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„Als ein im Segment der Luft- und Raumfahrtindustrie tätiges Beratungsunternehmen erleben wir diese Messe als Pflichtveranstaltung“

Ingenics macht beste Erfahrungen auf der Aircraft Interiors Expo 2018 in Hamburg

"Als ein im Segment der Luft- und Raumfahrtindustrie tätiges Beratungsunternehmen erleben wir diese Messe als Pflichtveranstaltung"

Stephan Großfuss auf der Aircraft Interiors Expo 2018 in München (Bildquelle: Ulrike Schacht/Ingenics)

(Ulm/Hamburg/München) – Drei Tage lang präsentierten über 500 internationale Aussteller der „Aircraft Interiors Expo“ in Hamburg ihre Produkte und Dienstleistungen rund um die Flugzeuginnenausstattung. Angesichts der Vielzahl der Innovationen war Manager Industry Stephan Großfuss, der als Aviation-Experte der Ingenics AG die Messe besuchte, von der positiven Stimmung beeindruckt. Er erlebte eine globale Plattform für luftfahrtspezifische Herausforderungen nicht nur im Bereich der Kabinenausstattung, sondern auch im Bereich der strategischen und operativen Herausforderungen, die z. B. der von Airbus avisierte Ratenhochlauf mit sich bringen wird.

„Als ein im Segment der Luft- und Raumfahrtindustrie tätiges Beratungsunternehmen erleben wir die Aircraft Interiors Expo als eine absolute Pflichtveranstaltung“, erklärt Stephan Großfuss. „Neben den mehr als 500 internationalen Ausstellern, die ihre aktuellen Ideen und Innovationen präsentieren, sind aus meiner Sicht die zahlreichen Fachvorträge und Keynotes von namhaften Vertretern aus der Industrie, die über die gesamten drei Tage sehr positiv zum Austausch über neue Trends und Fortschritte der digitalen Innovation und Transformation in der Luft- und Raumfahrt beitrugen, von größtem Wert.“

Wie zu erwarten, war das Interesse der rund 20.000 Besucher an den auf 24.000 qm in sieben Hallen präsentierten Innovationen, Services, Materialien und Trends enorm. „Sehr interessant für mich war, zu beobachten, wie hellhörig die Gesprächspartner reagierten, wenn das Gespräch auf das Ingenics Modell der integralen Unternehmensentwicklung kam, das einen vielbeachteten Ansatz liefert, um starken Veränderungen, z. B. durch die Digitale Transformation oder durch größere organisatorische Änderungen in einem Unternehmen im ganzheitlichen Kontext zu begegnen“, so Stephan Großfuss.

Der von Airbus avisierte Ratenhochlauf fordert Lieferanten teilweise erheblich – bringt aber auch enorme Chancen. Lieferantenqualifizierung und Supply-Chain-Absicherung bekommen eine ganz neue Bedeutung.

Wie groß in der Luft- und Raumfahrtindustrie der Bedarf an kosten- und prozessoptimierenden Lösungen ist, weiß man bei Ingenics aus der Erfahrung vieler Beratungsprojekte. „Der bei Airbus geplante Ratenhochlauf vor allem der A320-Familie, aber auch die zunehmende Bedeutung neuer Technologien für den Passagierkomfort, werden einigen neuen Lieferanten die Chance bieten, sich in der Lieferkette zu etablieren“, sagt Stephan Großfuss. Deshalb spiele die Lieferantenqualifizierung und Supply-Chain-Absicherung neben der Fertigungsoptimierung eine immer wichtigere Rolle.

Nicht zuletzt, weil man weiß, welche Herausforderung ein solcher Ratenhochlauf für Zulieferer bedeutet, hat die Ingenics AG allen Grund, davon auszugehen, dass sie ihre Rolle als Partner mit überragender Expertise für die luftfahrtspezifischen Herausforderungen des strategischen Prozessdesigns sowie für alle Aspekte der Fabrikgestaltung und Fertigungsoptimierung, der Logistik und des E2E-Supply-Chain-Managements ausbauen können wird. „Wie plausibel und attraktiv unser Ansatz ist, wurde mir auf der Aircraft Interiors Expo vielfach bestätigt“, so Stephan Großfuss. „Wir erarbeiten gemeinsam mit unseren Kunden die Analyse und Konzeption partnerschaftlich, geleiten sie mithilfe von Coaching, Change Management und bei Bedarf mit der integralen Unternehmensentwicklung durch das jeweilige Vorhaben, übernehmen die Projektimplementierung bis zum erfolgreichen Projektabschluss und sorgen für die nachhaltige Absicherung erreichter Optimierungsziele.“

Generell empfand Stephan Großfuss die Stimmung bei den Gesprächspartnern durchweg als positiv: „Viele bezeichneten die Aircraft Interior Expo tatsächlich als die beste Luftfahrtmesse.“

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Ingenics ist eine internationale Beratung für Produktion, Logistik, Organisation und Digitalisierung mit weltweiten Standorten und mehr als 35 Jahren Erfahrung am Markt. Der Fokus liegt auf den Feldern Managementberatung, Fabrikplanung, Logistikplanung und Effizienzsteigerung.
Als eines der ersten Consultingunternehmen hat sich Ingenics eine dezidierte Industrie 4.0-Expertise erarbeitet und in Kooperation mit renommierten Forschungseinrichtungen zukunftsweisende Lösungen für Industrie 4.0-Anwendungen in der Wirtschaft entwickelt.

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ProSiebenSat.1 New Campus West prägt das Ortsbild

Ingenics koordiniert Neubauprojekte der ProSiebenSat.1 Media SE in Unterföhring

ProSiebenSat.1 New Campus West prägt das Ortsbild

Der ProSiebenSat.1 New Campus West wird das Ortsbild von Unterföhring prägen (Bildquelle: ARGE P7S1 New Campus Kohlbecker Vielmo)

(Ulm/Unterföhring bei München) – In einem auf mehrere Jahre angelegten Projekt ist Ingenics bei der Errichtung des New Campus West der ProSiebenSat.1 Media SE engagiert. Helmut Westermann ist im Projektleitungsteam auf Bauherrenseite während der ganzen Zeit zentraler Ansprechpartner für interne und externe Beteiligte. Zuletzt war das Projektteam damit beschäftigt, die Voraussetzungen für die angestrebte Baufeldfreimachung und den Baubeginn im Jahr 2018 zu bewerkstelligen. Parallel zu den Planungsprozessen begleitet Ingenics das vorhabenbezogene Bebauungsplanverfahren, um die angestrebte Verdichtung des Grundstückes realisieren zu können.

Mit seiner großen Expertise im Bauprojektmanagement und der Erfahrung mit dem Kunden in einer früheren Gebäude-Revitalisierung ist der Bauingenieur Helmut Westermann wohl die Idealbesetzung als zentraler Ansprechpartner für interne und externe Beteiligte am Neubauvorhaben der ProSiebenSat.1 Media SE in Unterföhring bei München. Die Kenntnis aller relevanten Abläufe bei Planung und Handling von Großprojekten und das Know-how im konkreten Bauprojektmanagement macht die Expertise des Ingenics Beraters schon vor dem ersten Spatenstich zu einem Erfolgsfaktor.

Der New Campus der ProSiebenSat.1 Media SE ist das größte Bauvorhaben und damit die größte Investition in der Geschichte des Medienunternehmens. Darüber hinaus hat das Projekt eine enorme städtebauliche Relevanz, da die Liegenschaft für die Entwicklung des Campuskonzeptes mit dem Baufeld West (optional ergänzt durch das Baufeld Ost) in zentraler Lage am S-Bahnhof Unterföhring liegt. Aus dem bislang inhomogenen gewerblichen Stadtfeld soll das Bauvorhaben der ProSiebenSat.1 Media SE eine eigenständige und unverwechselbare Marke im öffentlichen Raum machen. Auf diese Weise soll der Unternehmensstandort Unterföhring nachhaltig aufgewertet und durch die Integration öffentlicher Funktionen die Kommunikation mit dem Umfeld initiiert werden. Die Gemeinde Unterföhring wird auf der anderen Bahnseite eine „Neuen Mitte“ in ihrem Stadtbild schaffen, die harmonisch mit dem ProSiebenSat.1 Neubau korreliert. Beide Vorhaben könnten durch einen mehrheitlichen Gemeindebeschluss mit einem attraktiven verkehrsberuhigten Bereich verbunden werden.

Da, abgesehen von der Bedeutung für die Gemeinde Unterföhring, für die ProSiebenSat.1 Media SE die Sicherung des Unternehmensstandorts im Mittelpunkt steht, wird für alle Mitarbeiter ein Ort optimierter Arbeitsprozesse mit einer prägnanten Unternehmensidentität geschaffen, der ein vernetztes, kreatives und zukunftsorientiertes Arbeitsumfeld gewährleistet. Für die Realisierung der verschiedenen Baufelder des Leuchtturmprojekts in mehreren Schritten hat die als Sieger aus dem Architektenwettbewerb hervorgegangene Arbeitsgemeinschaft Kohlbecker Vielmo mit Hauptsitz in Gaggenau und Berlin/Stuttgart (ARGE GP New Campus P7S1) mit Niederlassung in München die Masterplanung erstellt, die dann in mehreren von Ingenics moderierten „Programming Workshops“ verfeinert wurde.

Mit dem markanten neuen Haupteingang beim S-Bahn-Kreisel an der Medienallee orientiert sich das Unternehmen künftig in Richtung Gemeinde Unterföhring. Die Einbeziehung der Bürger wird dadurch unterstützt, dass ProSiebenSat.1 diese in die öffentlichen Bereiche mit Café, Shop und „Open Academy“ einlädt. Bei besonderen Gelegenheiten werden auch die an diesen öffentlichen Bereich angrenzenden Studios für ein geladenes Publikum und Besucher geöffnet.

Die Bürobereiche werden in zwei Gebäudegruppen als offene Strukturen „mäandern“. Die horizontale Vernetzung im Areal erfolgt über eine entlang des Nordriegels verlaufende Brücke mit Abzweigen zum Südriegel, die alle Bereiche auf kürzestem Weg verbindet. Für die Mitarbeiter wird es eine zentrale Kantine und eine sich zur Landschaftstreppe öffnende Cafeteria geben, die ebenso wie die innenliegende „Piazza“ zu Austausch und Kommunikation anregen. Diese Landschaftsterrasse als Dach des Mitarbeiterrestaurants und die begehbare Landschaftstreppe
können auch als Tribüne für Veranstaltungen genutzt werden. Hinzu kommen „Orte für besondere Denk- und Kommunikationsprozesse“, die sich wie Satelliten im Zentrum des Areals an die horizontalen Verbindungsstege anschließen.

Bis es soweit ist, gilt es allerdings zunächst die Planung voranzutreiben und die Fläche für die Neubebauung frei zu machen. „An die Stelle der bestehenden Bebauung, die sukzessive komplett abgerissen wird, soll mit den drei Bauteilen des neuen Campus die Geschossflächenzahl des Areals deutlich erhöht werden und damit dessen Wert signifikant steigen“, erklärt Helmut Westermann. „Denn ProSiebenSat.1 will hier erheblich mehr Arbeitsplätze für Mitarbeiter sowie Parkmöglichkeiten und neben der Erneuerung der Studios auch ein neues Rechenzentrum schaffen. Meine wichtigste Aufgabe ist derzeit die Betreuung der internen und externen Stakeholder, um die Planungsprozesse für die Baugenehmigung und den vorhabenbezogenen Bebauungsplan zu unterstützen.“ Denn ohne eine Bebauungsplanänderung wäre die Erhöhung der Geschossflächenzahl von 1,5 auf 2,0 und die damit verbundene Verdichtung (die ja auch Einfluss auf den Grundstückswert hat) gar nicht möglich.

Auch deshalb hat das aus dem Bauexperten Helmut Westermann sowie drei Mitarbeitern der ProSiebenSat.1 Media SE bestehende Projektleitungsteam die Gemeinde Unterföhring und das Landratsamt München als Genehmigungsbehörden von Anfang an in den Bauplanungsprozess einbezogen, wozu mehrere Gespräche geführt wurden und auch weiterhin werden. „Die Abrissarbeiten wurden begonnen, im Frühjahr 2018 werden wir mit dem Ausheben der Baugrube und anschließend den Rohbauarbeiten beginnen können“, so Helmut Westermann.

Helmut Westermann wird über die komplette Dauer des Vorhabens bis zur Fertigstellung des Areals West im Jahr 2022 vor Ort präsent sein, um dem Kunden eine bestmögliche Betreuung zu bieten. In der Aufgabe der übergeordneten Qualitäts-, Kosten- und Terminsicherung (mit Integration der Bauleit- und Genehmigungsplanung) bündelt Ingenics die entscheidenden Erfolgsfaktoren. „Der Kunde kann sich während der gesamten Projektzeit auf die wesentlichen Entscheidungen und damit gleichzeitig auf sein Kerngeschäft konzentrieren“, so Helmut Westermann.

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Mit der Eröffnung des Audi-Logistikzentrums in Mexiko konnte auch Ingenics eine Punktlandung feiern

In dreieinhalb Jahren von der Planung über die Entwicklung zum Produktionsstart

Mit der Eröffnung des Audi-Logistikzentrums in Mexiko konnte auch Ingenics eine Punktlandung feiern

Audi Q5 in Mexiko (Bildquelle: Audi AG)

In San José Chiapa im Bundesstaat Puebla produziert Audi Mexico mit dem SUV Q5 seit 2017 eines der erfolgreichsten Modelle der vergangenen Jahre für den gesamten Weltmarkt. Dank der günstigen geografischen Lage, der vergleichsweise günstigen Produktionskosten und einer qualifizierten Zuliefererkette hat der Standort Mexiko zunehmend an Attraktivität gewonnen. Die angepeilten 150.000 Q5-SUVs werden auf einem neu erschlossenen Gelände hergestellt, das mit Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei, Montagehallen und Logistik-Park gut 460 Hektar umfasst.

Um schon im Vorfeld der umfangreichen Baumaßnahmen komplexe Aufgaben wie das Erstellen von Kostenvoranschlägen für die Neubauten, die Berechnung der Lagerkapazitäten sowie die Entwicklung der Intralogistik-Prozesse erfolgreich bewältigen zu können, mussten die Ingenics Logistikexperten ihre Arbeit jederzeit mit den planenden Audi-Teams synchronisieren können. Während diese am künftigen Standort in Mexiko noch an der Erschließung des Geländes arbeiteten, wurde zu Beginn der dreieinhalb Jahre, die für das Projekt insgesamt zur Verfügung standen, das Logistikgebäude sowie das Trailer- und Containerdepot von Deutschland aus geplant und erst im zweiten Schritt auf die Situation vor Ort übertragen. „Letzten Endes wurden alle vorgegebenen Ziele im neuen Audi-Werk umgesetzt, um die angestrebte Produktionskapazität von 150.000 Q5-Fahrzeugen pro Jahr realisieren zu können“, erklärt der Geschäftsführer der Ingenics Niederlassung in Puebla, Justo Perez.

Alle wichtigen Schritte – Lagerplanung, Intralogistikplanung, Lagerprozessgestaltung, Konfiguration der IT-Lagerstrategien – wurden termingerecht und in der erforderlichen Qualität bewältigt. „Zur Lagerplanung gehörte auch die Intralogistik- und Materialflussplanung sowie die Kalkulation für Personal- und Ausrüstung“, so Justo Perez weiter. „Ein Hauptfokus lag auf den Lagerstrategien und der innovativen Lager-ID Entwicklung.“

Die termingerechte Gestaltung aller Intralogistik- und Wareneingangsprozesse war die Voraussetzung dafür, auf Kundenbedürfnisse schnell reagieren und – durch mehrere Schulungen und operative Simulationstests – die ordnungsgemäße Implementierung gewährleisten zu können. „Unsere Experten mussten immer wieder ihre Flexibilität und Anpassungsfähigkeit unter Beweis stellen, da es während des Produktionsstarts mehrfach zu umfassenden Änderungen kam“, betont Justo Perez. Bei der erfolgreichen Inbetriebnahme des Logistikzentrums wurden neben der perfekten Zusammenarbeit mit dem Audi-Team (Logistikplanungsabteilung, Montageteam, Transportkontrolle, Materialdisposition, IT, Anlagensicherheit und Karosserie) auch die gelungene Integration der ausgewählten externen Logistikdienstleister gewürdigt.

Ingenics hat einmal mehr unter Beweis gestellt, dass das Beratungsunternehmen auch international zu den besten Partnern für ergebnisorientierte Ingenieurleistungen und Logistik-Consulting zählt. „Dank des Ingenics Supports kann der Kunde nun sein eigenes Personal schulen und an der kontinuierlichen Optimierung der Prozesse weiterarbeiten“, erklärt der verantwortliche Gesamtprojektleiter Tobias Katai, Associate Partner und Key Account Manager bei der Ingenics AG. „Die Erfahrung aus tausenden von Projekten sichert in jedem Fall ein systematisches und nachvollziehbares Verfahren, auch in diesem Fall ermöglichten die Expertise der Berater und die Ingenics Methoden sowie die exzellente Kooperation mit dem Audi-Team die perfekte Durchführung des Projekts bis zum Produktionsstart.“

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„Rüstzeitreduzierung verbessert die Chance, in einem Hochlohnland Produktions- und Bearbeitungsprozesse wirtschaftlich durchzuführen“

Ingenics Projekt zur Optimierung der Gesamtanlageneffektivität (OEE) bei SAF-Holland – Vorgaben übertroffen

"Rüstzeitreduzierung verbessert die Chance, in einem Hochlohnland Produktions- und Bearbeitungsprozesse wirtschaftlich durchzuführen"

Produktion bei SAF-Holland S.A. (Bildquelle: SAF-Holland S.A.)

(Ulm/Bessenbach) – Um die Anlagenverfügbarkeit am Standort Bessenbach bei Aschaffenburg der SAF-Holland S.A. zu verbessern, beauftragte deren Management die Ingenics AG mit der Durchführung von Rüstworkshops im Bereich der Fertigung von Einzelkomponenten für Trailer-Lenkachsen. Bereits der Pilotworkshop an einem CNC-Fräs-Arbeitsplatz brachte eine Rüstzeitreduzierung, die mit 30 Prozent das angestrebte Ziel deutlich übertraf. Mit dem Ziel, die Gesamtanlageneffektivität (OEE) um 20 Prozent zu steigern, wird das Verfahren nun auf weitere Zerspanungsarbeitsplätze übertragen, sodass eine Einsparung von insgesamt 445 Produktionsstunden pro Jahr realisiert wird.

Rüstprozesse sind komplexe Vorgänge: Materialien und Werkzeuge müssen pünktlich, in der richtigen Menge und Qualität bereitstehen; neben dem Maschinenbediener oder Einrichter sind Qualitätssicherung, Fertigungssteuerung, Werkzeugservice und interne Zulieferer sowie die Logistik involviert. Um unabhängig von den Befindlichkeiten einzelner Betroffener zügig nachhaltige Optimierungserfolge zu generieren, werden für „Rüstworkshops“ spezialisierte technische Berater als Partner engagiert. Ingenics hat sich als Rüstzeitoptimierer ein beachtliches Renommee erarbeitet. „Wo es gelingt, den Zeitaufwand für das Rüsten zu reduzieren, nimmt die Produktivität automatisch zu“, erklärt Senior Expert Stefan Meitinger. Als gelernter Werkzeugmacher und staatlich geprüfter technischer Betriebswirt, ist er bei Ingenics „der Mann fürs Rüsten“. „Durch das Zusammenspiel vieler Einzelmaßnahmen, die in der Regel keine größeren Investitionen erfordern, kann eine Reduzierung um mindestens 25 Prozent fast immer erreicht werden; selbst 50 Prozent sind keine Seltenheit. Bei SAF-Holland haben wir auf Anhieb 30 Prozent geschafft. Mit der Übertragung des Verfahrens auf weitere Zerspanungsarbeitsplätze werden wir die OEE (Overall equipment effectiveness bzw. Gesamtanlageneffektivität) um mindestens 20 Prozent steigern und so eine Einsparung von insgesamt 445 Produktionsstunden pro Jahr realisieren.“

Nach dem beeindruckenden Erfolg des Pilotworkshops gab die Geschäftsleitung grünes Licht

Als ein weltweit führender Hersteller von qualitativ hochwertigen Produktsystemen für Nutzfahrzeuge nimmt SAF-Holland eine herausragende Marktposition unter den internationalen Systemzulieferern ein. Dennoch gilt es, sich immer wieder neu gegen Mitbewerber zu behaupten. Vor diesem Hintergrund beauftragte COO Arne Jörn im vergangenen Jahr die Ingenics AG mit der Durchführung von Rüstworkshops. Nach einem Pilotworkshop im September 2016 sollten – falls der in Aussicht gestellte Erfolg von mindestens 20 Prozent Rüstzeitreduzierung bei der CNC-Zerspanung und eine entsprechende Verbesserung der OEE realisiert würde – alle infrage kommenden Zerspanungsarbeitsplätze im Bereich Rohrlenkungssysteme im Werk 1 in Bessenbach (Kreis Aschaffenburg) optimiert werden. „Ingenics hatte bei SAF in Bessenbach schon andere Projekte erfolgreich durchgeführt“, erklärt Stefan Meitinger. „Als mich der COO gefragt hat, ob wir denn auch Kompetenzen beim Thema Rüsten hätten, war er an den Richtigen geraten.“

Peter Bahmer, Vice President Operations für den Bereich Europe, Middle East, Afrika und Indien (EMEA/Indien), ist im Konzern für das gesamte Projekt verantwortlich. „Die Rüstzeitoptimierung als Teil unserer Strategie zur OEE-Optimierung ist für uns hauptsächlich in den Bereichen Einzelkomponentenfertigung, Vorfertigung interessant“, erklärt Peter Bahmer. Eine Beschränkung auf ein Produkt oder einen Standort gebe es dabei nicht. „Wir haben in diesem Werk begonnen, weil hier unser Produktportfolio sehr weitgefächert ist, also Komponenten für viele unterschiedliche Achstypen hergestellt werden, was ein besonders häufiges Rüsten erforderlich macht.“

Mit den Ergebnissen des Pilotworkshops – nach dessen beeindruckendem Erfolg gab die Geschäftsleitung umgehend grünes Licht für ein umfassendes Coaching der Projektleiter und Mitarbeiter mit dem Ziel einer flächendeckenden Implementierung – war Peter Bahmer ebenso zufrieden wie seine beiden Projektverantwortlichen Timo Litzel (verantwortlicher Projektleiter) und Holger Pohl (Meister und Leiter der Pilotabteilung). „Nachdem es so gut angelaufen war, gab es einen zweiten Workshop im Dezember 2016, schrittweise folgten die weiteren Monat für Monat durch das ganze Jahr 2017“, so Timo Litzel. „Ende 2017 haben wir alle Ziele erreicht.“

Aufgrund ihres Engagements und ihrer Erfahrung konnten Timo Litzel und Holger Pohl bald selbst die Leitung von internen Workshops für ihre Teams übernehmen. „Mit den Beiden haben wir jetzt zwei kompetente Fachleute, die das Thema intern durch die Firma treiben können. Wenn es um ähnliche Aufgabenstellungen geht, wollen wir nämlich nicht dauerhaft mit Externen arbeiten“, erklärt Peter Bahmer, der selbst an den Eröffnungs- und Feedbackrunden der Workshops teilnahm. „Da die bisherigen Erkenntnisse so vielversprechend sind, werden wir sicherlich weitere Workshops mit Ingenics durchführen, wenn sich das Anforderungsprofil ändert.“ Stefan Meitinger ergänzt: „Meine wichtigste Aufgabe als Coach wird dann wieder das Projektmanagement beim Ausrollen des Themas von der Pilotanwendung in die Breite sein.“

Das Thema Rüstzeitoptimierung ist unsere große Chance

Auch Holger Pohl sieht für die Zukunft noch reichlich Potenzial für eine weitere Zusammenarbeit. „Das hat sehr gut geklappt, es gibt zwar noch keine verbindliche Vereinbarung mit Ingenics, aber wenn ich berücksichtige, dass die Vorgehensweise vom Fräsen in der mechanischen Fertigung beispielsweise aufs Schweißen übertragen werden soll, werden wir voraussichtlich gerne auf die fachlichen Kenntnisse von Ingenics zurückgreifen.“

Mit Stefan Meitinger habe man jemanden gefunden, der zum Unternehmen passe, sagt Peter Bahmer. „Jemand, der uns nicht nur in der Theorie, sondern auch bei der praktischen Umsetzung unterstützt. Da wir in vielen Bereichen unter Bedingungen eines Einzelfertigers und stets auftragsbezogen, also ohne ein pufferndes Fertigproduktelager arbeiten, verbessert das Thema Rüstzeitoptimierung unsere Chance, unsere Produktions- und Bearbeitungsprozesse auch in einem Hochlohnland wie Deutschland weiterhin wirtschaftlich durchzuführen, erheblich.“

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Digitale Transformation – jetzt wird umgesetzt!

Statement des Ingenics CEO Prof. Oliver Herkommer zum Jahreswechsel 2017/2018

Digitale Transformation - jetzt wird umgesetzt!

Ingenics CEO Prof. Oliver Herkommer (Bildquelle: Ingenics AG)

Wer sich vor einigen Jahren auf den Weg ins Zeitalter der digitalen Produktion, Supply Chain und Logistik begeben hat, darf sich heute bestätigt fühlen.

Es gibt inzwischen genügend Beispiele für Leuchtturmanwendungen erfolgreicher Implementierung von Industrie-4.0-Elementen über alle Branchen hinweg. Die Digitalisierung kommt in großen Schritten voran, Anwendungen, die im Endkundenbereich bereits seit Jahren Standard sind, finden nun ihren Weg in die Industrie. Es gibt kein Zurück mehr – die Zukunft ist digital.

In der Industrie wird nach dem Prinzip „Predictive Maintenance“ revolutioniert. Ein gutes Beispiel ist die App „Shazam“, mit deren Hilfe der Nutzer herausfindet, welcher Song gerade im Radio gespielt wird. Ein Start-up aus New York hat die Brücke zur Industrie geschlagen, indem es eine App entwickelt hat, die anhand der Tonerkennung den Maschinenstatus ermitteln, weitermelden und Instandhaltungsempfehlungen geben kann.

Für die digitale Durchdringung des kompletten Lebenszyklus von Produkten und Produktionsmitteln müssen teilweise noch die Voraussetzungen geschaffen werden – was bedeutet, dass, wer nicht auf der Strecke bleiben will, die Etablierung innovativer Technologien als Chefsache in den Unternehmenszielen festschreiben muss. Von der ersten Idee bis zur Auslieferung eines Produktes muss jeder einzelne Prozess entlang der Wertschöpfungskette auf den Prüfstand gestellt und Teil der Digitalisierungsstrategie werden.

Wir können uns heute nicht mehr mit ungefähren Prognosen für die Zukunft zufriedengeben – heute handeln wir. Denn wir haben alle erforderlichen – zum Teil selbst entwickelten – Werkzeuge zur Hand. Worauf also sollten wir noch warten? Wir begleiten unsere Kunden auf ihrem anspruchsvollen Weg der Transformation ihres Geschäftsmodells, ihrer Produkte und Produktion, letztlich ihres kompletten Unternehmens.

Doch wo bleibt der Mensch? Auch die Arbeitswelt steht vor massiven Veränderungen. Bei flexiblen Arbeitsorten und -zeiten gewinnt die Digitalisierung der Arbeits- und Service-Tools mit unkomplizierten, gleichwohl sicheren Zugriffsmethoden weiter an Bedeutung.

Mitarbeiter werden vermehrt ihre Wünsche und Bedürfnisse einbringen und an der Gestaltung der Rahmenbedingungen und Geschäftsprozesse mitwirken wollen. In diesem Sinne ist die Qualität des Arbeitgebers auch aus Sicht aktueller und potenzieller Mitarbeiter zum großen Teil ein Kultur- und Wertethema.

Wo sich die Bedürfnisse zum Schutz der Arbeitsplätze entgegen dem Sinn der aktuellen arbeitspolitischen Rahmenbedingungen verändern, ist die Politik gefragt. Sie muss ein differenziertes Vorgehensmodell entwickeln, um die bereits knappen Ressourcen an qualifizierten Arbeitskräften für die Zukunft zu sichern. Noch schränkt die Politik – aus dem Bedürfnis heraus, prekäre Arbeitsplätze schützen zu wollen – die dringend notwendige Entwicklung und Gestaltung zukunftsfähiger Arbeitsmodelle ein.

Zukunftsforscher erwarten, dass im Bereich der Hochqualifizierten das Sicherheitsbedürfnis der Menschen deutlich zurückgehen wird. In der Wahl ihres Erwerbsmodells und der damit verbundenen Aufgaben legt diese Gruppe viel mehr Wert auf attraktive Arbeitsinhalte anstatt auf die Sicherheit einer „Lebensstellung“. Sie gehen zu Recht davon aus, dass sie jederzeit mindestens gleichwertige Alternativen haben.

Alle unsere Analysen zeigen, dass sich der Arbeitsmarkt zukünftig in Richtung fluider Kompetenz entwickeln wird. Die Unternehmen sind gefordert, diese aufgaben- und projektbezogene Form der „fluiden Zusammenarbeit“ zu managen, um ihre Performance und ihr Wachstum abzusichern.

Worauf sollen wir also noch warten? Die Gewinner werden die verfügbaren Digitalisierungsinstrumente einsetzen, die effiziente Gestaltung ihrer Prozesse anpacken und mit ihrer fluiden Kompetenz für Zusammenarbeitsmodelle die attraktivsten Arbeitgeber am Markt sein. Wer dabei sein will, hat jetzt alle Chancen – und muss sie jetzt nutzen.

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„Eine Plattform zur Optimierung der Arbeitgeber- und Arbeitsplatzattraktivität im Interesse des Standorts“

Ingenics war Gastgeber einer Veranstaltung von „Great Place to Work“ und „Initiative Ludwig-Erhard-Preis

"Eine Plattform zur Optimierung der Arbeitgeber- und Arbeitsplatzattraktivität im Interesse des Standorts"

Beim „Unternehmensaustausch“ zu „Arbeitgeberattraktivität als Wettbewerbsfaktor“ bei Ingenics (Bildquelle: Ingenics AG)

(Ulm) – Zahlreiche Arbeitgeber folgten der gemeinsamen Einladung von Ingenics, „Great Place to Work“ und „Initiative Ludwig-Erhard-Preis“ nach Ulm. Beim „Unternehmensaustausch“ über das Thema „Arbeitgeberattraktivität und Qualität als Wettbewerbsfaktor der Zukunft“ am 28. November im Hauptquartier der Ingenics AG standen Fragen zur Arbeitgeber- bzw. Unternehmensattraktivität in Zeiten von Digitalisierung, Social Media und neuer Transparenz im Zusammenhang mit der Wettbewerbsfähigkeit im Mittelpunkt. Manfred Loistl, Vorstand Personal der Ingenics AG, konnte als Gastgeber mehr als 60 Unternehmer begrüßen.

Ihre besonderen Qualitäten als attraktiver Arbeitgeber bekam die Ingenics AG im zu Ende gehenden Jahr vielfach bescheinigt. Im Februar wurde sie beim „Great Place to Work“ Landeswettbewerb in der Kategorie Unternehmen mit 50-500 Mitarbeitern unter die besten Arbeitgeber in Baden-Württemberg gewählt; ausgezeichnet wurden Unternehmen mit einer überzeugenden Unternehmenskultur, die ihren Beschäftigten besonders attraktive Arbeitsbedingungen und herausragende Entwicklungsmöglichkeiten bieten. Ebenfalls im Februar war Ingenics im Wettbewerb „Top Arbeitgeber Mittelstand“ des international tätigen Top Employers Institutes erfolgreich. Zwei Monate später folgte die Auszeichnung als einer der besten deutschen Arbeitgeber im Consulting im Bundeswettbewerb „Great Place to Work“. Im Mai durfte sich Ingenics über eine Top-Platzierung bei der Experten- und Klientenbefragung von brand eins Wissen freuen. Im Juli schließlich wurde die Ingenics AG für ihr EFQM Exzellenzprogramm bei der Verleihung des Ludwig-Erhard-Preises 2017 in der Kategorie „Mittelstand“ berücksichtigt und bekam als erste deutsche Unternehmensberatung das Prädikat Silber im Excellence Index.

Eine derart umfassende Anerkennung weckt natürlich nicht nur das Interesse von Zertifizierern, sondern macht Ingenics auch zum Benchmark für andere Unternehmen, die vergleichbare Ambitionen haben. Dass die Wahl eines ausrichtenden Co-Veranstalters für die gemeinsame Veranstaltung von „Great Place to Work“ und „Initiative Ludwig-Erhard-Preis“ auf Ingenics fiel, ist insofern kein Zufall.

Alles dreht sich um das Thema „Digitalisierung“

Der gemeinsamen Einladung von Ingenics, „Great Place to Work“ und „Initiative Ludwig-Erhard-Preis“ zum „Unternehmensaustausch“ über die Themen „Arbeitgeberattraktivität und Qualität als Wettbewerbsfaktor der Zukunft“ folgten denn auch über 60 Unternehmer. Im Mittelpunkt standen die Fragen
– Wie können Unternehmen im Zeichen von Digitalisierung, Social Media und neuer Transparenz durch eine erfolgreiche Arbeitgebermarke wettbewerbsfähiger werden?
– Wie können Unternehmen im Wandel der Digitalen Transformation eine agile Kultur entwickeln, und wie können sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diesem Weg mitnehmen?
– Wie können Unternehmen durch eine hohe Qualität ihrer Prozesse und Leistungen sowohl die Kundenbindung steigern als auch gezielt ihre Arbeitgeberattraktivität fördern?

Die Gruppe von Experten, die das Programm bestritten, war beeindruckend. Nach der Begrüßung durch Ingenics CEO Prof. Oliver Herkommer folgte der erste Praxisvortrag von Andreas Schubert, Geschäftsführender Gesellschafter von Great Place to Work, zum Thema „Nachhaltige Arbeitgeberattraktivität als Wettbewerbsfaktor in der Digitalisierung – Unternehmensbeispiele aus den Siegern bei ,Deutschlands Beste Arbeitgeber““. Dr. Andre Moll, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Initiative Ludwig-Erhard-Preis, musste zwar krankheitsbeding absagen, an seiner Stelle gab aber Volker David, ehrenamtlicher Lead-Assessor der Initiative Ludwig-Erhard-Preis, Auskunft über „Mitarbeiterorientierte Organisationsentwicklung im agilen Umfeld“.

Tiefe Einblicke aus der Praxis lieferte Manfred Loistl, Vorstand Personal der Ingenics AG, mit seinem Vortrag „Strategie und Umsetzung von Qualität und Arbeitgeberattraktivität bei der Ingenics AG“. Zum abschließenden Expertengespräch über die „Strategien der Zukunft für nachhaltige Arbeitgeberattraktivität und Qualität“ komplettierte Ingrid Marold, Geschäftsführerin Profile bei der SMK Süddeutsche Medien KG, die Expertenrunde.

Nicht nur aus der Sicht des Gastgebers war die Veranstaltung mehr als eine interessante Erfahrung. „Dieses Format war für uns völlig neu, in der Regel wenden sich unsere Veranstaltungen ja an Kunden und Interessenten und haben das Ziel, neue Produkte und Strategien zu präsentieren und zu diskutieren“, sagt Manfred Loistl. „Eine solche Plattform zur Optimierung der Arbeitgeber- und Arbeitsplatzattraktivität muss im Interesse des Standorts liegen. Aus der Idee, Arbeitgeber mit anderen Arbeitgebern über Organisationsentwicklung und insbesondere die Entwicklung einer nachhaltigen attraktiven Arbeitgebermarke diskutieren zu lassen, ist eine wirklich spannende Veranstaltung geworden.“ Zweifellos gewinne das Thema Human Resources weiter an Bedeutung. „Gemeinsam mit dem Thema Digitalisierung entscheidet es heute schon über den Unternehmenserfolg.“

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Ingenics präsentiert sich erfolgreich auf der ersten expoAIR in München

„Diese Messe hat das Potenzial, DIE Zuliefermesse der Luft- und Raumfahrtindustrie mit dem Schwerpunkt Supply Chain and Technology in Süddeutschland zu werden.“

Ingenics präsentiert sich erfolgreich auf der ersten expoAIR in München

Stephan Großfuss, Ingenics Manager Industry (rechts), im Gespräch auf der expoAIR (Bildquelle: Ingenics AG)

(Ulm/München) – Auf der neuen Messe „expoAIR – International Aerospace Supply Chain and Technology“ hat sich die Ingenics AG mit ihrer Luftfahrtkompetenz als globaler Partner für die spezifischen Herausforderungen zum strategischen und detaillierten Prozessdesign bei Fabrik- und Fertigungsgestaltung sowie Logistik- und E2E-Supply Chain Optimierungen präsentiert. Die Gesprächspartner interessierten sich insbesondere für das Modell der integralen Unternehmensentwicklung, das einen Ansatz liefert, um z. B. Veränderungen durch die Digitale Transformation im ganzheitlichen Kontext zu begegnen.

Als neue internationale Fachmesse für innovative Entwicklungs- und Fertigungslösungen in der mittelständischen Zulieferkette der Luft-und Raumfahrtindustrie feierte die expoAIR ihre erfolgreiche Premiere. Die Ingenics AG beteiligte sich als Mitglied des bayerischen Clusters bavAIRia e.V. mit 19 weiteren Clustermitgliedern, die rund 70 Mitarbeiter aufboten, am Gemeinschaftsstand.

Ingenics Aviation-Experte Stephan Großfuss war über die gesamte Messedauer vom 20. bis 22. November 2017 vor Ort und lobt nicht nur die „sehr gute Organisation“ der Veranstalter, sondern auch die Auswahl der Vorträge. „In einer so überschaubaren Branche sind über 60 Aussteller und mehr als 1.000 registrierte Fachbesucher ein guter Start für diese neue Messe“, so Großfuss. „Mindestens ebenso wichtig wie die Ausstellung selbst waren die Fachvorträge und Keynotes von namhaften Vertretern aus Industrie und Forschung, die thematisch von 3D/additiven Fertigungstechnologien bis zum hybrid-elektrischen bzw. elektrischen Fliegen reichten und sehr positiv zum Austausch über Trends, Fertigungstechniken und Fortschritte der Informationstechnologie in der Luft- und Raumfahrt beitrugen.“

Aufgrund des Ratenhochlaufes und neuer Chancen gewinnen Lieferantenqualifizierung und Supply Chain Absicherung an Bedeutung

Wie groß in der Luft- und Raumfahrtindustrie der Bedarf an kosten- und prozessoptimierenden Lösungen ist, weiß man bei Ingenics auch schon aus der Erfahrung vieler Beratungsprojekte in der Branche. „Aufgrund des Ratenhochlaufes spezifischer Programme und neuer Chancen einzelner Lieferanten, sich in der Lieferkette zu etablieren, spielt die Lieferantenqualifizierung und Supply Chain Absicherung neben der Fertigungsoptimierung eine immer wichtigere Rolle“, sagt Stephan Großfuss – und weist auch auf die zunehmende Bedeutung von Trends und neuen Technologien wie der additiven Fertigung (3D-Druck) mit ihren Einsparpotenzialen bei Gewicht, Durchlaufzeit und Kosten hin.

So sieht man bei Ingenics die expoAIR als weitere gute Chance, sich als Partner mit überragender Expertise für die luftfahrtspezifischen Herausforderungen des strategischen Prozessdesigns sowie für alle Aspekte der Fabrik- und Fertigungsgestaltung, der Logistik und des E2E Supply Chain Managements zu profilieren. „Wir erarbeiten mit unseren Kunden die Analyse und Konzeption partnerschaftlich, geleiten sie mithilfe von Coaching und Change Management durch das jeweilige Digitalisierungsvorhaben, übernehmen die Projektimplementierung bis zum erfolgreichen Projektabschluss und sorgen für die nachhaltige Absicherung der erreichten Optimierungsziele“, erklärt Stephan Großfuss.

Intralogistics Cockpit 4.0 bietet alle Vorteile eines Werkzeugs zur Überwachung, Analyse und Steuerung von Logistikprozessen

Die Kontakte sowohl zu großen europäischen OEMs als auch zu Vertretern des Mittelstands seien sehr vielversprechend gewesen; es gebe konkretes Interesse an Projekten zu den Themen Fertigungsoptimierung, Supply Chain Excellence und zur werksinternen Logistik. „Mit dem Intralogistics Cockpit 4.0, das als modular aufgebautes Visualisierungs- und Steuerungs-Tool den Kunden alle Vorteile eines anwenderorientierten Werkzeugs zur Überwachung, Analyse und Steuerung von Intralogistikprozessen bietet, ist Ingenics bei den Besuchern auf offene Ohren gestoßen“, so Großfuss. Dass sich bei einer Messepremiere der Ansturm von Ausstellern und Besuchern aus dem überseeischen Ausland in Grenzen halten würde, sei zu erwarten gewesen. Dass aber neben den wichtigen mittelständischen Unternehmen aus Bayern, Baden-Württemberg, Österreich und der Schweiz auch ein großer regionaler OEM als Aussteller dabei war und weitere wichtige OEMs als Besucher erschienen, sieht er als sehr deutliches Interesse und Bekenntnis zu der Notwendigkeit einer solchen Messe in Süddeutschland. „Für uns und die anderen Aussteller, mit denen ich sprechen konnte, hat diese Messe das Potenzial, DIE Zuliefermesse der Luft- und Raumfahrtindustrie mit dem Schwerpunkt Supply Chain and Technology in Süddeutschland zu werden.“

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Ingenics ist eine internationale Beratung für Produktion, Logistik, Organisation und Digitalisierung mit weltweiten Standorten und mehr als 35 Jahren Erfahrung am Markt. Der Fokus liegt auf den Feldern Managementberatung, Fabrikplanung, Logistikplanung und Effizienzsteigerung.
Als eines der ersten Consultingunternehmen hat sich Ingenics eine dezidierte Industrie 4.0-Expertise erarbeitet und in Kooperation mit renommierten Forschungseinrichtungen zukunftsweisende Lösungen für Industrie 4.0-Anwendungen in der Wirtschaft entwickelt.

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„Konkrete Handlungsanleitungen aus der Zukunftswerkstatt“

17. Ulmer Gespräche der Ingenics AG zu „Arbeitsorganisation 4.0“

"Konkrete Handlungsanleitungen aus der Zukunftswerkstatt"

Dr. Jens Nitsche, Ingenics Partner und Leiter R + D (Bildquelle: Ingenics AG)

(Ulm) – Der Umzug der Ulmer Gespräche der Ingenics AG hat sich gelohnt. Im Congress Centrum Ulm genossen am 28. September 2017 rund 250 Gäste sowie zahlreiche Ingenics Mitarbeiter die hochkarätige Veranstaltung zum Thema „Arbeitsorganisation 4.0 – Digitalisierung als Wertschöpfungspotenzial“ mit Vorträgen und Diskussionen, angeregten Unterhaltungen und einer erweiterten Partnerausstellung in einem entspannten Rahmen. Die Redebeiträge beleuchteten unterschiedlichste Aspekte der Zukunft der Produktionsarbeit.

Ingenics CEO Prof. Oliver Herkommer konnte die Bühne in der Gewissheit betreten, dass das neue Format der Ulmer Gespräche, die 2017 bereits ihre 17. Auflage erlebten, gut ankommen würde. Das Congress Centrum Ulm bot den 250 Entscheidern aus großen und kleinen Industrieunternehmen verschiedenster Branchen genügend Raum für Vorträge, Rahmenprogramm und intensiven Meinungsaustausch – untereinander und mit den zahlreich anwesenden Ingenics Mitarbeitern.

Es geht nicht darum, dass sich etwas verändern wird, sondern wie Unternehmen den Veränderungsprozess positiv managen

Im Interview mit Moderatorin Stefanie Anhalt (SWR 1) wurde zunächst der thematische Schwerpunkt – Industrie 4.0 und die Folgen für die Arbeitswelt – abgesteckt. Da sich Ingenics seit mehreren Jahren mit dem Thema Industrie 4.0 beschäftigt, das auch schon in den vergangenen drei Jahren die Agenda der Ulmer Gespräche bestimmt hatte, war es nur konsequent, nun die Auswirkungen auf die Arbeitsorganisation in den Fokus zu stellen und Visionen für die Arbeit der Zukunft zu entwickeln. Prof. Herkommer konnte darauf verweisen, dass Ingenics in über 5.000 Projekten bei unterschiedlichsten Herausforderungen eine umfassende Expertise für die Generierung unternehmerischen Erfolgs erarbeitet hat und alle Voraussetzungen dafür erfüllt, zu dieser Art „Zukunftswerkstatt“ einzuladen.

Dass er die Schwerpunkte auf Produktion, Logistik, Organisation und Digitalisierung legt, ist die logische Konsequenz aus den Geschäftsfeldern des Beratungsunternehmens. „Unser Know-how ist durchweg erfahrungsbasiert, was unsere Kunden aus der Automobil-, Luft- und Raumfahrt-, Chemischen und Pharmaindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau sowie aus Verwaltungen gleichermaßen schätzen“, so Prof. Herkommer. „Unser übergeordnetes Ziel ist es jeweils, einen nachhaltigen Unternehmenserfolg sicherzustellen.“

Bei allen Projekten gehe es über eine klare Analyse der Prozesse und Strukturen um die enge Einbindung aller handelnden und betroffenen Personen. „Bei Prozessänderungen, Changes, spielt der Mensch bei uns die zentrale Rolle, auch wenn es um Digitalisierung geht.“ Deshalb habe man auch bei der Beschäftigung mit der Arbeitsorganisation 4.0 von Anfang an konsequent auf wissenschaftliche Begleitung durch Institute der Fraunhofer Gesellschaft gesetzt, die sich mit diesen Themen beschäftigen. „Es geht nicht darum, zu sagen, dass sich hier etwas verändern wird, sondern darum, wie die Unternehmen den Veränderungsprozess erkennen, verstehen und für sich positiv managen können,“ so Prof. Herkommer. Leider sei bei den Verantwortlichen vieler Unternehmen die Problematik der sich verändernden Arbeitsorganisation durch das Fortschreiten der Digitalisierung noch nicht angekommen. „So werden Entwicklungen in Unternehmen und Organisationen antizipiert und wir geben konkrete Handlungsanleitungen, wie man sich auf diese Entwicklungen einstellen muss, um erfolgreicher zu werden.“

Versöhnung von Mensch und Maschine

Als erster Referent sprach der Zukunftsforscher Dr. Daniel Dettling, Gründer und Geschäftsführer von re:publik, Institut für Zukunftspolitik in Frankfurt am Main und Wien über das „Ende der Arbeit“. Seine nicht ganz überraschende These: Nicht die Arbeit endet, sondern die Form der Arbeit verändert sich. Und vor diesem Hintergrund muss sich u. a. die Berufsausbildung verändern. „Hierarchische Großorganisationen, in denen immer top-down entschieden wurde, werden sich wandeln müssen“, so Dr. Dettling. Er empfiehlt zur Orientierung, sich mit dem Arbeiten bei Start-ups oder in „Co-Working Spaces“ zu beschäftigen. „Große Unternehmen müssen disrupieren, also sich selbst radikal infrage stellen können, um neue Freiräume zu schaffen, jede erfolgreiche Organisation muss künftig klein und zugleich groß sein können.“

Was z. B. künstliche Intelligenz betrifft, rät er zu Geduld: „Wir werden KI in vielen Varianten erleben, aber bis wir eine wirklich professionelle Intelligenz haben, dauert es noch. Vorläufig werden Roboter Menschen nicht überlegen sein, weil sie noch nicht zu Empathie, Schmerz und Emotionen fähig sind.“ Spätere Generationen von „Robotic Natives“ würden aber voraussichtlich die „Versöhnung von Mensch und Maschine“ erleben.

Arbeit 4.0 findet an variablen Orten zu variablen Zeiten in veränderlichen Arbeitsstrukturen statt. Experimentieren erlaubt!

Als zweiter Referent schlug Prof. Dr.-Ing. Sascha Stowasser, Arbeitswissenschaftler und Direktor des Düsseldorfer Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft ifaa, eines u. a. von den Arbeitgebern geförderten Think Tanks, vor, die Digitalisierung als einen von mehreren Faktoren zu betrachten, die den Wandel der Arbeitswelt treiben. Weitere Faktoren seien z. B. Strategieorientierung und Globalisierung.

So sieht Prof. Stowasser die Digitalisierung als „viele Jahre dauernde, nicht umkehrbare Weiterentwicklung gegenwärtiger Systeme und Geschäftsmodelle“, wobei er keinen Anhaltspunkt für die Entstehung von Massenarbeitslosigkeit sieht. Der These „Fortschritt macht arbeitslos“, wie sie in einer Spiegel-Titelgeschichte schon 1978 prognostiziert worden war, kann er nichts abgewinnen. Gerade durch die zunehmende Variantenvielfalt „wird der Mensch noch gebraucht“, ist Prof. Stowasser überzeugt. Die Beispiele von hocheffizienten „kleinen digitalen Fabriken“ (Local Motors, USA; Wittenstein, Stuttgart; adidas speedfactory, Ansbach) sind beeindruckend und zeigen, welche Bedeutung die Flexibilität als „zentrales Moment der Digitalisierung“ hat. „Die Lösungen sind so unterschiedlich wie die Unternehmen selbst, wir müssen neue Führungsrollen entwickeln und dabei mehr führen als steuern, Beschäftigten mehr Kompetenzen zubilligen und akzeptieren, dass Arbeit 4.0 an variablen Orten zu variablen Zeiten in veränderlichen Arbeitsstrukturen stattfindet.“

Deshalb sei Industrie 4.0 auch die konsequente Weiterentwicklung des Lean Managements; welchen Reifegrad man jeweils vorfinde, bestimme letztlich die Digitalisierungsfunktion. „Flexibles Arbeiten in der digitalen Arbeitswelt 4.0 benötigt eine Unternehmensstrategie, klare Strukturen, verbindliche Regeln, eine technisierte Infrastruktur, neue Kompetenzen für Führungskräfte und Beschäftigte, eine alles umfassende Unternehmenskultur“, fasst Prof. Stowasser zusammen und fordert: „Experimentieren muss erlaubt sein, Schulen müssen sich radikal verändern, Industrie 4.0 ist vor allem Komplexitätsbewältigung, die Geschäftsmodelle müssen neu definiert werden.“

Erst die Kombination von „Lean“ und Digitalisierung führt zu mehr Operational Excellence

Womit sich Ingenics täglich beschäftigt, vermittelte der viel beachtete Vortrag von Dr. Jens Nitsche, Ingenics Partner und Leiter R + D, „Wie Arbeit 4.0 in der Praxis zum Erfolgsfaktor wird – MyCPS, Industrial Engineering und der Ingenics Ansatz der integralen Unternehmensentwicklung.“ Auch er ließ es sich nicht nehmen, darauf hinzuweisen, dass die Digitalisierung, die Prozesse optimieren und effizienter gestalten soll, eine umfassende Lean-Strategie nicht ersetzen kann, sondern auf einer solchen aufsetzen muss: „Erst die Kombination führt sicher zu mehr Operational Excellence“, stellte er klar. „Sie als Führungskraft treiben den Wandel, nur eine Technologie einzuführen ist nicht die Lösung, das nutzt nur, wenn ich das Ganze im Blick habe, wenn eine Strategie und das Bewusstsein für die Digitalisierung im Unternehmen vorhanden sind.“ Wenn Dr. Nitsche postuliert, der Mensch müsse im Fokus stehen, ist das Ausdruck der Überzeugung, dass die „Zukunft weder Zufall noch Schicksal ist, sondern von innovativen und veränderungsbereiten Menschen gestaltet“ wird. Nicht alles was technisch machbar sei, müsse wirtschaftlich sinnvoll sein. Menschzentrierung in der Industrie 4.0 könne immer auch die Entscheidung für den Menschen und gegen einen möglichen Automatisierungsschritt bedeuten. „Das muss kein Widerspruch sein, in der Praxis steht die Wettbewerbsfähigkeit im Fokus.“

Dr. Nitsches Erkenntnisse beruhen nicht zuletzt auf der Beteiligung am Förderprojekt „Migrationsunterstützung für die Umsetzung menschzentrierter Cyber-Physical Systems (MyCPS)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), in dem er Ingenics vertritt. In diesem Rahmen wurden 383 Industrie-4.0-Anwendungsfälle ausgewertet, wobei der „Menschbezug“ im Fokus stand. Effizienzsteigerung, Komplexitätsbewältigung und mehr Flexibilität seien nicht nur in der Produktionsarbeit, sondern auch in administrativen Bereichen anzuraten, so Dr. Nitsche. Interessant sei, dass selbst da, wo der Mensch bezüglich der Zielstellung nicht im Fokus stehe, der Nutzen von Industrie 4.0 nachweisbar sei. „Und zwar auch der Nutzen für den Menschen, z. B. im Zuge einer Verbesserung der OEE (Overall Equipment Effectiveness; Gesamtanlageneffektivität) und bei der Ergonomie“, sagt Dr. Nitsche. „Aber ein Arbeitsplatzentfall kann stattfinden, auch wenn er vielleicht mittelfristig durch neue Jobs ausgeglichen wird.“ Die Technik treibe die Veränderungen auch in der Arbeitsorganisation oft schneller voran als erwartet. „Durch Verschiebung von Rollen und Inhalten entfallen Arbeitsplätze, während andere entstehen, mit diesem Thema müssen wir uns ehrlich auseinandersetzen.“

Als Beispiele für signifikante Veränderungen der Arbeitsorganisation nannte Dr. Nitsche App-gesteuerte „Schicht-Doodles“, mit deren Hilfe Mitarbeiter selbständig den Personaleinsatz organisieren, digitale Fertigungspapiere über iPad, den Einsatz von Produktionscockpits für das digitale Shopfloor Management auf der Basis von Echtzeitinformationen und selbststeuernde Systeme, z. B. in der Schwarmmontage. „Alle Beispiele zeigen, dass die Technik massiven Einfluss auf die Arbeitsgestaltung hat und aktiv gestaltet werden muss, um positiv zu wirken.“

Das Anstoßen des Veränderungsprozesses ist Chefsache

Eine weitere Erkenntnis ist, dass die Digitalisierung nicht aus der Technik heraus zum Erfolg führen kann, sondern „ein Thema ist, das über die Führung massiv gesteuert werden muss.“ Das Anstoßen des konsequenten Veränderungsprozesses sei eindeutig Chefsache. Ebenso wichtig sei dann allerdings die Einbindung der Beteiligten, wobei die Elemente zur erfolgreichen Mitarbeiterpartizipation im Sinne des Ingenics Rollenmodells zu beachten seien. Im Sinnes des im Rahmen von MyCPS erarbeiteten Beteiligungsmodells müsse man sich klarmachen, welche Veränderung man anstoße und wie man die Mitarbeiter am Veränderungsprozess partizipieren lasse. Für die konkrete Bearbeitung stellte Dr. Nitsche ein Fünf-Säulen-Modell für die Realisierung von integrierten Mensch-Technologie-Projekten vor:
-„Strategy“ für die Willensbildung im Top-Management und die Formulierung der Strategie (mit Quick Check Zukunftsfähigkeit)
-„Attractivity“ zur Sicherstellung der Produkt- und Serviceattraktivität (mit Quick Check Product Attractivity)
-„Agility“ zur Sicherstellung der Agilität bei Arbeitsteilung und Aufgabenerledigung (mit Quick Check Organization Agility)
-„Digitality“ zur Digitalisierung der Arbeitsteilung und der Aufgabenerledigung (mit Quick Check Corporate Digitality)
-„Personality“ zur Entwicklung der Persönlichkeit von Fach- und Führungskräften (mit Quick Check Leaders Personality).

„Arbeit 4.0 erfordert eine Neubewertung der Rollen über alle Funktionen“, fasste Dr. Nitsche zusammen. „Wir müssen an erster Stelle das Thema Führung in den Blick nehmen, denn der Kopf geht der Bewegung voraus, setzt die Impulse und gestaltet die Rahmenbedingungen sowie die Kultur für die Veränderung. Deshalb sind Digitalisierung und Industrie 4.0 Chefsache. Die Einführung von Soft- und Hardware bringt uns nicht weiter, wenn wir nicht auf den Menschen eingehen; der Veränderungsbedarf und die erforderlichen Maßnahmen lassen sich aus einem strukturiertes Rollenmodell ableiten, die frühzeitige Einbindung von Mitarbeitern und Interessenvertretern sind unverzichtbar.“

„Enabler der Digitalisierung“ lädt zum Innovation Circle nach München ein

Nach dem mit viel Beifall bedachten Vortrag von Dr. Nitsche übernahm es Ingenics Vertriebsvorstand Andreas Hoberg, die Höhepunkte der Veranstaltung zusammenzufassen, den Beteiligten für inspirierende Vorträge und angeregte Gespräche zu danken. Mit der Conclusio „Ingenics versteht sich als Enabler der Digitalisierung, wir sehen in ihr deutlich mehr Chancen als Risiken, vor allen Dingen aber Notwendigkeiten, die vielen Unternehmen immer noch nicht klar sind“ sowie den Erkenntnissen: „Lean wird nicht abgelöst, sondern in die neue digitale Welt überführt“ und: „Flexibilität herzustellen, sicherzustellen und zu managen, auch in Bezug auf neue Arbeitsmodelle, ist jetzt eine zentrale Aufgabe“ präsentierte sich Andreas Hoberg einmal mehr als Freund klarer Worte. Ehe er die Gäste ins abschließende „Get-together“ entließ, versäumte er nicht, zur nächsten Ingenics Veranstaltung – im kleineren Format mit Workshop-Komponente – einzuladen: dem Innovation Circle am 9. November 2017 in München mit dem Psychologen und Inhaber des Lehrstuhls für Human Resources Management der Fakultät Wirtschaft an der Hochschule Furtwangen, Prof. Dr. Armin Trost.

In den Pausen sowie nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung bot eine kleine Ausstellung den Besuchern Gelegenheit, sich über die Angebote wichtiger Ingenics Partner zu informieren. Vertreten waren: ACP IT (München u. a.), artiso Software (Blaustein), Bossard Fachseminare (Illerrieden u. a.), Conclurer Software (Heidenheim), Elabo Software (Crailsheim), immersight Virtual Showroom (Ulm), iTiZZiMO Datenbrillen für Augmented Reality (Würzburg), Loriot IT-Lösungen (Thalwil).

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„Technologieunternehmen in Deutschland brauchen sich nicht zu verstecken“

Ingenics CEO besucht Start-up-Hotspots Silicon Valley und Tel Aviv

"Technologieunternehmen in Deutschland brauchen sich nicht zu verstecken"

Prof. Oliver Herkommer, CEO der Ingenics AG (Bildquelle: Ingenics AG)

(Ulm) – Deutsche Technologieunternehmen brauchen sich vor internationalen Start-up-Hotspots wie dem Silicon Valley oder Tel Aviv nicht zu verstecken. Zu dieser Erkenntnis ist Prof. Oliver Herkommer, CEO der Ingenics AG, auf seinen jüngsten Reisen nach Kalifornien und Israel gelangt. Deutsche Unternehmen lägen bei der Anwendung von digitalen Lösungen in der Industrie vorne und auch die Start-up-Kultur sei auf einem guten Weg, obwohl die Venture-Capital-Geber noch immer vergleichsweise zurückhaltend seien.

Der boomende Technologiestandort Tel Aviv – die Region zwischen Tel Aviv und Jerusalem wird gelegentlich auch schon „Silicon Wadi“ genannt – habe zwar erst mit dem iPhone seine heutige Dynamik zu entwickeln begonnen, sagt Ingenics CEO Prof. Oliver Herkommer. Durch Technologien, die auf der Forschung von Militär und Geheimdiensten aufsetzten, sei aber eine breite Basis da gewesen. „In dem vergleichsweise isolierten Land konnten höchst erfahrene Softwareexperten das iPhone nutzen, um eine zweite technologische Innovationsphase zu zünden.“ Trotz des Fehlens einer nennenswerten Investitionsgüterindustrie habe Israel, das seit vielen Jahren auf die Wissensgesellschaft gesetzt habe, die Chance genutzt, durch App- und Cloud-Entwicklung exportierbare Produkte für den Weltmarkt zu schaffen.

Mehr Unterschiede als Gemeinsamkeiten

Während also der Hightech- und Start-up-Standort Tel Aviv erst seit einem Jahrzehnt international relevante Produkte jenseits des Militärischen entwickelt, ist im kalifornischen Silicon Valley die erste Gründergeneration – Apple wurde 1976 gegründet, Hewlett-Packard sogar schon 1939 – längst abgetreten.

An beiden Standorten gibt es viele gut ausgebildeten Menschen jeden Alters, die die nahegelegenen Universitäten – Tel Aviv und Stanford – in großer Zahl hervorbringen. Dennoch gibt es große Unterschiede:

Gründer in Israel haben außer ihrem Studium mindestens ihren Grundwehrdienst, oft eine längere Dienstzeit absolviert, sind zum Zeitpunkt der Entscheidung etwa 30 Jahre alt und haben nicht selten schon Familien gegründet. Unter diesen Umständen bleibt wenig Spielraum für allzu riskante Unternehmungen, sodass eher markt- und bedarfsorientierte Innovationen im Mittelpunkt stehen, von denen sich viele an andere Unternehmen wenden. Von ihren militärischen Erfahrungen profitieren spätere Gründer insofern, als der obligatorische Eignungstest eine für das ganze Leben relevante Analyse spezifischer Fähigkeiten liefert. Die Protagonisten der Start-up-Szene bringen oft erhebliches IT-Know-how – beispielsweise aus dem Drohnenprogramm – mit und wissen es zu nutzen.

Beim Risikokapital, das ins Silicon Valley fließt, gibt es beispiellose Streuverluste

Natürlich wollen auch amerikanische Gründer Geld verdienen. Aber weil die Hochschulabsolventen viel jünger und in der Regel zunächst ungebunden sind, sind sie häufig bereit, auch für wenig Geld in den legendären „Garagenfirmen“ an Projekten zu arbeiten, die zwar fast immer den Endkonsumenten im Blick haben, aber in vielen Fällen erfolglos bleiben. Unter diesen Umständen – und weil im Silicon Valley kein Mangel an Risikokapital herrscht – gilt Scheitern weniger als Makel, denn als Voraussetzung für späteren Erfolg. „Ich habe einen Gründer getroffen, der sich als Internet-of-things-Start-up bezeichnete und ohne Mühe 20 Mio. USD bekommen hatte, obwohl er nur die noch wenig konkrete Idee verfolgte, auf dem Weg vom CAD-Entwurf zur Fertigung den Prototypenbau einzusparen. Damit beschäftigen sich deutsche Maschinenbauer und Softwarehersteller seit Jahrzehnten, jeder zweite Mittelständler in Oberschwaben kann das wesentlich besser“, sagt Prof. Herkommer. „Wir haben einen solideren technischen Background, und was beispielsweise die Trumpf-Tochter Axoon oder Siemens mit der Digitalen Fabrik machen, ist nachhaltiger und kraftvoller.“ Bei den weltweit beispiellosen Summen Risikokapital, die ins Silicon Valley fließen, gebe es ebenso beispiellose Streuverluste.

Zum Know-how aus militärischen Entwicklungen, das in Tel Aviv in die Privatwirtschaft transferiert wird, um Wirtschaftswachstum zu generieren, gehören Themen wie das autonome Fahren. Die israelischen Lidar-Lösungen – eine dem Radar verwandte Methode zur optischen Abstands- und Geschwindigkeitsmessung – sind ein faszinierendes Beispiel. „Das spricht sich herum, deshalb sind in Tel Aviv heute alle wichtigen internationalen Technologie-Konzerne vertreten, weshalb auch das Lohnniveau zuletzt stark gestiegen ist“, so Prof. Herkommer.

Im Silicon Valley spielen, selbst wenn die eine oder andere Start-up-Technologie auch militärisch von Interesse ist, strategische Aspekte eher eine nachgeordnete Rolle. Ein gutes Beispiel ist eine kleine Firma, die durch die Auswertung von Satellitenbildern beurteilen kann, wie voll die Ölläger sind – und die Ölreserven anderer Länder sind gewiss auch für Militärs interessant. Generell spielt der Patriotismus in den USA eine weniger wichtige Rolle, als in Israel, wo der Kampf ums Überleben immer präsent ist.

„Wenn wir hier die Verdichtung anschauen, haben wir ganz sicher die Nase vorn“

„Für mich ist es sehr interessant, zu wissen, welche Rolle die Digitalisierung in den Brennpunkten der Entwicklung spielt und was das für unser Geschäftsmodell bedeuten kann“, erklärt Prof. Herkommer, warum solche Informationsreisen für ihn unverzichtbar sind. „Ich will die Strategien und Ergebnisse sehen, um zu verstehen, was man hier unternehmen kann, um die Innovationskultur voranzutreiben.“ Für sein Unternehmen sieht er die größte Herausforderung darin, immer wieder neue Fachleute zu rekrutieren, um Aufgaben wie Big-Data-Analysen zu bewältigen, die seine Kunden in zunehmendem Maße an sein Haus vergeben. „Aber auch im Silicon Valley ist der Wettbewerb um die Fachkräfte so hoch, dass inzwischen alle bedeutenden Unternehmen Dependancen in San Francisco aufmachen, um Talente bei Laune zu halten, die keine Lust haben, in einem Unternehmen mit zehntausenden von Mitarbeitern 40 Meilen außerhalb der Stadt zu arbeiten.“

Die Erlebnisse in Tel Aviv und Kalifornien haben Prof. Herkommer in seiner Meinung bestärkt, dass sich deutsche Start-up-Zentren nicht zu verstecken brauchen. „Die Deutschen sind, vor allem was Fertigungs- oder Produktionstechnik und den Maschinenbau anbelangt, nachhaltig unterwegs und werden sich nicht die Butter vom Brot nehmen lassen. Ich sehe hier auch reichlich Potenzial für die Zukunft.“ Standford biete einen technologischen Background, der in den USA seinesgleichen suche, sei aber trotzdem nicht zu vergleichen mit der Universität Stuttgart, die heute eine technische Hochschule mit weltweiter Ausstrahlung sei. „Auch die Universität München muss den Vergleich nicht scheuen. Wenn wir hier die ganze Verdichtung anschauen, haben wir ganz sicher die Nase vorn.“

Die in den vergangenen Jahren entstandene deutsche Start-up-Kultur macht Prof. Herkommer sogar große Hoffnung. „In Berlin, München, Hamburg, Stuttgart und sogar in Ulm gibt es sehr interessante Entwicklungen, Berlin hat vielleicht sogar das Potenzial, an Attraktivität mit dem Silicon Valley gleichzuziehen. Bei den Rahmenbedingungen und beim Risikokapital haben wir aber noch immer erheblichen Nachholbedarf.“

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„Wir brauchen jetzt den Mut, neue Konzepte kompromisslos umzusetzen“

Statement des Vertriebsvorstands der Ingenics AG Andreas Hoberg zur Einordnung der IAA 2017

"Wir brauchen jetzt den Mut, neue Konzepte kompromisslos umzusetzen"

Andreas Hoberg, Vertriebsvorstand der Ingenics AG (Bildquelle: Ingenics AG)

Die 67. IAA 2017 steht unter dem Motto „Zukunft erleben“. Die Entwicklung der Aussteller- und Besucherzahlen kann damit nicht gemeint sein, denn mit 994 Ausstellern meldeten sich rund 100 weniger an, als zwei Jahre zuvor. Das Fehlen von Tesla macht den Innovationsführer zum heimlichen Star dieser Messe. Denn was die anwesenden Hersteller im Bereich Elektroantrieb zu bieten haben, geht nur in wenigen Fällen über Modellstudien hinaus. Nun müssen die 40 Milliarden Euro, die sie bis 2020 in alternative Antriebe investieren wollen, klug eingesetzt werden.

Ingenics ist seit über 30 Jahren mit der Automobilindustrie verflochten. Wir haben neue Produktionsstätten im Ausland konzipiert, bestehende Fabriken „lean“ gemacht, „Lean Logistics“ implementiert – und haben heute mehr zu tun denn je. Was allerdings nicht immer einfach ist, da es – aus der Innensicht – weniger überzeugende Umsetzungsszenarien für den Wandel gibt, als es von außen den Anschein hat.

Wieder einmal könnte eine IAA einen Wendepunkt markieren. Ich halte es für sehr gut möglich, dass wir uns an die IAA Pkw 2017 einmal genau so erinnern werden. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Premiumhersteller in zwei Jahren noch einmal ihre schwersten Verbrenner-Modelle mit schlechten Energieeffizienzgraden in der ersten Reihe präsentieren, als habe sich die Welt nicht weitergedreht. Man sollte die Bedeutung der IAA als Konjunkturbarometer nicht unterschätzen: 1931 läutete die 22. IAA den Aufschwung nach der Weltwirtschaftskrise ein, die 35. IAA bedeutete 1951 den Abschied von Berlin am Beginn des westdeutschen Wirtschaftswunders und die IAA Nutzfahrzeug 2010 markierte die Wende nach dem verheerenden Krisenjahr 2009.

Das Interesse an der E-Mobility in der Bevölkerung wächst. Eine gefühlte Vertrauenskrise gegenüber vielen Herstellern schafft den Nährboden nicht nur für eine massive politische Willensbildung, sondern auch für die richtungsweisende Kompromisslosigkeit einer Gründerzeit. Jetzt entscheiden die „Industriekapitäne“ des 21. Jahrhunderts: „hopp oder top“.

Was sind nun die Leitfragen? Wir gehen davon aus, dass sie um die flexible Fabrik der Zukunft kreisen. Welche Varianten integrieren wir? Mit welchen Produkten wollen wir morgen auf welchen Märkten bestehen? Nachdem wir in den 1990er und 2000er Jahren die Effizienz im Ganzen in den Fokus genommen haben, folgt nun die Frage nach einer speziellen flexiblen Effizienz, die in den digitalisierten Autofabriken eine ganze neue Bedeutung gewinnen wird. Ingenics wird alle Erfahrungen, strategisches wie technisches Know-how aufbieten, um als „Enabler“ die richtigen Weichenstellungen zu unterstützen.

Was mir in Frankfurt besonders aufgefallen ist: Viele Besucher finden die Ideen von kleineren Zulieferern und Dienstleistern rund um die Mobilität besonders interessant. Während Branchenprimus Bosch die langfristige „friedliche“ Koexistenz von (zunehmend emissionsarmen) Elektro- und Verbrennungsmotoren beschwört, verzichten Unternehmen, die nicht zum Heer der klassischen Automobilzulieferer gehören, konsequent auf Bekenntnisse zu Technologien aus der Vergangenheit. Es sind die Aussteller der „New Mobility World“ in Halle 3.1, die mit Begriffen und Slogans wie „Urban Mobility“, „Connectivity“, „Mobilität 4.0 – elektrisch, vernetzt, automatisiert“ oder „Elevating a connected life“ aufzeigen, wohin der Trip geht. Für die IAA dürfte es die Reise von der Automobil-Show zur Mobilitätsmesse sein.

Auch für uns ist es eine existenzielle Frage, ob die Branche aus ihren Fehlern lernen und die richtigen Konsequenzen ziehen wird. Ich bin da sehr optimistisch und überzeugt davon, dass gerade die deutsche Automobilindustrie auch diesen Wandel bewältigen wird. Die Phase der Verunsicherung geht spürbar zu Ende, wir erleben es im Rahmen unserer Beratungsmandate zunehmend, dass die Bereitschaft zur kompromisslosen Veränderung an die Stelle der Unsicherheit tritt. Die Innovationskraft ist da – spätestens zur nächsten IAA Pkw werden wir den Mentalitätswechsel vollzogen haben, der die Voraussetzung für den Technologiewechsel ist.

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