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Investition in die Entwicklung von Medikamenten gegen Schwerhörigkeit

10 Millionen Euro: Acousia Therapeutics GmbH schließt Folgefinanzierung ab

Investition in die Entwicklung von Medikamenten gegen Schwerhörigkeit

Dr. Christoph Antz, Geschäftsführer Acousia Therapeutics GmbH (Bildquelle: DICS Ringeisen & Schupp GbR)

(Stuttgart/Tübingen) – Die Acousia Therapeutics GmbH konnte am 14. Mai 2018 eine Folgefinanzierung von zehn Millionen Euro verkünden, um damit Medikamente zur Behandlung von Schwerhörigkeit weiterzuentwickeln. Die Tübinger Forscher haben Medikamentenkandidaten identifiziert, die die Haarsinneszellen im Ohr so stimulieren können, dass sie vor Schäden geschützt werden. Gleichzeitig wird ihre sensorische Empfindlichkeit erhöht. Die Acousia gehört zu den wenigen Teams weltweit, die pharmazeutische Therapien zur Behandlung von Erkrankungen des Innenohrs entwickeln. Neben den bisherigen Investoren beteiligen sich nun, unter Führung der Venture Capital Tochter der Landesbank Baden-Württemberg LBBW Venture, die Creathor Ventures sowie die Bregua Corporation.

Wie bitte? Wer etwas nicht richtig versteht, gehört vielleicht zu den 15 Prozent der Bevölkerung in Industrienationen, die unter leichter bis mittelgradiger Schwerhörigkeit leiden. Umso erstaunlicher ist, dass es für eine so weit verbreitete Sinneserkrankung noch immer keine anerkannte medikamentöse Therapie gibt. Eine geringgradige Schwerhörigkeit beginnt bereits bei einer Abweichung von der Normalhörigkeit von mehr als 26 Dezibel. Ab 41 bis 60 Dezibel Hörschwellenverlust können Patienten einem Gespräch nur noch mit Mühe bzw. gar nicht mehr folgen und erhalten in der Regel ein Hörgerät oder, bei hochgradiger Schwerhörigkeit (ab 61 bis 80 Dezibel) und Taubheit (ab 81 Dezibel), ein sogenanntes Cochlea-Implantat. Aber den vielen Menschen, allein in Deutschland etwa 12 Millionen, die im Laufe ihres Lebens immer weniger hören, kann noch nicht wirksam mit einem Medikament geholfen werden.

Damit wollte sich das Forscherteam um Prof. Dr. Hubert Löwenheim, dem Ärztlichen Direktor der Universitätsklinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in Tübingen, nicht abfinden. Im Jahr 2012 gründeten Prof. Löwenheim und Kollegen gemeinsam mit dem Boehringer Ingelheim Venture Fund (BIVF) und dem Tübinger Biotechunternehmen EMC microcollections GmbH die Acousia Therapeutics GmbH, um eine medikamentöse Behandlung von Erkrankungen des Innenohrs zu entwickeln. Acousia arbeitet dabei im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages eng mit der Uniklinik zusammen.

Im Mittelpunkt der Forschung bei Acousia steht die sogenannte Hörschnecke. Dieser winzige schneckenförmige Hohlraum im Ohr ist mit einer Membran ausgekleidet, die mit Haarsinneszellen bedeckt ist. Diese Sinneszellen sind für die Reizweiterleitung und damit für das Hören unbedingt notwendig. Sind sie zerstört, wachsen sie bei Säugetieren, anders als bei Vögeln, nicht wieder nach. Durch Lärm, giftige Substanzen, wie sie beispielsweise im Rahmen einer Chemotherapie eingesetzt werden, durch Entzündungen oder Alterungsprozesse fallen geschädigte Haarsinneszellen bisher unwiederbringlich aus. Das Team von Acousia hat eine Anzahl pharmazeutischer Substanzen identifiziert, die verbliebene Sinneszellen so stimulieren, dass sie vor Schaden geschützt werden und die Empfindlichkeit erhöht wird. „Sollte die weitere Entwicklung erfolgreich sein, können die Substanzen als Medikament vor bestimmten, Gehör schädigenden, Chemotherapien Patienten verabreicht werden, und so helfen, eine Gehörschädigung zu minimieren“, erklärt Dr. Christoph Antz, der seit 2017 die Acousia Therapeutic als Geschäftsführer leitet. „Der medizinische Bedarf ist schon jetzt enorm, und wir erwarten im Zuge der demografischen Entwicklung eine weitere Zunahme.“

Aus Investorensicht ist dieser einzigartige Ansatz so interessant, dass die Acousia Therapeutics GmbH soeben eine Folgefinanzierung von zehn Millionen Euro abschließen konnte. Dr. Harald Poth, Senior Investment Manager beim Führer des Investorenkonsortiums LBBW Venture Capital: „Das Acousia-Team hat ein beeindruckendes Portfolio pharmazeutischer Substanzen mit einzigartiger Wirkungsweise zum Schutz, zur Reparatur und Wiederherstellung der sensorischen Zellfunktionen im Innenohr, die wir gerne auf dem Wege der klinischen Entwicklung begleiten wollen.“ Neben der Stuttgarter LBBW Venture gehören nun die Creathor Ventures aus Bad Homburg und die internationale Bregua Corporation zum Investoren-Konsortium. Die Venture Capital Tochter von Boehringer Ingelheim ist als Gründungsinvestor und Gesellschafter ebenso an der Finanzierungsrunde beteiligt wie die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die neuen Mittel ermöglichen, erste Testungen der Arzneimittelkandidaten am Patienten in den nächsten Jahren voranzutreiben.

Dr. Klaus Eichenberg, Geschäftsführer der BioRegio STERN Management GmbH, freut sich über die Investition als weiteren Beleg für die Stärke des Standortes: „Die neue Finanzierungsrunde ermöglicht die schnelle und effiziente Umsetzung von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen aus der Region in die medizinische Anwendung.“

Über Acousia Therapeutics GmbH:
Die Acousia Therapeutics GmbH ist ein Biotechnologie-Unternehmen mit Sitz in Tübingen. Das Unternehmen entwickelt innovative Wirkstoffkandidaten zur Behandlungen der Schwerhörigkeit. Die Firma hat ein Portfolio an Wirkstoffen zur Protektion und sensorischen Wiederherstellung der Haarsinneszellfunktion entwickelt. Es wurde 2012 von Prof. Hubert Löwenheim, der EMC microcollections GmbH und dem Boehringer Ingelheim Venture Fund (BIVF) gegründet. Investoren der ersten Finanzierungsrunde nach Gründung waren BIVF, KfW und Axxam S.p.A. CEO ist Dr. Christoph Antz.
www.acousia.com

Über die BioRegio STERN Management GmbH:
Die BioRegio STERN Management GmbH ist Wirtschaftsentwickler für die Life-Sciences-Branche. Sie fördert im öffentlichen Auftrag Innovationen und Start-ups und trägt so zur Stärkung des Standorts bei. In den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb mit den Städten Tübingen und Reutlingen ist sie die zentrale Anlaufstelle für Gründer und Unternehmer.
Die BioRegion STERN zählt zu den großen und erfolgreichen BioRegionen in Deutschland. Alleinstellungsmerkmale sind die bundesweit einzigartige Mischung aus Biotechnologie- und Medizintechnikunternehmen sowie die regionalen Cluster der Automatisierungstechnik, des Maschinen- und Anlagenbaus.

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Beteiligung an Folgefinanzierung: Wayra legt bei 5Analytics nach

München/Köngen, 12. Oktober 2017 – Wayra, der Start-up-Track von Telefonica, unterstützt 5Analytics, ein 2016 gegründetes Start-up aus dem Bereich Künstliche Intelligenz (KI), durch die Beteiligung an einer Folgefinanzierungsrunde. Wayra hatte sich im August 2016 erstmals bei 5Analytics engagiert, nachdem sich das Unternehmen erfolgreich für Wayras Accelerator-Programm beworben hatte. Schon seit Ende August 2016 entwickelte 5Analytics die Technologie hinter Telefonicas Analytical Insights Center (AIC). Dieses wird mittlerweile von mehreren tausend Mitarbeitern von Telefonica Deutschland zur Informationsbeschaffung und Entscheidungsfindung genutzt. Wayra wird sich gemeinsam mit dem Leadinvestor High-Tech Gründerfonds (HTGF) und der MBG Mittelständische Beteiligungsgesellschaft an der Folgefinanzierungsrunde beteiligen. Das Gesamtvolumen der Runde beläuft sich auf 800.000 Euro. Mit den Mitteln plant 5Analytics die Weiterentwicklung seiner KI-Technologie und den organisatorischen und personellen Ausbau des Unternehmens.

Durch die Unterstützung von Wayra erhielt 5Analytics Zugang zu einem seiner bisher größten Kunden: Telefonica Deutschland. Mit dem Analytical Insights Center wurde für Telefonica Deutschland ein System implementiert, das Unternehmens-, Markt- und Wettbewerbsdaten für Mitarbeiter sofort verfügbar macht. Sie nutzen das AIC, um für ihre Arbeit Informationen selbstständig zu erheben und ad-hoc Entscheidungen zu treffen. So konnte beispielsweise Telefonicas Social-Media-Team mithilfe der Technologie in diesem Frühjahr den geeigneten Zeitpunkt für den Start der o2-Free-15-Kampagne identifizieren. Die Entwicklung und Implementierung der 5Analytics-Technologie in Telefonicas AIC hat Thorsten Kühlmeyer begleitet, der bei Telefonica Deutschland Geschäftsanalyse und Künstliche Intelligenz verantwortet. Die größte Herausforderung bei der Anwendung einer KI-Software ist laut Kühlmeyer nicht die Komplexität der Algorithmen. „Entscheidend sind die Automatisierung und Einbettung von Modellen des maschinellen Lernens in eine Echtzeit-Umgebung mit Echtzeit-Daten. Für automatisierte digitale Prozesse bedarf es automatisierter Ergebnisse. Die KI-Lösung von 5Analytics trägt dazu bei, die Lücke zwischen Algorithmen und Echtzeit zu schließen“, so Kühlmeyer.

„Der Abschluss der Folgefinanzierungsrunde unter maßgeblicher Beteiligung weiterer namhafter Investoren ist ein klarer Beleg für den Erfolg von 5Analytics. Wir konnten dem Unternehmen nicht nur durch eine Eigenkapitalbeteiligung in der Startphase, durch unser Mentoren-Netzwerk und durch Coachings helfen, sondern 5Analytics auch Zugang zu relevanten Entscheidungsträgern bei Telefonica verschaffen. Das daraus entstandene Projekt der Entwicklung einer KI-Lösung für Telefonicas Analytical Insights Center ist ein Meilenstein für das Unternehmen. Wir freuen uns, 5Analytics gemeinsam mit den Leadinvestoren weiter unterstützen zu können“, sagt Christian Lindener, Managing Director bei Wayra Deutschland.

„Die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Telefonica, unserem ersten großen Kunden, hat uns in der Startphase enorm geholfen. Das gilt es jetzt auf neue Kunden zu übertragen. Mit den Mitteln aus der Finanzierungsrunde wollen wir die Skalierung vorantreiben und uns personell verstärken. Unser Unternehmen ist bereits im gesamten deutschsprachigen Raum aktiv. Ziel ist es, europaweit zu expandieren“, sagt Stefan Soehnle, Operations Director bei 5Analytics. „Im Zuge dessen entwickeln wir auch unsere produktive Software stetig weiter – beispielsweise durch weitere Programmiersprachen und Schnittstellen, die die Handhabung für den Kunden vereinfachen.“

Ein Bild des Gründertrios von 5Analytics, von links nach rechts: Stefan Soehnle, Operations Director, Alexandra Bellanova, Director Marketing & Communications, Dr. Sebastian Klenk, Managing Director, finden Sie hier: http://bit.ly/2ydgHRG

Über 5Analytics
5Analytics ist ein führendes deutsches KI-Softwareunternehmen, das Unternehmen hilft, durch Künstliche Intelligenz wichtige Geschäftsentscheidungen zu automatisieren und digitale Geschäftsmodelle erfolgreich umzusetzen. Dabei bieten sie mehr als nur Technologie. Ihr Beratungsteam begleitet den kompletten Implementierungsprozess und unterstützt unsere Kunden, das Beste aus ihren Daten herauszuholen. 5Analytics, mit Firmensitz in Stuttgart und Düsseldorf, weist namhafte Kunden (u.a. Telefonica, Merck und VW) in ganz Deutschland auf. Aktuell wurde 5Analytics mit dem Bronzenen Stevie Award und dem Innovationspreis-IT ausgezeichnet. Mehr erfahren Sie auf der Homepage von 5Analytics: http://5analytics.com

Über Wayra Deutschland
Wayra, der Start-up-Track von Telefonica, identifiziert und fördert innovative Gründerteams im Wachstum sowie junge Technologieunternehmen, vor allem aus den Bereichen Internet of Things (IoT), Datenanalytik, Cybersicherheit und Künstliche Intelligenz.

Die Wayra Deutschland mit Sitz im Zentrum Münchens unterstützt Start-ups mit finanziellen Mitteln, Coachings, Büroflächen, Events sowie dem direkten Zugang zu den operativen Einheiten der Telefonica als potenzielle Kunden und Partner.

Wayra Deutschland hat einen beeindruckenden Track Record bei der Weiterentwicklung seiner bislang 38 geförderten Start-ups. Im Jahr 2017 wurde etwa das Wayra-Start-up Neokami, das eine Künstliche-Intelligenz-Lösung zum Schutz von Firmendaten anbietet, an relayr verkauft. Das Münchener KI-Start-up ebot-7 konnte durch Wayra ihre Lösung in die Systemlandschaft eines der größten Telekommunikationsunternehmen Europas implementieren. Zuletzt hat der Automobilzulieferer Continental das Wayra-Start-up Parkpocket übernommen, das einen datenbasierten Service im Bereich Off-Street-Parking anbietet.

Wayra ist eine globale Initiative mit Standpunkten in zehn Ländern – unter anderem in Madrid, Barcelona, London und Santiago de Chile.

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