Tag Archives: Biokraftstoffe

Allgemein

Treibhausgase mit nachhaltigen Biokraftstoffen effizient mindern

Verband fordert verpflichtende THG-Minderungsregelung für alle EU-Mitgliedsländer

Treibhausgase mit nachhaltigen Biokraftstoffen effizient mindern

THG-Potenzial nicht voll genutzt: Stagnierende Biodieselmenge trotz steigendem Dieselabsatz

Mit etwa 38 Millionen Tonnen erreichte der Dieselverbrauch im Jahr 2016 in Deutschland, vor allem konjunkturbedingt durch den steigenden Güterverkehr auf der Straße, einen neuen Rekordwert. Verbrauchsreduzierungen im Pkw-Sektor wurden hierdurch kompensiert. Eine sofort wirksame Reduzierung der Treibhausgasemissionen (THG) ist daher vorrangig nur über den Kraftstoff möglich. Nachhaltige Biokraftstoffe bieten hier mit einer durchschnittlichen THG-Einsparung von mehr als 70 Prozent im Vergleich zu fossilem Diesel einen idealen Ansatz. Dennoch stagniert die Biokraftstoffmenge im Diesel bei etwa 2,15 Millionen Tonnen.

Ursache dafür ist die nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gestiegene Effizienz der eingesetzten Rohstoffe bei der THG-Minderung. Die 2015 nur in Deutschland eingeführte „THG-Minderungspflicht“ hat dazu geführt, dass Unternehmen der Mineralölwirtschaft diese Verpflichtung mit immer weniger Biokraftstoffen erfüllen können. Es hat ein Wettbewerb eingesetzt, die THG-Emissionen in der gesamten Biokraftstoff-Warenkette zu optimieren und zudem kosteneffizient zu produzieren. Dieser Ansatz einer verpflichtenden THG-Minderungsregelung müsste jetzt bei der Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie auf EU-Ebene für alle Mitgliedsländer eingeführt werden, fordert die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP).

Gleichzeitig mahnt der Verband, dass bei der Auswahl der Rohstoffe für die Biodieselherstellung heimisches Rapsöl mit seiner nachvollziehbar nachhaltigen Erzeugung und der großen Bedeutung für die Bereitstellung von gentechnikfreiem Proteinfuttermittel, das bei der Ölproduktion anfällt, wieder stärker berücksichtigt werden sollte. Die zunehmende Verwendung von Palmöl bei der Produktion von Biokraftstoffen trägt aus Sicht der UFOP zu einer kritischen Beurteilung von Biokraftstoffen durch Verbraucher und Politik bei. Die differenzierte Betrachtung der Rohstoffarten und ihrer Herkünfte sei daher von großer Bedeutung für die weitere Entwicklung des Biokraftstoffmarktes.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

Firmenkontakt
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
Stephan Arens
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
030 31904-225
s.arens@ufop.de
http://www.ufop.de

Pressekontakt
WPR COMMUNICATION GmbH & Co. KG
Norbert Breuer
Invalidenstraße 34
10115 Berlin
030/440388-0
berlin@wpr-communication.de
http://www.wpr-communication.de

Allgemein

UFOP veröffentlicht Sachstandsbericht „Biodiesel 2016/2017“

UFOP veröffentlicht Sachstandsbericht "Biodiesel 2016/2017"

UFOP Bericht „Biodiesel 2016/17“

Auch in diesem Jahr veröffentlicht die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) einen Auszug der relevanten Kapitel zum Thema Biodiesel aus dem Geschäftsbericht 2016/2017 als Sonderdruck.

Der Bericht informiert auf 44 Seiten über die wichtigsten Aspekte der nationalen und europäischen Biokraftstoffpolitik sowie der Biodieselmärkte. Er umfasst die Kapitel „Biodiesel und Co.“, den Bericht der UFOP-Fachkommission „Biokraftstoffe und nachwachsende Rohstoffe“ sowie aktuelle nationale und europäische Biokraftstoffstatistiken.

Im Kapitel „Biodiesel und Co.“ werden die zu erwartenden Maßnahmen im Verkehrsbereich im Rahmen des EU-Winterpakets zur Reform der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED II) vorgestellt und die abzuleitenden nationalen Perspektiven für Biokraftstoffe und den Rapsanbau diskutiert. Zudem werden Vorschläge zur Neufassung der RED II sowie einer nationalen Politik unter Berücksichtigung von Kraftstoffen aus Anbaubiomasse unterbreitet.

In einem weiteren Schwerpunkt informiert der Sonderdruck über die Tätigkeit der UFOP-Fachkommission „Biokraftstoffe und nachwachsende Rohstoffe“ und in diesem Zusammenhang über von der UFOP geförderte Projektvorhaben. Der statistische Anhang präsentiert mit 16 Tabellen aktuelle Zahlen zu Ausgangsrohstoffen, der Produktion, dem Handel und dem Verbrauch von Biodiesel bzw. Biokraftstoffen.

Die Publikation steht zum kostenlosen Download unter dem Link http://www.ufop.de/biodieselberichte zur Verfügung.

Informationen zur aktuellen Diskussion rund um Biokraftstoffe und erneuerbare Mobilität und zum Stand der Technik wird auch der 15. Fachkongress „Kraftstoffe der Zukunft“ am 22. und 23. Januar 2018 in Berlin liefern. Das Programm und die Anmeldung des regelmäßig von über 500 Experten besuchten Kongresses, stehen unter http://www.kraftstoffe-der-zukunft.com zur Verfügung.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

Firmenkontakt
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
Stephan Arens
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
030 31904-225
s.arens@ufop.de
http://www.ufop.de

Pressekontakt
WPR COMMUNICATION GmbH & Co. KG
Norbert Breuer
Invalidenstraße 34
10115 Berlin
030/440388-0
berlin@wpr-communication.de
http://www.wpr-communication.de

Allgemein

RAPSBLÜTE 2017

Deutschlands bedeutendste Öl- und Eiweißpflanze sorgt wieder für blühende Landschaften

RAPSBLÜTE 2017

Rapsblüte 2017 (Bildquelle: UFOP e. V. / Johannes Haas)

In Deutschland haben die alljährlichen Raps-Festspiele begonnen. Die Natur hat wieder die Farbeimer ausgepackt und auf rund 1,3 Millionen Hektar ordentlich gelbe Farbe eingesetzt. Auch wenn es so aussieht, als würde immer mehr Raps angebaut, trügt dieser Eindruck. Schon seit Jahren bewegt sich die Rapsanbaufläche in Deutschland konstant zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Hektar. Jeder einzelne Hektar davon liefert elf Monate nach der Aussaat von lediglich 2,5 kg Saatgut bei der Ernte im Juli zwischen 4.000 und 5.000 kg Rapssaat.

Mecklenburg-Vorpommern ist mit einer Anbaufläche von 235.200 Hektar für den deutschen Rapsanbau weiterhin das bedeutendste Bundesland. Weitere wichtige Anbauregionen sind mit 171.000 Hektar Sachsen-Anhalt, mit 135.500 Hektar Brandenburg und mit 131.900 Hektar Sachsen. Insgesamt repräsentieren die östlichen Bundesländer rund 58 Prozent der in Deutschland ausgesäten Rapsfläche. Mit 129.000 Hektar folgt Niedersachsen im Ranking der Bundesländer. Die Länder Thüringen (122.800 Hektar), Bayern (119.200 Hektar) und Schleswig-Holstein (101.000 Hektar) weisen ebenfalls eine Anbaufläche über 100.000 Hektar auf.

Die Ernte im Juli 2017 wird etwa 5 Mio. Tonnen Rapssaat liefern, die anschließend in Ölmühlen gepresst wird. Dabei entstehen ca. 2,2 Millionen Tonnen Rapsöl. Das Speiseöl aus Rapssaat ist bereits seit 2009 das beliebteste in Deutschland und liegt mit einem Marktanteil von über 40 Prozent deutlich vor Sonnenblumen- und Olivenöl. Der größte Teil des Öls findet sich jedoch nicht in der Küche, sondern als Rapskraftstoff in Fahrzeugtanks wieder. Hier ersetzt es mit einem Anteil von bis zu 7 Prozent konventionellen Dieselkraftstoff. Das schont nicht nur die Erdölreserven, sondern reduziert die Treibhausgasemissionen um durchschnittlich 60 Prozent. Diese unterschiedlichen Verwendungen von Rapsöl werden von den Verbrauchern überwiegend begrüßt. Gut zwei Drittel der Deutschen beurteilen die Beimischung von Biodiesel zu fossilem Diesel positiv, so eine Umfrage von TNS Infratest aus dem letzten Jahr.

Neben Rapsöl entsteht bei der Pressung als zweite Komponente auch proteinhaltiges Rapsschrot, das in der Rinder-, Schweine- und Geflügelmast überaus gefragt ist. Hier ersetzt es als gentechnikfreies Eiweißfuttermittel im großen Umfang Sojaschrot. Diese Gentechnikfreiheit ist Voraussetzung dafür, dass immer mehr Milchprodukte, Eier oder Rindfleisch mit dem Hinweis „ohne Gentechnik“ gekennzeichnet werden dürfen. Raps ist hierfür die mit Abstand wichtigste heimische Proteinquelle. Die dadurch eingesparten Sojaimporte entsprechen einem Anbauumfang von rund einer Million Hektar in Südamerika. So trägt der Rapsanbau in Deutschland indirekt auch zum Schutz der Regenwälder bei.

Die leuchtend gelben Felder besitzen übrigens nicht nur für Menschen eine große Attraktivität. Auch Bienen fliegen im wahrsten Sinne des Wortes auf die gelbe Pracht, denn Raps ist hierzulande als wichtigste Trachtpflanze für die Insekten eine unverzichtbare Nektar- und Pollenquelle. Belohnt wird das mit 40 kg Rapshonig pro Hektar. Gefragt ist dabei der sprichwörtliche Bienenfleiß, denn für ein Glas Honig fliegen die Bienen rund 40.000 Mal aus dem Bienenstock und besuchen dabei zwei bis sieben Millionen Rapsblüten.

Eine Besonderheit der Rapspflanzen ist beim Blick auf die blühenden Felder nicht sichtbar, da sie unter der Oberfläche liegt. Wolfgang Vogel, Vorsitzender der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) und selbst praktizierender Landwirt erklärt, um was es sich dabei handelt: „Rapspflanzen haben eine ausgesprochen lange Pfahlwurzel, die den tiefen Erdschichten mit einer enormen Anzahl von Wurzelhaaren Nährstoffe entnimmt. So bereitet Raps den Boden ideal für die nachfolgenden Pflanzen vor. Das macht die Pflanze so gut, dass beispielsweise der im darauffolgenden Jahr angebaute Weizen bis zu 10 Prozent mehr Ertrag liefert. Das ist für uns Landwirte ein wichtiges Argument für den Rapsanbau.“

Weniger erfreulich ist für die deutschen Bauern und ihre europäischen Kollegen hingegen das seit 2013 bestehende Verbot des Einsatzes bestimmter Pflanzenschutzmittel, das durch die EU-Kommission erlassen wurde. „Durch das geltende Anwendungsverbot für drei Wirkstoffe aus der Gruppe der Neonikotinoide entstehen uns jährlich Verluste in Höhe von fast 900 Mio. Euro. Sollte der Rapsanbau durch diese Einschränkungen ökonomisch weiter an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, würde dadurch die wichtigste Futterquelle der Bienen und auch ein zentrales und wertvolles Fruchtfolgeglied im Ackerbau verlorengehen“, so Wolfgang Vogel.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

Firmenkontakt
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
Stephan Arens
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
030 31904-225
S.Arens@ufop.de
http://www.ufop.de

Pressekontakt
WPR COMMUNICATION GmbH & Co. KG
Norbert Breuer
Invalidenstraße 34
10115 Berlin
030/440388-0
berlin@wpr-communication.de
http://www.wpr-communication.de

Allgemein

Vertreter der Branchenplattform Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft begrüßen Einigung zu Biokraftstoffen

Vertreter der Branchenplattform Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft begrüßen Einigung zu Biokraftstoffen

Logo – Branchenplattform Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft

Mit großer Erleichterung haben die Verbände und Beteiligten der Branchenplattform „Biokraftstoffe in der Land- und Forstwirtschaft“ auf die Entscheidung des Bundeskabinetts reagiert, die bestehende Regelung zur Steuerbegünstigung von Biokraftstoffen in der Land- und Forstwirtschaft im Energiesteuergesetz fortzuführen. Das Bundesfinanzministerium hatte vorgeschlagen, die Steuerentlastung zu streichen, da es eine Doppelförderung durch eine bestehende Beimischungsverpflichtung für Biokraftstoffe gebe. Die Vertreter der Branchenplattform weisen darauf hin, dass diese Argumentation seit der Einführung der Treibhausgas-Minderungsverpflichtung zum 1. Januar 2015 ins Leere läuft. Der Einsatz von Biokraftstoffen sei nur eine von mehreren Optionen zur Erfüllung der Treibhausgasquote.

„Eine Streichung der Steuerentlastung von Biokraftstoffen in der Land- und Forstwirtschaft wäre ein fatales Signal für die Entwicklungsabteilungen der Landmaschinenindustrie gewesen, die sich mit der Entwicklung von klimaschonenden Antriebstechnologien befassen“, so Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau und Vorsitzender der Branchenplattform.

„Biokraftstoffe sind aufgrund ihrer hohen Energiedichte und der hohen Leistungsanforderungen bestens für den Einsatz in der Land- und Forstwirtschaft geeignet und sind die einzige verfügbare Option, in diesem Bereich einen maßgeblichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, stellt Wolfgang Vogel, Vorsitzender der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. (UFOP) und Präsident des sächsischen Landesbauernverbandes klar.

Nach der Entscheidung über die Fortführung der Steuerbegünstigung sprechen sich die Beteiligten der Plattform nun für die konsequente Weiterentwicklung dieses Systems aus, um neue Anreize für den Einsatz in der Land- und Forstwirtschaft zu schaffen. Denn letztlich tragen heimische Biokraftstoffe durch die Lieferung der bei der Rohstoff-Verarbeitung anfallenden Koppelprodukte auch zur Stärkung der heimischen Eiweißversorgung bei.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

Firmenkontakt
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
Stephan Arens
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
030 31904-225
S.Arens@ufop.de
http://www.ufop.de

Pressekontakt
WPR COMMUNICATION GmbH & Co. KG
Norbert Breuer
Invalidenstraße 34
10115 Berlin
030/440388-0
berlin@wpr-communication.de
http://www.wpr-communication.de

Allgemein

Deutsche und französische Ölsaatenerzeuger fordern Umdenken in der Pflanzenschutzpolitik

Auf Einladung der Federation franaise des producteurs d’oleagineux et de proteagineux (FOP) haben Vertreter der FOP unter dem Vorsitz ihres stellvertretenden Vorsitzenden, Arnaud Rousseau, und der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) unter Leitung ihres Vorsitzenden, Wolfgang Vogel, am 7. September 2016 in Paris über die aktuelle Situation der Ernte und weitere Fragen des Sektors beraten. Im Zusammenhang mit der offenen Entscheidung über die Zukunft der EU-Biokraftstoffpolitik nach 2020 betonten beide Organisationen die große Bedeutung der Zusammenarbeit in der European Oilseeds Alliance (EOA) in Brüssel. FOP und UFOP repräsentieren die wichtigsten Branchenorganisationen von Ölsaaten und Eiweißpflanzen in Frankreich und Deutschland.

In einer Zeit der Unsicherheiten durch die Brexit-Entscheidung und durch unzureichende Antworten auf die gesellschaftlichen Fragen zu den Zielen und Hintergründen der EU verständigten sich FOP und UFOP in einem Austausch mit dem Präsidenten des französischen Bauernverbandes (FNSEA), Xavier Beulin, darauf, einen gemeinsamen Ansatz zur Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (GAP) und zu anderen Fragen des Sektors zu entwickeln. Die Basis dafür ist ein hohes Maß an gegenseitigem Verständnis über die jeweilige Situation. Beide Organisationen fordern eine GAP, die entsprechend den hohen Ansprüchen ausreichend finanziert ist.

Nach einem Anbaujahr mit großen Schwierigkeiten für die von schlechten Witterungsbedingungen betroffenen Landwirte, die niedrige Erträge und vereinzelt auch schlechte Qualitäten zur Folge hatten, diskutierten FOP und UFOP über die Frage der Verfügbarkeit von Pflanzenschutzmitteln als wichtiges Betriebsmittel für die Pflanzenproduktion. Sie zeigen sich besorgt, dass die zunehmende Einschränkung von Wirkstoffen geradewegs zu mehr Schädlingsresistenzen führt.

Sie bekräftigen insbesondere die Notwendigkeit der Kohärenz in den politischen Entscheidungen. Der Gesetzgeber könne nicht zur gleichen Zeit mehr Diversifizierung in der Fruchtfolge fordern und sich den Einsatz von Leguminosen als heimische Eiweißquelle fördern aber auf der anderen Seite Landwirte davon abhalten, ihre Pflanzen zu schützen und zu ernähren. Die aktuellen Vorschläge der EU-Kommission zur Vereinfachung des Greenings, könnten die entgegengesetzten Effekte haben als eigentlich beabsichtigt. Daher fordern FOP und UFOP eindringlich eine Änderung der Betrachtungsweise in diesen Fragen.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

Firmenkontakt
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
Stephan Arens
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
030 31904-225
S.Arens@ufop.de
http://www.ufop.de

Pressekontakt
WPR COMMUNICATION GmbH & Co. KG
Norbert Breuer
Invalidenstraße 34
10115 Berlin
030/440388-0
berlin@wpr-communication.de
http://www.wpr-communication.de

Allgemein

UFOP-Vorsitzender Vogel: Förderung von Biokraftstoffen auf Basis einer EU-weiten Treibhausgas-Minderungspflicht nach 2020 fortsetzen

UFOP-Vorsitzender Vogel: Förderung von Biokraftstoffen auf Basis einer EU-weiten Treibhausgas-Minderungspflicht nach 2020 fortsetzen

Der Vorsitzende der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), Wolfgang Vogel, plädiert in einem Schreiben an die Mitglieder der zuständigen Ausschüsse des Europäischen Parlamentes dafür, die Förderung der Biokraftstoffe, einschließlich der markteingeführten Biokraftstoffe, nach 2020 fortzusetzen. Vogel betont, dass Biokraftstoffe neben motortechnischen Effizienzverbesserungen kurz- bis mittelfristig die einzige wirksame Maßnahme zur Reduktion der nach wie vor steigenden Treibhausgas-Emissionen insbesondere im Schwerlastverkehr seien. Diese müssten sich – analog zu der seit Januar 2015 in Deutschland geltenden Treibhausgas-Minderungspflicht – einem rohstoff- und technologieoffenen Wettbewerb stellen.

Der UFOP-Vorsitzende begründet diese Forderung mit dem völkerrechtlich verbindlichen Klimaschutzabkommen von Paris. Danach sind die Unterzeichnerstaaten verpflichtet, bis spätestens 2020 nationale Aktionspläne vorzulegen. Brasilien habe zum Beispiel bereits angekündigt, dass der Ausbau der Biokraftstoffwirtschaft ein elementarer Pfeiler der nationalen Klimaschutzstrategie sein werde. Länder wie Indonesien, Malaysia oder auch die USA hätten zudem bereits die nationalen gesetzlichen Verpflichtungen zur Biokraftstoffverwendung erhöht. Vogel betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung der inzwischen 18, von der EU-Kommission anerkannten und global implementierten Zertifizierungssysteme.

Sollte die EU die Förderung von Biokraftstoffen nach 2020 einstellen, würde zwangsläufig ihre bisherige richtungsweisende Position zur Mitgestaltung und nationalen Umsetzung bzw. Überwachung von Nachhaltigkeitskriterien aufgeben. Dieser umweltpolitischen Vorreiterrolle in der Bioökonomie sei sich die Politik nicht bewusst. Denn dieser Erfolg sei in den nicht immer sachlich und wissenschaftlich ausgewogenen Diskussionen um Tank oder Teller bzw. iLUC untergegangen, betont Vogel. Die hohen Nachhaltigkeitsstandards als Ergebnis der von der EU gesetzlich vorgegebenen Anforderungen müssten vielmehr nach 2020 weiterentwickelt werden. Denn die sogenannten „fortschrittlichen“ Biokraftstoffe aus Reststoffen und Abfallbiomasse lieben mengenmäßig auf absehbare Zeit unbedeutend. Wer den heute markteingeführten Biokraftstoffen die wirtschaftliche Basis entziehe, könne nicht erwarten, dass dieselbe Wirtschaft in wesentlich teurere neue Technologien investiere. Überdies bestätigten Studien, dass die E-Mobilität noch auf Jahre hin keinen nennenswerten Klimaschutzbeitrag leisten könne. Die Politik unterschätze die Herausforderung; selbst die öffentlichen Verwaltungen, Behörden usw. gingen nicht mit gutem Beispiel voran.

Vogel bekräftigt weiter, dass die globalen Agrarmärkte von erheblichen strukturellen Überschüssen gekennzeichnet seien. Ein massiver Preisanstieg an den internationalen Märkten wie in den Jahren 2008 und 2009, eigentlicher Auslöser der Tank-Teller-Debatte, sei aktuell nicht erkennbar. Im Gegenteil: Es steige der Druck, neue und mengenwirksame Absatzalternativen zu schaffen. Angesichts der auch zeitlich ambitionierten Zielsetzung, das 1,5 Grad-Ziel zu erreichen, müsse die Treibhausgaseffizienz den Marktzugang im globalen Wettbewerb bestimmen.

Voraussetzung sei allerdings, dass die Methodik zur Treibhausgas-Bilanzierung angepasst und das bei der Rapsverarbeitung anfallende Rapsschrot entsprechend berücksichtigt bzw. angerechnet werde. Mit jedem Hektar Raps in der EU werde etwa ein Hektar Sojaanbau ersetzt. Derzeit verlange der Markt zunehmend nach Milchprodukten, die als „ohne Gentechnik“ deklariert seien. Mit Rapsschrot in der Tierfütterung könne dieser Bedarf aber nur dann gedeckt werden, wenn für das anfallende Rapsöl ein Absatzmarkt bestehe, betont der UFOP-Vorsitzende. Tank, Teller oder Trog seien also kein Wiederspruch, sondern gemeinsame Komponenten eines integrierenden Förderkonzeptes.

Download Link (PDF): bit.ly/22Mwr3X

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

Firmenkontakt
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
Stephan Arens
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
030/31904-202
info@ufop.de
http://www.ufop.de

Pressekontakt
WPR COMMUNICATION GmbH & Co. KG
Norbert Breuer
Invalidenstraße 34
10115 Berlin
030/440388-0
berlin@wpr-communication.de
http://www.wpr-communication.de

Allgemein

69 Prozent der Deutschen bewerten Biokraftstoffe positiv

Laut einer aktuellen Infratest-Umfrage stehen mehr als zwei Drittel aller Deutschen Biokraftstoffen positiv gegenüber

69 Prozent der Deutschen bewerten Biokraftstoffe positiv

Zwei Drittel aller Deutschen stehen Biokraftstoffen positiv gegenüber.

69 Prozent der Deutschen bewerten Biokraftstoffe grundsätzlich positiv. Dies hat eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest ergeben. „Über zwei Drittel der Deutschen befürworten Biokraftstoffe. Die Politik kann auf diese klare Unterstützung der Bevölkerung bauen und Biokraftstoffe im Straßenverkehr für die Erreichung der Ziele des Pariser Klimagipfels nutzen“, sagte Elmar Baumann, Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB).

39 Prozent begründen ihre positive Einstellung zu Biokraftstoffen damit, dass Biodiesel und Bioethanol umweltschonender sind als fossile Kraftstoffe. „Biokraftstoffe verringern den Ausstoß von Treibhaus-gasen erheblich. Je nach Rohstoff sparen sie zwischen 60 und 90 Prozent Treibhausgas-Emissionen ein im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen“, so Stephan Arens, Geschäftsführer der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP). Um möglichst hohe Reduktionswerte zu erreichen, wird auf jeder Stufe der Produktionskette von Biokraftstoffen daran gearbeitet, die Prozesse weiter zu optimieren. „Die Biokraftstoffbranche ist Vorreiter in der Entwicklung von nachhaltigen Produktionsprozessen – auch in der Landwirtschaft. Biokraftstoffe sind damit ein wichtiger Baustein für die saubere Mobilität von Morgen“, sagte Arens.

Laut Erhebung ist nur jeder Vierte skeptisch gegenüber Biokraftstoffen eingestellt. Als Hauptgrund für eine ablehnende Haltung wird die Nutzung von Agrarrohstoffen zur Energiegewinnung genannt, was nach Ansicht der Skeptiker zu Hunger führe. Dazu sagte Petra Sprick, Geschäftsführerin von OVID Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland: „Biokraftstoffe haben weder signifikante Auswirkungen auf die Weltagrarpreise noch verknappen sie Lebensmittel. Trotz weltweit steigender Biokraftstoffproduktion sind die Agrarpreise schon seit längerem im Keller und die Läger voll. Im Gegenteil: Bei der Herstellung von Biodiesel aus Raps fällt zu 60 Prozent Schrot an. Diese eiweißhaltige Tiernahrung ist ein wichtiger Baustein der tierischen Veredelungsproduktion und trägt zur Sicherung der Welternährung bei.

Etwa jeder zweite Skeptiker würde Biokraftstoffe tanken, wenn ihm die Nachhaltigkeit garantiert wird. Die ist bereits heute Standard und seit 2011 vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Zur Herstellung von Biokraftstoffen dürfen die Rohstoffe weder von Regenwaldflächen noch von umgebrochenem Grünland stammen: Stichtag ist der 1.1.2008. Dass Landwirte die Vorschriften einhalten, überprüfen unabhängige Auditoren, die wiederum von der Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft überwacht wer-den. Die Biokraftstoffindustrie hat mittlerweile Standards gesetzt, die auch andere Branchen zunehmend aufgreifen. Die Mehrheit der Deutschen schätzen Biokraftstoffe deshalb nicht nur als umweltschonend, sondern auch als nachhaltig ein.

Die repräsentative TNS-Infratest Umfrage wurde im Auftrag folgender Verbände der deutschen Biokraftstoffbranche durchgeführt: der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), dem Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) und dem Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (OVID).

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

Firmenkontakt
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
Stephan Arens
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
030/31904-202
info@ufop.de
http://www.ufop.de

Pressekontakt
WPR COMMUNICATION GmbH & Co. KG
Norbert Breuer
Invalidenstraße 34
10115 Berlin
030/440388-0
berlin@wpr-communication.de
http://www.wpr-communication.de

Allgemein

Vorteil Biokraftstoffe – im Schnitt 60 Prozent besser als fossile Kraftstoffe

UFOP sieht Erwartungen bestätigt: Treibhausgasminderungspflicht treibt den Wettbewerb an

Vorteil Biokraftstoffe - im Schnitt 60 Prozent besser als fossile Kraftstoffe

Im Schnitt beträgt die Treibhausgaseinsparung von Biokraftstoffen bereits mehr als 60 Prozent. (Bildquelle: BLE)

Mit durchschnittlich 60 Prozent Treibhausgasminderung beginnt der Wettbewerb um die beste Treibhausgaseffizienz. Dies bestätigt der erste Quartalsbericht der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Grundlage für die Berechnung sind die in der Datenbank „Nabisy“ eingestellten Nachhaltigkeitsnachweise.

Zum 1. Januar 2015 führte Deutschland als erstes Mitgliedsland der Europäischen Union die Treibhausgasminderungspflicht ein, beginnend mit 3,5 Prozent bis 2016, 4 Prozent ab 2017 und 6 Prozent ab 2020. Die Angaben der BLE bestätigen die Erwartungen der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP), dass die gesetzlichen Anforderungen der Erneuerbare Energien-Richtlinie – von zurzeit 35 Prozent und ab 2017 mindestens 50 Prozent Treibhausgasminderung als Voraussetzung für den Marktzugang – bei weitem übertroffen werden.

Im Schnitt beträgt die Treibhausgaseinsparung bereits mehr als 60 Prozent. Folglich mindert sich zur Erfüllung der Treibhausgasminderungspflicht der Biokraftstoff- und dadurch auch der Biomasserohstoffbedarf. Dies ist im doppelten Sinn ein Effizienzgewinn, der in dieser Form nur bei Biokraftstoffen zu finden ist. Biokraftstoffe aus Ölsaaten oder Getreide gehen damit voran, sich neuen Wettbewerbsbedingungen, aber auch umfangreichen Zertifizierungsanforderungen stellen zu müssen. Dies ist im Vergleich zur stofflichen Nutzung nachwachsender Rohstoffe ein herausragendes Alleinstellungsmerkmal in der Bioökonomie, so die UFOP.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

Firmenkontakt
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
Stephan Arens
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
030/31904-202
info@ufop.de
http://www.ufop.de

Pressekontakt
WPR COMMUNICATION GmbH & Co. KG
Norbert Breuer
Saarbrückerstr. 36
10405 Berlin
030/440388-0
berlin@wpr-communication.de
http://www.wpr-communication.de

Allgemein

EU-Regierungschefs bremsen weitere Dekarbonisierung des Verkehrssektors aus

UFOP: Nachhaltigkeitszertifizierung ein Auslaufmodell?

Ohne eine Fortschreibung der für alle Mitgliedstaaten verbindlichen Ziele der Treibhausgasminderung im Verkehrssektor befürchtet die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) den Ausstieg aus der bisher verfolgten Dekarbonisierungsstrategie im Verkehrssektor, das heißt den Ersatz fossiler Kraftstoffe durch Biokraftstoffe. Die UFOP sieht angesichts der Beschlüsse des EU-Rates die Fortsetzung der Biokraftstoffstrategie als das bis heute wichtigste Element der Treibhausgasminderung über die Kraftstoffnutzung gefährdet. Die Beschlusslage stelle die Perspektive der europäischen Biokraftstoffindustrie nach 2020 in Frage, befürchtet der Verband.

Die Staats- und Regierungschefs der EU haben die EU-Kommission mit ihrem heutigen Beschluss aufgefordert, Instrumente und Maßnahmen für ein technologieneutrales Konzept zur Förderung der Emissionsminderung und der Energieeffizienz im Verkehrsbereich nach 2020 weiter zu entwickeln. Die UFOP stellt besorgt fest, dass die bestehenden Erfolge der Biokraftstoffe damit nicht anerkannt werden. Der Verband befürchtet eine Verschiebung der Prioritäten im Bereich der Forschung und Entwicklung, ohne dass im Zeitraum 2020 bis 2030 ein für den Klimaschutz spürbarer Entlastungsbeitrag geleistet wird. Die UFOP erinnert daran, dass Biokraftstoffe bereits mit der Umsetzung der Erneuerbare Energien-Richtlinie bestimmte Treibhausgasminderungs- und Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen müssen. Für die betroffenen Wirtschaftskreise in der Europäischen Union, aber auch in Drittstaaten haben diese Auswirkungen im Rohstoffanbau sowie bei Transport und Verarbeitung. Zu diesem Zweck hat die EU-Kommission inzwischen 17 Zertifizierungssysteme zugelassen. Unter der aktuellen Beschlusslage des Rates, so die Befürchtung der UFOP, steht die Nachhaltigkeitszertifizierung vor dem Aus.

Erforderlich wäre vielmehr eine strategische Ausrichtung auf Basis der am Markt eingeführten Biokraftstoffe mit einer schrittweisen und technologieoffenen Erweiterung des Anteils erneuerbarer Energien aus vielfältigen Biomassequellen, aber auch aus nicht Biomasse basierten Quellen. Dieser konkrete Beschluss fehle leider, kritisiert die UFOP. Die Politik habe zu hohe Erwartungen an den technischen Fortschritt. Diese sollten sich an den Erfahrungen der Vergangenheit messen und nicht an den Versprechungen der Zukunft. Tatsache ist, dass neue Technologien in der Regel mit höheren Kosten verbunden sind und dadurch Akzeptanzschwierigkeiten bei einem großen Teil der Verbraucher zu erwarten sind.

Die ebenso beschlossene Ermächtigung der Mitgliedstaaten, den Verkehrssektor in das Emissionshandelssystem einzubeziehen, wird vermutlich zu einer Zersplitterung des europäischen Ansatzes für eine Dekarbonisierungsstrategie führen. Demgegenüber wird heute mit der Förderung von Biokraftstoffen und anderer erneuerbarer Energiequellen ein konkreter und wirksamer Beitrag zur Diversifizierung auf Basis erneuerbarer und zur Reduzierung fossiler Ressourcen geleistet. Die Beschlusslage bedeutet jedoch für die betroffenen Wirtschaftskreise ein Warnsignal, sich mit der Technologieentwicklung und Neuinvestitionen für die Erschließung neuer Biomasseressourcen weiter zu befassen.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

Firmenkontakt
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
Stephan Arens
Claire-Waldoff-Str. 7
10117 Berlin
030/31904-202
info@ufop.de
http://www.ufop.de

Pressekontakt
WPR COMMUNICATION GmbH & Co. KG
Norbert Breuer
Saarbrückerstr. 36
10405 Berlin
030/440388-0
berlin@wpr-communication.de
http://www.wpr-communication.de

Allgemein

Biokraftstoffe der ersten Generation

Biodiesel und Ethanol – Prinzipiell kann gereinigtes Pflanzenöl auch direkt in Motoren verbrannt werden.

Biokraftstoffe der ersten Generation

Reinalgenzuchtanlagen in industrieller Modulbauweise

Die Idee und Technik wurde bereits in den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts von Ludwig Elsbett entwickelt, doch leider wurde diese Technik nicht serienmäßig in Autos eingebaut. Die Entwicklung bleibt nicht stehen – neue Produkte beleben den Markt und werden durch weitere Forschung marktauglich gemacht. In einer Weiterbildungsveranstaltung der Energiestrategen GmbH in Berlin, wird die Frage nach Algenproduktion für den Biokraftsoff diskutiert.

Allen organischen Verbindungen ist ein Kohlenstoffgrundgerüst gemeinsam, das die Ausgangsquelle für die Synthese von Biokraftstoffen, darunter vor allem Biodiesel und Bioethanol, bildet.

Das zähflüssige Stoffgemisch Erdöl setzt sich dabei aus über 500 Komponenten zusammen und enthält eine große Bandbreite an lang kettigen Kohlenwasserstoffen, die aus fünf bis 30 Kohlenstoffatomen und Wasserstoffatomen bestehen. Aufbau, Größe und zahlenmäßiges Verhältnis der Wasserstoff- und Kohlenstoffatomen zueinander bestimmen die Eigenschaften der Kraftstoffe bei der motorischen Verbrennung. Nicht alle im Erdöl befindliche Kohlenwasserstoffen können dabei als Kraftstoffe genutzt werden, sondern müssen erst raffiniert werden, um als Leichtkraftstoffe wie Benzine (Ottokraftstoffe) oder als Dieselkraftstoffe eingesetzt werden zu können. Die alternative Gewinnung und effektive industrielle Herstellung dieser Kohlenwasserstoffverbindungen mit Hilfe von Mikroorganismen und Biomasse als nachwachsender und damit unendlicher Rohstoff, gilt als eine der Herausforderungen der zukünftigen Treibstoffentwicklung und ist deshalb ein enormer Zukunftsmarktfür biotechnologische Anwendungen.

Technologischer Fortschritt mit durch Algentreibstoff

Algen Öl unterscheidet sich chemisch nicht von Mineralöl. Auch lassen sich daraus alle gängigen Sorten gewinnen, wie Kerosin, Benzin und Diesel. Algentreibstoff kann man deshalb wie gewohnt tanken. Bevor es so weit ist, müssen die grünen Öllieferanten aber auf Leistung getrimmt werden. Und genau da liegt der Knackpunkt für die wirtschaftliche Erzeugung von Algenkraftstoffen.
Mikroalgen bestechen mit einer besseren Fotosyntheseleistung als höhere Pflanzen. Die Einzeller sind vollgestopft mit Chlorophyll und können sich deshalb ganz dem Lichteinfang und der Umsetzung in Biomasse widmen. Das läuft bei ihnen fünfmal effizienter ab als bei Landpflanzen.

Noch drastischer fällt der Vorteil aus, wenn auf den Ertrag pro Hektar umgerechnet wird, denn Mikroalgen lassen sich in extrem hohen Dichten züchten. Verglichen mit Raps, einer der wichtigsten Quellen für konventionelle Biotreibstoffe, liefert die Süßwassergrünalge Chlorella vulgaris einen mehr als 50 Mal höheren Ertrag und verbraucht dabei nur einen Bruchteil der benötigten Fläche.

In Bassum und Essen in Niedersachsen ist es gelungen, eine der größten Anlagen zur Reinalgenzucht in industrieller Modulbauweise entstehen zu lassen und dabei betont Geschäftsführer Wolfgang Seliger ( Energiestrategen GmbH ), dass die Algenproduktion hierbei nicht in Konkurrenz zu landwirtschaftlichen Produktionsflächen steht. In diesen Anlagen wird die biotechnisch gewonnene Algenmasse für den weltweiten Markt angebaut.

Algen produzieren bis zu 30 Mal schneller Biomasse als Pflanzen wie Raps oder Mais. Weiterhin ist die eine Umwandlung der Algen zu Biogas, das in einem geschlossenen Kreislauf verbrannt wird und das CO“ dauerhaft aus der Luft entzieht, ein wirklich spannendes Thema mit Entwicklungspotenzial.

V.i.S.d.P.:

Wolfgang Seliger

Geschäftsführer / Managing Director
Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

Erneuerbare oder regenerative Energie stammt aus nachhaltigen Quellen wie Wasserkraft, Windenergie, Solarenergie, Biomasse und Geothermie. Die Energiestrategen GmbH steht für Unabhängigkeit, bündelt Aktivitäten, engagiert sich in Energieprojekten im Inland sowie im europäischen Ausland und unterstützt somit die Integration der erneuerbaren Energien in die Energiemärkte.Weitere Informationen unter www.energiestrategen-gmbh.de

Kontakt:
Energiestrategen GmbH
Wolfgang Seliger
Budapester Strasse 39
10787 Berlin
030 26395373
info@engergiestrategen-gmbh.de
http://energiestrategen-gmbh.de