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E WIE EINFACH ist bundesweiter Preis-Champion bei Gasversorgern

– Untersuchung von DIE WELT und ServiceValue
– Aktuelle und ehemalige Kunden zeigen sich „preisbegeistert“

(Köln) E WIE EINFACH ist als bundesweiter Preis-Champion bei den Gasversorgern ausgezeichnet worden. Dies ergab eine Untersuchung von DIE WELT in Kooperation mit der Analyse- und Beratungsgesellschaft ServiceValue. Bei den Fragen „Welche Unternehmen überzeugen Sie mit Auftritt und Erscheinungsbild, Preisgestaltung und Qualität der Produkte?“ geht der Energie- und Smart Living-Anbieter mit Sitz in Köln als klarer Sieger hervor. Die Untersuchung stellt zum zweiten Mal mehr als 2.000 Marken und Unternehmen aus über 200 Branchen auf den Prüfstand. Untersucht wird via Online-Panel die Preisbegeisterung einer Marke/eines Unternehmens. Der Begriff „Preisbegeisterung“ ist dabei bewusst sehr breit gefasst und bildet so das allgemeine Preiserleben der Kunden ab. In die Bewertung gehen sowohl die Urteile und Erlebnisse aktueller als auch ehemaliger Kunden (letzter Kontakt max. 36 Monate zurückliegend) ein. „Wir freuen uns sehr, dass unser Ansatz diese Wertschätzung erfährt“, so Katja Steger, Geschäftsführerin von E WIE EINFACH. „Wir wissen, dass Kunden nicht nur nach dem günstigsten Angebot suchen, sondern sich auch Qualität und einen unkomplizierten Service wünschen.“

E WIE EINFACH ist der günstige und zuverlässige Partner für Energie und Smart Living. Unter dem Leitgedanken der Einfachheit entwickelt E WIE EINFACH Lösungen, die das Leben zu Hause entspannter und einfacher machen. Im Fokus stehen Strom-, Gas- und Wärmestrom-Tarife zu dauerhaft günstigen Preisen sowie ein mehrfach ausgezeichneter Service. Die E WIE EINFACH Smart Living-Angebote lassen sich jederzeit individuell auf die Bedürfnisse ihrer Nutzer anpassen: einfach, flexibel, immer zentral steuerbar. Alle Angebote überzeugen mit Verständlichkeit, Transparenz und orientieren sich an einfachen Lösungen. Eine Übersicht zum Unternehmen und zu Produkten von E WIE EINFACH finden Sie unter www.e-wie-einfach.de, auf Twitter, Facebook sowie auf YouTube.

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50677 Köln
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Die Debatte über die Zuwanderung geht am Wesentlichen vorbei

Gesetzgebung hat Placebo-Effekt

Deutschland debattiert über ein Punktesystem zur Steuerung der Zuwanderung. Dabei richten sich die potentiellen Zuwanderer weniger nach Gesetzen, sondern nach der Sprache. Und hier hat Deutschland immer noch gravierende Nachteile gegenüber Kanada, den USA oder auch den skandinavischen Ländern, meint der Personalexperte Michael Zondler.

Von Ansgar Lange +++ Während in Dresden und anderswo Zehntausende Bürger der Meinung sind, das Boot sei voll, diskutiert die Politik über ein neues Einwanderungsgesetz. Und während man in Sachen Bildung gern auf skandinavische Vorbilder verweist, ist Kanada in der Einwanderungsdebatte für viele Politiker und Zeitungsleute das Maß aller Dinge.

„Von Kanada lernen“ war denn auch ein Leitartikel von Dorothea Siems in der Tageszeitung Die Welt http://www.welt.de/print/welt_kompakt/debatte/article137327255/Von-Kanada-lernen.html überschrieben. In Kanada sei man schon viel weiter als bei uns, meint die Redakteurin: „Staat, Wirtschaft und Ehrenamtliche kümmern sich um jeden Einzelnen, der in das Land kommt. Staatlich unterstützte Organisationen sorgen dafür, dass die Zuwanderer, die mit ihren Familien kommen, vom ersten Tag an in lokale Netzwerke integriert werden. Einheimische Familien werden den Migranten, die das wollen, für ein paar Monate zur Seite gestellt, um ihnen beispielsweise bei Behördengängen zu helfen, aber auch um Kontakte herzustellen.“

CDU-Generalsekretär Peter Tauber will die „richtige Einwanderung“ fördern, die der wirtschaftlichen und demographischen Lage Deutschlands gerecht werde. Tauber ist der Meinung, dass wir eine „Debatte über ein deutsches Leitbild, über den gesellschaftlichen Konsens und geltende Werte“ bräuchten.

„Die derzeitige Diskussion über Zuwanderung kling häufig stärker nach Feuilleton denn nach Wirtschaftsteil. Letztlich handelt es sich um eine Phantomdebatte. In Deutschland erliegt man dem Irrglauben, man brauche nur ein neues Gesetz, und schon richte sich die Wirklichkeit nach diesem. Meiner Meinung nach ist es aber vor allem die Sprachbarriere, die zum Beispiel Asiaten verleitet, eher nach Kanada oder in die USA zu gehen statt nach Deutschland. Um hieran etwas zu ändern, müsste – wie in den Niederlanden und skandinavischen Ländern auch – die englische Sprache für uns Deutsche so selbstverständlich sein wie unsere Muttersprache“, sagt Michael Zondler, Geschäftsführer des Personalberatungsunternehmens centomo http://www.centomo.de mit Firmensitzen in London, Ludwigsburg und Sindelfingen.

Zondler zufolge werde ein wie auch immer geartetes neues Zuwanderungsgesetz nur einen Placebo-Effekt haben. Ein Punktesystem wie in Kanada würde nach Ansicht des OECD-Migrationsexperten Thomas Liebig die Zuwanderung nach Deutschland nicht maßgeblich verändern, da die jetzige Gesetzgebung auch nicht als besonders restriktiv zu werten sei. „Österreich hat im Sommer 2011 ein Punktemodell eingeführt, es hat aber bei weitem nicht zu dem Anstieg geführt, den die meisten Leute erwartet haben“, so Liebig gegenüber der Berliner Zeitung.

Englisch muss langfristig zur Amtssprache werden

Zondler hält es für einen Irrglauben, dass Zuwanderer in erster Linie auf die deutsche Gesetzeslage schauen: „Die meisten qualifizierten potentiellen Zuwanderer beherrschen die englische Sprache. Und bei uns ist das Englische leider immer noch nicht selbstverständlich bei Behörden und in Unternehmen.“

Der FDP-Europapolitiker Alexander Graf Lambsdorff fordert daher: „Deshalb muss Englisch in Deutschland Verwaltungssprache werden, mittelfristig vielleicht sogar Amtssprache. Englisch ist heute lingua franca, die globale Verkehrssprache. Sie wird in Europa, Asien und Lateinamerika flächendeckend unterrichtet. Schon deshalb ist sie die praktikabelste Lösung. Die Bevölkerung ist aufgeschlossen: Sechzig Prozent der Deutschen fänden es gut, wenn Englisch zweite Amtssprache in ganz Europa würde, die Hälfte, wenn Deutschland voranginge.“

Wichtiger als die aktuelle Gesetzeslage sei auch das Bild, welches man sich im Ausland von Deutschland mache, sagt centomo-Geschäftsführer Zondler. „2006 haben wir mit der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land ein tolles Außenbild abgegeben. Die Bilder der Pegida-Demonstrationen sind hingegen absolut kontraproduktiv. Wenn sie über Millionen von Bildschirmen im Ausland flimmern, zerstören sie gleichsam über Nacht jede schöne Imagekampagne für ein weltoffenes und tolerantes Deutschland, das auf ausländische Fachkräfte durchaus angewiesen ist.“

Das Redaktionsbüro Andreas Schultheis bietet Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Ghostwriting, Manuskripte, Redevorlagen etc. für Unternehmen, Verbände, Politiker.

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Testsieger! LINDA Apotheken sind Service-Champions

Zum dritten Mal hintereinander gewinnt die Apotheken-Kooperation LINDA im ServiceValue Branchenranking

Testsieger! LINDA Apotheken sind Service-Champions

Auszeichnung Service Champions

Köln, 05.12.2013 – Auch 2013 belegen die LINDA Apotheken in Deutschlands größtem Service-Ranking den ersten Platz in der Kategorie „Apotheken-Kooperationen“ . Bereits 2011 und 2012 erteilten die im Rahmen einer repräsentativen Online-Erhebung befragten Endkunden „LINDA“ Bestnoten für das Serviceerlebnis. Von 2011 bis 2013 verbesserte sich der erhobene Wert für den wahrgenommenen Kundenservice in den LINDA Apotheken von 69,7 Prozent (2011) auf 77,7 Prozent (2013). Damit übertrafen sie deutlich den durchschnittlich gemessenen Serviceerlebnis-Wert von 59,7 Prozent für alle geprüften Apotheken-Kooperationen und liegen mit über 10 Prozent Abstand vor dem zweitplatzierten Kooperations-Wettbewerber. Die erneute Leistungssteigerung bringt den LINDA Apotheken ein weiteres Mal die Gold-Auszeichnung, die ausschließlich den 150 besten getesteten Unternehmen verliehen wird. Innerhalb des branchenübergreifenden Gesamtrankings von über 1.500 Unternehmen belegen die LINDA Apotheken einen sehr guten Platz 12.

Initiatoren der Studie sind die ServiceValue GmbH und die Goethe-Universität Frankfurt a. M. in Zusammenarbeit mit der Zeitung DIE WELT. Mit dem Ranking wird der Kundenservice, wie sie von Konsumenten und Verbrauchern wahrgenommen wird, mess- und vergleichbar gemacht. Hinter der breit angelegten Kundenbefragung zum erlebten Service stehen insgesamt über eine Million Kundenurteile zu über 1.500 Unternehmen und 180 Branchen.

„Vom Service zufrieden gestellte und gar begeisterte Kunden sind bereit, mehr zu kaufen und mehr zu bezahlen, bleiben dem Unternehmen bzw. der Marke treu und empfehlen es/sie im Freundes- und Bekanntenkreis weiter“, stellt Prof. Dr. Rolf van Dick, Serviceforscher an der Goethe Universität Frankfurt a.M. heraus.

In das Service-Ranking gehen sowohl die Urteile und Erlebnisse aktueller als auch ehemaliger Kunden (letzter Kontakt maximal 36 Monate zurückliegend) ein. Das Ergebnis gründet sich sowohl auf Aussagen der Stamm- als auch der Laufkundschaft.
„Wir sind stolz, dass in einer Umfrage unter einer Million Kunden der hohe Qualitätsanspruch der Marke LINDA herausgestellt wird. Drei Jahre in Folge mit dem Siegel ‚Service-Champions‘ ausgezeichnet zu werden, zeigt, dass die LINDA Apotheken den Anspruch an exzellenten Service und Qualität auch wirklich leben und dieser von unseren Kunden wahrgenommen und als herausragend beurteilt wird“, erklärt Georg Rommerskirchen, Vorstand der LINDA AG.

Bildrechte: Service Value GmbH

Zu LINDA Apotheken / LINDA AG
Die LINDA Apotheken sind ein qualitätsorientierter Zusammenschluss eigenständiger Apotheker, die den kommunikativen Vorteil der Dachmarke „LINDA“ im Dialog mit der Öffentlichkeit und den Kunden nutzen. Die LINDA Apotheken stehen für Qualität, verbraucherorientiertes Marketing und besondere Kundennähe. Mit rund 1.200 angeschlossenen Apotheken ist LINDA die deutschlandweit größte und bekannteste Premium-Apothekendachmarke selbstständiger Apotheker und Marktführer in ihrem Segment1. Dies bestätigen die Ergebnisse verschiedener unabhängiger, repräsentativer Studien renommierter Institutionen: Über 40 Prozent der Be-völkerung kennt die LINDA Apotheken, beim Anteil der Frauen ist es sogar jede Zweite2. LINDA Apotheken verfügen über die beste Beratung3, einen ausgezeichneten Service4,5 und den besten Markenauftritt3,6,7. Darüber hinaus zeichnete die Zeitschrift FOCUS-MONEY „LINDA Apotheken“ als „Fairsten Apothekenverbund“ mit der Note „sehr gut“ aus8. Die LINDA AG ist Eigentümerin der Apothekendachmarke „LINDA Apotheken“. Sie setzt sich für eine zukunftsorientierte Positionierung der selbstständigen inhabergeführten Apotheken, unter besonderer Wahrung derer Eigenständigkeit und Unabhängigkeit, ein. Sitz der LINDA AG ist Köln.

1Platz 1 „Beste Apothekenkooperation“, Kategorie überregionale, GH-orientierte Kooperationen, Kooperations-Award PharmaRundschau 2012, 2013; 2Markenerfolgskontrolle bei Verbrauchern 2012; iCONSULT Forschung & Consulting GmbH; 3Sempora-Studie 2011, 2012, 2013; Sempora Consulting GmbH; 4Nr. 1 der Apotheken-Kooperationen, Studie „Service-Champions“ 2011, 2012, 2013 Service Value GmbH; 5Testsieger „Apothekenkooperationen BERATUNG & SERVICE“ 9-2012, DtGV (Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien mbH); 6Goldmedaille in der Kategorie „Marketing“, coop-Studie 2011, 2012, 2013, Apotheken Management- Institut; 7Auszeichnung zur „Marke des Jahrhunderts“ in der Produktgattung Apotheke, Markenpreis des Verlags Deutsche Standards EDITIONEN GmbH, 2012; 8Gesamtwertung „sehr gut“/Auszeichnung „Fairster Apothekenverbund“ im Test 11 Apothekenverbünde, FOCUS-MONEY Ausgabe 36/2013 in Zusammenarbeit mit der Service Value GmbH, 2013.

Kontakt:
LINDA AG
Vanessa Bandke
Emil-Hoffmann-Str. 1a
50996 Köln
02236848780
bandke@linda-ag.de
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Haben Print-Medien noch eine Zukunft

Haben Print-Medien noch eine Zukunft

Wird es in 30 Jahren noch Zeitungen geben?

Kürzlich kam die Meldung, daß Google 21 Milliarden US-Dollar Umsatz im letzten Jahr gemacht hat- soviel wie alle Tageszeitungen und Zeitschriften der USA zusammen.

„Focus“ meldet, daß G+J stellt die „Financial Times Deutschland“ ein, „Impulse“ und “ Börse Online“ sollen verkauft werden.. Die Hiobsbotschaft über den Konkursantrag der „Frankfurter Rundschau“ erscheint gleichzeitig mit der Nachricht, daß das Szene-Magazin „Prinz“ nur noch online erscheinen wird, mit Ausnahme einer jährlichen Publikation.Kurz danach wird berichtet, das die spanische Zeitung „El Pais“ 129 Redakteure entläßt.

Wegen dieses Gesamtbildes kann ich den Kommentaren nicht zustimmen, die besagen, daß es an der politischen Positionierung der „Frankfurter Rundschau“ liegt, wenn nun das Aus droht. Überregionale Qualitätszeitungen wie die „Financial Times“ und „Welt“von dem entgegengesetzten Spektrum haben ähnliche Probleme. Anderen Qualitätszeitungen wie der „Zeit“ geht es gut. Wer die Marketing-Maßnahmen der „Zeit“ in den letzten Jahren mitverfolgt hat, sieht, daß die Zeitung das Flaggschiff ist, um das sich viele -vermutlich lukrative- Beiboote scharen.

Viele Regionalzeitungen in Deutschladn erwirtschaften Gewinne zwischen 5 und 15 %. Von einem allgemeinen „Zeitungssterben“ zu sprechen ist zumindestens verfrüht. Auch scheint es den meisten Zeitschriften-Verlage noch immer ganz gut zu gehen. Das Gründen und Verschwinden von Titeln gehört zum Geschäft.

Qualitätszeitungen in den USA gehen den Weg einer kombinierten Print-und Online-Ausgabe. Manche Zeitungen erscheinen nur noch einmal als Print-Ausgabe in der Woche- und nehmen dann alle Printanzeigen mit. In den übrigen Tagen gibt es nur noch eine Online-Ausgabe für Abonnenten und/oder eine online-Ausgabe für alle.

Die Zukunft der Qualitätszeitungen entscheidet sich auf drei Feldern:

1. Kampf um einen Anteil von Werbung für das Print-Produkt
2. Realisierung von Erlösen durch eine Online-Ausgabe
3. Bindung der Jugend, die tendenziell nicht mehr eine Zeitung von vorne nach hinten durchliest, sondern sich Informationshäppchen aus dem Internet zusammensucht – also nur das liest, was momentan interessiert.

Hans-Peter Oswald
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Beim Innovationspreis-IT der Initiative Mittelstand und beim Industriepreis landete Secura GmbH 2012 unter den Besten. Beim HOSTING & SERVICE PROVIDER AWARD 2012 verfehlte Secura nur knapp die Gewinner-Nominierung.

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„Ein Knast für vier Millionen Bundesbürger?“

Poker-Land Deutschland braucht klare Regeln

Von Ansgar Lange +++ Kiel, September 2012 – Beim Online-Poker befindet sich Deutschland unverändert in einer rechtlichen Grauzone. Die Tageszeitung Die Welt http://www.welt.de berichtet über ein aktuelles Beispiel: Ein Student aus Nordrhein-Westfalen habe im Internet mehrere Hunderttausend Euro mit Poker gewonnen. Nachdem die Steuerbehörde auf ihn aufmerksam geworden war, kam es zu einem Gerichtsverfahren. Dieses wurde mit dem Hinweis eingestellt, dass es sich bei dem jungen Mann nur um einen Hobbyspieler handele.

Frohlocken konnte der Online-Spieler nach Welt-Angaben dennoch nicht. Denn er bekam eine Anzeige wegen illegalen Glücksspiels. Diese versucht er jetzt mit der Aussage abzuwehren, er habe nur im Ausland online gespielt. „In Österreich und Tschechien wäre dies auch problemlos möglich. Denn man darf als Deutscher um Geld im Internet pokern, solange man sich dabei nicht in Deutschland aufhält – eine juristische Farce, die professionelle Spieler wie Michael Keiner auf die Palme bringt. „Wollen wir jetzt aus ganz Deutschland ein Gefängnis machen?“, fragt er. „Bauen Sie mal einen Knast für vier Millionen Bundesbürger! Nur weil sie online pokern? Das ist absolut lächerlich““, so die Tageszeitung. Keiner http://www.michaelkeiner.de/, ursprünglich vollapprobierter Arzt, nimmt seit 1997 regelmäßig an internationalen Pokerturnieren teil und ist auch im deutschen Fernsehen als Pokerexperte tätig.

Welt-Redakteur Friedrich Pohl kommentiert: „Wie auch immer man zu einer Legalisierung von Poker steht, als was auch immer das Spiel definiert werden sollte – es erscheint zutiefst unlogisch, dass der Staat die Ausübung von Poker einerseits behindert und kriminalisiert, auf der anderen Seite aber an den Gewinnen mitverdienen will. Es scheint an der Zeit, dass das Poker-Land Deutschland klare Regeln bekommt.“

Besonders absurde Blüten treibt die Debatte über das Glücksspiel derzeit in Deutschlands nördlichstem Bundesland. Die christlich-liberale Kieler Landesregierung hatte ein europarechtskonformes Regulierungsmodell auf den Weg gebracht, das auch eine Legalisierung von Online-Poker beinhaltete und sich am so genannten Dänischen Modell orientiert. In Dänemark gilt die Liberalisierung des Glücksspielmarktes inklusive der Regulierung von Online-Poker als Erfolg, wie Mette Slotved Thomson von der dortigen Glücksspielbehörde vor den Delegierten der European Association for the Study of Gambling (EASG) http://www.easg.org im griechischen Loutraki ausführte. Der illegale dänische Online-Glücksspielmarkt wird demnach auf lediglich fünf Prozent und damit um ein Vielfaches geringer als in anderen Staaten geschätzt, weil die Zahl der lizenzierten und damit legalen Anbieter es den Spielern erlaube, sich im legalen Markt zu bewegen. Demgegenüber gingen Schätzungen für Frankreich und Italien von einem Schwarzmarkt von 50 Prozent aus, für Deutschland sogar von bis zu 95 Prozent.

Doch die neue „Dänen-Ampel“ in Schleswig-Holstein will von dem Vorzeigegesetz nichts mehr wissen und es so schnell wie möglich wieder abwickeln. Dies führt nicht gerade zu einem Gefühl der Rechtssicherheit bei Verbrauchern und Industrie.

Kubicki: Einheit der Rechtsordnung ist nicht mehr gewahrt

Zur Beantwortung der Kleinen Anfrage der FDP-Fraktion durch das Innenministerium zum Thema ,,Poker als Glücksspiel“ (Drs. 18/152) erklärte indes der Vorsitzende der
FDP-Landtagsfraktion, Wolfgang Kubicki: „Die Landesregierung versinkt im Bereich des Glücksspielrechtes immer mehr im Strudel ihrer nicht-umsetzbaren Ankündigungen, sodass immer nebulöser wird, wo die politische Führung des Landes bei diesem Thema steht. In der Beantwortung meiner Kleinen Anfrage zum Thema „Poker als Glücksspiel“ wirkt dieses fortgesetzte Mäandern mittlerweile hochnotpeinlich.“

Wenn der Kieler Innenminister zuerst unter Bezugnahme auf ein Urteil des Bundesfinanzhofes erkläre, dass es sich bei Poker zwar ,,nicht um ein „reines“ Glücksspiel (…) handelt“, aber um ein solches ,,bei dem über eine gewisse Dauer letztlich der gewinnt, der über die besseren Fertigkeiten verfügt“, dann ist das eine Sache. Wenn er dann in der Beantwortung derselben Frage zugleich aber folgendes feststelle: ,,Überwiegt das Zufallselement, liegt Glücksspiel vor (so z.B. Poker, wie es sich auch aus o.g. Rechtsprechung ergibt)“, dann könne man von einer konsistenten rechtlichen Position der Landesregierung nicht einmal mehr ansatzweise sprechen, so der liberale Politiker.
Die SPD-geführte Landesregierung nehme es offenbar ohne Wimpernzucken hin, dass die Einheit der Rechtsordnung nach ihrer Definition nicht gewahrt wird, denn, so der Innenminister, die steuerrechtliche Betrachtung lasse ,,keinen Rückschluss auf die glücksspielrechtliche Einordnung zu“. Das bedeute, das Innenministerium handele je nach Definitionsbereich nach anderen rechtlichen Kriterien. Kubicki abschließend: „Es sieht daher so aus, als wenn die Landesregierung wegen Unfähigkeit zu Klagen gegen sich selbst aufruft. Diese Haltung ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten.“

Zweitgrößter Markt für Online-Gambling in Europa

In einem Kommentar zum 19. Hauptgutachten der Monopolkommission stellte der Bundesverband privater Spielbanken unterdessen fest, dass Deutschland trotz des gegenwärtigen Verbots von Internet-Glücksspielen den zweitgrößten Markt für Online-Gambling in Europa aufweise (so das Grünbuch der EU-Kommission „On online gambling in the Internal Market, S. 8). Dieser Markt entfalle zum größten Teil auf Casinospiele und Poker, nicht auf Lotterien und Sportwetten. Von den rund zweitausend Webseiten mit Online-Glücksspielen verteilten sich die deutschsprachigen Angebote wie folgt: 43 Webseiten entfallen auf Lotterien, 82 auf Sportwetten, aber 213 auf Poker und 290 auf sonstige Casinospiele. De facto erreiche der Markt mit Online-Casinospielen (einschließlich Online-Poker) auf deutschsprachigen Webseiten einen Bruttospielertrag von 300 bis 600 Millionen Euro.

Höchste Zeit also, dass die Politik endlich alte Zöpfe abschneidet und die eigenen Scheuklappen ablegt, um ein modernes Regulierungsmodell auf den Weg zu bringen, das europarechtskonform ist, dem Spieltrieb Rechnung trägt, Spielsucht kanalisiert und zu höheren Steuereinnahmen und Rechtssicherheit führt. Die CDU-FDP-geführte „alte“ Landesregierung von Schleswig-Holstein hat hier bereits gute Vorarbeit geleistet, auf der auch die übrigen Bundesländer aufbauen können.

Die Überlebensfähigkeit des Glücksspielstaatsvertrags der übrigen Bundesländer haben zuletzt auch die Piraten im Kieler Landtag in Frage gestellt. Ihr Fraktionsvorsitzender Patrick Breyer bezeichnete dessen Regelungen als „nahezu totale Prohibition, die vor allem Poker und andere Online-Glücksspiele betrifft.“ Dies sei „kontraproduktiv und einfach nicht durchsetzbar. So werden Spielinteressierte quasi dazu gezwungen, ausländische Angebote in Anspruch zu nehmen. So kann man Geldwäsche nicht erfolgreich bekämpfen. Außerdem habe ich große Zweifel daran, dass der Staatsvertrag vor dem Europäischen Gerichtshof einer Überprüfung standhalten wird“, so Pirat Breyer.

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