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Exklusiv-Hauben Gutmann GmbH durchschifft zügig den Turnaround

Pforzheim, 01.08.2018:

Nachdem am 28. Mai 2018 das vorläufige Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet wurde, wurde durch das Gericht der GmbH der Sachwalter Herr Rechtsanwalt Holger Blümle zur Seite gestellt.
Das vorläufige Verfahren verlief aufgrund der guten Zusammenarbeit zwischen der Geschäftsleitung und dem Sachwalter reibungslos ab.
Die 108 Mitarbeiter konnten weiterbeschäftigt werden und erhielten alle ihr Insolvenzgeld. Die Exklusiv-Hauben Gutmann GmbH hat frühzeitig nicht nur die eigenen Mitarbeiter sondern auch die Kunden und Lieferanten über die Insolvenz informiert.
Auf diesem Wege konnte sich die GmbH den Schulterschluss mit Ihren Geschäftspartnern sichern und viel Verständnis über die außergewöhnliche Lage der Manufaktur erhalten.
Nun hat das Amtsgericht Pforzheim am 1. August 2018 das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet.
Für das laufende Verfahren ist geplant verschiedene weitere Sanierungsmaßnahmen zu ergreifen. Im Wege des Marketings soll durch die Zusammenarbeit mit internationalen Importeuren die Möglichkeit der Beteiligung an Fachmessen und die damit einhergehende Produktpräsentation deutlich zu erhöhen, ohne dass dadurch nennenswerte Kosten für die Messebesuche entstehen.
Durch innovative Entwicklung neuer Produkte, aber auch durch die Stärkung der Marke Gutmann durch Erhöhung der Qualität kann das Unternehmen seine Werte im Bereich Kompetenz, Schnelligkeit und Innovationsfreude in der Außendarstellung auf dem Markt noch deutlicher unterstreichen.
Die Exklusiv-Hauben Gutmann GmbH ist auf einem guten Weg nun auch im eröffneten Insolvenzverfahren die Sanierung mit Hilfe ihrer Berater MSL Dr. Silcher erfolgreich umzusetzen.

Über MSL Dr. Silcher:
Die Kanzlei MSL Dr. Silcher hat seit Implementierung der „ESUG“-Regelungen bereits zahlreiche Unternehmen erfolgreich im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens in Eigenverwaltung beraten.
Der Beratungsansatz sieht vor, dass die kompetente Unterstützung der Kanzlei MSL Dr. Silcher bereits im Vorfeld der Antragstellung beginnt und über den Ablauf des Insolvenzverfahrens hinaus auch bestehen bleibt.
Nur so ist gewährleistet, dass die vollen rechtlichen Möglichkeiten, die die Insolvenzordnung in Eigenverwaltungsverfahren mit Insolvenzplanverfahren bereitstellt, ausgeschöpft werden können.
Sofern die notwendigen wirtschaftlichen und rechtlichen Voraussetzungen vorliegen, kann die Kanzlei MSL Dr. Silcher fast bereits eine Garantie für den Erfolg eines solchen Verfahrens in Eigenverwaltung abgeben.

Standort Heilbronn
Gymnasiumstraße 39
74072 Heilbronn
Telefon: +49 71 31 / 91 903 – 0
Telefax: +49 71 31 / 91 903 – 92
E-Mail: heilbronn@silcher.com
Web: silcher.com

Die Kanzlei MSL Dr. Silcher hat seit Implementierung der „ESUG“-Regelungen bereits zahlreiche Unternehmen erfolgreich im Rahmen eines Insolvenzplanverfahrens in Eigenverwaltung beraten.

Kontakt
M\\S\\L Dr.Silcher
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74072 Heilbronn
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Geschäftsbetrieb der ROBA Rohr + Anlagenbau GmbH nach Eigenverwaltung gestärkt

Obernburg, 21.01.2015
Die ROBA Rohr + Anlagenbau GmbH stellte am 25.08.2014 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Das Amtsgericht Aschaffenburg ordnete daraufhin die vorläufige Eigenverwaltung an und eröffnete das Verfahren in Eigenverwaltung am 01.11.2014. Sachwalter ist Rechtsanwalt Stefan Waldherr (Jaffe Rechtsanwälte Insolvenzverwalter, Nürnberg). Als Sanierungsgeschäftsführer (CRO) wurde Dr. Sebastian Braun (Reinhart Kober Großkinsky Rechtsanwälte) bestellt.
Bereits zum 01.01.2015 konnte in einem von der Concentro Management AG begleiteten Investorenprozess ein strategischer Investor gefunden und eine solide Basis für den zukünftigen Geschäftsbetrieb gelegt werden.
Im Eigenverwaltungsverfahren ist es unter der Aufsicht und Mitwirkung des Sachwalters in Rekordzeit gelungen, den Geschäftsbetrieb zu sanieren. Nahezu alle Arbeitsplätze und der Standort bleiben erhalten. Gläubigerausschuss und Gläubigerversammlung haben den Sanierungsmaßnahmen sowie der übertragenden Sanierung bereits zugestimmt, sodass die ROBA Piping Projects GmbH den Geschäftsbetrieb unter Beteiligung eines strategischen Investors trotz des derzeit schwierigen Marktumfeldes gestärkt fortführen kann.
Die Möglichkeiten der Eigenverwaltung sowie die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Sanierungsgeschäftsführung, Sachwaltung und M&A-Berater haben sich einmal mehr bewährt.
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Stefan Waldherr (FA InsR) ist seit vielen Jahren als Insolvenzverwalter in Bayern und Thüringen tätig und leitet den nordbayerischen Standort Nürnberg für Jaffe Rechtsanwälte Insolvenzverwalter. Er wurde seit 2012 in diversen Eigenverwaltungsverfahren als Sachwalter von verschiedenen Gerichten bestellt.
Dr. Sebastian Braun (FAinsR) leitet das Restrukturierungs- und Sanierungsdesk in der wirtschaftsrechtlich tätigen Kanzlei Reinhart Kober Großkinsky und war zuletzt für Jaffe selbst als Insolvenzverwalter tätig. 2014 beriet er die „Abendzeitung München“ in Ihrem Insolvenzverfahren.

Die Concentro Management AG ist eine mittelstandsorientierte Beratungsgesellschaft mit den Schwerpunkten M&A-Beratung, Restrukturierungsberatung und Unternehmenssteuerung. Mit 35 Mitarbeitern an vier Standorten in Deutschland arbeitet Concentro umsetzungs- und erfolgsorientiert. Das Projekt verantwortet haben Lars Werner und Andreas Jaburg.

Die Concentro Management AG ist eine mittelstandsorientierte Beratungsgesellschaft mit den Schwerpunkten M&A-Beratung, vorwiegend in Umbruchsituationen, Restrukturierungsberatung und Unternehmenssteuerung. Mit 35 Mitarbeitern an vier Standorten in Deutschland arbeitet Concentro umsetzungs- und erfolgsorientiert. Ziel ist es, durch eine individuelle Beratungsleistung Mehrwert für den Kunden zu generieren.

Kontakt
Concentro Management AG
Monique Friedrich
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90411 Nürnberg
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Unternehmensinsolvenzen in der Möbelindustrie häufen sich

Bestätigung der Prognose der SEViX Möbelstudie

Unternehmensinsolvenzen in der Möbelindustrie häufen sich

* 3 deutsche Kastenmöbelhersteller gehen innerhalb von 5 Wochen in Insolvenz.
* SEViX® GROUP wies zuvor in der Möbelstudie auf die prekäre Lage der Branche hin.
* Unternehmen, die sich in einer existenzbedrohenden Krise befinden, sollten die Option der Sanierung unter Insolvenzschutz in Betracht ziehen.

Bremen, 10. Januar 2015 – Anfang November 2014 veröffentliche die auf Business Transformation spezialisierte SEViX® GROUP eine erste Studie zur Lage der Möbel herstellenden Industrie . Die Analyse deckte die „abschmelzenden Eigenkapitalquoten bei hohen sonstigen Betriebskosten“ und die Liquiditätsschwäche vieler Unternehmen der Branche auf. Bei Kastenmöbelherstellern hielt die Studie fest, dass traditionelle Hersteller ein negatives operatives Ergebnis erzielen.

Gut drei Wochen nach Veröffentlichung der Studie stellte Wellemöbel GmbH aus Bad Lippspringe bei Paderborn, einer der größten deutschen Hersteller von Kastenmöbeln, einen Insolvenzantrag. Zwei Wochen später folgte die Holtkamp GmbH und Co. Möbelwerk KG aus Melle bei Osnabrück. Am zweiten Tag des neuen Jahres 2015 schließlich traf es die Paschen & Companie GmbH & Co. KG aus Wadersloh bei Lippstadt, Marktführer bei Bibliotheken. Diese Insolvenzen bestätigen in eindrucksvoller Weise einige Schlussfolgerungen der SEViX® GROUP Studie: „Die Branche muss zügig Transparenz in den Unternehmen schaffen und Transformation in Angriff nehmen. Die Zeit zum Handeln drängt, das Prinzip Hoffnung ist aussichtslos!“

Jean-Claude Bisenius, Leiter von bisenius. manage-consult und Partner von SEViX® GROUP stellt fest: „Der Ausgang der bislang drei Insolvenzverfahren ist ungewiss. Unsere Analyse zeigt jedoch klar, dass weitere Insolvenzen von Möbelherstellern folgen werden. Bei einigen Unternehmen besteht dringender Handlungsbedarf.“

Es ist wichtig, dass eine Sanierungsberatung die Option der Insolvenz in Eigenverwaltung oder des Schutzschirmverfahrens frühzeitig in Betracht zieht. Damit steigt in einem Insolvenzplanverfahren die Chance auf Weiterführung des Betriebs mit den bisherigen Gesellschaftern. Erfolgt die Antragsstellung jedoch zu spät, bleibt bestenfalls die übertragende Sanierung, d. h. die Übernahme des Unternehmens durch einen Investor. Alternativ erfolgt die Abwicklung, also die vollständige Liquidation des Unternehmens unter Verlust aller Arbeitsplätze.

Eine Sanierung unter Insolvenzschutz in Eigenverwaltung, wie im Fall der Wellemöbel, entlastet das Unternehmen finanziell während des Eröffnungsverfahrens, das in der Regel drei Monate dauert: Mit dem Insolvenzgeld übernimmt die Agentur für Arbeit die Personalkosten; der Betrag, der an das Finanzamt abzuführenden Umsatzsteuerlast, der bei einem Unternehmen mit hohen Umsätzen im Inland erheblich ist, wird im Zuge des Verfahrens erstattet. Als Eigenverwalter kann der Unternehmer zudem frei entscheiden, welche eingegangenen Verträge er weiterhin erfüllen will und welche nicht. Beim Abbau von Mitarbeitern gelten auf längstens 3 Monate verkürzte Kündigungsfristen. Eine weitere Entlastung wird durch die Übernahme der Rückstellungen für Pensionen durch den Pensions-Sicherungs-Verein erzielt. Kurzum: Das Unternehmen wird finanziell gestärkt und schüttelt Altlasten für den Neustart ab!

Insbesondere bei personalintensiven Unternehmen, die erhebliche Umsätze im Inland tätigen, wird die Aktivseite der Bilanz durch den verringerten Abfluss von Barmitteln gestärkt. Auf der Passivseite erhöht sich das Eigenkapital durch Verzichte der ungesicherten Gläubiger, die im Insolvenzplanverfahren in der Regel nur mit einer geringen Quote befriedigt werden.

„Die durch das Insolvenzverfahren gewonnene finanzielle Stärkung, die „sauerstoffreichere Luft zum Atmen“ bietet, ist allerdings nur von kurzfristiger Dauer,“ so Rainer Ulrich, Gründer der auf Business Transformation spezialisierten SEViX® GROUP.

In der Folge ist es wichtig, dass die im gestalterischen Teil des Insolvenzplans enthaltenen Sanierungsmaßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Leistungswirtschaft das Unternehmen langfristig wieder zu hoher Profitabilität führen. Einige wenige Unternehmen der Möbelindustrie beweisen eindrucksvoll, dass diese hohe Profitabilität durchaus möglich ist.

Hermann Hänsler, Partner von SEViX® GROUP und federführender Autor der Studie betont: „Bei der Konzeption und Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen bedarf es eines auf Branchen-Know-how basierenden Business Transformation Managements. SEViX® GROUP besitzt sowohl eine tiefgreifende Expertise in der Möbelindustrie als auch die Methodenkompetenz der Business Transformation. Unsere Berater und Interim Manager unterstützen die Unternehmen in allen Phasen der Sanierung, auch unter Insolvenzschutz.“

Jean-Claude Bisenius ergänzt: „Unternehmen der Branche, die in Schwierigkeiten stecken, sind also gut beraten, sich Hilfe bei einem Dienstleister zu holen, der sich in der deutschen Möbelindustrie auskennt und gleichzeitig in der Lage ist, das Unternehmen durch eine außergerichtliche Sanierung, ein Schutzschirmverfahren oder eine Eigenverwaltung zu führen. Entscheidend ist jedoch die Umsetzung der Business Transformation nach Abschluss eines möglichen Insolvenzverfahrens, um eine langfristige und nachhaltige Verbesserung der Wettbewerbsposition zu erreichen. Eine völlig falsche Entscheidung wäre es, aus Scham vor einem denkbaren Insolvenzverfahren auf eine Verbesserung der Geschäftslage zu hoffen, dabei immer tiefer in die Krise zu schlittern und am Ende in der Insolvenz abgewickelt zu werden“, so Herr Bisenius weiter.

Rückfragen bitte an:
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SEViX® GmbH
Mobil: +49 175 999 2092
E-Mail: rainer.ulrich@sevix.de

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SEViX® GROUP, eine Wertschöpfungspartnerschaft von mehr als 20 international erfahrenen Senior Executive Managern und Unternehmensberatern aus sehr unterschiedlichen Branchen, ist u.a. auf folgenden Kompetenzfeldern aktiv: Strategische Unternehmensentwicklung, Business Transformation und Turnaround Management sowie Unternehmenssanierung. Koordiniert wird SEViX® GROUP von der SEViX® GmbH mit Firmensitz in Bremen.

SEViX® GROUP unterstützt mittelständische Unternehmen mit konzentrierter Managementerfahrung bei der Meisterung kritischer Unternehmenssituationen, mit dem Ziel einer messbaren Unternehmenswertsteigerung und der Eroberung einer Spitzenposition in der Branche. Dazu erstellt SEViX® GROUP Branchenstudien, die Profitabilität und Wert des Unternehmens des Mandanten im Branchenvergleich feststellen. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung resilienter, d.h. widerstandsfähiger und nachhaltiger Geschäftsmodelle. Die Transformation Manager von SEViX® GROUP implementieren Veränderungsprozesse zur signifikanten Steigerung des Unternehmenswerts. Als Turnaround Manager verfügen sie über langjährige Erfahrungen bei der Umsetzung von Restrukturierungen.

Weitere Informationen zur SEViX® GROUP finden Sie unter: www.sevix-GROUP.com

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Business Transformation hievt Unternehmen nach der Insolvenz langfristig wieder in die erste Liga

bisenius. manage-consult als neuer Partner der SEViX® GROUP

Business Transformation hievt Unternehmen nach der Insolvenz langfristig wieder in die erste Liga

SEViX GROUP

Neulingen / Bremen, den 18. November 2014 – bisenius. manage-consult, eine auf Restrukturierung und Sanierung spezialisierte Unternehmensberatung mit Sitz in Baden-Württemberg, gibt die Partnerschaft mit der international tätigen SEViX® GROUP bekannt. Transformation Manager der SEViX® GROUP unterstützen mittelständische Unternehmen bei der Verbesserung ihrer Profitabilität und des Eigenkapitalwertes.

Ausgangspunkt für die Zusammenarbeit ist eine Studie von SEViX® GROUP, die rückblickend die Entwicklung der 50 größten Unternehmensinsolvenzen des Wirtschaftsjahres 2010 analysiert: Von den Unternehmen, die nicht abgewickelt wurden, hatte aus dem Insolvenzverfahren heraus 3 Jahre später kein einziges den Wiederaufstieg zu früherer Stärke geschafft. Wer einmal von der ersten Liga in die dritte abgestiegen ist, verharrt in der Regel auch dort! Ein rezentes Beispiel stellt die Kaufhauskette Karstadt dar, die im Jahr 2009 als Tochterunternehmen der Arcandor AG einen Insolvenzantrag stellte und deren tiefgreifenden Probleme jetzt wieder zu Tage treten. Auch eine Folgeinsolvenz nach wenigen Jahren beweist die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, die ein erstes Insolvenzverfahren durchlaufen haben. Aktuelles Beispiel ist das Kreuzfahrtschiff MS Deutschland, dessen Betreiberin, die Peter Deilmann Reederei, bereits im Jahr 2009 einen ersten Insolvenzantrag stellte.

Zur Partnerschaft mit SEViX® GROUP führt Jean-Claude Bisenius, Inhaber von bisenius. manage-consult aus: „In unserer Sanierungspraxis lässt sich ein Insolvenzverfahren nicht immer vermeiden. Zudem stellt die Sanierung unter Insolvenzschutz in Eigenverwaltung teilweise die attraktivste Option dar. Fragt sich nur, was mit dem Unternehmen passiert, wenn das Insolvenzverfahren abgeschlossen ist. In der Postinsolvenzphase wollen wir zukünftig das tiefgreifende Business Transformation Know-how der SEViX® GROUP nutzen“, versichert Herr Bisenius.

Rainer Ulrich, Geschäftsführer der SEViX® GmbH in Bremen berichtet: „Unsere Erkenntnisse legen nahe, dass nach der Übernahme eines Unternehmens aus der Insolvenz es die Geschäftsführung versäumt, die Leistungsdeterminanten, wie Steigerung der Mitarbeitermotivation und der Pro-Kopf-Wertschöpfung, entscheidend zu verbessern. Weder transformationale noch transaktionale Führung wird sichtbar, stattdessen oft eine konzeptionelle Hilflosigkeit und operative Überforderung.“

„Ein Insolvenzverfahren soll möglichst schnell abgeschlossen werden, um rasch wieder stabile Verhältnisse herbeizuführen und die Gläubiger zeitnah zu befriedigen“, stellt Herr Bisenius fest. „In wenigen Monaten gelingt es zwar in der Eigenverwaltung, die Gegebenheiten zu beseitigen, die einer Fortführung des Unternehmens entgegenstehen. Dabei wird jedoch im Wesentlichen die Passivseite der Bilanz saniert, eine nachhaltige Dynamisierung der Leistungswirtschaft ist in dieser kurzen Zeit nicht möglich! Dem Insolvenzverfahren muss sich daher ein Business Transformation Prozess mit einem transformationalen Führungsstil anschließen, durch den die größte Steigerung sowohl des Leistungsverhaltens als auch der Motivation der Mitarbeiter generiert wird“, so Herr Bisenius weiter.

Rainer Ulrich ergänzt: „Die Transformation Manager von SEViX® GROUP betrachten Unternehmungen ganzheitlich. Ihre natürliche Autorität und Seniorität gründen sich auf Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Erfahrungswissen, die sie selbst oft in unternehmerischer Verantwortung gewonnen haben. Hoher Einsatzwillen und die Leidenschaft, ein erfolgreiches Projekt abzuliefern, charakterisieren ihre Tätigkeit.“

„Die Business Transformation als langfristiger Prozess ist auch gut im Zweistufenmodell des Standards 6 des Instituts der deutschen Wirtschaftsprüfer (IDW S 6) abgebildet, der unseren Sanierungsgutachten oft zugrunde liegt: IDW S 6 fordert für eine nachhaltige Sanierungsfähigkeit in einer ersten Stufe die Beseitigung von Insolvenzantragsgründen und in einer zweiten Stufe die Erreichung von Rendite- und Wettbewerbsfähigkeit“, schlussfolgert Jean-Claude Bisenius.

bisenius. manage-consult

bisenius. manage-consult, mit Firmensitz in Neulingen bei Pforzheim, ist eine auf Restrukturierung und Sanierung spezialisierte Unternehmensberatung, die mit Hilfe von Interim Managern auch Sanierungskonzepte in Unternehmen implementiert. Die Gesellschaft setzt sich stets dafür ein, dass Unternehmenskrisen möglichst frühzeitig erkannt werden. In einem frühen Krisenstadium sind die Handlungsoptionen am vielfältigsten und die Erfolgswahrscheinlichkeit des Turnarounds am höchsten.

Ist der Insolvenzantrag jedoch unumgänglich, oder stellt die Sanierung unter Insolvenzschutz die attraktivste Option dar, bereitet bisenius. manage-consult Eigenverwaltungs- und Schutzschirmverfahren vor und klärt Schuldner vollständig über das Verfahren selbst und die einzuhaltenden Rahmenbedingungen auf. Sanierungsspezialisten aus dem Netzwerk von bisenius. manage-consult, wie ESUG-Berater, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Sachwalter, strukturieren dann den komplexen Prozess. Der Vorteil für die Mandanten liegt darin, dass Aufwendungen nur für die im jeweiligen Krisenstadium tatsächlich benötigte Tätigkeiten entstehen. Ein Chief Restructuring Officer (CRO) begleitet in der Regel als Interim Manager Unternehmen durch das Insolvenzverfahren.

Herr Jean-Claude Bisenius ist ein vom Deutschen Institut für angewandtes Insolvenzrecht (DIAI) zertifizierter ESUG-Berater.

Weitere Informationen zu bisenius. manage-consult finden Sie unter: www.bisenius.de

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Jean-Claude Bisenius
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SEViX® GROUP

SEViX® GROUP, eine Wertschöpfungspartnerschaft von mehr als 20 international erfahrenen Senior Executive Managern und Unternehmensberatern aus sehr unterschiedlichen Branchen, ist u.a. auf folgenden Kompetenzfeldern aktiv: Strategische Unternehmensentwicklung, Business Transformation und Turnaround Management sowie Unternehmenssanierung. Koordiniert wird SEViX® GROUP von der SEViX® GmbH mit Firmensitz in Bremen.

SEViX® GROUP unterstützt mittelständische Unternehmen mit konzentrierter Managementerfahrung bei der Meisterung kritischer Unternehmenssituationen, mit dem Ziel einer messbaren Unternehmenswertsteigerung und der Eroberung einer Spitzenposition in der Branche. Dazu erstellt SEViX® GROUP Branchenstudien, die Profitabilität und Wert des Unternehmens des Mandanten im Branchenvergleich feststellen. Langfristiges Ziel ist die Entwicklung resilienter, d.h. widerstandsfähiger und nachhaltiger Geschäftsmodelle. Die Transformation Manager von SEViX® GROUP implementieren Veränderungsprozesse zur signifikanten Steigerung des Unternehmenswerts. Als Turnaround Manager verfügen sie über langjährige Erfahrungen bei der Umsetzung von Restrukturierungen.

Weitere Informationen zur SEViX® GROUP finden Sie unter: www.sevix-group.com

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Die Rolle des Sachwalters im Insolvenzverfahren ein Eigenverwaltung

(Dresden, 14. November 2014) In den ersten sechs Monaten des Jahres 2014 haben 12.268 Unternehmen Insolvenz angemeldet. Das ist ein Rückgang von 7,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Während günstige Kreditlinien und die gute Konjunktur im ersten Halbjahr des aktuellen Jahres eine höhere Anzahl an Unternehmensinsolvenzen verhindert haben, profitieren die tatsächlich insolvenzbedrohten Betriebe durch die Neuerungen des ESUG. Das Gesetz zur Erleichterung von Unternehmenssanierungen vereinfacht seit 2012 die Umsetzung von Sanierungen innerhalb gerichtlicher Verfahren. Damit erhöhen sich die Chancen auf einen zukunftsfähigen Neustart. Die Insolvenz in Eigenverwaltung ist ein wichtiges Instrument zur Unternehmensrestrukturierung geworden und langsam kommt das auch im Mittelstand an. Sowohl dem Insolvenzverwalter als auch neuerdings dem Sachwalter kommen in besonderem Maße Verantwortung innerhalb eines Insolvenzverfahrens zu. Der Sach- und Kenntnisstand sowohl speziell von der Branche als auch von den Sanierungsverfahren allgemein hat nicht unerheblichen Einfluss auf den Erfolg oder Misserfolg einer Restrukturierung.

Die Sanierung in Eigenverwaltung und unter dem Schutzschirm mit Hilfe des Sachwalters

Mit Einführung des ESUG wurde sowohl die Eigenverwaltung als Maßnahme innerhalb des Insolvenzverfahrens überarbeitet als auch das Schutzschirmverfahren neu eingeführt. Während vor der Gesetzesnovellierung der Insolvenzverwalter eine große Rolle während der Abwicklung der Insolvenz innehatte, übernimmt nun immer öfter der Sachwalter eine elementare Funktion während des Sanierungsverfahrens. Dabei unterscheiden sich die Aufgaben deutlich voneinander. Eine wichtige Neuerung: Innerhalb des Schutzschirmverfahrens kann der Sachwalter nun in Abstimmung mit den Gläubigern vom sanierungswilligen Unternehmer frei gewählt werden. Im Rahmen einer Regelinsolvenz wird der Insolvenzverwalter durch das Gericht bestellt. Dabei wird bei der Zuteilung häufig nicht auf die Erfahrung und Branchenkenntnisse des Verwalters geachtet, was sich wiederum negativ auf das Verfahren auswirken kann. Zudem übernimmt im Rahmen der gerichtlichen Bestellung der Insolvenzverwalter die Verwaltung und die Verfügung des Vermögens des Schuldners. Damit ist dieser rechtlich nicht mehr in der Lage, die Geschicke des Unternehmens steuern zu können. Allein der Insolvenzverwalter kann nun über die Zukunft des Unternehmens entscheiden, was häufig mit einer Abwicklung des Betriebes einhergeht. Erfüllt das kriselnde Unternehmen heute gewisse Voraussetzungen, kann jedoch eine Eigenverwaltung durch das Gericht angewiesen werden. Liegt beispielsweise die Zustimmung der Gläubiger vor, kann der Unternehmer den Geschäftsbetrieb weiterführen. Die Handlungsfähigkeit der Geschäftsführung bleibt auch während des Insolvenzverfahrens erhalten. Allerdings erfolgt die Fortführung des Geschäftsbetriebs unter Aufsicht des unter gewissen Voraussetzungen frei wählbaren Sachwalters. Frank-Rüdiger Scheffler, Rechtsanwalt und Sanierungsexperte bei der Kanzlei Tiefenbacher Rechtsanwälte berichtet: „Der Sachwalter kontrolliert fortlaufend die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und die Liquiditätsplanung. In diesem Rahmen können die angestrebten Restrukturierungsmaßnahmen unter Berücksichtigung des Sanierungskonzeptes durch die Geschäftsführung quasi eigenständig umgesetzt werden. Vorteile hierbei sind vor allen Dingen, dass der Geschäftsführer sowohl für Kunden als auch Lieferanten und Mitarbeitern als Ansprechpartner erhalten bleibt und sein Knowhow in das Unternehmen einbringen kann. Etwaige negative Entwicklungen werden allerdings umgehend den Gläubigern oder dem Gläubigerausschuss sowie dem Gericht gemeldet.“ Mit der Funktion des Sachwalters wird gewährleistet, dass die Rechte und Interesse der Gläubiger gewahrt bleiben und das Unternehmen im Sinne einer ordnungsgemäßen Geschäftsführung geführt wird. „Der Unternehmer ist in der Auskunftspflicht, das heißt er ist verpflichtet, dem Sachwalter alle erforderlichen Auskünfte und Informationen zu geben. Natürlich hat der Sachwalter in seiner Funktion als Kontrollinstanz beispielsweise das Recht und die Pflicht, die Geschäftsbücher fortlaufend zu prüfen“, so Frank-Rüdiger Scheffler. Eine weitere wichtige Aufgabe obliegt dem Sachwalter: Er ist maßgeblich an der Erarbeitung des Insolvenzplans beteiligt und sorgt gegebenenfalls für dessen Umsetzung. „Das Unternehmen in Eigenverwaltung ist gut beraten, einen erfahrenen Sachwalter mit dieser vielschichtigen Aufgabe zu betrauen, der sowohl die persönlichen als auch fachlichen Voraussetzungen erfüllt. Das trägt in erheblichen Maß zum Gelingen der Restrukturierung hin zu einer zukunftsfähigen Geschäftsentwicklung bei“, so Frank-Rüdiger Scheffler.

Weitere Informationen und aktuelle Veranstaltungshinweise gibt es unter www.tiefenbacher.de.

Informationen über Tiefenbacher Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft
Die Tiefenbacher Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft ist eine auf Wirtschaftsrecht spezialisierte Kanzlei. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Insolvenz- und Sanierungsberatung steht sie Unternehmen sowie deren Banken und Investoren in einer wirtschaftlichen Krise beratend zur Seite und unterstützt sie bei der Sanierung, Restrukturierung beziehungsweise Repositionierung. Sie verfügt über die personellen und technischen Ressourcen, um die Sanierung von Unternehmen jeglicher Größenordnung sachgerecht und zuverlässig durchzuführen.

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Ausgeträumt: MS Deutschland meldet Insolvenz an

Eine Information des Deutschen Verbraucherschutzrings e.V. (DVS)

Ausgeträumt: MS Deutschland meldet Insolvenz an

Der DVS hilft geschädigten Kapitalanlegern

30. Oktober 2014. Die MS Deutschland Beteiligungsgesellschaft mbH und die Reederei Peter Deilmann (beide aus Neustadt in Holstein) haben am 29. Oktober 2014 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Mit der Traumschiff-Pleite, so der Deutsche Verbraucherschutzring e. V. (DVS), falle auch die nächste Mittelstandsanleihe aus. Deren Anleihegläubiger sollen sich auch an den Kosten der Restrukturierung beteiligen.

Wieder einmal geht eine Mittelstandsanleihe (Volumen: 50 Mio. Euro, Kupon: 6,875%) pleite. Wieder einmal beantragen die Verantwortlichen kurz vor der Zinszahlung Insolvenz in Eigenregie. Wieder einmal soll den Anleihegläubigern ihr finanzieller Verzicht als Restrukturierungshilfe schmackhaft gemacht werden. Wieder einmal wird Anlegern Hoffnung auf ein „besseres Danach“ gemacht.
Wie genau die Restrukturierung aussehen soll, ist noch nicht bekannt. Nach der ersten erfolglosen Gläubigerversammlung, die mangels Anwesenheit nicht beschlussfähig war, ist für den 12. November 2014 eine zweite Versammlung anberaumt. Claudia Lunderstedt-Georgi, die Geschäftsführerin des DVS: „Für Anleihegläubiger ist es wichtig zu erfahren, wie die Sanierung der MS Deutschland aussehen soll. Denn bei dieser Anleihe sind Gläubigerforderungen direkt durch das Schiff besichert. Und das Sprichwort Man soll schlechtem Geld kein gutes hinterherwerfen bedeutet dann eher für den Verkauf des Traumschiffs zu stimmen und sich gegen den Verzicht auf Anlagegelder und versprochene Renditen zu entscheiden.“

Die Anleihegläubiger wurden zunächst um die Stundung der am 18. Dezember 2014 fälligen Zinszahlung gebeten. „Die Gläubiger müssen sich schon einmal auf einen Totalausfall der Kuponzahlung einstellen“, kommentiert Claudia Lunderstedt-Georgi. Zum einen gibt es noch kein Konzept und zum anderen muss erst einmal geklärt werden, ob die beantragte Insolvenz in Eigenverwaltung überhaupt durchgeführt wird, oder ob sie in ein Planinsolvenzverfahren übergeht. „Ob der Verkauf des Schiffs in einem Planinsolvenzverfahren zur Deckung der Forderungen ausreichen würde, steht auf einem anderen Blatt Papier“, ergänzt die DVS-Geschäftsführerin. Ein Gutachten von Oktober 2012 attestierte der MS Deutschland einen rechnerischen Wert von 76,5 Millionen Euro. Doch seit damals hatte das Traumschiff jede Menge Wasser unter dem Kiel und ob der Wert bei einem Verkauf bezahlt werden würde, ist fraglich.

Anleihegläubiger sollten deshalb die nächste Versammlung am 18. Dezember 2014 unbedingt besuchen, oder einen Vertreter senden. Dort kann jeder für sich entscheiden, ob die dann vorgestellten Restrukturierungspläne wirtschaftlich sinnvoll sind oder sich nur als optimistische Prognosen und Zahlenspielerei zum Hinhalten der Anleihegläubiger entpuppt.

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS) bündelt die Interessen der Anleger und hat im Juni 2014 die Arbeitsgemeinschaft für Anleihegläubiger von Mittelstandsanleihen gegründet.

Weitere Informationen unter www.dvs-ev.net

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS)

Kompetente und effektive Unterstützung im Kampf gegen betrügerische Unternehmen.

Der Deutsche Verbraucherschutzring e.V. (DVS) setzt sich seit Jahren gezielt für die Interessen geschädigter Verbraucher und Kapitalanleger ein. Oberstes Ziel des DVS ist es, einen privaten Verbraucherschutz in Deutschland weiter fest zu verankern, um so die Interessen der Verbraucher konsequent gegen betrügerische Unternehmen durchzusetzen.

Der DVS bündelt unter anderem die Interessen geschädigter Kapitalanleger und setzt diese gegen die schädigenden Unternehmen durch. Als eingetragener Verein arbeitet er mit spezialisierten und erfahrenen Rechtsanwälten zusammen.

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07743 Jena
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Die Insolvenz in Eigenverwaltung: Ein Unternehmer berichtet von seinen Erfahrungen

Die Insolvenz in Eigenverwaltung: Ein Unternehmer berichtet von seinen Erfahrungen

Erfolgreicher Turnaround im Mittelstand mit Insolvenz in Eigenverwaltung

(Dresden, 01. Oktober 2014) Aktuelle Studien zeigen, dass das neue Insolvenzrecht mit seinen Chancen zur nachhaltigen Neuausrichtung langsam in der deutschen Wirtschaft ankommt. Die Restrukturierung der POSA Möbelsysteme GmbH & Co. Vertriebs KG ist beispielhaft für die erfolgreiche Unternehmenssanierung im Rahmen einer Insolvenz in Eigenverwaltung. Im Jahr 1991 in Marienberg-Satzung zunächst als Näherei gegründet, werden seit 1992 Polstermöbel gefertigt. Heute beschäftigt die höchstgelegene deutsche Polstermöbelmanufaktur 40 Mitarbeiter. Die Kundenstruktur besteht überwiegend aus namhaften Möbelhäusern sowie Objekteinrichtern. Derzeit werden rund 300 Polstergarnituren pro Monat, speziell nach Kundenwünschen, gefertigt. Ein Alleinstellungsmerkmal stellt demzufolge die Sonderanfertigung sowie Aufarbeitung von Polstermöbeln dar.

Wie das Unternehmen in die Krise kam – das bilanzielle Problem und seine operativen Ursachen
Die Schieflage des Unternehmens war vordergründig nicht auf den operativen Geschäftsbetrieb zurückzuführen, was die im Vergleich zur Branche grundsätzlich positive Rohertragsquote sowie die übrige Kostenstruktur verdeutlichten. Viel mehr kongruierte das Umsatzniveau nicht mit den getätigten Investitionen aus der Vergangenheit. Die Jahre nach der „Wende“ waren in den neuen Bundesländern grundsätzlich von wirtschaftlichem Aufschwung geprägt. Die Geschäftsleitung entschied sich daraufhin Ende der 90er Jahre eine neue und moderne Produktionsstätte zu errichten. Das zusätzlich erwartete Auftrags- beziehungsweise Umsatzvolumen blieb jedoch aus. Unternehmensberater Simon Leopold im Beratungsverbund ABG-Partner berichtet: „Das Unternehmen war klassisch überinvestiert und die Investitions- und Finanzierungsverhältnisse standen in keinem sinnvollen Verhältnis zur Unternehmensgröße. Die dadurch bedingte Liquiditätsbelastung war auf Dauer nicht zu schultern und trug erheblich zum negativen Cash flow bei. Darüber hinaus ließ der geringe Selbstfinanzierungsspielraum keine Investitionen in neue Geschäftsbereiche beziehungsweise Produktinnovationen zu. Die im Vorfeld durchgeführten Sanierungsmaßnahmen zeigten sich als nicht ausreichend, um die Krise außergerichtlich erfolgreich abwenden zu können.“

Die Sanierung unter Insolvenzschutz
Da sich infolge der vorgenannten Defizite die Liquiditätssituation zuspitzte, entschied sich der geschäftsführende Gesellschafter des Unternehmens Anfang 2013 für eine Sanierung über ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung. Als Sachwalter wurde Frank-Rüdiger Scheffler, Kanzlei Tiefenbacher Rechtsanwälte Partnergesellschaft Dresden, berufen. „Neben Herrn Scheffler bekamen wir professionelle Unterstützung durch den Beraterverbund ABG-Partner“, berichtet Thomas Mehnert, Geschäftsführer der POSA Möbelsysteme. „Das sanierungserfahrene Team aus Unternehmensberatung, Steuerberatung, Rechtsanwälten und Kommunikationsexperten hat sich auf die Sanierung von mittelständischen Unternehmen spezialisiert. Im Rahmen der intensiven Prüfung der Fortbestehungsaussichten konnte trotz der negativen Ertragslage eine positive Fortführungsprognose erstellt werden. Diese basierte vor allem auf der Tatsache, dass die niedrige Ertragskraft nicht grundsätzlich auf den operativen Geschäftsbetrieb zurückzuführen war. Dieser zeichnete sich durch eine im Branchenvergleich positive Rohertragsquote und verhältnismäßig geringe Kostenstruktur aus.“ Außerdem stellten die Sanierungsexperten fest, dass der „gesunde Unternehmenskern“ inklusive des vorhandenen Know-hows, Geschäftsmodelles und der eigenen Betriebsstätten auch zukünftig genügend Marktchancen bot. „Wie uns das ABG-Team bestätigte, ergibt sich durch die Möglichkeit, Sonderlösungen auch für kleine Marktsegmente herzustellen, eine erfolgsversprechende Nischenbesetzung abseits des Massenmarktes“, so Mehnert. Insgesamt prognostizierte der im Rahmen des Antragsverfahrens erstellte Finanzplan ein ausreichend positives Betriebsergebnis. Ein ganzheitlicher Turnaround war unter Berücksichtigung eines deutlich reduzierten Verschuldungsgrades sowie einer Optimierung des operativen Geschäftes realistisch.

Sanierungsablauf und eingesetzte Instrumente
Vor Verfahrenseröffnung wurde die mehrheitliche Zustimmung der Gläubiger und Großkunden zur Umsetzung des Sanierungskonzeptes eingeholt. Lediglich fünf von insgesamt 500 Bestandskunden lehnten eine weitere Zusammenarbeit ab. Zielvorgabe war einheitlich eine „gesteuerte“ Insolvenz. Sachwalter Frank-Rüdiger Scheffler: „Neben dem Ziel, eine bestmögliche Lösung für die Gläubiger zu erlangen, standen die erfolgreiche Fortführung des Unternehmens und die Sicherung der vorhandenen Arbeitsplätze im Fokus.“ Die Fortführung des Unternehmens und Finanzierung des Insolvenzplanes gelang zum einen durch die Möglichkeiten des gerichtlichen Sanierungsverfahrens (Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit) und zum anderen durch den Einsatz alternativer Finanzierunginstrumente (Factoring, Beteiligungskapital). Neben der Verbesserung der Finanzierungsstruktur wurden die Umsätze mit Hilfe von gezielten Kommunikationsmaßnahmen gesteigert. Grundlage dafür war eine Analyse möglicher neuer Zielgruppen und Multiplikatoren. Nach der Erarbeitung der künftigen Marktpositionierung sowie der Kommunikationsstrategie wurden das Erscheinungsbild modernisiert und eine strategische Öffentlichkeitsarbeit gestartet. Die Erzgebirgssparkasse unterstützte als Hausbank des Unternehmens das Vorhaben und stimmte dem Insolvenzplan wegen des „sorgfältig geplanten Vorgehens und der guten Erfolgsaussichten“ zu. Gemeinsam konnte das Team den Produktionsstandort in Satzung und damit 40 Arbeitsplätze in einem Familienunternehmen der Region erhalten. Geschäftsführer Thomas Mehnert: „Das Beraterteam war während des gesamten Verfahrens eine große Unterstützung – von der Antragstellung bis hin zur Insolvenzplanerstellung. Der Komplexität hätten wir alleine nicht gerecht werden können. Vor allem das Zusammenspiel der Kompetenzen erwies sich als zielführend. Trotz unserer anfänglichen Bedenken gelang uns mithilfe des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung ein erfolgreicher Neustart.“

Weitere Informationen gibt es unter www.abg-partner.de. Dort kann auch das kostenlose Fachmagazin für Sanierung im Mittelstand „Restart“ bestellt werden.

Hintergrund zu ABG-Partner
ABG-Partner ist ein Beraterverbund mit den Schwerpunkten Steuer- und Unternehmensberatung, Recht und Wirtschaftsprüfung. Gegründet 1991, betreut die ABG-Partner an den Standorten München, Bayreuth und Dresden Unternehmen und Institutionen aller Rechtsformen, sowie Privatpersonen in allen steuerlichen und wirtschaftlichen Themen. Unsere Stärken liegen dabei in der aktiven Gestaltung steuerlicher Belange, Finanzierungsberatung, Kapital- und Fördermittelbeschaffung, Controlling, Unternehmensbewertung, Unternehmensnachfolge, Sanierung sowie Wirtschaftsrecht. Geschultes Fachwissen, hohe Motivation und partnerschaftliches Verhalten zeichnen unsere 80 Mitarbeiter aus. In der Zusammenarbeit mit Mandanten und Partnern sind uns Offenheit, Fairness und Akzeptanz wichtig – denn so sind wir gemeinsam erfolgreich.

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Schluss mit Märchen: Einsatzmöglichkeiten und Ablauf eines Schutzschirmverfahrens

Schluss mit Märchen: Einsatzmöglichkeiten und Ablauf eines Schutzschirmverfahrens

Das Schutzschirmverfahren: Ablauf und Einsatzmöglichkeiten

(Dresden, 22. September 2014) Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2013 rund 25.995 Unternehmensinsolvenzen angemeldet – so wenige wie zuletzt 1995. Dies lässt die Vermutung zu, dass es dem deutschen Mittelstand vergleichsweise gut geht. Eine aktuelle Erhebung der Auskunftei Creditreform zeigt jedoch, dass rund 272.000 der 3,65 Millionen in Deutschland ansässigen Firmen Schwierigkeiten haben, ihre Rechnungen fristgerecht zu bezahlen und eine niedrige oder sogar negative Eigenkapitalquote aufweisen. Die Ursachen hierfür liegen der Studie zufolge häufig in unsoliden Finanzierungsstrukturen. Anstatt jedoch die Anzeichen einer beginnenden Krise als Chance zur Neuausrichtung wahrzunehmen, wird unternehmensseitig oft viel zu spät reagiert und die wirtschaftliche Schieflage „mit Hoffnung auf Besserung ausgesessen“. Die aktuell niedrigen Zinssätze der Banken begünstigen die Entwicklungen und führen dazu, dass schwache Unternehmen ohne wirtschaftlich tragfähige Konzepte am Leben gehalten werden. Spätestens jedoch, wenn sich die Situation an den Finanzmärkten ändert und die Kreditzinsen wieder steigen, werden diese Unternehmen die Kosten der Fremdfinanzierung nicht mehr bedienen können und die Krise verstärkt sich. Im schlimmsten Fall haben die Unternehmen dann schon zu viel Zeit verloren, die für eine Restrukturierung nötig gewesen wäre. Die Möglichkeiten im Rahmen des Gesetzes zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) setzen frühzeitig an und bieten mit der Insolvenz in Eigenverwaltung oder der besonderen Form des Schutzschirmverfahrens eine Alternative, das Unternehmen unter gerichtlichem Schutz zu sanieren und erfolgreich neu auszurichten.

Einbeziehung der Gläubiger zum Vorteil des Unternehmens
Das Deutsche Institut für angewandtes Insolvenzrecht (DIAI) geht davon aus, dass im Durchschnitt von den jährlich etwa 30.000 insolventen Unternehmen rund 3.000 – 5.000 grundsätzlich sanierungsfähig wären, wenn rechtzeitig der Weg zu einer Sanierung unter Insolvenzschutz angedacht sowie das Verfahren professionell vorbereitet wird. Denn das neue Insolvenzrecht hat für Unternehmen, die frühzeitig den Antrag stellen, eine Reihe von Vorteilen. Zu den Wichtigsten gehören die vorläufige Eigenverwaltung nach § 270a InsO und die Besonderheit des Schutzschirmverfahrens nach § 270b InsO. Eine Besonderheit stellt die Stärkung der Gläubigerstellung im Rahmen eines vorläufigen Gläubigerausschusses dar. Neben Vertretern der geldgebenden Kreditinstitute, bekommen weitere Sicherungsgläubiger sowie gesicherte und ungesicherten Gläubiger die Möglichkeit, auf das Verfahren einzuwirken. So können Gläubiger beispielsweise gemeinsam mit dem Unternehmer einen zuständigen Sachwalter vorschlagen.

Einsatzmöglichkeiten: Für wen kommt das Schutzschirmverfahren in Frage?
Doch wie funktioniert ein Schutzschirmverfahren in der Praxis? Was gilt es zu beachten und wann entfaltet sich der Schutzschirm gewinnbringend für alle am Verfahren Beteiligte? Sanierungsexperte und Rechtsanwalt Frank-Rüdiger Scheffler von der Kanzlei Tiefenbacher Rechtsanwälte berichtet: „Gerade zum Schutzschirmverfahren gibt es viele falsche Informationen am Markt und in den Medien. Hier ist noch viel Aufklärungsarbeit nötig, um die guten Möglichkeiten für einen erfolgreichen Neustart im Mittelstand bekannt zu machen. Damit das Verfahren überhaupt einsetzbar ist, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Eine wesentliche Voraussetzung für die Anordnung eines Schutzschirmverfahrens ist, dass das Unternehmen noch nicht zahlungsunfähig ist. Es darf höchstens von einer Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung bedroht sein. Der Unternehmer sollte demnach möglichst frühzeitig verschiedene Optionen prüfen lassen – was oft nicht der Fall ist.“ Vor Einleitung des Verfahrens muss eine sogenannte Schutzschirmbescheinigung erstellt und dem Gericht bei Antragstellung vorgelegt werden. Aus dieser muss hervorgehen, dass noch keine Zahlungsunfähigkeit eingetreten ist und die angestrebte Sanierung nicht offensichtlich aussichtslos ist. Diese liegt bereits vor, wenn nicht innerhalb von drei Wochen mindestens 90 Prozent aller Verbindlichkeiten bezahlt werden können. Die Bescheinigung kann von einem in Insolvenzsachen erfahrenen Steuerberater, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer oder von einem Unternehmensberater erstellt sein.

Ziel Sanierung: So führt das Schutzschirmverfahren zum Erfolg
„Der Gesetzgeber hat bewusst bei der Bescheinigung im Sinne des § 270b InsO davon abgesehen, ein umfassendes Sanierungsgutachten entsprechend bestimmten formalisierten Standards zu verlangen, weil hiermit erhebliche Kosten verbunden wären und damit insbesondere kleineren und mittleren Unternehmen (KMU) der Zugang zu dem Verfahren erheblich erschwert wäre. Dennoch muss der Bescheinigung zwingend eine fundierte betriebswirtschaftliche Untersuchung vorausgehen. Die Bescheinigung muss letztendlich ergeben, dass drohende Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, jedoch keine Zahlungsunfähigkeit vorliegt und die Sanierung nicht offensichtlich aussichtlos ist. Dazu gehören neben der klassischen Ertrags- Liquiditäts- und Bilanzplanung Aussagen zu den Krisenursachen, Ansätze zur Sanierungsfähigkeit sowie Erläuterungen zum Wettbewerb und der Branchensituation“, berichtet Simon Leopold, Unternehmensberater und Geschäftsführer der ABG Consulting-Partner GmbH & Co. KG im Beraterverbund ABG-Partner. Der Unternehmer erhält im Schutzschirmverfahren die Möglichkeit, innerhalb von drei Monaten einen Sanierungsplan zu erstellen, welcher anschließend als Insolvenzplan umgesetzt werden kann. Dabei führt der bisherige Geschäftsführer unter Aufsicht des Sachwalters eigenständig die operativen Geschäfte weiter, er ist verfügungsbefugt und kann auch Masseverbindlichkeiten eingehen. Das Unternehmen befindet sich in dieser Zeit „unter einem Schutzschirm“ und ist somit frei von möglichen Vollstreckungsmaßnahmen der Gläubiger. „Die insolvenzrechtlichen Möglichkeiten bringen eine Menge weiterer Vorteile für das Unternehmen, die es in der außergerichtlichen Sanierung nicht gibt“, so Scheffler „Dazu gehört die Inanspruchnahme von Insolvenzgeld für die Zahlung von Löhnen, Gehältern und Sozialabgaben der Mitarbeiter oder auch die Kündigung von wirtschaftlich unrentablen Verträgen.“ Damit die Sanierung im Rahmen der Insolvenz gelingt und Arbeitsplätze erhalten werden können, müssen die Weichen frühzeitig gestellt werden. Eine professionelle Vorarbeit und Durchführung in Zusammenarbeit mit einem insolvenzerfahrenen Team ist ebenfalls wesentlich für den Erfolg. Häufigste Ursache zurückgewiesener Anträge lassen sich auf Formmängel oder mangelnde inhaltliche Glaubhaftmachung zurückführen, wie eine Erhebung der WBDat Köln ergab. Der Sanierungserfolg ist außerdem stark vom Reformwillen des Unternehmers abhängig, der im Rahmen des Insolvenzplans vor Veränderungen nicht zurück schrecken darf. „Dazu können Anpassungen des personellen Bedarfs an den aktuellen Unternehmensstatus sowie die Neuausrichtung von internen und externen Prozessen zählen“, wie Simon Leopold berichtet.

Weitere Informationen und aktuelle Veranstaltungshinweise gibt es unter www.tiefenbacher.de .

Informationen über Tiefenbacher Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft
Die Tiefenbacher Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft ist eine auf Wirtschaftsrecht spezialisierte Kanzlei. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Insolvenz- und Sanierungsberatung steht sie Unternehmen sowie deren Banken und Investoren in einer wirtschaftlichen Krise beratend zur Seite und unterstützt sie bei der Sanierung, Restrukturierung beziehungsweise Repositionierung. Sie verfügt über die personellen und technischen Ressourcen, um die Sanierung von Unternehmen jeglicher Größenordnung sachgerecht und zuverlässig durchzuführen.

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NetSkill AG startet Restrukturierung im Rahmen einer Eigenverwaltung mit Relaunch und Kampagnen für Entscheider-Ansprache

– Eigenverwaltung ermöglicht Restrukturierung
– Competence Site dockt an soziale Netzwerke wie Xing an
– Zielmarke von 50.000 erreichten Entscheidern pro Themen-Initiative

Die NetSkill AG Köln hat sich mit Zustimmung des Amtsgerichts Köln in die Eigenverwaltung begeben. Dieses Verfahren ermöglicht es dem Unternehmen, im Rahmen des Sanierungsplans die Basis für die Zukunftsausrichtung und die notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen zu erarbeiten. Es werden u.a. die Voraussetzungen dafür geschaffen, neue und strategische Partner vereinfacht zu integrieren und das Geschäftsmodell des Content Marketing-Pioniers weiterzuentwickeln. Konkreter Auslöser für die Sanierung waren hohe Zinsbelastungen für eine 2007 ausgegebene Wandelschuldverschreibung, unerwartet hohe, auch saisonal bedingte Marktschwankungen sowie Zahlungsausfälle und -verzögerungen im Mai und Juni dieses Jahres. Als vorläufiger Sachwalter begleitet der erfahrene Sanierungsexperte Christian Krause aus der Kanzlei Brinkmann & Partner seit dem 4. Juli 2014 die Neuaufstellung der NetSkill AG. Als Vorstand wird Dr. Winfried Felser durch die Sanierer Tillmann Peeters und Norman Lenger von Rödl & Partner unterstützt.

Neben einer Umstrukturierung der Finanzierung und der Ansprache von strategischen Partnern und Investoren werden dann vor allem die Schaffung neuer Produkte und der Relaunch des von NetSkill betriebenen Portals „Competence Site“ wesentliche Bausteine für die erfolgreiche Sanierung sein. Vorstand Dr. Winfried Felser: „Als innovatives Content-Portal soll die Competence Site künftig eine noch stärkere Leadgenerierung und Marketingautomatisierung sowie eine noch weitergehende Öffnung hin zu den sozialen Netzwerken erfahren.“

Durch diese Weiterentwicklung werden die Competence Books und Fachbeiträge der Competence Site sowohl über das eigene Portal als auch über die automatisierte Andockung an bedeutende soziale Netzwerke wie Xing, Twitter und Slideshare schnell und direkt an einen großen Kreis von Entscheidern und Fachinteressierten verbreitet. So wird das Content Marketing der neuen Competence Site nicht nur kollaborativ, sondern auch viral: „Unsere Experten und Partner bringen gemeinsam attraktiven Content ein und sorgen zugleich (zusammen mit den Nutzern) für die Reichweite. Die Competence Site wird so zu einem BoostToo.Net. Die Zielmarke liegt jeweils bei einer Reichweite von 50.000 Lesern bzw. Entscheidern pro Initiative“, so Felser weiter.

Köln, den 16. Juli 2014

2000 als Spin-Off der Fraunhofer-Gesellschaft gestartet, hat sich Competence Site inzwischen zu einem der führenden Kompetenz-Netzwerke im deutschsprachigen Raum für Fragestellungen aus den Bereichen Management, IT, Produktion, Logistik, Finanzen, Recht und Branchen etabliert. Unternehmen können über diesen Kanal mit ihrer Kompetenz durch Fachbeiträge, Roundtables, Specials und Kampagnen den Markt erschließen. Entscheider und Fachinteressierte wiederum finden an einem Ort vernetzt und klassifiziert alles, was zu ihrem Thema, ihrer Branche oder Region von Interesse ist. Inzwischen verzeichnet die Competence Site ca. 150.000 Besucher im Monat.

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Insolvenz muss nicht das Ende sein: Einsatzmöglichkeiten und Voraussetzungen der neuen Verfahren

Insolvenz muss nicht das Ende sein: Einsatzmöglichkeiten und Voraussetzungen der neuen Verfahren

Mit den neuen Verfahren Krisen erfolgreich meistern.

(Dresden, 28. Mai 2014) Drei von vier Unternehmen sehen die neuen Möglichkeiten des Eigenverwaltungs- und Schutzschirmverfahrens als eine wichtige Hilfe bei der Krisenbewältigung. Zu diesem Ergebnis kommt die Frühjahrsbefragung 2014 der Creditreform, des Deutschen Instituts für angewandtes Insolvenzrecht (DIAI) und des Bundesverbandes der ESUG Berater Deutschland (BV ESUG), an der sich rund 4.000 mittelständische Unternehmen beteiligt haben. Rund 40 Prozent der befragten Unternehmen wollen in einer wirtschaftlichen Schieflage eine Sanierung unter Insolvenzschutz nutzen. „Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das neue Insolvenzrecht langsam in der deutschen Wirtschaft ankommt“, so Frank-Rüdiger Scheffler, Rechtsanwalt und Sanierungsexperte bei der Kanzlei Tiefenbacher Rechtsanwälte. „In den verschiedenen Branchen ergeben sich dabei erhebliche Unterschiede zum Wissensstand. Während in der Chemiebranche mehr als 60 Prozent die neuen Möglichkeiten kennen, sind es bei Feinmechanik- und Optikfirmen gerade mal 17 Prozent. Es ist weiterhin viel Kommunikationsarbeit nötig, um die neuen Verfahren mit ihren Chancen zur Sanierung eines Unternehmens bekannter zu machen.“

Erfolgreiche Fortführung des Unternehmens sichern

Mit einer Insolvenz wurde vor Einführung der neuen Richtlinien 2012 häufig das Aus und die Zerschlagung eines Unternehmens gleichgesetzt. Dabei wurde das Vermögen des Schuldners verwertet und die Gläubiger soweit wie möglich bedient. Mit dem Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG), welches zum 1. März 2012 in Kraft trat, wurde erstmals die Sanierung in Krisensituationen innerhalb des Insolvenzrechts erleichtert. Hierbei wird ein geplantes und in Zusammenarbeit mit dem Schuldner und den Gläubigern gestaltetes gerichtliches Verfahren mit dem Ziel der Fortführung des Unternehmens ermöglicht. Neben dem Verfahren der Eigenverwaltung trägt auch die besondere Form des Schutzschirmverfahrens zu einer positiveren Einstellung gegenüber der gerichtlichen Sanierung bei, wie das Magazin Creditreform der Verlagsgruppe Handelsblatt bestätigt. Gerät ein Unternehmen in eine wirtschaftliche Schieflage, ist jedoch Eile geboten. Frank-Rüdiger Scheffler berichtet: „Je früher die Geschäftsleitung die Krise erkennt und Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet werden, desto mehr Möglichkeiten bieten sich den Beteiligten für einen erfolgreichen Restrukturierungsprozess.“

ESUG- Neuerungen im Überblick

Bei einer drohenden oder tatsächlichen Insolvenz tragen hauptsächlich die Gläubiger die wirtschaftlichen Folgen. Dazu zählen zum Beispiel Banken, Lieferanten oder Arbeitnehmer. Die neuen ESUG Richtlinien gewähren in der Eigenverwaltung und dem Schutzschirmverfahren den Gläubigern nun maßgeblichen Einfluss auf die Wahl des Insolvenzverwalters. Wie bisher, muss zunächst der Schuldner einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens vor Gericht stellen. Hier sollte dieser einen Nachweis erbringen können, dass mit Hilfe der angestrebten Restrukturierungsmaßnahmen eine dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit am Markt hergestellt werden kann – die Sanierung also nicht offensichtlich aussichtlos ist. Stehen die wichtigsten Gläubiger hinter diesem Konzept, stehen die Chancen für die richterliche Zustimmung zur Umsetzung eines Verfahrens in Eigenverwaltung gut. Bei einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung führt der bisherige Geschäftsführer die operativen Geschäfte weiter. Anstelle eines Insolvenzverwalters wird dem Management ein Sachwalter zur Seite gestellt, welcher lediglich eine prüfende und überwachende Funktion einnimmt. So bleibt die Unternehmensleitung weiterhin Hauptansprechpartner für Angestellte, Kunden, Lieferanten und Finanzierer und kann die Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen selbst maßgeblich voranbringen.

Der Insolvenzplan als Basis einer erfolgreichen der Sanierung

Die Basis für eine Unternehmenssanierung im Rahmen des ESUG ist immer ein strukturierter Insolvenzplan. Ziel des Insolvenzplans ist die Stabilisierung und Fortführung des Unternehmens durch die Umsetzung der darin festgehaltenen Sanierungsmaßnahmen innerhalb der Insolvenzordnung. Der Insolvenzplan kann als Grundlage für die Umsetzung des Sanierungskonzeptes verstanden werden und bedarf zunächst einer vollständigen und möglichst objektiven Darstellung der Ist-Situation. Daneben wird das Ziel der Sanierung formuliert und umfangreiche Aussagen zur Sanierungswürdigkeit erarbeitet – kann zum Beispiel durch eine Veränderung der Strukturen, Kosten, Abläufe eine dauerhafte Rentabilität geschaffen werden? „Mit dem Insolvenzplanverfahren hat der Gesetzgeber eine sinnvolle Maßnahme zur Erhaltung des Unternehmens in Krisensituationen geschaffen. Der Insolvenzplan kann zu einer zügigen und effektiven Stabilisierung beitragen“, erläutert Frank-Rüdiger Scheffler. „Nicht unterschätzt werden darf jedoch die Komplexität des Verfahrens, das ohne externe Hilfe vom Unternehmer kaum gestemmt werden kann. Es lohnt sich hier, sanierungserfahrene Berater zu Rate zu ziehen, denn Statistiken zeigen, dass die Mehrzahl der abgelehnten Insolvenzpläne auf Formfehler zurückzuführen ist. Diese können vermieden werden, wenn von Anfang an eine professionelle, stringente Umsetzung erfolgt.“ Entscheidend für einen möglichen Neustart ist zudem, ob die Gläubiger Interesse an der Sanierung haben und den Prozess unterstützen. Zu einer finanziellen Entlastung des Unternehmens trägt neben gedeckelter Sozialpläne für die Mitarbeiter, Sonderkündigungsrechte für unrentable Verträge vor allem das Insolvenzgeld der Agentur für Arbeit bei.

Besonderheit Schutzschirmverfahren
„Wird frühzeitig, also noch vor tatsächlicher Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung, der Insolvenzantrag gestellt und ist die geplante Sanierung nicht offensichtlich aussichtlos, kommt auch der „Schutzschirm“ als „geräuschloses“ Sanierungsverfahren in Frage“, so Rechtsanwalt Scheffler. Neben dem Antrag auf das Schutzschirmverfahren muss parallel eine sogenannte Sanierungsbescheinigung eingereicht werden. „Die Bescheinigung ist unabdingbare Voraussetzung. Ihr sollte eine fundierte betriebswirtschaftliche Untersuchung vorausgehen und durch die Unternehmensplanung aufgezeigt werden, dass die Firma sanierungsfähig ist. Dazu gehören unter anderem Erfolgs-, Finanz,- und Vermögensplanungen, Aussagen zu den Krisenursachen, Risiken der Sanierung, Ansätze zur Sanierungsfähigkeit, Erläuterungen zum Wettbewerb und der Branchensituation, Auftragsplanungen, sowie eine detaillierte Liquiditätsplanung“, berichtet Frank-Rüdiger Scheffler. Hierbei wird das sanierungswillige Unternehmen unter Aufsicht des Sachwalters für einen Zeitraum von höchstens drei Monaten gegen Vollstreckungsversuche der Gläubiger abgeschirmt und erhält somit die Möglichkeit einen Sanierungsplan zu erstellen, welcher anschließend als Insolvenzplan umgesetzt werden kann. Der Sachwalter unterstützt das Unternehmen – neben seiner überwachenden und prüfenden Funktion – bei der Erstellung des Insolvenzplanes sowie bei der Vorbereitung und Durchführung der Sanierung.

Weitere Informationen und aktuelle Veranstaltungshinweise gibt es unter www.tiefenbacher.de .

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