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Immobilien

Mindestens 1.200 Euro für Bauherren

Bundesfinanzhof genehmigt zum ersten Mal Steuervorteil für Restarbeiten bei Neubauten

Mindestens 1.200 Euro für Bauherren

Eine aktuelle Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) kann Hauseigentümern mindestens 1.200 Euro Steuerersparnis bringen. Darauf weist das Immobilien-Portal www.wohnen-und-bauen.de hin. Der Clou: Das Geld können sogar Häuslebauer bekommen, die gerade erst in ihren Neubau eingezogen sind.
Es geht um sogenannte Handwerkerleistungen, die Immobilieneigentümer mit dem Finanzamt abrechnen dürfen. Demnach lassen sich maximal 1.200 Euro im Kalenderjahr direkt von der Steuerschuld abziehen. Umgerechnet also 20 Prozent von höchstens 6.000 Euro Handwerkerkosten.
Die alte Rechtsauffassung vor dem Entscheid des Bundesfinanzhofs (Aktenzeichen: VI R 53/17): Berücksichtigt wurden nur solche Arbeiten, die dem Erhalt oder der Renovierung einer Immobilie dienten. Ausgeschlossen war somit eine Steuerersparnis für Handwerkerarbeiten, die etwas Neues schafften. Mit der Folge, dass Eigentümer, die gerade erst eingezogen waren, in puncto Steuerersparnis leer ausgegangen sind. Dies hat sich nunmehr zum Vorteil von Bauherren geändert.
Hintergrund: Letztlich geht es um sogenannte Restarbeiten, die nach dem Einzug in ein neu gebautes Haus noch anfallen. Voraussetzung ist, dass die Immobilie bewohnbar ist auch ohne Restarbeiten. Bewohnbar ist ein Neubau nach Auffassung des Bundesfinanzhofs beispielsweise, falls das Grundstück noch keine Umzäunung hat oder die Außenfassade noch keinen Putz. Tipp vom Immobilien-Portal www.wohnen-und-bauen.de: Bauherren sollten trotz ausstehender Restarbeiten ins bezugsfertige Haus ausziehen, um vom Steuerabzug aufgrund der Handwerkerleistungen zu profitieren.
Ein wichtiges Kriterium für die Bezugsfertigkeit ist das Bewohnen eines Hauses ohne Gefahr für die Sicherheit und die Gesundheit der Menschen, die darin leben. Somit müssen Türen und Fenster fertiggestellt, Strom, Licht und fließend Wasser sowie eine funktionstüchtige Heizung, eine Kochmöglichkeit und auch Bad und Toilette vorhanden sein. Vor allem aber müssen sichere Zugänge zum Haus und innerhalb des Hauses gewährleistet sein.
Extra-Tipp: Der Steuerabzug von maximal 1.200 Euro für Handwerkerarbeiten gilt je Kalenderjahr. Falls sich die Restarbeiten über den Jahreswechsel erstrecken, besteht für Bauherren die Chance, den steuerlichen Abzugsbetrag auf maximal 2.400 Euro zu verdoppeln.

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Allgemein

Handwerkerrechnungen nicht bar begleichen

Die Lohi – Lohnsteuerhilfe Bayern e. V. – informiert

Handwerkerrechnungen nicht bar begleichen

Die Lohi – Lohnsteuerhilfe Bayern e. V. – informiert

Der Frühling ist da und weckt bei vielen die Lust auf frischen Wind in Haus und Garten. Der Vorgarten soll neu angelegt werden? Das Bad braucht neue Kacheln? Wohnräume benötigen einen Anstrich? „Ganz egal, ob kleine Verschönerung oder größere Maßnahme“, betont Gudrun Steinbach, Vorstand der Lohi (Lohnsteuerhilfe Bayern e.V.): „Handwerkerkosten für Erhalt und Renovierung können in der Regel im Rahmen der Steuererklärung geltend gemacht werden.“ Bis zu 6000 Euro pro Jahr berücksichtigt das Finanzamt. „Die Steuerermäßigung beträgt 20 Prozent der Kosten“, erläutert die Steuerexpertin: „So kann der Steuerzahler bis zu 1200 Euro gut machen.“

Nicht nur Eigentümer, auch Mieter können profitieren. Entscheidend ist letztlich nur, dass der Wohnraum vom Steuerzahler selbst genutzt wird. Daher sind auch selbst genutzte Ferienwohnungen (auch im europäischen Ausland) begünstigt. Als „selbst genutzt“ gelten zudem Wohnungen, die etwa für ein Kind in der Ausbildung angemietet wurden.

In der Regel wird der Begriff der Handwerkerleistung für Erhalt und Renovierung vom Finanzamt recht weit gefasst. Neben Schönheitsreparaturen und kleineren Ausbesserungsarbeiten in Haus und Garten betrachtet das Finanzamt auch die Modernisierung oder den Austausch einer Einbauküche, ja selbst den Einbau eines Kachelofens oder die Montage neuer Möbel als Handwerkerleistungen. Neuerdings können auch komplette Neubaumaßnahmen im bestehenden Haushalt, wie etwa ein Hausanbau, als Handwerkerleistung geltend gemacht werden, allerdings nur, wenn die Neubaumaßnahme nicht öffentlich gefördert wurde, wie z. B. mit zinsverbilligten Darlehen.

Arbeitskosten sind absetzbar, Materialkosten nicht

Wichtig: Steuerlich berücksichtigt werden stets nur Arbeits- und etwaige Fahrt- oder Maschinenkosten, nicht aber Materialkosten. „Sind die eingereichten Handwerkerrechnungen bereits in verschiedene Posten wie Arbeitskosten, Fahrt- und Materialkosten aufgesplittet, erleichtert dies die Bearbeitung im Finanzamt und beschleunigt damit letztlich auch die Erstattung“, rät Gudrun Steinbach. Zumindest müsse der Anteil der Arbeitskosten aus einer Anlage zur Rechnung klar erkennbar sein.
Die Lohi-Steuerexpertin rät zudem allen, die auf eine Erstattung ihrer Handwerkerkosten setzen: „Begleichen Sie Handwerkerleistungen niemals in bar.“ Die Überweisung sei gesetzlich vorgeschrieben: „Auch eine korrekte Quittung reicht daher nicht aus.“

Voraussetzung für die Absetzbarkeit sei es auch, dass Arbeiten im eigenen Haus bzw. Garten durchgeführt wurden. „Werden Türen ausgebaut und zum Abschleifen und Lackieren in die Werkstatt des Handwerkers transportiert, können die Arbeitskosten schon nicht mehr geltend gemacht werden“, so Gudrun Steinbach.

Die Steuerexpertin hat noch weitere Tipps zum Thema parat: So sollten Mieter ein besonderes Augenmerk auf ihre Nebenkostenabrechnung legen. Einige der Posten, etwa Kosten für den Schornsteinfeger, können Sie als Handwerkerleistungen im Rahmen der Steuererklärung geltend machen. Manche Handwerkerrechnung ließe sich auch den ebenso steuerabzugsfähigen „haushaltsnahen Dienstleistungen“ zuordnen. Dies sei besonders dann interessant, wenn ein Steuerzahler bereits den abzugsfähigen Maximalbetrag für Handwerkerrechnungen erreicht habe. Sind Handwerkerleistungen nach Schadensfällen, etwa nach einem Wasserrohrbruch, notwendig, so sind auch diese absetzbar, allerdings nur, wenn sie nicht bereits durch eine Versicherung erstattet wurden.

Mehr Infos zum Thema unter www.lohi.de .

Lohi – Lohnsteuerhilfe Bayern e.V.

Die Lohnsteuerhilfe Bayern e. V. mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in mehr als 350 Beratungsstellen im gesamten Bundesgebiet aktiv. Mit mehr als 550.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Im Rahmen einer Mitgliedschaft nach § 4 Nr. 11 StBerG zeigen wir Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen. Bildquelle:kein externes Copyright

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Die Lohnsteuerhilfe Bayern e.V. mit Hauptsitz in München wurde 1966 als Lohnsteuerhilfeverein gegründet und ist in mehr als 350 Beratungsstellen im gesamten Bundesgebiet aktiv. Mit mehr als 550.000 Mitgliedern ist der Verein einer der größten Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland. Im Rahmen einer Mitgliedschaft nach § 4 Nr. 11 StBerG zeigen wir Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären alle Möglichkeiten auf, Steuervorteile zu nutzen.

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