Tag Archives: Flexibilisierung

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Junge Arbeitnehmer durch digitale Tools gestresst

Aktuelle Studie untersucht Freiraum am Arbeitsplatz

Junge Arbeitnehmer durch digitale Tools gestresst

Immer mehr Arbeitnehmer tauschen den klassischen 8-Stunden-Tag im Büro gegen flexible Modelle, bei denen sie selbst bestimmen, wo und wann sie ihre Arbeit erledigen. Dadurch verschwimmen die Grenzen zwischen Job und Privatleben, was vor allem jungen Menschen Probleme bereitet: 61% der Arbeitnehmer in Deutschland unter 25 Jahren können nach Feierabend schlecht abschalten, wie die die Ergebnisse des aktuellen Randstad Arbeitsbarometers zeigen.

Der Stressfaktor nimmt bei älteren Kollegen schnell ab. Unter den 25- bis 34-Jährigen leiden noch 51 % darunter, dass sie nicht vom Beruf abschalten, ab 45 Jahren sinkt der Wert auf 29 %. Wieso sind gerade junge Arbeitnehmer auch nach Feierabend noch vom Job gestresst? Die sogenannten Digital Natives sind mit Internet und Smartphones aufgewachsen. Sie sind rund um die Uhr vernetzt und übertragen dies auf ihre Arbeit. E-Mails rufen sie per Handy ab und mit den Kollegen sind sie über Facebook oder WhatsApp verbunden. „Junge Arbeitnehmer sind immer auf Abruf, wenn sie ihr privates Smartphone für den Job nutzen“ so Petra Timm, Director Group Communications bei Randstad. „Sie müssen erst noch lernen, bewusst von Arbeit auf Freizeit umzuschalten. Nach Feierabend sollten sie nur so erreichbar sein, wie es im jeweiligen Unternehmen abgesprochen ist.“

Folgen des Dauerstress können Schlafstörungen, Antriebslosigkeit und ein erhöhtes Burn-out-Risiko sein. Die neuen Arbeitsmodelle generell zu verteufeln wäre aber falsch. 76 % der Befragten Arbeitnehmer befürworten flexibles Arbeiten – trotz des Stressrisikos. Sie mögen die Unabhängigkeit in der Zeitplanung sowie die Freiheit, zu arbeiten wann und wo es ihnen passt. „Flexibles Arbeiten kann allen Beteiligten nutzen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Unternehmen können viel dazu beitragen, undokumentierte Überstunden zu reduzieren. Zum Beispiel nehmen eine realistische Projektplanung und eine faire Arbeitszeiterfassung viel Druck von den Mitarbeitern“, so Timm weiter.

Über die Online-Umfrage
Die dargestellten Ergebnisse stammen aus dem Randstad Arbeitsbarometer. Die Online-Umfrage wird in 33 Ländern vierteljährlich durchgeführt. In Deutschland wurden 400 Arbeitnehmer zwischen 18 und 65 Jahren aus unterschiedlichen Branchen befragt.

Mit durchschnittlich rund 59.500 Mitarbeitern und rund 550 Niederlassungen in 300 Städten sowie einem Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro (2017) ist die Randstad Gruppe der führende Personaldienstleister in Deutschland. Randstad bietet Unternehmen unterschiedlicher Branchen umfassende Personalservice-Konzepte. Neben der klassischen Zeitarbeit gehören zum Portfolio der Randstad Gruppe unter anderem die Geschäftsbereiche Professional Services, Personalvermittlung, HR Lösungen und Inhouse Services. Mit seinen passgenauen Personallösungen ist Randstad ein wichtiger strategischer Partner für seine Kundenunternehmen. Durch die langjährige Erfahrung unter anderem in der Personalvermittlung und Personalüberlassung sowie individuelle Leistungs- und Entwicklungsangebote für Mitarbeiter und Bewerber, ist Randstad auch für Fach- und Führungskräfte ein attraktiver Arbeitgeber und Dienstleister. Als Impulsgeber für den Arbeitsmarkt hat Randstad bereits im Jahr 2000 einen flächendeckenden Tarifvertrag mit ver.di abgeschlossen, der als Grundlage für die geltenden tariflichen Regelungen in der gesamten Branche diente. Randstad ist seit 50 Jahren in Deutschland aktiv und gehört zur niederländischen Randstad N.V.: mit einem Gesamtumsatz von rund 23,3 Milliarden Euro (Jahr 2017), über 668.800 Mitarbeitern täglich im Einsatz und rund 4.800 Niederlassungen in 39 Ländern, ist Randstad einer der größten Personaldienstleister weltweit. Zur deutschen Randstad Gruppe gehören neben den Unternehmen Randstad Deutschland GmbH & Co KG auch die Unternehmen Tempo Team, Gulp, Monster, twago, Randstad Sourceright, Randstad Outsourcing GmbH sowie Randstad Automotive und Randstad Financial Services. Vorsitzender und Sprecher der Geschäftsführung der Randstad Gruppe Deutschland ist Richard Jager.

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Die „Boxenstoppfertigung“ als wichtiger Teil der Lösung

Ingenics entwickelt die Zukunft des Karosseriebaus: maximal flexibel und unabhängig

Die "Boxenstoppfertigung" als wichtiger Teil der Lösung

Visualisierung der Ingenics Boxenstoppfertigung (Bildquelle: Ingenics AG)

(Ulm) – Als entscheidende Hemmnisse für die Flexibilisierung, Wandlungs- und Integrationsfähigkeit von Karosseriebauanlagen gelten die Aufbaulinien und die Logistik der Anlieferung von Bauteilen. Ingenics ist es nun gelungen, das Szenario eines zukunftsorientierten Karosseriebaus, der allen absehbaren Anforderungen gerecht wird, in einem Layout zu beschreiben. Dafür wurden Restriktionen und Hemmnisse analysiert, Alternativlösungen ermittelt und zu einem schlüssigen Gesamtbild entwickelt. Diese „Boxenstoppfertigung“ ermöglicht die Unabhängigkeit der Karosseriefertigung von spezifischen Produktanforderungen bei maximaler Flexibilität.

Unter dem Druck neuer Rahmenbedingungen, gesetzlicher Vorgaben und des in Bewegung geratenen Konsumentenverhaltens ändert sich die Automobilindustrie rapide. E-Mobilität, Autonomes Fahren, kundenindividuelle Fahrzeuge, kürzer werdende Lebenszyklen bei weitgehend stabilen Preisen – Materialien, Prozesse und Kosten stehen im Zeitalter der Digitalisierung kontinuierlich auf dem Prüfstand. Da kann es nicht verwundern, dass auch die Fähigkeiten bezüglich des Karosseriebaus eine zunehmend große Rolle spielen.

Das Bild aktueller Karosseriebauanlagen wird durch vollautomatisierte, taktgebundene Routineabläufe bestimmt, die mit hoher Wiederholgenauigkeit Bauteilpositionierungen, Geometriebildung und Fügetechnologien beherrschen. Der herstellerübergreifende Konsens wurde für eine effiziente, qualitativ hochwertige und operativ beherrschbare Produktion entwickelt und weltweit etabliert – eine Quasi-Standardisierung, die der gesamten Supply Chain zugutekommt, da sich sämtliche Zulieferer auf gut planbare Anforderungen verlassen und entsprechend kalkulieren können. Allerdings hat dieser Konsens Einschränkungen zur Folge. „Einmal konzeptionell auf bestimmte Produktanforderungen ausgelegt, zeigen sich die Fertigungsanlagen unflexibel gegenüber produkt- oder prozessbedingten Änderungen bzw. Anpassungsbedarfen“, erklärt Martin Cüppers, Director Center of Competence bei Ingenics. „Deshalb können Karosseriebauanlagen häufig nur für einen Modellzyklus verwendet werden.“ Produktseitige Merkmale von Nachfolgerbaureihen, seien kaum wirtschaftlich integrierbar; doch durch die zunehmende Zahl von Karosserievarianten und die Elektromobilität sei ein neuer Bedarf an Produktionsflexibilität entstanden. „Gerade die Einführung der E-Mobilität auf dem hohen qualitativen und quantitativen Standard existierender Technologien ist noch eine Gleichung mit mehreren Unbekannten“, so Martin Cüppers. „Die Frage, ob heutige Fertigungssysteme auf diese Änderungen vorbereitet seien, muss im Interesse der Zukunftsfähigkeit der Automobilindustrie gestellt werden. Die entschiedene Antwort lautet: Nein, sie sind es nicht, denn es fehlt ihnen an mehreren Ausprägungen von Flexibilität – von der Produkt- und Nachfolgeflexibilität bis hin zur Wandlungs-, Integrations- und Anpassungsfähigkeit.“

Die Kombination mehrerer Innovationen ermöglicht die Boxenstoppfertigung

Unter Berücksichtigung sämtlicher Anforderungen hat Ingenics das Szenario eines zukünftigen Karosseriebaus in einem Layout beschrieben, das allen absehbaren Anforderungen gerecht zu werden verspricht. Um Flexibilität, Wandlungs- und Integrationsfähigkeit als Erfolgsfaktoren für die Fabrik der Zukunft zu berücksichtigen, wurden alle bekannten Hemmnisse analysiert, Alternativlösungen ermittelt und zu einem schlüssigen Gesamtbild entwickelt. Insbesondere Restriktionen in den Bereichen Intralogistik, Werkzeugwechsel und Aufbaulinien, die einer Flexibilisierung geradezu konzeptionell entgegenstehen, wurden detailliert untersucht.

Das Konzept der Boxenstoppfertigung geht konsequent neue Wege, ohne elementare Erfolgsfaktoren wie Durchlaufzeit, Wirtschaftlichkeit oder Qualität zu vernachlässigen. Ihr Prinzip beruht auf der Kombination von:
-der Abkehr von linearen Rollenbahnsystemen hin zu vollflexiblen fahrerlosem Transportsystemen
-der Beschreibung von standardisierten und modularen Fertigungszellen
-einer intelligenten, flächenoptimalen Anordnung und Ansteuerung der Modulzellen
-der Abkehr von taktzeitgebundenen, dezentral programmierten Programmabläufen zugunsten cloudbasierter Fügedatenbanken und einer selektiven Zuweisung von Informationen
-der mehrfachen Durchströmung der Modulzellengruppen zur Erhöhung des Nutzungsgrads
-der schrittweisen und vernetzten Erweiterungsmöglichkeiten.

Die zentrale Boxenstoppfertigung als Gesamtheit von Fertigungsmodulen kann jederzeit auch in Bestandsgebäuden realisiert werden, die vorher nicht für Karosseriebauanlagen ausgelegt waren. Und sie geht noch einen Schritt weiter, indem sie die Potenziale innovativer Industrie 4.0-Ansätze wie Predictive Maintenance, Vernetzung von Bauteil- und Produktionsinformationen zwischen Logistik und Produktion in Echtzeit, cloudbasierte Stammdatenhaltung, zentrale Anlagensteuerung durch künstliche Intelligenz und Big-Data-Anwendungen zu einem stimmigen Gesamtkonzept integriert. „In einer für die Zukunft der Automobilindustrie entscheidenden Phase streben die Hersteller an, die gesamte Wertschöpfungskette – Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service – selbstständig digital zu überblicken und den maximalen Nutzen aus dieser Transparenz zu ziehen“, sagt Martin Cüppers. „Während die etablierten Geschäftsmodelle überfordert sind, leistet die Boxenstoppfertigung einen wesentlichen Beitrag, um bisherigen wie zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden.“

Über Ingenics
Ingenics ist eine internationale Beratung für Produktion, Logistik, Organisation und Digitalisierung mit weltweiten Standorten und mehr als 35 Jahren Erfahrung am Markt. Der Fokus liegt auf den Feldern Managementberatung, Fabrikplanung, Logistikplanung und Effizienzsteigerung.
Als eines der ersten Consultingunternehmen hat sich Ingenics eine dezidierte Industrie 4.0-Expertise erarbeitet und in Kooperation mit renommierten Forschungseinrichtungen zukunftsweisende Lösungen für Industrie 4.0-Anwendungen in der Wirtschaft entwickelt.

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Die Job-Revolution bei Daimler – Veränderung oder Papiertiger?

Warum die hochgelobte Job-Revolution bei Daimler zu scheitern droht

Die Job-Revolution bei Daimler - Veränderung oder Papiertiger?

Wer im Recruiting arbeitet, kam an dieser Schlagzeile nicht vorbei: Der Weltkonzern Daimler, bekannt für starre Hierarchien und gewerkschaftlich korrekte Arbeitszeiten, startet eine Job-Revolution. Wie wir nicht erst seit gestern – und auch nicht erst seit der Daimler-Umfrage unter den 80.000 Mitarbeitern – wissen, wird sich die Arbeitswelt der Zukunft deutlich von der unserer Eltern unterscheiden. Auf der Couch arbeiten, Meetings im Cafe abhalten, Konferenzen aus dem Park führen – so stellen sich die Zukunftsforscher das vor. Lustig ist das eigentlich nicht, denn genau so arbeiten heute schon viele Startups z. B. im Silicon Valley. Und wir fangen jetzt gerade mit der Diskussion an. Armes Deutschland.

Revolution oder Papiertiger?

Ich weiß gar nicht genau, ob man Herrn Zetsche jetzt trotzdem gratulieren soll. Einerseits zollt ihm die Presse Respekt und bezeichnet seinen waghalsigen Vorstoß als „Revolution“. Andererseits steht die Weisheit der sich ändernden Erwartungen einer nachwachsenden Generation in zahllosen Büchern und in noch mehr Artikeln zum Thema. Der Wunsch nach freierem Arbeiten ist bekannt. Selbst Andrea Nahles (SPD), die normalerweise wirklich gar nichts merkt, konstatierte beim Kongress zur Zukunft der Arbeit Ende März 2016 in Berlin: „Viele Beschäftigte sind offen für Flexibilität.“ Ob man wirklich eine Umfrage braucht, um das herauszufinden? Vielleicht ist das bei Daimler so – womit wir wieder beim Thema „Behäbigkeit“ wären. Aber lassen wir das. Herr Zetsche leidet sicher schon genug unter Tesla. Da braucht er keine zusätzliche Schelte von einem unbedeutenden HR-Blogger.

Als einer der ersten großen Konzerne in Deutschland will das Unternehmen aus Stuttgart nun also sein altes Konzept der Arbeit komplett umwerfen – und es den Wünschen seiner Mitarbeiter anpassen. Mehr als 80 Prozent der Belegschaft hatten in der Umfrage festgestellt: „Wir wollen räumliche und zeitliche Autonomie.“ Donnerwetter – die Nahles’sche Vision wird Realität! Einmal abgesehen davon, dass man bei Tesla diese Frage gar nicht hätte stellen müssen, wäre als Spontanreaktion auf eine solche Zahl Elon Musk sofort mit der Spitzhacke losgelaufen und hätte sämtliche Zeiterfassungsterminals eigenhändig aus der Wand gerissen – und dabei möglicherweise auch den einen oder anderen Betriebsrat nicht verschont. Böse Bilder, die ich da in meinem Kopfkino habe …

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Acht-Stunden-Tag auf der Kippe? Arbeitgeber fordern Flexibilisierung des Arbeitszeitgesetzes

Ein Artikel von Fachanwalt für Arbeitsrecht Volker Dineiger, Berlin und Essen, und Philipp Modrach, wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Die Deutsche Industrie- und Handelskammer spricht sich für eine Änderung des Arbeitszeitgesetzes aus, wie aus zuletzt aus verschiedenen Medienberichten hervorging. Die fortschreitende Digitalisierung sowie neue Arbeitsmodelle zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie machen nach ihrer Meinung eine Änderung des herkömmlichen Acht-Stunden-Tages erforderlich.

Gesetzliche Normierung des Acht-Stunden-Tages:

§ 3 Satz 1 ArbZG legt fest, dass die tägliche Arbeitszeit eines Arbeitnehmers acht Stunden nicht überschreiten darf. Allerdings sind auch Ausnahmeregelungen enthalten: so kann auch eine Arbeit von zehn Stunden pro Tag zulässig sein, wenn innerhalb von sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen der Durchschnitt von acht Stunden Arbeitszeit pro Werktag nicht überschritten wird. Zusätzliche Flexibilisierungen lassen sich außerdem durch tarifvertragliche Regelungen sowie Betriebsvereinbarungen erreichen.

Änderung des Arbeitszeitgesetzes einfach möglich?

Auch wenn der Acht-Stunden-Tag gem. § 3 Satz 1 ArbZG verfassungsrechtlich nicht zwingend angeordnet ist, müssten bei einer Änderung anderweitiges deutsches Recht, europäisches Recht sowie internationales Recht vom Gesetzgeber berücksichtigt werden. Dazu zählt etwa die Richtlinie 2003/99/EG des europäischen Parlaments und des Rates vom 04.11.2003 über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung. Die Festlegung auf acht Stunden täglicher Höchstarbeitszeit ist im europäischen wie auch internationalen recht so nicht zu finden. Zwingend sind dagegen aber die Ruhezeit von elf Stunden nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit gem. § 5 ArbZG sowie die wöchentliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden und die Mindestruhezeit von 24 Stunden pro Siebentageszeitraum.

Welche Folgen hätte eine Flexibilisierung?

Die Arbeitszeit wird oftmals durch den derzeit festgeschriebenen Acht-Stunden-Tag definiert. Bei einer Änderung müsste auch über eine neue Definition der Arbeitszeit diskutiert werden. Schwierigkeiten könnte es zudem bei der Erfassung der Arbeitszeit geben, wenn man beispielsweise nicht einheitlich Vertrauensarbeitszeit vereinbart, da keine Einigkeit darüber besteht, wann die Arbeitszeit genau zu erbringen ist und demnach eine Erfassung dieser dann schwierig wird.

Mögliche Folgen für Arbeitgeber:

Arbeitgeber haben regelmäßig ein berechtigtes Interesse, dass der Arbeitnehmer die Arbeitsleistung, die er schuldet, auch erbringt. Wird allerdings vom Acht-Stunden-Tag Abstand genommen und nur noch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit vereinbart, kann es unklar sein, wann der Arbeitgeber mit der Arbeitsleistung seines Arbeitnehmers rechnen kann.

Mögliche Folgen für Arbeitnehmer:

Für Arbeitnehmer kann es im Rahmen von Überstundenvergütungen zu Problemen in der Darlegung der Überstunden kommen. Zurzeit muss dieser darlegen, wann und in welcher zeitlichen Lage und mit welchem Inhalt er über die tägliche, betriebsübliche Arbeitszeit hinaus gearbeitet hat. Das könnte in Zukunft zu Auseinandersetzungen führen, wann überhaupt die Arbeitszeit vorliegt und wann darüber hinaus Arbeit geleistet wurde. Müsste ein Arbeitnehmer aufgrund der nicht geregelten Arbeitszeit rund um die Uhr erreichbar sein, könnte eine solche Flexibilisierung ihrem behaupteten Zweck, nämlich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und der verbesserten work-life-balance, im Zweifel wenig Rechnung tragen.

Was gibt es für Alternativen?

Es gibt durchaus Unternehmen, die schon heute mit flexiblen Arbeitszeitmodellen, Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen über Teilzeit, Arbeitszeitgestaltung, Altersteilzeit und Arbeitszeitkonten arbeiten. Die Vorteile solcher innerbetrieblichen Regelungen liegen darin, dass dann explizit auf die betriebsbedingten Voraussetzungen und Umstände eingegangen werden kann. Dies kann ein allgemeines Gesetz in der Regel nicht ersetzen.

05.08.2015

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HOB unterstützt den deutschen Home Office Day 2012

Cadolzburg, 5. November 2012: Noch drei Tage, dann ist es soweit – der deutsche Home Office Day geht am 08. November 2012 in die zweite Runde. Der deutsche Home Office Day wurde vergangenes Jahr von der IndiTango AG ins Leben gerufen. Hauptziel ist es, den Dialog über Themen wie Arbeitszufriedenheit, Arbeitsproduktivität und Flexibilisierung der Arbeitswelt zu fördern. Gleichzeitig soll dadurch mehr Bewusstsein für moderne Arbeits-(platz)-Konzepte und Umwelt-schutz geschaffen werden. Unternehmen, die gerne noch teilnehmen möchten, können sich auf der Webseite www.homeofficeday.de kostenlos registrieren. Da auch die HOB GmbH & Co. KG diese Themen für sehr wichtig und zukunftsträchtig erachtet, unterstützt HOB aktiv den diesjährigen Home Office Day. HOB bietet Interessierten darüber hinaus ein kostenloses E-Book zum Download mit spannenden Fakten und wertvollen Tipps zur effektiven Umsetzung von Home Offices.

Home Offices – Flexibles Arbeitsmodell der Zukunft?
Nicht nur die Gesellschaft, auch die Arbeitswelt befindet sich im Wandel: Fachkräftemangel und Globalisierung, aber auch Mitarbeiter fordern eine flexiblere Gestaltung der Arbeit. Unterstützt wird der Wandel zusätzlich durch neue Technologien und Trends wie Cloud Computing und immer leistungsfähigere mobile Geräte. So wird ortsunabhängiges Arbeiten zum Kinderspiel. An der Technik scheitern Home Offices mittlerweile nicht mehr, aber Firmen müssen umdenken, wenn das Konzept „Home Offices“ erfolgreich sein soll. Es zählt nicht länger die Anwesenheit im Büro, sondern das Ergebnis der Arbeit.

Doch wer glaubt, dass von Home Offices nur die Mitarbeiter profitieren, liegt falsch: Home Offices bieten eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Mitarbeiter, Arbeitgeber, aber auch Gesellschaft und Umwelt.

Home Office Konzepte effektiv umsetzen – mit der Secure Remote Access Lösung HOB RD VPN
Vor allem die technische Umsetzung von Heimarbeitsplätzen, der daraus resultierende (Mehr-) Aufwand, Troubleshooting sowie der Sicherheitsaspekt bereitet vielen IT-Verantwortlichen Kopfzerbrechen. Mit der Secure Remote Access Lösung HOB RD VPN der HOB GmbH & Co. KG lassen sich Home Offices schnell und einfach realisieren – ohne Abstriche bei der Administrierbarkeit, Usability oder Sicherheit in Kauf nehmen zu müssen. Da auf Client-Seite keine Installation und Administrationsrechte nötig sind und der Zugriff flexibel über den Web-Browser erfolgt, sind auch Mitarbeiter, die vom Home Office aus arbeiten ganz einfach angebunden. Dank integriertem SIP-Client (HOBPhone) können Mitarbeiter zudem ganz bequem von zuhause aus mit der geschäftlichen Telefonnummer telefonieren.

Die HOB GmbH & Co. KG ist ein mittelständisches deutsches Unternehmen, das innovative und mehrfach prämierte Software-Lösungen entwickelt und weltweit vermarktet. Die Kernkompetenzen des bereits 1964 gegründeten und erfolgreichen Unternehmens umfassen Server-based Computing, sicheren Remote-Access sowie VoIP und Virtualisierung, die in kleinen, mittleren und Großunternehmen zum Einsatz kommen. Produkte sind durch das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) nach Common Criteria zertifiziert.

HOB beschäftigt heute in seiner Cadolzburger Zentrale und seinen Geschäftsstellen weltweit ca.120 Mitarbeiter, die Hälfte davon in der Entwicklung. HOB unterhält Niederlassungen in Malta und den USA und hat ein Partnerunternehmen in Mexiko.

Kontakt:
HOB GmbH & Co. KG
Sabrina Sturm
Schwadermühlstrasse 3
90556 Cadolzburg
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