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Messe HAUS l HOLZ l ENERGIE 2015 geht zu Ende: Zufriedene Aussteller, rundum gut informierte Besucher

Messe HAUS l HOLZ l ENERGIE 2015 geht zu Ende: Zufriedene Aussteller, rundum gut informierte Besucher

Impression Haus I Holz I Energie Stuttgart 2015

140 Aussteller präsentierten an diesem Wochenende auf der Messe Stuttgart die vielfältigen Facetten zeitgemäßen Bauens und Wohnens.

Auf der Bank gibt es momentan nicht viel fürs Geld – warum also nicht lieber das Ersparte ins Eigenheim stecken? So denken wohl viele der Besucher, die an diesem Wochenende zur HAUS|HOLZ|ENERGIE kamen. Die Messe für Bauherren und Eigenheimbesitzer fand wieder im Rahmen des Frühjahrsmessen-Verbunds statt. Wie groß das Interesse am Bauen und Sanieren zurzeit ist, merkte man hier deutlich. Aussteller Joachim Strittmatter, ALB Kellerbau GmbH: „Wer auf die HAUS|HOLZ|ENERGIE kommt, plant oft ein ganz konkretes Projekt und will dieses kurz- oder mittelfristig umsetzen. An unserem Messestand haben wir auch dieses Mal wieder eine Menge qualifizierter Anfragen bekommen und sind hochzufrieden.“

Energieeffizienz im Eigenheim: ganz oben auf der Bauherren-Agenda
Das Thema Energieeffizienz brennt den Eigenheimbesitzern unter den Nägeln, da sind sich die Aussteller einig: „Zum einen liegt das sicher an den gesetzlichen Vorgaben. Die Leute sind aber auch sensibler geworden, haben ein deutlich größeres Energiebewusstsein“ stellt Peter Kächele fest, der mit Ruoff Energietechnik komplette Lösungen für die Hausenergieversorgung, inklusive Heizung und Strom anbietet – zum Beispiel mit Photovoltaik und Batteriespeicher.

„Das Stichwort Energieeffizienz weckt sofort Interesse bei den Besuchern“ bestätigt Andre Vollmer, Hexis AG. Die Hexis AG stellt auf der HAUS|HOLZ|ENERGIE eine noch junge, vielversprechende Technik vor: Brennstoffzellenheizgeräte versorgen das Eigenheim nicht nur mit Wärme, sondern auch mit Strom. „Leise, kompakt und ein hoher elektrischer Wirkungsgrad“ beschreibt Vollmer die Vorteile der Geräte.

Am Samstag drehte sich auch auf dem Messepodium alles um die optimale Energiebilanz des Eigenheims. Die Referenten stellten verschiedene Lösungen vor, von der Altbausanierung über Brennwertheizanlagen bis zu verschiedenen Dämmmethoden.

Sicher und sorgenfrei leben
„40 Prozent aller versuchten Hauseinbrüche scheitern am Einbruchsschutz“ sagt Matthias Spitzner von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle des Polizeipräsidiums Reutlingen und
plädiert: Erreichbare Fenster und Türen sichern! „Viele Fensterbauer, Schlosser oder Schreiner bieten heute Produkte an, die speziell auf Einbruchsschutz geprüft wurden.“

Auch moderne Zutrittssysteme sorgen dafür, dass unerwünschter Besuch draußen bleibt. Elektronische Kontrollsysteme funktionieren heute schlüssellos über Fingerabdruck, Zahlencode oder ID-Karte. Anton Helbling von Anthell Electronics: „Das Interesse der HAUS|HOLZ|ENERGIE Besucher an Smart Home Technologien ist riesig. Hier am Stand spreche ich zu 99 Prozent mit Neukunden. Wir können jeder Firma, die in diesem Bereich tätig ist, nur empfehlen, sich hier zu präsentieren.“

Holz: Traditionsbaustoff mit großer Zukunft
„30 Prozent der Neubauten werden in Holzbauweise gebaut. Holz ist stark im Kommen und das merken wir auch hier auf der Messe. “ freut sich Nicole Stiel von Laifer Holzsysteme. Holz schafft ein gesundes und angenehmes Wohnklima und ist nicht nur nachhaltig, sondern auch ästhetisch ansprechend und optisch vielseitig: natürliche Vergrauung, Vorvergrauungslasur oder Farbschutz – alles ist möglich. „Wir erleben derzeit einen Trend zur Tanne. Tannenholz schafft eine sehr ruhige Atmosphäre“, so Christian Lehmann, Lehmann Holzbauten.

Erstmals in diesem Jahr fand auf der HAUS|HOLZ|ENERGIE das Architektenforum Holzbau statt – mit großem Echo: 170 Architekten und Planer informierten sich am Messe-Freitag über technische Neuheiten und gestalterische Trends.

Lebensräume gestalten
Die Messe bot neben den technischen Aspekten auch wieder jede Menge Inspirationen zur Verschönerung des Eigenheims. Die Trends: „Materialmix und Farbe“ sagt Uli Renz, renz möbel gmbH. „Bei den Haustüren kommen im Moment Granit- oder Holzoberflächen sehr gut an“ stellt Anja Sidler, Sidler GmbH & Co. KG, fest. Küchen, Kaminöfen, Parkettböden oder Bäder – die Messe bot Anregungen für jeden Raum. Kreative Gestaltungstipps gaben am Messe-Sonntag auch die Referenten auf dem Podium.

HAUS|HOLZ|ENERGIE Stuttgart:

Nächster Termin
1.-3. April 2016

Veranstalter
Peter Sauber AgenturMessen und Kongresse GmbH
www.hausholzenergie.de
Projektleitung: Andreas Müller
Tel.: +49 711 656960-52
Fax: +49 711 656960-9052
andreas.mueller@messe-sauber.de

Seit 1986 konzipiert, organisiert und veranstaltet die Peter Sauber Agentur Messen und Kongresse GmbH Messen, Kongresse, Ausstellungen und Gemeinschaftsstände zu den Themen Bauen, Energie, Europa und Bildung. In allen Themenschwerpunkten sind das Engagement für Klimaschutz sowie das soziale Bewusstsein der Agentur fest verankert. Weitere Informationen unter: www.messe-sauber.eu.

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Wie viel Klimaschutz kann sich Deutschland leisten?

Studie zeigt neue Wege zum Erreichen der Klimaschutzziele im Wärmemarkt

Wie viel Klimaschutz kann sich Deutschland leisten?

Nur Eigentümerhaushalte mit hohem Einkommen können bis 2050 das Klimaschutzziel erreichen

Berlin. Die deutschen Eigenheimbesitzer können unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen die Klimaschutzziele der Bundesregierung für den Wärmemarkt nicht erreichen – das ist das Ergebnis der Studie „Sanierungsfahrpläne für den Wärmemarkt: Wie können sich die privaten Hauseigentümer die Energiewende leisten?“

Im Koalitionsvertrag benennt die Bundesregierung zum Thema Energiewende „Maßnahmen auf der Grundlage eines Sanierungsfahrplans im Gebäudebereich und im Wärmemarkt“. Die von der Brancheninitiative Zukunft ERDGAS auf der Fachmesse E-world 2014 in Essen vorgestellte Studie hat solche Sanierungsfahrpläne errechnet. In einer maßnahmen- und technologieoffenen Simulation der energetischen Sanierungsaktivitäten bis 2050 ist demnach eine CO2-Einsparung von 62 Prozent im Bestand der selbstgenutzten Einfamilien- und Reihenhäuser möglich. Trotz dieser erheblichen Einsparung wird damit das Klimaschutzziel der Bundesregierung von 80 Prozent deutlich verfehlt. Die Studie zeigt die entscheidenden Punkte auf und soll als Datenbasis den Dialog zu einer Gesamtstrategie für die Modernisierung des Wärmemarkts anstoßen.

„Deutschland braucht eine Wärmewende. Damit diese gelingt, müssen Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen: Wir müssen Deutschlands Eigenheimbesitzer gemeinsam davon überzeugen, dass es sich für sie rechnet, energetisch zu sanieren und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, fordert Dr. Timm Kehler, Sprecher des Vorstands von Zukunft ERDGAS. Die Lebenswirklichkeit, das heißt die finanzielle Leistungsfähigkeit der Hauseigentümer, müsse dazu in den Fokus genommen werden. Die selbstgenutzten Einfamilien- und Reihenhäuser stellen mit rund 83 Prozent die mit Abstand größte Gruppe bestehender Gebäude und bieten damit das größte Einsparpotenzial im Wärmemarkt. Viele Hauseigentümer verfügen aber nicht über die erforderlichen Mittel um Sanierungsmaßnahmen durchzuführen und damit zum Erreichen der Klimaziele beizutragen.

Einkommensverhältnisse als Ausgangspunkt
Die Studie „Sanierungsfahrpläne für den Wärmemarkt“ wählt deshalb gegenüber bisherigen Publikationen einen neuen methodischen Ansatz: Nicht die Zielvorgabe der Klimapolitik bestimmt den Ausgangspunkt, sondern die finanzielle Leistungsfähigkeit der Bürger. Anhand des verfügbaren Einkommens wurden drei Eigentümergruppen definiert, die in einem Rechenmodell verschiedenste Modernisierungsmaßnahmen wählen können. „Das Resultat ist ein deutschlandweit einzigartiger Datensatz“, so Kehler.

Wirtschaftlichkeit entscheidet über Maßnahmenwahl
Ein wichtiger Ansatz der Studie: Wer sein Haus sanieren will, wählt stets die Maßnahme mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis. In der Regel entscheiden sich die privaten Hauseigentümer zunächst für einen Heizungstausch oder einfache gebäudeseitige Maßnahmen, wie zum Beispiel die Dämmung der Kellerdecke. Kehler: „Die Studie zeigt: Je früher die erste Sanierungsmaßnahme durchgeführt werden kann, desto größere finanzielle Spielräume ergeben sich für den weiteren Sanierungsverlauf.“ Vor allem Eigentümer mit geringem Einkommen könnten eine wesentlich höhere CO2-Einsparung erzielen, wenn ihnen eine zielgerichtete Förderung den ersten Sanierungsschritt frühzeitig ermöglichen würde.

Finanzielle Möglichkeiten beeinflussen CO2-Einsparung
Der Hintergrund: Die Gesamt-CO2-Einsparung von 62 Prozent im Bestand der selbst genutzten Einfamilien- und Reihenhäuser verteilt sich nicht gleichmäßig über die Einkommensgruppen. Eigentümer mit hohem Monatsnettoeinkommen (Median 4.300,- EUR) können mit einer Einsparung von 82 Prozent die Zielvorgabe von 80 Prozent etwas übertreffen. Die Gruppe mit mittlerem Einkommen (Median 3.100,- EUR) erzielt eine Einsparung von 63 Prozent, die Gruppe mit geringem Einkommen (Median 1.400,- EUR) von 44 Prozent. „An diesen Ergebnissen sollte sich eine stetige und schlagkräftige Fördersystematik orientieren“, sagt Kehler.

Maßnahmen- und Technologieoffenheit muss gewährleistet sein
Die Studie zeigt auch: Je günstiger das Kosten-Nutzen-Verhältnis einer energetischen Sanierung aus Sicht der Eigentümer ist, desto wahrscheinlicher wird sie durchgeführt. Die Eigentümer müssen dabei, ohne Nachteile bei der Förderung, auf alle verfügbaren Heiztechnologien und Dämmvarianten zugreifen können. „Für den Klimaschutz ist die CO2-Vermeidung die wichtigste Messgröße. Die Entscheidung, ob CO2 durch den Einsatz effizienzsteigernder Technik oder durch regenerative Energie erreicht wird, sollten wir den privaten Hauseigentümern selbst überlassen“, erklärt Kehler. Schließlich sei eine Verringerung der CO2-Emissionen der einzige Weg, um den Klimawandel aufzuhalten. „Dank der Studie wissen wir jetzt: Je sozialverträglicher und technologieoffener die Politik die Rahmenbedinungen im Wärmemarkt gestaltet, desto mehr können die privaten Hausbesitzer zum Erreichen der Klimaziele beitragen“, resümiert Kehler.

Die Studie „Sanierungsfahrpläne für den Wärmemarkt“ sowie eine begleitende Broschüre stehen unter www.zukunft-erdgas.info zum Download bereit.
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Inertessenverband Erdgas

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