Tag Archives: Indoor Generation

Allgemein

Wie schätzen Deutsche ihre Indoor-Lebensweise ein?

-Männer haben „den besseren Riecher“, wenn es um die Innenraumluft geht
-Frauen reagieren sensibler auf fehlendes Tageslicht
-Hamburger, Brandenburger und Baden-Württemberger sind die Experten der „Indoor Generation“
-Mecklenburg-Vorpommern ist sich der Risiken, die mit der Lebensweise der „Indoor Generation“ einhergehen, am wenigsten bewusst

Hamburg, Juni 2018. Im Rahmen einer im Mai veröffentlichten YouGov-Studie für die Velux Gruppe wurden 2.074 Menschen in Deutschland befragt, wie sie ihr Indoor-Leben wahrnehmen. Die Studie zeigt unterschiedliche Wahrnehmungen in den einzelnen Bundesländern sowie zwischen Männern und Frauen.
Das Sprichwort „My home is my castle“ kann man bei der heutigen „Indoor Generation“ beinahe wörtlich nehmen. Nichts kommt rein oder raus aus den mittlerweile fast hermetischen Gebäuden und nach draußen in die Natur gehen die Menschen auch nur noch selten. Mit Arbeiten oder Lernen, Hobbys, Haushalt und Schlafen kommen sie in ihrem Alltag auf durchschnittlich 90 Prozent Indoor-Zeit. Das wirkt sich auf die Stimmung, Leistungsfähigkeit, die Qualität des Schlafes und vor allem die allgemeine Gesundheit aus. Viele nehmen diese Lebensweise allerdings ganz anders wahr und sind sich den Risiken gar nicht bewusst.

Mecklenburg-Vorpommern kann noch etwas lernen
Die Studie zeigte, dass viele glauben, weniger Zeit in Gebäuden zu verbringen als dies tatsächlich der Fall ist. Gerade in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin ist mit 65 Prozent, 51 Prozent und 49 Prozent die Anzahl der Befragten, die der Meinung sind, dass sie weniger als 14 Stunden pro Tag in geschlossenen Räumen verbringen, besonders hoch. Tatsächlich sind es aber über 21 Stunden und damit mehr als 90 Prozent des Tages. In Hamburg und Baden-Württemberg schätzen das mit 20 Prozent und 19 Prozent der Befragten noch die meisten Menschen am realistischsten ein. Die Luftqualität-Experten leben in Brandenburg. Dort ist sich immerhin knapp ein Viertel (24 Prozent) der Tatsache bewusst, dass die Raumluft bis zu fünfmal stärker mit Schadstoffen belastet sein kann als die Außenluft – so viele wie in keinem anderem Bundesland. Genau die Hälfte der Befragten aus Mecklenburg-Vorpommern gibt sogar an, dass sie davon ausgehen, dass die Innenraumluft weniger belastet ist.

Aktivitäten des täglichen Lebens im Haus wie Kochen, Saubermachen und Duschen, das Trocknen von Wäsche, ja sogar das Schlafen und Atmen belasten die Raumluft, wobei die Schlafräume von Kindern oft zu den am stärksten belasteten Räumen im Haus zählen. Das kann im Laufe der Zeit zu Erkrankungen führen. Wie eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik (IBP) zeigt, steigt das Asthmarisiko um 40 Prozent, wenn man in feuchten und schimmeligen Gebäuden lebt, zusätzlich wird man auch anfälliger für andere Krankheiten.

Frauen reagieren sensibler auf fehlendes Tageslicht
Tageslicht und Frischluft wirken sich bei Menschen besonders auf ihre Stimmung und Produktivität im Alltag aus. Die Umfrage hat ergeben, dass gerade Frauen da ein sensibles Gespür für haben. 45 Prozent der befragten Frauen gaben an, dass Tageslicht eine sehr hohe Auswirkung auf ihre Stimmung hat, während nur knapp ein Drittel (32 Prozent) der Männer das genauso bewusst wahrnimmt. Den Einfluss des Tageslichts auf ihre Leistungsfähigkeit nehmen 35 Prozent der Frauen sehr stark wahr, bei den Männern hingegen gaben das nur 23 Prozent der Befragten an.
Die Herren haben allerdings einen besseren Riecher, wenn es um die Qualität der Innenraumluft geht. 23 Prozent der Männer haben gesagt, die Raumluft sei stärker belastet als die Außenluft und schätzen damit das Risiko, dass das häufig der Fall sein kann, richtig ein. Nur 13 Prozent der Frauen hatten das gleiche Verständnis, während circa ein Drittel (32 Prozent) der weiblichen Befragten die Luft im Innenraum als weniger mit Schadstoffen belastet eingeschätzt hätten als draußen.

Einfache Maßnahmen, die man sofort ergreifen kann, um sein Zuhause zu einem gesünderen Ort zu machen, sind zum Beispiel, drei- bis viermal am Tag die Fenster öffnen, Grünpflanzen aufstellen, die die Luft reinigen, Wäsche möglichst draußen trocknen, beim Kochen den Dunstabzug anschalten sowie die Verwendung chemischer Reinigungsprodukte reduzieren.

Mehr Informationen unter www.velux.de/indoorgeneration

Kurzfilm zur „Indoor Generation“
Die Relevanz des Themas zeigt auch die Aufmerksamkeit, die ein Video erhielt, indem ein junges Mädchen den Zuschauer durch die Geschichte des Wohnens in Häusern führt und die Augen für die Risiken der heutigen Lebensweise öffnet. Der Film ging mit über 44,2 Millionen Views* in den ersten sieben Tagen und fast 600.000 geteilten Inhalten (Shares) regelrecht viral. Hunderttausende Menschen diskutieren das eigene Indoor-Verhalten und die Gesundheitsrisiken.

Quellen
-Die Menschen verbringen bis zu 90 Prozent ihrer Zeit in Räumen (WHO-Europabericht 2013, US-Umweltschutzbehörde)
-Die Raumluft kann bis zu fünfmal stärker mit Schadstoffen belastet sein als die Außenluft (EPA, Arhus-Universität, CBST)
-Durch das Wohnen in feuchten und schimmeligen Gebäuden kann das Asthmarisiko um 40 Prozent steigen (IBP Fraunhofer)
-Die Schlafräume von Kindern sind unter Umständen die am stärksten belasteten Räume im Haus (Danish Building Research Institute/Danish Eco Council/Universität Kopenhagen)

YouGov-Umfrage
-Die Untersuchungen für den Bericht über die „Indoor Generation“ wurden von YouGov im März/April 2018 unter 16.000 Hausbesitzern in Nordeuropa und Nordamerika (Großbritannien, USA, Kanada, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande, Tschechische Republik, Slowakei, Italien, Österreich, Schweiz und Spanien) durchgeführt. In Deutschland wurden 2.074 Personen befragt.

*Views von Facebook (VELUX page, ViralThread, Unilad, ATTN Media, I Fucking Love Science) und YouTube

Über die VELUX Deutschland GmbH
Die VELUX Deutschland GmbH mit Sitz in Hamburg ist ein Unternehmen der internationalen VELUX Gruppe. Der weltweit größte Hersteller von Dachfenstern ist mit mehr als 10.000 Mitarbeitern in rund 40 Ländern vertreten. In Deutschland beschäftigt die VELUX Gruppe in Produktion und Vertrieb nahezu 1.000 Mitarbeiter. Neben Dachfenstern und anspruchsvollen Dachfensterlösungen für geneigte und flache Dächer umfasst die Produktpalette unter anderem Sonnenschutzprodukte, Rollläden und Solarkollektoren sowie Zubehörprodukte für den Fenstereinbau. Automatisierte Lösungen und intelligente Sensorsysteme tragen zu einem angenehmen Raumklima bei und steigern den Wohnkomfort. Solarbetriebene Produkte von VELUX reduzieren den Energieverbrauch und leisten einen Beitrag zum nachhaltigen Bauen und Wohnen. Mit den VELUX Modular Skylights bietet das Unternehmen zudem eine Lösung speziell für öffentliche und gewerbliche Gebäude an.

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Gesundheitsrisiken für heutige „Indoor Generation“

YouGov-Umfrage in 14 Ländern zeigt mangelndes Bewusstsein für Indoor-Lebensweise und deren Folgen

-Die heutige „Indoor Generation“ verbringt 90 Prozent ihrer Zeit in geschlossenen Räumen

-Die Raumluft kann bis zu fünfmal stärker mit Schadstoffen belastet sein als die Außenluft, 77 Prozent der Befragten sind sich laut einer YouGov-Umfrage dessen nicht bewusst

-Die Schlafräume von Kindern sind häufig die am stärksten belasteten Räume im Haus

Hamburg/Kopenhagen, 15. Mai 2018. Die heutige Generation verbringt im Durchschnitt 90 Prozent ihrer Zeit in geschlossenen Räumen – und ist sich dieser Tatsache und den damit einhergehenden Gesundheitsrisiken gar nicht bewusst. Das zeigen die Ergebnisse der heute von der Velux Gruppe präsentierten Studie über die „Indoor-Generation“. Die dafür in 14 Ländern durchgeführte YouGov-Umfrage ergab eine signifikant falsche Wahrnehmung der Lebensgewohnheiten und der Gefahren für die Gesundheit, wenn Menschen zu viel Zeit in geschlossenen Räumen verbringen. Besonders Kinder sind gefährdet, denn deren Schlafräume sind häufig die am stärksten mit Schadstoffen belasteten Räume im Haus.

Als „Indoor Generation“ wird eine wachsende Zahl von Menschen bezeichnet, die im Vergleich zu früheren Generationen den weitaus größten Teil ihrer Zeit in geschlossenen Räumen verbringt – aktuell 90 Prozent ihres Lebens. Dabei ist ihr nicht klar, dass die Luft in unseren Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden unter Umständen stärker mit Schadstoffen belastet ist als die Außenluft. Die weitaus meisten, nämlich 77 Prozent, sind sich dessen nicht bewusst. Tatsächlich aber kann der Schadstoffgehalt bis zu fünfmal höher sein.

Aktivitäten des täglichen Lebens im Haus wie Kochen, Saubermachen oder Duschen, brennende Kerzen, das Trocknen von Wäsche, ja sogar das Schlafen und Atmen belasten die Raumluft, was im Lauf der Zeit das Risiko erhöht, an Asthma und Allergien zu erkranken. Schadstoffe aus toxischen Materialien in Plastikspielzeug, Reinigungsmitteln und Baustoffen können ebenfalls zu einer schlechteren Raumluftqualität beitragen. Man nimmt an, dass mehr Kinder an Asthma oder Allergien erkranken werden, wenn Wohnhäuser und öffentliche Gebäude nicht besser belüftet werden. Das Asthmarisiko steigt zudem um 40 Prozent, wenn man zu viel Zeit in feuchten, schimmeligen Gebäuden verbringt.

Peter Foldbjerg, Head of Daylight Energy and Indoor Climate bei Velux, erklärt dazu: „Wir werden zunehmend zu einer Generation von Menschen, die in geschlossenen Räumen leben. Unter der Woche bekommen wir nur noch Tageslicht und Frischluft, wenn wir zur Arbeit oder zur Schule pendeln. Das moderne Leben beginnt häufig schon früh am Tag. Wir hetzen zur Arbeit, wo wir acht bis zehn Stunden in einem Büro verbringen. Dann geht es direkt nach Hause, höchstens unterbrochen von einem kurzen Einkauf oder einem schnellen Workout in einem feuchten und stickigen Fitnessstudio.“ Die YouGov-Umfrage hat eine signifikante Diskrepanz zwischen der Wahrnehmung der Menschen von ihrer Art zu leben und den tatsächlichen Lebensgewohnheiten aufgezeigt, denn nur 18 Prozent der Menschen sind der Meinung, 21 Stunden (87,5 Prozent) oder mehr des Tages in geschlossenen Räumen zu verbringen. Deutlich höher und damit beunruhigender ist aber die tatsächliche Zahl, denn frühere Forschungen haben ergeben, dass eine neue „Indoor-Generation“ 90 Prozent ihrer Zeit in nicht selten dunklen, schlecht belüfteten und ungesunden Gebäuden verbringt.

Aufschlussreich an den Ergebnissen des Berichts war auch die Diskrepanz zwischen der Einschätzung der Menschen zur Qualität der Raumluft und der Realität: Denn die Raumluft kann immerhin bis zu fünfmal stärker mit Schadstoffen belastet sein als die Außenluft. Wenn man die Menschen zum Thema Luftverschmutzung befragt, denken sie dabei eher an einen Wohnort in der Nähe großer Fabriken oder geschäftiger Stadtgebiete mit hohen Schadstoffemissionen durch Fahrzeuge als an ihr eigenes Zuhause. Foldbjerg zieht folgendes Fazit: „Es zeigt sich, dass wir das Bewusstsein für unsere Indoor-Lebensgewohnheiten und das Wissen über deren Auswirkungen auf Körper und Geist unter den Gesichtspunkten Gesundheit und Wohlbefinden noch verbessern müssen.“

Ein unter www.velux.de/indoorgeneration zu sehender Kurzfilm der Velux Gruppe macht mit beunruhigenden Bildern auf die Entwicklung zur „Indoor Generation“ und den daraus resultierenden Gefahren aufmerksam.

Hintergrundinformationen und Studienergebnisse
YouGov-Umfrage
-Die Untersuchungen für den Bericht über die „Indoor-Generation“ wurden von YouGov im März/April 2018 unter 16.000 Hausbesitzern in Nordeuropa und Nordamerika (Großbritannien, USA, Kanada, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Belgien, Niederlande, Tschechische Republik, Slowakei, Italien, Österreich, Schweiz und Spanien) durchgeführt.

Quellen
-Die Menschen verbringen bis zu 90 Prozent ihrer Zeit in Räumen (WHO-Europabericht 2013, US-Umweltschutzbehörde)
-Die Raumluft kann bis zu fünfmal stärker mit Schadstoffen belastet sein als die Außenluft (EPA, Arhus-Universität, CBST)
-Durch das Wohnen in feuchten und schimmeligen Gebäuden kann das Asthmarisiko um 40 Prozent steigen (IBP Fraunhofer)
-Die Schlafräume von Kindern sind unter Umständen die am stärksten belasteten Räume im Haus (Danish Building Research Institute/Danish Eco Council/Universität Kopenhagen)

Mit diesen sechs einfachen Maßnahmen lässt sich die Luftqualität im Haus verbessern:
-Drei- bis viermal am Tag die Fenster öffnen, um Frischluft hereinzulassen
-Badezimmertüren geschlossen halten und beim Duschen für eine ausreichende Lüftung sorgen
-Beim Kochen den Dunstabzug anschalten oder das Fenster öffnen
-Nicht zu häufig Kerzen anzünden
-Wäsche möglichst nicht in der Wohnung trocknen
-Verwendung chemischer Reinigungsprodukte reduzieren
-Grünpflanzen, die die Luft reinigen, aufstellen (z.B. Bogenhanf)

Über die VELUX Deutschland GmbH
Die VELUX Deutschland GmbH mit Sitz in Hamburg ist ein Unternehmen der internationalen VELUX Gruppe. Der weltweit größte Hersteller von Dachfenstern ist mit mehr als 10.000 Mitarbeitern in rund 40 Ländern vertreten. In Deutschland beschäftigt die VELUX Gruppe in Produktion und Vertrieb nahezu 1.000 Mitarbeiter. Neben Dachfenstern und anspruchsvollen Dachfensterlösungen für geneigte und flache Dächer umfasst die Produktpalette unter anderem Sonnenschutzprodukte, Rollläden und Solarkollektoren sowie Zubehörprodukte für den Fenstereinbau. Automatisierte Lösungen und intelligente Sensorsysteme tragen zu einem angenehmen Raumklima bei und steigern den Wohnkomfort. Solarbetriebene Produkte von VELUX reduzieren den Energieverbrauch und leisten einen Beitrag zum nachhaltigen Bauen und Wohnen. Mit den VELUX Modular Skylights bietet das Unternehmen zudem eine Lösung speziell für öffentliche und gewerbliche Gebäude an.

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