Tag Archives: ISO 45001

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In der Führungsrolle beim Arbeits- und Gesundheitsschutz

In der Führungsrolle beim Arbeits- und Gesundheitsschutz

Martin Cottam – Group Technical Assurance & Quality Director
Lloyd’s Register

Nach Ihrer Ernennung durch das Sekretariat des ISO/TC 283 zum Vorsitzenden des technischen Komitees für den Zeitraum von 2018 bis 2023 möchten wir mit Ihnen über Ihre neue Rolle sowie Ihre Ansichten und Erwartungen für die kommenden fünf Jahre sprechen.

Frage: Was ist die Aufgabe des ISO/TC 283 und wofür ist das technische Komitee genau zuständig?

MC: Hierbei handelt es sich um das neu eingeführte technische Komitee der ISO für das Management von Arbeits- und Gesundheitsschutz (A&GS), das nach einer Abstimmung der nationalen Normungsorganisationen ins Leben gerufen wurde. Anlass dafür war die Veröffentlichung der Norm ISO 45001 zu Beginn dieses Jahres und die damit einhergehende Auflösung des ISO-Projektkomitees, das für die Erstellung dieser Norm verantwortlich zeichnet. Das neue Komitee ist für die Pflege und Überarbeitung der Norm ISO 45001 zuständig und stellt bei Nachfragen Interpretationen und Erläuterungen zur Norm bereit.

Zusätzlich beschäftigt sich das Komitee mit der Entwicklung neuer A&GS-Normen, die nationalen Normungsorganisationen zur Prüfung und Genehmigung vorgelegt werden, sowie mit der Erstellung von weiteren Leitlinien im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz.

Frage: Welche Erwartungen haben Sie für die kommenden fünf Jahre als Vorsitzender des Komitees?

MC: Ich freue mich auf eine aller Voraussicht nach arbeitsreiche Zeit für das Komitee. Höchste Priorität hat für uns momentan die Einigung über das Arbeitsprogramm für die nächsten Jahre. Darüber wird auf unserer ersten Sitzung entschieden, die im September an der Coventry University in Großbritannien stattfindet. Wir werden einen strategischen Geschäftsplan für die Prüfung und Genehmigung durch die ISO erstellen.

Momentan kann ich zwar noch nicht sagen, welche Punkte das Arbeitsprogramm genau umfassen wird, aber eine wichtige Aufgabe wird sein, die internationale Übernahme der Norm ISO 45001 zu überwachen und zu unterstützen und uns eine Vorstellung davon zu verschaffen, wie sie sich auf die Leistung im Arbeits- und Gesundheitsschutz auswirkt.

Wie Sie wissen, besteht weltweit noch ein großer Verbesserungsbedarf im Hinblick auf die Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz und es ist uns ein Anliegen sicherzustellen, dass die Norm ISO 45001 einen Beitrag dazu leistet. Wir möchten, dass diese Norm noch besser und umfassender angenommen wird als ihre Vorläufer, unter anderem die bekannte Norm OHSAS 18001.

Das bedeutet insbesondere, dass wir versuchen müssen, eine bessere Übernahme bei Kleinst-, kleinen und mittelständischen Unternehmen zu erreichen. Diese machen einen großen Anteil der Weltwirtschaft aus und verfügen intern meist nur in eingeschränktem Maß über A- und GS-Expertise. Außerdem gibt es für uns einige neue Agenda-Punkte. Wahrscheinlich werden wir uns als Erstes mit der Erarbeitung eines Handbuchs befassen, das Organisationen bei der Umsetzung der Norm ISO 45001 hilft. Außerdem steht eine Leitfaden-Norm zur psychischen Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit auf dem Plan.

Mit der Norm ISO 45001 soll verdeutlicht werden, dass es beim Arbeits- und; Gesundheitsschutz nicht nur darum geht, gesetzliche Auflagen zu erfüllen. Wenn das A- undGS-Management gut in die Organisation integriert ist, fördert es die Geschäftstätigkeit und stellt einen Aktivposten für Unternehmen dar, dessen Nutzen die Kosten mehr als aufwiegt.

Frage: Wie wird sich der Markt aufgrund der Einführung der Norm ISO 45001 Ihrer Ansicht nach verändern?

MC: Wir hoffen, dass die Veröffentlichung der Norm ISO 45001 mehr Organisationen dazu veranlassen wird, das A- und GS-Management als Schlüsselfaktor anzuerkennen, der ein ebenso hohes Maß an Führung und den gleichen strukturierten Ansatz erfordert wie andere Unternehmensaspekte. Wir hoffen auch, dass die Norm ISO 45001 dazu beiträgt zu verdeutlichen, dass es beim Arbeits- und Gesundheitsschutz nicht nur darum geht, gesetzliche Auflagen zu erfüllen. Wenn das A- und GS-Management gut in das Management der Organisation integriert ist, fördert es die Geschäftstätigkeit und stellt einen Aktivposten für ein Unternehmen dar, dessen Nutzen die Kosten mehr als aufwiegt.

Frage: Welche Rolle spielt der Annex SL bei der Veröffentlichung der globalen A – und GS-Norm durch die ISO?

MC: Der Annex SL stellte einen wichtigen Schritt bei der Angleichung der ISO-Managementsystem-Normen dar. Er veranschaulicht die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Anforderungen der verschiedenen Normen für die Anwender, zum Beispiel beim Qualitäts-, Umwelt- und A- und GS-Management. Das ist natürlich besonders hilfreich für diejenigen Unternehmen, die sich für die Umsetzung eines einzelnen integrierten Managementsystems entscheiden, um die Anforderungen mehrerer Normen zu erfüllen.

Außerdem ermöglicht er einen einheitlicheren Ansatz bei allen ISO-Managementsystem-Normen, was wiederum für die Anwender vorteilhaft ist. Meiner Ansicht nach profitiert die Norm ISO 45001 aus verschiedenen Gründen besonders stark von der Anwendung des Annex SL.

Erstens hoffe ich, dass Organisationen, die bereits mit diesen anderen ISO-Managementsystem-Normen vertraut sind, durch die angeglichene Struktur erkennen, wie einfach A- und GS in dasselbe Rahmenmanagementsystem integriert werden kann, und damit auch Organisationen an Bord geholt werden, für die es beim Arbeits- und Gesundheitsschutz bisher vorrangig um die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben ging. Meine zweite Hoffnung ist, dass dadurch der Dialog innerhalb der Organisationen zwischen den Verantwortlichen für das A- und GS-Management und den Verantwortlichen für das Qualitäts- und Umweltmanagement sowie für andere Managementsysteme angeregt wird. Denn es bietet sich an, die Anforderungen, die einheitlich für alle diese Normen gelten, gemeinschaftlich und mithilfe integrierter Ansätze anzugehen.

Frage: Die Norm ISO 45001 ist jetzt seit einigen Monaten in Kraft. Wie wurde sie anfangs von den Organisationen und den Verantwortlichen für das A- und GS-Management innerhalb der Unternehmen aufgenommen?

MC: In der Erarbeitungsphase der Norm gab es viele Diskussionen und ich denke, es war für viele über-raschend, wie stark einige Inhalte der ersten Entwürfe von der Norm OHSAS 18001 abwichen. Es wurden Bedenken geäußert, dass die neue Norm in bestimmten Bereichen zu starken Vorschriftcharakter hat.

Von besonderem Interesse war dabei, welche Anforderungen die neue Norm im Hinblick auf die Beteiligung von Beschäftigten an die Organisationen stellt. Dieser Bereich wurde in der Norm OHSAS 18001 nur ober-flächlich berührt. Aber die Dokumente werden im Rahmen des Konsensfindungsprozesses im Komitee ja auch weiterentwickelt und ich denke, die späteren Entwürfe und speziell die veröffentlichte Norm haben die anfänglichen Bedenken zum großen Teil ausgeräumt. Jetzt erhalten wir positive Rückmeldungen und viele Organisationen treiben bereits ihre Pläne für die Migration auf die neue Norm voran.

Die Ergänzung der ISO-Managementsystem-Normen um einen A- und GS-Standard bekräftigt auf jeden Fall, dass der Arbeits- und Gesundheitsschutz einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsleistung hat.

Frage: Das freut uns zu hören. In der ISO-Strategie für den Zeitraum von 2016 bis 2020 wird als eines der Ziele der verstärkte Einsatz von Normen als Business-Performance-Tools zur Steigerung der Unternehmensleistung genannt. Wie steht die Veröffentlichung der Norm ISO 45001 für Organisationen damit genau in Verbindung?

MC: Die Ergänzung der ISO-Managementsystem-Normen um eine A- und GS-Norm bekräftigt auf jeden Fall, dass der Arbeits- und Gesundheitsschutz einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftsleistung hat. Außerdem ist klar: Es gibt zwar weltweit erhebliche Unterschiede sowohl geographisch als auch zwischen den einzelnen Branchen, aber es sind jährlich immer noch 2,78 Millionen Todesfälle am Arbeitsplatz sowie 374 Millionen Fälle von arbeitsbezogenen Verletzungen oder gesundheitlichen Schäden zu verzeichnen. Selbstgefälligkeit ist also fehl am Platz. Es besteht zweifellos großer Bedarf für zusätzliche Hilfsmittel, die Verbesserungen vorantreiben.

Dann sind globale Lieferketten ein großes Thema, d. h., Verbraucher und Käufer sind jetzt weltweit auftreten-den Schwankungen in der A- und GS-Leistung stärker ausgesetzt. Außerdem sind sie eventuell Teil einer Lieferkette, in der sie auf die Leistung im Arbeits- und Gesundheitsschutz Einfluss nehmen müssen, um den Erwartungen ihrer Aktionäre gerecht zu werden und ihre eigene Marke zu schützen.

Frage: In der ISO-Strategie wird im Hinblick auf die Kommunikation auch das Ziel genannt, die strategischen Themen für ISO einheitlich zu kommunizieren, einschließlich des Werts, der Vorteile und der Auswirkungen von internatio-nalen Normen. Das scheint darauf hinzuweisen, dass sich die ISO von der reinen Einhaltung von Vorgaben mehr in Richtung Business Improvement orientiert. Wie wird sich das Ihrer Meinung nach auf die Zertifizierungsbranche auswirken?

MC: Business Improvement gehörte immer schon zu den Zielen der ISO-Managementsystem-Normen, da alle diese Normen die Anforderung der fortlaufenden Verbesserung enthalten. Es gibt immer noch Organisationen, die bei der Umsetzung von Normen nur die Einhaltung der gesetzlichen Auflagen verfolgen und dies meiner Ansicht nach fälschlicherweise für die kostengünstige Option halten.

Ich denke, dieser Ansatz führt eher dazu, dass diese Organisation die Kosten für das Managementsystem tragen, ohne von seinen Vorteilen zu profitieren. Aber ich bin optimistisch, denn es gibt viele Organisationen, die erkannt haben, dass Normen ein Mittel sind, um Verbesserungen im Unternehmen zu erreichen.

Mit dem Annex SL wurde ein Abschnitt zum „Kontext der Organisation“ eingeführt, der jetzt in allen ISO-Managementsystem-Normen enthalten ist. Er hebt hervor, dass die Vorkehrungen im Managementsystem tatsächlich das externe und interne Umfeld der jeweiligen Organisation widerspiegeln müssen.

Praktisch heißt das, das Managementsystem soll der Organisation dabei helfen, die spezifischen Ziele festzulegen und zu erreichen, die auf ihr eigenes spezielles und sich veränderndes Geschäftsumfeld abgestimmt sind. Das ist meiner Ansicht nach ein gutes Beispiel dafür, dass die aktuellen Managementsystem-Normen höhere Ansprüche an die Organisationen sowie an die Zertifizierungsunternehmen stellen, da sie Audits erfordern, bei denen weit mehr verlangt wird als das einfache Abhaken von Listenpunkten.

Frage: Wenn Sie einen Blick ins Jahr 2023 werfen: Was wären Ihre Wunschvorstellungen für A- und GS sowie die Weltwirtschaft?

MC: Als Vorsitzender des ISO-Komitees wünsche ich mir natürlich, stichhaltige Beweise dafür zu sehen, dass die Norm ISO 45001 zu einer Verbesserung der Leistung im Arbeits- und Gesundheitsschutz beiträgt.

Dabei hoffe ich im Speziellen, dass es Fortschritte gibt, kleine Unternehmen bei der Anwendung der Grundsätze des wirksamen A- und GS-Managements zu unterstützen, und dass wir neue Möglichkeiten entwickelt haben, Normen als Hilfsmittel zum Vorantreiben von Verbesserungen für diesen Anteil der Wirtschaft, also die kleinen Unternehmen, zu erschließen. Darüber hinaus stellt die Weiterentwicklung von Normen eine große Herausforderung dar, um mit der Entstehung neuer Wirtschaftsformen wie der Gig-Economy Schritt zu halten.

ÜBER DEN AUTOR

Martin Cottam ist Group Technical Zertifizierungs – und Quality Director bei Lloyd´s Register (LR) und trägt die Verantwortung für das Qualitätsmanagement und die technische Leitung im gesamten Unternehmen. Sein Werdegang begann in der Atomindustrie, wo er mit Risikobeurteilungen und der Erstellung von Sicherheitsnachweisen betraut war, bevor er 1990 bei LR eintrat.

Martin Cottam war an der Entwicklung und Überarbeitung verschiedener British Standards zum Thema A- und GS-Management sowie der Entwicklung der Norm OHSAS 18001 beteiligt. Er bringt sich seit den 1990ern aktiv in der Erarbeitung von Normen ein und war auch an der Entwicklung der ISO-Normenreihe 55000 zum Asset-Management beteiligt.

Er ist Mitglied der Expertengruppe für Managementsysteme der BSI und war Vorsitzender des BSI-Komitees HS/1 während der Entwicklung der Norm ISO 45001, wobei er die Führungsrolle in der britischen Delegation des Projektkomitees für die Norm ISO 45001 einnahm. Innerhalb des ISO 45001-Komitees leitete er die Aufgabengruppe, die für die Entwicklung der Normabschnitte zu den Themen Planung und Management von Risiken und Chancen verantwortlich war.

Martin Cottam
Group Technical Assurance & Quality Director
Lloyd´s Register

Über Lloyd´s Register

Wir haben 1760 als Schiffsklassifizierungsgesellschaft begonnen. Heutzutage sind wir ein weltweit führender Anbieter technischer Unternehmensdienstleistungen und Technologien und verbessern die Sicherheit und Leistung kritischer Infrastrukturen unserer Kunden in über 75 Ländern, weltweit. Mit unseren Gewinnen finanzieren wir die Lloyds Register Foundation, eine wohltätige Stiftung, die die Wissenschafts- und Technik-bezogene Forschung, Ausbildung und unser öffentliches Engagement unterstützt. All das unterstützt uns bei unserem Ziel, das uns tagtäglich antreibt: Zusammen für eine sichere Welt zu arbeiten.
Wir wissen, dass in einer immer komplexeren Welt, die mit Daten und Meinungsäußerungen überfrachtet ist, Technologie allein nicht ausreicht, um erfolgreich zu sein. Unsere Kunden benötigen einen erfahrenen Partner. Einen Partner, der genau zuhört, sich nicht ablenken lässt und sich auf das konzentriert, was für ihn und die Kunden wirklich wichtig ist. Unsere Ingenieure und technischen Experten engagieren sich für Sicherheit. Das bringt die Verpflichtung mit sich, neuen Technologien positiv zu begegnen und Leistungssteigerungen zu fördern. Wir prüfen die Bedürfnisse unserer Kunden mit Sorgfalt und Empathie und nutzen dann unsere Expertise und unsere über 250 Jahre Erfahrung, um allen eine intelligente Lösung zu bieten. Denn es gibt Dinge, die Technologie nicht ersetzen kann.
Weiter Information erhalten Sie durch info@lrqa.de oder 0221- 96757700. Den Lloyd´s -Newsletter erhalten Sie unter: http://www.lrqa.de/kontakt-und-info/news-abonnieren.aspx Weitere Infos unter: http://www.lrqa.de/standards-und-richtlinien/angebot-anfordern.aspx

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ISO 45001 – Was Unternehmen jetzt wissen müssen

ISO 45001 - Was Unternehmen jetzt wissen müssen

ISO 45001 – Zeitplanung

Umstellung auf die ISO 45001:2018 – Was Unternehmen jetzt wissen müssen

Am 12. März 2018 wurde die neue Norm für Arbeits- und Gesundheitsschutz ISO 45001:2018 veröffentlicht, sie ersetzt den bisherigen Standard OHSAS 18001. Was Unternehmen im Rahmen der Umstellung auf die neue Norm wissen müssen, erfahren Sie bei uns.

Für wen eignet sich eine Zertifizierung nach der ISO 45001:2018?

Für jedes Unternehmen, das Wert auf die nachhaltige Reduzierung von Arbeits- und Gesundheitsrisiken legt und dies auch nachweisen möchte, ist ein Managementsystem für Arbeits- und Gesundheitsschutz nach der neuen Norm ein wirkungsvolles und sinnvolles Instrument. Dabei ist die Norm für alle Unternehmen unabhängig der Größe und der Branche anwendbar.

Wie lange haben Unternehmen Zeit, auf die neue Norm umzustellen?

Unternehmen, die bereits nach OHSAS 18001 zertifiziert sind, haben für die Umstellung ab Zeitpunkt der Veröffentlichung genau drei Jahre Zeit.

Wie lange ist ein OHSAS 18001 Zertifikat gültig?

Nach Ablauf der in der vorherigen Frage erwähnten dreijährigen Umstellungsfrist verlieren alle OHSAS 18001 Zertifikate ihre Gültigkeit. Stichtag ist demnach der 11. März 2021.

Wie können sich Unternehmen auf die neue Norm vorbereiten?

Wir empfehlen, die Norm von der ersten bis zur letzten Seite zu studieren und zu verstehen. Steve Williams, Systems und Governance Manager bei Lloyd“s Register erläutert im LR Podcast, wie wichtig es ist, dies möglichst zeitnah zu tun. Identifizieren Sie mögliche Lücken in Ihrem derzeitigen Managementsystem und entwickeln Sie anschließend einen Plan, um diese Schwachstellen zu beseitigen. Involvieren Sie sämtliche Mitarbeiter, schulen Sie sie und schaffen Sie so ein Verständnis innerhalb Ihres Unternehmens.

Wie kann Lloyd´s Register Unternehmen bei der Umstellung unterstützen?

Wir unterstützen Sie mit einer Reihe hochqualitativer Dienstleistungen auf dem Weg zum ISO 45001:2018 Zertifikat. Zur Identifizierung gegenwärtiger Lücken bieten wir Gap-Analysen, zur Schulung der involvierten Mitarbeiter praxisorientierte Trainings & Seminare an. Die finale Zertifizierung (nach Erteilung der Akkreditierung) gehört natürlich auch zu unserem Angebot. Außerdem veröffentlichen wir regelmäßig relevante Neuigkeiten und Entwicklung auf unserer Webseite. Zusätzlich können Sie uns jederzeit bei Fragen unverbindlich kontaktieren.

Ab wann führt Lloyd´s Register Audits nach der neuen Norm durch?

Wir haben im Juli 2018 die globale Akkreditierung von UKAS erhalten und sind ab sofort berechtigt, akkreditierte Zertifizierungen gemäß der neuen, international anerkannten Norm für Arbeits- und Gesundheitsschutz (A&GS), ISO 45001:2018, durchzuführen.

Wie passt die Umstellung auf die ISO 45001:2018 in den Auditierungsprozess? Welche Auswirkungen ergeben sich hinsichtlich Gültigkeitsdauer der Zertifikate?

Die Umstellung bzw. Migration kann während eines innerhalb des Umstellungszeitraums geplanten regulären Betreuungsaudits durchgeführt werden. Den zusätzlichen Zeitaufwand erfahren Sie von uns im Vorfeld. In diesem Fall ist das Ablaufdatum identisch mit dem Ihres aktuellen OHSAS Zertifikats. Findet das Migrationsaudit während einer Rezertifizierung statt, so beträgt die Gültigkeit drei Jahre ab Ablaufdatum des „alten“ OHSAS 18001 Zertifikats.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

http://www.lrqa.de/standards-und-richtlinien/iso-45001/iso-45001-2018-was-unternehmen-wissen-muessen.aspx
oder: Carl.Ebelshaeuser@lrqa.com

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Das neue Trainingsprogramm Lloyd´s Register- jetzt einfach downloaden!

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Das LRQA – Trainingsprogramm 2018 steht für Sie bereit – aktuell mit 10% Rabatt auf Ihre persönliche Weiterbildung!

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Lloyd´s Register Deutschland GmbH ( http://www.lrqa.de ) wurde 1985 gegründet und ist eine der international führenden Gesellschaften für die Auditierung von Managementsystemen und Risikomanagement. LRQA bietet Schulungen und Zertifizierung von Managementsystemen mit Schwerpunkten in folgenden Bereichen: Qualität, Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Energiemanagement, Auditierung von Lieferketten. Mit mehr als 45 Akkreditierungen und Niederlassungen in 40 Ländern kann LRQA Auditierungen in 120 Ländern durchführen. Weltweit betreuen 2.500 Auditoren mehr als 45.000 Kunden. LRQA gehört zur Lloyd´s Register Gruppe. Lloyd“s Register wurde 1760 als erste Gesellschaft zur Schiffsklassifizierung gegründet und bietet heute Dienstleistungen im Bereich Risikomanagement. Die Lloyd´s Register Gruppe ist ein gemeinnütziges Unternehmen gemäß englischem Charity-Recht, d.h. die Gewinne werden für eine gemeinnützige Stiftung verwendet bzw. wieder direkt ins Unternehmen investiert. Hierdurch ist LRQA wirtschaftlich unabhängig. Weiter Information erhalten Sie durch info@lrqa.de oder 0221- 96757700. Den LRQA-Newsletter erhalten Sie unter: http://www.lrqa.de/kontakt-und-info/news-abonnieren.aspx Weitere Infos unter: http://www.lrqa.de/standards-und-richtlinien/angebot-anfordern.aspx

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ISO 45001 Arbeits- und Gesundheitsschutz

ISO 45001 Arbeits- und Gesundheitsschutz

Die neue internationale Norm ISO 45001 zielt auf die wachsenden Ansprüche im betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz ab.
Welche Neuheiten bringt die ISO 45001 mit sich?
Analog zu anderen aktuellen Normen (z.B. die neue ISO 9001:2015) orientiert sich auch die ISO 45001 an der sogenannten High-Level-Structure. Dies ist die größte Veränderung im Vergleich zur OHSAS 18001 und bedeutet Konsistenz hinsichtlich Struktur, einheitlich verwendete Begriffe sowie eine einfachere Integration in bereits implementierte Managementsysteme.
-Das übergeordnete Ziel der ISO 45001 ist identisch mit dem der OHSAS 18001. Die Norm wurde bzw. wird entwickelt, um sämtliche nationalen Managementsysteme für Arbeits- und Gesundheitsschutz in einem einzigen Standard zu vereinen und somit mögliche Verwirrungen sowie eine Zersplitterung des Marktes auszuschließen.

Was wird überarbeitet?
-Der Kontext der Organisation gewinnt an Bedeutung. Auf Grundlage des CD2 (zweiter Komitee-Entwurf) sollten nicht nur die Auswirkung von Gesundheits- und Sicherheitsaspekten auf das eigene Unternehmen betrachtet werden. Vielmehr ist ein Blick über den eigenen Tellerrand hinaus von Nöten, um ebenfalls die Bedingungen von externen Interessengruppen (z.B. Lieferanten, Behörden etc.) zu berücksichtigen.
-Die ISO 45001 forciert die Verantwortung der obersten Hierarchieebene. Das Top Management muss verstärkt in Themen rund um Arbeits- und Gesundheitsschutz involviert sein und dabei eine führende Funktion einnehmen.
Wann wird die neue ISO 45001 veröffentlicht?
Im Mai 2017 wurde der zweite Entwurf der Norm (DIS 2) veröffentlicht. Dieser kann bis zum 05. Juli auf der Internetseite der DIN eingesehen und kommentiert werden. Ein möglicher finaler Entwurf (FDIS) wird im 4. Quartal erwartet, die voraussichtliche Veröffentlichung der ISO 45001 frühestens im März/April 2018.
Kontakt: Carl Ebelshäuser, Carl.Ebelshaeuser@lrqa.com oder +49 (0)221 96757700 oder
http://www.lrqa.de/kontakt-und-info/anfrage-an-lrqa.aspx

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Türkische Delegation informiert sich über deutsche Arbeitssicherheit

Türkische Delegation informiert sich über deutsche Arbeitssicherheit

Ein Vertreter der Nigde University überreicht ein Gastgeschenk an Trainingsmanagerin Elena Tyburcy

Eine Delegation von 20 Sicherheitsbeauftragten aus türkischen Unternehmen hat sich bei der BSI Group Deutschland in Frankfurt am Main über das Thema Arbeitssicherheit instruieren lassen. Die Veranstaltung, die im Rahmen des EU-Berufsbildungsprogramms LEONARDO DA VINCI stattfand, zeigte den Gästen den hohen Stellenwert der Materie hierzulande.

Diskutiert wurde über Ausbildungswege im Arbeitssicherheitsmanagement und über die Norm BS OSHAS 18001, die Unternehmen beim Einsatz eines prozessorientierten Arbeitsschutzmanagementsystems unterstützt. Dieser Standard, dessen Grundstruktur BSI aufgebaut hat, ist Basis für die neue internationale Norm für Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement ISO 45001. Sie wird derzeit entwickelt und soll im Oktober 2016 veröffentlicht werden.

Die Delegierten verabschiedeten sich mit der Erkenntnis, dass Arbeitssicherheit auf diesem Niveau nur mit umfassender Identifikation des TOP-Managements möglich wird und ein zertifiziertes Managementsystem die Umsetzung wesentlich erleichtert.

Koordiniert wurde der Besuch von dem Kooperationspartner der BSI Group South East Training Academy aus Augsburg.

BSI (British Standards Institution)

BSI Group Deutschland ist ein global agierendes Dienstleistungsunternehmen für Standardentwicklung, Auditierung und Zertifizierung. BSI prüft und bewertet weltweit und unabhängig Produkte und Managementsysteme in Unternehmen aller Branchen nach international gültigen Normen. Darüber hinaus gehören innovative Softwarelösungen, die Entwicklung von Standards und Normen sowie Trainings und Schulungen zum Leistungsportfolio.

Als weltweit erste nationale Normungsorganisation und mit mehr als 100 Jahren Erfahrung ist BSI ein globaler Partner für 70.000 Unternehmen und Organisationen in über 150 Ländern. BSI ist Gründungsmitglied der International Organization of Standardization (ISO).

Die BSI Group Deutschland organisiert im Rahmen der Revisionen von ISO-Standards 9001 (Qualitätsmanagement), 14001 (Umweltmanagement) und BS OHSAS 18001 Revision (Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement) auch Veranstaltungen und informiert Unternehmen regelmäßig zu den kommenden Neuerungen.

Firmenkontakt
BSI Group Deutschland GmbH
Frau Kristina Palussek
Hanauer Landstraße 115
60314 Frankfurt am Main
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