Tag Archives: Dr. Klaus Eichenberg

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Investition in die Entwicklung von Medikamenten gegen Schwerhörigkeit

10 Millionen Euro: Acousia Therapeutics GmbH schließt Folgefinanzierung ab

Investition in die Entwicklung von Medikamenten gegen Schwerhörigkeit

Dr. Christoph Antz, Geschäftsführer Acousia Therapeutics GmbH (Bildquelle: DICS Ringeisen & Schupp GbR)

(Stuttgart/Tübingen) – Die Acousia Therapeutics GmbH konnte am 14. Mai 2018 eine Folgefinanzierung von zehn Millionen Euro verkünden, um damit Medikamente zur Behandlung von Schwerhörigkeit weiterzuentwickeln. Die Tübinger Forscher haben Medikamentenkandidaten identifiziert, die die Haarsinneszellen im Ohr so stimulieren können, dass sie vor Schäden geschützt werden. Gleichzeitig wird ihre sensorische Empfindlichkeit erhöht. Die Acousia gehört zu den wenigen Teams weltweit, die pharmazeutische Therapien zur Behandlung von Erkrankungen des Innenohrs entwickeln. Neben den bisherigen Investoren beteiligen sich nun, unter Führung der Venture Capital Tochter der Landesbank Baden-Württemberg LBBW Venture, die Creathor Ventures sowie die Bregua Corporation.

Wie bitte? Wer etwas nicht richtig versteht, gehört vielleicht zu den 15 Prozent der Bevölkerung in Industrienationen, die unter leichter bis mittelgradiger Schwerhörigkeit leiden. Umso erstaunlicher ist, dass es für eine so weit verbreitete Sinneserkrankung noch immer keine anerkannte medikamentöse Therapie gibt. Eine geringgradige Schwerhörigkeit beginnt bereits bei einer Abweichung von der Normalhörigkeit von mehr als 26 Dezibel. Ab 41 bis 60 Dezibel Hörschwellenverlust können Patienten einem Gespräch nur noch mit Mühe bzw. gar nicht mehr folgen und erhalten in der Regel ein Hörgerät oder, bei hochgradiger Schwerhörigkeit (ab 61 bis 80 Dezibel) und Taubheit (ab 81 Dezibel), ein sogenanntes Cochlea-Implantat. Aber den vielen Menschen, allein in Deutschland etwa 12 Millionen, die im Laufe ihres Lebens immer weniger hören, kann noch nicht wirksam mit einem Medikament geholfen werden.

Damit wollte sich das Forscherteam um Prof. Dr. Hubert Löwenheim, dem Ärztlichen Direktor der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in Tübingen, nicht abfinden. Im Jahr 2012 gründeten Prof. Löwenheim und Kollegen gemeinsam mit dem Boehringer Ingelheim Venture Fund (BIVF) und dem Tübinger Biotechunternehmen EMC microcollections GmbH die Acousia Therapeutics GmbH, um eine medikamentöse Behandlung von Erkrankungen des Innenohrs zu entwickeln. Acousia arbeitet dabei im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages eng mit der Uniklinik zusammen.

Im Mittelpunkt der Forschung bei Acousia steht die sogenannte Hörschnecke. Dieser winzige schneckenförmige Hohlraum im Ohr ist mit einer Membran ausgekleidet, die mit Haarsinneszellen bedeckt ist. Diese Sinneszellen sind für die Reizweiterleitung und damit für das Hören unbedingt notwendig. Sind sie zerstört, wachsen sie bei Säugetieren, anders als bei Vögeln, nicht wieder nach. Durch Lärm, giftige Substanzen, wie sie beispielsweise im Rahmen einer Chemotherapie eingesetzt werden, durch Entzündungen oder Alterungsprozesse fallen geschädigte Haarsinneszellen bisher unwiederbringlich aus. Das Team von Acousia hat eine Anzahl pharmazeutischer Substanzen identifiziert, die verbliebene Sinneszellen so stimulieren, dass sie vor Schaden geschützt werden und die Empfindlichkeit erhöht wird. „Sollte die weitere Entwicklung erfolgreich sein, können die Substanzen als Medikament vor bestimmten, Gehör schädigenden, Chemotherapien Patienten verabreicht werden, und so helfen, eine Gehörschädigung zu minimieren“, erklärt Dr. Christoph Antz, der seit 2017 die Acousia Therapeutic als Geschäftsführer leitet. „Der medizinische Bedarf ist schon jetzt enorm, und wir erwarten im Zuge der demografischen Entwicklung eine weitere Zunahme.“

Aus Investorensicht ist dieser einzigartige Ansatz so interessant, dass die Acousia Therapeutics GmbH soeben eine Folgefinanzierung von zehn Millionen Euro abschließen konnte. Dr. Harald Poth, Senior Investment Manager beim Führer des Investorenkonsortiums LBBW Venture Capital: „Das Acousia-Team hat ein beeindruckendes Portfolio pharmazeutischer Substanzen mit einzigartiger Wirkungsweise zum Schutz, zur Reparatur und Wiederherstellung der sensorischen Zellfunktionen im Innenohr, die wir gerne auf dem Wege der klinischen Entwicklung begleiten wollen.“ Neben der Stuttgarter LBBW Venture gehören nun die Creathor Ventures aus Bad Homburg und die internationale Bregua Corporation zum Investoren-Konsortium. Die Venture Capital Tochter von Boehringer Ingelheim ist als Gründungsinvestor und Gesellschafter ebenso an der Finanzierungsrunde beteiligt wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die neuen Mittel ermöglichen, erste Testungen der Arzneimittelkandidaten am Patienten in den nächsten Jahren voranzutreiben.

Dr. Klaus Eichenberg, Geschäftsführer der BioRegio STERN Management GmbH, freut sich über die Investition als weiteren Beleg für die Stärke des Standortes: „Die neue Finanzierungsrunde ermöglicht die schnelle und effiziente Umsetzung von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen aus der Region in die medizinische Anwendung.“

Über Acousia Therapeutics GmbH:
Die Acousia Therapeutics GmbH ist ein Biotechnologie-Unternehmen mit Sitz in Tübingen. Das Unternehmen entwickelt innovative Wirkstoffkandidaten zur Behandlungen der Schwerhörigkeit. Die Firma hat ein Portfolio an Wirkstoffen zur Protektion und sensorischen Wiederherstellung der Haarsinneszellfunktion entwickelt. Es wurde 2012 von Prof. Hubert Löwenheim, der EMC microcollections GmbH und dem Boehringer Ingelheim Venture Fund (BIVF) gegründet. Investoren der ersten Finanzierungsrunde nach Gründung waren BIVF, KfW und Axxam S.p.A. CEO ist Dr. Christoph Antz.
www.acousia.com

Über die BioRegio STERN Management GmbH:
Die BioRegio STERN Management GmbH ist Wirtschaftsentwickler für die Life-Sciences-Branche. Sie fördert im öffentlichen Auftrag Innovationen und Start-ups und trägt so zur Stärkung des Standorts bei. In den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb mit den Städten Tübingen und Reutlingen ist sie die zentrale Anlaufstelle für Gründer und Unternehmer.
Die BioRegion STERN zählt zu den großen und erfolgreichen BioRegionen in Deutschland. Alleinstellungsmerkmale sind die bundesweit einzigartige Mischung aus Biotechnologie- und Medizintechnikunternehmen sowie die regionalen Cluster der Automatisierungstechnik, des Maschinen- und Anlagenbaus.

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Hightech verschafft Pflegekräften mehr Zeit für die Menschen

Effizienz im Pflegesektor: Neues EU-Projekt ILDA-care in der BioRegion STERN

Hightech verschafft Pflegekräften mehr Zeit für die Menschen

Michael Kleiner (links) überreicht Dr. Margot Jehle und Dr. Klaus Eichenberg den Förderbescheid (Bildquelle: Michael Latz/BioRegio STERN)

(Stuttgart/Tübingen) – Der BioRegio STERN Management GmbH wurde am Donnerstag in Tübingen von Ministerialdirektor Michael Kleiner vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg der offizielle Förderbescheid für ILDA-care überreicht. ILDA-care steht für „Intelligent Logistics, Digitalisation and Automated Workflows for the Homecare and Nursing homes sector“ und soll die Effizienz im Pflegesektor verbessern. Im Rahmen des Projektes, das seit Februar 2018 läuft und vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit einem Gesamtbudget von knapp 210.000 Euro ausgestattet ist, kooperiert die BioRegio STERN Management GmbH mit dem dänischen Cluster Welfare Tech.

Zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) aus der BioRegion STERN und aus Dänemark sowie mehrere Großunternehmen beteiligen sich an dem Förderprojekt ILDA-care zur Verbesserung der Effizienz im Pflegesektor. Gemeinsam stellen sie sich der Herausforderung, die Versorgung der schnell wachsenden Zahl älterer und pflegebedürftiger Menschen in Heimen oder zu Hause durch Fachkräfte zu verbessern. Gesucht werden Lösungen, die Pflegekräfte in den Stand setzen, sich auf die persönliche Betreuung der Menschen zu konzentrieren anstatt ihre knappen Ressourcen mit zeitaufwändigen formalisierten Arbeitsabläufen zu verbrauchen. Ziel des EU-Projekts ILDA-care ist daher die Bildung einer neuen Wertschöpfungskette, die intelligente Logistik, Digitalisierung und Automatisierung für diesen Sektor berücksichtigt.

„ILDA-care stellt sich den großen Herausforderungen, die die wachsende Alterspyramide in unserer Gesellschaft mit sich bringt: dem Pflegekräftemangel und der damit verbundenen Zeitknappheit“, erklärt BioRegio STERN-Projektleiterin Dr. Margot Jehle. „Unsere Erfahrungen bei der Verknüpfung von Branchen in den Life-Sciences beispielsweise mit der Medizintechnik und der Automatisierung sowie die internationale Kooperation werden sicher zur Problemlösung beitragen.“

Bei der Übergabe des Förderbescheids in Tübingen, erklärte Ministerialdirektor Michael Kleiner vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg: „Insbesondere KMU sollten sich auch in Bereichen wie der Pflege an internationalen Vorreitern orientieren und deren Erkenntnisse und Erfahrungen für die eigene Geschäftspolitik in den Blick nehmen.“

Regionale KMU aus Baden-Württemberg sollen von dem Projekt und der Kooperation mit dem dänischen Cluster Welfare Tech profitieren, denn die Pflegesysteme der skandinavischen Länder gelten als vorbildlich. Die erste Delegationsreise nach Dänemark für Unternehmer findet im Juni statt; für September 2018 ist eine Delegationsreise dänischer Unternehmer in die BioRegion STERN geplant. Für beide Termine können sich Unternehmen anmelden, um im direkten Dialog mit Spezialisten aus Dänemark Wissen und Erfahrungen auszutauschen sowie internationale Kontakte herzustellen. Im Mai 2018 startet außerdem eine erste Umfrage unter Firmen in der BioRegion STERN, um ihr spezifisches Know-how im Gesundheits- und Pflegesektor zu identifizieren.

ILDA-care wurde vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit einem Gesamtbudget von knapp 210.000 Euro ausgestattet. Der BioRegio STERN Management GmbH stehen für die Laufzeit von eineinhalb Jahren die Hälfte dieser Fördersumme zur Verfügung.

Kontakt für Unternehmen:
ILDA-care Projektleiterin Dr. Margot Jehle,
jehle@bioregio-stern.de, +49-711-87035429

Über Welfare Tech
Welfare Tech ist ein dänisches Cluster, das Innovation und Geschäftsentwicklung in den Bereichen Gesundheitswesen, häusliche Pflege und soziale Dienste vernetzt. Die Mitglieder von Welfare Tech kommen aus der Privatwirtschaft, aus öffentlichen Einrichtungen sowie Forschung und Lehre. Durch seine Mitglieder verfügt Welfare Tech über ein fundiertes Wissen über den dänischen Markt und fungiert als nationaler Türöffner für internationale Unternehmen, die auf dem dänischen Markt aktiv werden wollen.
https://en.welfaretech.dk/

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Aminolipin protects the living and preserves the dead

4.5 million euros of GO-Bio funding for University Hospital Tübingen project to develop formaldehyde substitute

Aminolipin protects the living and preserves the dead

Prof. Dr. Bernhard Hirt, Institute of Clinical Anatomy and Cell Analysis, Tübingen University (Source: Manfred Mauz)

(Stuttgart/Tübingen/Berlin) – Professor Bernhard Hirt from University Hospital Tübingen’s Institute of Clinical Anatomy and Cell Analysis is one of the beneficiaries of the latest GO-Bio funding from the German Federal Ministry of Education and Research (BMBF). He and his research team will be receiving 4.5 million euros over the next three years to take aminolipin to market maturity with a view to replacing highly toxic formaldehyde as a fixing and preservation agent for tissue and organs. The presentation took place last Wednesday at the German Biotechnology Days in Berlin.

For over 100 years, pathologists, anatomists and undertakers have been using formaldehyde to preserve biological tissue and even entire bodies. The aldehyde methanal, as it is officially called in international scientific circles, is now known to be so toxic and carcinogenic, however, that some academic institutions‘ accident insurers no longer permit its use following the application of stricter thresholds. Preserving organs and bodies is sometimes essential, though, for example to provide future doctors with practical training. They study human anatomy and practice operations on bodies left to medical science. These corpses need to look and feel as similar as possible to a live patient.

A team of chemists, biologists and doctors from University Hospital Tübingen’s Institute of Clinical Anatomy and Cell Analysis has now developed and filed a patent application for a substitute. In all trials to date, it has demonstrated outstanding fixing and preserving properties for organs and tissue without being harmful to health. The project manager and Medical Director of the institute, Professor Bernhard Hirt, is therefore confident that this new substance will quickly replace formaldehyde in anatomical applications and for interments. „We synthesise aminolipin from near-natural substances. In several trials, it has been shown to inhibit enzymes that are responsible for decomposition, exhibit a wide antimicrobial efficacy spectrum and be highly efficient in halting the process of putrefaction,“ he says.

Having won over the biotechnology funding initiative’s panel of experts, the project was selected to benefit from GO-Bio support. Secretary of State Dr. Georg Schütte from the BMBF congratulated the winners of the latest GO-Bio selection competition at the German Biotechnology Days on 18 and 19 April in Berlin. Over the next three years, the research teams will receive funding to further develop their ideas and turn them into commercial products and services.

The seven selection processes since the start of 2005 have provided – or are still providing – funding for a total of 50 teams. In the coming three years, the research team from Tübingen will be given 4.5 million euros to optimise the manufacturing process for aminolipin and demonstrate its effectiveness in the proof of concept. During this period, it is planned to found a start-up to market the substance.

As Dr. Klaus Eichenberg, Managing Director of BioRegio STERN Management GmbH, explains: „Scientific research produces numerous good ideas, but in the life sciences it takes a lot of time and money to turn these into a market-ready product. GO-Bio funding is targeted at the early phase of projects and most of the new companies founded to date are doing very well, so I’m already looking forward to another successful start-up in the STERN BioRegion.“

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BioRegio STERN Management GmbH promotes economic development in the life sciences industry, helping to strengthen the region as a business location by supporting innovations and start-up companies in the public interest. It is the main point of contact for company founders and entrepreneurs in the Stuttgart and Neckar-Alb regions, including the cities of Tübingen and Reutlingen.
The STERN BioRegion is one of the largest and most successful bioregions in Germany. Its unique selling points include a mix of biotech and medtech companies that is outstanding in Germany and regional clusters in the fields of automation technology and mechanical engineering.

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Aminolipin: Schützt die Lebenden – erhält die Toten

GO-Bio: Projekt der Uniklinik Tübingen erhält 4,5 Millionen Euro für Entwicklung von Formaldehyd-Ersatz

Aminolipin: Schützt die Lebenden - erhält die Toten

Prof. Dr. Bernhard Hirt, Institut für Klinische Anatomie und Zellanalytik, Uniklinik Tübingen (Bildquelle: Manfred Mauz)

(Stuttgart/Tübingen/Berlin) – Prof. Dr. Bernhard Hirt vom Institut für Klinische Anatomie und Zellanalytik des Universitätsklinikums Tübingen ist einer der Gewinner der aktuellen GO-Bio-Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Gemeinsam mit seinem Forscherteam wird er in den kommenden drei Jahren 4,5 Millionen Euro erhalten, um den Ersatzstoff Aminolipin marktreif zu entwickeln, der das hochgiftige Formaldehyd als Fixierungs- und Konservierungssubstanz für Organe und Gewebe ablösen soll. Die Vergabe erfolgte im Rahmen der Deutschen Biotechnologietage am heutigen Mittwoch in Berlin.

Sowohl Mediziner aus der Pathologie und der Anatomie als auch Bestatter verwenden seit über 100 Jahren vor allem Formaldehyd, um biologisches Gewebe oder auch komplette Körper zu konservieren. Das Aldehyd Methanal, so die internationale wissenschaftliche Bezeichnung, gilt inzwischen aber als so giftig und krebserregend, dass nach der Verabschiedung strengerer Grenzwerte einige Unfallkrankenkassen universitären Einrichtungen die Betriebserlaubnis für den Umgang mit diesem Mittel entzogen. Die Konservierung von Organen und Leichnamen ist indes dort unverzichtbar, wo es beispielsweise darum geht, zukünftige Mediziner praxisnah auf ihren Beruf vorzubereiten. Sie studieren die Anatomie des Menschen und üben Operationen an zu Lebzeiten gespendeten Leichnamen, die so präpariert sein sollten, dass sie in Form und Haptik möglichst „lebensecht“ wirken.

Ein Team aus Chemikern, Biologen und Medizinern des Instituts für Klinische Anatomie und Zellanalytik der Universität Tübingen hat nun einen Ersatzstoff entwickelt und zum Patent angemeldet, der in allen bisherigen Studien hervorragende Eigenschaften als Fixierungs- und Konservierungssubstanz für Organe und Gewebe bewiesen hat, ohne die Gesundheit zu gefährden. Der Projektleiter und Ärztliche Direktor des Instituts, Prof. Dr. Bernhard Hirt, ist daher überzeugt, dass die neue Substanz Formaldehyd in der Anatomie und im Bestattungswesen schnell ablösen wird: „Wir synthetisieren Aminolipin aus naturstoffnahen Substanzen. In mehreren Studien konnten wir nachweisen, dass Aminolipin sowohl Enzyme, die für den Zerfallsprozess verantwortlich sind, hemmt als auch ein umfassendes antimikrobielles Wirkspektrum besitzt und entsprechend effizient den Verwesungsprozess stoppt.“

Diese Idee hat die Expertenjury der „Gründungsoffensive Biotechnologie“ überzeugt, sodass sie das Projekt für eine GO-Bio-Förderung ausgewählt hat. Staatssekretär Dr. Georg Schütte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) zeichnete im Rahmen der Deutschen Biotechnologietage, die am 18. und 19. April in Berlin stattfinden, die Gewinner der aktuellen GO-Bio-Auswahlrunde aus. Die Forscherteams erhalten in den kommenden drei Jahren finanzielle Förderung, um ihre Ideen weiterzuentwickeln und in kommerzielle Produkte und Dienstleistungen zu transferieren.

Seit dem Start im Jahr 2005 gab es sieben Auswahlrunden, dabei wurden – oder werden noch – insgesamt 50 Teams gefördert. Das Forscherteam aus Tübingen erhält in den kommenden drei Jahren 4,5 Millionen Euro, um den Herstellungsprozess für Aminolipin zu optimieren und die Wirksamkeit im Proof-of-Concept zu belegen. Innerhalb dieser drei Jahre ist die Ausgründung eines Start-ups für die Vermarktung der Substanz geplant.

Dr. Klaus Eichenberg, Geschäftsführer der BioRegio STERN Management GmbH: „Während wissenschaftlicher Forschungsarbeit entstehen viele gute Ideen; bis daraus ein marktreifes Produkt wird, ist es aber in den Life-Sciences ein langer und kostenintensiver Weg. GO-Bio fördert gezielt in der Frühphase der Projekte und die bisherigen Ausgründungen entwickeln sich größtenteils sehr gut. Ich freue mich daher schon jetzt auf ein neues erfolgreiche Start-up in der BioRegion STERN.“

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Expert additions to the team

HR news – two biologists have been providing support for project management at BioRegio STERN Management GmbH since February

Expert additions to the team

Biologists Nina Zabel and Jana Fesseler (from left) provide support for BioRegio STERN (Source: private)

(Stuttgart) – Two more biologists – Jana Fesseler and Nina Zabel – are now providing support for project management at BioRegio STERN Management GmbH. The company, which promotes economic development in the life sciences industry, recently secured numerous new projects, which has resulted in it having to increase its workforce significantly. Among other things, BioRegio STERN Management GmbH has taken on the role of coordinator in the joint APRONA project and is the German lead partner for the Interreg project Codex4SMEs.

A „flexible robot-based platform for automated production of nanoparticles“ is to be developed within the next two and a half years. A transnational network is also being set up to drive forward the development of companion diagnostics along the entire value chain of small and medium-sized enterprises (SME). However, APRONA and Codex4SMEs are just two of the projects that BioRegio STERN Management GmbH has recently procured. „To successfully implement both these and other national and international projects, it was urgently necessary to expand the workforce,“ explains Managing Director Dr. Klaus Eichenberg. „I’m delighted we’ve been able to expand our team so expertly with Jana Fesseler and Nina Zabel. But if things continue to develop in this way, we’ll probably have to allow for even more hires.“

Fesseler and Zabel, both biologists (M.Sc.), started their work in Stuttgart in February 2018.
Jana Fesseler (27) completed a degree in biosciences at the University of Kaiserslautern, which she rounded off with a bachelor thesis on bioprocess engineering and technology. For her subsequent master’s degree in biotechnology, she transferred to the Karlsruhe Institute of Technology (KIT), where she focused on the manufacture of bio-based products from renewable raw materials for the industrial biotechnology sector.
Nina Zabel (27) studied biology at the University of Hohenheim. During a practical semester at Greiner Bio-One GmbH, she gained an insight into the development process for products destined for specific applications in medical, pharmaceutical and biotechnological research and wrote her thesis in Hohenheim at the Institute for Membrane Physiology in collaboration with Greiner Bio-One GmbH. During this, she characterised magnetic nanoparticles and investigated their influence on cellular parameters.

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Mit digitalem Fingerabdruck mehr Qualität in der Arznei- und Lebensmittelproduktion

micro-biolytics GmbH aus Esslingen: Technologieplattform zur Analyse und Digitalisierung von Flüssigkeiten

Mit digitalem Fingerabdruck mehr Qualität in der Arznei- und Lebensmittelproduktion

Das voll automatisierte System „MIRA Analyzer“ (Bildquelle: micro-biolytics GmbH)

(Stuttgart/Esslingen) – Die micro-biolytics GmbH aus Esslingen am Neckar hat ein System entwickelt, das die lückenlose Kontrolle von flüssigen Substanzen bei der Arznei- und Lebensmittelproduktion ermöglicht. Dazu werden auf Basis der patentierten AquaSpec-Technologie Flüssigkeiten digitalisiert. Die gewonnenen Daten informieren schnell und zuverlässig über Veränderungen oder Verunreinigungen und sorgen somit für mehr Produktsicherheit, höhere Effizienz und letztendlich geringere Kosten. Nach ersten Verträgen mit namhaften Pharmakonzernen und Lebensmittelherstellern plant das Unternehmen nun den großangelegten Vertrieb seiner Produkte.

Durchgängige Prozesse, kontinuierlich kontrollierte Zulieferketten, selbstorganisierende Systeme und vernetzte Produktionsanlagen: „Industrie 4.0“, das Topthema bei Maschinenbauern und Automobilherstellern, ist in den meisten Laboren und Pharmaunternehmen noch nicht angekommen. Dabei werden kontinuierlich überwachte Prozesse künftig auch bei der Herstellung von Arzneimitteln in der Biotech- und Pharmabranche über die Wettbewerbsfähigkeit entscheiden. Außerdem wird die digitale Transformation der Prozesse für mehr Produktsicherheit und geringere Produktionskosten sorgen.

Bisher scheitert die durchgängige Kontrolle der Zulieferkette jedoch häufig an hohem Aufwand und Kosten. „Wir können mit AquaSpec die Chargen eindeutig identifizieren und dank dieses digitalen Fingerabdrucks eine lückenlose Qualitätssicherung gewährleisten“, erklärt Dipl.-Chem. Andreas Wolf, CEO der micro-biolytics GmbH . „Die meisten Analysen erkennen lediglich vorab definierte Substanzen; was aber wenn eine Verunreinigung die Charge verdirbt, die zuvor gar nicht bekannt war?“ Das Unternehmen aus Esslingen am Neckar geht daher bei der Analyse einen eigenen, neuen Weg: „Wir suchen nicht gezielt Substanzen, wir finden alle Inhaltsstoffe“, beschreibt der Mitarbeiter Dipl.-Ing. Detlef Marsch die Methode. „Wir nutzen die patentierte AquaSpec-Technologie, um wässrige Proben – dazu zählen auch aufgelöste Tabletten – im industriellen Maßstab zu analysieren.“ Das Gerät wird dafür vorab mit den Daten der Idealzusammensetzung des gewünschten Produktes „gefüttert“. „Wir finden dann auch die Inhaltsstoffe, die nicht hineingehören.“

Das voll automatisierte System „MIRA Analyzer“, das das Unternehmen seit kurzem vertreibt, liefert die Daten in kürzester Zeit – ohne aufwändige Probenaufbereitung. „Wir digitalisieren Flüssigkeiten“, fasst Wolf zusammen. „Big Data – also die komplette Digitalisierung und Speicherung aller Ergebnisse und deren hoher Informationsgehalt – eröffnen ein weites neues Spektrum an Einsatzmöglichkeiten.“ Das Unternehmen hat bereits namhafte Pharmaunternehmen gewinnen und von den Vorteilen überzeugen können. Für Arzneimittelhersteller spielen neben der Produktsicherheit natürlich Zeit- und Kostenvorteile eine große Rolle, die nun auch für Mittelständler erschwinglich sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Biopharmazeutika wie Insulin und verschiedene Impfstoffe werden heute in Kulturen von Mikroorganismen wie Bakterien oder Hefen oder mit Hilfe von Säugetierzellen in aufwändigen Fermentationsprozessen in Bioreaktoren hergestellt. Jede kleinste Veränderung der Temperatur, der Zusammensetzung der Nährlösung etc. hat erheblichen Einfluss auf das Ergebnis, das für die Zulassung durch die Behörden nahezu hundertprozentig rein sein muss. Durch die kontinuierliche Überwachung der Lösungen wird jede Abweichung vom Soll sofort erkannt und digital abgespeichert. Diese Daten können dann für die Prozessoptimierung herangezogen werden.

Durchgängige Kontrolle ist auch in der Lebensmittelindustrie unverzichtbar. Deshalb arbeitet micro-biolytics seit 2012 mit der auf Qualitätssicherung und Analytik spezialisierten QFOOD GmbH aus Freiburg im Breisgau zusammen. QFOOD entwickelte mit Unterstützung von micro-biolytics die Produktionsüberwachung von Energy Drinks eines weltweit führenden Herstellers. Der Abfüller in den Niederlanden erhält nun die Auswertung der Inhaltsstoffe im laufenden Prozess in wenigen Minuten, was früher ein bis zwei Tage in Anspruch genommen hat – ein Zeitraum, in dem die Produkte gelagert und schlimmstenfalls sogar vernichtet werden mussten, falls eine Abweichung festgestellt wurde. Aktuell wird mit einer großen Brauerei zusammen eine „Bier-ID“ entwickelt, um gleichbleibende Qualität im Fass zu ermöglichen.

Die Anwendungsgebiete für die Technologieplattform sind vielfältig: Fälschungen von Medikamenten, Kosmetika und Lebensmitteln lassen sich beispielsweise schnell identifizieren. „Unsere Technologie ist so genau, dass sogar einzelne Chargen und Produktionsstandorte erkannt und unterschieden werden. Im Kampf gegen Fälscher ist dadurch ein Durchbruch möglich“, erklärt Marsch. Das Unternehmen erwartet im nächsten Jahr bereits einen Absatz von 50 Geräten. Der Umsatz von rund 1 Mio. Euro im Jahr 2015 würde sich dadurch verzehnfachen. Die Geräte sollen weiterhin in Esslingen produziert werden, die Lieferanten einzelner Module kommen überwiegend aus Süddeutschland und der Schweiz. „Wir benötigen dafür jedoch mehr Fläche – und einen weiteren Investor“, erklärt Wolf die kurzfristige Zielsetzung des Unternehmens. Bisher ist lediglich der Life Science Fonds Esslingen an dem Unternehmen beteiligt. Aktuell werden Chemometriker und IT-Fachleute gesucht. Für Dr. Klaus Eichenberg, Geschäftsführer der BioRegio STERN Management GmbH , die soeben für das Unternehmensnetzwerk „ELSA – Automatisierungslösungen für die Biowissenschaften“ von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet wurde, ist das ein weiterer Beweis dafür, dass marktfähige Innovationen der Kooperation von Life-Sciences-Spezialisten und Ingenieuren bedürfen.

Über die BioRegio STERN Management GmbH:
In den Städten Stuttgart, Tübingen, Esslingen und Reutlingen sowie den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb ist die BioRegio STERN Management GmbH seit 2001 gemeinsames Kompetenznetzwerk, Anlauf- und Beratungsstelle für Existenzgründer, Unternehmer und Forscher aus der Life-Sciences-Branche. Die BioRegio STERN Management GmbH vertritt deren Interessen gegenüber Politik, Medien und Verbänden und berät bei Förderanträgen sowie Unternehmensfinanzierungen. Bedeutende Schwerpunkte bilden die Regenerationsmedizin, die Medizintechnik und die Automatisierung der Biotechnologie. Geschäftsführer ist der Molekular- und Zellbiologe sowie Investmentanalyst Dr. Klaus Eichenberg.

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Finding out about medical needs live at the operating table

„Incisions and Insights“ – medtech engineers and medical practitioners in dialogue

Finding out about medical needs live at the operating table

Medtech engineers and medical practitioners in dialogue (Source: Michael Latz/ BioRegio STERN)

For the first time, the Stuttgart and Tübingen Inter-University Centre for Medical Technology (IZST) and the Verein zur Förderung der Biotechnologie und Medizintechnik e. V. (Society for the Promotion of Biotechnology and Medical Technology) in conjunction with BioRegio STERN Management GmbH (http://www.bioregio-stern.de/en) have hosted the „Incisions and Insights“ workshop. The event, which focused on pelvic surgery, adopted an interdisciplinary approach, bringing together the fields of gynaecology, urology and trauma and general surgery and offering medical technology specialists the opportunity to learn about medical needs in the field. With live streaming of surgery and practical exercises in the clinical anatomy (http://www.klinischeanatomie-tuebingen.de/) operating theatre, the workshop provided inspiration for developing and enhancing instruments and equipment. Everyone involved felt it was a resounding success and is set to be continued.

The „Incisions and Insights“ workshop clearly demonstrated to the approximately 80 participants attending the event and numerous medical practitioners and students linked via live stream how inspiring interdisciplinary collaboration can be between medical specialists from various disciplines and medical technology engineers. In front of an attentive audience, senior consultants and medical directors discussed operations that took place one floor below in the operating theatre of the Institute of Clinical Anatomy and Cell Analysis and were streamed live to the auditorium. That afternoon, heads of development from medtech companies from the region sat where otherwise students acquire basic anatomical knowledge and medical specialists pursue further training. And instead of spending time on anatomical explanations, the medical experts got down to business straight away. Prof. Arnulf Stenzl, Medical Director of Urology at the University Hospital of Tübingen and Director of IZST, Prof. Bernhard Hirt, Director of the Institute of Clinical Anatomy and Cell Analysis at the University of Tübingen, Prof. Alfred Königsrainer, Medical Director of General, Visceral and Transplant Surgery at the University Hospital of Tübingen, Prof. Christl Reisenauer, Senior Consultant in Urogynecology at the University Hospital of Tübingen and Prof. Ulrich Stöckle, Medical Director of Trauma and Reconstructive Surgery at the BG Trauma Hospital, Tübingen, used everyday, routine procedures in pelvic surgery to show where they see room for improvement in instruments and technologies. „Today we expect to see something from the developers,“ concluded Prof. Reisenauer.

Take laparoscopy, for example – in minimally invasive surgery, trocars provide access to the abdominal cavity. Endoscopes or gripping and cutting tools are inserted through the openings. The medtech engineers present quickly became aware of areas that could be improved. When using ultrasonic scissors, heat and smoke generation can impair vision, the inserted camera may smear and, although the inserted forceps may grasp the tissue, they may not hold onto it. The experienced surgeons had prepared a long wishlist, such as shorter scalpels and finer suture material, and in some cases had already formulated concrete ideas about further developments. Standardised titanium or steel plates are still currently used to stabilise pelvic fractures. In the future, surgeons would like to see individually shaped plates – preferably made within 24 hours using 3D printing – that are adapted precisely to the anatomy of the pelvis and can thus be fixed with optimum results. Lighting and visualisation remain an issue even if surgery is not performed endoscopically but openly. Here, surgeons are looking for monitors that do not force them to look away from the patient but are instead installed directly next to the operating area. They all agreed that the technology is available in principle – i.e. in the form of smart glasses – but needs to be implemented in medical technology even more effectively.

There was plenty to discuss when the medtech engineers and medical specialists were able to switch from the auditorium itself to the operating tables in Anatomy to continue their discussions with the surgeons. The participants had earlier selected a question of particular interest to them with a view to getting exclusive specific insight into the topics of visualisation, lighting, miniaturisation, haptic feedback, ergonomics, dissection, ablation and recovery, sterile working and osteosynthesis in small groups at the individual operating tables. For example, Thomas Schobert, head of development at EPflex Feinwerktechnik GmbH from Dettingen an der Erms, asked Dr. Bastian Amend, senior urology consultant, to show him the guide wires manufactured by his company in use on the „patient“. As an OEM company, he generally only has contact with the commissioning medtech company, not the surgeon using the product. When Dr. Amend explained to him where he saw room for improvement, he immediately responded with: „Tell us what it should look like and we´ll make it.“ Michael Neher, Research and Development Manager at Gomaringen-based BOWA-electronic GmbH, is also impressed with the workshop concept: „Trade fairs are primarily concerned with sales and marketing. Here, problems are presented completely openly.“ He is interested in particular in the challenges resulting from smoke generation and heat when using cutting tools and reveals: „We already have an idea about this.“

These two company representatives were not alone in supporting the organisers mission. „We see that the companies find out about medical needs here directly and thus get ideas on developing and enhancing instruments and equipment,“ explains Dr. Klaus Eichenberg, Managing Director of BioRegio STERN Management GmbH. „Incisions and Insights gives them an exclusive headstart and therefore provides them with competitive advantages.“ All participants are thus agreed that the interdisciplinary workshop must be developed further as a series of events with different specialist areas in each case.

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BioRegio STERN Management GmbH is a skill-sharing network, providing a help and ad-vice centre for founders of new businesses, entrepreneurs and researchers in the life sciences sector in the cities of Stuttgart, Tübingen, Esslingen and Reutlingen and the Stuttgart and Neckar-Alb regions. BioRegio STERN Management GmbH represents the interests of these market players in dealings with political circles, the media and associations and provides advice on grant applications and corporate financing. Key focal points include regenerative medicine, medical technology and the automation of biotechnology. Managing Director Dr. Klaus Eichenberg is a molecular and cell biologist and investment analyst.

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„Medical Need“ live am OP-Tisch erfahren

„Einschnitte – Einblicke“: Medizintechniker und Ärzte im Dialog

"Medical Need" live am OP-Tisch erfahren

Medizintechniker und Ärzte im OP des Instituts für Klinische Anatomie in Tübingen (Bildquelle: Michael Latz/BioRegio STERN)

(Stuttgart/Tübingen) – Das Interuniversitäre Zentrum für Medizinische Technologien Stuttgart – Tübingen (IZST) und der Verein zur Förderung der Biotechnologie und Medizintechnik e. V. luden gemeinsam mit der BioRegio STERN Management GmbH erstmalig zu dem Workshop „Einschnitte – Einblicke“ ein. Die Veranstaltung mit dem Schwerpunktthema Beckenchirurgie brachte fächerübergreifend die Disziplinen Gynäkologie, Urologie sowie Unfall- und Allgemeinchirurgie an einen Tisch und bot Fachleuten aus der Medizintechnik Gelegenheit, direkt vor Ort den „Medical Need“, also den medizinischen Bedarf, zu erfahren. Mit einer Live-OP-Übertragung sowie praktischen Übungen im OP der Klinischen Anatomie bot die Veranstaltung Anstöße für die Neu- und Weiterentwicklung von Instrumenten und Geräten. Aus Sicht aller Beteiligten war sie ein voller Erfolg und wird fortgesetzt.

Wie inspirierend die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Medizinern verschiedener Fachrichtungen und den Ingenieuren aus der Medizintechnik sein kann, führte der Workshop „Einschnitte – Einblicke“ den etwa 80 Teilnehmern vor Ort sowie zahlreichen via Live-Stream zugeschalteten Ärzten und Studenten anschaulich vor. Leitende Oberärzte und ärztliche Direktoren diskutierten vor ihrem aufmerksamen Publikum die Operationen, die eine Etage tiefer im OP des Instituts für Klinische Anatomie und Zellanalytik stattfanden und live in den Hörsaal übertragen wurden. Wo sonst Studenten erste anatomische Kenntnisse erwerben und medizinisches Fachpersonal sich fortbildet, saßen an diesem Nachmittag die Entwicklungsleiter von Medizintechnikunternehmen aus der Region. Und die Mediziner hielten sich nicht lange mit anatomischen Erklärungen auf, sondern legten sofort den „Finger in die Wunde“. Prof. Dr. Arnulf Stenzl, Ärztlicher Direktor der Urologie des Universitätsklinikums Tübingen und Direktor des IZST , Prof. Dr. Bernhard Hirt, Direktor des Instituts für Klinische Anatomie und Zellanalytik der Universität Tübingen, Prof. Dr. Alfred Königsrainer, Ärztlicher Direktor der Allgemeinen, Viszeral- und Transplantationschirurgie des Universitätsklinikums Tübingen, Prof. Dr. Christl Reisenauer, Leitende Oberärztin Urogynäkologie des Universitätsklinikums Tübingen und Prof. Dr. Ulrich Stöckle, Ärztlicher Direktor der Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Tübingen zeigten anhand täglicher Routine-Eingriffe in der Beckenchirurgie, wo sie Verbesserungsbedarf bei Instrumenten und Technologien sehen. „Heute dürfen wir uns von den Entwicklern etwas wünschen“, brachte es Prof. Reisenauer auf den Punkt.

Beispiel Laparoskopie: In der minimal-invasiven Chirurgie schaffen so genannte Trokare den Zugang zum Bauchraum. Durch die Öffnungen werden Endoskope bzw. Greif- und Schneidewerkzeuge eingeführt. Schnell wird den anwesenden Medizintechnikern klar, wo hier Verbesserungspotenzial besteht: Bei der Verwendung einer Ultraschallschere können Hitze und Rauchentwicklung die Sicht behindern, die eingeführte Kamera verschmiert und mit der eingeführten Zange kann das Gewebe zwar gegriffen, aber nicht gehalten werden. Ob kürzere Messer oder feineres Nahtmaterial – die erfahrenen Ärzte hatten eine lange Wunschliste vorbereitet und sich teilweise schon konkret Gedanken über die Weiterentwicklung gemacht: Zur Stabilisierung eines Beckenbruchs werden aktuell noch standardisierte Titan- oder Stahlplatten eingesetzt. Für die Zukunft wünschen sich die Chirurgen individuell geformte Platten – am besten im 3D-Druck innerhalb von 24 Stunden hergestellt -, die der Anatomie des Beckens exakt angepasst sind und daher optimal fixiert werden können. Auch wenn nicht endoskopisch, sondern offen operiert wird, ist die Beleuchtung und Visualisierung immer wieder ein Thema: Hier wünschen sich die Chirurgen Monitore, die sie nicht zwingen, vom Patienten weg zu schauen, sondern die direkt neben dem Operationsfeld angebracht sind. Sie waren sich einig, dass die Technik im Prinzip zur Verfügung steht – Stichwort: Daten-Brille -, aber noch besser in der Medizintechnik umgesetzt werden muss.

Es gab reichlich Gesprächsstoff, als die Medizintechniker und Mediziner vom Hörsaal selbst an die OP-Tische in der Anatomie wechseln durften, um dort mit den Chirurgen weiter zu diskutieren. Die Teilnehmer hatten vorab eine für sie interessante Fragestellung ausgewählt, um dann gezielt in kleinen Gruppen an den einzelnen OP-Tischen exklusive Einblicke zu den Themen Visualisierung und Beleuchtung, Miniaturisierung, Haptik-Feedback, Ergonomie, Dissektion, Ablation und Bergung, steriles Arbeiten sowie Osteosynthese zu erhalten. Thomas Schobert, Leiter Entwicklung bei der EPflex Feinwerktechnik GmbH aus Dettingen an der Erms, ließ sich beispielsweise von Dr. Bastian Amend, Oberarzt der Urologie, den Einsatz der von seiner Firma gefertigten Führungsdrähte am „Patienten“ zeigen. Als OEM-Unternehmen hat er in der Regel nur Kontakt zum beauftragenden Medizintechnikunternehmen, nicht jedoch zum anwendenden Arzt. Als Dr. Amend ihm erklärte, wo er Verbesserungsbedarf sieht, reagierte er spontan: „Sagen Sie uns, wie es aussehen soll und wir bauen es.“ Auch Michael Neher, Manager Forschung und Entwicklung der BOWA-electronic GmbH aus Gomaringen, ist vom Konzept des Workshops begeistert: „Auf Messen geht es vor allem um den Vertrieb und das Marketing. Hier werden Problemstellungen ganz offen dargestellt.“ Er interessiert sich vor allem für die Herausforderungen durch Rauchentwicklung und Hitze bei Schneidewerkzeugen und verrät: „Wir haben da schon eine Idee.“

Nicht nur diese beiden Unternehmensvertreter bestätigten den Anspruch der Veranstalter. „Wir sehen, dass die Unternehmen hier direkt den ,Medical Need“ erfahren und dadurch Ideen zur Neu- und Weiterentwicklung von Instrumenten und Geräten erhalten“, erklärt Dr. Klaus Eichenberg, Geschäftsführer der BioRegio STERN Management GmbH. „Einblicke – Einschnitte schafft exklusiven Wissensvorsprung und damit Wettbewerbsvorteile.“ Alle Beteiligten sind sich daher einig, dass der interdisziplinäre Workshop als Veranstaltungsreihe mit jeweils verschiedenen Fachbereichen unbedingt weiterentwickelt werden muss.

Über die BioRegio STERN Management GmbH:
In den Städten Stuttgart, Tübingen, Esslingen und Reutlingen sowie den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb ist die BioRegio STERN Management GmbH seit 2001 gemeinsames Kompetenznetzwerk, Anlauf- und Beratungsstelle für Existenzgründer, Unternehmer und Forscher aus der Life-Sciences-Branche. Die BioRegio STERN Management GmbH vertritt deren Interessen gegenüber Politik, Medien und Verbänden und berät bei Förderanträgen sowie Unternehmensfinanzierungen. Bedeutende Schwerpunkte bilden die Regenerationsmedizin, die Medizintechnik und die Automatisierung der Biotechnologie. Geschäftsführer ist der Molekular- und Zellbiologe sowie Investmentanalyst Dr. Klaus Eichenberg.

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Gründen ist wie ein Fußballturnier mit Überraschungssiegern

Sommerempfang: Science2Start-Gewinner und „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“

Gründen ist wie ein Fußballturnier mit Überraschungssiegern

Dr. Klaus Eichenberg (li.) erhält die Urkunde „Ausgezeichneter Ort“ von Frank Ilzhöfer (Bildquelle: Michael Latz/BioRegio STERN)

(Stuttgart) – Beim Sommerempfang der BioRegio STERN Management GmbH in den Stuttgarter Wagenhallen am Donnerstagabend gab es nur Gewinner: Die drei Sieger des diesjährigen Science2Start-Wettbewerbs freuten sich, dass die Jury ihren wissenschaftlichen Ansätzen wirtschaftliches Potenzial bescheinigte. Der Gastgeber wurde von der Initiative „Land der Ideen“ für sein Projekt „ELSA – Automatisierungslösungen für die Biowissenschaften“ ausgezeichnet – und die zahlreichen Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik feierten bis in den späten Abend.

Beim Sommerempfang, zu dem die BioRegio STERN Management GmbH gemeinsam mit dem Verein zur Förderung der Biotechnologie und Medizintechnik e. V. eingeladen hatte, trafen sich Wissenschaftler und Unternehmer aus der Life-Sciences-Branche sowie Politiker, Berater und Investoren. In den Stuttgarter Wagenhallen nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Meinungsaustausch und Kennenlernen, genossen internationales Street Food und beglückwünschten die zahlreichen Sieger in verschiedenen Wettbewerben.

Dr. Oliver Schacht, CEO der Curetis GmbH, verglich in seiner Laudatio für die Science2Start-Gewinner 2016 seine Erfahrungen mit Gründungen und Börsengängen mit dem Fußball: Nicht jedes Team braucht einen Ronaldo, um zu gewinnen und nicht immer gehen die Favoriten als Sieger vom Platz. „Was im Fußball gilt, gilt auch für Gründer: Die so genannten Experten irren sich ziemlich häufig.“ Eindringlich appellierte er an die Gründer, ihre innovativen Wettbewerbs-Projekte mit viel Geduld weiter voranzutreiben und „unbefangen Pässe zu schießen, mit denen keiner rechnet.“

Beim achten Science2Start-Ideen-Wettbewerb setzten sich drei gänzlich unterschiedliche Forschungsprojekte durch: Ein intelligentes Pflaster zur Analyse von Augenbewegungen belegte den ersten Platz, die fermentative Produktion einer Aminosäure wurde auf den zweiten Platz gewählt. Den dritten Platz belegte eine Plattformtechnologie für Impfstoffe. Die Gewinner erhielten Preisgelder in Höhe von insgesamt 4.500 Euro, die erneut VOELKER & Partner Rechtsanwälte Steuerberater Wirtschaftsprüfer als Sponsoren ausgelobt hatten.

Auch der Gastgeber BioRegio STERN Management GmbH wurde an diesem Abend als „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ prämiert. Gemeinsam mit einem sechsköpfigen Fachbeirat hatte eine Expertenjury aus Wissenschaftlern, Managern aus der Wirtschaft, Journalisten und Politikern das Projekt „ELSA – Automatisierungslösungen für die Biowissenschaften“ aus über 1.000 Bewerbern ausgewählt. Die regionale Initiative ELSA hat Biowissenschaftler und Ingenieure aus Unternehmen der gesamten BioRegion STERN an einen Tisch gebracht und erfolgreiche Kooperationen initiiert.

Frank Ilzhöfer, Direktor Firmenkunden bei der Deutschen Bank, überreichte dem Geschäftsführer der BioRegio STERN Management GmbH, Dr. Klaus Eichenberg, die Auszeichnung und betonte: „ELSA zeigt, wie eine ganze Region vom gemeinschaftlichen Austausch und Know-how ihrer Experten profitieren kann. Hier haben sich die Life-Sciences-Branche und Unternehmen aus Maschinenbau und Ingenieurswesen in einem starken Netzwerk zusammengeschlossen. So werden aus Forschungsergebnissen Produkte, die den deutschen Markt und sogar den Weltmarkt erobern.“ Bahnbrechende Innovationen, so die Begründung der Jury, entstünden oft erst im disziplinübergreifenden Miteinander. „Das ist ein Projekt, das die Wirtschaftskraft der Region anschiebt“, ist Ilzhöfer überzeugt.

Die Gewinner des Science2Start-Wettbewerbs 2016:

1. Platz für das „EOG Patch“ von Dr. Holger Hengel und Felix Bernhard, Universitätsklinik Tübingen, Dr. Friedemann Bunjes, Hertie-Institut für klinische Hirnforschung Tübingen, und Kalpana Rani, ESB European School of Business Reutlingen
Augen sind wie ein diagnostisches Fenster zum Gehirn. Neurodegenerative Erkrankungen, z. B. Morbus Alzheimer oder Morbus Parkinson, lassen sich durch Beobachtung von Augenbewegungen möglicherweise frühzeitig erkennen. Das Forscherteam entwickelt ein intelligentes Pflaster, das im Gesicht aufgeklebt wird und Augenbewegungen über einen längeren Zeitraum aufzeichnet. Die Daten, die das „EOG Patch“ liefert, werden mit Hilfe der Datenbank an der Neurologischen Universitätsklinik Tübingen, einem der größten Zentren für neurodegenerative Erkrankungen in Deutschland, analysiert.

2. Platz für die fermentative Produktion von D-Phenylglycin von Dr. Yvonne Mast, Universität Tübingen, Interfakultäres Institut für Mikrobiologie und Infektionsmedizin
D-Phenylglycin ist eine Aminosäure, die unter anderem ein wichtiger Bestandteil von Antibiotika sowie von Aromastoffen und Kosmetikprodukten ist. Ihre industrielle Herstellung ist bislang aufwändig, die eingesetzten Chemikalien, z. B. Lösungsmittel, sind sehr umweltschädlich. Die Wissenschaftlerin hat nun einen Weg gefunden, um die Bausteine in einem nachhaltigen fermentativen Syntheseprozess herzustellen: Bei der so genannten Biokatalyse werden die Substanzen von Mikroorganismen produziert.

3. Platz für den „Immune Modulating Orf Virus – IMOrf“ von Melanie Mueller, Dr. Alena Reguzova, Ferdinand Salomon, Dr. Thomas Feger, Dr. Hanns-Joachim Rziha und Dr. Ralf Amann von der Universität Tübingen, Interfakultäres Institut für Zellbiologie, Abteilung Immunologie
Auf Basis des Orf Virusvektors (ORFV) werden rekombinante, also gentechnisch veränderte Impfstoffe hergestellt. Das Forscherteam entwickelt eine Plattformtechnologie, die das ORFV als Immunmodulator verwendet, um das Immunsystem gezielt zu beeinflussen. Diese können zur Prävention gegen Infektionskrankheiten, aber auch als therapeutische Tumorimpfstoffe sowie zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten eingesetzt werden. Die innovative Technologie macht es möglich, Ort und Art der eingeleiteten Immunantwort zu bestimmen.

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BioRegio STERN: seit Frühling 2015 Träger des Silver Labels des ESCA.

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Der ausgezeichnete Biotech-Standort wird konsequent weiter ausgebaut

Personalie: Dr. Klaus Eichenberg verlängert Vertrag als Geschäftsführer der BioRegio STERN Management GmbH

Der ausgezeichnete Biotech-Standort wird konsequent weiter ausgebaut

Dr. Klaus Eichenberg verlängert Vertrag als Geschäftsführer der BioRegio STERN Management GmbH (Bildquelle: BioRegio STERN Management GmbH / Michael Latz)

(Stuttgart) – Der Aufsichtsrat der BioRegio STERN Management GmbH bestätigte Dr. Klaus Eichenberg für weitere fünf Jahre als Geschäftsführer. Unter dem Vorsitz von Dr. Walter Rogg, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH, sprach das Aufsichtsgremium dem 48-Jährigen einstimmig das volle Vertrauen aus.

Dr. Klaus Eichenberg leitet die BioRegio STERN Management GmbH seit 2004. Im öffentlichen Auftrag unterstützt und fördert er gemeinsam mit seinem Team Life-Sciences-Unternehmen in den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb sowie den Städten Stuttgart, Tübingen, Esslingen und Reutlingen. Als Geschäftsführer unterstützt der geprüfte Investmentanalyst die wirtschaftlichen Interessen von Existenzgründern, Unternehmern und Forschern in einer der großen bundesdeutschen BioRegionen. Darüber hinaus ist der Molekular- und Zellbiologe Sprecher des Arbeitskreises der BioRegionen Deutschlands.

Mit der Clusterinitiative „Engineering – Life Sciences – Automation“ (ELSA) fördert die BioRegio STERN erfolgreich die Verknüpfung der Life-Sciences mit ingenieurgetriebenen Branchen. Die gemeinsame Standortinitiative von Politik und Wirtschaft „Deutschland – Land der Ideen“ hat jüngst das Unternehmensnetzwerk ELSA unter die 100 besten „Ausgezeichnete Orte“ gewählt. Bereits 2015 erhielt die BioRegio STERN das Silver Label des European Secretariat for Cluster Analysis ESCA als erfolgreiche Clustermanagement-Einrichtung. Auch ein jüngst erfolgter Börsengang sowie zunehmend hohe Investitionen von und in Unternehmen aus der Region belegen den anhaltenden Erfolg der Biotech-Wirtschaftsförderung. „Ich freue mich über das Vertrauen und werde weiter mit aller Kraft am nachhaltigen Ausbau dieses regionalen Biotech-Standorts und seiner Positionierung auf internationalen Spitzenplätzen arbeiten“, erklärt Dr. Eichenberg.

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