Tag Archives: Biodiesel

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Deutschlands schönste Ölfelder blühen wieder!

Deutschlands schönste Ölfelder blühen wieder!

Rapsblüte in Deutschland (Bildquelle: Thomas Christians/UFOP e. V.)

Ein bisschen später als sonst, aber nicht weniger schön, blüht es in diesen Tagen wieder leuchtend gelb in ganz Deutschland. Die alljährliche Rapsblüte findet in diesem Jahr auf knapp 1,3 Millionen Hektar statt. Damit bewegt sich die Anbaufläche noch im Rahmen des Üblichen, denn seit Jahren liegt sie relativ konstant zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Hektar. Ob das in den kommenden Jahren auch noch so sein wird, hängt ganz maßgeblich von der Politik ab. Sie entscheidet mit ihrer Biokraftstoffpolitik über die Rahmenbedingungen für die Nachfrage in dieser für Rapsöl sehr wichtigen Branche. Ein weiterer Absatzmarkt für das in der Rapssaat enthaltene Öl ist jedoch von solchen Entwicklungen nicht betroffen. Ganz im Gegenteil, denn Rapsspeiseöl ist das mit Abstand gefragteste Speiseöl in Deutschland und das seit mittlerweile fast zehn Jahren. Für Nachschub ist auf jeden Fall gesorgt, denn die Ernte im Juli 2018 wird etwa 5 Millionen Tonnen Rapssaat liefern, aus denen anschließend in Ölmühlen rund 2,2 Millionen Tonnen Rapsöl gewonnen wird.

Neben Rapsöl entsteht bei der Pressung als zweite Komponente auch proteinhaltiges Rapsschrot. Und das ist überaus gefragt bei deutschen und europäischen Tierhaltern, da es ein sehr hochwertiges, gentechnikfreies Proteinfutter für die Rinder-, Schweine- und Geflügelmast ist. Damit hat Rapsschrot einen erheblichen Vorteil gegenüber importiertem Sojaschrot, das in der Regel gentechnisch modifiziert ist. Weil immer mehr Milchprodukte, Eier oder Fleisch mit dem Hinweis „ohne Gentechnik“ gekennzeichnet werden, hat sich das zu einem echten Wettbewerbsvorteil für heimisches Rapsschrot entwickelt. Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach Rapsschrot zuletzt deutlich angezogen ist und die Preise auf ein 3-Jahres-Hoch gestiegen sind.

Wenn Rapsöl gepresst wird, entsteht also immer auch ein hochwertiges Eiweißfutter. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass wenn weniger Öl produziert wird, auch weniger Futtermittel bereitsteht. Das ist ein Zusammenhang, der insbesondere Politikern oft nicht bewusst sein dürfte, wenn sie Entscheidungen zur Zukunft der Biokraftstoffnutzung treffen. Rapsprotein muss dann nämlich durch andere Quellen ersetzt werden und dies ist in der Regel importiertes Sojaschrot. Eine Entwicklung, die zu solch einem Rückgang der Rapsölnachfrage führen kann, resultiert aktuell aus unfairen Handelspraktiken von Seiten Argentiniens und Indonesiens. Von hier drängen 3 bis 5 Millionen Tonnen Biodiesel auf Basis von Soja- und Palmöl auf den europäischen Markt. Dies entspricht in etwa einer Fläche von 4 Millionen Hektar der insgesamt etwa 6,8 Millionen Hektar Rapsanbau in der Europäischen Union. Der Rückgang der Rapsölnachfrage in der Biodieselindustrie kommt über die Ölmühlen und den Agrarhandel letztlich bei den Erzeugern an, die bereits heute einen deutlichen Preisrückgang bei Raps erleben. Die EU-Kommission ist jetzt gefragt, den Dumpingimporten Regelungen entgegenzusetzen, die den Wettbewerb wieder fair gestalten. Ansonsten überlegen sich die hiesigen Landwirte in Zukunft zweimal, ob sie Raps oder eine andere Kultur anbauen. Das hat dann nicht nur zur Folge, dass der Frühling in Deutschland weniger gelb ausfallen wird, sondern führt in der Konsequenz auch dazu, dass erheblich mehr gentechnisch modifiziertes Sojaschrot für die Tierernährung importiert werden muss und der Anreiz für Regenwaldrodungen weiter erhöht wird. Trübe Aussichten, die die EU-Politik aus Sicht der deutschen und europäischen Landwirtschaft umgehend klären muss.

Wolfgang Vogel, Vorsitzender der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) und selbst praktizierender Landwirt, erklärt, wie relevant der Biokraftstoffmarkt für die deutschen Landwirte ist: „Nachhaltig zertifiziertes Rapsöl ist heute mit durchschnittlich 6 von insgesamt etwa 12 Millionen Tonnen der wichtigste Rohstoff für die Herstellung von Biodiesel in Europa.“ Doch nicht nur für die Rapsanbauer ist der Biokraftstoffmarkt von Bedeutung. Durch die deutliche Reduzierung von Treibhausgasen, die Biokraftstoff auf Basis von Raps ermöglicht, wird ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der deutschen und europäischen Klimaschutzziele geleistet. Aus Sicht des Verbandsvorsitzenden haben flüssige Biokraftstoffe mit ihrer zu fossilen Kraftstoffen vergleichbar hohen Energiedichte den großen Vorteil, dass sie flächendeckend verfügbar sind. Dies macht sie heute beim mittel- bis langfristigen Übergang zu rein strombasierten Antrieben unverzichtbar. Ein Vergleich mit der Energieleistung von Windkraftanlagen zeigt dies laut Vogel deutlich: „Die heute in Deutschland hergestellten Biokraftstoffe stellen ebenso viel Energie bereit wie 10.700 Windkraftanlagen, was 38 Prozent aller installierten Anlagen entspricht. Würde man diesen Biokraftstoffanteil vollständig durch Elektromobilität ersetzen, müssten also 38 Prozent des deutschen Windstroms für den Verkehrsbereich aufgewendet werden.“

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

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Raps braucht den Biodieselmarkt

Dumpingimporte gefährden europäischen Rapsanbau

Raps braucht den Biodieselmarkt

UFOP-Vorsitzender Wolfgang Vogel

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) sieht die Perspektive des europäischen Rapsanbaus akut gefährdet. „Die Dumpingimporte aus Argentinien und Indonesien werden zur Existenzfrage für die europäischen Rapserzeuger“, so der Vorsitzende der UFOP, Wolfgang Vogel. Die von europäischen Biodieselherstellern vorgenommenen Stilllegungen und Produktionskürzungen werden den Mengen- und Preisdruck auf dem Markt für Rapsöl und Rapssaat weiter erhöhen.

Der Ölanteil von über 40 % an der Rapssaat sei der wichtigste Faktor für die Erzeugerpreisbildung und liege mit zuletzt 640 EUR je Tonne rund 100 EUR je Tonne unter Vorjahresniveau, betonte der UFOP Vorsitzende. Mit durchschnittlich 6 Mio. von insgesamt etwa 12 Mio. Tonnen ist Rapsöl der wichtigste Rohstoff der europäischen Biodieselindustrie. Dies entspricht in etwa einer Fläche von 4 Mio. Hektar der insgesamt etwa 6,5 Mio. Hektar Rapsanbau in der EU 28. Der Nachfragerückgang der Biodieselindustrie komme über die Ölmühlen beim Agrarhandel und schließlich bei den Erzeugern an, so der UFOP-Vorsitzende.

Als absolut widersprüchlich bewertete Vogel das aktuelle Politikgeschehen. EU-Kommission und Europäisches Parlament wollen die Biokraftstoffproduktion aus Anbaubiomasse ab 2021 unverhältnismäßig reduzieren. Eine Bedarfslücke für den europäischen Raps könnte nur dann entstehen, wenn Palmöl gemäß des Beschlusses des EU-Parlamentes verboten würde. Dem stellt sich aber die EU-Kommission entgegen. Andererseits sind sich beide Institutionen bei der Frage der sogenannten indirekten Landnutzungsänderungen (iLUC) einig, außer bei der Anrechnung der iLUC-Faktoren. Gleichzeitig werde eine europäische Eiweißpflanzenstrategie entwickelt, ohne für den Raps als die mit Abstand wichtigste europäische gentechnikfreie Eiweißquelle einen Sonderstatus einzuräumen.

Die EU-Kommission wie auch die Mitgliedsstaaten sind offensichtlich nicht handlungsfähig, die erwarteten Dumpingimporte von geschätzten 3 bis 5 Mio. Tonnen aus Argentinien und Indonesien als Ergebnis unfairer Handelspraktiken zeitnah zu unterbinden, kritisierte Vogel. Die Politik biete keine alternativen Absatzoptionen an. Auch der Getreideanbau sei schon längst an seiner ökonomischen Schmerzgrenze angekommen. Überschüsse bestimmten global die Preisbildung. Nur von Blühstreifen alleine könne der europäische Ackerbau nicht leben, stellte Vogel fest.

Nur mit einer ambitionierteren Biokraftstoffpolitik könnten die Märkte preiswirksam stabilisiert und ein messbarer Beitrag zur Dekarbonisierung der Kraftstoffe und damit des Verkehrssektors geleistet werden. Die Dumpingmaßnahmen von Argentinien und Indonesien müssten auch auf ihre „Nachhaltigkeit“ und ihre negativen Auswirkungen bewertet werden, forderte Vogel. Biodiesel ist über den gesamten Erzeugungsweg gesehen ein sensibles Produkt, wie alle landwirtschaftlichen Produkte. Dumpingexporte erzeugen Verlierer nicht nur im Zielland der Warenlieferung, sondern auch unter den Landwirten im Herkunftsland.

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Europäisches Parlament beschließt Einstieg in den Ausstieg für konventionelle Biokraftstoffe

UFOP begrüßt Ausschluss von Palmöl

Das EU-Parlament hat heute seine Position für das nun folgende Trilogverfahren zur Neufassung der Erneuerbare Energien-Richtlinie festgelegt. Danach muss der Anteil erneuerbarer Energien im Verkehrssektor in 2030 mindestens 12 Prozent betragen, wobei 10 Prozent durch Biokraftstoffe aus Rest- und Abfallstoffen zu erbringen sind. Für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse bleibt somit ein maximaler Anteil von 2 Prozent. Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) bewertet den Beschluss als Generalabsage an die Zukunft nachwachsender Rohstoffe. Begrüßt wird der Ausschluss der Palmölverwendung ab 2021.

Die UFOP kritisiert, dass es absurd und für Länder außerhalb der EU alles andere als „vorbildlich“ sei, eine Strategie für erneuerbare Energien praktisch auf Basis von Stroh, Abfallölen und -fetten entwickeln zu wollen. Ausdrücklich begrüßt wird, dass Palmöl ab 2021 als Rohstoff für die Biokraftstoffproduktion ausgeschlossen werden soll. Dennoch werde der heimische bzw. europäische Ölsaatenanbau Opfer einer unsäglichen Palmöldiskussion und einer erfolglosen internationalen Umweltschutzpolitik.

Die UFOP begrüßt, dass das EU-Parlament gegenüber dem Vorschlag der EU-Kommission und der Position des Rates den Mindestanteil für Erneuerbare Energien von 27 auf 35 Prozent erhöhen will und der Transportsektor bis 2030 einen Anteil von 12 Prozent erneuerbare Energien erfüllen muss. Diese Vorgabe stehe aber im Widerspruch zum Beschluss für Biokraftstoffe. Ohne nachhaltige und treibhausgasoptimierte Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse sei diese Zielsetzung nicht erreichbar, stellt die UFOP fest. Die Politik setze in ihrer Technologiegläubigkeit auf das Prinzip Hoffnung angesichts der erkennbar langsamen Entwicklung alternativer Antriebe und dem noch erforderlichen Aufbau der Infrastruktur.

Die UFOP sieht in Rest- und Abfallstoffen keine Alternative. Das ökonomisch verfügbare Potenzial werde erheblich überschätzt; Investoren sind praktisch nicht vorhanden. Die Pflichtvorgaben würden damit unweigerlich zu entsprechenden Pönalezahlungen in den jeweiligen Mitgliedstaaten führen. Der Verbraucher zahlt die Zeche für eine unerfüllbare Zielsetzung.

Die UFOP erkennt an, dass in den zuständigen Ausschüssen des EU-Parlamentes um einen Kompromiss gerungen wurde, der auch im Hinblick auf die desolate Situation an den Agrarmärkten sachgerecht gewesen wäre. Verhindert wurde auch das vollständige Auslaufen der konventionellen Biokraftstoffe bereits im Jahr 2021, so wie es der Umweltausschuss des EP gefordert hatte. Die UFOP erinnert daran, dass die Entwicklung der EU-Biokraftstoffpolitik in den 90er Jahren ihren Ausgangspunkt in der verpflichtende Flächenstilllegung hatte. Die desolate Marktsituation an den pflanzlichen Märkten in der Europäischen Union und die Überschüsse an den internationalen Märkten fanden bei der heutigen Diskussion praktisch keine Beachtung, kritisiert der Verband.

Die Union betont die präjudizierende Wirkung dieses Beschlusses. Denn offensichtlich werden Produkte aus Anbaubiomasse in Zukunft nicht nur bei der energetischen, sondern auch bei der stofflichen Nutzung Opfer der iLUC-Diskussion werden, sobald Umweltorganisationen den erforderlichen Mengenbedarf thematisieren. Das EU-Parlament hat mit dem Beschluss zugleich das Aus für gesetzlich verankerte Nachhaltigkeitsanforderungen beschlossen, die auch für Drittstaaten auf Basis von der EU-Kommission zugelassener Zertifizierungssysteme verbindlich sind. Für einen verbleibenden Biokraftstoffanteil von nur 2 Prozent ist es wenig sinnvoll, Nachhaltigkeitskriterien und Dokumentationsanforderungen vor allem mit Blick auf Drittlandsimporte weiterzuentwickeln, wie dies der Europäische Rechnungshof in seinem Bericht an die EU-Kommission angemahnt hatte.

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Marktanalysen der AGRAVIS Raiffeisen AG: Globale Ölsaatenversorgung 2017/2018

Marktanalysen der AGRAVIS Raiffeisen AG: Globale Ölsaatenversorgung 2017/2018

Die aktuelle Kolumne „Chilla checkt!“ Der AGRAVIS Raiffeisen AG ist online und behandelt dieses Mal das Thema globale Ölsaatenversorgung 2017/2018. Der AGRAVIS-Experte Bernhard Chilla erläutert unter anderem, dass die Rapsversorgung in der EU deutlich besser als im Vorjahr ist, jedoch ein schwieriges Marktumfeld für den Raps besteht. Detaillierte Informationen finden Sie in der Kolumne „Chilla checkt“!
Je nach aktuellem Geschehen und Jahreszeit werden bei „Chilla checkt!“ Analysen zu Getreide, Ölsaaten, Mais, Sojabohnen und anderen erstellt. Die AGRAVIS hat die Marktanalysen für ihre Kunden und alle Interessierten so gestaltet, dass sowohl die Website-Besucher abgeholt werden, die sich nur einen schnellen Überblick verschaffen wollen, als auch Spezialisten, die auf eine ausführliche Analyse Wert legen.
Zur Kolumne „Chilla checkt!“

Die AGRAVIS Raiffeisen AG ist ein modernes Agrarhandelsunternehmen in den Segmenten Agrarerzeugnisse, Tierernährung, Pflanzenbau und Agrartechnik. Sie agiert zudem in den Bereichen Energie und Raiffeisen-Märkte einschließlich Baustoffhandlungen sowie im Projektbau.
Die AGRAVIS Raiffeisen AG erwirtschaftet mit über 6.000 Mitarbeitern mehr als 6 Mrd. Euro Umsatz und ist als ein führendes Unternehmen der Branche mit mehr als 400 Standorten überwiegend in Deutschland tätig. Internationale Aktivitäten bestehen über Tochter- und Beteiligungsgesellschaften in mehr als 20 Ländern und Exportaktivitäten in mehr als 100 Ländern weltweit. Unternehmenssitze sind Hannover und Münster.
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Nachhaltigkeit von Biokraftstoff-Rohstoffen ist mehr als nur der Ölertrag je Hektar

Nachhaltigkeit von Biokraftstoff-Rohstoffen ist mehr als nur der Ölertrag je Hektar

Wolfgang Vogel, Vorsitzender UFOP e. V.

Der Vorsitzende der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), Wolfgang Vogel, fordert eine umfassende Einbeziehung von Aspekten in die Bewertung der Nachhaltigkeit von Biomasse-Rohstoffen, die in Biokraftstoffen verwendet werden. Er reagiert damit auf angestellte Vergleiche des Ölertrages von Ölpalmen und von Raps als Kriterium für die Effizienz der jeweiligen Produktion.

„Wer die Nachhaltigkeit von Biokraftstoff-Rohstoffen aus Anbaubiomasse wie zum Beispiel Palmöl auf den Ölertrag je Hektar reduziert, wertet mit Scheuklappen und lässt viele wichtige Aspekte der Nachhaltigkeit bewusst unerwähnt“, so der UFOP-Vorsitzende. Der internationale Markt für Pflanzenöle sei derzeit von einem deutlichen Überschuss gekennzeichnet. Gerade die hohe Palmölproduktion hat die Pflanzenölpreise in den vergangenen Wochen erheblich belastet und nach unten gezogen. Die globale Palmölproduktion steige aktuell infolge von Flächenausweitungen durch legale und illegale Rodungen sowie durch den Einsatz neuer Hybridsorten mit hohem Ertragspotenzial.

Natürlich müsse das Palmöl zur Biodieselherstellung nachhaltig zertifiziert sein, wenn es für die Biokraftstoffproduktion in der Europäischen Union verwendet werden solle. Dies gelte aber nur für den Biokraftstoffbereich, nicht für den Einsatz in der Nahrungsmittelindustrie oder in der Oleochemie. Dort werde lediglich auf freiwillige Zertifizierungssysteme zurückgegriffen. „Aber was ist mit all den anderen positiven Aspekten, die zum Beispiel der Anbau von Raps in Europa mit sich bringt, vor allem die Lieferung von dringend benötigten und stark nachfragten Mengen an gentechnikfreiem Rapsfuttermitteln? Oder weiteren Aspekten wie die Erweiterung der Fruchtfolge mit einer Blühpflanze und dem damit verbundenen Beitrag zur Steigerung der Biodiversität im Ackerbau? Diese Bewertungsseite ist bei der Ölpalme leer“, hält Wolfgang Vogel fest.

Der UFOP-Vorsitzende fordert daher eindringlich, bei den derzeit laufenden Verhandlungen zur Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie in Brüssel insbesondere den Aspekt der Lieferung wertvoller heimischer Futtermittel als Koppelprodukt der Verarbeitung von Raps, Getreide oder Zuckerrüben zu Biokraftstoffen zu berücksichtigen. Viele EP-Abgeordnete unterstützten bereits den Ansatz einer weiteren Verwendung sogenannter „Highly sustainable crop-based biofuels (HSCB)“ in aktuellen Stellungnahmen. Darüber hinaus habe er es außerordentlich begrüßt, dass das EU-Parlament zur Palmölfrage in seiner Entschließung vom 4. April 2017 (2016/2222(INI)) klar Stellung bezogen habe. Das Parlament fordere darin, anstelle von Palmölimporten den nachhaltigen Anbau von Raps, Sonnenblumen und weiteren Alternativen als Beitrag zur Biodiversität zu fördern.

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Treibhausgase mit nachhaltigen Biokraftstoffen effizient mindern

Verband fordert verpflichtende THG-Minderungsregelung für alle EU-Mitgliedsländer

Treibhausgase mit nachhaltigen Biokraftstoffen effizient mindern

THG-Potenzial nicht voll genutzt: Stagnierende Biodieselmenge trotz steigendem Dieselabsatz

Mit etwa 38 Millionen Tonnen erreichte der Dieselverbrauch im Jahr 2016 in Deutschland, vor allem konjunkturbedingt durch den steigenden Güterverkehr auf der Straße, einen neuen Rekordwert. Verbrauchsreduzierungen im Pkw-Sektor wurden hierdurch kompensiert. Eine sofort wirksame Reduzierung der Treibhausgasemissionen (THG) ist daher vorrangig nur über den Kraftstoff möglich. Nachhaltige Biokraftstoffe bieten hier mit einer durchschnittlichen THG-Einsparung von mehr als 70 Prozent im Vergleich zu fossilem Diesel einen idealen Ansatz. Dennoch stagniert die Biokraftstoffmenge im Diesel bei etwa 2,15 Millionen Tonnen.

Ursache dafür ist die nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gestiegene Effizienz der eingesetzten Rohstoffe bei der THG-Minderung. Die 2015 nur in Deutschland eingeführte „THG-Minderungspflicht“ hat dazu geführt, dass Unternehmen der Mineralölwirtschaft diese Verpflichtung mit immer weniger Biokraftstoffen erfüllen können. Es hat ein Wettbewerb eingesetzt, die THG-Emissionen in der gesamten Biokraftstoff-Warenkette zu optimieren und zudem kosteneffizient zu produzieren. Dieser Ansatz einer verpflichtenden THG-Minderungsregelung müsste jetzt bei der Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie auf EU-Ebene für alle Mitgliedsländer eingeführt werden, fordert die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP).

Gleichzeitig mahnt der Verband, dass bei der Auswahl der Rohstoffe für die Biodieselherstellung heimisches Rapsöl mit seiner nachvollziehbar nachhaltigen Erzeugung und der großen Bedeutung für die Bereitstellung von gentechnikfreiem Proteinfuttermittel, das bei der Ölproduktion anfällt, wieder stärker berücksichtigt werden sollte. Die zunehmende Verwendung von Palmöl bei der Produktion von Biokraftstoffen trägt aus Sicht der UFOP zu einer kritischen Beurteilung von Biokraftstoffen durch Verbraucher und Politik bei. Die differenzierte Betrachtung der Rohstoffarten und ihrer Herkünfte sei daher von großer Bedeutung für die weitere Entwicklung des Biokraftstoffmarktes.

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UFOP veröffentlicht Sachstandsbericht „Biodiesel 2016/2017“

UFOP veröffentlicht Sachstandsbericht "Biodiesel 2016/2017"

UFOP Bericht „Biodiesel 2016/17“

Auch in diesem Jahr veröffentlicht die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) einen Auszug der relevanten Kapitel zum Thema Biodiesel aus dem Geschäftsbericht 2016/2017 als Sonderdruck.

Der Bericht informiert auf 44 Seiten über die wichtigsten Aspekte der nationalen und europäischen Biokraftstoffpolitik sowie der Biodieselmärkte. Er umfasst die Kapitel „Biodiesel und Co.“, den Bericht der UFOP-Fachkommission „Biokraftstoffe und nachwachsende Rohstoffe“ sowie aktuelle nationale und europäische Biokraftstoffstatistiken.

Im Kapitel „Biodiesel und Co.“ werden die zu erwartenden Maßnahmen im Verkehrsbereich im Rahmen des EU-Winterpakets zur Reform der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED II) vorgestellt und die abzuleitenden nationalen Perspektiven für Biokraftstoffe und den Rapsanbau diskutiert. Zudem werden Vorschläge zur Neufassung der RED II sowie einer nationalen Politik unter Berücksichtigung von Kraftstoffen aus Anbaubiomasse unterbreitet.

In einem weiteren Schwerpunkt informiert der Sonderdruck über die Tätigkeit der UFOP-Fachkommission „Biokraftstoffe und nachwachsende Rohstoffe“ und in diesem Zusammenhang über von der UFOP geförderte Projektvorhaben. Der statistische Anhang präsentiert mit 16 Tabellen aktuelle Zahlen zu Ausgangsrohstoffen, der Produktion, dem Handel und dem Verbrauch von Biodiesel bzw. Biokraftstoffen.

Die Publikation steht zum kostenlosen Download unter dem Link http://www.ufop.de/biodieselberichte zur Verfügung.

Informationen zur aktuellen Diskussion rund um Biokraftstoffe und erneuerbare Mobilität und zum Stand der Technik wird auch der 15. Fachkongress „Kraftstoffe der Zukunft“ am 22. und 23. Januar 2018 in Berlin liefern. Das Programm und die Anmeldung des regelmäßig von über 500 Experten besuchten Kongresses, stehen unter http://www.kraftstoffe-der-zukunft.com zur Verfügung.

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Der Biodieselabsatz stagniert trotz höherer THG-Quote

THG-Minderungspotenzial nicht ausgeschöpft – auch der Flugverkehr muss einbezogen werden

Der Biodieselabsatz stagniert trotz höherer THG-Quote

Biodieselabsatz stagniert

Trotz der zu Jahresbeginn von 3,5 auf 4,0 Prozent angehobenen Treibhausgas(THG)-Minderungsverpflichtung und einem erneut auf knapp 15 Mio. t (Vj. 14,15 Mio. t) gestiegenen Dieselverbrauch sinkt der Verbrauch von Biodiesel weiter von 0,912 Mio. t auf 0,848 Mio.t. Zu diesem Ergebnis kommt die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) nach Auswertung der Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für den Zeitraum Januar bis Mai 2017.

Dieser Nachfragerückgang erklärt sich aus der nach Auswertung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) von 65,3 auf 71,5 Prozent gestiegenen THG-Minderung von Biodiesel. Die zeige aber auch, dass mit der aktuellen Höhe der Minderungsverpflichtung das Potenzial für die notwendige Dekarbonisierung des Kraftstoffs nicht ausgeschöpft wird, betont die UFOP. Die in Deutschland 2015 anstelle einer energetischen Quotenverpflichtung eingeführte THG-Minderungspflicht sei grundsätzlich der richtige Weg, um die Rohstoff- und Kosteneffizienz bei nachhaltig produzierten Biokraftstoffen zu steigern, und sollte deshalb EU-weit ab 2021 eingeführt werden, stellt der Verband fest. Das Klimaschutzziel im Verkehrssektor bedeutet Treibhausgasneutralität, um das 2 Grad- (besser das 1,5 Grad-) Ziel zu erreichen. Jede Option müsste genutzt werden, statt – wie dies aktuell die Fahrzeugindustrie tut – darauf zu setzen, dass synthetische Kraftstoffe aus erneuerbare Energien irgendwann zum gleichen Preis wie fossile oder heute verfügbare Biokraftstoffe produziert werden können.

Die UFOP fordert die Politik auf, jetzt zu handeln und die THG-Minderungsverpflichtung an dem in der Dieselkraftstoff-Norm vorgegebenen Beimischungsanteil von 7 Volumenprozent auszurichten. Die UFOP erinnert an dieser Stelle an die von Bundesumwelt- und Bundeslandwirtschaftsministerium initiierte Roadmap Biokraftstoffe, die 2007 als Ergebnis der Umstellung von einer steuerbegünstigten Förderung auf eine Quotenverpflichtung eingeführt und so auch umgesetzt wurde. Der Biodieselanteil von 7 Prozent am Dieselmarkt war der Mengenkompromiss, der nicht unterschritten werden sollte, um die Investitionen in die Produktionsanlagen für Biodiesel hierzulande abzusichern.

Die neue Bundesregierung müsse hier wieder ansetzen und zudem Anrechnungsoptionen für die Fahrzeughersteller schaffen, die ab 2021 den CO2-Ausstoß bei Neufahrzeugen auf 95 g CO2 senken müssen. Andernfalls drohten empfindliche Strafzahlungen in Höhe von 95 EUR je Gramm Überschreitung und Fahrzeug, die an die EU-Kommission abzuführen wären. Der aktuelle Flottendurchschnitt bei den 2016 etwa 3 Millionen neu zugelassen Fahrzeugen betrug nach Angaben das Kraftfahrtbundesamtes (KBA) 127 g CO2. Zudem müsse jetzt endlich der Flugverkehr in die THG-Minderungsverpflichtung einbezogen werden fordert die UFOP. In diesem Sektor wird zwar viel über alternative Kraftstoffe geredet, es passiert aber praktisch nichts.

Die UFOP erinnert daran, dass die Landwirtschaft in Europa und global durch strukturelle Überschüsse insbesondere bei Getreide und Pflanzenöl einem dauerhaften Preisdruck ausgesetzt ist. Für die Landwirtschaft seien auskömmliche Erzeugerpreise der wichtigste Grundpfeiler für nachhaltiges Wirtschaften und Wachstum. Wenn die Dekarbonisierung in der übrigen Wirtschaft zur Förderung der stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe praktisch nicht vorankomme, dann müsse dieses Rohstoffpotenzial zunächst für die Dekarbonisierung des Verkehrs genutzt werden. Denn es wachse jedes Jahr eine neue Ernte heran, bekräftigt die UFOP ihre Vorschläge und verweist auf den kürzlich veröffentlichen „UFOP-Versorgungsbericht 2016/2017“ ( www.ufop.de).

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Das Raps-Kraftwerk

Rapsblüte in Deutschland

Das Raps-Kraftwerk

Aktuell blühen in Deutschland auf mehr als 1,3 Millionen Hektar die Rapsfelder. Die Pflanzen speichern die Sonnenenergie in den Körnern, bzw. im darin entstehenden Rapsöl. Dessen Energiedichte ist vergleichbar mit der von Dieselkraftstoff. Das macht Rapsöl und den daraus hergestellten Rapsmethylester, besser bekannt als Biodiesel, in Deutschland und Europa zur mit Abstand wichtigsten nachhaltig zertifizierten Kraftstoffalternative. Diese Zertifizierung der Nachhaltigkeit gilt im übrigen für den gesamten Rapsanbau in Deutschland, unabhängig von der Endverwendung, also auch für Rapsspeiseöl. Besonders wichtig für viele Verbraucher ist zudem die Tatsache, dass in den Ländern der Europäischen Union ausschließlich gentechnikfreier Raps angebaut wird. So ist auch das eiweißhaltige Rapsschrot, das bei der Pressung der Rapssaat neben Rapsöl entsteht, gentechnikfrei. Das ist ein großer Vorteil gegenüber Sojaimporten, die in der Regel nicht gentechnikfrei sind. Rapsschrot sichert so eine Eiweißfutterversorgung, die es erlaubt, Milchprodukte, Eier oder auch Rindfleisch mit dem Label „Ohne Gentechnik“ zu kennzeichnen.

Die Rapspflanzen sind regelrechte Kraftwerke. Aus nur zwei bis drei Kilogramm Saatgut, die pro Hektar ausgesät werden, entstehen innerhalb von elf Monaten bei der Ernte im Schnitt 3.800 Kilogramm Rapssaat. Daraus werden bei der Pressung 1.600 Liter Rapsöl und 2.300 Kilogramm gentechnikfreies Rapsextraktionsschrot gewonnen. Der Einsatz des Rapsöls als Kraftstoff sorgt für eine garantierte Einsparung von 2,5 Tonnen CO2 gegenüber herkömmlichem Dieselkraftstoff und das pro Hektar.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

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Allgemein

RAPSBLÜTE 2017

Deutschlands bedeutendste Öl- und Eiweißpflanze sorgt wieder für blühende Landschaften

RAPSBLÜTE 2017

Rapsblüte 2017 (Bildquelle: UFOP e. V. / Johannes Haas)

In Deutschland haben die alljährlichen Raps-Festspiele begonnen. Die Natur hat wieder die Farbeimer ausgepackt und auf rund 1,3 Millionen Hektar ordentlich gelbe Farbe eingesetzt. Auch wenn es so aussieht, als würde immer mehr Raps angebaut, trügt dieser Eindruck. Schon seit Jahren bewegt sich die Rapsanbaufläche in Deutschland konstant zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Hektar. Jeder einzelne Hektar davon liefert elf Monate nach der Aussaat von lediglich 2,5 kg Saatgut bei der Ernte im Juli zwischen 4.000 und 5.000 kg Rapssaat.

Mecklenburg-Vorpommern ist mit einer Anbaufläche von 235.200 Hektar für den deutschen Rapsanbau weiterhin das bedeutendste Bundesland. Weitere wichtige Anbauregionen sind mit 171.000 Hektar Sachsen-Anhalt, mit 135.500 Hektar Brandenburg und mit 131.900 Hektar Sachsen. Insgesamt repräsentieren die östlichen Bundesländer rund 58 Prozent der in Deutschland ausgesäten Rapsfläche. Mit 129.000 Hektar folgt Niedersachsen im Ranking der Bundesländer. Die Länder Thüringen (122.800 Hektar), Bayern (119.200 Hektar) und Schleswig-Holstein (101.000 Hektar) weisen ebenfalls eine Anbaufläche über 100.000 Hektar auf.

Die Ernte im Juli 2017 wird etwa 5 Mio. Tonnen Rapssaat liefern, die anschließend in Ölmühlen gepresst wird. Dabei entstehen ca. 2,2 Millionen Tonnen Rapsöl. Das Speiseöl aus Rapssaat ist bereits seit 2009 das beliebteste in Deutschland und liegt mit einem Marktanteil von über 40 Prozent deutlich vor Sonnenblumen- und Olivenöl. Der größte Teil des Öls findet sich jedoch nicht in der Küche, sondern als Rapskraftstoff in Fahrzeugtanks wieder. Hier ersetzt es mit einem Anteil von bis zu 7 Prozent konventionellen Dieselkraftstoff. Das schont nicht nur die Erdölreserven, sondern reduziert die Treibhausgasemissionen um durchschnittlich 60 Prozent. Diese unterschiedlichen Verwendungen von Rapsöl werden von den Verbrauchern überwiegend begrüßt. Gut zwei Drittel der Deutschen beurteilen die Beimischung von Biodiesel zu fossilem Diesel positiv, so eine Umfrage von TNS Infratest aus dem letzten Jahr.

Neben Rapsöl entsteht bei der Pressung als zweite Komponente auch proteinhaltiges Rapsschrot, das in der Rinder-, Schweine- und Geflügelmast überaus gefragt ist. Hier ersetzt es als gentechnikfreies Eiweißfuttermittel im großen Umfang Sojaschrot. Diese Gentechnikfreiheit ist Voraussetzung dafür, dass immer mehr Milchprodukte, Eier oder Rindfleisch mit dem Hinweis „ohne Gentechnik“ gekennzeichnet werden dürfen. Raps ist hierfür die mit Abstand wichtigste heimische Proteinquelle. Die dadurch eingesparten Sojaimporte entsprechen einem Anbauumfang von rund einer Million Hektar in Südamerika. So trägt der Rapsanbau in Deutschland indirekt auch zum Schutz der Regenwälder bei.

Die leuchtend gelben Felder besitzen übrigens nicht nur für Menschen eine große Attraktivität. Auch Bienen fliegen im wahrsten Sinne des Wortes auf die gelbe Pracht, denn Raps ist hierzulande als wichtigste Trachtpflanze für die Insekten eine unverzichtbare Nektar- und Pollenquelle. Belohnt wird das mit 40 kg Rapshonig pro Hektar. Gefragt ist dabei der sprichwörtliche Bienenfleiß, denn für ein Glas Honig fliegen die Bienen rund 40.000 Mal aus dem Bienenstock und besuchen dabei zwei bis sieben Millionen Rapsblüten.

Eine Besonderheit der Rapspflanzen ist beim Blick auf die blühenden Felder nicht sichtbar, da sie unter der Oberfläche liegt. Wolfgang Vogel, Vorsitzender der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) und selbst praktizierender Landwirt erklärt, um was es sich dabei handelt: „Rapspflanzen haben eine ausgesprochen lange Pfahlwurzel, die den tiefen Erdschichten mit einer enormen Anzahl von Wurzelhaaren Nährstoffe entnimmt. So bereitet Raps den Boden ideal für die nachfolgenden Pflanzen vor. Das macht die Pflanze so gut, dass beispielsweise der im darauffolgenden Jahr angebaute Weizen bis zu 10 Prozent mehr Ertrag liefert. Das ist für uns Landwirte ein wichtiges Argument für den Rapsanbau.“

Weniger erfreulich ist für die deutschen Bauern und ihre europäischen Kollegen hingegen das seit 2013 bestehende Verbot des Einsatzes bestimmter Pflanzenschutzmittel, das durch die EU-Kommission erlassen wurde. „Durch das geltende Anwendungsverbot für drei Wirkstoffe aus der Gruppe der Neonikotinoide entstehen uns jährlich Verluste in Höhe von fast 900 Mio. Euro. Sollte der Rapsanbau durch diese Einschränkungen ökonomisch weiter an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, würde dadurch die wichtigste Futterquelle der Bienen und auch ein zentrales und wertvolles Fruchtfolgeglied im Ackerbau verlorengehen“, so Wolfgang Vogel.

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