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Krankheitsbedingte Kündigung – Allgemeine Belastung im Betrieb zu berücksichtigen?

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Krankheitsbedingte Kündigung - Allgemeine Belastung im Betrieb zu berücksichtigen?

Arbeitsrecht

Krankheit als solche kein Kündigungsgrund

Die Krankheit eines Arbeitnehmers an sich ist kein zulässiger Grund für eine Kündigung. Vielmehr muss der Arbeitnehmer aufgrund der Krankheit daran gehindert sein, die vertraglich geschuldete Arbeitsleistung zu erbringen, also arbeitsunfähig sein. Der Arbeitgeber kann dann unter gewissen Voraussetzungen aufgrund der Belastungen kündigen, die sich daraus ergeben, dass der Arbeitnehmer seine Leistung überhaupt nicht mehr bzw. dauerhaft wegen lang anhaltender Krankheit oder wegen häufiger Kurzerkrankungen nicht erbringen kann.

Negative Gesundheitsprognose

Entscheidend ist in diesem Zusammenhang, dass Tatsachen vorliegen, die die Prognose weiterer Erkrankungen des Arbeitnehmers in dem bisherigen Umfang rechtfertigen (sog. negative Gesundheitsprognose). Dies wiederum muss zu einer erheblichen Beeinträchtigung der betrieblichen oder wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers führen. Schließlich bedarf es einer Abwägung zwischen den Interessen beider Parteien, bei der das Interesse des Arbeitgebers an der Beendigung des Arbeitsverhältnisses das Interesse des Arbeitnehmers an der Fortsetzung überwiegen muss.

Kriterien im Rahmen der Interessenabwägung

Im Rahmen dieser umfassenden Interessenabwägung spielen unter anderem die Krankheitsursachen, die bisherige Dauer des Arbeitsverhältnisses sowie das Alter des Arbeitnehmers eine Rolle. Ebenso relevant sein kann die allgemeine Belastung im Betrieb und damit verbunden die Fehlzeiten anderer Arbeitnehmer.

Hoher Krankenstand im Betrieb

Herrscht in dem entsprechenden Betrieb allgemein ein hoher Krankenstand, weisen also auch vergleichbare Arbeitnehmer überdurchschnittliche viele Fehlzeiten auf, führt dies wiederum im Rahmen der Interessenabwägung dazu, dass es der Arbeitgeber schwerer hat, eine krankheitsbedingte Kündigung zu begründen. Dafür muss jedoch der Arbeitnehmer im Zweifel darlegen und beweisen, dass der Krankenstand in seinem konkreten Betrieb tatsächlich höher ist als der durchschnittliche in seiner Branche. Auf den ganz allgemeinen Krankenstand aller Arbeitnehmer als Vergleichsmittel abzustellen, dürfte problematisch sein, da es in unterschiedlichen Branchen wohl auch eine verschieden starke Anfälligkeit für länger andauernde Erkrankungen gibt. Gelingt das dem Arbeitnehmer, ist eine allgemein höhere Belastung als betriebliche Ursache bei der Interessenabwägung aber jedenfalls zu berücksichtigen.

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28.9.2017

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Rekordhoch psychischer Erkrankungen im Jahr 2016

Rekordhoch psychischer Erkrankungen im Jahr 2016

15 % aller Fehltag sind auf Atemwegserkrankungen zurückzuführen

Im Jahr 2016 erreichte der Anteil psychischer Erkrankungen in den deutschen Fehlzeitenstatistiken ein neues Rekordhoch. In den letzten 20 Jahren hat sich damit die Summe an Fehltagen aufgrund von psychischen Erkrankungen verdreifacht.

Die aktuelle Krankenstandsanalyse der DAK-Krankenkasse kommt zu dem Ergebnis, dass 17 Prozent aller Fehltage im Jahr 2016 auf psychische Erkrankungen zurückzuführen sind. Hierbei zeigt sich jedoch die Besonderheit, dass zwar insgesamt weniger Menschen an einer psychischen Erkrankungen litten, jedoch die Ausfallzeit pro Fall von durchschnittlich 35 auf 38 Tagen anstieg.

Im Hinblick auf das Krankheitsspektrum Psychischer Erkrankungen zeigte sich hier eine besondere Häufigkeit im Bereich Depressionen, schwere Belastungen und Anpassungsstörungen, während „Burn Out“ als Diagnose stagnierte.

Die Statistik stellt drei Krankheitsbilder heraus, welche für mehr als die Hälfte aller Fehltage deutscher Arbeitnehmer verantwortlich sind:

– Muskel-Skelett-Erkrankungen (22 Prozent aller Fehltage)
– Psychische Erkrankungen (17 Prozent aller Fehltage)
– Atemwegserkrankungen (15 Prozent aller Fehltage)

Ingesamt zeichnet sich aktuell ein Anstieg im Hinblick auf den durchschnittlichen Krankenstand in der gesetzlichen Krankenversicherung ab; dieser stieg von 3,8 % im Jahr 2015 auf 4,25 % im Jahr 2016 an.

Eine besondere Herausforderung ergibt sich durch die aktuelle Entwicklung des Krankenstandes auch für die betroffenen deutschen Unternehmen. „In vielen Unternehmen zeigt sich inzwischen ein gutes und ausgereiftes Know-How im Umgang mit Muskel-Sklett-Erkrankungen. Durch ergonomische Verbesserungen von Produktions- und Betriebsabläufen sehen wir in unseren Zielbranchen eine Abnahme der Krankenstände in diesen Bereichen. Jedoch sind deutsche Unternehmen teilweise wenig bis gar nicht auf den Umgang mit psychischen Belastungen und Erkrankungen eingestellt. Es mangelt schlichtweg an Erfahrung und Aufklärung.“, so Hannes Rehbein, Geschäftsführer der RPC Consulting GmbH.

Die Unerfahrenheit im Umgang mit Betroffenen psychischer Erkrankungen sorgt teilweise in Unternehmen für Verzögerungen und Verhinderung einer schnellen Genesung. Häufig werden psychische Belastungen Erkrankungen gar nicht oder erst viel zu spät durch Kollegen, Vorgesetzte und Führungskräfte erkannt. Oftmals kommt es dann zu schwerwiegenden Langzeiterkrankungen, welche für Unternehmen mit hohen Ausfallzeiten und Kosten verbunden sind.

„Wir setzen bei unseren Kundenunternehmen auf das Prinzip der Prävention; agieren statt reagieren. Oftmals lässt sich durch ein innovatives Kennzahlenmanagement Krankheit frühzeitig erkennen und damit eine schwierige Langzeiterkankung verhindern.“, berichtet Hannes Rehbein.

Hier setzen vor allem Verfahren aus dem Bereich der Betrieblichen Wiedereingliederung (BEM) an. Die RPC Consulting GmbH bietet hier ihren Kundenunternehmen innovative Case-Management Konzepte, welche Mitarbeiter deutlich frühzeitiger im Hinblick auf eine Verbesserung der persönlichen gesundheitlichen Situation begleiten, als es übliche Verfahren im Bereich des BEM leisten. „Da wir das volle Spektrum der Betrieblichen Wiedereingliederung nutzen, verbessern wir langfristig die gesundheitliche Situation, sodass in einem Großteil der Fälle ein BEM-Verfahren überflüssig wird.“

Für Arbeitgeber spart dies vor allem Kosten, denn Statistiken zeigen, dass der Ausfall eines Arbeitnehmers in Deutschland ca. 250 € pro Tag kostet. Werden nicht nur Lohnfortzahlungskosten, sondern auch Effektivitäts- und Produktivitätsverluste mit einberechnet, so ergeben sich ca. 500 € Krankheitskosten pro Tag.

Obwohl Arbeitnehmer nach sechs Wochen aus der Lohnfortzahlung entfallen, ergeben sich hier häufig Abstrahlungseffekte auf die anwesenden Mitarbeiter. Oft kann ein Arbeitsplatz nicht sofort ersetzt werden, sondern die anwesenden Mitarbeiter müssen die anfallende Arbeitslast auffangen. Gleichzeitig zeigt sich, dass Mitarbeiter, welche aus einer Langzeiterkrankung in das Arbeitsleben zurückkehren, häufig noch nicht wieder ihre volle Leistungsfähigkeit erlangt haben. Hieraus ergibt sich ein verheerendes „Leistungsgap“, welches langfristig in das Phänomen des Präsentismus mündet.

Für Unternehmen bedarf es daher komplexer und vielseitiger Lösungsstrategien, zum einen um im Hinblick auf die verschiedenen Formen von Erkrankung angemessen reagieren zu können, andererseits ist es auch notwendig, individuell aus den Erkrankungen der Arbeitnehmer zu lernen, um passgenaue Präventionsangebote zu kreieren.

Experten für Betriebliche Gesundheit

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Jasmin Lange
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Moderne Luftfilter senken Krankenstand im Betrieb und schützen vor Ansteckung im Wartezimmer

Neuartiger Luftreiniger von Dinnovative beim Industriepreis 2017 ausgezeichnet

Moderne Luftfilter senken Krankenstand im Betrieb und schützen vor Ansteckung im Wartezimmer

Dinnovative Luftreiniger LR-4

Die leisen, kleinen und robusten Luftreiniger von Dinnovative sind speziell für Büros, Praxen und die Anwendung in Industrie und Gewerbe konzipiert, lassen sich aber auch perfekt für den Wohnbereich einsetzen.
Die Geräte werden in Deutschland produziert und sorgen für keim- und schadstofffreie Luft am Arbeitsplatz. Für viele Unternehmen ist der hohe Krankenstand mittlerweile ein Problem. Denn laut Pharmazeutischer Zeitung PZ fehlen in der Erkältungs- und Grippesaison bis zu 25 Prozent der Arbeitnehmer für durchschnittlich fünf Tage, der volkswirtschaftliche Schaden summiert sich im Jahr so auf circa 2,2 Milliarden Euro.

Was viele Unternehmer nicht wissen: Es gibt heute Möglichkeiten, den Krankenstand im Betrieb nachhaltig zu senken. Denn neuartige Luftreiniger entfernen nicht nur Krankheitserreger aus der Raumluft, sondern bauen durch einen patentierten Filter sogar Schadstoffe ab. Die kleinen, leisen Geräte sind in Büros, Praxen und Arbeitsräumen frei aufstellbar und verblüffen durch ihre Leistungsfähigkeit. Herzstück der Absorber von Dinnovative ist der patentierte Ding-Filter. Hier arbeitet spezielles Filtermaterial auf Basis von Schafswolle mit einem kupferbeschichteten Feinstaubfilter zusammen. Das Ergebnis: Viren, Bakterien und sogar multiresistente Keime werden vernichtet, die Ansteckungsgefahr am Arbeitsplatz sinkt deutlich.

Der Filter wirkt außerdem auf Formaldehyd, das auch heute noch aus Möbeln, Laminat oder Dämmmaterialien ausgast und sich in geschlossenen Räumen anreichert. Die speziellen Schafwolle-Extrakte im Filter eliminieren den gefährlichen Schadstoff und wandeln ihn in unschädliche Substanzen um. Dadurch wird die Raumluft deutlich gesünder. Die leisen, kleinen und robusten Luftreiniger werden in Deutschland für Industrie und Gewerbe produziert. Sie eignen sich aber auch hervorragend für die Verwendung im Wohnbereich. Ihr Einsatz kann den Krankenstand vor allem in der kalten Jahreszeit deutlich senken. Die Investition in die Geräte macht sich für Arbeitgeber daher meist sehr schnell bezahlt.

Weiterführende Informationen zum neuen Luftreiniger unter www.dinnovative.de

Die Dinnovative GmbH entwickelt am Hauptsitz in Kaiserslautern innovative Spezialfilter für verschiedene Anwendungen. Als Spezialist für Filtertechnologie verfügt das Unternehmen außerdem über den weltweit ersten Atemschutz, der radioaktive Strahlungsaufnahme über die Luft nachweislich minimiert sowie den ersten Spezialfilter gegen Formaldehyd.

Kontakt
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Jochen Distelkamp
Zum Bornberg 1-3
67659 Kaiserslautern
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Wie kann der Krankenstand nachhaltig gesenkt werden?

Wie kann der Krankenstand nachhaltig gesenkt werden?

Arbeitsausfälle durch Krankheit sind ein bedeutender Kostenfaktor im Gesundheitswesen. Der messbare Krankenstand ist das Ergebnis komplexer soziologischer, psychologischer und sozialer Wirkmechanismen. In seinem Buch „Betrieblicher Krankenstand im Gesundheitswesen“ entwickelt der Autor Raffael Schmidt ein tieferes lebensphasen- und generationsbezogenes Erklärungsmodell für das Phänomen Krankenstand. Das Buch ist bei Studylab im GRIN Verlag erschienen und richtet sich an Führungskräfte, die nach Interventionsmöglichkeiten gegenüber Mitarbeitern mit kontinuierlich hohem Krankenstand suchen.

Die eigene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ist deutlich durch die individuelle Persönlichkeitsstruktur geprägt. Manche Mitarbeiter gehen noch mit starken Beschwerden ihrer Arbeit nach, während andere bereits bei ersten Befindlichkeitsstörungen eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Die Mehrzahl dieser Mitarbeiter handelt in bester Absicht. Dennoch gibt es auch immer wieder missbräuchliche Krankmeldungen von Mitarbeitern ohne Krankheitssymptome.

Führungsaufgabe Ausfallmanagement

Krankheitsbedingte Fehlzeiten verursachen nicht nur erhebliche Personalkosten, sondern auch Belastungen im sozialen Gefüge von Teams und Unternehmen. Der Schlüssel zum Erfolg eines Unternehmens liegt im Verständnis der Handlungsmotivation der Mitarbeiter, die sich im Laufe des Lebens verändert. Unter Berücksichtigung der Salutogenesetheorie nach Aaron Antonovsky und des Sozialisationsmodells nach Klaus Hurrelmann entwickelt der Autor in „Betrieblicher Krankenstand im Gesundheitswesen“ eine alters-, lebensphasen- und generationenbezogene Perspektive auf den betrieblichen Krankenstand. Dabei geht er der Frage nach, wie Persönlichkeitsentwicklung, Sozialisation, Krankheit und Krankenstand zusammenhängen.

Aus den Ergebnissen leitet der Autor generationenspezifische Ansätze für Führung und Leitung ab. Diese kommen auf verschiedenen Strukturebenen eines Krankenhauses zum Einsatz, um den Krankenstand nachhaltig zu senken. Anhand eines Praxisbeispiels konkretisiert er seine Vorschläge für eine erfolgreiche Führungsintervention.

Über den Autor

Als stellvertretender Pflegedirektor eines Akutklinikums und Herzzentrums gehören für Raffael Schmidt krankheitsbedingte Arbeitsausfälle zu den Herausforderungen des Arbeitsalltags. Schmidt ist gelernter Gesundheits- und Krankenpfleger. Nach einer Weiterbildung im Management war er sieben Jahre als leitender Pfleger einer Rettungsstelle tätig. Seit 2009 arbeitet er als stellvertretender Pflegedirektor. Vor kurzem beendete er sein Fernstudium im Pflegemanagement als Diplom-Pflegewirt mit seiner Arbeit „Betrieblicher Krankenstand im Gesundheitswesen. Lebensphasen- und generationsbezogene Perspektiven und Interventionsmöglichkeiten“.

Das Buch ist im Januar 2017 im GRIN Verlag erschienen (ISBN: 978-3-960-95029-5).

Direktlink zur Veröffentlichung: http://www.grin.com/de/e-book/341156/
Kostenlose Rezensionsexemplare sind direkt über den Verlag unter presse@grin.com zu beziehen.

Der GRIN Verlag publiziert seit 1998 akademische eBooks und Bücher. Wir veröffentlichen alle wissenschaftlichen Arbeiten: Hausarbeiten, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Dissertationen, Fachbücher uvm.

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Wenn Ihre Mitarbeiter die Nase voll haben – 3 Schritte zum gesünderen Unternehmen

Mit Coaching nachhaltig den Krankenstand senken

Wenn Ihre Mitarbeiter die Nase voll haben - 3 Schritte zum gesünderen Unternehmen

Michael Czerwinski, M.A., Coach (FH)

Burn Out, Bore Out, innere Kündigung – diese und weitere Schlagworte sind in aller Munde, wenn die Entwicklung in der modernen Arbeitswelt beklagt wird. Tatsächlich sind die Probleme, die durch psychisch bedingte Erkrankungen verursacht werden, volkswirtschaftlich und in den betroffenen Betrieben immens: Schon heute weist z.B. der Gesundheitsatlas 2015 des BKK Dachverbandes psychische Erkrankungen als die Ursache für Arbeitsunfähigkeit aus, die zu den durchschnittlich meisten Fehltagen in den Betrieben führt – langjährige Tendenz: steigend. Nicht immer ist dabei klar, in welchem Maße eigentlich körperliche Diagnosen (z.B. Rückenschmerzen) psychosomatisch mit verursacht sind. Das Gallup-Institut gibt darüber hinaus an, dass bis zu einem Sechstel der Mitarbeiter in deutschen Unternehmen innerlich bereits gekündigt haben. Gallup beziffert die jährlichen Kosten dafür auf 118 Milliarden Euro.
Entsprechende Diagnosen wie Burn Out und die damit verbundene Erschöpfungsdepression werden häufig auf die Arbeitsbelastung zurück geführt. Arbeitsbelastung meint hier, zu viel oder die falsche Arbeit. Das ist aber nur zum Teil richtig: Wie Menschen mit Stress umgehen, ist sehr unterschiedlich. Es scheint so zu sein, dass es neben individuellen erworbenen Unterschieden wie die Haltung zu einer Herausforderung auch genetische Faktoren gibt, die diese Disposition für eine erhöhte Stressanfälligkeit mit bestimmen. An der individuellen körperlichen Ausstattung kann der Einzelne zwar nichts ändern, aber: Untersuchungen haben gezeigt, dass Änderungen in Haltung und Lebensweise dazu beitragen können, die eigene Resilienz, also die eigene Fähigkeit, Krisen und Belastungen erfolgreich zu bewältigen, nachhaltig verbessern können. In der Praxis bedeutet das, dass Mitarbeiter, die erfolgreich mit professioneller Hilfe – häufig Psychotherapie – einen Burn Out und die damit im fortgeschrittenen Stadium verbundene Erschöpfungsdepression überwunden haben, leistungsfähiger und belastbarer in den Betrieb zurück kehren können.
Aus Sicht der betroffenen Unternehmen und natürlich auch Mitarbeiter wäre es natürlich wünschenswert, dass die Betroffenen entsprechende Änderungen in Verhalten und Erleben vor einer schweren Diagnose in Angriff nehmen. Denn eine entsprechende Erkrankung geht meist mit häufig mehrmonatigen Fehlzeiten einher. Leider ist das Gesundheitssystem in Deutschland allerdings immer noch stark darauf ausgerichtet, Krankheiten zu heilen statt ihnen vorzubeugen. Die Bereitschaft der Einzelnen, in die eigene Gesundheit und Zufriedenheit zu investieren, ist nur sehr gering ausgeprägt. Um den Wert und die Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter zu erhalten, sehen sich Unternehmen daher gezwungen, im Bedarfsfall eigene Maßnahmen zu ergreifen.
Während größere Unternehmen mittlerweile regelmäßig über ein eigenes Gesundheitsmanagement im Unternehmen verfügen oder dieses an einen Dienstleister outgesourct haben, ist dieses Feld im Mittelstand vor allem bei kleinere Unternehmen weit gehend unbeackert. Gerade hier fallen lange krankheitsbedingte Ausfälle von Leistungsträgern aber besonders ins Gewicht. Den Mitarbeitern Coaching anzubieten, kann helfen, entsprechende Probleme zu vermeiden, bevor sie auftreten. Neben der Klärung konkreter, berufsbezogener Fragestellungen hat Coaching, richtig durchgeführt, auch immer den Effekt, die Problemlösungskompetenz des Coachees und seine Ressourcen zu stärken. Beides sind wichtige Faktoren, die zu einer höheren Resilienz und damit geringeren Stressanfälligkeit führen. Psychisch bedingte Ausfälle werden damit unwahrscheinlicher. Coaching wird – richtig kommuniziert – als wertschätzende Zusatzleistung des Unternehmens dem Mitarbeiter gegenüber wahrgenommen und steigert so das Zugehörigkeitsgefühl und Engagement.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang aber vor allen Dingen, Coaching im Unternehmenszusammenhang richtig einzusetzen, um die gewünschten Effekte zu erzielen. Die folgenden drei Punkte sollten meiner Erfahrung nach mittelständische Unternehmen, die die Gesundheit und Arbeitszufriedenheit ihrer Mitarbeiter mit Coaching unterstützen wollen, auf jeden Fall beachten. Weitere Informationen zu den angesprochenen Themen erhalten Sie unter http://www.coach-wi.de .

Mitarbeiter mit Bedarf identifizieren
Möchten Sie den Krankenstand im Unternehmen verringern und Ausfälle vermeiden, so ist es zunächst vor allem wichtig, die Mitarbeiter zu identifizieren, die aufgrund ihrer Erlebens- und Verhaltensmuster ein erhöhtes Risiko haben, auszubrennen. Natürlich ist es schwierig, Mitarbeiter direkt darauf anzusprechen oder dazu zu befragen. Die Betroffenen sehen das Problem in der Regel nicht bei sich selbst. Wichtige Signale können aber sein, wenn Mitarbeiter sich über die Maßen verantwortlich fühlen und Aufgaben gezielt an sich ziehen, häufig unter deutlicher Mehrleistung. Von Burn Out betroffene Mitarbeiter sind häufig die Leistungsträger des Unternehmens, sie brennen aus, da sie „zu“ engagiert sind. Insbesondere, wenn diese Tendenz irgendwann nachlässt oder sogar in das Gegenteil umschlägt, kann dies ein Warnhinweis sein. Dann ist unter Umständen schon ein Zustand erreicht, in dem es dem Mitarbeiter mit seiner Arbeit nicht mehr gut geht. Weitere Gefährdungsmerkmale können sein:
– Der Mitarbeiter hat Schwierigkeiten damit, Lob zu akzeptieren oder eigene Erfolge sich selbst zuzuschreiben.
– Eher pessimistische Sicht auf die Dinge (z.B. Kunden, wirtschaftliche Aussichten des Unternehmens oder der Wirtschaft im Allgemeinen)
– Denken und Argumentieren in Kategorien von Gerechtigkeit unabhängig von faktischen Gegebenheiten
Wohlgemerkt, diese Merkmale sind Beispiele – wenn ein Mitarbeiter eines oder mehrere davon aufweist, kann dies auf eine Gefährdung hindeuten. Das muss aber keineswegs heißen, dass er tatsächlich gefährdet ist bzw. zwingend zu einem Problem führt. Eine eigene „Diagnostik“ angewandt auf den gesunden Menschen ist als Vorgesetzter oder Kollege in jedem Fall eine schwere Grenzüberschreitung und sollte daher unbedingt vermieden werden („Sie sind ein Burn-Out-Typ.“).

Den betroffenen Mitarbeitern Coaching als Entwicklungsmaßnahme anbieten
In keinem Fall, vor allem aber nicht bei Mitarbeitern, die potentiell Burn Out gefährdet sind, sollte Coaching als Personalentwicklungsmaßnahme im Sinne einer „Verordnung“ angeboten werden. Es ist zwar richtig, dass die Führungskraft oder der Personalverantwortliche vor dem hier geschilderten Hintergrund vielleicht meint, ein Problem identifiziert zu haben. Diese Sichtweise ist aber in keinem Fall hilfreich.
Vielmehr sollte betont werden, dass dem Unternehmen oder der Führungskraft persönlich etwas an dem Mitarbeiter liegt. Sie möchte ihn im Unternehmen halten und ist bereit, dem Mitarbeiter eine besondere Form der individuellen Personalentwicklung zukommen zu lassen, um diese Ziele langfristig sicher zu stellen. Wird in diesem Zusammenhang Coaching angeboten, dann geschieht dies aus besonderer Achtung vor den Bedürfnissen des Mitarbeiters.

Den Mitarbeitern Zeit zur Veränderung lassen
Auch wenn es schön wäre, wenn man immer alles sofort haben könnte: Man sagt, Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. Bei der Burn Out Prävention gefährdeter Arbeitnehmer geht es letztendlich darum, dass dieser tiefe Persönlichkeitsstrukturen erkennt und neu bewertet. Der Mitarbeiter benötigt die Zeit, die gewonnenen Erkenntnisse im Alltag auch umzusetzen. Mitarbeiter, denen ein Coaching angeboten worden ist, sollten auf keinen Fall unter Erfolgsdruck gesetzt werden. Dies würde unter Umständen genau die potentiell dysfunktionalen Muster ansprechen, die die Führungskraft meint, bei diesem Mitarbeiter erkannt zu haben. Gleichzeitig gefährdet Druck den Coaching-Prozess und seine Ergebnisse.
Besonders herauszustellen ist hier, dass auch im Zusammenhang mit dem Coaching eines Mitarbeiters, den man für Burn Out gefährdet hält, in jedem Fall die Vertraulichkeit des Verhältnisses zwischen Coach und Coachee zu achten ist. Auch, wenn die Führungskraft sich Sorgen um die Mitarbeiter macht – mit einem regelmäßigen Reporting des Coachs oder einer Befragung des Coachees über Fortschritte ist niemandem geholfen. Sinnvoll ist hingegen eine regelhafte Befragung des Mitarbeiters nach Beendigung des Coachings – nicht zu Inhalten, sondern dazu, wie seine Einschätzung bezüglich der Qualität der Zusammenarbeit ist. Diese Einschätzung kann Sie als Führungskraft auch darin unterstützen einzuschätzen, ob die Zusammenarbeit mit dem beauftragten Coach für das Unternehmen den gewünschten Mehrwert bietet.

Mehr Informationen zu meinem Coaching-Angebot und Angeboten für Unternehmen finden Sie auf meiner Website http://www.coach-wi.de .

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Alle Mitarbeiter krank – oder nur im „Fußball-Fieber“?

Zunehmender Krankenstand vor WM setzt Mittelstand unter Druck

Alle Mitarbeiter krank - oder nur im "Fußball-Fieber"?

Fußballkrimis bis zwei Uhr morgens, Public Viewing an jeder Ecke – die diesjährige WM in Brasilien stellt wieder eine harte Probe für das Durchhaltevermögen deutscher Fußballfans dar. Aber auch für zahlreiche mittelständische Arbeitgeber: Denn vor sportlichen Großereignissen mit nächtlichen Live-Übertragungen schnellt der Krankenstand in deutschen Unternehmen regelmäßig in die Höhe. Dabei werden viele Chefs den Verdacht nicht los, dass die betreffenden Mitarbeiter hauptsächlich am „Fußballfieber“ leiden. Wenn sie trotzdem nicht handeln, machen die Symptome bald Schule – und das kann ein Unternehmen Umsatz und Kunden kosten, weiß Jochen Meismann, Geschäftsführer der Detektei A Plus, aus Erfahrung. Er empfiehlt Arbeitgebern deshalb, im Interesse der ehrlichen Mitarbeiter „Blaumachern“ die rote Karte zu zeigen.

Auch Chefs sind nur Menschen und wissen selbst, wie schwer es ist, vor der Halbzeit ins Bett zu gehen, wenn die Spannung am Siedepunkt ist. Sie wissen aber auch: Vor einem solchen Sportereignis liegen mehr Urlaubsanträge als sonst auf dem Tisch – und nicht allen können sie entsprechen. Viele kalkulieren ihre Ressourcen aus Rücksicht auf die Motivation ihrer fußballbegeisterten Mitarbeiter an den „heißen“ Tagen ohnehin knapper als sonst. Umso dringender wird jede eingeteilte Hand gebraucht. Häufen sich dann die Krankmeldungen, ist das im Unternehmen weit mehr als ein organisatorisches Problem: „Bei Fußball-Events dieser Größenordnung erleben wir leider regelmäßig das Gleiche: Der Krankenstand schießt in die Höhe, und das bei vollen Auftragsbüchern“, berichtet Jochen Meismann, Geschäftsführer der Detektei A Plus. Den Schaden haben die ehrlichen Mitarbeiter, die den zusätzlichen Druck aushalten müssen – und nicht selten das Unternehmen, das teure Ersatzkräfte braucht oder seine Liefertermine nicht einhalten kann.

„Blaumachern“ die rote Karte zeigen
Was vielen landläufig als menschliche Schwäche und Kavaliersdelikt gilt, ist in Wahrheit ein handfester Straftatbestand: „Lohnfortzahlungsbetrug ist Betrug am Arbeitgeber, wie auch an den eigenen Kollegen. Er schädigt das Unternehmen und ist ein vollwertiger Grund für eine fristlose Kündigung“, erklärt Meismann. Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat sogar entschieden: Wer Urlaub beantragt und die Möglichkeit der Krankmeldung als „Argument“ ins Spiel bringt, kann den Heimweg noch am selben Tag mit seinen Entlassungspapieren antreten (Az. 2 AZR 123/02). Der Arbeitgeber braucht sich auf diese Weise nicht unter Druck setzen lassen. Nach Meismanns Erfahrung gehen die meisten Arbeitnehmer aber geschickter vor. Dann liegt die Beweislast für den Betrug beim Chef.

Gerichtsverwertbare Beweise
Das Problem: Wer den angeblich erkrankten Mitarbeiter nicht gerade zufällig beim Public Viewing trifft, kann seinen Verdacht in der Regel nicht belegen. Von Überprüfungen auf eigene Faust rät der Chefermittler der Detektei A Plus zudem dringend ab: „Die Sicherung gerichtsfester Beweise und eine professionelle Observation sind nichts für Laien. Bemerkt der Verdächtige, dass er beobachtet wird, gelingt es nie, ihn zu überführen – und das Unternehmen verspielt dabei noch seinen guten Ruf als Arbeitgeber.“ Wer einen Detektiv einschaltet, hat hingegen gute Aussichten auf Erfolg. Zudem ist er mit einem seriösen Partner auch rechtlich auf der sicheren Seite: Denn der Arbeitgeber darf im Falle eines begründeten Verdachts externe Fachleute einschalten. Das spart einem Unternehmen nicht nur weitere Ausfälle und Kosten, sondern auch das Risiko eines langwierigen und kostspieligen Prozesses vor dem Arbeitsgericht.

Ehrlichkeit zahlt sich aus
Bestätigt sich der Verdacht und die Beweise liegen auf dem Tisch, sollten Unternehmer konsequent durchgreifen. „Wer deutlich macht, dass Blaumachen nicht geduldet wird, kann bei der nächsten WM in der Regel mit einer vollzähligen Mannschaft rechnen.“ Deutlich machen sollten die Chefs dabei aber auch: Wirklich kranke Arbeitnehmer haben nichts zu befürchten. „Erweist sich ein Verdacht durch den gezielten Einsatz von seriösen Ermittlern als unbegründet, hat der Unternehmer dennoch gewonnen“, betont Meismann: „Nämlich die Wiederherstellung des Vertrauens zu seinem Mitarbeiter, das ansonsten womöglich auf lange Sicht beschädigt gewesen wäre.“

Weitere Informationen unter www.detektei-aplus.de
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Über die A Plus Detektei
Die A Plus Detektei wurde 1995 von Jochen Meismann gegründet. Das bundesweit operierende Unternehmen mit Spezialisierung auf professionelle, hochwertige und gerichtsverwertbare Observationen und Ermittlungen hat seinen Sitz in Dorsten/NRW. Als Privat- und Wirtschaftsdetektei mit einer Vielzahl von Dependancen in ganz Deutschland verfügt die A Plus Detektei bundesweit über qualifizierte Teams und Mitarbeiter, die z.T. über langjährige Erfahrung bei staatlichen Ermittlungseinheiten, Geheimdiensten oder Polizeibehörden verfügen.

Detektei A Plus
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Höchster Krankenstand seit 14 Jahren

Experten warnen: Unternehmen sollten Entwicklung ernst nehmen

Höchster Krankenstand seit 14 Jahren

Hanau – Laut der Techniker Krankenkasse (TK) gab es unter den Versicherten 2013 rund ein Viertel mehr Fehltage als im Jahr zuvor. Eine heftige Erkältungswelle habe die Zahl der Krankmeldungen im vergangenen Jahr drastisch nach oben getrieben. Doch nicht immer liegt einer derart explosionsartigen Zunahme an Krankmeldungen ein bösartiger Virus zugrunde – Experten wie Marcus Lentz, Geschäftsführer der bundesweit operierenden Detektei Lentz, weiß aus jahrelanger Ermittlungserfahrung: Verschlechtert sich beispielsweise das Betriebsklima rapide, steigt die Neigung vieler Mitarbeiter, mithilfe eines ärztlichen Attests eine bezahlte Auszeit zu nehmen. Unternehmen sollten daher hellhörig werden, wenn die Zahl der Krankentage unverhältnismäßig anwächst – und die Ursachen dafür auch im eigenen Haus suchen.

Wer krank ist, muss zuhause bleiben und sich auskurieren – dieser Grundsatz sollte in der Arbeitswelt selbstverständlich sein und ist auch absolut im Interesse des Arbeitgebers. Wer schniefend und hustend am Arbeitsplatz erscheint, gefährdet nicht nur seine eigene Gesundheit: Ein kranker Mitarbeiter ist meist weniger leistungsfähig und steckt womöglich noch zahlreiche Kollegen an, die dann ebenfalls ausfallen. Außerdem führt eine verschleppte Erkrankung in letzter Konsequenz oft zu einer viel längeren Auszeit. Wer allerdings kerngesund ist, aber aus Unlust oder aufgrund anderer Interessen eine Krankheit vorschützt, macht sich strafbar: „Der sogenannte Lohnfortzahlungsbetrug wird zwar von vielen Angestellten als Kavaliersdelikt betrachtet. Aber er stellt in mehrfacher Hinsicht Betrug an den eigenen Kollegen dar, schädigt das Unternehmen und erfüllt schlicht einen strafbaren Tatbestand“, erklärt Chefermittler Marcus Lentz. Seine Erfahrung: Trotzdem ist „Blaumachen“ in vielen Betrieben an der Tagesordnung.

Dabei handelt es sich um ein durchaus ernst zu nehmendes Problem von enormer Größenordnung: Laut TK-Gesundheitsreport waren 2013 waren durchschnittlich 4,02 Prozent der Erwerbspersonen in Deutschland arbeitsunfähig. Dies entspricht einer Fehlzeit von 14,7 Tagen pro Person. Im Jahr davor gaben die Unternehmen für Entgeltfortzahlungen bereits immerhin 33,5 Milliarden Euro aus. Eine Schätzung, welcher Prozentsatz davon womöglich zu Unrecht gezahlt wurde, wagt Marcus Lentz nicht. Aber er weiß aus Erfahrung, dass die Dunkelziffer relativ hoch ist: Denn viele Arbeitgeber reagieren selbst dann noch abwartend, wenn sich Krankmeldungen auffällig häufen. Konkretisiert sich der Verdacht, müssen sie dann allerdings irgendwann tätig werden: Im Interesse des Unternehmens und der ehrlichen Kollegen. Und auch das ist immer öfter der Fall: „Fälle von Lohnfortzahlungsbetrug machen inzwischen fast ein Drittel der Arbeit unserer Wirtschaftsdetektei aus“, verrät Marcus Lentz. Und der Verdacht trügt selten: Entsprechende, handfeste Beweise sichert Lentz bei fast 90 Prozent seiner Ermittlungen.

Erstaunlicherweise nutzen die Blaumacher die gewonnene Zeit dabei nicht einmal in erster Linie für mehr Freizeit. Viele bessern ihre Kasse durch Schwarzarbeit auf – und kassieren pro Tag damit gleich doppelt: Ihr Gehalt, an dem sich im Krankheitsfall auch die Krankenkasse beteiligt, sowie den Lohn, der am Fiskus vorbei in die eigene Tasche wandert. Aber auch wenn das Vorgehen noch so dreist ist, rät Lentz betroffenen Arbeitgebern entschieden davon ab, auf eigene Faust zu ermitteln: „Die Sicherung gerichtsfester Beweise und eine professionelle Observation sind nichts für Laien. Bemerkt der Verdächtige, dass er beschattet wird, gelingt es am Ende nie, ihn zu überführen.“ Wer einen professionellen, ZAD-geprüften Detektiv mit entsprechender Erfahrung einschaltet, hat hingegen gute Aussichten auf Erfolg – und ist rechtlich auf der sicheren Seite: Der Arbeitgeber darf in solchen Fällen ausdrücklich externe Fachleute einschalten und bekommt, wenn sich der Verdacht bestätigt, die Kosten für den Einsatz nicht selten sogar erstattet. Das spart den Unternehmen nicht nur weitere Ausfälle und Unkosten, sondern auch das Risiko eines langwierigen und kostspieligen Prozesses vor dem Arbeitsgericht.

Wirklich kranke Arbeitnehmer haben hingegen durch Kontrollen von Detektiven nichts zu befürchten, betont Lentz: „Der unangenehme Verdacht, dass der Arbeitnehmer die Krankheit vielleicht nur vorgetäuscht hat, kann durch den gezielten Einsatz von gut ausgebildeten, seriösen Ermittlern schnell und diskret ausgeräumt werden und ist so auch als vertrauenssichernde Maßnahme zu sehen.“ Mit einer Wahrscheinlichkeit von neun zu eins ist die Nachforschung für den Auftraggeber jedoch gut investiertes Geld – und setzt ein eindringliches Zeichen in der Belegschaft: „Blaumacher“ werden nicht geduldet. Wer dann noch gezielte Maßnahmen ergreift, um das Betriebsklima zu verbessern und die Motivation der Mitarbeiter zu steigern, kann in der Regel zuverlässig davon ausgehen, dass Krankmeldungen im eigenen Haus in Zukunft wirklich nur noch medizinische Gründe haben.

Weitere Informationen unter www.lentz-detektei.de

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Über die Lentz® GmbH & Co. Detektive KG
Die Detektei Lentz® ist seit 1995 ein auf die professionelle, hochwertige und gerichtsverwertbare Durchführung von Ermittlungen und Beobachtungen (Observationen) spezialisiertes Unternehmen der Lentz® Gruppe mit Sitz in Hanau. Als eine von wenigen Detekteien in Deutschland erfüllt die Detektei Lentz® nachweislich die hohen Qualitätsstandards der weltweit anerkannten Qualitätsnorm DIN EN ISO 9001:2008 und wird seit rund zehn Jahren regelmäßig nach TÜV-CERT® zertifiziert. Als Privat- und Wirtschaftsdetektei mit 18 Niederlassungen in ganz Deutschland verfügt die Detektei Lentz® bundesweit über qualifizierte Teams von fachlich ausgebildeten, ZAD-geprüften Detektiven sowie über langjährige Expertise im Bereich Ermittlungen und Beweisbeschaffung im Zivil- und Strafrecht. Weitere Informationen unter www.lentz-detektei.de .

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Lärm, Stress und keine Lösung – wenn Arbeit krank macht

Studien in Deutschland und Österreich belegen, dass die Kosten für Krankheiten aufgrund psychischer Belastungen am Arbeitsplatz in den letzten Jahren drastisch gestiegen sind. Durch die Evaluierung psychischer Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz kann man diesem Trend entgegensteuern.

Lärm, Stress und keine Lösung - wenn Arbeit krank macht

Martina Molnar, österreichische Arbeits- und Gesundheitspsychologin

Umfassende Studien in Deutschland und Österreich belegen, dass psychische Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz mit einem um die Hälfte erhöhten Erkrankungsrisiko einher. Sie können sowohl zu psychischen Beschwerden (Stress, Depression, Angst, etc.) also auch zu physischen Erkrankungen (Kopfschmerz, Muskel-Skelett-Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, etc.) führen. So zeigen z.B. die Mikrozensus-Daten der Statistik Austria aus dem Jahr 2007 und Berechnungen des WIFO deutlich: Beschäftigte mit einer körperlichen Belastung bei der Arbeit haben höhere Krankenstände als Beschäftigte ohne eine solche Belastung. Aber Beschäftigte, die sowohl eine physische als auch eine psychische Belastung erleben, haben die höchsten Krankenstandshäufigkeiten.

Die Krux an der Sache: psychische Belastungen am Arbeitsplatz werden nicht immer als solche erkannt. Ein Softwareprogramm, das immer wieder abstürzt und damit den Arbeitsfluss stört; unklare Prioritäten und Kompetenzen führen zu Doppelarbeiten, es fehlt an Zusammenarbeit und Kommunikation oder auch der Lärm, der im Mehrpersonenbüro konzentriertes Arbeiten erschwert: das alles sind psychische Belastungen, die – wenn sie nicht beseitigt werden – das Befinden, die Gesundheit und die Produktivität von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern massiv beeinträchtigen. Aufgrund dieser Tatsache stehen in Österreich seit Jänner 2013 psychische Belastungen verstärkt im Fokus der Arbeitsinspektorate, in Deutschland wurde im September 2013 das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) um den Bereich Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung erweitert und verpflichtet damit Unternehmen dazu, psychische Belastungen am Arbeitsplatz zu evaluieren.

Unternehmen profitieren von der Evaluierung, so Martina Molnar, österreichische Arbeits- und Gesundheitspsychologin, bewirkt doch eine optimierte Arbeitsgestaltung mehr Gesundheit und Produktivität und weniger Fehlstunden. Sie weiß wovon sie spricht, berät sie doch als Expertin zu diesem Thema seit Jahren das Arbeitsinspektorat, die AUVA und sozialpartnerschaftliche Organisationen. Sie war auch Projektleiterin für die Entwicklung der Verfahren IMPULS-Test, IMPULS-Test|2 und ABS Gruppe. Darüber hinaus unterstützt sie mit ihrem Team der humanware GmbH Unternehmen in Österreich und Deutschland bei der Planung. Organisation und Umsetzung der Evaluierung psychischer Belastungen. Um internationale Unternehmen wie VAMED, Baxter AG, Raiffeisen Informatik, der Österreichische Gewerkschaftsbund oder Krankenhäuser wie das Rudolfinerhaus bei der Planung, Organisation und Umsetzung der Evaluierung psychischer Belastungen effizient und rasch unterstützen zu können, setzte in diesen Unternehmen erfolgreich den von ihr mitentwickelten IMPULS-Test|2 ein.

Das standardisierte Softwareverfahren IMPULS-Test|2 ermöglicht es, alle potentiellen Belastungsfaktoren in 10 Minuten zu erfassen, auf Knopfdruck auszuwerten und auf Basis eines Ampelsystems (rot, orange, grün) zu beurteilen. Dieser Test ist seitens der Arbeitsinspektion als qualitätsgesicherte Methode zur Messung von psychischer Belastung nach ÖNORM EN ISO 10075-3 anerkannt und zeichnet sich durch seine Qualität, Effizienz und Effektivität aus. Die Ergebnisse sind schnell verfügbar, wissenschaftlich fundiert und einfach zu lesen. „Mit diesem Test kann man wie einem Blutbefund auf einen Blick erkennen, ob und für welche Arbeitsbereiche und Tätigkeiten und in welcher Ausprägung psychische Belastungen im Unternehmen vorliegen,“ so Molnar . Wichtig für alle Beteiligten war, dass das sensible Thema „psychische Belastung“ ohne Scheu behandelt wird. „Oft wird psychische Belastung nämlich mit psychischer Erkrankung gleich gesetzt,“ erklärt Martina Molnar. Dabei ist geht es bei der Evaluierung darum, psychischer Belastungen aufzuzeigen um Maßnahmen für deren Beseitigung aktiv angehen zu können. Mehr dazu unter www.humanware.at

Bildrechte: Martina Molnar

Seit 1992 ist Martina Molnar mit ihrer Firma humanware GmbH in Form von Projekten, Trainings, Lehre, Forschung und Publikationen mit dem Thema Analyse und Gestaltung guter Arbeitsbedingungen beschäftigt. Zum Thema „Evaluierung psychischer Belastung“ hatte sie von der Arbeitsinspektion mehrere Aufträge zur Beratung (Leitfaden für die Arbeitsinspektionen) und Schulung sowie von der AUVA zur Entwicklung von Erhebungsmethoden (IMPULS-Test 2002, ABS – Arbeitsbewertungsskala 2012). Sie berät als Expertin seit Jahren das Arbeitsinspektorat, die AUVA und sozialpartnerschaftliche Organisationen und war auch Projektleiterin für die Entwicklung der Verfahren IMPULS-Test, IMPULS-Test|2 und ABS Gruppe. Darüber hinaus unterstützt sie mit ihrem Team der humanware GmbH Unternehmen in Österreich und Deutschland bei der Planung. Organisation und Umsetzung der Evaluierung psychischer Belastungen.

Kontakt
humanware GmbH
Martina Molnar
Pfeilgasse 8/5
1080 Wien
+43/1/526 02 88
humanware@humanware.at
http://www.humanware.at

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