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CoopGo-Afrika Der Marshall-Plan des BMZ in Aktion

Integrationsgenossenschaften und Entwicklungsgenossenschaften Jetzt übernehmen Zuwanderer Verantwortung für ihre Herkunftsländer.

CoopGo-Afrika  Der Marshall-Plan des BMZ in Aktion

(NL/1030335825) Der Marshall-Plan mit Afrika ist wichtig und nachvollziehbar. Es geht dabei darum, recht zeitnah und nachvollziehbar, positive Ergebnisse zu erzielen. Wo? Natürlich in den sog. Entwicklungsländern selbst, dort wo die Problemauslöser sind, weshalb sich Menschen überhaupt auf den Weg machen, ihr Herkunftsland zu verlassen. Damit stellen sich zwei wichtige Fragen: A. Wie soll sich aber dort etwas zeitnah verändern? Und B. Wer und was soll diese Veränderung und in welche Richtung nachhaltig bewirken?
Der Ansatz der Entwicklungspolitik war bisher eher darauf ausgerichtet, etwas für diese Länder zu tun. Natürlich gab es den Ansatz der Hilfe zur Selbsthilfe. Aber er scheint nicht das erhoffte Ergebnis gebracht zu haben. Es liegt uns fern, das Bemühen der vielen Entwicklungsorganisationen zu kritisieren. Sie haben einen guten Job gemacht, im Rahmen der ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen. Nein, es geht nicht um Kritik, es geht um die Schaffung einer Verantwortungsgemeinschaft, es geht um eine Erweiterung des bisherigen Entwicklungs-Paradigmas, vielleicht um eine Art entwicklungspolitischen Quantensprung. Und in diesem neuen Verständnis wird es nicht anders gehen, als die Menschen in oder aus Entwicklungsländern an ihre Verantwortung für die Menschen ihres (Herkunfts-) Landes zu erinnern.

Die Zeit drängt, denn durchaus ernstzunehmende Kenner der afrikanischen Verhältnisse prognostizieren, dass in nicht ferner Zukunft eine neue Welle von Zuwanderern nach Europa und damit auch ganz sicherlich nach Deutschland, sich auf den Weg begeben wird, um den für sie unerträglichen Verhältnissen in ihren Herkunftsländern zu entfliehen. Es ist müßig, einen Thesenstreit darüber zu führen, ob es sich wirklich immer um Asylsituationen handelt. Statt über rechtliche oder gar polizeiliche Ma0nahmen der Abwehr nachzudenken, sollten wir jetzt wichtigere und richtigere Fragen stellen. Es sind die Fragen nach Humanität, Verantwortung und die Veränderung der oftmals menschenunwürdigen Lebensverhältnisse in Afrika. Genau dafür kann der Marshall-Plan dienen. Das dazu passende Konzept heißt: Vorbehaltlose, intelligente und faire Kooperation. Die Umsetzungsform ist genossenschaftlich unternehmerisch. CoopGo Afrika will in diesem Kontext – im Rahmen des Marshall-Planes mit Afrika – Genossenschaften entstehen lassen, die von Menschen aus den Herkunftsländern geführt und verantwortet werden und auf Technik zurückgreifen, die dem wirtschaftlichen Aufbau in den Herkunftsländern dauerhaft nützen.

Der MMW Bundesverband der Cooperationswirtschaft hat dazu in Verbindung mit Kooperations-Experten das Konzept CoopGo Afrika entwickelt. Gerd K. Schaumann (Vorstand bei MMW) stellte nunmehr der Öffentlichkeit, Rahmen und erste Inhalte dieses Konzeptes vor. .
MMW präferiert grundsätzlich Entwicklungs-Partnerschaften in kooperativen Formen, vor allem Genossenschaften. CoopGo Afrika ist sozusagen eine logische Fortsetzung der Konzeptionen Integrationsgenossenschaften und Migrationsgenossenschaften. In beiden Konzepten ist der Kerngedanke enthalten, dass die Menschen aus den Herkunftsländern, ihre Verantwortung für die Menschen in ihren Herkunftsländern nicht ablegen, sondern gezielt ausbauen.
Untersuchungen zeigen durchaus Tendenzen, aus denen abgeleitet werden kann, dass ein großer Teil der Zuwanderer der letzten Jahre nach Europa und Deutschland, einen weiteren Aderlass an Entwicklungsfähigkeit für die Herkunftsländer bedeutete.
Um dem entgegenzuwirken, gehen wir bei MMW davon aus, genossenschaftliche Firmen aufzubauen, die mit den Herkunftsländern eng verknüpft sind. Zahlreiche Zuwanderer der letzten Jahre haben bereits gezeigt, dass sie fähig und willens sind, vor allem in Handwerksbereichen, sich gezielt auf eine Selbständigkeit vorzubereiten. Die Frage ist nur, ob sie danach noch hinreichend bereit sind außer dem gewiss wichtigen Geldtransfer – auch einen verstetigten unternehmerischen Entwicklungstransfer zugunsten ihrer Herkunftsländer zu leisten?

Im Konzept Integrationsgenossenschaften ist der Ansatz Verantwortung für das Herkunftsland zu übernehmen, bereits enthalten, jedoch eher als Idee oder weitere Option. Der Schwerpunkt der Integrationsgenossenschaften liegt zunächst vor allem darin, Bereitschaft und Fähigkeit zum kooperativ eigenständigen unternehmerischen Handeln als Alternative zur Arbeitslosigkeit oder geringwertiger Beschäftigung zu sehen.

Das Konzept Entwicklungsgenossenschaften geht über diesen Ansatz erheblich hinaus. Zwar geht es auch um Integration, denn die Kooperationsunternehmer sollen bzw. können durchaus ihren Wohnsitz in Deutschland haben, aber sie sollen und müssen, zugleich bereit sein, wirtschaftlich aktiv an der Entwicklung ihres Herkunftslandes mitzuwirken.

Im MMW-Konzept werden z.B. folgende Besonderheiten für Entwicklungsgenossenschaften (E-Genos) genannt:

A. Soweit sich nicht aus dem Kreis der derzeitigen Zuwanderer in Deutschland, hinreichend Personen anbieten, um im Konzept Entwicklungsgenossenschaften mitzuwirken, können durchaus auch aktiv Menschen in potenziell schwierigen Herkunftsländern zwecks MitMachen angesprochen werden. Wohl gemerkt, es geht nicht darum, mehr oder weniger Zuwanderer im Land zu haben, sondern Probleme in den potenziellen Herkunftsländern zu lösen, um Wanderungsbewegungen tendenziell zu mindern oder ganz zu vermeiden.
B. Für jedes potenzielle Herkunftsland werden sogenannte Entwicklungs-Profile erstellt, die ermitteln und festlegen, welche Art von Technik – und mit welchen Eigenschaften -, erforderlich sind, um nachhaltig positive Entwicklungstrends zu gewährleisten.
C. In sogenannten Qualifizierungs- und Entwicklungszentren werden in Deutschland gezielt technische Lösungen – für diese Herkunftsländer entwickelt, weiterentwickelt und erprobt. Außerdem übernehmen diese Q E-Zentren die Qualifizierung der potenziellen Anwender/Nutzer und unterstützen bei der Umsetzung in den Herkunftsländern.
D. Parallel oder integriert in die Q E-Zentren erfolgt sowohl eine fachliche, sowie zusätzlich eine kooperativ-unternehmerische Qualifizierung. Handwerkskammern in Verbindung mit Handwerksbetrieben wären für die fachbezogene Qualifizierung zuständig, während Genossenschaftsverbände in Verbindung mit Handwerksbetrieben (vorzugsweise Genossenschaften des Handwerks) für die kooperativ-unternehmerische Qualifizierung verantwortlich sein sollten.
E. Eine Gesamtkoordination im Rahmen des Marshall-Planes – könnte bei einer AG Entwicklungsgenossenschaften liegen, die an das BMZ angebunden wäre.

Wir bewegen uns mit dem MMW-Konzept CoopGo Afrika auf Neuland, so der MMW Vorstand. Aber es lohnt sich, neue Wege zu gehen. Die Menschen in unserem Land erwarten politische Antworten, die wirkliche Problemlösungen erkennen lassen. Weder eine unbedingte Integration vermag zu überzeugen, noch vermag man den Menschen erklären, dass die Ursachen der Zuwanderungen konsequent genug behandelt werden. Sie sehen allerdings auch in polizeistaatlichen oder gar militärischen Maßnahmen keine Lösungen.

Und immer mehr wird deutlich, dass ein großer Anteil der Zuwanderer genau zu der Personengruppe zählt, die dringend in den Herkunftsländern für deren Wirtschaftsaufbau benötigt werden. Man könnte fast sagen, dass Zuwanderung nach hier dazu führt, dass der Problemdruck in den Herkunftsländern eher noch ansteigt. Trägt unbedingte Integration sogar zur Problemverschärfung in den Herkunftsländern bei und erzeugt quasi neue Wanderungsbewegungen? Es gibt durchaus ernst zunehmende Meinungen die das recht nachvollziehbar bestätigen.

Wir haben zu einem Konzept der Einforderung von Herkunftsländer-Verantwortung eigentlich keine Alternative. Aber so etwas macht auch nur Sinn, wenn in entsprechenden Projekten diese Verantwortung eingefordert werden kann. Wir sind sogar sicher, dass die Mehrzahl der eingewanderten Menschen gern bereit sind, ihre Herkunftsland-Verantwortung aufzugreifen und sie wahrzunehmen. Aber sie haben bisher keine Chance zu zeigen, wie ernst sie das meinen.

Entwicklungsgenossenschaften, die konsequent und kooperativ Menschen zum unternehmerischen Handeln für ihr Herkunftsland befähigen, könnten Wegweiser für einen Paradigmenwechsel der Entwicklungspolitik werden. In diesem Konzept werden die Menschen, die ihrem Land fehlen, sozusagen unternehmerisch qualifiziert, um selbst als die wahren Entwicklungshelfer für ihr Land tätig zu sein. Dafür werden sie hier qualifiziert und egal ob Asylanspruch oder nicht sie erhalten einen Rechtsstatus, der ihnen auch garantiert, in ihr Herkunftsland einzureisen, ohne ihr Aufenthaltsrecht in Deutschland einzubüßen. Wir nennen das SmartCoop-Development, die intelligente Form, um lösungsorientiert, Menschen, Wirtschaft und Länder miteinander zu verbinden.
Willy Brandt sprach bereits vor Jahrzehnten von Interdependenzen (wechselseitige Abhängigkeiten) und warb bisher eher ohne wirksame Resonanz für intelligente Nord-Süd-Lösungen. Auch aus Eigeninteresse sollten wir es jetzt und rechtzeitig schaffen, Vorsorge zu treffen, bevor neue Zuwanderer diesmal aus großer Existenznot an den Grenzen Europas erscheinen. Noch haben wir die Chance, die Herkunftsland-Verantwortung einzufordern. Wenn größere Hungersnöte Wanderungsbewegungen auslösen, kann man wohl kaum an eine Herkunftsland-Verantwortung erinnern.
Entwicklungsgenossenschaften sind sicherlich nicht der einzige Weg zur Problemlösung, aber der einzige Weg, der uns die Möglichkeit einräumt, Zuwanderer mit der Frage nach ihrer Herkunftsland-Verantwortung legitim anzusprechen.

Diese Pressemitteilung wurde im Auftrag übermittelt. Für den Inhalt ist allein das berichtende Unternehmen verantwortlich.

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Weltbienentag: Wie Honigbienen Jobs in Äthiopien schaffen

Grüne Innovationszentren gegen Jugendarbeitslosigkeit

Weltbienentag: Wie Honigbienen Jobs in Äthiopien schaffen

Sicherer Schutz vor aggressiven Bienen.

München/Addis Abeba, 17. Mai 2018. Vielen Schulabgängern in Äthiopien fehlen nach wie vor berufliche Perspektiven. Im Rahmen des Projekts „Grüne Innovationszentren der GIZ“ aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) schafft die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe neue Jobs für junge Menschen auf dem Land. Ausgesucht wurde die Menschen für Menschen-Projektregion Dano, die rund 230 Kilometer westlich von Addis Abeba, der Hauptstadt von Äthiopien, liegt.

„In Dano, wie auch in anderen Regionen in Äthiopien, produzieren die Bauernfamilien inzwischen manchmal mehr, als sie selbst verbrauchen“, sagt Stiftungsvorstand Peter Renner, der u. a. für die Projektarbeit der Organisation in Äthiopien zuständig ist. „Ziel der Initiative ist es, die Bauern und Jugendlichen bei der Verwertung und dem Verkauf ihrer Produkte zu unterstützen, also Wertschöpfungsketten aufzubauen.“ Im Rahmen des Projekts „Grüne Innovationszentren“ haben 1.360 Bauern sowie 423 vormals arbeitslose Jugendliche und Frauen Beschäftigung und Einkommen in den Bereichen Honig und Wachs, Gemüse und Obst, Saatgut, Ölsaat und Tiermast erhalten. Zudem erhalten rund 1.500 weitere Menschen in der Region indirekten Nutzen aus dem Projekt.

Start-ups für den Wandel. Ein Besuch bei den Imkern von Dano

Das „größte Startup-Unternehmen“ im Projektgebiet Dano steht auf einer Lichtung, außerhalb der Kleinstadt Seyo und beschäftigt mehrere hunderttausend fleißige Mitarbeiterinnen. Das Wellblechdach des Firmensitzes funkelt weithin sichtbar. Wer sich ihm nähert, erblickt rund 50 gelbe Holzkisten, aufgereiht auf zwei Etagen eines Holzgerüstes. Ein Summen in der Luft zeugt von Betriebsamkeit – und darf zugleich als Warnung verstanden werden: Spätestens mit dem Schritt auf das Firmengelände drohen Attacken der Belegschaft – und die könnten sehr gefährlich sein.

„Vor allem die Bienenvölker, die wir erst kürzlich hier angesiedelt haben, sind unheimlich aggressiv“, sagt Zenebech Azefa. Die 26-Jährige ist eine von 17 jungen Frauen und Männern aus Seyo, die im April 2016 mit Unterstützung von Menschen für Menschen eine Imker-Kooperative gegründet haben. Für sie alle ist das der erste richtige Job seit dem Schulabschluss. „Ich hatte nach der Schule versucht, Arbeit als Reinigungskraft zu finden – keine Chance“, erzählt Zenebech. „Um wenigstens ein bisschen was zu verdienen, ging ich mit einer Decke auf den Markt und verkaufte Salz und Chilischoten.“ Freunde erzählten ihr, dass die Stiftung junge Leute suche, die sich als Imker probieren wollten. Zenebech meldete sich – und wurde ausgewählt. „Ich hatte zwar keine Ahnung von Imkerei“, sagt Zenebech. „Aber ich kann arbeiten. Und ich wusste: Das ist meine Chance.“

Arbeit und Entwicklung auf dem Land

Der Schlüssel zum Erfolg sind unterschiedliche Kooperativen, die mit Hilfe von Menschen für Menschen gegründet wurden. Eine Arbeitsgemeinschaft etwa kauft Bauern Ölsaat ab, um Speiseöl zu produzieren. Eine andere kauft Ernteabfälle und andere Überbleibsel aus der Landwirtschaft, um Tierfutter herzustellen.

Wieder andere produzieren Saatgut, betreiben mobile Dreschmaschinen, mit denen sie Bauern die Arbeit vor Ort erleichtern oder stellen Honig her, wie Zenebech Azefa mit der Imkerkooperative. Beratung, Trainings und Maschinen werden von Menschen für Menschen gestellt. Nach dieser Starthilfe arbeiten die Gemeinschaften auf eigene Rechnung.

Kooperativen bilden Wertschöpfungsketten.

Den Honig verkaufen die Imker/innen an eine weitere Kooperative, die ihn von Wachsresten und anderen Verunreinigungen befreit und an eine dritte Kooperative weiterreicht, die ihn in Gläser abfüllt und etikettiert. Anschließend übernimmt eine vierte Kooperative den Transport zu Händlern in der Region. Die so errichtete Wertschöpfungskette gibt rund sechzig Jugendlichen Arbeit.

Projekte wie die „Grünen Innovationszentren“ bieten Lösungen für zwei der drängendsten Probleme von Entwicklungsländern wie Äthiopien. Sie wirken der hohen Jugendarbeitslosigkeit entgegen. Und sie steigern die Produktivität der kleinbäuerlichen Landwirtschaft. „Unser Ziel ist es, vor Ort marktkonforme Waren zu produzieren. So helfen wir den Menschen, von den Reichtümern ihrer Region zu profitieren, bekämpfen Arbeitslosigkeit und tragen zur Nahrungsmittelsicherheit bei“, sagt Stiftungsvorstand Peter Renner. „Der viel zitierte Kampf gegen Fluchtursachen – er beginnt genau hier.“

Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe hat bisher über 11.000 moderne Bienenkästen in Äthiopien verteilt.

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Die Stiftung Menschen für Menschen leistet seit über 36 Jahren nachhaltige Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Den Grundstein für Menschen für Menschen legte am 16. Mai 1981 der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm (gest. 2014) mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“. Die Stiftung trägt seit 1993 durchgängig das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Menschen für Menschen setzt die Maßnahmen derzeit in zwölf Projektgebieten mit rund 700 fest angestellten und fast ausschließlich äthiopischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern um.

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Äthiopien: Sauberes Trinkwasser für 6.000 Menschen

Stiftung Menschen für Menschen baut neues Wasserreservoir

Äthiopien: Sauberes Trinkwasser für 6.000 Menschen

Große Freude im äthiopischen Lemi und Robite: Endlich sprudelt sauberes Trinkwasser

München, 15. Februar 2018. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die Stiftung Menschen für Menschen eine Trinkwasserversorgung für die Kleinstädte Lemi und Robite, rund 600 Kilometer nördlich von Addis Abeba in der Projektregion Wogdi, fertiggestellt. Durch das neue Wasserreservoir werden die rund 6.000 Einwohner mit sauberem Trinkwasser versorgt. Am 8. Februar 2018 wurde die neue Wasserversorgung im Beisein von zahlreichen Einwohnern feierlich eingeweiht. Die Kosten für das Projekt wurden vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung übernommen. Die Stiftung Menschen für Menschen war für die Installation der Anlagen zuständig.

„Die Freude der Einwohner von Lemi-Robite über die neue Wasserversorgung ist riesig. Für die Frauen, Männer und Kinder bedeutet der Zugang zu sauberem Trinkwasser ein besseres Leben. Ich bin dankbar und fühle mich geehrt, die Versorgungsanlage heute einweihen zu können“, so Peter Renner, Vorstand der Stiftung Menschen für Menschen. Denn, so Renner weiter, „ohne die Zuwendungen des BMZ und die Mitwirkung der Menschen vor Ort hätte das Projekt nicht umgesetzt werden können.“

Bis vor Kurzem litten die Menschen in den beiden Ortschaften im äthiopischen Hochland unter Wassermangel. Die wenigen Wasserstellen wurden aus einem 30 Meter tiefen Brunnen gespeist, der ständig versiegte. In ihrer Not nahm ein Großteil der Menschen weite Fußmärsche auf sich und schöpfte Wasser im Fluss oder in Tümpeln. Immer wieder brachen Krankheiten aus. Die Menschen waren von Parasiten befallen.

Heute thront ein gewaltiges Wasserreservoir aus Zement auf einem Hügel über den Stadt. Eine Pumpe versorgt es mit Grundwasser aus mehr als 70 Metern Tiefe. Von hier oben fließt es durch ein Leitungssystem zurück zu den Ortschaften, wo es bei Bedarf aus zahlreichen Zapfhähnen an insgesamt 26 Wasserstellen (23 öffentlich, 3 an Schulen) sprudelt. In Zukunft sollen Wasserleitungen sogar einzelne Haushalte versorgen – im ländlichen Äthiopien eine Seltenheit. Zuvor hatten nur 18,6 Prozent der Bevölkerung von Lemi-Robite Zugang zu sauberem Wasser – jetzt sind es 100 Prozent, die von der neuen Anlage profitieren.

Menschen für Menschen hat das Versorgungssystem, das für die nächsten dreißig Jahre die zwei Gemeinden mit ausreichend Wasser versorgen soll, mit Mitteln des BMZ errichtet. Für seine Instandhaltung kommt die Gemeinschaft auf. Ein gewähltes Wasser-Komitee kümmert sich um Wartung und Reparaturen – und sammelt einen geringen Kostenbeitrag von allen Familien ein, die das Wasser nutzen. „Unser Ziel ist es, den Menschen zu zeigen, dass dieses Wassersystem ihnen gehört“, sagt Adane Nigus, Projektleiter von Menschen für Menschen in Wogdi. „Das beginnt damit, dass alle gemeinsam die Gräben für die Wasserleitungen ausheben und mündet in einem System der Selbstverwaltung.“

Bis heute hat die Stiftung Menschen für Menschen in Zusammenarbeit mit dem BMZ in vier äthiopischen Kleinstädten Trinkwasserversorgungssysteme eingeführt. Ungleich höher ist die Zahl der Brunnen mit Handpumpen und Quellfassungen, die die Stiftung gebaut hat: Bis Mitte 2017 belief sich ihre Zahl auf 2.639. Im zersiedelten Äthiopien sorgen diese Wasserstellen noch in den entlegensten Gegenden für einen sicheren Zugang der Menschen zu Trinkwasser. Nach Möglichkeit werden sie zudem um Waschplätze, Duschkabinen, Tiertränken oder Nachtspeicher für die landwirtschaftliche Bewässerung ergänzt. Alle neuen Wasserstellen werden außerdem von Aufklärungsprogrammen zur Gesundheitspflege begleitet.

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Nachhaltig angebauter Kakao schützt vor Kinderarbeit

Stärkung der afrikanischen Frauen im Fokus

Nachhaltig angebauter Kakao schützt vor Kinderarbeit

Foto: Fotolia / karelnoppe (No. 5906)

sup.- Armut ist die hauptsächliche Ursache für gefährliche und missbräuchliche Kinderarbeit im Kakaoanbau. Im Mittelpunkt der Aktivitäten des „Forum Nachhaltiger Kakao“ stehen deshalb nicht nur die Schonung sowie Erhaltung der natürlichen Ressourcen und der Biodiversität in den Anbauregionen, sondern vor allem auch die Verbesserung der Lebensumstände der Kakaobauern. Einen ganz besonderen Stellenwert nimmt dabei die Stärkung der Frauen ein, denen eine entscheidende Rolle beim Kampf gegen missbräuchliche Kinderarbeit zukommt.

Nach Informationen des „Forum Nachhaltiger Kakao“, das von der Bundesregierung als Leuchtturmprojekt der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie 2016 ausgezeichnet worden ist, leisten Kakaobäuerinnen fast 50 Prozent der Arbeit im Kakaoanbau, erhalten jedoch nur einen geringen Teil des Einkommens dafür. Ihr Verdienst kommt aber nahezu vollständig der Familie zugute, vor allem für Ausgaben in Ernährung und Bildung der Kinder, während dies bei Männern nur für ca. 30 Prozent ihres Einkommens gilt.

„Um den Kindern helfen zu können, ist es notwendig, auch die Lebensbedingungen der Mütter zu verbessern“, bestätigt Dominique Ouattara, die Frau des ivorischen Staatspräsidenten und Präsidentin der Organisation Children of Africa. Als größtes und für deutsche Importe wichtigstes Kakaoanbauland steht die Cote d“Ivoire (ehemals Elfenbeinküste, Westafrika) im internationalen Fokus. Die Abschaffung der missbräuchlichen Kinderarbeit ist ein wesentliches Anliegen der ivorischen Regierung, die hierzu die Einführung der Schulpflicht für Kinder ab sechs bis 16 Jahren verabschiedet hat, außerdem die strafrechtliche Verfolgung solcher Kinderarbeit forciert.

Mit dem Projekt „PRO-PLANTEURS“, das von dem „Forum Nachhaltiger Kakao“ gemeinsam mit der Bundesregierung sowie der ivorischen Regierung ins Leben gerufen wurde, werden rund 20.000 Kakaobauernfamilien der Cote d“Ivoire effektiv unterstützt, damit sie durch nachhaltige Anbaumethoden die Erträge und damit auch ihre wirtschaftliche Situation verbessern können.

Dank des umfassenden Engagements des im Jahr 2012 gegründeten Forums stammen mittlerweile 57 Prozent des von den Mitgliedern verwendeten Kakaos aus nachhaltig zertifizierten Anbaugebieten. Zum Vergleich: Noch im Jahr 2011 lag dieser Anteil lediglich bei drei Prozent. Bis zum Jahr 2020 strebt die Gemeinschaftsinitiative aus Vertretern der Süßwarenindustrie, des deutschen Lebensmittelhandels, standardsetzenden Vereinigungen (Fairtrade, Rainforest Alliance, UTZ Certified) sowie den Bundesministerien für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), einen Marktanteil von 70 Prozent an. Mitglieder mit Vorreiterfunktion wie Ferrero, Lindt & Sprüngli oder Nestle wollen bis spätestens zu diesem Zeitpunkt bereits ausschließlich nachhaltig zertifizierten Kakao verwenden. Weitere Infos gibt es unter www.kakaoforum.de.

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Lima: 200 Frauen werden zu Kleinstunternehmerinnen

Projekt organisiert Ausbildung, Mikrokredite, Beratung – GKS-Förderung bis 2018

Lima: 200 Frauen werden zu Kleinstunternehmerinnen

Diese Frau produziert als Kleinstunternehmerin frische Säfte

Ohne Bildung kein Beruf, kein Einkommen, keine Zukunft. Diesen Teufelskreis unterbricht ein mehrstufiges Hilfsprojekt im peruanischen Lima: 200 Frauen aus ärmsten Schichten erhalten Qualifizierungskurse, dann Mikrokredite und anschließend betriebswirtschaftliche Schulungen. Als Kleinstunternehmerinnen können sie künftig die wirtschaftliche Situation ihrer Familien spürbar verbessern. Die Georg Kraus Stiftung (GKS) beteiligt sich für drei Jahre an der Finanzierung dieses vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) geförderten Projektes.

18 Qualifizierungskurse
Schauplatz Independencia, einer der ärmsten Distrikte Limas: Fast 90 Prozent der Bevölkerung leben an steilen Berghängen in Blech- und Papphütten. Schulunterricht findet, wenn überhaupt, unter miserablen Bedingungen statt. Wer hier wohnt, ist nahezu chancenlos. Dagegen kämpft das Projekt der lokalen Hilfsorganisation ADEFI. Der GKS-Partner organisiert 18 Qualifizierungskurse, in denen Frauen handwerkliche Fähigkeiten erlangen, die sich verkaufen lassen: Sie lernen u. a. Handtaschen herzustellen, gefragte Gerichte zu kochen oder eine Maniküre vorzunehmen.

Mikrokredite und betriebswirtschaftliche Schulungen
In der zweiten Stufe erhalten die Kleinstunternehmerinnen Mikrokredite für ihre Startkosten. Damit arbeitet das Projekt gegen örtliche Zinswucherer. Ein dritter Schritt sind Schulungen und individuelle Beratungen, die betriebswirtschaftliches Basiswissen vermitteln. Alle Ausbildungseinheiten finden in drei von der ADEFI verwalteten „Volksküchen“ statt – deren notwendige Renovierung kommt ebenfalls aus dem Projekttopf.

„Menschen auf eigene Füße stellen“
„Bildung ist der beste Weg aus der Armut. Unser Leitsatz entspricht Projekten wie diesem“, so GKS-Vorstand Erich G. Fritz. „Entscheidend ist, dass unsere Hilfe Menschen auf eigene Füße stellt. 56 Frauen haben ein ähnliches Projekt bereits erfolgreich durchlaufen und sind als Kleinstunternehmerinnen aktiv.“ Bis 2018 hat die Stiftung bereits ihre Förderung für die aktuelle Maßnahme zugesagt. Text 2.062 Z. inkl. Leerzeichen

Link zum Projekt Nr. 111 in Lima, PM und Fotos hier auch zum Download

Background der Georg Kraus Stiftung
1996 wurde die Georg Kraus Stiftung (GKS), gefördert von Wikinger Reisen, von der Familie Kraus ins Leben gerufen. Die Gründer von Wikinger Reisen haben ihr 20 Prozent der Unternehmensanteile übertragen. Damit fließen dauerhaft Erträge des Reiseveranstalters in die Projekte der Stiftung. Die GKS unterstützt die Entwicklungszusammenarbeit in der Dritten Welt. Sie ist „Transparency Deutschland“ angeschlossen und informiert gemäß der Selbstverpflichtung über Ziele, Ursprung und Einsatz der Mittel sowie Entscheidungsträger.

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Wo Hilfe so weit weg sein kann

Deutsche Organisation betreut Krankenhausprojekt in Syrien.

Wo Hilfe so weit weg sein kann

Renovierungsarbeiten am Krankenhaus Ariha

Der Verein Vision Hope International e.V. möchte in Kooperation mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den Bau eines Krankenhauses in Ariha, Syrien, ermöglichen, um die medizinische Betreuung von 3.000 Schwangeren und 3.000 Neugeborenen zu sicherzustellen. Das Krankenhaus soll noch im Juni 2016 eröffnet werden.

Durch den andauernden Bürgerkrieg in Syrien ist die Infrastruktur in weiten Teilen des Landes völlig zerstört – so auch in Ariha, der Hauptstadt des Idlib-Gouvernements. Die Region ist auf Hilfe dringend angewiesen, nachdem sie seit 2015 von Oppositionellen kontrolliert und somit von der syrischen Regierung nicht mehr als legitimer Teil des Staatsgebiets anerkannt wird. Für die Bewohner der Provinz hat das zur Folge, dass weder ihre Sicherheit, noch ihre dauerhafte Versorgung mit Grundnahrungsmitteln, Konsumgütern oder Strom gewährleistet ist. Einer der schwersten Mängel ist jedoch die mangelnde medizinische Versorgung.

Ziel des Projekts

Hier setzt das Krankenhaus-Projekt von Vision Hope International an: 3.000 schwangere Frauen sollen dadurch Vorsorge und Hilfe bei der Entbindung erhalten, sowie ihre Neugeborenen in der Nachsorge betreut werden. Dazu wird das Gebäude renoviert und dann mit entsprechendem medizinischem Gerät ausgestattet, u.a. wird es über 4 Brutkästen verfügen.

Yasser B., 42, ist als Projektmanager vor Ort tätig und leitet die Umsetzung des Krankenhausbaus. „Wir haben ein bereits bestehendes Gebäude gemietet, um darin das Krankenhaus einzurichten. Momentan sind wir noch in der Phase der Einrichtung, die wir eigentlich bereits Ende Mai abschließen wollten. Nun haben sich aufgrund der schwierigen Sicherheitssituation mit vielen Luftangriffen, zeitliche Verzögerungen in der Sanierung des Gebäudes ergeben, welche die Eröffnung um zwei Wochen verzögern werden, sodass das Haus Mitte Juni eröffnet werden wird“, teilt er mit.

BMZ wichtiger Geldgeber

Wichtigster Förderer des Projektes ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), welches als Hauptgeldgeber 410.000 Euro für den Bau des Krankenhauses und dessen Inbetriebnahme bereitstellt. Darüber hinaus sollen weitere Spenden gesammelt werden, da ja auch der nachhaltige Betrieb der Einrichtung mit über 30 Mitarbeitern sichergestellt werden muß.

Kooperation mit syrischen Projektträger

Für die Umsetzung des Projektes setzt Vision Hope International auf die Unterstützung durch die staatlichen Strukturen, die in der Region bereits entstanden sind. Neben dem Gesundheitsdirektorat Idleb, das für die Verbesserung der medizinischen Versorgung im Nordwesten des Landes zuständig ist, wird das Projekt durch die syrische Nichtregierungs-Organisation VIOLET umgesetzt. Die Organisation ist auch Implementierungspartner der Vereinten Nationen und wird von Vision Hope International geschult, um das Krankenhaus-Projekt in Ariha nach seinem Start im Juni 2016 selbständig betreuen zu können.

Standort Ariha von großer Bedeutung

Der Standort wurde dabei ganz bewusst von den Verantwortlichen ausgewählt. Ariha ist als Hauptstadt des mit etwa 300.000 Einwohnern dicht besiedelten Idlib-Gouvernements von großer Bedeutung für das Engagement von Entwicklungshilfeorganisationen. Über die nahe Grenze zur Türkei können zudem Güter wie Medikamente oder medizinisches Gerät vergleichsweise unkompliziert geliefert werden.

Durch die Wirren des Krieges haben jedoch zahlreiche gut ausgebildete Akademiker und Ärzte das Land verlassen, sodass die Rekrutierung von medizinischem Personal zu einem der Hauptprobleme für VIOLET wurde, wie Yasser Baroudy bekräftigt:

„Unsere Personalplanung ist zwar schon weit fortgeschritten, aber wir haben bislang noch keine ausreichende Zahl von Gynäkologen gefunden. Wir werden aber auch dieses Problem lösen und das Krankenhaus trotzdem eröffnen. In einem Projekt im Kriegsgebiet gibt es immer viele Probleme, doch am Ende findet man eine Lösung“.

Der Bau des Krankenhauses dient also nicht nur der medizinischen Versorgung der Frauen und Neugeborenen, sondern schafft auch Arbeitsplätze und hilft der strukturschwachen Region, den weiteren Abzug von gutausgebildeten Menschen (den sogenannten „Brain-Drain“) zu verhindern. Vision Hope International e.V. setzt in der Ausbildung des Personals auf einen gemeindeorientierten Ansatz, der die Menschen befähigen soll, Geburtshilfe in ihrer Gemeinde zu leisten.

Insgesamt plant Vision Hope International die Einrichtung von 34 Jobs und möchte das Krankenhaus unterstützen, dauerhaft für den Unterhalt aufzukommen und neues Personal zu rekrutieren.

Vision Hope International e.V. ( www.vision-hope.org ) ist ein internationales Hilfswerk, das 2002 in Lahr, Schwarzwald gegründet wurde und sich auf die Arbeit in Krisenregionen spezialisiert hat.
Der Verein hat u.a. in Jordanien zwei Trauma-Kindergärten gegründet, in denen syrische Kinder in der Verarbeitung ihrer Trauma-Erfahrungen begleitet und unterstützt werden.

Vision Hope International e.V. wurde 2002 in Lahr/Schwarzwald mit dem Ziel gegründet, Menschen in Entwicklungsländern eine hoffnungsvolle Vision für ein würdevolles Leben zu geben.

Kontakt
Vision Hope International e.V.
Matthias Leibbrand
Carl-Helbing-Str. 19
79312 Emmendingen
07641 9679354
matthias.leibbrand@vision-hope.org
http://www.vision-hope.org

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Gesundheitsfürsorge für Mütter und Neugeborene in Syrien

Vision Hope International – unser neues Projekt: Verbesserung der Gesundheitsfürsorge für Mütter und Neugeborene in Ariha, Syrien (April 2016)

In Syrien hat sich die Situation zu einer mehr als fünf Jahre anhaltenden Krise entwickelt. Ariha liegt im Nordwesten des Landes und beherbergt circa 300.000 Menschen – Einwohner sowie Binnenvertriebene aus ganz Syrien. Die Region ist unter Kontrolle der Opposition. Es fehlt an Gesundheitseinrichtungen sowie dem medizinischem Personal. Vor allem schwangeren Frauen fehlt es an einer adäquaten medizinischen Behandlung. Der Weg zur Entbindung ist weit und gefährlich.

Schritt für Schritt Hoffnung dorthin bringen, wo alles hoffnungslos scheint, ist unsere Mission. Mit unserem neuen Projekt verfolgen wir das Ziel die lebensrettende, geburtshilfliche Versorgung für gefährdete Frauen und ihre Neugeborenen in Ariha zu verbessern.
Die vorgesehene Laufzeit unseres Projektes beträgt ein Jahr, beginnend im April 2016. Unsere direkte Zielgruppe spezifiziert sich auf Frauen in der Entbindung und Vorsorge, Neugeborene sowie Säuglinge und Kleinkinder zur Nachsorge. Jährlich sollen circa 3.000 Frauen behandelt und eben so viele Neugeborene zur Welt gebracht werden. Zusätzlich sollen zukünftig 300 Brutkästen zur Verfügung stehen.
Aufgrund der Bevölkerungsdichte sowie dem Bedarf an Gesundheitsfürsorge eignet sich Ariha als Projektstandort. Zudem herrscht aktuell ein relativ hohes Sicherheitsrisiko mit einer möglichen Versorgung von der türkischen Seite vor. Die Rehabilitierung des lokalen Krankenhauses sowie die Beschaffung der notwendigen medizinischen Ausstattung schafft die Grundlage für einen funktionierenden Gesundheitssektor. Zu dem werden langfristig etwa 34 neue Arbeitsplätze sowie Fortbildungsmöglichkeiten geschaffen. Indirekt werden ungefähr 140.000 Menschen in der Region als Zielgruppe gewertet. Mobiltechnologie wird als unterstützendes Kommunikationsmittel mit den Zielgruppen verwendet.

Das Projekt folgt einem gemeindebasierten Ansatz: es werden Voraussetzungen geschaffen, um Geburtshilfe in der Gemeinde zu leisten und Unterstützung für schwangere Frauen sowie ihre Neugeborenen und Kleinkinder zu gewährleisten. Der Druck für die Frauen ihr Leben zu riskieren, um in weit entfernte Entbindungskliniken zu fahren, wird reduziert. Durch die Investitionen in das Krankenhaus werden die Grundlagen für die Schaffung von staatlichen medizinischen Strukturen unter dem Free Idleb Health Directorate (FIHD) gefördert und damit die Resilienz erhöht. Das Projekt wird gemeinsam mit der syrischen NGO VIOLET und in Kooperation mit FIHD durchgeführt – Partnerschaft steht für uns im Vordergrund.

Unser Projekt wird durch das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit einem Betrag von 410.000 Euro gefördert. Dennoch sind wir auf weitere Hilfe angewiesen: es fehlt, beispielsweise, an einer Erstausstattung mit Kleidung für die Neugeborenen oder weitere Brutkästen. Leider sind unsere Mittel beschränkt: wir freuen uns über jegliche Unterstützung und nehmen dankbar finanzielle Zuwendung entgegen, um unser Engagement in Syrien zu stärken.

Unser Ziel ist sowohl eine akute als auch langfristige Verbesserung der medizinischen Situation für Mütter und ihre Neugeborenen in Ariha, Syrien. Durch unser Engagement stärken wir die gefährdete Region im Wiederaufbau in jeglicher Hinsicht; wir schaffen Hoffnung auf eine neue Lebensmöglichkeit durch die Kombination von medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten.

Vision Hope International Vision Hope International e.V.
Vision Hope International e.V. wurde 2002 in Lahr/Schwarzwald mit dem Ziel gegründet, Menschen in Entwicklungsländern eine hoffnungsvolle Vision für ein würdiges Leben zu geben. Unsere derzeitige Unterstützung kommt Projekten im Jemen, in Afghanistan und seit 2013 syrischen Flüchtlingen in Jordanien zu gute.

Vision Hope International e.V. wurde 2002 in Lahr/Schwarzwald mit dem Ziel gegründet, Menschen in Entwicklungsländern eine hoffnungsvolle Vision für ein würdevolles Leben zu geben.

Kontakt
Vision Hope International e.V.
Matthias Leibbrand
Carl-Helbing-Str. 19
79312 Emmendingen
07641 9679354
matthias.leibbrand@vision-hope.org
http://www.vision-hope.org

Allgemein

Stiftung Menschen für Menschen: Grünes Innovationszentrum in Äthiopien

Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit: Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe erhält den Auftrag zum Aufbau von kommerziellen Bauerngruppen.

Stiftung Menschen für Menschen: Grünes Innovationszentrum in Äthiopien

München/Berlin/Bonn, 3. August 2015. Im Rahmen des Programmes Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft der Sonderinitiative „EINEWELT ohne Hunger“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erhält die Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe den Kooperations-Auftrag zum Aufbau von kommerziellen Bauerngruppen. Das Projekt von Menschen für Menschen ist ein Element von mehreren innerhalb des Grünen Innovationszentrums in Äthiopien: Die Ziele des Grünen Innovationszentrums sind die Steigerung der Produktivität von kleinbäuerlichen Betrieben, die Förderung von Beschäftigung – insbesondere in der Verarbeitung – und eine Verbesserung der regionalen Versorgung mit Nahrungsmitteln durch Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Die Maßnahmen von Menschen für Menschen im Rahmen dieses Programmes umfassen dabei ein Volumen von ca. 1 Million Euro und sollen bis Ende 2017 umgesetzt werden.

Der Vertrag über die Zusammenarbeit wurde am Donnerstag (30. Juli 2015) im BMZ im Beisein des BMZ Abteilungsleiters Gunther Beger von Peter Renner, Vorstandsmitglied der Stiftung Menschen für Menschen und unter anderem zuständig für die Projektarbeit in Äthiopien, und Abteilungsleiterin Christel Weller-Molongua von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH in Bonn unterzeichnet. Die GIZ führt das Programm der Grünen Innovationszentren im Auftrag des BMZ durch.

Demzufolge verpflichtet sich Menschen für Menschen bis 2017 in der Projektregion Dano, rund 230 Kilometer von der Hauptstadt Addis Abeba entfernt, insbesondere durch Training, Beratung und Ausrüstung die Situation der Bauern zu verbessern. Dabei wird der Fokus der Aktionen besonders auch auf Jugendliche und Frauen gelegt.

„Über 1.000 Menschen werden direkt von unserem Programm profitieren – weitere 1.500 kleinbäuerliche Haushalte werden indirekt einen Nutzen ziehen“, sagt Stiftungsvorstand Renner. „Wir verfügen über große Erfahrung in der Durchführung solcher Entwicklungsprojekte und können die hohen Anforderungen des BMZ erfüllen“, betont Renner und ergänzt: „Wir freuen uns über das Vertrauen, das uns das BMZ entgegenbringt und über die Möglichkeit in Äthiopien Teil des Grünen Innovationszentrums zu sein.“

BMZ- Abteilungsleiter Gunther Beger: „Die Zusammenarbeit zwischen BMZ und der Stiftung Menschen für Menschen ist ein weiterer erfreulicher Baustein unserer Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger. In Äthiopien sollen kleinbäuerliche Betriebe unterstützt werden. Es geht unter anderem um die Verbesserung der Bodenbearbeitung, um die Verwendung von besserem Saatgut sowie um neue Möglichkeiten der Düngung und des Pflanzenschutzes. Mit der Stiftung Menschen für Menschen haben wir einen Partner gefunden, der seit Jahrzehnten die Philosophie der integrierten Entwicklungsprojekte erfolgreich und vor allem nachhaltig umsetzt.“

Informationen zu der Projektregion Dano:
Das Projektgebiet liegt rund 230 Kilometer südwestlich von Addis Abeba in der West Shoa Zone im Regionalstaat Oromia. Das 659 Quadratkilometer große Gebiet (entspricht der Fläche des Landkreises München) liegt auf einem Hochplateau mit einigen wenigen Hügeln. Die rund 115.000 Einwohner leben überwiegend von Ackerbau und Viehzucht.

Informationen zu dem Projekt EINEWELT ohne Hunger finden sie hier: http://www.bmz.de/de/was_wir_machen/themen/les/ernaehrung/fachleute/sonderinitiative_einewelt_ohne_hunger/

Informationen zur GIZ finden Sie hier:
http://www.giz.de/de/html/index.html

Informationen über Menschen für Menschen finden Sie hier:
www.menschenfuermenschen.de

Spendenkonto
Stiftung Menschen für Menschen
Spendenkonto: 18 18 00 18
Stadtsparkasse München
BLZ 701 500 00
SWIFT (BIC): SSKMDEMM
IBAN: DE64701500000018180018
www.menschenfuermenschen.de

Über Menschen für Menschen:
Am 16. Mai 1981 legte der damalige Schauspieler Karlheinz Böhm mit seiner legendären Wette in der Sendung „Wetten, dass..?“ den Grundstein für seine Äthiopienhilfe. Am 13. November 1981 gründete er die Stiftung Menschen für Menschen. Seitdem leistet die Organisation Hilfe zur Selbstentwicklung in Äthiopien. Im Rahmen sogenannter integrierter ländlicher Entwicklungsprojekte verzahnt Menschen für Menschen gemeinsam mit der Bevölkerung Maßnahmen aus den Bereichen Landwirtschaft, Wasser, Bildung, Gesundheit und Einkommen. Die Stiftung trägt das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Bei einer Untersuchung von Spendenorganisationen der Stiftung Warentest für die Ausgabe 11/2014 der Zeitschrift Finanztest schnitt Menschen für Menschen „besonders gut“ ab. Die Wertung „sehr gut“ erhielt die Stiftung bei einem Transparenz-Test (2014), der von der gemeinnützigen und unabhängigen Phineo AG in Kooperation mit Spiegel online durchgeführt wurde.

Firmenkontakt
Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhm Äthiopienhilfe
Dr. Peter Schaumberger
Brienner Straße 46
80333 München
089 38397960
info@menschenfuermenschen.org
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Stiftung Menschen für Menschen – Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe
Rosanna Heinz
Brienner Straße 46
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089 383979-60
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