Tag Archives: Energiepolitik

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Bunte Wand, ja – neues Fenster, nein

VdW Bayern: Umbauten mit dem Vermieter absprechen

München (09.03.2017) – Die Wohnung soll ein Ort zum Wohlfühlen sein. Neue Fließen im Bad, ein Whirlpool auf der Terrasse und schickes Parkett fürs Wohnzimmer machen das traute Heim wohnlich. Aber Vorsicht! Eigenmächtig umbauen dürfen Mieter nicht. Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) hat einige Urteile zum Thema zusammengestellt.

Wird die Bausubstanz nicht verändert, ist die Erlaubnis des Vermieters nicht notwendig. Regale an der Wand befestigen oder die Einbauküche aufbauen ist unproblematisch. Fensterrahmen, Türen und Wände dürfen Mieter auch mit den schrillsten Farben schmücken (Bundesgerichtshof Az. VIII ZR 50/09). Spätestens beim Auszug muss die lustige Wandbemalung aber einer neutralen Farbe weichen (Bundesgerichtshof Az. VIII ZR 416/12).

Bei größeren Umbauten gilt: Vorab den Vermieter fragen. Wenn nicht, kann er beim Auszug die Wohnung im ursprünglichen Zustand fordern. Dann zahlt ein Mieter doppelt, nämlich für Einbau und Rückbau. So ging es einem Mieter, der einen Teppichboden verlegte und diesen beim Auszug samt Kleberreste entfernen musste (Amtsgericht Köln Az. 212 C 239/00). Im schlimmsten Fall sind eigenmächtige Umbauten ein Kündigungsgrund. Dazu führen etwa der Einbau einer Katzenklappe oder eines neuen Fensters ohne Genehmigung (Landgericht Berlin 63 S 199/00 und Amtsgericht Schöneberg 7 C 521/99).

Auch bei genehmigten Umbauten ist Vorsicht geboten, zum Beispiel beim neuen Laminat-Boden. Weil Trittgeräusche durch alle Wände drangen, musste ein Mieter den alten Teppichboden wieder verlegen (Oberlandesgericht Braunschweig Az. 2 W 33/75).

„Heimwerker sollten sich die Umbau-Erlaubnis schriftlich beim Vermieter einholen. Wichtig ist außerdem eine Vereinbarung, was mit den Umbauten beim Auszug passiert“, rät Xaver Kroner, Verbandsdirektor des VdW Bayern.
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Im VdW Bayern sind 458 sozialorientierte bayerische Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen – darunter 338 Wohnungsgenossenschaften und 89 kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen verwalten rund 520.000 Wohnungen, in denen ein Fünftel aller bayerischen Mieter wohnen.

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Jahr der Digitalisierung für Energiewirtschaft

Stadtwerke Energie Verbund: Innovationen mit Gewerbetarifen, Heizstrom- und Sozialtarifen geplant

Kamen. Energieversorger und ihre Vertriebsmarken werden sich im Jahr 2017 noch stärker mit Fragen der Digitalisierung ihrer Geschäftsmodelle befassen müssen als bisher. Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen wird weiter voranschreiten. Davon ist Jochen Grewe, Geschäftsführer der Stadtwerke Energie Verbund GmbH (SEV) überzeugt. Der Energieversorger setzt daher als bundesweit agierende Stadtwerkemarke auch selbst stark auf die Digitalisierung der Energiewirtschaft.

„Die zunehmende Digitalisierung kann der Branche helfen, wettbewerbsfähige Konditionen mit ökologischer Verantwortung zu verbinden“, so Jochen Grewe. Insgesamt mache die Digitalisierung die Energieversorger effizienter. Außerdem seien webbasierte Prozesse schneller und einfacher für den Kunden und gehörten in anderen Branchen schon zum Standard.

„Internetbasierte Dienstleistungen machen unsere Prozesse effizienter, dienen der Kundenzufriedenheit und helfen der Umwelt. Beispielsweise wird durch die elektronische Abwicklung viel Papier, Energieeinsatz und CO2 eingespart“, erklärt Jochen Grewe.

Der Stadtwerke Energieverbund setzt bei seiner weiteren Entwicklung voll auf digitalisierte Prozesse. Das Unternehmen verspricht sich dadurch weitere Effizienzgewinne, höhere Wettbewerbsfähigkeit und Kundenzufriedenheit. In Kürze will der SEV seinen Kunden beispielsweise intelligente Strom- und Gaszähler anbieten. Diese digitalen Zähler sollen dann auch aus der Ferne schaltbar sein.

Die Digitalisierung der Energiewende

Der Energieversorger befasst sich bereits mit der Blockchain-Technologie. Der Stadtwerke Energie Verbund will die Technologie im neuen Jahr einsatzbereit machen und entwickelt derzeit einen entsprechenden Tarif. Den Kunden soll dann zukünftig die volle digitale Zahlungsweise zur Verfügung gestellt werden. Sie sollen täglich die Strommenge bezahlen können, die sie am Vortag verbraucht haben.

 „Ökostrom Strom sollte künftig ins Netz eingespeist und direkt an die Kunden geliefert werden, die Ökostrom nachfragen. Auf diesem Weg sind zwar noch einige Barrieren aus dem Weg zu räumen allerdings wird die Digitalisierung uns helfen, solche Ideen dann auch umsetzen zu können. Ein Instrument in diesem Zusammenhang könnte auch die Nutzung von GrünStromJetons sein“, erläutert Jochen Grewe.

Die Digitalisierung soll die Möglichkeit der direkten Vermarktung von Ökostrom leichter machen, so dass Produzenten direkt an Konsumenten verkaufen und beide Seite über die Teilnahme an dem „Geschäft“ selbständig entscheiden können. „Damit unterstützt die Digitalisierung der Energiewende konsequent den Umstieg auf die erneuerbaren Energien“, so Jochen Grewe.

Soziale Tarife und weiterer Ausbau des Portfolios

Für den Stadtwerke Energie Verbund zählt jedoch nicht nur die Digitalisierung. Herkömmliche Angebote werden weiterentwickelt und ergänzt.

„Wir arbeiten derzeit auch an eher klassischen Produkten und wollen auch hier Angebote machen, die bisher von anderen Energieversorgern eher zurückhaltend behandelt werden“, erklärt Jochen Grewe. Das Produktportfolio soll daher im Jahr 2017 zunächst um Gewerbeprodukte und auch um Heizstromtarife ergänzt werden.

Darüber hinaus sollen bei der Stadtwerkemarke die Angebote für sozial schwache Kunden offenstehen.“Wir wollen auch bonitätsschwachen Kunden die Möglichkeit bieten bei uns Kunde werden, sofern sie sich als vertrauensvoller Partner erweisen. Eine Akzeptanz von Nichtzahlern wird es nicht geben, sondern es geht um die Kunden, die bereit sind ihre Rechnungen zu bezahlen und dann mit einem fairen Tarif belohnt werden sollen“, erklärt Grewe.

Hinter der Stadtwerke Energie Verbund SEV GmbH steht eine starke Kooperation von Stadtwerken als Eigentümer und Partner des Unternehmens. Der Verbund aus acht Stadtwerken ist in Kamen in Nordrhein-Westfalen ansässig und setzt zu 100 Prozent auf regenerative Energien zur Stromerzeugung.

Der Kleine Racker ist eine Marke der Stadtwerke Energie Verbund SEV GmbH. Das Unternehmen bietet insbesondere für Familien eine zuverlässige Energieversorgung zu günstigen Konditionen.

Als Energieversorger der neusten Generation macht der Kleine Racker vieles anders. Er ist völlig unkompliziert und sagt einfach an, was Sache ist. Auf lästigen Papierkram hat er keine Lust, da tickt er genau wie seine Kunden. Der Kleine Racker weiß natürlich auch, was er der Zukunft schuldig ist. Deshalb ist der verantwortungsbewusste Umgang mit dem für jeden so wichtigen Stoff „Energie“ für ihn das Größte.

Stadtwerke Energie Verbund SEV GmbH – Poststraße 4 – 59174 Kamen – Registergericht: Amtsgericht Hamm – Umsatzsteuer-ID: DE244991539 – Geschäftsführer: Jochen Grewe.

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Kleiner Racker bietet günstige Gaspreise ohne versteckte Kosten

Deutsches Institut für Service-Qualität kürt SEV zum „Spar-Champion 2016“ bei den Gasanbietern

Kamen. In einer breit angelegten Studie, die insgesamt 21 Branchen umfasste, hat das Deutsche Institut für Service-Qualität (DISQ) die Stadtwerke Energieverbund SEV GmbH (SEV) zum „Spar-Champion 2016“ im Bereich Gas gekürt. Damit ist der Verbund aus acht Stadtwerken erneut zu einem der günstigsten Gasanbieter in Deutschland gewählt worden.

Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat sich die Verbesserung der Servicequalität in Deutschland zum Ziel gemacht. In dieser Studie hat das DISQ die Preisattraktivität zahlreicher Unternehmen aus 21 Branchen wie Versicherungen, Banken, Internetanbieter, Online-Apotheken, Reiseveranstalter sowie Strom- und Gasanbieter analysiert und die drei preisgünstigsten Anbieter der jeweiligen Kategorie als „Spar-Champion 2016“ ausgezeichnet. Das Besondere der Studie war, dass nicht nur die aktuellen Preise in die Bewertung mit eingeflossen sind, sondern die der letzten vier Jahre. Über 18.000 Preisdatensätze aus etwa 60 DISQ-Studien wurden dafür ausgewertet. Die aktuellen Preise fanden dabei jedoch eine höhere Gewichtung als die älteren.

„Die Auszeichnung des Deutschen Instituts für Service-Qualität als „Spar-Champion 2016″ im Bereich Gas freut uns besonders, da sie eben nicht nur eine Momentaufnahme ist, sondern zeigt, dass wir mit der Kalkulation unserer Preise in den letzten Jahren richtig lagen“, kommentiert Jochen Grewe, Energieexperte und Geschäftsführer der Stadtwerke Energie Verbund GmbH (SEV) den Preis.

„Kleine Racker“: günstige und vor allem transparente Gastarife

Die Tarife des SEV sind für den Verbraucher einfach nachvollziehbar und transparent aufgebaut. Die „Kleine Racker“-Tarife haben alle eine Preisgarantie über 12 Monate und das Gas ist CO2-neutral.

Es gibt keine versteckten Kosten. „So etwas wie Neukunden-Boni, Vorauszahlungen oder Kautionen, die der Transparenz schaden, gibt es bei uns nicht“, erklärt Grewe. „Wir setzen auf eine klare Tarifstruktur zu einem günstigen Preis. Wir haben eine gute Einkaufsstrategie. Der SEV orientiert sich eng an den Preisen der Energiebörsen, daher können wir auf die Regionen zugeschnittene Preise anbieten, die in den meisten Fällen unter denen der örtlichen Versorger liegen“, erläutert der Energieexperte weiter.

Wie viel man im Einzelfall sparen kann, findet man durch einen Anbietervergleich im Internet schnell heraus. Dafür ist lediglich die Eingabe der Postleitzahl und des jährlichen Gasverbrauchs nötig. Besonders Verbraucher, die sich noch in der Grundversorgung des örtlichen Versorgers befinden, können durch einen Anbieterwechsel eine nicht unwesentliche Summe sparen.

„Ein Anbieterwechsel zu einem günstigeren Versorger ist in der Regel einfach und schnell möglich. Eine Versorgungslücke müssen die Verbraucher nicht befürchten“, beruhigt Jochen Grewe.

Hinter der Stadtwerke Energie Verbund SEV GmbH steht eine starke Kooperation von Stadtwerken als Eigentümer und Partner des Unternehmens. Der Verbund aus acht Stadtwerken ist in Kamen in Nordrhein-Westfalen ansässig und setzt zu 100 Prozent auf regenerative Energien zur Stromerzeugung.

Der Kleine Racker ist eine Marke der Stadtwerke Energie Verbund SEV GmbH. Das Unternehmen bietet insbesondere für Familien eine zuverlässige Energieversorgung zu günstigen Konditionen.

Als Energieversorger der neusten Generation macht der Kleine Racker vieles anders. Er ist völlig unkompliziert und sagt einfach an, was Sache ist. Auf lästigen Papierkram hat er keine Lust, da tickt er genau wie seine Kunden. Der Kleine Racker weiß natürlich auch, was er der Zukunft schuldig ist. Deshalb ist der verantwortungsbewusste Umgang mit dem für jeden so wichtigen Stoff „Energie“ für ihn das Größte.

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„Die Energiewende ist gescheitert“

EKR-Fraktion im Europaparlament und ALFA fordern ein Ende der politisch motivierten Subventionen auf dem Energiesektor

"Die Energiewende ist gescheitert"

TRIER. – Ein vernichtendes Urteil über die Energiewende in Deutschland fällten am Wochenende die Referenten und Teilnehmer eines Energiesymposiums der Fraktion der Europäischen Konservativen und Reformer im Europaparlament und der „Allianz für Fortschritt und Aufbruch“, ALFA, in Trier.

Die Energiewende in Deutschland, so das Fazit der Referate und Diskussionen, sei dilettantisch geplant, sie treibe die Strompreise in die Höhe, gefährde in immer höherem Maß die Netzstabilität und zerstöre Natur- und Kulturlandschaften in ungeheurem Umfang. Darüber hinaus werde die Energiewende wissenschaftlich unzureichend flankiert – die gesamten staatlichen Ausgaben für Forschung lägen heute auf einem gemessen am Bruttoinlandsprodukt niedrigeren Niveau wie 1991 – und das bei den besonders stark gestiegenen Anforderungen durch die Energiewende.

Der ALFA-Vorsitzende von Rheinland-Pfalz, Prof. Uwe Zimmermann, forderte, das Erneuerbare-Energien-Gesetz und den planungsrechtlichen Rahmen für die Bereitstellung weiterer Flächen für Windenergieanlagen im rheinland-pfälzischen Landesentwicklungsplan zu streichen. Zimmermann, Spitzenkandidat der ALFA für die Landtagswahl, bezeichnete die Energiewende als „erkennbar gescheitert“. Während die Landesregierung den Ausbau der Windkraftanlagen von derzeit 1490 auf 2600 vorantreiben wolle, zeige sich, dass mit jeder neuen Anlage die Gefahr von Netzschwankungen größer und die Frage nach Stromspeicherkapazitäten dringender werde. Zurzeit lebe die Energiewende von den Grundlastkraftwerken unserer Nachbarländer wie z.B den französischen Kernkraftwerken, die die extremen Leistungsspitzen der deutschen Windkraft- und Photovoltaikanlagen ausgleiche. Zimmermann wies auch darauf hin, dass sich inzwischen EU-Länder wie Polen und Tschechien technisch dagegen zu wehren beginnen, die Spitzenlasten der deutschen Windenergie mit ihren Stromnetzen abfedern zu müssen – Deutschland geriere sich als Trittbrettfahrer auf dem europäischen Energiesektor. Ohne diese Abfederung jedoch und ohne den Neubau von Grundlastkraftwerken und Regellastkraftwerken in Deutschland drohe dem deutschen Stromnetz der Super-GAU. Dass die Politik der rot-grünen Landesregierung stets nur mit der in Rheinland-Pfalz installierten Windkraftleistung prahle, jedoch das im Vergleich relativ magere Ergebnis der tatsächlich gelieferten Windenergie und die Risiken der Zufallsstromproduktion durch die Windanlagen verschweige, mache deutlich, dass die Energiewende längst nur noch ein ideologisches Spielzeug der Politik sei.

Wo für die alternativen Energien mit dem Hinweis auf die Einsparung von CO2 politisch geworben werde fehle die Information, dass Deutschlands Anteil am weltweiten Ausstoß von CO2-Emissionen bei 2,3 Prozent liege und auch deshalb proportional sinken werde, weil beispielsweise in China derzeit 400 neue Kohlekraftwerke in der Planung oder im Bau seien, kritisierte Wirtschaftswissenschaftler Dr. Nikolaus Ziegler, Vorsitzender der Bundesinitiative „Vernunftkraft“, einer Initiative, die sich als Gegenspieler des „ökoindustriellen Komplexes“ sieht. Er verwies auf die Kritik des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage an der Umsetzung der Energiewende, nach der zu Lasten des Gemeinwohls das Motto „je mehr und je schneller desto besser“ verfolgt werde.

Einen chaotischen Energiemarkt, in dem ideologisch motivierte, marktverzerrende Subventionen jeden Wettbewerb behinderten, beklagte Professor Bernd Lucke, Europaabgeordneter und Bundesvorsitzender der ALFA. So führe der Versuch der Politik, mit dem Verkauf von Strom aus erneuerbaren Energien an der Leipziger Strombörse mehr Wettbewerb zu erzeugen, zu einem Paradoxon: Die konventionellen Stromproduzenten, die jederzeit die Lücke zur produzierten Leistung der Erneuerbaren schließen müssen, generierten durch die wegen der Zwangsvermarktung des EEG-Stromes an der Strombörse fallenden Börsenstrompreise immer weniger Erlöse, um ihre Kosten zu decken. So würden immer mehr konventionelle Kraftwerke immer unwirtschaftlicher und zur Abschaltung angemeldet werden – genau die Kraftwerke, die zur Energiebereitstellung benötigt würden, wenn Solar und Windkraft zu wenig Strom ins Netz einspeisen. Wie in der Eurokrise und der Flüchtlingskrise führe Aktionismus und dilettantisches Politikverständnis auch in der Energiepolitik zu hohen Kosten für die Allgemeinheit. Die schwammige Formulierung eines nicht konkretisierten Gefahrenverdachts in Deutschland nach einem Tsunami in Japan und dem Kollaps des dortigen Atomkraftwerks Fukushima, sei geradezu eine Einladung der geschädigten Kernkraftwerksbetreiber zur Klage der gewesen. Könnten diese ihre Forderungen durchsetzen, hätten die Steuerzahler einen Schaden von etwa 15 Milliarden Euro zu erwarten. Da die Zusammenhänge auf dem Energiesektor komplex und schwierig zu kommunizieren seien, habe das Versagen der Politik nicht einmal Konsequenzen für die Verantwortlichen. Lucke forderte, wie auch die Wirtschaftsweisen, einen Rückzug der politisch motivierten Interventionen aus dem Energiemarkt und mehr echten Wettbewerb. Der Marktpreis müsse sich frei entwickeln und zum echten Regulativ von Angebot und Nachfrage werden.

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CHT R. Beitlich GmbH erhält ISO 50001 Zertifikat für Energiemanagement

Das Zertifikat ist das Ergebnis eines langen Prozesses, der im Prinzip bereits im Jahr 2000 begann.

CHT R. Beitlich GmbH erhält ISO 50001 Zertifikat für Energiemanagement

Bereits seit Inkrafttreten des EEG (Erneuerbare Energien Gesetz) beschäftigt sich die CHT R. Beitlich GmbH systematisch mit dem Thema Energieeinsparungen. Auf Basis einer ersten umfassenden Energieanalyse im Jahr 2005, werden jährlich Energieeinsparziele definiert und zielgerichtete Maßnahmen umgesetzt.

Mit der 2. Novellierung des EEG trat 2013 auch eine Änderung des Stromsteuergesetzes in Kraft, das Unternehmen die Möglichkeit bot, durch Einführung eines Energiemanagementsystems Steuern für die Energieträger (Strom, Erdgas, Heizöl) rückerstattet zu bekommen. Die Einsparmöglichkeiten reichen dabei von einem Spitzenausgleich für produzierendes Gewerbe (CHT) bis zum kompletten Erlass der Stromsteuer für besonders energieintensive Unternehmen. Im Fall der CHT R. Beitlich GmbH erbringt der Nachweis eines Energiemanagementsystems derzeit jährlich eine beträchtliche Steuerrückerstattung.

Wichtiger jedoch sind die zusätzlichen Einsparungen an Energiekosten durch die systematische Optimierung der internen Verbraucher. 2013 wurde daher von der Geschäftsleitung der CHT R. Beitlich GmbH entschieden, ein Energiemanagementsystem in 3 Stufen und über einen Zeitraum von 3 Jahren zu implementieren.
Es wurde ein interdisziplinäres und werksübergreifendes Projektteam gebildet und ein Energiebeauftragter als Leiter eingesetzt. Die einzelnen Einführungs-Stufen endeten 2013 und 2014 jeweils mit einer Testierung und im Juli 2015 mit der erfolgreichen Zertifizierung nach ISO 50001 durch die DEKRA.

Als strategische Ziele hat die CHT R. Beitlich GmbH die Reduzierung des spezifischen Energieverbrauches um 5 % innerhalb der nächsten 5 Jahre festgelegt, sowie eine Erhöhung des Anteils an regenerativen Energien um 20 % im gleichen Zeitraum. Für die Ziele wurden Einzelmaßnahmen mit Zielerreichung definiert.

Durch die Inbetriebnahme einer neuen, effizienteren Drucklufterzeugungsanlage sowie dem Einbau einer energiesparenden Kälteanlage zur Erzeugung von Kühlwasser können schon jetzt ca. 135 MWh pro Jahr eingespart werden. Weitere Projekte sind an verschiedenen Standorten bereits geplant und in den mittelfristigen Investitionsplänen berücksichtigt.

Ende 2014 erfolgte eine deutschlandweite Umstellung auf den Bezug von Ökostrom. Die eingesetzte Energie stammt vollständig aus Anlagen regenerativer Stromerzeugung und schlägt mit höheren Kosten zu Buche. Diese freiwillige Erhöhung der regenerativen Energieanteile ist beispielhaft für die nachhaltige und werteorientierte Unternehmenspolitik der Unternehmensgruppe.

Auch für die kommenden Jahre hat sich das Unternehmen energieseitig einiges vorgenommen. Unter Anderem bezieht man hierzu auch die Mitarbeiter über einen Energiesparwettbewerb aktiv mit ein. „Wir arbeiten an der fortlaufenden Verbesserung unserer energetischen Leistung und wollen das auch über spezifische Kennzahlen dokumentieren“ so Dr. Bernhard Hettich, der als COO für alle Produktionsstandorte und das Energiemanagementsystem innerhalb der CHT/BEZEMA Gruppe verantwortlich ist. „Außerdem werden wir unsere Energiepolitik konsequent international ausrollen“.

Unique Ideas. Unique Solutions – Die CHT/BEZEMA Gruppe

Die CHT/BEZEMA Gruppe ist heute ein mittelständischer Global Player für Spezialitätenchemie, weltweit aktiv in Produktion, Entwicklung und Service. Wir betreuen alle wichtigen Märkte kompetent mit mehr als 20 Gesellschaften und rund 2.000 Mitarbeitern. Die CHT R. Beitlich GmbH in Tübingen ist Stammsitz und Headquarter zugleich.

Unsere Produkte verbessern die Qualität, die Funktionalität und die Performance von Textilien, Baustoffen, Farben, Lacken, Papier und Tiernahrungsmitteln sowie von Reinigungs- und Pflegeprodukten im Bereich der Konsumgüterindustrie.

Durch die Bündelung der Stärken der gesamten Gruppe, entwickeln wir laufend innovative Produkte, Anwendungen oder Prozesse. Hochqualifizierte Fachkräfte arbeiten in top ausgestatteten Laboren für Entwicklung, Analytik und Anwendungstechnik, um Ideen und Lösungsansätze herauszuarbeiten, die modernsten Anforderungen gerecht werden.

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CHT R. Beitlich GmbH
Dr. Annegret Vester
Bismarckstrasse 102
72072 Tübingen
+49 7071-154 423
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Beuth Verlag lanciert Forum Energiemanagement

(Mynewsdesk) Rechtliche Vorgaben, steuerliche Erwägungen, technische Entwicklungen – das Thema Energiemanagement wird komplexer. Der Beuth Verlag etabliert für seine Kunden ein kostenfreies Forum zu den zentralen Fragen des Energiemanagements.

Interessenten können sich kostenfrei anmelden und schnelle, qualifizierte und branchenübergreifende Informationen und Lösungen zu Fragen des Tagesgeschäfts verschaffen.

Das Forum deckt vier der wichtigsten Felder des Energiemanagements ab, die jeweils von ausgewiesenen Fachleuten moderiert werden:

* Energiepolitik, Energierecht und Steuern (Franzjosef Schafhausen)
* Energiehandel und -wirtschaft (Daniel Hölder)
* (Regenerative) Energie- und Speichertechnik (Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner)
* Zertifizierung nach DIN EN ISO 50001 (Dr.-Ing. Volker Albrecht)
Von dem Angebot profitieren besonders kleine und mittlere Unternehmen, die passgenaue und direkte Informationen benötigen. Den Benutzern steht damit nicht nur eine praktikable Ressource für konkrete Sachfragen zur Verfügung, sie haben auch die Möglichkeit, sich mit anderen Expertinnen und Experten auszutauschen und zu vernetzen.

Das Forum ergänzt das Serviceangebot des Beuth Verlags im Bereich Energie und Management, das vom ausführlichen Kommentar über Handbücher bis hin zu Seminaren reicht.

Anmeldungen und Informationen unter www.forum-energiemanagement.com

Fachkontakt:

Sven Bergander

030/2601-2046

sven.bergander@beuth.de

Diese Pressemitteilung wurde via Mynewsdesk versendet. Weitere Informationen finden Sie im Beuth Verlag GmbH .

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Der Beuth Verlag vertreibt als Tochterunternehmen von DIN nationale und internationale Normen und entwickelt multimediale Fachliteratur für Industrie, Wissenschaft, Handel, Dienstleistungsgewerbe, Studium und Handwerk. Mit dem Gros seiner Publikationen und Dienstleistungen richtet sich das Medienhaus speziell an kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Zur Programmvielfalt des Beuth Verlags mit über 350.000 Titeln gehören neben der Vielzahl an technischen Regelwerken diverse branchenspezifisch ausgerichtete Buchreihen, E-Books, Normen-Management-Systeme, Onlineportale, Loseblattwerke, Zeitschriften, Apps sowie im Rahmen der DIN-Akademie ein breitgefächertes Tagungs- und Seminarprogramm. Der Beuth Verlag ist heute einer der führenden Wissensdienstleister für technischen Fachcontent in Europa.

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Energieversorgung in der Europäischen Union

Ein Blick in die EU Nachbarschaft: Entwicklung der Energiepolitik Polens – Diskussionsbeitrag von Ulrick Bock, Valoro Handeshaus AG, Liechtenstein

Energieversorgung in der Europäischen Union

Energieversorgung in der Europäischen Union – Diskussionsbeitrag Valoro AG, Liechtenstein

Die Wirtschaft Polens kann seit dem EU Beitritt 2004 stetig ein Wachstum verzeichnen. Auch die Weltwirtschaftskrise 2008/2009 konnte dem Land nicht langfristig schaden. Europas Energiepolitik gewinnt global einen immer höheren Stellenwert, Europa wächst stetig enger zusammen. Die positiven Impulse kommen ganz Europa zu gute. In Liechtenstein im Herzen Europas hat die Valoro Handelshaus AG ihren Sitz, Geschäftsführer Ulrich Bock führt regelmäßig Diskussionsveranstaltungen zu Energiethemen und Technologien durch. „Europa, ein Kontinent in der Vielfalt geeint, wächst wirtschaftlich weiter zusammen. Der Anstoß für die Entstehung eines europäischen Wirtschaftsraumes gaben die Verteilung der Wirtschaftshilfe im Rahmen des Marshall-Planes und die Gründung des OECD (ab 1961 OEEC)“, so Valoro AG Geschäftsführer Ulrich Bock in den Räumen Landstrasse 114, FL-9495 Triesen.

Stellenwert und Entwicklung: Polen in Europa

Valoro Handelshaus-Fährmann Herr Ulrich Bock gibt zu bedenken: „Somit hat Polen als einziges EU-Land während der Krise 2008/2009 ein Wirtschaftswachstum verzeichnen können. An Hand dieser Zusammenhänge lässt sich erklären warum das Land jedes Jahr immer mehr Energie verbraucht und nun sogar ein neues Atomkraftwerk in Polen geplant ist, um den Energiehunger des Landes zu stillen.“

Polens Energiepolitik trägt eine große Rolle zum weiteren Aufschwung des Landes bei und somit auch der Einschätzung von Experten. „Zukunftsweisend ist Polen wirtschaftlich auf dem Weg auch starke EU-Länder wie Deutschland zu überholen und somit Europas wirtschaftlich treibende Kraft zu werden“, so Ulrich Bock. Bock weiter: „Statistik lügt bekanntlich nicht; ausgehend von den aktuellen Zahlen überholt Polen Deutschland wirtschaftlich 2030“.

Polens Energiepolitik

Wichtiger Bestandteil der Energiepolitik besteht unter anderem aus der Verwendung des richtigen Energiemixes, welcher jedes europäische Land aufweisen sollte. Der Unterschied von Land zu Land ergibt sich durch das natürliche Vorkommen der Ressourcen, jedes Land bezieht seine Stromerzeugung aus anderen Quellen. Polen erzeugt viel Energie aus der Verbrennung von Kohle, weil Polen einen großen Reichtum an Kohle besitzt. Diese Ressourcen könnten aber bestimmt auch in naher Zukunft zu Ende gehen. Wird Polen sich jetzt schon damit beschäftigen müssen was nach der Kohle als Alternative infrage kommt? Dieses Thema wirft reichlich interessante Fragen auf, mit denen sich Experten seit Jahren befassen. Welche Richtlinien beeinflusst die Energiepolitik seitens der EU? Wird generationsübergreifend gehandelt? Ist die Energiepolitik Deutschlands für Polen ein Vorbild? Welche Ressourcen stehen Polen überhaupt zur Energiegewinnung zur Verfügung? Oder muss sich Polen gänzlich neu orientieren? Diese Fragen wurden in der Runde mit Ulrich Bock und weiteren Energie- und Wirtschaftsexperten diskutiert.

Polens Energieaufkommen

Eine Tonne Rohöleinheit (RÖE) entspricht 41,868 Gigajoule also der Energie, welche man aus einer Tonne Rohöl entnehmen kann. Polen brauchte im Jahr 1971, etwa 86,1 Mio. t RÖE. Ab dann nahm der Energieverbrauch stetig bis 2008 mit 97,9 Mio. t RÖE zu. Danach kam die Weltwirtschaftskrise, weswegen wahrscheinlich in Polen wie in allen anderen EU-Ländern der Verbrauch 2009 sank. In Polen betrug der Verbrauch 94 Mio. t RÖE. 2010 kletterte der Wert aber schon wieder auf 101,7 Mio. t RÖE an. Der Referent gibt zu bedenken, dass diese Zahlen dafür sprechen, dass sich auch Polen von der Weltwirtschaftskrise erholt hat und das Energieaufkommen im Land nach der Krise sogar den Wert vor der Krise um 7,7 Mio. t ROE überstieg. Zum Vergleich lag in Deutschland der Verbrauchswert 2010 nahezu bei 331,5 Mio. t RÖE, also über das dreifache mehr als in Polen. Pro Kopf umgerechnet benötigte 2010 jeder der 38,18 Millionen in Polen lebenden Menschen 2,67 t RÖE. 1971 waren es pro Kopf 2,63 t RÖE bei 32,78 Millionen Einwohnern. Der Energieverbrauch steigt somit in Polen an und ein Ende ist laut Experten nicht abzusehen. Geklärt werden sollten, wie das Land Polen und die Regierungsverantwortlichen den Energiemix verändern, um die benötigte Energie leisten zu können.

Anregungen und Diskussion fanden anschließend im kleinen Kreis mit allen Teilnehmern statt. Die Valoro AG plant weitere Diskussionsrunden zum Thema, da dieser Wunsch aus den Teilnehmerkreisen gewünscht wurde.

V.i.S.d.P.:

Ulrich Bock
Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

Die Valoro AG mit Sitz im Fürstentum Lichtenstein ist ein international ausgerichtetes Vertriebsunternehmen. Die Valoro AG schafft neue innovative Lösungen durch intelligente Verknüpfung der am Markt verfügbaren Produktkomponenten. Spezialisierte Bereiche der Valoro AG umfassen Erneuerbare Energien, vordergründig Photovoltaik und physischer Rohstoffhandel. Das Leistungsspektrum der Valoro AG beinhaltet den Verkauf von Solar-Paketen, Vermittlung eines Rohstoffplans mit aktiver Rohstoffverwaltung sowie die Koordination, Schulung, Betreuung und Abrechnung von Vertrieben, Vertriebsgesellschaften, Finanzdienstleistern und freien Handelsvertretern und Vertrieblern. Weitere Informationen unter www.valoro.li

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Grünstrom-Markt-Modell vorgestellt

Versorger fordern direkte Lieferwege für Ökostrom

Düsseldorf, 17. September 2014. Mehrere namhafte Ökostrom-Anbieter fordern neue Vermarktungsregeln für Strom aus erneuerbaren Quellen. Das „Grünstrom-Markt-Modell“ soll die direkte und nachvollziehbare Versorgung der Kunden mit echtem Ökostrom garantieren sowie die schwankende Versorgung aus Wind und Sonne besser an die tatsächliche Nachfrage anpassen. Die Clean Energy Sourcing AG, Greenpeace Energy, die Elektrizitätswerke Schönau und die NATURSTROM AG haben gemeinsam ein entsprechendes Modell entwickelt und präsentieren es von heute an einer breiten Öffentlichkeit im Internet.

„Ökostrom-Kunden wollen wissen, aus welchen konkreten Anlagen ihr Strom wirklich kommt“, sagt Daniel Hölder, Leiter Energiepolitik von Clean Energy Sourcing, „das gilt gleichermaßen für private Haushaltskunden wie für große Industrieunternehmen. Unser Modell ist deshalb eine transparente, kostenneutrale und ökologisch sinnvolle Ergänzung zum bestehenden EEG.“ Das zum 1. August reformierte Erneuerbare-Energien-Gesetz sieht bisher vor, dass Betreiber neuer Ökostrom-Anlagen ihren Strom in der Regel über das so genannte Marktprämiensystem verkaufen müssen. Weil in diesem System aber keine Herkunftsnachweise für Grünstrom ausgestellt werden dürfen, kann dieser Strom auch nicht als Ökostrom an Endkunden geliefert werden.

Das Grünstrom-Markt-Modell, das als Ergänzung zum Marktprämiensystem entwickelt wurde, geht deshalb bewusst einen anderen Weg: Hier verkaufen Anlagen-Betreiber ihren Strom direkt an einen Versorger, der ihnen dafür den vollen Preis bezahlt. Dieser Grünstrom wird dann direkt an Endkunden weitergegeben – inklusive Herkunftsnachweis, ohne Umweg über die Strombörse. Damit entfällt auch die Zahlung der EEG-Umlage. „Das Modell trägt außerdem zur Akteursvielfalt bei, weil die Marktmacht nicht in die Hände weniger Direktvermarkter gelegt wird“, so Sebastian Sladek von den Elektrizitätswerken Schönau.

Und: zusätzliche Belastungen für das EEG-Konto entstehen durch das neue Modell nicht. Insgesamt müssen die Versorger in dem Modell nämlich Strom im gleichen Umfang und zu den gleichen Durchschnittskosten einkaufen wie im EEG-System. Für dieses können im Gegenteil sogar Mehreinnahmen entstehen: nämlich dann, wenn die Versorger mehr Wind- oder Sonnenstrom einkaufen, als ihre Kunden zur selben Zeit verbrauchen. Beim Weiterverkauf dieser Überschüsse wird dann eine Art „Strafzahlung“ von 2 Cent pro Kilowattstunde fällig. „Dadurch entsteht ein finanzieller Anreiz für Stromanbieter, die schwankende Energieerzeugung aus Erneuerbaren besser mit der Nachfrage ihrer Kunden in Einklang zu bringen, etwa durch Lastverschiebung oder durch Speichertechnologien“, sagt Marcel Keiffenheim, Leiter Energiepolitik bei Greenpeace Energy. „Statt Nachfrage für sauberen Strom anzureizen, zielt das Marktprämiensystem darauf ab, Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen bei negativen Börsenpreisen einfach abzuschalten. Das ist ökologisch und ökonomisch falsch“, so Keiffenheim.

„Auch die Politik hat erkannt, dass man in Zukunft nicht den gesamten Ökostrom an der Börse verramschen darf“, sagt Oliver Hummel, Vorstand der NATURSTROM AG. Die EEG-Novelle enthält deshalb eine so genannte Verordnungsermächtigung – eine Art Platzhalter für ein ergänzendes ökologisches Direktvermarktungssystem. Die entsprechende Verordnung muss das federführende Bundeswirtschaftsministerium nun ausarbeiten und beschließen. „Wir wollen für das von uns entwickelte Grünstrom-Markt-Modell möglichst bald einen Konsens in Branche und Politik herstellen, damit die Verordnung bereits 2015 schnellstmöglich in Kraft treten kann“, so Hummel.

Mehr zur Funktionsweise und den Effekten des Grünstrom-Markt-Modells finden Sie von heute an auf der Info-Webseite www.gruenstrom-markt-modell.de.

Die NATURSTROM AG wurde 1998 mit Sitz in Düsseldorf gegründet. Das Unternehmen gehört mit den bundesweit angebotenen Produkten naturstrom sowie naturstrom biogas zu den führenden unabhängigen Anbietern von Strom und Gas aus Erneuerbaren Energien und versorgt mehr als 240.000 Haushalte und Gewerbe. Neben der Belieferung mit Energie aus regenerativen Quellen setzt NATURSTROM auf den konsequenten Ausbau der Erneuerbaren Energien – über 230 Öko-Kraftwerke sind durch Mitwirkung von NATURSTROM bereits ans Netz gegangen. Seit 1999 wird der Tarif naturstrom jährlich mit dem Grüner Strom Label zertifiziert. Aufgrund ihrer Vorreiterrolle bei der Systemintegration Erneuerbarer Energien im Ökostromhandel erhielt die NATURSTROM AG den Europäischen Solarpreis 2013.

Kontakt
NATURSTROM AG
Herr Tim Loppe
Achenbachstraße 43
40237 Düsseldorf
0211-77900363
loppe@naturstrom.de
http://www.naturstrom.de

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Energiekonzept ist kein Selbstläufer

Die von der Bundesregierung 2010 formulierten Ziele zu Energieeinsparung und Klimaschutz werden wahrscheinlich nicht erreicht. Das zeigt eine neue Studie von Prognos, EWI und GWS.

(Mynewsdesk) Basel/Köln/Osnabrück, 14. Juli 2014

Die von der Bundesregierung 2010 in ihrem Energiekonzept formulierten Ziele zu Energieeinsparung und Klimaschutz werden wahrscheinlich nicht erreicht. Das zeigt eine im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie erstellte Prognose der Institute Prognos, EWI und GWS.

Zwar prognostizieren die Experten für das Jahr 2050 einen Rückgang des Energieverbrauchs um 42 Prozent (verglichen mit 2008) sowie 65 Prozent weniger Treibhausgasemissionen als 1990 (bis 2020 verringern sich die Treibhausgasemissionen Emissionen um 36 Prozent). „Begünstigend wirken hierbei unter anderem die schrumpfende Bevölkerung, der wirtschaftliche Strukturwandel sowie steigende Energiepreise“, so Dr. Michael Schlesinger von der Prognos AG, „die Ziele des Energiekonzepts werden aber überwiegend nicht erreicht“. Dem Energiekonzept der Bundesregierung zufolge soll Deutschland im Jahr 2050 50 Prozent weniger Energie verbrauchen als 2008 und 80 Prozent weniger Treibhausgase ausstoßen als 1990.

„Erneuerbaren Energien kommt eine zunehmend bedeutende Rolle bei der Deckung des Energieverbrauchs zu“, so Dr. Dietmar Lindenberger vom EWI, „und die Ausbauziele der Bundesregierung für Erneuerbare im Stromsektor werden bis 2020 sogar übertroffen“. Hauptgrund ist laut Studie die weiter ansteigende Eigenerzeugung durch dezentrale Photovoltaik außerhalb des EEG. Wichtigste Ursache hierfür seien fortbestehende Ungleichbehandlungen von Eigenerzeugung und Stromfremdbezug bei Steuern, Abgaben und Umlagen. Nach 2030 findet die Förderung der Erneuerbaren grenzüberschreitend statt, zunächst für Wind offshore in einem Nordsee-Cluster, später europaweit.

Um die Ziele des Energiekonzepts zu erreichen, sind mehr Anstrengungen erforderlich als die Gutachter aus heutiger Sicht für wahrscheinlich halten. Energie- und Klimaschutzpolitik müssten eine dauerhaft hohe Priorität auf der politischen Agenda einnehmen, Wirtschaft und private Energieverbraucher ihr Verhalten stärker am Klimaschutz ausrichten und die vorhandenen Effizienztechnologien konsequent nutzen. Die Zielerreichung würde erleichtert durch ein international abgestimmtes Vorgehen beim Klimaschutz. Die Umsetzung eines solchen Zielszenarios wäre dann langfristig sogar mit gesamtwirtschaftlichen Vorteilen verbunden, so die Studie.

Weitere Informationen & Pressemappe: www.prognos.com/studie-energiekonzept

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=== Pressemappe Energiekonzept ist kein Selbstläufer (Dokument) ===

Information zum Inhalt der Studie und Zusammenfassung der zentralen Ergebisse

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EWI
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Vogelsanger Straße 321a
50827 Köln
+49 (0)221 27729 116
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Führungskräfte Chemie: EEG-Entlastung für Industrie sichert Standort und Beschäftigung

Grundsätzlich positiv bewerten die im VAA zusammengeschlossenen Führungskräfte Chemie die vom Bundeskabinett verabschiedete EEG-Reform.

(Mynewsdesk) In der vom Bundeskabinett verabschiedeten Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) sehen die Führungskräfte Chemie einen großen Fortschritt für den Industriestandort Deutschland. VAA-Hauptgeschäftsführer Gerhard Kronisch resümiert: „Gemeinsam mit Sozialpartnern und Branchenverbänden haben wir ein vernünftiges Ergebnis erreicht.“ Man sei sowohl mit der künftigen Ausgestaltung des EEG als auch mit den von der EU beschlossenen Beihilfeleitlinien zur Förderung erneuerbarer Energien zufrieden.

Vor allem die Fortschreibung des Bestandschutzes für industrielle Eigenstromproduzenten trägt aus Sicht des VAA zur erfolgreichen Beschäftigungssicherung für energieintensive Industrien bei: „Um die Regelung zum Eigenstrom für industrielle Altanlagen wurde hart mit der EU gerungen. Der nun gefundene Kompromiss ist äußerst wichtig für den Vertrauensschutz in der Industrie.“ Neben dem Know-how der hochqualifizierten Mitarbeiter gehören gerade Versorgungssicherheit und Planungssicherheit bei den Stromkosten zu den entscheidenden Standortvorteilen der Chemie in Deutschland.

Dennoch dürfe man sich nun nicht zurücklehnen, mahnt VAA-Hauptgeschäftsführer Kronisch. „Wir können uns keine Verzögerungen bei der Umsetzung der EEG-Novelle und der neuen europäischen beihilferechtlichen Leitlinien leisten.“ Als gesellschaftliche Schlüsselakteure in Sachen Energiepolitik seien die Unternehmen der Chemieindustrie bereit, mit ihren hocheffizienten Industrieanlagen und innovativen Produkten ihren Teil zum Gelingen der Energiewende beizutragen.

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Die Führungskräfte Chemie sind zusammengeschlossen im Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA). Als Berufsverband und Berufsgewerkschaft vertritt der VAA die Interessen von rund 30.000 Führungskräften aller Berufsgruppen in der chemischen Industrie und den angrenzenden Branchen. Zur firmenübergreifenden Branchenvertretung schließt der VAA Tarifverträge und führt einen intensiven Dialog mit den Sozialpartnern und weiteren Organisationen der Chemie.

VAA Führungskräfte Chemie
Timur Slapke
Mohrenstraße 11
17 50670
0221 16001-35
timur.slapke@vaa.de
www.vaa.de