Tag Archives: gegen Rassismus

Allgemein

Bonner HEBO-Privatschule: Gemeinsam gegen Rassismus, Gewalt und Ausgrenzung

Die Bonner Privatschule HEBO beteiligt sich an der Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“.

Bonner HEBO-Privatschule: Gemeinsam gegen Rassismus, Gewalt und Ausgrenzung

Bedruckte Turnbeutel mit Händen der Schülerinnen und Schüler (Bildquelle: Franziska Forster)

Bonn, 09.07.2018 – Die HEBO-Schulleitung, das Lehrerkollegium und die Schülerinnen und Schüler sprechen sich gemeinsam gegen jede Art von Diskriminierung, Gewalt, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit aus.

Um die Schüler zu sensibilisieren und nachhaltig eine tolerante und menschenwürdige Geisteshaltung an der Schule zu leben, beschäftigten sich die Klassen 5-8 in einer Projektwoche mit Migration, kulturellen Vorurteilen, Flüchtlingsschicksalen und sich einschleichenden antisemitischen Ressentiments. Die Schüler zeigten ihre Ergebnisse am 08. Juli 2018 auf dem HEBO-Schulfest.

Heide Schmitz, Projektmitverantwortliche und pädagogische Leiterin der Privatschule, beschrieb die Motivation zum Projekt: „Im Schulalltag, aber auch in anderen gesellschaftlichen Kontexten fiel uns auf, dass sich immer häufiger antisemitisches und diskriminierendes Vokabular in den Wortschatz unserer Schüler einschlich. Dies nahmen wir sehr ernst und so wurde die Idee geboren, die letzten drei Schultage vor den Sommerferien für dieses Projekt zu nutzen.“

Schmitz erläuterte weiter, dass die Schülerinnen und Schüler sich keineswegs der Tragweite der Worte bewusst gewesen wären und von ihrer Gesinnung her auch nicht dem rechten Spektrum angehörten. Aufklärung war dringend geboten, so Heide Schmitz.

Projektwoche: In jeder Klasse eine andere Idee
Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6a beschäftigten sich in Rollenspielen mit dem Thema Ausgrenzung von Menschen im Alltag. An den Beispielen benachteiligter Personen in dessen Rolle die Schüler schlüpften, wurde schnell klar, wie beabsichtigt oder unbeabsichtigt Mitmenschen ins Abseits gestellt werden. Und was man dagegen tun kann, wenn man sich diese Tatsachen bewusst macht.

Eine Gruppe von HEBO-Schülern chinesischer und deutscher Herkunft gingen an die Godesberger Rheinfähre und in die Godesberger Innenstadt, um Passanten zu ihren persönlichen Einstellungen bis hin zu Vorurteilen gegenüber verschiedenen Ethnien zu befragen. Die Antworten waren verblüffend und einfach zugleich. Eine erste Erkenntnis war, dass Menschen sich doch sehr ähnlich sind in vielen Dingen und viele Missverständnisse aus der Unkenntnis der jeweils anderen Kultur entstehen. „Je mehr man sich kennt, desto besser versteht man sich“, so das treffende Resümee eines Schülers der Klasse 7a.

Flüchtlinge kommen zu Wort
Die Klassen 8a und 8b luden syrische Flüchtlinge zu sich ein, um aus erster Hand zu erfahren, wie es in Syrien vor und nach dem Krieg war, wann die Idee zur Flucht aufkam, was die Familien aufgeben mussten, welche Odysseen die Flüchtlinge hinter sich haben und wie sie in Deutschland ankamen und sich dabei fühlten.

Fragen zu Völkerwanderungen, Flucht, Vertreibung und genetischer DNA-Verteilung ging die Klasse 8c mit ihren Fachlehrern nach. Frappierende Erkenntnisse: Vertreibung und Flucht gab es schon immer, die Gründe sind meistens nicht wirtschaftlicher Natur und die Vermischung der Völker hat positiv zur Entwicklung der Menschheit beigetragen.

Auf dem HEBO-Fest sang die 5. Klasse mit großer Freude internationale Friedenslieder und machte so musikalisch die kulturelle Vielfalt hörbar.

Sichtbares Zeichen der Ablehnung von Diskriminierung und Rassismus waren knallbunte Turnbeutel der Klassen 6b und 7b, die den Aufdruck trugen „Farbe bekennen, gegen Rassismus“. Mit viel Spaß wurden diese Beutel im Vorfeld angefertigt und für einen guten Zweck auf dem Sommerfest verkauft.

Darüber hinaus sammelte die Klasse 6a Spenden für ein internationales Buffet. So konnten alle Besucher leckere Speisen aus aller Welt probieren.

HEBO-Schuldirektor Volker Klein sagte: „Wir freuen uns über das große Engagement aller Beteiligten bei unserem Projekt. Mit dieser Aktion haben wir den Grundstein gelegt für die Persönlichkeitsentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler, verantwortungsvoll mit anderen Kulturen umzugehen. Rechtes und diskriminierendes Gedankengut hat an unserer Schule keinen Platz. Das ist jedem nach dieser Woche klar.“

Klein unterstrich den festen Willen der Schule diesen Weg konsequent weiterzugehen, um den offiziellen Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu erwerben. Hierfür müssen 75 Prozent der Schulkinder, Mitarbeiter und Lehrer eine gemeinsame Willenserklärung gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Ausgrenzung unterschreiben. Die Unterschriftenaktion ist bereits angelaufen und steht kurz vor der Vollendung.

Über die HEBO-Privatschule
Die HEBO-Privatschule ist die größte private staatlich anerkannte allgemeinbildende Ergänzungsschule in Nordrhein-Westfalen. Seit 40 Jahren verfolgt die Bonner Schule das pädagogische Konzept der individuellen Schüler-Betreuung für eine erfolgreiche und positive Schulerfahrung. Es können die Abschlüsse Hauptschule, mittlere Reife und Abitur gemacht werden. Das HEBO hat rund 350 Schüler und 50 Lehrkräfte. Das Kollegium und die Schülerschaft kommen aus insgesamt 23 Ländern weltweit. Im Schnitt gehen 13 Schülerinnen und Schüler in eine Klasse. Der Anteil von Kindern mit ausländischer Herkunft liegt bei ca. 20 Prozent.

Hanfeld PR ist ein Redaktions- und PR-Büro, das Dienstleistungen in allen Kommunikations-Bereichen anbietet.

Kontakt
Hanfeld-PR
Ulrich Hanfeld
Konstantinstraße 31
53179 Bonn
01751819772
mail@hanfeld-pr.de
http://www.hanfeld-pr.de

Allgemein

Aktion „4 Schrauben für Zivilcourage“ – 1000 Fußballvereine in ganz Deutschland machen mit!

kostenloses Schild gegen Rassismus und Gewalt wird von vielen Vereinen angefordert!

Aktion "4 Schrauben für Zivilcourage" - 1000 Fußballvereine in ganz Deutschland machen mit!

Aktion „4 Schrauben für Zivilcourage“

im Jahre 2008, kurz nachdem der DFB der Dürener Initiative FUSSBALLVEREINE GEGEN RECHTS den „Julius-Hirsch-Preis“ verliehen hatte, gründete die Initiative die Aktion „4 Schrauben für Zivilcourage“. In dieser Aktion erhalten Fußballvereine in ganz Deutschland auf Anforderung ein kostenloses, wetterfestes Aluminium-Schild mit der Aufschrift „Kein Platz für Rassismus und Gewalt“. Dieses Schild soll auf dem Sportgelände wie im Clubheim, an der Umkleide, im Eingangsbereich oder am Fußballplatz gut sichtbar angebracht werden, um Zuschauer, Spieler und Funktionäre in diesem Thema zu sensibilisieren. “ Bei meinen vielen Sportplatz-Besuchen fiel mir oft das Schild SEI FAIR ZUM 23. MANN auf. Warum sollte man kein Schild anbringen, dass gegen Beleidigungen und Diskriminierungen von Fußballern mit Migrationshintergrund warnt?“ so Jo Ecker, Gründer der Dürener Initiative FUSSBALLVEREINE GEGEN RECHTS. Nachdem in den ersten Monaten die kreisdürener Vereine angeschrieben wurden, beschloss die Initiative auch deutschlandweit zu agieren. Die Aktion wird im Vordergrund vornehmlich für Amateur-Vereine angeboten. Aber auch Bundes- und Zweitligisten wie Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, HSV, Werder Bremen, Hannover 96, Hertha BSC, SG Hoffenheim, Union Berlin, Darmstadt 98 und 1.FC Nürnberg u.v.m. beteiligten sich ebenfalls an der Aktion und zogen die umliegenden Amateurvereine mit. Finanziert wird die Aktion durch das Preisgeld des Bündnisses für Demokratie und Toleranz und einer Spende des DFB sowie aus privater Tasche. Anfang des Jahres wurde die Aktion mit dem „Bürgerpreis der Deutschen Zeitungen“ mit dem 2. Platz ausgezeichnet.
Vor 3 Tagen war es soweit: Mit dem SV Stavern 1955 e.V. vom Niedersächsischen Fußballverband hat der 1000. Verein das Schild gegen Rassismus und Gewalt an ihrem Clubheim angebracht. Am Samstag folgte als 1001. Verein die SG Neffeltal (Sportfreunde Gladbach) aus dem Kreis Düren, die sich im Rahmen ihres 25jährigen Bestehens ihres Vereins an der Aktion „4 Schrauben für Zivilcourage“ beteiligt. Darüber hinaus haben noch über 70 Vereine das Schild angefordert, aber noch keinen „Fotobeweis“ (dieser wird gefordert) zurückgeschickt.
Nach wie vor können interessierte Vereine dieses Schild unter gegen-rechts@gmx.net kostenlos anfordern!

Dürener Initiative, die sich gegen Rassismus und Gewalt im Fußball stellt.

Kontakt
Fussballvereine gegen RECHTS
Jo Ecker
Schlichbachstr. 1
52353 Düren
0178 878 0373
info@fussballvereine-gegen-rechts.de
http://www.fussballvereine-gegen-rechts.de