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Einladung zum Journalistenseminar „Mikroben für besseres Leben: Bakterien, die Plastik abbauen und Strom erzeugen und Viren, die resistente Bakterien

Das Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig lädt zum Journalistenseminar über Mikroben und Zelllinien ein

Einladung zum Journalistenseminar "Mikroben für besseres Leben: Bakterien, die Plastik abbauen und Strom erzeugen und Viren, die resistente Bakterien

Die Mitarbeiter der Pressestelle (Stabsstelle Presse und Kommunikation) des Leibniz-Instituts DSMZ

Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der DSMZ lädt die Stabsstelle Presse und Kommunikation des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen in Braunschweig zu einem eintägigen Journalistenseminar (13. März 2019 von 10.00 bis 17.30 Uhr) ein. Weltweit gibt es mehr als eine Milliarde verschiedener Bakterienarten. Weniger als ein Prozent davon sind bisher beschrieben. Und nur 538 davon machen krank. Die DSMZ ist die weltweit umfangreichste Bioressourcensammlung. 80 Prozent der beschrie-benen Bakterien befinden sich in der DSMZ-Sammlung in Braunschweig und stehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern weltweit zur Verfügung.

Mikrobensammler forschen in Braunschweig
Neben der Sammlung und Archivierung von Bakterien, Viren/Phagen, Pilzen und menschlichen Zelllinien sind die DSMZ-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Forschung aktiv. Zu den Forschungsschwerpunkten auf dem Science Campus Braunschweig-Süd gehören Umwelt- und Agrarforschung, Pflanzenvirenforschung, Phagen- und natürlich auch Krebsforschung.

Am Journalistenseminar „Mikroben für besseres Leben: Bakterien, die Plastik abbauen und Strom erzeugen und Viren, die resistente Bakterien abtöten“ des Leibniz-Instituts DSMZ können maximal fünf Journalistinnen und Journalisten teilnehmen. Die Teilnahme am Journalistenseminar ist kostenlos. Die verbindliche Anmeldung ist bis zum ersten März 2019 erforderlich. Die Verpflegung während des Seminars wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Eine Übernahme der Fahrt- und gegebenenfalls Übernachtungskosten ist nicht möglich. Ablauf des Journalistenseminars am 13. März 2019:

10.00 bis 10.45 Uhr
DSMZ – seit 50 Jahren im Dienste der Mikroben, Prof. Dr. Jörg Overmann, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts DSMZ, Braunschweig

10.45 bis 11.30 Uhr
Mikroben können mehr als krankmachen – Strom, Therapeutika und Lebensmittel erzeugen

11.30 bis 12.00 Uhr
Bakterien, die Plastik fressen, Schadstoffe und Öl unschädlich machen, Dr. Basak Öztürk, Braunschweig

12.00 bis 13.00 Uhr
Gemeinsames Mittagessen

13.00 bis 13.45 Uhr
Pflanzenvirenforschung im Kampf gegen den Hunger und für die Rettung der Tomaten, Dr. Stephan Winter, Braunschweig

13.45 bis 14.30 Uhr
Aus der Besenkammer ins Labor: DNA-Fingerprint

14.30 bis 15.30 Uhr
Biopause mit kleinem Imbiss und Führung (leuchtende Bakterien; ein Blick in den Stickstofftank; Blaualgen sind auch „nur“ Bakterien; die DSMZ-Schatzkammer: 355.000 Ampullen)

15.30 bis 16.00 Uhr
Sind Phagen das Mittel gegen multiresistente Keime?

16.00 bis 16.45 Uhr
Zellen im Mittelpunkt: Tierversuche durch Zelllinien ersetzen – wie Krebs entsteht, Prof. Dr. med. Hans G. Drexler, Braunschweig

16.45 bis 17.00 Uhr
Abschlussdiskussion

Information und Anmeldung:
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
Stabsstelle Presse und Kommunikation
Sven-David Müller, DSMZ-Pressesprecher
E-Mail: sven.david.mueller@dsmz.de
Tel.: 0531 /2616-300

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 69.701 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 95 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

Kontakt
Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
Sven-David Müller
Inhoffenstraße 7 B
38124 Braunschweig
0531-5312616300
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60 years solitary confinement – green test tube biodiversity

Researchers at the Leibniz Institute DSMZ explore metabolic profiles of cyanobacteria

60 years solitary confinement - green test tube biodiversity

Light microscope images of the cyanobacteria © Jörn Petersen & Christian Boedeker, DSMZ

In their quest to find new model systems in cyanobacteria, Associate Professor Dr. Jörn Petersen and Junior Research Group leader Dr. Meina Neumann-Schaal of the Leibniz Institute DSMZ-German Collection of Microorganisms and Cell Cultures compared the genome and metabolic profiles of six non-marine cyanobacteria. Their research revealed striking differences in the metabolic repertoire of these organisms und corroborated an entirely unexpected inter-species transfer of primary metabolism genes. Now, the scientists from Brunswick in northern Germany had their findings published in the renowned journal „Genome Biology and Evolution“.

After conducting an extensive comparison of the genome and metabolism of five different cyanobacteria (with Synechocystis sp. PCC 6803 acting as reference strain), the researchers found not only substantial differences regarding the metabolic profiles of these different photosynthetic bacteria, but also demonstrated that the bacteria individually adapt to day-night-cycles. There were large discrepancies between the investigated strains with respect to the assimilation of the greenhouse gas CO2 and its storage in form of carbohydrates. The decrypted genomes form the basis of the understanding of such metabolic variety. For instance, one strain isolated in the Chilean Atacama Desert 60 years ago and ever since practically held in „solitary confinement“, the aptly named Calothrix desertica DSM 106972, contains three times as many genes as the reference organism. The results reveal the urgent necessity to utilise the biodiversity of cultivated cyanobacteria above and beyond the established model systems to allow the full exploitation of their hidden biotechnological potential.

Portrait cyanobacteria
Cyanobacteria are one of the oldest life forms on earth. For a long time, their appearance led scientists to mistakenly rank them among algae („blue-green algae“). But four decades ago, evidence emerged that these organisms represent their own phylum within the world of bacteria. They are one of the most important primary producers of the planet“s oceans and practically invented plant photosynthesis more than three billion years ago. These days they play an important role in biotechnology, including in the production of peptides, amino acids, vitamins and pigments. In the public eye, they mostly make an appearance when producing compounds toxic to humans and animals as a consequence of „algal bloom“ in warm summers. Last year, the Leibniz Institute DSMZ-German Collection of Microorganisms and Cell Cultures expanded its collection by incorporating the organism-groups cyanobacteria and protists. Apart from their conservation and supply, the DSMZ in Brunswick also conducts extensive research on these microorganisms.

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Niedersächsische Landtagsabgeordnete Susanne Schütz besuchte das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH in

50 Jahre im Dienst der Wissenschaft: 1969 – 2019 DSMZ

Niedersächsische Landtagsabgeordnete Susanne Schütz besuchte das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH in

MdL Susanne Schütz und Professor Dr. Jörg Overmann, Wissenschaftlicher Direktor der DSMZ

Am sechsten Februar besuchte die Landtagsabgeordnete Susanne Schütz (FDP) das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH auf dem Science Campus Braunschweig-Süd. Im Gespräch mit dem wissenschaftlichen Direktor des Leibniz-Instituts DSMZ, Professor Dr. Jörg Overmann, erfuhr die Braunschweigerin Susanne Schütz unter anderem mehr über das sogenannte Nagoya-Protokoll, eine EU-Regulation, die weltweit die Nutzung von biologischen Ressourcen regelt. Seit Inkrafttreten dieser Regulation in 2014 ist das Sammeln von Bakterien, Pilzen und anderen Mikroorganismen in vielen Ländern deutlich sicherer, aber auch viel komplizierter geworden. Das Leibniz-Institut DSMZ ist die erste „Registrierte Sammlung“. Sie erleichtert dem Kunden die von ihm verlangte sogenannte Sorgfaltspflicht, nämlich das Beibringen und Vorhalten aller notwendigen Genehmigungen und Vereinbarungen, die für den Kauf einer biologischen Ressource erforderlich sind. Ein weiteres Gesprächsthema waren die Aktivitäten aus Anlass des 50jährigen Jubiläums der DSMZ, das in diesem Jahr begangen wird. Der Höhepunkt des Jubiläumsjahrs werden die Podiumsdiskussion „50 Jahre DSMZ: Life science in Braunschweig gestern, heute und morgen“ mit bundes- und landespolitischer Beteiligung und ein Symposium in Braunschweig sein.

Plastik-abbauende Bakterien
Susanne Schütz traf bei ihrem Besuch auch mit Dr. B. Öztürk zusammen. Die Leiterin der Nachwuchsgruppe Mikrobielle Biotechnologie erforscht mit ihren Kolleginnen an der DSMZ plastik-abbauende Bakterien. Die aus dem Ozean isolierten Bakterien sind in der Lage, handelsübliches Plastik innerhalb von wenigen Wochen zu zersetzen. Die genauen Mechanismen, die hinter dieser Fähigkeit stehen, werden aktuell von Frau Doktor Öztürk erforscht.

50 Jahre im Dienst der Wissenschaft
Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen. Das Institut ist als gemeinnützig anerkannt und beschäftigt rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon 96 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Als weltweit vielseitigste Bioressourcensammlung umfasst die DSMZ mehr als 66.500 Bakterien-Stämme, bakterielle genomische DNA, Bakteriophagen, menschliche und tierische Zelllinien, Pilz-Stämme, Pflanzenviren sowie Antiseren und Protisten. Die an der DSMZ gelagerten Bioressourcen werden Wissenschaftlern weltweit zur Verfügung gestellt. In den letzten Jahren wurden jährlich 40.000 Bioressourcen an internationale Forschungsteams verschickt.

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Delegation aus Kenia besucht das Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig

Delegation aus Kenia besucht das Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig

Kenianische Delegation besucht das Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig

Am 23. Januar 2019 besuchte eine 13-köpfige Delegation aus Kenia das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen auf dem Science Campus Braunschweig-Süd. Zur Besuchergruppe gehörten Wissenschaftler, Abgeordnete des kenianischen Parlaments, Ministeriale und Vertreter wissenschaftlicher Organisationen. Die Reise durch die deutsche Forschungs- und Ministeriumslandschaft organisierte der Deutsche Akademische Austauschdienst.

Tour durch die Forschungslandschaft führte auch zur DSMZ nach Braunschweig
Der Weg der Delegation führte von Frankfurt am Main nach Bonn zum Deutschen Akademischen Austauschdienst, der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Zentrum für Entwicklungsforschung. Im Anschluss besuchte die Gruppe das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie in Schmallenberg. Am 23. Januar stand Braunschweig mit dem Johann Heinrich von Thünen-Institut Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei und dem Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen auf der Agenda. Nach dem Empfang auf dem Science Campus folgte ein ausführliches Informationsgespräch zur Tätigkeit der DSMZ und eine Diskussionsrunde mit Professor Dr. Jörg Overmann, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts DSMZ. Im Rahmen des Gesprächs stellte Professor Overmann das Forschungs- und Sammlungsspektrum der DSMZ vor und diskutierte mit den Mitgliedern der kenianischen Delegation die Möglichkeiten der wissenschaftlichen Kooperation. Von Braunschweig aus ging es für die Delegation nach Berlin zum Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie dem Bundesinstitut für Risikobewertung. Am heutigen Tag besuchte die Delegation aus Kenia die Grüne Woche und die Humboldt Universität.

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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60 Jahre Einzelhaft – Grüne Biodiversität im Reagenzglas

Die Wissenschaftler des Leibniz-Instituts DSMZ erforschen Stoffwechsel von Cyanobakterien

60 Jahre Einzelhaft - Grüne Biodiversität im Reagenzglas

Lichtmikroskopische Aufnahmen der Cyanobakterien Calothrix desertica DSM 106972 (oben) und Anabaena

Auf der Suche nach neuen Modellsystemen bei den Cyanobakterien verglichen Privatdozent Dr. Jörn Petersen und Nachwuchsgruppenleiterin Dr. Meina Neumann-Schaal vom Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH das Erbgut und den Stoffwechsel (Metabolismus) von sechs nicht-marinen Cyanobakterien. Die Untersuchungen enthüllten verblüffende Unterschiede im metabolischen Repertoire der Organismen und belegten einen völlig unerwarteten Austausch von Genen des Primärstoffwechsels zwischen den Arten. Die Ergebnisse publizierten die Braunschweiger Forscher jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Genome Biology and Evolution. In einem umfassenden Vergleich des Erbguts und Stoffwechsels von fünf verschiedenen Cyanobakterien mit dem Referenzorganismus Synechocystis sp. PCC 6803 stellten die Wissenschaftler fest, dass es erhebliche Unterschiede im Stoffwechsel zwischen den verschiedenen photosynthetischen Bakterien gibt und dass sich diese individuell an den Tag-Nacht-Zyklus anpassen. Bei der Assimilation des Treibhausgases CO2 und dessen Speicherung in Form von Kohlenhydraten gibt es große Diskrepanzen zwischen den untersuchten Bakterienstämmen. Grundlage für das Verständnis der metabolischen Vielfalt liefern die entschlüsselten Genome. So enthält etwa der bereits vor sechs Jahrzehnten in der chilenischen Atacama-Wüste isolierte und seitdem praktisch in „Einzelhaft“ gehaltene Stamm Calothrix desertica DSM 106972 dreimal so viele Gene wie der Referenzorganismus. Die Ergebnisse zeigen, dass es dringend erforderlich ist, die Biodiversität kultivierter Cyanobakterien über die etablierten Modellsysteme hinaus zu nutzen, um deren verborgenes biotechnologisches Potential voll auszuschöpfen.

Portrait Cyanobakterien
Cyanobakterien sind eine der ältesten Lebensformen auf der Erde. Aufgrund ihres Aussehens wurden sie fälschlicherweise lange Zeit zu den Algen gezählt („Blaualgen“), es ist jedoch seit vier Jahrzehnten bekannt, dass sie ein eigenes Phylum innerhalb der Bakterien repräsentieren. Sie gehören zu den wichtigsten Primärproduzenten der Weltmeere und haben vor über drei Milliarden Jahren die pflanzliche Photosynthese erfunden. Heutzutage spielen sie eine wichtige Rolle in der Biotechnologie; sie werden unter anderem für die Produktion von Peptiden, Aminosäuren, Vitaminen und Pigmenten eingesetzt. In der Öffentlichkeit werden sie meist aufgrund der Produktion von für Mensch und Tier giftigen Verbindungen wahrgenommen, die in warmen Sommern in der Folge von „Algenblüten“ gebildet werden.

Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH hat im letzten Jahr seinen Sammlungsbestand um die Organismengruppen Cyanobakterien und Protisten erweitert. Neben der Konservierung und Bereitstellung der Mikroorganismen werden diese an der DSMZ in Braunschweig auch umfassend erforscht. www.dsmz.de

Die DSMZ ist eines der größten Bioressourcenzentren weltweit. Die Sammlung umfasst derzeit über 67.000 Kulturen, einschließlich über 35.000 verschiedene Bakterien- und 4000 Pilz-Stämme, 800 menschliche und tierische Zelllinien, 41 Pflanzenzelllinien, 1.400 Pflanzen-Viren und Antiseren und 13.000 verschiedene Typen genomischer Bakterien-DNA.

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Fighting hunger in Africa

Bill & Melinda Gates Foundation supports cassava research in Brunswick (Germany)

Since 2014 the cassava research of the Department of Plant Viruses of the Leibniz Institute DSMZ-German Collection of Microorganisms and Cell Cultures GmbH in Brunswick has been funded by the Bill & Melinda Gates Foundation. In December 2018 the Senior Program Officer of the Foundation, Dr. Jim Lorenzen, visited the DSMZ plant virus research group, led by Dr. Stephan Winter, in Brunswick (Germany). As part of a project funded by the Gates Foundation with about 900,000 Euro, the researchers succeeded in finding resistances to African viruses in cassava varieties from South America. The viruses trigger a severe root rot, the Cassava Brown Streak Disease (CBSD), which leads to complete crop loss. So far, African cassava varieties have little resistance to these viruses, often leading to catastrophic crop failures. „As the disease continues to spread from East Africa to Central and West Africa and threatens the growing in these regions, there is an urgent need to take countermeasures,“ explains Doctor Winter. After extensive trials in the Brunswick research greenhouses, the resistant cassava plants from South America were sent to research stations in Kenya, Tanzania, Rwanda, Uganda and Nigeria to cross virus resistance in African varieties. Experiments in South Kivu in Eastern Congo, which were evaluated after one year of field cultivation, proved that virus resistance in South American varieties is maintained in the field.

South American cassava plants as a solution for Africa
„The selected variants grow in Africa, retain their viral resistance to CBSD and remain healthy,“ says Dr. Stephan Winter, the world’s leading cassava virus researcher. In Brunswick, Dr. Jim Lorenzen and Dr. Stephan Winter discussed other research projects that, in addition to basic research on the resistance characterization of South American breeding lines, would primarily involve them directly in the breeding work of African partners. This would to make the new research results concretely applicable in Africa in the fight against hunger. „After twelve months of field cultivation, the South American cassava seedlings show excellent resistance characteristics. However, there is still a need for research when it comes to establishing the plants in different growing regions, but the first steps towards resistant cassava plants in Africa have been taken,“ Dr. Winter summarises the current situation.

Cassava as a food plant
Cassava, also known as manioc, is mainly known in this country as tapioca, the starch extracted from the manioc root. It is the most important food plant in sub-Saharan Africa and often the only daily meal for the poor. Cassava cultivation is repeatedly threatened by viral diseases. For some years now, a viral disease has been spreading from the coastal regions of East Africa. It is caused by novel Cassava Brown Streak viruses and destroys the root. The plants perish, the tuber harvest fails and threatening bottlenecks in food supplies repeatedly occur in African countries, especially in Uganda and Tanzania. The further spread of the disease, especially westward, represents an enormous threat potential for the people of countries such as the Democratic Republic of the Congo and Nigeria, where cassava is of outstanding importance in agricultural production and nutrition. Since Dr. Winter became head of the DSMZ Department of Plant Viruses in 1995, viruses of tropical and subtropical plants have been an important field of research in Brunswick. The research team of the Leibniz Institute DSMZ-German Collection of Microorganisms and Cell Cultures GmbH aims at the rapid detection of viral diseases in plants in order to effectively combat epidemics and to explore ways of effectively controlling viral diseases.

Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologischen Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 66.500 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

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Gegen den Hunger in Afrika

Bill & Melinda Gates Foundation unterstützt Cassava-Forschung in Braunschweig

Gegen den Hunger in Afrika

Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH

Die Cassava-Virusforschung der Abteilung Pflanzenviren des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH in Braunschweig wird seit 2014 von der Bill & Melinda Gates Foundation gefördert. In der vergangenen Woche besuchte der Senior Program Officer der Foundation, Dr. Jim Lorenzen, das DSMZ-Pflanzenvirenforscherteam um Dr. Stephan Winter in Braunschweig. Im Rahmen eines von der Gates Foundation mit rund 900.000 Euro geförderten Projekts ist es den Braunschweiger Forschern gelungen, in Cassava-Sorten aus Südamerika Resistenzen gegen afrikanische Viren zu finden, die eine schwere Wurzelfäule, die Cassava Brown Streak Disease (CBSD), auslösen, die zum vollständigen Ernteverlust führt. Bislang haben afrikanische Cassava-Sorten nur geringe Widerstandsfähigkeit gegen diese Viren und die fehlende Resistenz führt oft zu katastrophalen Ernteausfällen. „Da sich die Krankheit von Ostafrika immer weiter nach Zentral- und Westafrika ausbreitet und die Anbaugebiete dort bedroht, ist Eile geboten, Gegenmaßnahmen zu ergreifen.“, erläutert Doktor Winter. Nach umfangreichen Versuchen in den Braunschweiger Forschungsgewächshäusern wurden die aus Südamerika stammenden resistenten Cassava-Pflanzen zu Forschungsstationen in Kenia, Tansania, Ruanda, Uganda und Nigeria gesandt, um die Virusresistenz in afrikanische Sorten einzukreuzen. Eigene Versuche in Südkivu im Ostkongo, die nach einem Jahr Feldanbau ausgewertet wurden, bewiesen, dass die Virusresistenz in südamerikanischen Sorten auch im Feld aufrechterhalten wird.

Südamerikanische Cassava-Pflanzen als Lösung für Afrika
„Die selektierten Varianten wachsen in Afrika, behalten ihre Virusresistenz gegen CBSD und bleiben gesund.“, informiert der weltweit führende Cassava-Virusforscher Dr. Stephan Winter. Um die neuen Forschungsergebnisse in Afrika im Kampf gegen den Hunger konkret anwendbar zu machen, erörterten Dr. Jim Lorenzen und Dr. Stephan Winter in Braunschweig weitere Forschungsprojekte, die neben Grundlagenforschung zur Resistenzcharakterisierung der südamerikanischen Zuchtlinien vor allem deren direkte Einbindung in die Züchtungsarbeit afrikanischer Partner vorsehen. „Nach zwölf Monaten Feldanbau zeigen die südamerikanischen Cassava-Setzlinge hervorragende Resistenzeigenschaften. Bei der Etablierung der Pflanzen in unterschiedlichen Anbauregionen herrscht jedoch noch Forschungsbedarf, aber die ersten Schritte in Richtung resistenter Cassava-Pflanzen in Afrika sind getan!“, fasst Doktor Winter die aktuelle Situation zusammen.

Cassava als Nahrungspflanze
Maniok oder auch Cassava ist hierzulande vor allem als Tapioka bekannt, die Stärke, die aus der Maniokwurzel gewonnen wird. Sie ist die wichtigste Nahrungspflanze in den südlich der Sahara gelegenen Ländern Afrikas und oft die einzige tägliche Mahlzeit der armen Bevölkerungsschicht. Der Cassava-Anbau wird immer wieder durch Viruskrankheiten bedroht. Seit einigen Jahren breitet sich von den Küstenregionen Ostafrikas ausgehend eine Viruskrankheit aus, die durch neuartige Cassava Brown Streak Viren ausgelöst wird und die Wurzel zerstört. Die Pflanzen gehen zugrunde, die Knollen-Ernte fällt aus und es kommt immer wieder zu bedrohlichen Engpässen in der Nahrungsmittelversorgung in afrikanischen Ländern, vor allem in Uganda und Tansania. Die weitere Verbreitung der Krankheit vor allem westwärts stellt ein enormes Bedrohungspotential für die Menschen etwa in der Demokratischen Republik Kongo und Nigeria dar, in denen Cassava eine herausragende Bedeutung in landwirtschaftlicher Produktion und Ernährung hat. Seit Doktor Winter die Leitung der DSMZ-Abteilung Pflanzenviren im Jahr 1995 übernahm, sind Viren tropischer und subtropischer Pflanzen ein wichtiges Forschungsfeld in Braunschweig. Ziel des Forscherteams des Leibniz Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist, Viruserkrankungen bei Pflanzen rasch zu entdecken, um Epidemien effektiv bekämpfen zu können und Wege zur effektiven Kontrolle von Viruskrankheiten zu erforschen.

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologischen Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 66.500 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 93 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de

Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologischen Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 66.500 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

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Globaler Wandel und Infektionskrankheiten

Weltklimarat-Mitglied Prof. Dr. Dr. Rainer Sauerborn spricht in Braunschweig

Globaler Wandel und Infektionskrankheiten

Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH

Der weltweit renommierte Experte Professor Dr. Dr. Rainer Sauerborn, Heidelberger Institut für Global Health, spricht am 22. November 2018 im Braunschweiger Haus der Wissenschaft über die Auswirkungen des Klimawandels auf Infektionskrankheiten. Professor Sauerborn ist Mitglied des Weltklimarates. Im Mittelpunkt der von Professor Dr. Ulrich Nübel moderierten Veranstaltung steht die Frage, wie sich Bakterien und Viren weltweit durch Luft, Wasser sowie Boden ausbreiten und zu Infektionskrankheiten führen können. Der zweite Referent des Abends, Professor Dr. Johannes Krause vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte aus Jena, widmet sich in seinem Vortrag der genetischen Geschichte der durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelösten Pest.

Der globale Wandel und das Bevölkerungswachstum bringen eine gefährliche Ausbreitung von Infektionskrankheiten mit sich. Die Veranstaltung findet von 18.00 bis 19.45 Uhr im Haus der Wissenschaft, Pockelsstraße 11 in Braunschweig statt und schließt mit einer Diskussionsrunde ab, in der unter anderem erörtert werden kann, welche Infektionskrankheiten uns heute bedrohen und welche Vorsorgemaßnahmen eingeleitet werden können. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich. Weitere Informationen unter https://www.dsmz.de/de/start/details/entry/veranstaltung-globa.html

Professor Nübel und sein Team am Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH erforschen unter anderem die potentielle windbedingte Verbreitung von Fäkalkeimen (Enterococcus faecium) aus mit Hühnermist gedüngten Ackerböden. Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd ist Mitglied des Leibniz-Forschungsverbunds INFECTIONS´21. Im Rahmen des Forschungsverbundes findet jetzt die Veranstaltung in Braunschweig statt.

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologischen Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 66.500 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 93 selbständige Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen – u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 19.100 Personen, darunter 9.900 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute liegt bei mehr als 1,9 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de

Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologischen Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 66.500 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

Kontakt
Leibnitz-Institut DSMZ Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen
Sven-David Müller
Inhoffenstraße 7 B
38124 Braunschweig
0531-5312616300
sven.david.mueller@dsmz.de
http://www.dsmz.de

Allgemein

Politics meets Science: Landtagsabgeordneter Oliver Schatta besuchte Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig

Die Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist die weltweit vielfältigste Sammlung von Bioressourcen

Politics meets Science: Landtagsabgeordneter Oliver Schatta besuchte Leibniz-Institut DSMZ in Braunschweig

Der Wissenschaftliche Direktor der DSMZ Prof. Dr. Jörg Overmann mit MdL Oliver Schatta im DSMZ-Labor

Am siebten November diesen Jahres besuchte der Braunschweiger CDU-Landtagsabgeordnete Oliver Schatta das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH auf dem Science Campus Braunschweig-Süd. Im Rahmen seines Antrittsbesuchs gab ihm der Wissenschaftliche Direktor des Leibniz-Instituts DSMZ, Prof. Dr. Jörg Overmann, auch einen Einblick in die Welt der Mikrobiologie. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die Zukunftsentwicklung und das Aufgabenspektrum des weltweit vielfältigsten Bioressourcen- Zentrums. Das Institut feiert im November 2019 sein 50jähriges Jubiläum.

Leuchtende und antibiotikaproduzierende Bakterien
Während seiner Führung durch die Labors des Instituts erhielt der Landtagsabgeordnete Schatta unter anderem die Möglichkeit, sogenannte Leuchtbakterien zu erleben und am Mikroskop antibiotikaproduzierende Bakterien zu beobachten. In seinem Gespräch betonte Oliver Schatta die Notwendigkeit des weiteren Ausbaus der interdisziplinären Zusammenarbeit der verschiedenen Wissenschaftsinstitutionen im Braunschweiger Land. Die von Professor Overmann vorgestellte deutliche Steigerung der Einwerbung von wissenschaftlichen Drittmittelprojekten und des Umfangs der durch die weltweite Zurverfügungstellung von Mikroorganismen und Zellkulturen an wissenschaftliche Institutionen erwirtschafteten Mittel, beeindruckten den Landespolitiker sehr.

Nachwuchsförderung und der Kampf gegen multiresistente Keime
Von besonderer Wichtigkeit am Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH sind die wissenschaftliche Nachwuchsförderung und vorhandene Ausbildungsmöglichkeiten im Bereich Lebenswissenschaften. Oliver Schatta liegt die praktische Umsetzung von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen für die Umwelt (Stichwort Mikroplastik und Co) und die Gesundheit der Menschen am Herzen. In der Gesundheitsforschung ist die DSMZ-Arbeitsgruppe Klinische Phagen und Regulation unter der Leitung von Dr. Christiane Rohde ein Beispiel für den Weg von der Grundlagenforschung zur klinischen Anwendung. Die DSMZ ist am Phage4Cure-Verbundprojekt maßgeblich beteiligt und legt den Grundstein für präklinische und klinische Studien sowie die Zulassung der Phagen-Therapie beispielsweise bei multiresistenten Krankenhauskeimen. Weitere Informationen unter www.dsmz.de

Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologischen Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 66.500 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

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Sven-David Müller
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Sven-David Müller neuer DSMZ-Kommunikationsleiter

Medizinjournalist seit 15. September 2018 Leiter der Stabsstelle Presse und Kommunikation

Sven-David Müller neuer DSMZ-Kommunikationsleiter

Wissenschaftsjournalist Sven-David Müller (49) ist neuer Kommunikationsleiter der DSMZ

Sven-David Müller ist seit Mitte September 2018 Nachfolger von Christian Engel als Leiter der Stabsstelle Presse und Kommunikation der Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH am Science Campus Braunschweig-Süd. Er berichtet an den Wissenschaftlichen Direktor Prof. Dr. Jörg Overmann und die Administrative Geschäftsführerin Bettina Fischer. Der 49jährige Braunschweiger verantwortete davor drei Jahre die Online-Redaktion und Öffentlichkeitsarbeit beim Gesundheitswissenschaftlichen Institut der AOK Nordost in Berlin. Nach Berufsausbildung, Volontariat, Medizinredakteursausbildung und Studium war Sven-David Müller, M.Sc., unter anderem von 1997 bis 2000 Pressesprecher und Leiter der Informationsstelle des Universitätsklinikums der RWTH Aachen sowie zwischen 2011 und 2014 Chefredakteur Medizin/Ernährung und Leiter der Unternehmenskommunikation bei der digitalen Kommunikationsagentur Cocomore AG in Frankfurt am Main.

„Wir erwarten von unserem neuen Leiter der Stabsstelle Presse und Kommunikation einen Ausbau der internen sowie externen Kommunikation mit einem Schwerpunkt im Bereich der digitalen Medien. Der Aufgabenbereich ist umfangreich: Unter anderem begehen wir im kommenden Jahr unser 50jähriges Jubiläum und unsere Website www.dsmz.de erlebt Anfang des kommenden Jahres einen Relaunch.“, fasst Professor Overmann die vielfältigen Entwicklungen und kommenden Arbeitsschwerpunkt der Stabsstelle Presse und Kommunikation des Leibniz-Instituts DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH zusammen.

Mikroorganismen und Zellkulturen für die Welt aus Braunschweig
Die als gemeinnützig anerkannte Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Bioressourcen-Sammlung mit 66.500 Mikroorganismen und Zellkulturen. Die DSMZ-Abteilung Pflanzenviren ist derzeit der erste und bisher einzige akkreditierte Hersteller von qualitativem Referenzmaterial in Deutschland. Die neu aufgebaute Sammlung von Cyanobakterien und Protisten an der DSMZ ist ebenfalls einzigartig in Deutschland. An der Non-Profit Organisation sind momentan 198 MitarbeiterInnen tätig, davon 86 WissenschaftlerInnen. Zu den DSMZ-Forschungsschwerpunkten gehören die mikrobielle Ökologie und Diversität, Bakteriophagen sowie Pflanzenviren. Das renommierte Bioressourcenzentrum ist Partner in zahlreichen nationalen und internationalen Drittmittelprojekten und hat Zugriff auf globales Expertenwissen. Zu den weltweit genutzten Services des Instituts gehören insbesondere die Identifizierung und Charakterisierung von Mikroorganismen und Zelllinien sowie die Bereitstellung von Metadaten in der frei zugänglichen Datenbank BacDive ( https://bacdive.dsmz.de/).

Das Leibniz-Institut DSMZ – Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologischen Ressourcen (Bakterien, Archaea, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen, Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr. 511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit, biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 66.500 Kulturen sowie Biomaterialien und hat 198 Mitarbeiter. www.dsmz.de

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