälteleistung und Betriebskosten permanent optimiert.

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Lüftung und Klima in Betriebsgebäuden

Mehrere RLT-Anlagen per Bedienmodul oder PC verwalten

Lüftung und Klima in Betriebsgebäuden

Grafik: wolf-heiztechnik.de

sup.- Bei der Planung raumlufttechnischer Systeme (RLT-Anlagen) in Gewerbebetrieben oder in Verwaltungs- und Produktionsgebäuden werden seit einigen Jahren neue Schwerpunkte gesetzt. Neben der Schaffung optimaler klimatischer Bedingungen für Menschen und Maschinen durch Luftaustausch, Feuchteregelung und Schadstoff-Filterung hat vor allem die Energieeffizienz von Lüftung und Klimatisierung an Bedeutung gewonnen. Funktionen zur Wärmerückgewinnung und Maßnahmen für einen geringeren Verbrauch von Antriebsenergie prägen die Innovationen der letzten Jahre. Dabei spielt die Regel- und Steuerungstechnik der Systeme eine entscheidende Rolle. Je komplexer die Aufgaben für Raumluftgeräte ausfallen, desto wichtiger sind der Bedienkomfort sowie die Anpassungsfähigkeit an wechselnde Anforderungen. Von einer zeitgemäßen RLT-Regelung sollte deshalb die Option zur Einbindung in ein Computer-Netzwerk erwartet werden. Anlagenparameter, Sollwerte und Zeitprogramme lassen sich dann ohne großen Aufwand am PC oder Notebook konfigurieren und modifizieren.

Der Systemspezialist Wolf Heiz- und Klimatechnik (Mainburg) bietet für seine Lüftungs- und Klimageräte darüber hinaus eine weitere Eingabemöglichkeit an: Ein maßgeschneidertes Touch-Bedienmodul zum Schaltschrankeinbau, das jederzeit einen komfortablen Überblick über die Betriebszustände gibt. Weil das intuitiv zu bedienende Modul über die leistungsfähige Verteilertechnik eines Ethernet-Switch mit den Geräten verbunden ist, können die Informationen verschiedener RLT-Anlagen auf dem Display zusammengeführt werden. Der Switch erkennt die Herkunft der einzelnen Datenpakete, so dass sich Anlagenstatus, Schaltzeiten und Trendaufzeichnungen durch die zentrale Schnittstelle den jeweiligen Systemkomponenten zuordnen und gemeinsam verwalten lassen (www.wolf-heiztechnik.de). Erweiterte Aufgabenbereiche für die Regelung durch Modernisierungen oder Systemergänzungen jeder Größenordnung sind leicht realisierbar, weil auch die neu angeschlossenen Komponenten über das bereits bestehende Firmennetzwerk miteinander kommunizieren können. Das Potenzial an Energieeffizienz, das ein gebäudetechnisches Gesamtsystem heute bietet, kann auf diese Weise optimal ausgereizt werden.

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Qualitätskontrolle beim Energiebezug:

Prüfung von Produktgüte und Lieferkonditionen

Qualitätskontrolle beim Energiebezug:

Foto: Fotolia (No. 5166)

sup.- Eine lückenlose Qualitätskontrolle der eigenen Waren oder Dienstleistungen ist für jedes Unternehmen der beste Schutz vor Kundenbeschwerden und Vertrauensverlust. Auch die Produkte von Zulieferern werden in den meisten Betrieben regelmäßig überprüft, damit keine fehlerhaften Komponenten in die Fertigung gelangen. Die Identifizierung von Ausschussware bzw. von Lieferungen, die nicht den Qualitätsvorgaben entsprechen, gestaltet sich jedoch in einem speziellen Fall schwierig: Wenn die Energie für Prozesswärme bzw. für die Beheizung von Betriebsgebäuden per Tankwagen angeliefert wird, hat kaum eine Firma geeignete Mittel zur Analyse der Produktgüte. Ob beispielsweise die chemische Zusammensetzung eines Brennstoffs der vertraglich vereinbarten Qualität entspricht, bleibt ebenso Vertrauenssache wie die Frage, ob Abrechnung und Liefermenge übereinstimmen. Denn auch der technische Zustand der Mess- und Befüllanlagen am Lieferfahrzeug entzieht sich der Kontrolle des Abnehmers.

Diese Lücken in der Qualitätskontrolle, die natürlich auch finanzielle Risiken für die betriebliche Kalkulation bergen, lassen sich jedoch schließen: Wenn als Energiedienstleister ein Anbieter mit dem RAL-Gütezeichen Energiehandel gewählt wird, dann haben sich bereits im Vorfeld der Lieferung kompetente Sachverständige um die erforderlichen Überprüfungen gekümmert. Diese Profis werden tätig, sobald ein Energiehändler die Teilnahme an diesem bundesweiten Qualitätssicherungs-System beantragt. Gewissermaßen in Stellvertretung der Energiekunden nehmen die Gutachter das Liefer-Unternehmen, seine Lager, Sicherheitsstandards und Verwaltungsabläufe sowie den Fuhrpark unter die Lupe. Ganz genau geachtet wird dabei auf die uneingeschränkte Funktionsfähigkeit der Liefertechnik und auf die Einhaltung der Eichbestimmungen für die Mengenzähler. Technische Störungen oder eventuelle Manipulationen an den Fahrzeugen wären natürlich ein K.-o.-Kriterium für die Gütezeichen-Vergabe. Und selbstverständlich analysieren die Kontrolleure bei ihren unangemeldeten Besuchen auch die Produktgüte sämtlicher angebotenen Brennstoffsorten. Lieferanten, die dieses Prüfverfahren ohne Beanstandungen absolviert haben, lassen sich im Internet unter www.guetezeichen-energiehandel.de abrufen.

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Kostenvermeidung in Betriebsgebäuden

Spar-Potenziale bei Energiebezug und -verbrauch

Kostenvermeidung in Betriebsgebäuden

Foto: Fotolia (No. 5138)

sup.- Wenn Firmen oder Gewerbebetriebe ihr Energiemanagement optimieren möchten, empfiehlt sich zunächst einmal eine vollständige Erfassung der aktuellen Kosten und Verbrauchsdaten. Kleine und mittlere Unternehmen können für eine so genannte Initialberatung Zuschüsse bei der KfW-Bankengruppe beantragen (Förderprogramm „Energieberatung Mittelstand“, www.kfw.de). Häufig ergeben sich schon aus dieser ersten Analyse wertvolle Hinweise auf Einspar-Potenziale. So haben beispielsweise Betriebsgebäude, deren Raumwärme von einer längst in die Jahre gekommenen Heizungsanlage produziert wird, meist großen Nachholbedarf in Sachen Energieeffizienz. Selbst dort, wo die Gebäudetechnik bisher keine besonders kostenrelevante Rolle spielte, macht sie sich angesichts steigender Brennstoffpreise immer häufiger als belastender Faktor bemerkbar. Deshalb ist die Installation eines zeitgemäßen und effizienten Wärmesystems in vielen Fällen der erste Schritt zur Kostendämmung. Verbrauchsarme Brennwert-Heizkessel gibt es heute für jede Gebäudegröße, je nach Standort und Bedarf auch für den Betrieb mit Heizöl. Solche Investitionen in neue Wärmesysteme amortisieren sich durch den reduzierten Brennstoffbedarf und auch durch die vergleichsweise geringere Auswirkung künftiger Energiepreis-Steigerungen.

Eine weitere Chance zur Kostenvermeidung bedarf keiner Förderung, denn sie kann völlig unentgeltlich genutzt werden: Schon beim Bezug der Wärme-Energie sollte darauf geachtet werden, ob der Lieferant das RAL-Gütezeichen Energiehandel führen darf. Dieses Prädikat dient als Frühwarnsystem, das Brennstoff-Kunden vor Verlusten durch unzulängliche Liefermengen, fehlerhafte Abrechnungen oder mangelnde Produktqualität bewahrt (www.guetezeichen-energiehandel.de). Nur Händler, die sich einer kontinuierlichen Kontrolle durch unabhängige Sachverständige unterziehen, erhalten den aktuellen Gütenachweis in Form der RAL-Kennzeichnung. Voraussetzung ist beispielsweise, dass bei unangemeldeten Überprüfungen der Zustand der Liefertechnik, die Eichung der Zähleranlagen und die Zuverlässigkeit der Rechnungsstellung ohne Beanstandung bleiben. Auch die Verpflichtung zur Preistransparenz trägt dazu bei, die Abnehmer dieser Brennstoff-Lieferanten vor unnötigen Energiekosten zu schützen.

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Energie-Effizienzmaßnahmen in Betriebsgebäuden

Einsparpotenziale durch abgestimmte Systemtechnik

Energie-Effizienzmaßnahmen in Betriebsgebäuden

Grafik: wolf-heiztechnik.de (No. 5049)

sup.- Früher oft eine vernachlässigbare Größe, heute ein immer schwerwiegenderer Kostenfaktor: Der Energiebedarf hat sich gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen in den letzten Jahren zum möglichen Stolperstein für wirtschaftliche Zielsetzungen entwickelt. Und viel zu selten wird dieses Problem bisher mit der erforderlichen Konsequenz angegangen, so die Erfahrung der Deutschen Energie-Agentur (dena): „Trotz der schon laufenden Anstrengungen zur Erhöhung der Energieeffizienz schöpfen die deutschen Unternehmen noch lange nicht alle wirtschaftlichen Potenziale aus.“ Dabei könnten dem Handlungsbedarf in fast allen Fällen auch Handlungen folgen, denn es gibt unter betriebswirtschaftlichen Aspekten eine ganze Reihe ergiebiger Effizienzmaßnahmen: So sehen die Energieexperten der dena an zahlreichen Produktionsstandorten für den Einsatz von Lüftungstechnik, Pumpen, Prozesswärme und Druckluft ein Einsparpotenzial zwischen 25 und 50 Prozent. Bei der Beleuchtung und der Informationstechnologie sind häufig sogar Werte von 70 bzw. 75 Prozent möglich.

Das höchste Einsparpotenzial bietet jedoch nicht die installierte Produktionstechnik, sondern der Energiebedarf des Betriebsgebäudes selbst. Hier ist der Spareffekt durch Modernisierungen natürlich maßgeblich vom bisherigen Dämmvermögen der Gebäudehülle und vom technischen Standard der Wärmeerzeuger abhängig. Aber wenn in beiden Bereichen sinnvoll nachgebessert wird, lassen sich nach Angaben der dena manchmal bis zu 80 Prozent der bisher erforderlichen Energiekosten vermeiden. Deshalb sollten Fassaden, Fenster und z. B. Rolltore stets als potenzielle Ursachen von Wärmeverlusten analysiert werden. Vor allem aber empfiehlt sich eine bedarfsgerechte Systemlösung für die Gebäudetechnik, um unnötigen Energiebedarf durch veraltete bzw. nicht aufeinander abgestimmte Geräte zu vermeiden. Wärme-, Lüftungs- und Klimaspezialisten wie z. B. der Systemanbieter Wolf Heiz- und Klimatechnik (Mainburg) bieten die Anlagenkomponenten für solche Effizienzmaßnahmen aus einer Hand. Ob Einbindung erneuerbarer Energien durch Wärmepumpen oder Solartechnik, ob gleichzeitige Strom- und Wärmeerzeugung durch Mini- bzw. Mikro-Blockheizkraftwerke, ob verbrauchsarme Brennwertheizkessel oder Lüftungs- und Klimaanlagen mit integrierter Wärmerückgewinnung – der Systemgedanke der jeweiligen Konfiguration lässt individuelle Schwerpunktsetzungen und Dimensionierungen sowie die gemeinsame Steuerung über eine zentrale Regelungseinheit zu. Das ist eine wichtige Option sowohl für den Klimaschutz als auch für die Minimierung der Betriebskosten, denn die Effizienz-Potenziale der einzelnen Geräte lassen sich nur durch eine sinnvolle Vernetzung voll ausschöpfen.

Bildquelle:kein externes Copyright

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Gütesicherung mit RAL-Kennzeichnung

Qualitätskontrolle als Maßnahme zur Kostenüberwachung

Gütesicherung mit RAL-Kennzeichnung

Grafik: Supress (No. 5041)

sup.- Das Prädikatssystem des Deutschen Instituts für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. (RAL) ist für Unternehmen ein wichtiges Instrument, um sich als vertrauenswürdiger Anbieter zu präsentieren. Viele Verbraucher wissen mittlerweile, dass sie sich bei Produkten oder Dienstleistungen mit der RAL-Kennzeichnung auf überprüfte Qualität und faire Geschäftsbedingungen verlassen können. Im Gegensatz zu anderen, oft fragwürdigen Güte-Systemen beruht die Seriosität der Trägerorganisation RAL auf deren Kompetenz und Neutralität: Im Kuratorium und im Präsidium der unabhängigen Institution sitzen Vertreter von Wirtschaftsverbänden, Verbraucherorganisationen, Ministerien, Bundesämtern sowie Experten des Prüfwesens. Sie schaffen den Rahmen für eine zuverlässige Kennzeichnung, verteidigen das Gütezeichen gegen Missbrauch und bilden damit die oberste Ebene eines schlanken, handlungsfähigen Systems. Auf der zweiten Ebene befinden sich die einzelnen Gütegemeinschaften aus den unterschiedlichsten Branchen und Wirtschaftsbereichen. Sie verantworten die Verleihung der Gütezeichen und aktualisieren regelmäßig die jeweiligen Güte- und Prüfbestimmungen. Die vollständige Einhaltung dieser Bestimmungen ist Voraussetzung, um die Auszeichnung nutzen zu dürfen. Die einzelnen Gütezeichenbenutzer auf der dritten Ebene verpflichten sich deshalb freiwillig zur Unterwerfung der Güteüberwachung, die stets über gesetzliche Normen und Bestimmungen hinausgeht.

Alle Unternehmen, die Rohstoffe oder Vorprodukte verarbeiten, sind auch selbst Verbraucher. Waren und Leistungen mit dem RAL-Gütezeichen können dazu beitragen, bei Lieferungen zwischen Geschäftspartnern den Aufwand für Vor- und Nachprüfungen zu minimieren, da stets fest definierte und streng überwachte Kriterien einzuhalten sind. Das gilt auch für Energielieferungen, auf die ja nicht nur Produktionsanlagen, sondern z. B. sämtliche Betriebsgebäude mit Wärmebedarf angewiesen sind. Hier kann das RAL-Gütezeichen Energiehande l als effektive Maßnahme zur Kostenüberwachung genutzt werden (www.guetezeichen-energiehandel.de): Bei Anbietern, die die Prüfungen durch neutrale Gutachter bestanden haben, kann der Abnehmer von einer fehlerfrei arbeitenden und eichgenauen Mengenerfassung während der Energie-Abgabe ausgehen. Möglicherweise unerkannten Mehrausgaben wegen unzulänglicher Zähleranlagen wird auf diese Weise vorgebeugt. Außerdem legen die RAL-Prüfer im Rahmen der wiederkehrenden Betriebskontrollen großen Wert auf qualifiziertes Personal, maximale Sicherheitsstandards und einen regelmäßigen Check der Lieferfahrzeuge.

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Kraft-Wärme-Kopplung in Betriebsgebäuden:

Hohe Effizienz reduziert die Kosten für Energie

Kraft-Wärme-Kopplung in Betriebsgebäuden:

Grafik: Gütegemeinschaft Energiehandel (No. 4985)

sup.- Unternehmen und Verwaltungseinrichtungen benötigen oft neben erheblichen Stromkapazitäten gleichzeitig auch große Mengen an Wärme. Das gilt nicht nur für Krankenhäuser und Hotels, sondern auch für viele Bürogebäude und Gewerbebetriebe. Heizungswärme oder Prozesswärme für bestimmte Produktionsbereiche sind hier z. B. unverzichtbare Voraussetzungen, um jederzeit sowohl den Arbeitsplatzbestimmungen als auch den betrieblichen Abläufen gerecht zu werden. Allerdings ist die Wärmeerzeugung stets ein enormer Kostenfaktor in der unternehmerischen Kalkulation. Ein Faktor, der angesichts steigender Brennstoffpreise sogar immer mehr ins Gewicht fällt. Deshalb wird es zum Standard in der Gebäudeplanung, bei Neubauten oder vor Modernisierungen der Heizungsanlage die Optionen für eine örtliche Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (KWK) zu prüfen.

Das Konzept hinter dieser Technologie ist leicht nachvollziehbar: Wo Strom produziert wird, entsteht als Begleitprodukt auch Wärme. Geschieht dies jedoch irgendwo in einem Großkraftwerk, kommt es dort meistens zu einer Wärmeabgabe an die Umwelt ohne sinnvolle Verwertung. Warum also holt man nicht die Stromerzeugung direkt ins jeweilige Gebäude und nutzt die entstehende Wärme vor Ort zum Heizen? Genau dies ist die Aufgabe von so genannten Mini-Blockheizkraftwerken. Hier treibt ein Verbrennungsmotor einen Generator an, der Strom für die Eigennutzung oder für die Netzeinspeisung erzeugt. Sowohl Motor als auch Generator geben Wärme ab, die dann praktisch verlustfrei in die Heizungsanlage gespeist wird. Wenn bisher bereits Heizöl für die Wärmeversorgung des Gebäudes genutzt wurde, muss an diesem Energieträger bei einer KWK-Lösung nichts geändert werden. Mini-Blockheizkraftwerke, in denen ein ölbetriebener Verbrennungsmotor seine Arbeit verrichtet, haben sich längst in vielen Betriebstätten bewährt.

Der Einbau von Blockheizkraftwerken kann wegen der besonderen Energieeffizienz über staatliche Zuschüsse oder Kredite gefördert werden. Empfehlenswert ist zudem eine Absicherung beim künftigen Brennstoff-Bezug hinsichtlich der Seriosität und der Qualitätsmaßstäbe des Lieferanten. Bei einem Energieträger wie Heizöl, das im Tankwagen angeliefert wird, weist das RAL-Gütezeichen Energiehandel das jeweilige Versorgungsunternehmen als streng überprüften Anbieter aus ( www.guetezeichen-energiehandel.de ). Anspruchsvolle Technologien wie die Kraft-Wärme-Kopplung erfordern nämlich die uneingeschränkte Produktgüte des verwendeten Brennstoffs, um ihre Leistungsfähigkeit voll auszuspielen. Außerdem dürfen Liefertechnik und Zähleranlagen am Tankfahrzeug natürlich keine Fehlfunktionen oder Ungenauigkeiten aufweisen. Die Kontrolleure des RAL-Gütezeichens sorgen dafür, dass das maximal erreichbare Einspar-Potenzial der Kraft-Wärme-Kopplung nicht durch solche Mängel beeinträchtigt wird.

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