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Fruchtsaft bringt mehr Aroma in die Herbstküche

Süßes oder Saures?

Fruchtsaft bringt mehr Aroma in die Herbstküche

Bonn, 23. Oktober 2018 – Jetzt im Herbst bieten Fruchtsäfte und Fruchtnektare nicht nur fruchtig-frischen Trinkgenuss, sondern sorgen auch im Kochtopf für einen ganz besonderen Geschmack. Mit der individuellen Kombination aus Süße und Säure kann die Palette der Fruchtsäfte und -nektare die herzhafte Küche aromatisch bereichern. Vor allem in der kalten Jahreszeit kann das „flüssige Obst“ darüber hinaus einen wertvollen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung leisten.

Die Vielfalt der Früchte, die weltweit wachsen, sind auch in „flüssiger Form“ für Feinschmecker und Hobbyköche ein Segen. Ob milder Apfel, herbe Johannisbeere, süße Trauben, säuerlicher Rhabarber: Wie die Früchte selbst, passen auch ihre Säfte und Nektare hervorragend als Zutat in die Küche. Durch das Zusammenspiel von fruchtiger Süße und Säure sorgen sie bei deftigen Speisen mit Fleisch, aber auch in Suppen, Saucen und Salaten für ein besonderes Geschmackerlebnis und verleihen ihnen ein feines Aroma.

Rein in die Suppe
Was passt besser an kühlen und trüben Tagen als eine wärmende Suppe? Alle Zutaten kommen in einen Topf, sie lassen sich vielfältig kombinieren und das Essen ist im Handumdrehen zubereitet. Saft kann dabei einen Teil der nötigen Flüssigkeit liefern und sorgt gleichzeitig für einen leicht fruchtigen Geschmack. Ein klassisches Beispiel ist der Schuss Orangensaft in der Möhrensuppe, der die Süße der Möhren sanft betont – aber auch in einer Kürbissuppe ist er ein wahrer Genuss.
Rezepte zu fruchtigen Suppen finden Sie hier:
https://www.fruchtsaft.de/saftideen/essen/sup

Die Sauce macht´s
Nicht nur klassische Braten und Wild, auch Pastagerichte und vielerlei Gemüse laufen erst mit einer Sauce als Begleitung zur geschmacklichen Höchstform auf – aus gutem Grund. Denn in ihr stecken oft Zutaten, die die Aromen des Hauptgerichts betonen. Fruchtsäfte und -nektare sind mit ihrer Vielfalt wahre Saucenstars! Ob heller Traubensaft für einen fruchtigen Sauerbraten, Apfelsaft zum Kalbskotelett oder Orangensaft in einer Nudelsauce mit Curry und Gemüse: Säfte und Nektare liefern nicht nur süß-säuerliche Aromen sondern sind häufig auch farbgebend für die Sauce. Daher kann ein Johannisbeernektar auch mal einen Rotwein in der Saucenküche ersetzen.
Rezepte für fruchtige Saucen finden Sie hier: https://www.fruchtsaft.de/saftideen/essen/sauce-co

Dressings für fruchtig-frische Salate
Aus vielen Gemüsesorten und Hülsenfrüchten lassen sich im Herbst köstliche Salate zubereiten. Für wahre Geschmacksrafinesse in der Salatschüssel sorgen dabei die Dressings. So vielfältig die Auswahl an Fruchtsäften und -nektaren ist, so groß ist die Auswahl an raffinierten Rezepten. Rotkohl erhält durch Johannisbeernektar und Nussöl eine fruchtig-nussige Note, Orangensaft mariniert Fenchel mit Möhren und Linsen bekommen mit Aprikosennektar eine fruchtig-süße Note.
Rezepte für fruchtige Dressings finden Sie hier: https://www.fruchtsaft.de/saftideen/essen/salat

Saft für eine ausgewogene Ernährung
Herbstzeit ist auch immer Erkältungszeit: Um fit zu bleiben, spielt neben Bewegung auch eine ausgewogene Ernährung eine wichtige Rolle. Dabei kann Fruchtsaft unterstützen. Aufgrund der hohen Nährstoffdichte stuft die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Fruchtsäfte nicht als Getränk, sondern gemeinsam mit Obst und Gemüse als pflanzliches Lebensmittel ein. Die hohe ernährungsphysiologische Qualität von Fruchtsaft wird auch in der Gesundheitskampagne „5 am Tag“ unterstrichen. Denn 5 Portionen Obst und Gemüse gewährleisten bereits eine optimale Versorgung des Körpers mit Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Dabei kann ein Glas Fruchtsaft mit 150 ml gelegentlich eine Portion Obst oder Gemüse ersetzen. Und noch ein praktischer Vorteil von Saft: Gerade wenn nicht genügend Zeit zum Schälen und Schneiden bleibt, bietet Fruchtsaft eine gute Alternative, um das Immunsystem zu stärken und Erkältungen aus dem Weg zu gehen.

Süßes oder Saures – Rezeptideen von Sauce bis Suppe

Maispoularde auf Kirschnektarsauce mit Rahmkohl und Kräuternocken

ZUTATEN für 4 Portionen:
Fleisch: 1/2 Bund Thymian, 60 g Pecannusskerne, evtl. Walnusskerne, 4 Scheiben Toastbrot, 60 g weiche Butter, feines Meersalz, 4 Maispoulardenbrüste (à 180 g, ohne Haut), frisch gemahlener weißer Pfeffer, 1 EL Erdnussöl, 40 g süßer Senf

Sauce: 80 g Schalotten, 1 Knoblauchzehe, 100 g Butter
20 g brauner Zucker, 300 ml Kirschnektar, 200 ml Geflügelfond, 1 Lorbeerblatt, 1 TL Pfeilwurzstärke, in wenig Kirschsaft angerührt, Balsamessig

Gemüse: 200 ml Sahne, 600 g Spitzkohl, 60 g Schalotten, 40 g Butter

Nocken: je 1/2 Bund Estragon, Kerbel und Petersilie, 250 ml Milch, 50 g Butter, 90 g Hartweizengrieß, 1 Ei

UND SO GEHT“S:
Fleisch: Thymian von den Stielen zupfen und fein schneiden. Nüsse grob zerkleinern und in einer Pfanne ohne Fett leicht rösten, abkühlen. Toastbrot von der Rinde befreien und mit den Nüssen in einer Küchenmaschine nicht zu fein mahlen, mit Butter und Thymian verkneten, leicht salzen.
Backofen auf 200 °C (Oberhitze) vorheizen. Poulardenbrüste salzen, pfeffern und in einer Pfanne in Erdnussöl auf beiden Seiten anbraten. Anschließend auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, mit Senf bestreichen und mit der Nussmasse belegen. 6-8 Minuten auf der mittleren Schiene garen, Ofen ausschalten und weitere 10 Minuten ziehen lassen.
Sauce: Schalotten und Knoblauch abziehen, fein würfeln, in einer Pfanne in 20 g Butter anschwitzen. (Restliche Butter würfeln und kalt stellen.) Ansatz mit Zucker glasieren, mit Kirschnektar ablöschen, mit Geflügelfond und Lorbeer auf etwa 200 ml einkochen, Lorbeer entfernen und mit etwas Stärke binden. Sauce mit Balsamessig, Salz und Pfeffer abschmecken. Kurz vor dem Servieren Butterwürfel nach und nach unter die kochende Sauce schlagen, dann nicht mehr kochen.
Gemüse: 100 ml Sahne steif schlagen und kalt stellen. Kohl putzen, Strunk entfernen und in breite Streifen schneiden. Gemüse mit kochendem Salzwasser überbrühen, dann in Eiswasser abschrecken und anschließend abtropfen. Schalotten abziehen, in Streifen schneiden und in Butter anschwitzen, Kohl dazugeben, mit anschwitzen.

Restliche Sahne hinzufügen und alles sämig einkochen, mit Salz abschmecken. Vor dem Servieren die geschlagene Sahne unterheben.

Nocken: Kräuter von den Stielen zupfen und fein schneiden. Milch mit Butter und etwas Salz aufkochen. Grieß hinein geben und unter gelegentlichem Rühren 10 Minuten quellen lassen. Grießbrei etwas abkühlen lassen, dann das Ei einarbeiten, mit Kräutern und Salz abschmecken. Aus der lauwarmen Masse mit zwei Esslöffeln Nocken formen, in reichlich kochendes Salzwasser gleiten und 10 Minuten ziehen lassen.
Poularde mit Kirschsauce anrichten, dazu Rahmkohl und Grießnocken servieren.

Orangen-Kürbissüppchen mit Knusper-Scampi

ZUTATEN für 4 hohe Schnapsgläser:
Suppe:
150 g Kürbisfleisch, 1/4 rote Chilischote, 1 Limette, unbehandelt, 20 g Schalotten, 1/2 Knoblauchzehe, 80 g Butter, 1 TL brauner Zucker, 1/3 TL Currypulver Anapurna, 150 ml Orangensaft, 80 ml Geflügelfond, feines Meersalz, Limettensaft

Scampi:
4 Scampi mit Kopf und Schale, 21/30 er Sortierung, Piment d‘ Espelette, ersatzweise Paprikapulver, 1 EL Mehl, 1 Ei, 50 g Pankomehl
ca. 1 l Erdnussöl zum Ausbacken

UND SO GEHT“S:
Suppe: Kürbis klein schneiden. Chilischote entkernen und fein schneiden. Limette heiß waschen, trocknen, Schale fein reiben, Saft auspressen. Schalotten und Knoblauch abziehen, in einem Topf in 40 g Butter anschwitzen. Restliche Butter würfeln und kalt stellen. Kürbis und Chili dazugeben, ebenfalls anschwitzen, dann mit Zucker glasieren. Anschließend mit Orangensaft und Fond ablöschen, alles weich kochen. Dann mit restlicher Butter fein pürieren und mit Salz, Zucker und Limettensaft abschmecken.

Scampi von der Schale befreien, leicht salzen und mit etwas Limettenschale und Piment d‘ Espelette würzen. Zuerst in Mehl wenden, dann durch das verschlagene Ei ziehen und zuletzt in Pankomehl panieren. Scampi von der Kopfseite der Länge nach auf Spieße stecken. Zum Servieren in 175 °C heißem Öl ausbacken, herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen.
Heißes Süppchen mit Scampi-Spießen sofort servieren.

Rotkohlsalat in Johannisbeernektar
mit gefüllten Datteln in Pancetta mit gerösteten Haselnüssen
(Foto siehe Titelseite)

ZUTATEN für 4 Portionen:
Salat:
500 g Rotkohl, feines Meersalz, 2 große Orangen, 60 g brauner Zucker, 200 ml Johannisbeernektar, 80 g Haselnusskerne, geschält, 3 EL Balsamessig, frisch gemahlener weißer Pfeffer, 2-3 EL Nussöl, vorzugsweise geröstetes Haselnussöl

Datteln:
12 große saftige Datteln, 60 g cremiger Schafkäse, etwas Mineralwasser, 12 Scheiben hauchdünne Pancetta

UND SO GEHT“S:
Salat: Rotkohl von Außenblättern befreien und in sehr feine Streifen hobeln, dabei vom Strunk befreien. 1 gestrichenen TL Salz zum Kohl geben und alles einige Minuten kräftig durchkneten – anschließend mindestens 10 Minuten durchziehen lassen. Später den Sud abgießen.
Orangen schälen, Filets heraustrennen. Zucker in einer Pfanne hellbraun karamellisieren, dann mit Johannisbeernektar ablöschen und sämig einkochen. Nüsse grob zerkleinern und in einer Pfanne ohne Fett rösten. Orangenfilets, Johannisbeersirup und Nüsse zum Rotkohl geben und alles mit Essig, Salz, Pfeffer und Nussöl abschmecken.
Datteln längs einschneiden, vom Kern befreien. Schafkäse mit etwas Mineralwasser glattrühren und mit Hilfe eines kleinen Spritzbeutels in den Datteln verteilen. Datteln mit jeweils einer Scheibe Pancetta umwickeln und zum Servieren 10-12 Minuten im Ofen bei 200 °C braten (oder in einer Pfanne in Öl rundherum braten).
Heiße Datteln mit dem Rotkohlsalat auf Tellern anrichten und sofort servieren.

Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. in Bonn wurde 1951 gegründet. Rund 345 Fruchtsaft-, Fruchtnektar-, Gemüsesaft- und Gemüsenektarhersteller Deutschlands sind Mitglied. Der Verband vertritt die gemeinsamen Interessen der Branche im In- und Ausland.

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Fruchtsäfte – Augen auf beim Einkauf

ARAG Experten über Fruchtsaft, Fruchtnektar und Fruchtsaftgetränke

Fruchtsäfte - Augen auf beim Einkauf

Äpfel und Birnen gibt es derzeit in Hülle und Fülle. Da bietet es sich an, den Vorrat an selbstgemachten Fruchtsäften aufzustocken, denn diese Fruchtsäfte sind mehr als nur ein Erfrischungsgetränk. Sie liefern Vitamine, machen uns fit und stehen für natürlichen Genuss ohne Reue. Da ziehen auch die Supermärkte mit. Dank ihrer Sorten- und Geschmacksvielfalt finden wir heute für jeden Geschmack, für jeden Bedarf und für jeden Geldbeutel den richtigen Fruchtsaft. Aber nicht jeder mit bunten Früchten bedruckte Tetrapack und jede exotisch anmutende Flasche hält auch, was die Aufmachung verspricht. ARAG Experten sagen, was Sie beim Einkauf beachten sollten.

Was ist drin?
Heute lassen sich sowohl die Klassiker Apfel und Orange, aber auch exotische Neuheiten mit Mango, Guave und Co. in den Supermarktregalen finden. Aber Saft ist nicht gleich Saft. Insgesamt lassen sich drei Kategorien unterscheiden, zwischen denen erhebliche Qualitätsunterschiede hinsichtlich der Zusammensetzung bestehen: Fruchtsaft, Fruchtnektar und Fruchtsaftgetränke.

Fruchtsaft
Fruchtsäfte bestehen zu 100 Prozent aus dem Saft von Früchten. Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe bleiben darin erhalten. Farb- und Konservierungsstoffe dürfen per Gesetz nicht hinzugefügt werden. Ausnahme ist die Vitaminzugabe bei Multivitaminsäften. Vitaminzusätze müssen laut ARAG Experten immer auf den Etiketten vermerkt werden. Der früher übliche Zusatz von Zucker in klimatisch ungünstigen Jahren ist seit der Neufassung der EU-Fruchtsaftrichtlinie im Jahr 2013 nicht mehr erlaubt.

Fruchtnektar
Viele Obstsorten sind zu säuerlich, um zu Fruchtsaft verarbeitet zu werden, so zum Beispiel Sauerkirsche, Rhabarber oder Schwarze Johannisbeere. Auch Banane, Mango und Maracuja müssen in Form von Nektar in den Einkaufsregalen platziert werden, denn sie weisen einen zu hohen Fruchtfleischanteil auf. Fruchtnektar wird unter der Zugabe von Wasser, Zucker oder alternativ Honig hergestellt und muss je nach Sorte einen Fruchtgehalt zwischen 25 bis 50 Prozent aufweisen. Passionsfrucht, Johannisbeere, Limette und Mango müssen mindestens 25 Prozent Frucht enthalten, Aprikosen und Erdbeeren 40 Prozent. Pfirsiche, Zitrusfrüchte und Ananas hingegen 50 Prozent. Auch im Fruchtnektar dürfen keine Farb- und Konservierungsstoffe eingesetzt werden. Lebensmittelrechtlich unterliegen die Fruchtsäfte und -nektare der Fruchtsaft-und Erfrischungsgetränkeverordnung.

Fruchtsaftgetränke
Fruchtsaftgetränke gehören zu den Erfrischungsgetränken, reihen sich also in eine Sparte mit Cola und Limonade ein. Sie dürfen demnach auch reichlich Zucker und Aromen enthalten. Durchschnittlich enthalten Fruchtsaftgetränke zwölf Prozent Zucker, hauptsächlich in Form von zugesetztem Zucker, bei höherem Fruchtsaftanteil aber auch mit natürlichem Fruchtzucker. Der Fruchtsaftgehalt ist dementsprechend deutlich geringer, muss aber ebenfalls einen bestimmten Mindestanteil erreichen:

-Kernobst, Trauben oder Mischungen mindestens 30 Prozent
-Zitrusfrüchte oder Mischungen mindestens sechs Prozent
-Andere Früchte oder Mischungen mindestens zehn Prozent

Natürlich bleibt es den Herstellern überlassen, auch freiwillig eine höhere Fruchtsaftkonzentration zu wählen. Der Rest wird mit Zuckerwasser und Aromen oder natürlichen Aromastoffen aufgefüllt. Auch Aromastoffe, die nicht von den namensgebenden Früchten stammen, dürfen verwendet werden.

Direktsaft oder Saft aus Konzentrat?
Direktsaft wird pasteurisiert, damit er lange haltbar bleibt. Seit 2013 dürfen die Hersteller den erhitzten Saft rearomatisieren, ohne den Vorgang auf dem Etikett angeben zu müssen. Obwohl Direktsaft oft als hochwertiges Produkt angepriesen wird, ist er laut Expertenmeinungen nicht gesünder als Saft aus Konzentrat. Dafür wird der frisch gepresste Saft erhitzt. Durch die Verdunstung verringert sich das Volumen, zurück bleibt das süße, klebrige Konzentrat. Da der natürliche Fruchtgeschmack hier nicht mehr enthalten ist, wird das Aroma durch Destillation isoliert und vor dem Abfüllen des Saftes gemeinsam mit Wasser und Konzentrat gemischt. Das Etikett muss hier den Zusatz „aus Fruchtsaftkonzentrat“ tragen.

Fazit:
Nicht alles, was gesund und naturbelassen aussieht, ist es auch. Die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung“ bezeichnet Fruchtsaftgetränke aufgrund ihres hohen Zuckergehalts ausdrücklich als ungeeignet für eine gesunde Ernährungsweise. Verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte sind hingegen gute kalorienarme Durstlöscher, so ARAG Experten.

Mehr zum Thema unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/sonstige/

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Voelkel Naturkostsafterei erfolgreich gegen Eckes-Granini

Voelkel Naturkostsafterei erfolgreich gegen Eckes-Granini

Voelkel Naturkostsafterei vor Gericht erfolgreich gegen Eckes-Granini

Der Vergleich „David gegen Goliath“ liegt nahe: Voelkel, die Naturkostsafterei aus dem Wendland, hat sich erfolgreich gegen die international agierende Eckes-Granini Group durchgesetzt. Das Unternehmen wollte Voelkel daran hindern, das Produkt bioC mit dem geplanten Etikettenlayout zu verkaufen, weil es optisch zu sehr an Eckes-Graninis „hohes C“ erinnern würde.

Fast ein Jahr lang wehrte sich Voelkel vor Gericht gegen den mächtigen Gegner und bekam nun am 3. August 2018 endlich Recht: Eckes-Granini nahm seine eingereichte Berufung zurück, sodass Voelkel auch weiterhin die vier funktionalen bioC Säfte in genau diesem Look in den Handel bringen darf.

Im Herbst 2017 erschienen von Voelkel vier neue Produkte unter dem seit 2011 existierenden Markennamen bioC. Eckes-Granini sah in der Aufmachung eine unzulässige Nachahmung der Produkte aus ihrer „hohes C Plus“ Reihe. Sie kritisierten dabei an der Gestaltung sowohl die Auswahl der Farben, die Verwendung von Fruchtabbildungen als auch die Flaschenform selbst. Kurz vor der Biofach 2018 erwirkte Eckes-Granini zunächst eine einstweilige Verfügung gegen Voelkel. Daraufhin musste ein verfremdetes Layout gestaltet werden, die schon abgefüllten Flaschen durften vorerst nicht mehr in Umlauf gebracht werden.
Auf den sofortigen Widerspruch von Voelkel hob das Landgericht Köln die einstweilige Verfügung wieder auf (Az. 31 O 402/17), Voelkel konnte das ursprüngliche Layout wieder verwenden. Dagegen legte Eckes-Granini am allerletzten Tag der Frist wiederum Berufung beim Oberlandesgericht Köln (Az. 6 U 88/18) ein. Aber auch diesmal war der Konzern nicht erfolgreich.

In der mündlichen Verhandlung vor dem 6. Senat in Köln am 3. August 2018 nahm Eckes-Granini die Berufung zurück, damit ist das Urteil des Landgerichts Köln, nunmehr rechtskräftig.
Weitere Informationen sehen Sie unter: http://www.voelkeljuice.de

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Die Wahrheit hinter den drei gängigsten Fruchtsaft-Mythen

Die Wahrheit hinter den drei gängigsten Fruchtsaft-Mythen

Bonn, 23. August 2018. Fruchtsäfte galten lange Zeit und ohne Zweifel als uneingeschränkt gesunde Getränke. Und obwohl Deutschland beim Pro-Kopf-Verbrauch noch immer Weltmeister ist, haben sich einige Mythen entwickelt, die das Zeug dazu haben, das gesunde Image zu beeinträchtigen. Verantwortlich dafür sind falsche Aussagen und Informationen zu Fruchtgehalten, Zuckerzusätzen und Verarbeitungsprozessen, die sich sowohl bei Verbrauchern, aber auch bei einem großen Teil von Ernährungsexperten festgesetzt haben. In einer aktuellen Online-Befragung von NORDLIGHT research im Auftrag des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF) wird das sehr deutlich. Drei Irrtümer sind dabei besonders weit verbreitet.

Mythos 1: Fruchtsaft wird Zucker zugesetzt
41 % der Befragten sind überzeugt, dass Fruchtsaft Zucker zugesetzt wird.
Fakt ist: Fruchtsaft besteht nur aus dem Saft der gepressten Früchte! Jeglicher Zusatz von Zucker wurde bereits 2011 EU-weit verboten. Dies regelt die Fruchtsaftverordnung. Wie die Früchte selbst, enthält Fruchtsaft nur den fruchteigenen Zucker. Aufgrund seiner hohen Nährstoffdichte zählt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) Fruchtsaft nicht zu den Getränken, sondern zu den pflanzlichen Lebensmitteln. Daher sollte man Fruchtsaft auch nicht als Durstlöscher betrachten.

Mythos 2: Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat ist kein richtiger Saft
Dass Fruchtsaft aus Konzentrat kein richtiger Fruchtsaft ist, glauben sogar 81 % der Befragten.
Fakt ist: Saft ist gleich Saft! Denn ein Fruchtsaft besteht immer aus 100 Prozent Frucht. Dabei spielt es keine Rolle, ob er als Direktsaft oder als Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat angeboten wird. Beide Angebotsformen müssen qualitativ gleichwertig sein und enthalten weder Farb- noch Konservierungsstoffe. Das ist gesetzlich durch die Fruchtsaftverordnung geregelt.
Fruchtsaftkonzentrate helfen Lager- und Transportkosten zu minimieren. Die Früchte werden häufig direkt nach der Ernte im Ursprungsland zu Fruchtsaftkonzentrat weiterverarbeitet. Dabei wird dem Fruchtsaft mittels Wärme das Wasser entzogen und somit das Volumen auf ein Sechstel reduziert. Nach dem Transport wird das Wasser wieder zugeführt.
Das Konzentrat lässt sich über einen längeren Zeitraum lagern. Nicht nur unter Nachhaltigkeitsaspekten macht das durchaus Sinn. Auch schlechte Erntejahre können so von den Fruchtsaftherstellern leichter ausgeglichen werden.

Mythos 3: Fruchtgehalte von Fruchtsäften unterscheiden sich
Auch der letzte Mythos hält sich überaus hartnäckig. So glauben 54 % der Befragten, dass Fruchtsaft nicht grundsätzlich aus 100 Prozent Frucht besteht.
Fakt ist: Wo Fruchtsaft draufsteht, ist immer 100 Prozent Frucht drin! Aber nicht jede Frucht kann man als 100-prozentigen Fruchtsaft genießen. Früchte wie Sauerkirschen, Johannisbeeren oder auch Rhabarber sind von Natur aus sehr sauer. Aprikose, Mango und Banane sind sehr fruchtfleischhaltig. All diese Früchte werden nicht als Fruchtsaft, sondern als sogenannte Fruchtnektare im Handel angeboten. Um die Früchte „trinkfähig“ zu machen, werden ihnen Wasser und gegebenenfalls Süße in Form von Honig oder Zucker zugefügt – der Mindestfruchtgehalt liegt zwischen 25 und 50 Prozent (je nach Fruchtart) und wird ebenfalls vom Gesetzgeber vorgegeben. Das Etikett gibt Auskunft über die genaue Zusammensetzung.

Übrigens: Entgegen der verbreiteten Annahme, dass die Deutschen zu viel Fruchtsaft trinken, zeigen die Zahlen, dass der Pro-Kopf-Verbrauch von Fruchtsaft bei rund 22 Litern im Jahr liegt. Auf den Tag umgerechnet trinken wir damit lediglich etwa 60 ml. Im Rahmen der „5 am Tag“-Kampagne kann ein kleines Glas Fruchtsaft mit 150 ml gelegentlich eine Portion Obst ersetzen und dazu beitragen, die Aufnahme von Obst und Gemüse insgesamt zu steigern.

Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. in Bonn wurde 1951 gegründet. Rund 345 Fruchtsaft-, Fruchtnektar-, Gemüsesaft- und Gemüsenektarhersteller Deutschlands sind Mitglied. Der Verband vertritt die gemeinsamen Interessen der Branche im In- und Ausland.

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Sehr gute Streuobsternte trifft auf leere Lagertanks

Fruchtsafthersteller gehen zuversichtlich in die Apfelsaftsaison 2018

Sehr gute Streuobsternte trifft auf leere Lagertanks

Fruchtsafthersteller gehen zuversichtlich in die Apfelsaftsaison 2018
Sehr gute Streuobsternte trifft auf leere Lagertanks

Bonn, 1. August 2018. In diesem Jahr rechnet der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF) mit einer sehr guten Streuobsternte. Nach den soeben abgeschlossenen Fruchtbehangschätzungen werden 1,10 Millionen Tonnen Streuobstäpfel bundesweit erwartet. Diese Ernte trifft aufgrund der letztjährigen schwachen Saison auf vielfach leere Tanks der Fruchtsafthersteller. Die Folgen der momentanen Trockenheit könnten sich allerdings noch signifikant auf die Prognose auswirken, da die Fruchtgröße zurzeit unterdurchschnittlich ist. Sollte das heiße und trockene Wetter weiter anhalten, ist mit einer Reduzierung der Erntemenge zu rechnen, da jeder fehlende Zentimeter im Durchmesser des Apfels den Ertrag um circa 30 Prozent mindern kann.

Das Frühjahr 2018 lässt sich kurz zusammenfassen: anfangs kalt, am Ende heiß, dazu viel Sonne und wenig Niederschlag. Die positive Folge war eine reiche Obst-blüte im April, dazu ein sehr aktiver Bienenflug, der für die notwendige Bestäubung sorgte. Diese witterungsbedingten Einflüsse ver-stärken in diesem Jahr noch die Alternanz – die sich abwechselnden guten und schwachen Erntejahre – und sorgen somit bundes-weit für die hohe Ernteerwartung von insgesamt 1,10 Millionen Tonnen Streu-obstäpfeln. „Allerdings gibt es sehr große regionale Unterschiede“, so Klaus Heitlinger, VdF-Geschäftsführer. Während man allein in Baden-Württemberg mit rund 600.000 Tonnen Streuobst rechnet, ist es im Norden und Osten seit Wochen extrem trocken. Diese momentane Trockenheit könnte laut Heitlinger noch Auswirkungen auf die Erntemenge haben, da die Bäume unter der ausbleibenden Wasserversorgung leiden. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die Größe der Früchte. Mit jedem Zentimeter im Fruchtdurchmesser steigt der Ertrag um 30 Prozent. Umgekehrt bedeutet dies, dass jeder fehlende Zentimeter im Größenwachstum aufgrund der aktuellen Unterversorgung mit Wasser den Gesamtertrag mindern kann.

Ökosystem Streuobstwiese
In Deutschland werden rund 250.000 Hektar Fläche als Streuobstwiesen bewirtschaftet. Neben ihrer wirtschaftlichen Bedeutung bieten sie als botanisches Kulturgut über 5.000 Tier- und Pflanzenarten wertvollen Lebensraum und Nährboden. Auch die Fruchtsafthersteller fördern den Streuobstanbau, tragen zur Erhaltung durch Vertragsanbau bei, nutzen die Vielfalt der Obstarten und ihre besonderen Geschmacksvarianten für die Fruchtsaftherstellung. Spezielle Angebote wie der Streuobstwiesen-Apfelsaft oder sortenreine Apfel-, Quitten- oder Birnensäfte werden insbesondere von Saft-Liebhabern geschätzt, die viel Wert auf die ausgeprägte charakteristische Aromenvielfalt dieser meist naturtrüben Säfte legen.

Bildunterschrift:
Ernteschätzung mit Augenmaß – Seit 1995 erstellt der Verband über die sogenannte „Bavendorfsche Fruchtbehangschätzung“ Prognosen über die Ernte der Streuobstäpfel.
Rund 80 Ernteschätzer sind dazu in allen wichtigen Anbaugebieten Deutschlands im Einsatz. Mit einem Spezialfernrohr, dem sogenannten „Gucki“, nehmen sie nacheinander fünf Ausschnitte ins Visier und zählen den Apfelbehang. Nach einem speziellen Berechnungsverfahren ist es dem VdF möglich, per Hochrechnung eine annähernd präzise Aussage über die Ernteerwartung in ganz Deutschland zu treffen.

Abdruck honorarfrei. Copyright: VdF

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Zucker im Orangensaft: Neue Studien aus Deutschland geben Entwarnung

Studien der Universitäten Hohenheim und Kiel zeigen, dass ein Glas Saft zum Essen keine Gewichtszunahme bewirkt. Zudem senkt der Saft möglicherweise das Gicht-Risiko.

Zucker im Orangensaft: Neue Studien aus Deutschland geben Entwarnung

Prof. Reinhold Carle von der Universität Hohenheim

Zwei neue Studien der Universitäten Hohenheim und Kiel zeigen, dass Orangensaft bei einer Gewichtsabnahme unterstützen und zudem möglicherweise vor Gicht schützen kann. Wer Orangensaft nicht als Zwischenmahlzeit, sondern zu den Mahlzeiten genießt, kann somit doppelt von seinen günstigen Wirkungen auf die Gesundheit profitieren.

Mit durchschnittlich 20 ml pro Tag liegt der Orangensaftkonsum weit unter 150 ml bzw. „einem kleinen Glas“, das im Rahmen von „5 am Tag“ als gelegentlicher Ersatz für eine Portion Obst empfohlen wird. Das gilt vor allem für Menschen, die wenig Obst und Gemüse essen und es nicht schaffen, die empfohlenen fünf Portionen am Tag zu erreichen. Doch während viele Verbraucher Orangensaft als Quelle für Vitamin C, Kalium und Folat schätzen, setzen manche Kritiker ihn aufgrund seines natürlichen Zuckergehaltes mit Softdrinks wie Cola und Limonade gleich. Sie warnen, dass Fruchtsäfte wie zuckergesüßte Getränke gleichermaßen zur Entstehung von Übergewicht und der Zuckerkrankheit Diabetes mellitus Typ II beitragen können. „Diese Sorge halten wir für unbegründet“, so Prof. Dr. Dr. Reinhold Carle. Gemeinsam mit seinem Team und Ernährungsmedizinerinnen der Universität Kiel hat der Lebensmittelwissenschaftler untersucht, wie sich der intensive Konsum von Cola und Orangensaft im Hinblick auf metabolische Risiken auswirken kann.

Empfehlung der Wissenschaftler: Orangensaft mit den Mahlzeiten trinken!
„Die Ergebnisse belegen deutlich: Orangensaft ist im Unterschied zu zuckergesüßten Erfrischungsgetränken kein Dickmacher. Wir konnten keine Gewichtszunahme bei den Studienteilnehmern feststellen. Als Beitrag zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen führte Orangensaft sogar zu einem Verlust an Körperfett“, so Prof. Carle.

Auch bezogen auf den Zuckerstoffwechsel scheint es nach den vorliegenden Ergebnissen günstiger zu sein, Orangensaft gemeinsam mit einer Hauptmahlzeit zu genießen als zwischendurch. So sinkt das Risiko, an Diabetes mellitus Typ II zu erkranken.

Regelmäßiger Verzehr von Orangensaft schützt möglicherweise vor Gicht

Wie unterschiedlich Orangensaft und koffeinfreie Cola auf den Stoffwechsel wirken können, ergab der direkte Vergleich der beiden Getränke. Speziell der Harnsäurespiegel sank in der Gruppe, die täglich größere Mengen Orangensaft trank. In der Cola-Gruppe änderte er sich nicht. Verantwortlich für diesen günstigen Effekt sind vermutlich Vitamin C sowie sekundäre Pflanzenstoffe aus dem Orangensaft, die die Harnsäureausscheidung fördern. Hohe Harnsäurespiegel sind ein entscheidender Risikofaktor für die Entstehung von Gicht.

Bereits in einer Studie aus dem Jahr 2015 hatte Prof. Carle mit seinem Forschungsteam gezeigt, dass wichtige Nährstoffe über Orangensaft besser aufgenommen werden können als über die frische Frucht.

Weitere Studien müssen nun zeigen, inwiefern Orangensaft nicht nur eine vorbeugende Wirkung entfalten, sondern vielleicht sogar hilfreich in der Therapie von bereits an Gicht erkrankten Menschen sein kann.

Deutsche trinken deutlich mehr zuckergesüßte Erfrischungsgetränke als Orangensaft

Orangensaft kann aufgrund seiner komplexen Zusammensetzung nicht mit zuckergesüßten Erfrischungsgetränken verglichen werden. Das gilt umso mehr, wenn es um die tatsächlichen Mengen geht, die die Deutschen im Durchschnitt trinken. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Orangensaft liegt nach Angaben des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie e.V. (VdF) bei aktuell 7,4 Liter jährlich, wohingegen der Verbrauch von Limonaden laut Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke e.V. (wafg) mehr als das Zehnfache – 75,5 Liter – ausmacht. Offensichtlich nehmen die meisten Verbraucher Orangensaft als gesundes Lebensmittel und – im Unterschied zu Limonaden – nicht als Durstlöscher wahr. Obwohl Orangensaft von Natur aus Zucker enthält, lässt er sich im Hinblick auf metabolische Risiken nicht mit zuckergesüßten Getränken gleichsetzen. Die Kritik, der Genuss von Fruchtsäften wie Orangensaft trage wie der Konsum von mit Zucker gesüßten Erfrischungsgetränken zur Entstehung von Übergewicht, Adipositas und Diabetes mellitus Typ II bei, ist nach den Erkenntnissen der Stuttgarter Wissenschaftler nicht gerechtfertigt, insbesondere wenn Orangensaft mit und nicht zwischen den Mahlzeiten getrunken wird.

Die hier aufgeführten Inhalte beziehen sich auf folgende Studien:
Büsing, F., Hägele, F.A., Nas, A., Döbert, L.-V., Fricker, A., Dörner, E., Podlesny, D., Aschoff, J., Pöhnl, T., Schweiggert, R., Fricke, W.F., Carle, R., Bosy-Westphal, A. High intake of orange juice and cola differently affects metabolic risk in healthy subjects; in: Clinical Nutrition (2018), DOI 10.1016/j.clnu.2018.02.028

Hägele, F.A., Büsing, F., Nas, A., Aschoff, J., Gnädinger, L., Schweiggert, R., Carle, R., Bosy-Westphal, A. High orange juice consumption with or in-between three meals a day differently affects energy balance in healthy subjects; in: Nutrition and Diabetes (2018) 8:19, DOI 10.1038/s41387-018-0031-3

Aschoff, J.K., Rolke, C.L., Breusing, N., Bosy-Westphal, A., Högel, J., Carle, R., Schweiggert, R.M., Bioavailability of -cryptoxanthin is greater from pasteurized orange juice than from fresh oranges – a randomized cross-over study. Mol Nutr Food (2015) Res 59: 1896-904

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Deutsche sind Fruchtsaftliebhaber, aber keine Experten

Repräsentative Studie zeigt Lücken beim Saft-Wissen

Deutsche sind Fruchtsaftliebhaber, aber keine Experten

Bonn, 18. Juni 2018. Deutschland ist gerade wieder Weltmeister geworden – beim Saftkonsum. 32,2 Liter hat jeder Deutsche 2017 getrunken. Wenig weltmeisterlich ist es aber um das Wissen in Sachen Fruchtsaft bestellt. So scheitern schon viele beim Thema Fruchtgehalt. Das zeigt eine aktuelle Befragung von NORDLIGHT research im Auftrag des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. (VdF).

Egal ob Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat oder Direktsaft: Saft ist immer 100 Prozent Frucht. Für 81 Prozent der Verbraucher ist das nicht so selbstverständlich wie es sich anhört. Sie gehen davon aus, dass Fruchtsaft aus Fruchtsaftkonzentrat nicht allein aus dem Saft der Früchte besteht. Immerhin 77 Prozent sind der Meinung, dass Direktsaft zu 100 Prozent aus Frucht besteht. Bleiben 23 Prozent für die auch das nicht selbstverständlich ist. Dabei ist das Herstellungsverfahren für den Fruchtgehalt unerheblich. Und auch beim Thema Zucker sind die Verbraucher oft schlecht informiert. Denn auch hier gilt: Egal ob aus Konzentrat oder als Direktsaft – Fruchtsaft enthält immer nur den von Natur aus in den Früchten vorkommenden Zucker.

Warum zwei unterschiedliche Herstellungsverfahren?
Die Rohstoffe – also das Obst für unsere Fruchtsäfte – kommen aus ganz unterschiedlichen Ländern. Um die Qualität des Saftes und die wertvollen Inhaltstoffe zu erhalten, aber auch, um die Transportkosten zu minimieren und nachhaltig zu wirtschaften, werden viele Rohstoffe erntereif im Ursprungsland entsaftet und zu Fruchtsaftkonzentrat weiterverarbeitet. Wasser und Aromen werden dem Fruchtsaft mittels Verdampfung entzogen. Auf diese Weise wird das Volumen des Saftes auf ein Sechstel reduziert. In Deutschland wird das Fruchtsaftkonzentrat von den Fruchtsaftherstellern mit speziell aufbereitetem Trinkwasser wieder rückverdünnt – in der Fachsprache heißt das „rekonstituiert“. Das Ergebnis ist ein 100-prozentiger Fruchtsaft, der sich in Geschmack und in den Inhaltsstoffen in keiner Weise von einem Direktsaft unterscheidet, so verlangt es der Gesetzgeber. Fruchtsaftkonzentrate lassen sich über einen längeren Zeitraum bevorraten und können so schlechte Erntejahre ausgleichen, damit den Verbrauchern an 365 Tagen im Jahr das gesamte Sortiment an Fruchtsäften zur Verfügung steht.

Auswahl und Erfrischung überzeugt
Die breite Palette und große Auswahl an Fruchtsäften beeinflusst die Deutschen beim Konsum und Genuss. Bei der Antwort auf die Frage, warum sie Saft trinken, sind sich die Verbraucher – und auch die Geschlechter – einig: Ganz oben steht für sie als Grund für den Fruchtsaftgenuss die große Vielfalt (73 Prozent) – für jeden Geschmack und jeden Anlass ist etwas dabei. Fruchtsaft sorgt bei 69 Prozent für eine „fruchtige Erfrischung“, etwas mehr als die Hälfte (56 Prozent) verwöhnen bzw. belohnen sich mit Saft und für 47 Prozent bedeutet der Genuss von Fruchtsaft eine „Aktivierung der Lebensgeister“.

Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e. V. in Bonn wurde 1951 gegründet. Rund 345 Fruchtsaft-, Fruchtnektar-, Gemüsesaft- und Gemüsenektarhersteller Deutschlands sind Mitglied. Der Verband vertritt die gemeinsamen Interessen der Branche im In- und Ausland.

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Trotz heimischer Ernteausfälle: Deutsche Fruchtsaft-Industrie weiterhin auf Erfolgskurs

Jahrestagung der deutschen Fruchtsaft-Industrie in Köln

Trotz heimischer Ernteausfälle: Deutsche Fruchtsaft-Industrie weiterhin auf Erfolgskurs

Köln, 6. Juni 2018 – Der Verband der deutschen Fruchtsaft-Industrie e.V. (VdF) zieht auf seiner diesjährigen Mitgliederversammlung in Köln insgesamt eine positive Bilanz für das vergangene Fruchtsaft-Jahr 2017: „Trotz einer witterungsbedingten, leicht rückläufigen Produktionsmenge von 3,98 Mrd. Litern konnte die deutsche Fruchtsaft-Industrie den Branchenumsatz mit 3,54 Mrd. Euro in etwa halten“, so Klaus-Jürgen Philipp, Präsident des VdF. Der deutsche Pro-Kopf-Konsum von Fruchtsaft und -nektar ist mit 32 Litern weltweit Spitze, wenn dieser auch leicht hinter den beiden Vorjahren (2016 und 2015: 33 Liter) zurückliegt. Dem seit Jahren unangefochtenen Fruchtsaft-Welt- und Europameister folgen Norwegen (24,8 Liter) sowie die Niederlande (22,9 Liter), Österreich und die USA (mit jeweils 22,6 Litern).

Während die Nachfrage nach klassischen Fruchtsäften und -nektaren aufgrund der steigenden Preise leicht rückläufig ist, bauen Smoothies und hochwertige Direktsäfte ihre Marktanteile kontinuierlich aus. Der beliebteste Fruchtsaft der Deutschen ist der Apfelsaft mit einem Pro-Kopf-Konsum von 7,6 Litern. Es folgen auf den weiteren Plätzen Orangensaft mit 7,4 Litern, mit deutlichem Abstand Multivitaminfruchtsaft (4,1 Liter) sowie Traubensaft (1,2 Liter) und Ananassaft (0,4 Liter). Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich seit einigen Jahren auch Gemüsesäfte und -nektare, die derzeit mit einem Pro-Kopf-Konsum von 1,8 Litern in der Rangliste stehen.

Nicht einfach machte es der Apfel den Mitgliedern des Verbandes im Verlauf des Fruchtsaft-Jahres 2017: „Das Naturprodukt Saft ist seit jeher von der Witterung abhängig, so minderten starke Nachtfröste im April 2017 die heimische Apfelernte und damit den Kelterertrag um bis zu 65 Prozent“, bilanziert Philipp. Durch den Kälteeinbruch nahmen vor allem in den traditionellen Streuobstgebieten Baden-Württembergs die Apfelblüten großen Schaden und sorgten für die niedrigste Apfelernte seit 1991. Insgesamt konnten nur 310.000 Tonnen Äpfel zu 243 Millionen Litern Apfelsaft gekeltert werden. Neben der Witterung beeinflusste auch die Alternanz, die sich abwechselnden guten und schwachen Erntejahre, die Erntemenge zusätzlich.

Glas-Mehrwegsystem baut Marktanteil aus
Positiv ist die Entwicklung des brancheneigenen Glas-Mehrwegsystems zu sehen. Zum zweiten Mal in Folge weist das System Wachstumsraten auf und liegt nun bei einem Marktanteil von 10 Prozent. Mit der Verpackung „Glas“ können die Fruchtsaft-Hersteller den speziellen Verbraucherwünschen in Richtung Natürlichkeit und Nachhaltigkeit nachkommen. Das verbandeigene System gibt es seit 45 Jahren und wird in Deutschland derzeit von rund 300 kleinen und mittelständischen Fruchtsaftunternehmen genutzt.

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Nährstoffe aus Orangensaft haben hohe Bioverfügbarkeit

Nährstoffe aus Orangensaft haben hohe Bioverfügbarkeit

Der Gesundheitswert von Orangensaft hängt im Wesentlichen von der Bioverfügbarkeit der enthaltenen Nährstoffe und sekundären Pflanzenstoffe ab. Mittlerweile zeigen viele Studien, dass diese höher ist als bisher gedacht. Bei bestimmten Flavonoiden schneidet industriell hergestellter Orangensaft sogar besser ab als frisch gepresster Orangensaft oder ganze Früchte.

Orangensaft ist wegen seines guten Geschmacks, aber auch aufgrund seines hohen Gehaltes an Nährstoffen sehr beliebt: Mit 35,4 mg Vitamin C, 32 mg Folat und 227 mg Kalium pro 100 ml deckt ein kleines Glas von 150 ml etwa 50 % der empfohlenen Zufuhr für Vitamin C und rund 11 % für Folat und Kalium. Von noch größerem Interesse ist jedoch sein beachtlicher Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen, vor allem den Carotinoiden ß-Cryptoxanthin, Lutein und Zeaxanthin sowie den Flavonoiden Hesperidin und Narirutin. Deren potenzieller Gesundheitswert steht schon länger im Fokus weltweiter Forschung. So schildert beispielsweise eine Review aus 2017 die antientzündlichen, antioxidativen und lipidsenkenden Effekte von Hesperidin.[1]

Ähnlich intensiv gehen Wissenschaftler der Frage nach, ob verarbeiteter Orangensaft ganzen Orangen oder frisch gepresstem Saft gleichwertig ist. Das hängt entscheidend von der Bioverfügbarkeit dieser Nährstoffe und bioaktiven Substanzen ab und weniger vom absoluten Gehalt im jeweiligen Lebensmittel. Die Bioverfügbarkeit besagt, welche Menge eines Stoffes wie schnell ins Blut gelangt, damit dem Stoffwechsel überhaupt zur Verfügung steht und sich so letztendlich positiv auf die Gesundheit auswirken kann.

Tatsächlich zeigen die Studien der letzten Jahre immer deutlicher, wie gut sowohl Vitamine und Mineralstoffe als auch sekundäre Pflanzenstoffe aus Orangensaft verfügbar sind. In einer placebokontrollierten Studie mit zwölf Probanden fanden sich 88 % der über Orangensaft aufgenommenen Polyphenole in Form ihrer Metabolite im Urin. Das deutet auf eine deutlich höhere Bioverfügbarkeit hin als bisher angenommen.[2] In einer weiteren Studie stiegen nach dreiwöchigem Verzehr von Orangensaft die Plasmaspiegel im Blut von Vitamin C um 59 %, von Folat um 46 % und von Carotinoiden um 22 %. Der Gehalt an Flavanonen hatte sich im Blutplasma verachtfacht, im Urin verneunfacht.[3]

Höhere Bioverfügbarkeit von Carotinoiden aus Orangensaft im Vergleich zu Orangen
Ein Forscherteam um Julian Aschoff an der Universität Hohenheim erzielte interessante Ergebnisse beim Vergleich von Orangensaft und ganzen Orangen in Bezug auf ß-Cryptoxanthin. Das ist das mengenmäßig wichtigste Carotinoid in Orangen und spielt eine wichtige Rolle als Antioxidans und Provitamin A. Danach war die Bioverfügbarkeit des ß-Cryptoxanthin aus Orangensaft in der Crossover-Studie mit zwölf Teilnehmern fast doppelt so hoch und damit signifikant höher (1,8-fach) als aus frischen Orangen. Ähnlich erhöhte, jedoch nicht signifikante Werte, ergaben sich für Lutein und Zeaxanthin. Diese Carotinoide können möglicherweise zur Vorbeugung der Makuladegeneration sowie der kognitiven Leistungseinbußen bei älteren Menschen beitragen.[4]

In einer jüngeren Studie der gleichen Forschergruppe wurden ähnliche Hinweise zur Bioverfügbarkeit der Flavonoide Hesperidin und Narirutin gefunden. Diese fast ausschließlich in Zitrusfrüchten vorkommenden Flavanone könnten über verschiedene Mechanismen einen protektiven Effekt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben. Obwohl die Probanden in dieser Studie über Orangen eine 2,3-fach höhere Menge an Hesperidin als über Orangensaft zu sich nahmen, war die Menge der Abbauprodukte (Hesperitin) im Urin vergleichbar. Das deutet auf einen Sättigungsmechanismus hin, der oberhalb einer bestimmten Zufuhrmenge zum Tragen kommt.[5] Eine logische Erklärung für ihre Ergebnisse sehen die Autoren der beiden Studien im Gehalt an Ballaststoffen, speziell Pektin, der in Orangen 16-mal höher war als im Orangensaft. Möglicherweise erhöhen auch Prozesse bei der Saftherstellung wie die mechanische Zerstörung der Zellwände sowie die Erhitzung im Rahmen der Pasteurisierung die Bioverfügbarkeit der bioaktiven Substanzen.

Mehr Flavanone und bessere Bioverfügbarkeit bei industriell hergestelltem Orangensaft
Vielversprechende Ergebnisse erbrachte auch der direkte Vergleich zwischen industriell hergestelltem und frisch gepresstem Orangensaft mit Blick auf Gehalt und Pharmakokinetik der Inhaltsstoffe in einer Studie mit 24 Probanden: Der kommerzielle Saft enthielt insgesamt 3,6-mal mehr Flavanone mit einer unterm Strich 1,6-fach höheren Bioverfügbarkeit. Diese Unterschiede hängen vermutlich damit zusammen, inwieweit die jeweiligen Stoffe wie Hesperidin gelöst oder ausgefällt vorliegen bzw. sich eher in klaren oder trüben Saftbestandteilen finden. Hier unterscheiden sich die beiden Saftsorten deutlich und die Verarbeitung scheint sich positiv auszuwirken.[6]

Quellen:
[1] Li C und Schluesener H (2017): Health-promoting effects of the citrus flavanone hesperidin. Crit Rev Food Sci Nutr 57: 613-631
[2] Pereira-Caro G et al. (2014): Orange juice (ploy)phenols are highly bioavailable in humans. Am J Clin Nutr 100: 1378-84
[3] Franke AA et al. (2005): Bioavailability and antioxidant effects of orange juice components in humans. J Agric Food Chem 53: 5170-8
[4] Aschoff JK et al. (2015): Bioavailability of ß-Cryptoxanthin is greater from pasteurized orange juice than from fresh oranges – a randomized cross-over study. Mol Nutr Food Res 59: 1896-904
[5] Aschoff JK et al. (2016): Urinary excretion of Citrus flavanones and their major catabolites after consumption of fresh oranges and pasteurized orange juice: A randomized cross-over study. Mol Nutr Food Res 60: 2602-2610
[6] Silveira JQ et al. (2014): Pharmacokinetics of flavanone glycosides after ingestion of single doses of fresh-squeezed orange juice versud commercially processed ornage juice in halthy humans. J Agric Food Chem 62: 12576-84

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Mit der Obstblüte beginnt das Fruchtsaft-Jahr 2018

Naturprodukt Fruchtsaft

Mit der Obstblüte beginnt das Fruchtsaft-Jahr 2018

Bonn, 23. April 2018. Fruchtsäfte sind Naturprodukte und wie ihr Rohstoff Obst abhängig von der Laune der Natur. Wenn jetzt bundesweit die Obstbäume blühen, dann hoffen neben den Obsterzeugern auch die Fruchtsafthersteller auf einen besseren Vegetationsverlauf als im Vorjahr. Hier hatte eine frühe Baumblüte und später Nachtfrost zu dramatischen Ernteausfällen insbesondere bei Äpfeln geführt. Neues Jahr, neues Glück – denn der Bedarf der heimischen Fruchtsafthersteller liegt bei rund 900.000 Tonnen Obst und Gemüse und dafür wird mit der Obstblüte jetzt der Grundstein gelegt.

Frost ist der Feind der Früchte
Von der Blüte bis zum Saft ist es aber noch ein langer Weg. Es liegt jetzt in der Hand der Natur wie sie den Verlauf der Fruchtentwicklung und damit die Grundlage für das Naturprodukt Saft gestaltet. Besonders die Blüten der Kirsche sind sehr temperaturempfindlich, aber auch bei Äpfeln können späte Nachtfröste für große Ernteverluste sorgen – bei Minusgraden erfrieren sie buchstäblich. Ist die Blütezeit frostfrei überstanden, wirken auf die Frucht und ihr Aroma weitere Witterungsbedingungen wie beispielsweise die Zahl der Sonnenstunden, Niederschläge und die Temperaturen. Über den Sommer hinweg entwickelt sich die Frucht mit ihren Vitaminen, sekundären Pflanzenstoffen und typischen Fruchtaromen sowie das Verhältnis von Süße und Säure.

Apfel ist die wichtigste heimische Obstart
Die Kirschbäume genießen als Starter in die Blütensaison die erste Aufmerksamkeit, doch die später blühenden Apfelbäume machen den Löwenanteil an der deutschen Obstproduktion und auch für die Saftherstellung aus. Die Äpfel rangieren bei uns seit Jahren als beliebteste Obstsorte ganz oben – sowohl im Anbau der Obstplantagen für Tafelobst, beim Pro-Kopf-Verbrauch von frischen Früchten als auch in Form von Fruchtsäften und Fruchtsaftschorlen. Die Deutschen trinken durchschnittlich 7,5 Liter Apfelsaft und 6,5 Liter Apfelsaftschorle pro Jahr.

Streuobstwiesen und ihre Besonderheiten
Unser Apfelsaft stammt zu einem großen Teil von Äpfeln, die auf Streuobstwiesen wachsen. Diese traditionelle Form des Obstanbaus ist vor allem in Süddeutschland noch weit verbreitet und Kulturlandschaft prägendes Element. Sie werden von Landwirten als Nebenkultur bzw. -erwerb oder privaten Besitzern betrieben und gepflegt und grenzen sich auch darin deutlich von den professionellen Tafelobst-Anbauflächen ab.

Im Gegensatz zu den niedrigen Baumanlagen in größeren Obstanbaugebieten stehen die hochstämmigen Streuobstbäume nicht streng in Reih und Glied, sondern „verstreut“ auf Wiesen und Weiden. Auf der Streuobstwiese ist viel Handarbeit gefragt, insbesondere zur Erntezeit. Ihre Fläche wird in Deutschland auf 300.000 ha geschätzt. Der besondere Reiz der Streuobstwiesen liegt in der besonderen Mischung der Obstarten und -sorten und hier insbesondere in der Zahl der alten Obstsorten. Bis zu 3.000 verschiedene Sorten, darunter alleine 1.400 Apfelsorten wachsen bundesweit auf den Streuobstwiesen. Dieses Sortenspektrum verleiht den Streuobstwiesensäften ein ganz besonderes Aroma. Streuobstwiesen sind darüber hinaus wertvolle Biotope für mehr als 5.000 Tier- und Pflanzenarten. Abhängig von Wetter und Vegetationsverlauf liegt die Erntemenge der Streuobstäpfel zwischen 300.000 und 800.000 Tonnen. Reicht in schwachen Erntejahren unsere Ernte nicht aus, werden Äpfel aus Polen, Italien, Belgien, den Niederlande, Frankreich, etc. importiert.

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