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Pressemitteilung – Entzug der Betriebserlaubnis für Heime der Haasenburg GmbH

Die „Hilfen zur Erziehung“ müssen sich an die Kinder und Jugendlichen anpassen und Hilfestellungen leisten. Dies fordert auch der 13. Kinder- und Jugendhilfebericht. Tatsächlich finden in vielen Bundesländern eine Ausgestaltung der Hilfen nach Kassenlage, die tatsächlichen Bedarfe und Risiken werden nicht mehr berücksichtigt.

Berlin, 22.11.2013 – Der Trend zur „geschlossenen Unterbringung“ verlagert die Verantwortung auf die betroffenen Jugendlichen – dies gilt es zu verhindern!

Brandenburgs Bildungsministerin Münch hat, Presseberichten zu folge, die Schließung der „Heime“ der „Haasenburg GmbH“ in Aussicht gestellt, da die Betriebserlaubnis entzogen werden solle. Fachverbände zu Traumafolgen, neben der GPTG auch die IGFH und die BAG-TP, hatten wiederholt darauf hingewiesen, dass die sogenannte „geschlossene Unterbringung“ von Kindern und Jugendlichen in der Regel schwer traumatisierte junge Menschen trifft, denen in den vorhergehenden Hilfen eine adäquate Unterstützung seitens der örtlichen Jugendämter vorenthalten worden ist – in der Regel aus Kostengründen.

Unabhängig davon, wie die juristischen Aussichten der ministeriellen Ankündigung zu bewerten sind, soll der jetzige Aktionismus doch wahrscheinlich auch von dem kompletten Versagen sowohl der brandenburgischen Heimaufsicht ablenken, wie auch vom offensichtlichen Desinteresse der entsendenden Jugendämter in den betreffenden Bundesländern bezüglich der tatsächlichen Ausgestaltung der „Hilfen zur Erziehung“ seitens der „Haasenburg“ als Träger.

So sehr es zu begrüßen ist, dass die öffentliche Diskussion die Einsetzung der Untersuchungskommission durch eine scheinbar äußerst desinteressierte Ministerin erzwungen hat, kann die Debatte über die Zustände in der stationären Jugendhilfe nicht mit der möglichen Schließung der Einrichtung der „Haasenburg“-Heime zu Ende sein: „Der „Runde Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“, der nachfolgende „Runde Tisch sexueller Missbrauch“ und die hier erarbeiteten Empfehlungen haben deutlich gemacht, dass Jugendhilfe in ihrer institutionalisierten Variante Formen des Machtmissbrauchs bis hin zu sexueller Gewalt und Ausbeutung Vorschub leisten kann. Wir fordern daher die Einrichtung einer bundesweiten Ombudsstelle „Jugendhilfe“ beim „Unabhängigen Beauftragten zu Fragen sex. Missbrauchs“, die auf Länderebene gespiegelt wird und werden uns im politischen Dialog mit den anderen Fachverbänden und Betroffeneninititativen hierfür federführend einsetzen“, erklärt Jochen Strauß von der Gesellschaft für Psychotraumatologie, Traumatherapie und Gewaltforschung e.V.

Die Gesellschaft für Psychotraumatologie, Traumatherapie und Gewaltforschung gemeinnütziger eingetragener Verein , kurz GPTG e.V., ist eine Fachgesellschaft die 2010 in Berlin gegründet wurde. Sie bringt Fachleute aus richtenden, schützenden, helfenden und heilenden Berufen zusammen. Die Mitglieder der GPTG e.V. befassen sich voranging damit, die Versorgung von traumatisierten Menschen zu verbessern. Als gemeinnütziger Verein finanziert sich die GPTG e.V. ausschließlich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. Besuchen Sie unsere Webseite www.gptg.eu.

Kontakt
Gesellschaft für Psychotraumatologie, Traumatherapie und Gewaltforschung gemeinnütziger e.V.
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10623 Berlin
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http://www.gptg.eu

Pressekontakt:
Dipl.-Psych.
Strauß Jochen-Wolf
Geibelstraße 8
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Haasenburg begrüßt Ermittlungen der Staatsanwaltschaft

Haasenburg begrüßt Ermittlungen der Staatsanwaltschaft

(ddp direct) Die Haasenburg GmbH begrüßt ausdrücklich die intensiven Ermittlungen und umfangreiche Akteneinsicht der Staatsanwaltschaft Cottbus am heutigen Donnerstag in den Räumlichkeiten der Einrichtung.

„Wir sind sehr froh, dass sich die Ermittlungsbehörden ein umfängliches Bild vor Ort gemacht haben, um die im Raum stehenden Vorwürfe zu klären“, erklärte die Haasenburg GmbH. „Wir haben nichts zu verbergen. Wir unterstützen die Arbeit der Staatsanwaltschaft nach Kräften“.

Die Ermittlungsbehörden seien in der Lage, alle Akten einzusehen und im Detail alles zu untersuchen. „Das können Medien wegen der Bestimmungen des Sozialdatenschutzes eben nicht. Darum ist dieses Zerrbild über die Haasenburg in der Öffentlichkeit entstanden. Die staatsanwaltlichen Ermittlungen tragen nun zu einer Objektivierung der Diskussion bei“, erklärte ein Vertreter der Haasenburg.

Auch die Sondersitzung des Landtagsausschusses und die Einsetzung der Kommission werden von der Haasenburg sehr begrüßt und ihre Arbeit nach Kräften unterstützt.

Die Haasenburg steht für Nachfragen und Interviews zur Verfügung. Auch ein Besuch für Pressevertreter in den Einrichtungen ist grundsätzlich nach Absprache möglich.

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Kontakt:
Therapeutisches Kinder-, Jugend- und Elternzentrum HAASENBURG GmbH
Arne Seidenstücker
Wutscherogge 1
15910 Unterspreewald/Neuendorf am See

presse@haasenburg.de
www.haasenburg.de