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GroKo: Geplanter Tod…

Erfahrener Verhandler sieht deutliche Signale

„Die SPD zieht eine Riesen-Show ab“ sagt Frank Bücken, Frankfurter Rechtsanwalt und Verhandler mit mehr als 30 Jahren Erfahrung. „Von Anfang an sollte die Grosse Koalition verhindert werden“, so Bücken. Es ginge der SPD nur darum, ohne eigene Schuldzuweisungen aus den vom früheren Parteifreund Steinmeier aufgedrängten Verhandlungen herauszukommen. Eine Reihe von Indizien deuten in diese Richtung: Wer Angst vor erneuter „Merkel-Dominanz“ hat, der reduziert das Regierungsprogramm doch nicht auf wenige Seiten, das Regierungsprogramm müsste sogar viel detaillierter festgelegt werden, um Frau Merkel Dominanz-Spielraum zu nehmen. In dieses Bild passe auch, sich über Verstösse gegen die Spielregeln der Verhandlungen zu beschweren, obwohl keiner dieser Verstösse gegen die Schweigevereinbarung negativ für die SPD war, die Beschwerden seien also lediglich ein weiterer Mosaikstein, um den eigenen SPD-Exit vorzubereiten. In der Sondierung dürfte die GroKo wohl noch nicht scheitern, der Ausgang der Schulddebatte wäre nicht vorhersehbar, siehe die FDP nach Jamaika. Viel eleganter wäre es, die Sondierungsergebnisse ohne grosse Begeisterung dem Parteitag zu präsentieren und dort scheitern zu lassen. Noch mehr Indizien weisen in dieselbe Richtung: die SPD orientiert sich nach links, Frau Merkel wird mehr und mehr, insbesondere von der CSU nach rechts gedrängt. Die Schnittmenge für eine neue grosse Koalition sei kleiner denn je, und werde umso kleiner, je mehr Frau Merkel an Macht verliere. Bücken: „Die Führung der SPD weiss genau, dass der Neuanfang nur gelingen kann, wenn sie Frau Merkel durch Kompromisse nicht nach rechts folgen muss“.

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Frank Bücken
Rechtsanwalt
Verhandler und Mediator für die OSCE (Organization for Security and Cooperation in Europe)
Verhandler und Mediator für die UNITED NATIONS

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BITMi fordert von der Politik Umsetzung des Wählerauftrages

BITMi fordert von der Politik Umsetzung des Wählerauftrages

Aachen/Berlin 21. November 2017 – Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) bedauert das Scheitern der Sondierungsgespräche zu einer möglichen Jamaika-Koalition und warnt vor negativen Auswirkungen auf den Prozess der Digitalisierung in Deutschland.

Der Präsident des BITMi und des Europaverbandes des IT-Mittelstandes, European DIGITAL SME Alliance, Dr. Oliver Grün, richtet sich an CDU/CSU, SPD, FDP und GRÜNE und fordert sie zu einer Umsetzung des Wählerauftrages auf: „Neuwahlen sind keine Alternative, sie ändern im Kern nichts. Wir verlieren alleine erneut ein halbes Jahr, bis eine stabile Regierung steht. Die Digitalisierung hat bis dahin wieder einen ganzen Transformationszyklus durchlaufen und Deutschlands Politik schaut zu, statt zu handeln. Deutschland und Europa fallen alsdann bei der Digitalisierung immer weiter zurück.“

Über den Bundesverband IT-Mittelstand:

Der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. ( www.bitmi.de) vertritt über 1.500 IT-Unternehmen und ist damit der größte IT-Fachverband für ausschließlich mittelständische Interessen in Deutschland.

Über die European DIGITAL SME Alliance:

Die European DIGITAL SME Alliance a.i.s.b.l. ( www.digitalsme.eu) vertritt über 20.000 kleine und mittlere IT-Unternehmen (KMU) europaweit und ist damit das größte Netzwerk von KMU in Europa. Der BITMi ist Mitglied der European DIGITAL SME Alliance.

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Die CDU mit dem schwächsten Markenprofil aller Parteien

– Ein Kommentar von Christopher Spall

Die CDU mit dem schwächsten Markenprofil aller Parteien

Welche Partei hat die stärkste Marke? Um diese Frage zu beantworten müssen wir uns anschauen, wie gut die einzelnen Parteien positioniert sind und wie glaubwürdig sie auftreten. Markenstärke zeigt sich natürlich auch in der Reputation des Spitzenkandidaten und der Überzeugungskraft der Wahlkampagne. Entstanden ist ein spannendes Bild mit Hinweisen auf mögliche Überraschungen an der Wahlurne kommenden Sonntag.
Dabei fällt auf, dass die Partei mit den meisten Wählerstimmen die schwächste Marke hat – nur 36% Markenstärke für die CDU. Neben einem wenig abgrenzungsstarken Programm und einer fehlenden Positionierung fällt vor allem die erschreckend inhaltsleere Wahlkampagne auf. Die CDU-Plakate könnten auch unter der Überschrift „Für eine Kampagne, ohne die wir gut und gern leben könnten“ laufen. Doch pikanterweise heißt die für Wähler ausschlaggebende Marke Angela Merkel, und nicht CDU. Außerdem ist die CDU im Keller des Markenrankings in guter Gesellschaft – mit der SPD. Inhaltliche Überschneidungen mit den Grünen lähmen die Unterscheidungskraft der Sozis. Die fehlende Relevanz des Gerechtigkeits-Versprechens im zufriedenen Deutschland 2017 kostet Attraktivität. Und Spitzenkandidat Schulz ist zwar ein Mann des Volkes, aber ohne klares Profil- ein weiterer Minuspunkt für die Marke SPD. Aufbruchstimmung Fehlanzeige. Wird die brave Kampagne Schulz so zum Steigbügelhalter für Merkel beim Sprung auf den Sattel der nächsten Bundesregierung?
Anders bei den Freien Demokraten. Der Selbstfindungsprozess der FDP zeigt Wirkung: Platz 1 im Markenranking (80% Markenstärke). Die FDP verfügt über einen profilstarken Spitzenkandidaten, ein abgrenzungsstarkes Programm, eine klare Positionierung und einer zukunftsweisenden Kampagne. Interessant dabei: die Haltung der FDP ist nicht in der Wahlkampfvorbereitung entstanden, sondern Ausdruck der 2014 entwickelten strategischen Neu-Positionierung nach dem Crash 2013. Klar besetzte Themen wie Digitalisierung und anspruchsvolle Zukunftsvisionen wie die „beste Bildung der Welt“ sorgen für ein klares Profil.
Auf dem 2. Platz landet die CSU (72% Markenstärke), die sich klar auf das Thema Sicherheit positioniert. Starke Symbolik aus Bayern: was für Trump die Mauer zu Mexiko ist, ist für Seehofer die Flüchtlingsobergrenze. Inhaltlich höchst streitbar, aber aus Markensicht Rückenwind für die CSU: Zusammen mit der Kampagne „Klar für unser Land“ stärkt sie als Symbol die Positionierung des kompromisslosen Sheriffs. Klar ist auch: Das gefällt nicht jedem, vor allem außerhalb Bayerns. Eine starke Marke zeigt sich doch gerade in einer klaren Haltung, die der Ziel-Wählerschaft eine Identifikationsplattform gibt. Unter dem Strich erzeugt Seehofers polarisierender Klartext-Kurs Anziehungskraft für die CSU.
Die Marke AfD nutzt ihre Positionierung als Trichter für alle Unzufriedenen, von Nationalkonservativen bis zu ehemaligen Linken. Radikale Vorschläge wie „MwSt. 7% runter“ schaffen zusätzliche Aufmerksamkeit. Auch wenn der Schlingerkurs der letzten Jahre und der zweifelhafte Ruf der Spitzenkandidaten Weidel und Gauland negativ auf Attraktivität der Partei wirken, könnte trotz fehlender Glaubwürdigkeit die Eigenständigkeit des Markenprofils zusätzliche Wählerstimmen anziehen. Apropos Glaubwürdigkeit. Die muss sich auch Lindner und die FDP noch zurückerobern. Selbst wenn der verbesserte Ruf der FDP die notwendigen Prozentpunkte für eine schwarz-gelbe Koalition bringt, geht der Kampf um das Vertrauen dann erst richtig los.
Die ausführliche Analyse zum Markenvergleich finden Sie hier.

Christopher Spall ist Gründer und Geschäftsführer der Markenidentitäts-Beratung Spall.macht.Marke aus Nürnberg. Der Kommentar bezieht sich auf die Studie „Markenranking der Parteien zur Bundestagswahl 2017“.

Spall.macht.Marke ist die erste Markenidentitäts-Beratung zur Steigerung der Attraktivität und des Selbst-Bewusstseins von Persönlichkeiten und Organisationen. Das machen wir, indem wir einzigartige Identitätsbausteine aufdecken und zu einem klarem Markenprofil zuspitzen.

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Wie Wörter wirken – was die Sprache über Politiker verrät

Handwerkszeug der Politiker

Wie Wörter wirken - was die Sprache über Politiker verrät

Die Sprache der Politiker von wie-sagt-man-noch.de

Wie gelingt es Christian Lindner seine Zuhörer zu fesseln, warum sind viele Menschen von Gregor Gysi fasziniert? Antworten liefert hier der Internet-Auftritt wie-sagt-man-noch.de mit seiner neuen Rubrik „Die Sprache der Politiker“. Sprache gehört zweifellos zum Handwerkszeug der Politiker und wenn diese ihr Handwerk verstehen und das wichtige Werkzeug Sprache einsetzen können, dann spielen sie ganz oben mit. Gerade zu Wahlkampfzeiten kommt den rhetorischen Fähigkeiten dieser besonderen Spezies spezielle Bedeutung zu. Aber auch die Fähigkeit, Sprache schriftlich einzusetzen ist bedeutsam – auch deshalb, weil Politiker heutzutage die sozialen Netzwerke intensiv nutzen. Wer sich auf Twitter, Facebook oder Instagram pointiert äußern kann, hat im politischen Geschäft sicher Vorteile zu erwarten. So nutzen Politiker ihr Handwerkszeug eben nicht nur bei politischen Reden in Parlamenten oder bei Wahlkampfveranstaltungen in Bierzelten. Wie Wörter wirken, das wissen Politiker nicht erst seitdem der amerikanische Präsident Donald Trump auf diversen Kanälen wie Twitter aktiv ist.

Lange Liste mit bekannten Politikern
Die Sprache der Politiker – damit befasst sich nun das Synonym- und Sprachenportal “ www.wie-sagt-man-noch.de Die Macher des Portals schauen sich nun die Sprache diverser Politiker an und liefern über diesen Umweg auch Analysen zu den handelnden Personen. Dabei untersuchen sie natürlich den Sprachstil aktueller Politiker im deutschen Sprachraum. Für Deutschland haben sie unter anderem den FDP-Mann Christian Lindner, Bundeskanzlerin Angela Merkel, den SPD-Spitzenmann Martin Schulz oder die AfD-Frau Frauke Petry auf der Liste. Auch die Rhetorik bekannter österreichische Politiker wie Bundeskanzler Christian Kern und des Österreichischen Außenministers Sebastian Kurz wird unter dieser Rubrik des Portals untersucht. Klare Sache, dass die Liste der Politiker laufend erweitert wird. Leser des Portals können gleich hinter der Sprachanalyse der diversen Politiker kommentieren. Dass Wörter wirken und dass aus der Sprache durchaus politisch-gestalterische Möglichkeiten erwachsen, beweist sicher einer der berühmtesten Sätze der Bundeskanzlerin: „Wir schaffen das“ – dieser kleine Dreiwortsatz ging um die Welt und zeigt, welche Bedeutung der Sprache zukommt.

Analyse im Detail
Im Detail untersuchen die Autoren des Portals Reden einzelner Politiker und setzten sie dabei in einen Gesamt-Kontext. So werden zum Beispiel unter anderem Reden Christian Lindners, die auf You-Tube veröffentlicht wurden, analysiert und dabei Ausdruck, Wortwahl und Gestik untersucht. Lindner hält demnach immer gern Blickkontakt zum Publikum, wird nie langweilig in seiner Wortwahl und versteht es, politische Gegner mit pointiert gesetzten Wörtern zu entlarven. So wird aus dem jüngsten Kanzler-Duell von Merkel und Schulz im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bei einer Lindner-Rede ein augenzwinkerndes „Kanzler-Duett“ – also ein Vorgeplänkel zu einer möglichen großen Koalition. Die Analyse von Frauke Petrys Sprache ist ebenfalls lesenswert, auch die Einordnung in den politischen Gesamtkontext und die Wirkung ihrer Sprache, welche sie demnach bewusst einsetzt, ist hilfreich. Auch Martin Schulz, SPD-Kanzlerkandidat, kommt mit seiner Sprache auf den Prüfstand: Ihm wird eine über-emotionale Sprache attestiert – im Gegensatz zur eher nüchternen Rhetorik von Angela Merkel. Auch die Hintergründe dazu werden beleuchtet. Wer nun als mündiger Wähler sein Urteil über politisch handelnde Personen erweitern möchte, kann sich unter http://www.wie-sagt-man-noch.de/Sprache-der-Politiker.html jede Menge durchaus weiterführende Informationen holen.

Das Portal wie-sagt-man-noch. de befasst sich mit allen Aspekten rund um das Thema Sprache. Dabei geht es genauso um den Ursprung der Sprache oder die diversen Sprachfamilien auf dieser Welt, wie die Frage, welche Sprache im Internet am häufigsten genutzt wird. Dazu gibt es diverse Wörterbücher zu verschiedensten Sprachen. Wer Synonyme sucht, ist hier richtig.

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IT-Mittelstand zur Bundestagswahl 2017

IT-Mittelstand zur Bundestagswahl 2017

Aachen/Berlin 20. September 2017 – Im Vorfeld der Bundestagswahl 2017 hat der Bundesverband IT-Mittelstand e.V. (BITMi) die Parteien, die voraussichtlich in den 19. Deutschen Bundestag einziehen werden, einem mittelstandsorientierten digitalpolitischen Check unterzogen.

Untersucht wurde bei der Analyse, welche Parteien welche Lösungen und Ideen für den digitalen Standort Deutschland sowie möglichst positive Rahmenbedingungen für den deutschen IT-Mittelstand anbieten. Der BITMi hatte in Zusammenarbeit mit seinen Mitgliedsverbänden und den über 1.500, durch den BITMi vertretenden Unternehmen das Positionspapier Digitaler Mittelstand 2020 erarbeitet und schließlich in einem zweistufigen Verfahren die Standpunkte der Parteien analysiert. In der ersten Stufe wurden zunächst nur die Wahlprogramme analysiert, nun, in der zweiten Stufe, wurden BITMi Wahlprüfsteine mit einer konkreten Befragung der Generalsekretäre bzw. Parteivorstände aus sieben Themenblöcken abgeschlossen – die Antworten der Parteien sind abrufbar.

Grundsätzlich ist die wachsende Bedeutung der Digitalisierung in der Wahrnehmung aller Parteien gegenüber der letzten Legislaturperiode positiv zu bewerten. Allerdings macht dem BITMi die Geschwindigkeit Sorgen: „Die Digitalisierung hält sich nicht an gewohnte Geschwindigkeit der Politik, wir müssen vielmehr in vollkommen anderen Größenordnungen in die Chancen der Digitalisierung investieren. Diese Erkenntnis fehlt immer noch in der Politik, das muss sich zum Erhalt unseres Wohlstandes in der Zukunft dringend ändern“, so Dr. Oliver Grün, Präsident des BITMi und Präsident des europäischen IT-Mittelstandsverbandes European DIGITAL SME Alliance.

Eine der zentralen BITMi Forderungen wird momentan nur von der FDP unterstützt – die Schaffung eines eigenständigen Digitalministeriums. Alle anderen Parteien erkennen zwar einen dringenden Handlungsbedarf an, sind sich aber teilweise unsicher (Die Linke) oder lehnen ein eigenständiges Digitalministerium ab (CDU).

Das Thema Breitbandausbau wird von allen Parteien als prioritär anerkannt. Zur Gigabit Gesellschaft bis 2020 (BITMi) bekennen sie sich aber nicht, lediglich Grüne und FDP folgen der BITMi Auffassung, dass besondere Maßnahmen wie die Veräußerung von Anteilen des Bundes beispielsweise an Post und Telekom, wichtige Ressourcen in zweistelliger Milliardenhöhe freisetzen könnten, um den Breitbandausbau entschieden zu forcieren.

Die Schaffung einer funktionierenden europäischen Datenökonomie und die Nutzung nicht-personenbezogener Daten sowie die Förderung eines offenen Markts für diese Daten spielen für die meisten Parteien keine Rolle. Lediglich die FDP hat dieses Thema richtigerweise als DAS Wachstumsfeld der Digitalisierung erkannt und verfügt über entsprechende Ideen zur Gestaltung. Die anderen Parteien sehen hier im Schwerpunkt nur eine Datenschutzdebatte.

SPD, Linke und FDP stimmen mit dem BITMi darin überein, dass ein Unterrichtsfach „Digitalkunde“ mit Medienkompetenz, Programmieren etc. schon ab der Grundschule einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Digitalbildung Deutschlands leisten würde. CDU und Grüne wollen zumindest auf digitale Medien fächerübergreifend setzen, die AfD möchte Kinder erst ab der 5. Klasse an diese Materie heranführen.

Der BITMi fordert, dass nicht ausgeschüttete, thesaurierte Gewinne von mittelständischen Unternehmen, die in Digitalmaßnahmen reinvestiert werden, bis zu einer Obergrenze von 100.000 EUR von der Steuer als Sofortabschreibungen freigestellt werden. Diese Idee findet sich so konkret bei keiner Partei wieder – sie wird teilweise sogar vollständig abgelehnt, im Wesentlichen wird hier mit der ausreichenden Erhöhung allgemeiner Abschreibungsgrenzen bei geringwertigen Wirtschaftsgütern auf 800 EUR argumentiert. Letzteres zeigt aus Sicht des BITMi erneut ein nicht ausreichendes Verständnis für die Bedeutung der Digitalisierung.

Spannend wird es in der nächsten Legislaturperiode wohl auch im Bereich Forschungsförderung: Linke und AfD benennen die steuerliche Forschungsförderung weder im Wahlprogramm noch in den Wahlprüfsteinen als Vehikel zur Digitalisierung des Mittelstandes – alle anderen Parteien schon. Damit werden alle wahrscheinlichen Regierungsparteien diesen Punkt auf Ihrer Agenda haben – es bleibt zu hoffen, dass die längst überfällige Umsetzung in dieser Legislaturperiode kommt.

Im Vergleich zur ersten Stufe, der alleinigen Analyse der Wahlprogramme, ändert sich durch die nun vollzogene quantitative Auswertung der Übereinstimmungen nach der zweite Stufe der BITMi-Analyse (Analyse von Wahlprogrammen und Wahlprüfsteinen kumuliert) ein wenig. Die FDP kann sich stark absetzen und weist die deutlichsten Übereinstimmungen mit den Positionen des IT-Mittelstandes auf. SPD und Grüne folgen fast gleichauf an zweiter Stelle. CDU und Die Linke weisen nur halb so viele Übereinstimmungen mit den digitalen Mittelstandspositionen auf und landen auf Platz 3. Die AfD landet deutlich auf dem letzten Platz. Unten finden sich die Auswertungsdiagramme für alle sechs Parteien.

BITMi Analyse Wahlprogramme : https://www.bitmi.de/wahlprogramm-analyse-2017/

BITMi Wahlprüfsteine, Antworten der Parteien: https://www.bitmi.de/wp-content/uploads/Wahlprüfsteine_BITMi.pdf

BITMi Parteienanalyse: https://www.bitmi.de/wp-content/uploads/Parteienanalyse.pdf

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„Sonntagsfrage“ unter Unternehmern mit überraschenden Ergebnissen

FDP mit 35% auf Platz 2, SPD nur Platz 4 nach AfD

"Sonntagsfrage" unter Unternehmern mit überraschenden Ergebnissen

Das Medium Die Deutsche Wirtschaft (DDW) hat seine Leser, die Spitzenkräfte der deutschen Wirtschaft, zur „Sonntagsfrage“ gebeten. Die Wahlabsicht der Wirtschaftselite ist eindeutig: Dreiviertel wählen schwarz und gelb, wobei die Union knapp vor der FDP als stärkste Partei rangiert.

DDW befragte im Zeitraum vom 6. bis 11. September seine Leser per Mail. Die Befragten sind die Firmeninhaber (50 Prozent), Geschäftsführer und Vorstände (16) und Führungskräfte (16) der 100.000 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands sowie Selbstständige (9) und Verwaltungsspitzen der Öffentlichen Hand (3 Prozent). 5 Prozent machten zur Funktionsbezeichnung keine Angabe.
Insgesamt gaben 1.736 Personen ihre Wahlabsicht bekannt.

Schwarz-gelbe große Koalition läge vorne

Keine Frage, das Ergebnis sieht einen eindeutigen Gewinner, wenn man das Ergebnis mit den gängigen Wahlprognosen vergleicht: Die FDP. Rund 35 Prozent wollen die Liberalen wählen. Stärkste Partei ist indes die CDU/CSU mit 40 Prozent. Drittstärkste Partei würde die AfD mit 8,8 Prozent – noch vor der SPD, die bei den Wirtschaftsvertretern nur 7,6 Prozent Anhänger findet. Die Grünen wollen 4,8 Prozent wählen.

Bei Firmeninhabern und Selbstständigen liegt die FDP auf Platz 1

Ihren stärksten Anteil findet die CDU bei Beamten (63 %) und Geschäftsführern / Vorständen (51%). Hingegen bei den Firmeninhabern und Selbstständigen die FDP sogar noch vor der CDU liegt. Bei diesen beiden Personengruppen kann auch die AfD die höchste Zustimmung erzielen. Bei Führungskräften und Mitarbeitern sowie bei den Beamten können SPD und Grüne ihre besten Resultate erzielen.

Hier zu den Ergebnissen: http://die-deutsche-wirtschaft.de/sonntagsfrage-das-waehlt-die-wirtschaft/

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Nach TV-Duell: Schulz bleibt in der „Burger“-Falle stecken

Social-Media-Wahlkampfanalyse: Warum Angela Merkel nicht für die CDU und Martin Schulz nicht für die SPD steht

Nach TV-Duell: Schulz bleibt in der "Burger"-Falle stecken

Nach TV-Duell – Schulz bleibt in der „Burger“-Falle stecken (Bildquelle: komm.passion/SigmaMilieus/mochipet/Zacherl/Fotolia)

Düsseldorf, 06. September 2017
Auch nach dem einzigen TV-Duell zwischen Kanzlerin Angela Merkel und dem SPD-Kandidaten Martin Schulz bleibt der große Abstand in der Wählergunst. Eine PAS-Analyse zeigt, warum: Schulz bleibt in der „Burger“-Falle stecken. Die Schulz-Fans sind Randgruppen der Gesellschaft – wie das Brötchen im Burger. Das galt bereits zu Beginn des Wahlkampfs, wie eine PAS-Studie im Mai gezeigt hatte. Daran hat sich bis heute nichts geändert. „Merkel und Schulz schweben beide über der Realität ihrer jeweiligen Parteien. Doch während Merkel als Stimme der Vernunft wahrgenommen wird, sieht die bodenständige SPD-Basis ihren eigenen Kandidaten als abgehobenen Euro-Kosmopoliten an“, sagt Studieninitiator Prof. Dr. Alexander Güttler, CEO der Kommunikations- und Unternehmensberatung komm.passion.

Die Initiative Pragmatic Analytic Services (PAS) von komm.passion und von Data Science Consulting hat die Lebenswelten der jeweiligen Fans der Parteien bei Facebook durch KI-Algorithmen entschlüsselt und mit denen der beiden Kanzlerkandidaten verglichen.

Merkel-/CDU-Fans träumen von schwarz-gelber Koalition
Die PAS-Analyse zeigt: Der typische Fan von Dauerkanzlerin Angela Merkel ist kein Kind von Traurigkeit. Er interessiert sich für die Fußball-WM, steht auf Ferrari und fliegt bevorzugt Lufthansa. Bei Information setzt er auf Seriosität – mit der FAZ und dem Spiegel. Zur Unterhaltung darf es seichter werden: Die Merkel-Fans lachen gern über Kai Pflaume, die Geissens, Mr. Bean und Oliver Pocher. Damit spricht die Kanzlerin weitere Zielgruppen an als nur die eigene Parteibasis. Denn die tickt in einigen Bereichen ganz anders: CDU-Fans liken auf Facebook Wandern, Museum und Kreuzfahrten. Risiken dagegen scheuen sie: Während bei den Merkel-Fans Versicherungskonzerne gar nicht angesagt sind, interessieren sich die vorsorgebewussten Unions-Getreuen für Herrn Kaiser & Co. Dieses Bedürfnis nach Sicherheit, Recht und Ordnung greift die CDU-Plakatwerbung geschickt auf: „Denen den Rücken stärken, die für uns stark sind“ lautet der Claim auf einem Motiv mit Polizisten.

Auch wenn die perfekte Harmonie anders aussieht – grundlegende Gemeinsamkeiten zwischen der CDU und ihrer Kanzlerkandidatin sind nicht zu übersehen. „Für den Ausgang der Bundestagswahl heißt das, dass es Merkel nicht besonders schwer fallen sollte, die CDU-Wählerbasis zu aktivieren“, folgert Kommunikationsexperte Prof. Dr. Alexander Güttler. „Merkel wirkt beinahe parteienübergreifend. Es gibt zumeist genügend Anknüpfungspunkte für die konservative Parteibasis. Nur für den rechten Rand hat es nicht gereicht.“ Bemerkenswert beim Ergebnis der PAS-Studie ist auch: Sowohl die Merkel- als auch die CDU-Anhängerschaft fahren auf die FDP und Christian Lindner ab. „Eine schwarz-gelbe Koalition wäre sowohl im Sinne der Merkel- als auch der CDU-Fans“, folgert Kommunikationsexperte Alexander Güttler.

„Mind the gap“: Lücke zwischen SPD- und Schulz-Fans
Ganz anders sieht es bei der SPD aus. Wenn der eigene Kanzlerkandidat bei den Parteifans unbeliebter als der Fraktionsvorsitzende im Bundestag ist, gibt das zu denken. Bei Facebook liken – im Vergleich zum Bevölkerungsdurchschnitt – deutlich mehr SPD-Fans Thomas Oppermann als Martin Schulz. Der Spitzenkandidat rangiert auf der Beliebtheitsskala erst auf Rang neun – noch hinter der Grünen Katrin Göring-Eckardt. Sicherlich, es gibt auf Facebook Gemeinsamkeiten zwischen den Schulz- und den SPD-Fans. Gesellschaftliche Verantwortung gehört klar dazu – mit Likes für die Arbeiterwohlfahrt, die IG Metall, Greenpeace, PRO ASYL und den WWF.

Die PAS-Analyse offenbart jedoch auch: Zwischen dem Lebensstil der Schulz-Anhänger und denen, die sich auf Facebook zur SPD bekennen, klafft eine Lücke. Die Parteibasis betont ihre Nähe zur katholischen Kirche und übt sich in biederer Bescheidenheit: Sie fährt mit dem Dacia in Urlaub und bevorzugt Jugendherberge statt Hotel. Bei den Fans des Kosmopoliten Schulz ist davon keine Rede. Deshalb mahnt komm.passion-CEO Alexander Güttler: „Schulz muss die Wählerbasis der eigenen Partei wesentlich stärker aktivieren als Merkel. Für den Kanzlerkandidaten ist es in den letzten Wahlkampf-Wochen wichtig, dass er auch an die alten SPD-Werte appelliert, um die Wähler hinter sich zu bringen.“

Zur PAS-Methodik:
Im sozialen Netzwerk Facebook hat PAS mithilfe von Social Media Analytics die Lebenswelten der Fans der SPD und ihres Kanzlerkandidaten Martin Schulz sowie der CDU und von Kanzlerin Angela Merkel untersucht und durch KI-Algorithmen entschlüsselt. Mit ihren Likes auf Facebook offenbaren sie, wer sie sind. Unverfälscht und unmittelbar. PAS bildet die neuronalen Netzwerke und das soziale Genom ab – die komplexe Lebenswelt der Fans wird so detailliert sichtbar.

komm.passion ist eine der führenden deutschen Kommunikationsagenturen mit Standorten in Berlin, Düsseldorf und Hamburg sowie Partneragenturen weltweit. 2000 gegründet, 2005 zur „Agentur des Jahres“ gekürt und seitdem mehrfach mit verschiedenen Branchenpreisen ausgezeichnet. Heute betreut die Agentur mit 80 festen und freien Mitarbeitern börsennotierte Konzerne, mittelständische Unternehmen, Verbände und Institutionen vor allem in den Bereichen Public Relations, Public Affairs, Strategie- und Krisenberatung, Human Resources, Marketing, Werbung und Digitales.
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Bundestagswahl 2017: Merkel ist Börsenfavorit

Social Trader prognostizieren: CDU-FDP-Regierung lässt Aktienkurse steigen

Bundestagswahl 2017: Merkel ist Börsenfavorit

Wien (5. September 2017) – Eine deutliche Mehrheit, 80,7 Prozent, der wikifolio-Trader rechnen im Falle einer Koalition aus CDU und FDP mit steigenden (45,8%) bis deutlich steigenden (34,9%) Kursen auf dem deutschen Aktienmarkt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Social-Trading-Plattform wikifolio.com. Zum Vergleich: Bei einer Regierungsbildung von SPD, „Die Linke“ und „Die Grünen“ glaubt keiner der Befragten an deutliche Kursanstiege. Mit steigenden Kursen rechnen bei dieser Konstellation nur 3,6 Prozent der Umfrageteilnehmer.

94 Prozent der befragten Trader gehen davon aus, dass Angela Merkel Bundeskanzlerin bleibt. Sollte es eine große Koalition aus CDU und SPD unter Kanzlerin Angela Merkel geben, rechnen die meisten wikifolio-Trader (57,8%) mit einem neutralen Effekt auf die Aktienkurse. An fallende Kurse glaubt rund jeder Zehnte (9,6%) und deutlich fallende Kurse erwarten gerade einmal 3,6 Prozent der Befragten.

Würde Martin Schulz eine Große Koalition anführen, glauben knapp drei Viertel der Befragten (72,3%), dass die Kurse fallen – 15,7 Prozent davon gehen von deutlich fallenden Kursen aus. Einen neutralen Effekt auf dem deutschen Aktienmarkt erwarten 26,5 Prozent der Trader.

Bei einem Wahlsieg der CDU mit absoluter Mehrheit rechnen die Trader überwiegend mit steigenden Kursen (65,1%). Fallende Kurse erwarten nur 3,6 Prozent der Umfrageteilnehmer. Fast jeder Dritte (31,3%) geht von einem neutralen Effekt auf die Aktienkurse aus.

„Politische Börsen haben bekanntlich kurze Beine“, analysiert Andreas Kern, CEO und Gründer von wikifolio.com, die Umfrageergebnisse. „Insgesamt rechnen unsere Trader nach der Bundestagswahl 2017 mit keinen extremen Veränderungen des deutschen Aktienmarkts. Wenn die Märkte reagieren, dann werden die Ausschläge nur von kurzer Dauer sein.“
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Zeichen (inkl. Leerzeichen): 1.919
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Kennzahlen (Stand: 05.09.2017):
Start der operativen Tätigkeit: 2011
Start der Online-Plattform: 2012
Gründer und Vorstand: Andreas Kern
Mitarbeiter: 35
Investierbare wikifolios: Über 6.800
Unique Visitors (2016): Über 1 Mio.
Handelsvolumen: Über 14,8 Mrd. Euro
Zertifikate-Gebühr: 0,95% p.a. (taggenaue Abrechnung)
Performancegebühr: 5-30% vom Gewinn (High-Watermark-Prinzip)
Wesentliche Gesellschafter:Investorengruppe rund um Speed Invest GmbH, Österreich (24%); VHB ventures, Deutschland (16%); Andreas Kern, Gründer & CEO (12%); PostFinance AG, Schweiz (11%); NewAlpha Asset Management, Frankreich (10%); Lang & Schwarz AG, Deutschland (5%); Business Angels & Management (23%)
Emissionshaus: Lang & Schwarz Aktiengesellschaft
Listing Partner: Börse Stuttgart AG
Weitere Partner: S Broker AG & Co. KG, OnVista Media GmbH, Finanzen100 GmbH, comdirect bank Aktiengesellschaft, Consorsbank, Cash.ch

Über wikifolio.com: wikifolio.com ist die führende europäische Online-Plattform für Handelsideen von privaten Tradern und professionellen Vermögensverwaltern. Als einziger Anbieter ermöglicht sie Kapitalanlegern, über börsengehandelte Wertpapiere an der Wertentwicklung veröffentlichter Musterdepots zu partizipieren. Die wikifolio-Zertifikate sind besichert und bei nahezu allen Banken und Online-Brokern handelbar. Registrierte Nutzer können auf der Online-Plattform alle Käufe, Verkäufe und Kommentare der Social Trader in Echtzeit einsehen.

Vorstandsvorsitzender der wikifolio Financial Technologies AG ist Gründer Andreas Kern. Gesellschafter des Unternehmens sind u.a.: VHB ventures (Beteiligungsgesellschaft der Verlagsgruppe Handelsblatt), das Emissionshaus Lang & Schwarz Aktiengesellschaft, NewAlpha Asset Management, die PostFinance AG sowie das Venture Capital Unternehmen Speed Invest GmbH.

2016 wurde das Unternehmen mit dem European FinTech Award in der Kategorie „Persönliches Finanzmanagement“ ausgezeichnet und erzielte den neunten Platz im Ranking der „Deloitte EMEA Technology Fast 500“. wikifolio.com ist seit Mai 2016 auch Mitglied im Kommunikationsforum „Digital Banking“ des Bundesverband deutscher Banken e.V.

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1090 Wien
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Die Burgerfalle: Brötchen für Schulz, Fleisch für Merkel

PAS-Studie vergleicht Facebook-Fans von Schulz und Merkel und zeigt, warum „Sankt Martin“ seinen Heiligenschein verlor

Die Burgerfalle: Brötchen für Schulz, Fleisch für Merkel

PAS-Studie vergleicht Facebook-Fans von Schulz und Merkel und zeigt, warum „Sankt Martin“ seinen Hei (Bildquelle: picture-alliance/Hirschberger/NurPhoto/Geisler-Fot)

Düsseldorf, 03. Mai 2017 – Vergleicht man die Facebook-Fans von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz und Regentin Angela Merkel, dann spricht Schulz eher traditionelle Arbeiter und Intellektuelle an. Merkel dagegen punktet in der Mitte der Gesellschaft. Wie zwei Burger-Hälften schmiegen sich die Schulz-Anhänger um die Merkel-Fans, die die breite Mitte der Gesellschaft darstellen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Pragmatic Analytic Services (PAS), einer gemeinsamen Initiative der Unternehmensberatung und Kommunikationsberatung komm.passion und Data.Science.Consulting. „Mit dieser Basis kann Schulz Medien begeistern, bei Wahlen kann das schwieriger werden“, sagt komm.passion-CEO Prof. Dr. Alexander Güttler.

Der als „Messias“ und „St. Martin“ gefeierte Kanzlerkandidat Schulz weiß seine Fans im liberal-intellektuellen Lager und im Arbeitermilieu hinter sich. Problem: Es handelt sich um Randgruppen der Bevölkerung, um das Brötchen beim Burger: Lediglich 9,4 Prozent sind liberal-intellektuell, nur 3,9 Prozent gehören zur klassischen Arbeiterschaft – Tendenz sinkend. PAS hat die Fan-Base von Martin Schulz auf Facebook untersucht. Schulz-Anhänger stehen auf die Bürgerbewegung „Campact“, das Satiremagazin „Der Postillon“, „Zeit Online“, „Ärzte ohne Grenzen“, „fairtrade“ und „Amnesty International“. Auch das traditionelle Arbeitermilieu mit Facebook-Vorlieben für Gewerkschaften, Grundeinkommen und Arbeiterwohlfahrt wählt eher Schulz als Merkel. „So beseelt der traditionelle Arbeiter von Schulz auch sein mag, große Wählermasse bringt das nicht. Wer die Wahl gewinnen will, muss die Mitte der Gesellschaft auf seine Seite bringen. Und die fühlt sich – derzeit – wohl unter Kanzlerin Merkel“, sagt Kommunikationsprofi Prof. Dr. Alexander Güttler.

Der Ruf als „mächtigste Frau der Welt“, als bedachte und beständige Hüterin einer prosperierenden Wirtschaft beschert der Bundeskanzlerin eine breite Anhängerschaft. Ihre Fans sind laut der PAS-Studie das saftige Fleisch in der Mitte des Burgers. Das traditionell bürgerliche Milieu findet Merkel ebenso gut wie das moderne Arbeitermilieu oder die Hedonisten. Ihre Fans liken Lidl und Nutella ebenso wie Barack Obama, Mercedes Benz ebenso wie Deichmann. Dies ist breit, aber auch vielfältig anschlussfähig.

Martin Schulz dagegen tritt als eine Art „Helmut Kohl reloaded“ auf, wie Sprachanalysen der ersten Reden beider zeigen. Kohl beschwor in seiner historischen Antrittsrede als CDU-Vorsitzender von 1973 „Wohlstand“ und die „Gemeinschaft der nach uns Kommenden“. „Rot-Kohl“ Schulz spricht von „Gerechtigkeit“ und „Perspektive für unsere Kinder“. Beide blieben unkonkret und in der eigenen Retterrolle verhaftet. Vielfach sind die Formulierungen austauschbar. Weitergedacht muss Merkel also erneut mit einem Typus Politiker in den Ring steigen, dem sie einst auf den CDU-Thron folgen konnte.

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Weitere Informationen zur aktuellen PAS-Studie stehen hier:
http: //www. komm-passion. de/agentur/dossiers/artikel/warum-st-martin-seinen-heiligenschein-verlor/

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Allgemein

Petition zur Zulassung der CDU in Bayern

Wählbarkeit bei Bundestagswahl angestrebt

Der Münchner Autor und Regisseur Marvin Entholt hat eine Online-Petition für die Bundestagswahl eingerichtet. Ziel der Petition ist es, in Bayern die CDU zur Bundestagswahl zuzulassen.
Wähler*innen, die die Politik von Bundeskanzlerin Merkel unterstützen möchten, sind in Bayern gezwungen, Politik und Partei von Horst Seehofer zu wählen. Das ist für einen großen Teil der Wählerschaft inakzeptabel. Das alleinige Antreten der CSU in Bayern gefährdet somit in den Augen der Unterzeichner*innen eine erneute Kanzlerschaft von Angela Merkel.
Da die Klage eines Nürnberger Rechtsanwalts auf Zulassung der CDU in Bayern abgewiesen wurde, richtet sich diese Petition an das CDU-Präsidium.
Nur die Partei selbst kann durch Gründung eines Landesverbandes in Bayern die Wählbarkeit der CDU und eine Fortsetzung der Regierungspolitik
sichern, so die Unterstützer*innen.
https://www.openpetition.de/petition/online/zulassung-der-cdu-zur-bundestagswahl-in-bayern

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