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Auf der Hannover Messe 2018 setzt CKD auf das Thema Sicherheit bei der Herstellung von Batterien und Lebensmitteln

Das japanische Unternehmen für Fabrikautomation zeigt auf der Hannover Messe 2018 eine breite Produktpalette von Luftfiltern und Ventilen bis hin zu Cloud-fähigen Aktuatoren. Ein Schwerpunkt liegt auf der Automobil- und Lebensmittelindustrie.

Auf der Hannover Messe 2018 setzt CKD auf das Thema Sicherheit bei der Herstellung von Batterien und Lebensmitteln

Der Powerarm FPB2 ermöglicht die reibungslose Zusammenarbeit von Mensch und Maschine.

Japan/Hannover, 03.04.2018 – Bereits zum zweiten Mal stellt die japanische CKD Corporation auf der Hannover Messe aus, die in diesem Jahr vom 23. bis 27. April stattfindet. Das Unternehmen aus der Region um Nagoya, einem wichtigen Zentrum für die Automobil- und Fertigungsindustrie westlich von Tokio, produziert Komponenten für die Industrieautomation. Auf der Hannover Messe zeigt CKD die Stärke seiner Technologien in der Lebensmittel- und Automobilindustrie. Im Mittelpunkt steht dabei die P4-Serie. Mit dieser Komplettlösung ist CKD das ersten Unternehmen, das die Sicherheitsprobleme bei Lithium-Ionen-Sekundärbatterien (LIBs) effektiv angeht.

Eine Lösung für Sicherheitsprobleme mit LIBs

Besucher der Hannover Messe können die P4-Serie am Messestand von CKD besichtigen. Die Lösung wird bei der Herstellung von Sekundärbatterien eingesetzt und entstand aus einer Kundenanfrage heraus. Bei LIBs für Computer und Mobiltelefone war es ungewollt zu starker Hitzeentwicklung gekommen; die Geräte entzündeten sich mitunter selbstständig. Lithium-Ionen-Batterien wurden so zu einem Sicherheitsrisiko. Schon die Suche nach der Ursache des Problems stellte viele Unternehmen vor unlösbare Herausforderungen. Ein LIB-Hersteller beauftragte die CKD Corporation, die zu dieser Zeit LIB-Wickelmaschinen herstellte, eine Lösung zu finden. Gemeinsam mit dem Kunden stellte CKD fest, dass Kontaminationen und Wasserbildung in den Produktionslinien das Material ungewollt erwärmen. Um diesem Problem entgegenzuwirken entwickelte CKD die P4-Serie. Diese umfasst eine Reihe von Komponenten, die den Herstellungsprozess von Batterien optimieren. Materialien wie Kupfer und Zink, die für die Herstellung von LIBs problematisch sind, kommen nicht zum Einsatz. Durch Abstreifer und Stangendichtungen sind die Batterien vor Staub von außen geschützt. Die Serie beinhaltet auch eine Vakuumfunktion, die verhindert, dass sich Verschleißpartikel der metallischen Komponenten ansammeln. Darüber hinaus sorgt eine eigens entwickelte selbstschmierende Technologie für eine lange Lebensdauer in ultra-trockenen Umgebungen. CKD war das erste Unternehmen, das eine Komplettlösung gegen das Sicherheitsrisiko von LIBs entwickelte und vermarktete.

Die Serie umfasst mehrere Varianten und kann bei unterschiedlichen Bedürfnissen und Batterietypen eingesetzt werden. Dadurch ist sie auch für den aufstrebenden E-Mobilitätsmarkt von großem Interesse. Auf der Hannover Messe stellt CKD in den Mittelpunkt, wie diese führende Technologie der Automobilindustrie zugutekommen kann. Neben der P4-Serie präsentiert das Unternehmen Sensoren, die mit IO-Link kompatibel sind. Geräte, die mit der Technologie ausgestattet sind, können sich über dieses Kommunikationssystem miteinander verbinden und Daten austauschen. Die Produkte von CKD sind damit für das Internet der Dinge gerüstet und vielen Mitbewerbern einen großen Schritt voraus.

Lebensmittelsicherheit im Fokus

Das Wohlbefinden der Verbraucher wird in der Lebensmittelindustrie immer wichtiger. CKD fertigt Komponenten wie Aktuatoren und Luftfilter, die den Herstellungsprozess effizient und vor allem sicher machen. „Die Anforderungen and die Lebensmittelsicherheit sind in Japan besonders hoch, weshalb unsere Produkte auf diese Entwicklung gut vorbereitet sind“, meint Satoru Kawaguchi, General Manager für Vertrieb Übersee bei CKD. Das Unternehmen optimiert kontinuierlich seine Produkte und Technologien, um auch für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein.

Besucher des Messestandes können sich zudem die FP-Serie ansehen, eine Produktlinie, die ebenfalls für spezielle Bedürfnisse von Kunden entwickelt wurde. Das Unternehmen verwendet in diesen Produkten ausschließlich lebensmitteltaugliche Schmiermittel und setzt auf Kautschuke und Kunststoffe, die im Umgang mit Lebensmitteln besonders sicher sind. Zusätzlich zu den Komponenten der FP-Serie zeigt CKD auch Produkte, die das Unternehmen speziell für den steigenden Bedarf an Lebensmittelsicherheit entwickelte. Dazu gehören ein spezieller Bakterienfilter, der es ermöglicht, Lebensmittel keimfrei zu verpacken, und eine Technologie, die mit Hohlfasermembranen aus Druckluft Stickstoff gewinnt. Das Gas ist unerlässlich, um bei der Verpackung von Lebensmitteln verderbliche Produkte frisch zu halten. Verpackungsunternehmen setzen dafür häufig Stickstofftanks ein. Im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen sind die Innovationen von CKD mobil, umweltfreundlich und sparen bis zu 90% der Kosten.

Mensch und Maschine arbeiten Hand in Hand

Ein weiteres Highlight am CKD-Stand ist der Powerarm PFB2. Eine Demonstration vor Ort zeigt Besuchern hautnah, wie Mensch und Maschine zusammenarbeiten. Eine CKD-Mitarbeiterin führt vor, dass der Roboterarm den Arbeitsprozess nicht nur weniger anstrengend, sondern auch effizienter macht. Die PFB2 ist vielseitig einsetzbar und unterstützt Mitarbeiter etwa beim Anheben schwerer Lasten bis zu 75 Kilogramm.

Um mehr über CKD und seine Produkte zu erfahren, besuchen Sie den Firmenstand in Halle 16, Stand E08.

Über CKD

Die japanische CKD Corporation steht unter der Leitung von Kazunori Kajimoto und hat ihren Sitz in der Präfektur Aichi, einem wichtigen Zentrum der Automobil- und Fertigungsindustrie. Seit der Gründung 1943 ist CKD Pionier auf dem Gebiet der Automatisierung. Das Unternehmen bietet Kunden aus allen Branchen eine Auswahl von über 500.000 Produkten. Dazu gehören pneumatische und elektrische Antriebe und Zusatzkomponenten ebenso wie Universalventile, Regler für hochreine chemische Gase oder automatisierte Maschinen. Seit 2003 ist CKD in Europa mit einer Niederlassung in Hoofddorp in den Niederlanden vertreten. Im Jahr 2016 wurde die CKD Europe B.V. gegründet.

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METTLER TOLEDO Produktinspektion startet Food Safety Days

METTLER TOLEDO Inspektionssysteme live vor Ort testen

Giesen, 21. Juni 2017 – Start frei für die Food Safety Days! Bis zum 14. Juli 2017 haben Unternehmen der Lebensmittelindustrie die Gelegenheit, METTLER TOLEDO Produktionspektionssysteme mit ihren eigenen Produkten auf Herz und Nieren zu testen. METTLER TOLEDO schickt dazu seinen Food Safety Truck auf Deutschland-Tour.

Interessenten können sich bis spätestens Freitag, den 30. Juni 2017, einen Tour-Stopp des Food Safety Trucks für einen Vorführ- und Testtermin auf ihrem Firmengelände reservieren. Der Food Safety Truck macht dann mit Vollausstattung in Sachen Fremdkörperkontrolle und Qualitätssicherung Station vor Ort. An Bord: Dynamische Kontrollwaagen, Metallsuchgeräte und Röntgeninspektionssysteme neuester Generation, begleitet von METTLER TOLEDO Experten, die allen Teilnehmern und Besuchern gerne Rede und Antwort stehen.

Alternativ zu Tour-Stopps vor Ort können im Rahmen der Food Safety Days auch Vorführ- und Testtermine am METTLER TOLEDO Standort Giesen (Niedersachsen) vereinbart werden.

Anmeldungen sowie weitere Informationen unter:
www.mt.com/DE-food-safety-days oder unter Telefon 05121-933-222

METTLER TOLEDO ist ein führender, weltweiter Hersteller von Präzisionsinstrumenten sowie Serviceanbieter. Das Unternehmen nimmt in zahlreichen Marktsegmenten eine führende Stellung ein und ist in vielen Bereichen weltweiter Marktführer. METTLER TOLEDO ist der größte Anbieter von Wägesystemen und Analyseinstrumenten für den Einsatz in Labors und der Inline-Messung in anspruchsvollen Produktionsprozessen der Industrie und des Lebensmittelhandels.

Die METTLER TOLEDO Division Produktinspektion zählt zu den führenden Anbietern im Bereich automatisierter Inspektionstechnologie. Die Division umfasst die Marken Safeline Metall- und Röntgeninspektion, Garvens und Hi Speed Kontrollwaagen sowie CI-Vision und PCE Track & Trace. Die Produktinspektionslösungen steigern die Prozesseffizienz der Produzenten und unterstützen sie bei der Einhaltung von Industriestandards und Regulierungen. METTLER TOLEDO Systeme sorgen für eine nachhaltig höhere Produktqualität und tragen so zum Schutz der Verbraucher sowie des Rufes des Herstellers und seiner Produkte und Marken bei.

Für weiterführende Informationen: http://www.mt.com/pi

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Lebensmittelsicherheit – Leitfaden von Lloyd´s Register (LRQA ) ab sofort erhältlich

Jetzt einfach und kostenlos downloaden

Lebensmittelsicherheit - Leitfaden von Lloyd´s Register (LRQA ) ab sofort erhältlich

Bewahren Sie in der Welt der Lebensmittelsicherheit den Überblick

Abhängig vom Anwendungsbereich (Herstellung, Verpackung, Lagerung, Futtermittel etc.) gibt es diverse Normen & Programme, anhand welcher Qualität und Sicherheit im Lebensmittelbereich nachgewiesen werden. Nicht immer ist es da ganz leicht, den Überblick zu wahren und die richtigen Faktoren zu berücksichtigen. Unser Vergleichsleitfaden hilft Ihnen dabei, sich für das richtige Lebensmittelsicherheitsprogramm zu entscheiden Downloaden SIe jetzt einfach den Leitfaden: http://www.lrqa.de/formular/download-lebensmittelsicherheit-leitfaden.aspx,
oder schreiben Sie uns unter Carl.Ebelshaeuser@lrqa.com oder rufen Sie uns an +49 (0)221 96757700

Lloyd´s Register Deutschland GmbH ( http://www.lrqa.de ) wurde 1985 gegründet und ist eine der international führenden Gesellschaften für die Auditierung von Managementsystemen und Risikomanagement. LRQA bietet Schulungen und Zertifizierung von Managementsystemen mit Schwerpunkten in folgenden Bereichen: Qualität, Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Energiemanagement, Auditierung von Lieferketten. Mit mehr als 45 Akkreditierungen und Niederlassungen in 40 Ländern kann LRQA Auditierungen in 120 Ländern durchführen. Weltweit betreuen 2.500 Auditoren mehr als 45.000 Kunden. LRQA gehört zur Lloyd´s Register Gruppe. Lloyd“s Register wurde 1760 als erste Gesellschaft zur Schiffsklassifizierung gegründet und bietet heute Dienstleistungen im Bereich Risikomanagement. Die Lloyd´s Register Gruppe ist ein gemeinnütziges Unternehmen gemäß englischem Charity-Recht, d.h. die Gewinne werden für eine gemeinnützige Stiftung verwendet bzw. wieder direkt ins Unternehmen investiert. Hierdurch ist LRQA wirtschaftlich unabhängig. Weiter Information erhalten Sie durch info@lrqa.de oder 0221- 96757700. Den LRQA-Newsletter erhalten Sie unter: http://www.lrqa.de/kontakt-und-info/news-abonnieren.aspx Weitere Infos unter: http://www.lrqa.de/standards-und-richtlinien/angebot-anfordern.aspx

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8. qualityaustria Lebensmittelforum: Eine Branche in Zeiten der Globalisierung

8. qualityaustria Lebensmittelforum: Eine Branche in Zeiten der Globalisierung

8. qualityaustria Lebensmittelforum, v.l.n.r.: Lorber, Steinwider, Leger-Hillebrand, Jäger, Dick (Bildquelle: © Anna Rauchenberger)

Das 8. qualityaustria Lebensmittelforum brachte am Mittwoch, den 12. Oktober mehr als 90 Vertreter aus der Nahrungsmittelindustrie in das LFI in Linz. Im Zentrum der Veranstaltung mit dem Titel „Kostbare (Lebens)Mittel in Zeiten der Globalisierung“ standen die komplexen Herausforderungen, mit denen Produzenten und Unternehmer aus der Lebensmittelbranche konfrontiert sind.

Branchen-Insights
Nach der Eröffnung des Lebensmittelforums durch Axel Dick (Prokurist Business Development Umwelt und Energie, Quality Austria), der als Moderator durch die Veranstaltung führte, zeigte Wolfgang Leger-Hillebrand (Prokurist Branchenmanagement Lebensmittelsicherheit, Quality Austria) aktuelle Entwicklungen in der Branche auf. In Hinblick auf die zunehmende Verflechtung der Warenströme in einem globalen Umfeld werde die Welt der Lebensmittel für Hersteller immer komplexer. Der neue Leitfaden 2016/C278/01 diene als Orientierungshilfe für die praktische Umsetzung der HACCP (Hazard Analysis and Critical Control Point) Anforderungen im Rahmen eines Managementsystems für Lebensmittelsicherheit. Ein wichtiger Standard für alle Unternehmen der gesamten Lebensmittelkette sei nach wie vor die ISO 22000, die sich derzeit in Revision befinde. Abschließend ging Leger-Hillebrand auf das Thema Food Waste ein: „Lebensmittelabfälle sind nach den USA und China der weltweit drittgrößte CO2 Emittent. Ein Drittel der landwirtschaftlichen Anbaufläche wird für Lebensmittel verbraucht, die weggeworfen werden. So landen in Österreich allein 158.000 Tonnen Lebensmittel im Hausmüll.“

Lebensmittelsicherheit auf dem Prüfstand
Den ersten Schwerpunkt des Forums „Globalisierung und Konsequenzen für die Lebensmittelsicherheit“ leitete Thomas Lorber (CEO, Intact Consulting) mit seinem Vortrag zum Thema „Integrity Management im globalen Beschaffungsumfeld – wie können Lebensmittel sicherer werden?“ ein. Danach wies Johann Steinwider (Leitung Abt. Risikobewertung, AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) darauf hin, dass die Risikobewertung von Chlorhühnern & Co zwar nach internationalen Standards erfolge, aber der Gesetzgeber davon abweichende Entscheidungen treffen könne. „Lebensmittelunternehmer stehen vor immer größeren Herausforderungen. Sie sind für die Lebensmittelsicherheit verantwortlich und müssen darauf achten, unterschiedliche Anforderungen der Zielländer einzuhalten“, so Steinwider.

Fremdkörper als Gesundheitsrisiko
Andreas Schmölzer (Ingenieurconsulting – Unternehmensberatung Ingenieurbüro für Ernährungswissenschaften) beleuchtete Gesundheitsrisiken durch Fremdkörper in Lebensmitteln und stellte aktuelle Herausforderungen an das Fremdkörpermanagement dar. Darauf aufbauend lieferte Marc-Remo Kündig (Marketing/Communication, W. Kündig & Cie) praxisnahe Einblicke in die Qualitätssicherung und das Management von Fremdkörpern bei der Lebensmittelverarbeitung. Die anschließende Podiumsdiskussion über die Kontamination von Lebensmitteln und die Erkennung von Fremdkörpern mit Andreas Jurewicz (Business und Projekt Manager Product Inspection, Mettler-Toledo) bildete den Abschluss des zweiten Themenschwerpunkts.

Ernährungstrends von heute und morgen
Nach der Mittagspause nahmen sich Henry Jäger (Institut für Lebensmitteltechnologie, Universität für Bodenkultur Wien) sowie Daniela Terbu und Nina Mohimi (Digitale Kommunikation & Social Branding, The Coolinary Society) der Esskultur im Wandel der Zeit an. „Insekten werden als Alternative zu tierischen und pflanzlichen Proteinquellen in Betracht gezogen. Für den Zucht- und Verarbeitungsprozess gibt es jedoch noch keine Richtlinien und Standards, welche die Lebensmittelsicherheit gewährleisten. Auch sind mögliche Allergien durch den Verzehr von Insekten bisher kaum erforscht“, folgerte Jäger hinsichtlich dieser neuen Nahrungsquelle. In der Lebensmittelverarbeitung sei generell ein effizienter Umgang mit Ressourcen essentiell. In Bezug darauf ging Jäger auf neue Technologien zur schonenden Verarbeitung von Lebensmitteln wie das Ohmsche Erhitzen und das Hochdruck-Verfahren ein. Weiters machte er auf die wachsenden Herausforderungen der Lebensmittelindustrie aufmerksam: „Durch Faktoren wie demografischer Wandel, lebensmittelbedingte Krankheiten, Verfügbarkeit der Rohmaterialien und geforderte Ressourceneffizienz steht die Lebensmittelverarbeitung zunehmend unter Modernisierungsdruck.“ Daniela Terbu und Nina Mohimi widmeten sich in ihrem Vortrag „Food Web – Österreich is(s)t online: Social Media und Essen – wie passt das zusammen?“ der Veränderung der Esskultur vor dem Hintergrund digitaler Kommunikation.

Rechtssicherheit im Fokus
Im vierten und letzten Schwerpunkt „Compliance Management“ der Veranstaltung beschäftigte sich Dietmar Österreicher (Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz: stoffliche und technologische Risiken, Gentechnik, Bundesministerium für Gesundheit) mit den Anforderungen an Lebensmittelkontaktmaterialien. Im Fall von unerwarteten, negativen Ereignissen für Unternehmen in der Lebensmittelindustrie sprach Andreas Schwarz (Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft, Technische Universität Ilmenau) über „Strategische Krisenkommunikation und Medien“ und präsentierte Erkenntnisse der internationalen Kommunikationsforschung. Im letzten Vortrag des 8. qualityaustria Lebensmittelforums machte Bernhard Wolff (Experte für Kreativität und Gründer Think-Theatre) Lust auf Ideen.

Quality Austria – Trainings, Zertifizierungs und Begutachtungs GmbH ist der führende Ansprechpartner für System- und Produktzertifizierungen, Begutachtungen und Validierungen, Assessments, Trainings und Personenzertifizierungen und für die Austria Gütezeichen. Grundlage sind weltweit gültige Akkreditierungen beim BMWFW und internationale Zulassungen. Darüber hinaus vergibt das Unternehmen seit 1996 gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium den Staatspreis Unternehmensqualität. Der Leistungskern der Quality Austria liegt in ihrer Kompetenz als nationaler Marktführer für das Integrierte Managementsystem zur Sicherung und Steigerung der Unternehmensqualität. Damit ist die Quality Austria ein wesentlicher Impulsgeber für den Wirtschaftsstandort Österreich und für „Erfolg mit Qualität“. Sie kooperiert weltweit mit rund 50 Mitgliederorganisationen und ist nationaler Repräsentant von IQNet (The International Certification Network), EOQ (European Organisation for Quality) und EFQM (European Foundation for Quality Management). Über 12.000 Kunden in knapp 50 Ländern – davon circa 2.000 in Österreich – profitieren von der langjährigen Expertise des international tätigen Unternehmens.

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Riskplaza

Riskplaza

Riskplaza

Was ist Riskplaza?
Riskplaza ist eine Datenbank mit Informationen über mögliche Gefährdungen durch Lebensmittelzutaten und mögliche Maßnahmen zum Risikomanagement.
Zugriff auf Riskplaza und die in der Datenbank hinterlegten Informationen haben die Beteiligten der Lebensmittel-Lieferkette, Behörden und alle am Riskplaza-Audit+-System beteiligten Institutionen.
Die Stiftung Riskplaza sorgt gemeinsam mit Sachverständigen aus den zugehörigen Branchen, von der Niederländischen Behörde für Nahrungsmittelsicherheit (NVWA) und von Zertifizierungsstellen dafür, dass die Informationen in der Riskplaza-Datenbank immer aktuell sind. Dadurch stellt Riskplaza den gemeinsamen Nenner dar und ist das staatlich anerkannte Sicherheitssystem.
Wenn in der Riskplaza-Datenbank inhaltliche Änderungen erfolgen, werden die Riskplaza-Nutzer von der Stiftung per Newsletter darüber benachrichtigt.

An welche Zielgruppen ist Riskplaza gerichtet?

Lebensmittelhersteller sind für alle Produkte verantwortlich, die sie einkaufen und auf den Markt bringen. Selbstverständlich muss bei allen Produkten und Zutaten die Lebensmittelsicherheit gewährleistet sein. Beim Einkauf dürfen sich die Hersteller jedoch nicht ausschließlich auf die Lebensmittelsicherheitszertifikate ihrer Lieferanten verlassen. Um die genannten Akteure bei der Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit von Zutaten so weit wie möglich zu entlasten, wurde das Riskplaza-Audit+-System entwickelt. Das Riskplaza-Audit+-System bezieht sich auf die Daten in der Riskplaza-Datenbank.
Bei einem Riskplaza-Audit+ führt eine Zertifizierungsstelle (CI) bei einem teilnehmenden Betrieb einen zusätzlichen Audit Lebensmittelsicherheit, ergänzend zum bereits vorhandenen Lebensmittelzertifikat (zum Beispiel HACCP, IFS, BRC, ISO 22000, FSSC 22000 oder andere genehmigte Hygienevorschriften), durch. Dieser zusätzliche Audit Lebensmittelsicherheit hat den Zweck, die Lebensmittelsicherheit von Zutaten zu gewährleisten. Während des Audits muss der Betrieb belegen können, dass er die möglichen Gefährdungen durch Zutaten wirksam kontrolliert.

Zielsetzung von Riskplaza

Die Onlinedatenbank Riskplaza unterstützt Sie beim Aufbau eines zertifizierten Qualitätssicherungssystems. Die Riskplaza-Datenbank kann ein hilfreiches Instrument bei folgenden Lebensmittelsicherheitssystemen und Normen sein: BRC, IFS, FSSC 22000. Die Nutzung der Riskplaza-Datenbank bietet die folgenden Vorteile beim Aufbau eines Lebensmittelsicherheitssystems:
-Bessere Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit von Zutaten
-Einblick in die gesetzlichen Vorschriften
-Geringerer Zeitaufwand für das Verfassen von Lieferantenbeurteilungen
-Geringerer Umfang der Kontrollen durch die NVWA zu Gefährdungen durch Rohstoffe

Vorteile der Riskplaza-Zertifizierung durch LRQA:
LRQA wird von der Stiftung Riskplaza anerkannt.
Unsere erfahrenen Kontrolleure verfügen über spezifische und praktische Erfahrungen in der Branche. Sie haben relevante Ausbildungen und Schulungen absolviert, sowohl innerhalb der Lebensmittel- und Futtermittelbranche, als auch im Bereich der Auditierung. Darüber hinaus erwartet LRQA von seinen Mitarbeitern, dass sie ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und ihre soziale Kompetenz ständig weiterentwickeln.
Es sind kombinierte Audits mit ISO 22000 / FSC 22000 / ISO 9001 und BRC/IFS möglich, wodurch die Effizienz des Auditierungsverfahrens gesteigert werden kann.
LRQA gehört zu den weltweit führenden Zertifizierungsanbietern und hat eine tadellose Reputation. Deshalb werden die Zertifikate und Erklärungen des Unternehmens von vielen Beteiligten rund um den Globus anerkannt.

LRQA-Angebote

Zertifizierung: LRQA bietet die Riskplaza-Zertifizierung an.
Liste anerkannter Betriebe: Die Stichting Riskplaza veröffentlicht auf ihrer Website eine Liste aller anerkannten Betriebe.

Auf der Website von Riskplaza, www.riskplaza.nl , finden Sie viele weitere Informationen über diesen Standard.

Lloyd´s Register Deutschland GmbH ( http://www.lrqa.de ) wurde 1985 gegründet und ist eine der international führenden Gesellschaften für die Auditierung von Managementsystemen und Risikomanagement. LRQA bietet Schulungen und Zertifizierung von Managementsystemen mit Schwerpunkten in folgenden Bereichen: Qualität, Umweltschutz, Arbeitssicherheit, Energiemanagement, Auditierung von Lieferketten. Mit mehr als 45 Akkreditierungen und Niederlassungen in 40 Ländern kann LRQA Auditierungen in 120 Ländern durchführen. Weltweit betreuen 2.500 Auditoren mehr als 45.000 Kunden. LRQA gehört zur Lloyd´s Register Gruppe. Lloyd`s Register wurde 1760 als erste Gesellschaft zur Schiffsklassifizierung gegründet und bietet heute Dienstleistungen im Bereich Risikomanagement. Die Lloyd´s Register Gruppe ist ein gemeinnütziges Unternehmen gemäß englischem Charity-Recht, d.h. die Gewinne werden für eine gemeinnützige Stiftung verwendet bzw. wieder direkt ins Unternehmen investiert. Hierdurch ist LRQA wirtschaftlich unabhängig. Weiter Information erhalten Sie durch info@lrqa.de oder 0221- 96757700. Den LRQA-Newsletter erhalten Sie unter: http://www.lrqa.de/kontakt-und-info/news-abonnieren.aspx. Weitere Infos unter: http://www.lrqa.de/standards-und-richtlinien/angebot-anfordern.aspx

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Lebensmittelsicherheit im Überblick: METTLER TOLEDO stellt neues White Paper vor

Lebensmittelsicherheit im Überblick:  METTLER TOLEDO stellt neues White Paper vor

Ab sofort zum Download verfügbar: das METTLER TOLEDO White Paper zum Thema Lebensmittelsicherheit.

Gießen, 13. September 2016 – METTLER TOLEDO hat ein neues White Paper zu Auszeichnungsvorschriften und guter Hygienepraxis im Lebensmitteleinzelhandel veröffentlicht. Das Whitepaper „Food Safety for Fresh Products in Grocery Retail“ steht ab sofort kostenfrei in englischer Sprache als Download zur Verfügung.

Das White Paper erklärt in erster Linie, welche Vorgaben Lebensmitteleinzelhändler beim Etikettieren von Frischeprodukten erfüllen müssen. Im Fokus stehen die Lebensmittel-Informationsverordnung für den europäischen Markt und der FDA Food Safety Modernization Act für den US-Markt. Darüber hinaus gibt das White Paper Praxis-Tipps für den hygienischen Umgang mit frischen Lebensmitteln.

Interessenten finden das METTLER TOLEDO White Paper „Food Safety for Fresh Products in Grocery Retail“ unter www.mt.com/retail-FoodSafetyWhitePaper zum kostenfreien Download.

METTLER TOLEDO ist ein führender weltweiter Hersteller von Präzisionsinstrumenten. Das Unternehmen ist der weltgrößte Hersteller und Anbieter von Wägesystemen für Labors, die Industrie und den Lebensmittelhandel. METTLER TOLEDO gehört zudem zu den drei führenden Anbietern verschiedener komplementärer Messtechnologien und ist ein führender Anbieter von Systemen für die automatisierte Arzneimittelforschung und Wirkstoffentwicklung. Im Weiteren ist das Unternehmen der weltgrößte Hersteller und Anbieter von Metallerkennungssystemen für die Produktion und Verpackungsindustrie. Weitere Informationen über METTLER TOLEDO Lösungen für den Lebensmitteleinzelhandel sind unter www.mt.com/retail verfügbar.

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8. qualityaustria Lebensmittelforum: Kostbare (Lebens)Mittel in Zeiten der Globalisierung

8. qualityaustria Lebensmittelforum: Kostbare (Lebens)Mittel in Zeiten der Globalisierung

8. qualityaustria Lebensmittelforum am 12. Oktober 2016 in Linz (Bildquelle: © Quality Austria)

Durch das zunehmende Ernährungsbewusstsein sind Lebensmittel mittlerweile weit mehr als nur Mittel zum Leben. Das 8. qualityaustria Lebensmittelforum befasst sich daher mit den aktuellen Herausforderungen von Produzenten und Unternehmern, die in der heutigen globalen Lebensmittelkette mit steigenden Anforderungen an Lebensmittel konfrontiert sind. Nicht nur Lebensmittel an sich, sondern auch ihre Verpackung und Aufmachung sind zentral, um in der Lebensmittelbranche wettbewerbsfähig zu bleiben. Praxisnahe Diskussionen und Vorträge zeigen auf, wie im Spannungsfeld zwischen rechtlichen Vorgaben und hohen Erwartungen der Konsumenten die Sicherheit der Lebensmittel gewährleistet und Gesundheitsrisiken für Verbraucher erfolgreich gemanagt werden können.

Termin: Mittwoch, 12. Oktober 2016, 09.30 – 17.45 Uhr

Ort: LFI Hotel – Landwirtschaftskammer Gästehaus | Auf der Gugl 3, 4021 Linz

Veranstalter: Quality Austria – Trainings, Zertifizierungs und Begutachtungs GmbH

Vortragende:
– Wolfgang Leger-Hillebrand, Prokurist Branchenmanagement Lebensmittelsicherheit, Quality Austria
– Thomas Lorber, CEO, Intact Consult
– Johann Steinwider, Leitung Abt. Risikobewertung, AGES – Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit
– Andreas Schmölzer, Ingenieurconsulting – Unternehmensberatung Ingenieurbüro für Ernährungswissenschaften
– Marc-Remo Kündig, Marketing/Communication, W. Kündig & Cie
– Andreas Jurewicz, Business und Projekt Manager Product Inspection, Mettler-Toledo
– Henry Jäger, Institut für Lebensmitteltechnologie, Universität für Bodenkultur Wien
– Daniela Terbu, Digitale Kommunikation & Social Branding, The Coolinary Society
– Dietmar Österreicher, Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz: stoffliche und technologische Risiken, Gentechnik, Bundesministerium für Gesundheit
– Andreas Schwarz, Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft, Technische Universität Ilmenau
– Bernhard Wolff, Experte für Kreativität und Gründer Think-Theatre

Moderation: Axel Dick, Prokurist Business Development Umwelt und Energie, Quality Austria

Teilnahme: 190,00 Euro exkl. MwSt., eine schriftliche Registrierung bis 6. Oktober 2016 ist erforderlich

Veranstaltungshomepage: www.qualityaustria.com/lebensmittelforum2016

Quality Austria – Trainings, Zertifizierungs und Begutachtungs GmbH ist der führende Ansprechpartner für System- und Produktzertifizierungen, Begutachtungen und Validierungen, Assessments, Trainings und Personenzertifizierungen und für die Austria Gütezeichen. Grundlage sind weltweit gültige Akkreditierungen beim BMWFW und internationale Zulassungen. Darüber hinaus vergibt das Unternehmen seit 1996 gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium den Staatspreis Unternehmensqualität. Der Leistungskern der Quality Austria liegt in ihrer Kompetenz als nationaler Marktführer für das Integrierte Managementsystem zur Sicherung und Steigerung der Unternehmensqualität. Damit ist die Quality Austria ein wesentlicher Impulsgeber für den Wirtschaftsstandort Österreich und für „Erfolg mit Qualität“. Sie kooperiert weltweit mit rund 50 Mitgliederorganisationen und ist nationaler Repräsentant von IQNet (The International Certification Network), EOQ (European Organisation for Quality) und EFQM (European Foundation for Quality Management). Über 12.000 Kunden in knapp 50 Ländern – davon circa 2.000 in Österreich – profitieren von der langjährigen Expertise des international tätigen Unternehmens.

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Mit dem JMC Verlag auf der (Lebensmittel-) sicheren Seite

Aktueller Listerien-Skandal zeigt Wichtigkeit einer konsequenten Warenkontrolle

Mit dem JMC Verlag auf der (Lebensmittel-) sicheren Seite

Das neue HACCP-Premium-Paket des JMC Verlags (Bildquelle: JMC Verlag)

Augsburg, 15. Juni 2016 – Der aktuelle Listerien-Skandal der Großmetzgerei Sieber aus dem bayerischen Geretsried macht erneut darauf aufmerksam, wie wichtig eine lückenlose und sichere Warenkontrolle für lebensmittelverarbeitende und gastronomische Betriebe ist. Treten innerhalb der Liefer- und Verarbeitungskette gesundheitsschädigende Bakterien oder Keime auf, müssen alle Stellen einen einwandfreien Nachweis über die Qualität und den Zustand der verarbeiteten Lebensmittel bringen. Können sie das nicht, drohen hohe Haftungsrisiken. Zur konsequenten Warenkontrolle bietet der JMC Verlag neben den neu ins Portfolio aufgenommenen Lebensmittel-Thermometern die komplette Produktpalette. Außerdem ganz neu: Das HACCP-Basis- und Premium-Paket für kleine Gastronomie-Betriebe.

Listerien wie bei der Firma Sieber können in Lebensmittel verarbeitenden Betrieben immer wieder auftreten. In einem konkreten Fall kam es zu Erkrankungen, nachdem Gäste eines Gastronomie-Betriebs Wurstsalat gegessen hatten. Dank einer lückenlosen Dokumentation inklusive Rückstellproben konnte die Großküche jedoch nachweisen, dass sie alles richtig gemacht und die Kühlkette vom Wareneingang bis zur -ausgabe eingehalten hatte. Zum Glück, sonst wäre der Betrieb ein hohes Haftungsrisiko eingegangen. Es stellte sich heraus, dass die Wurst bereits bei der Anlieferung mit den Listerien behaftet war.

Temperatur von Lebensmitteln schnell und einfach erfassen
Damit es nicht soweit kommt, stellt der JMC Verlag ein umfassendes Portfolio an Produkten zur Lebensmittelsicherheit bereit. Neu im Sortiment sind die beiden Einstechthermometer „testo 104-IR“ und „testo 106“. Das robuste und praxistaugliche Infrarot-Messgerät testo 104-IR zur Messung der Oberflächen- und Kerntemperatur von Lebensmitteln eignet sich für die Lebensmittelindustrie, für Restaurants und für den Einzelhandel. Das zum Bruttopreis von 129,- Euro erhältliche Gerät aktiviert sich, sobald der Einstechfühler ausgeklappt wird. Mit seinem präzisen 2-Punkt-Laser mit 10:1-Optik zeigt das testo 104-IR den exakten Messbereich an.

Mit bis zu zwei Messungen pro Sekunde eignet sich das testo 106 zur extrem schnellen Erfassung der Kerntemperatur. Das mit einem akustischen und optischen Alarm ausgestattete Gerät hinterlässt mit seiner schlanken, robusten Messspitze nur sehr kleine Einstichlöcher. Im Lieferumfang enthalten sind die wasser- und schmutzabweisende Schutzhülle TopSafe sowie der praktische Halteclip mit Fühlerschutzkappe zur Befestigung an Gürtel oder Wand. Das Thermometer kostet 58,- Euro inkl. MwSt. Beide Thermometer sind wasserdicht, nach EN 13485 geprüft und HACCP-konform.

Eigenkontrollsystem selbständig umsetzen
Die Arbeitshilfe „Eigenkontrollen und HACCP in der Gastronomie“ enthält gut verständliche Handlungsanleitungen für die Errichtung eines Eigenkontrollsystems. Die Nutzer erfahren alle notwendigen HACCP-Grundlagen mit anschaulichen Beispielen aus der Praxis. Der Ordner hilft, Verbesserungen zu erkennen und umzusetzen, gesetzliche Anforderungen zu erfüllen und sich gegen Haftungsrisiken abzusichern. Weiterhin bietet der JMC Verlag einen HACCP-Wareneingangsstempel mit integriertem Stempelkissen und das „Allergen-Paket Gastronomie“ mit einer genauen Anleitung, wie bei der Kennzeichnung von Allergenen vorzugehen ist. Außerdem das „Schulungspaket Infektionsschutzgesetz (IfSG)“ mit Unterlagen für eine umfassende Belehrung zum IfSG. Beide Produkte sowie Checklisten aus dem HACCP-Ordner sind zum Download verfügbar.

Ganz neu: HACCP-Pakete für kleine Gastronomie-Betriebe
Ab sofort bietet der JMC Verlag seine HACCP-Produkte für kleine gastronomische Betriebe auch in zwei Paketen jeweils zu Vorzugspreisen an. Das Basispaket enthält den HACCP-Ordner, ein Thermometer, Desinfektionstücher, HACCP-Checklisten und das Allergenpaket zum Download. Das Premium-Paket umfasst zusätzlich noch einen Printy Wareneingangsstempel sowie ein höherwertiges Lebensmittel-Thermometer.

Alle genannten Produkte können im JMC Verlag unter https://jmc-verlag.de/shop/ bestellt werden.

Der JMC Verlag UG (haftungsbeschränkt) mit Sitz in Augsburg ist ein auf Lebensmittelhygiene spezialisierter Verlag. Mit seinen Produkten richtet er sich in erster Linie an Gastronomie-Betriebe wie Restaurants und Großküchen. Das Portfolio erstreckt sich von praktischen Anleitungen und Arbeitshilfen zur Umsetzung von Hygienevorschriften bis zu Schulungsmaterialien (Folien und Videos) zur einfachen Durchführung gesetzlich notwendiger Schulungen. Der JMC Verlag bietet zudem Produkte, die für die notwendigen Eigenkontrollen nützlich sind (z.B. Lebensmittel-Kontrollthermometer, Wareneingangsstempel).
Der Verlag wurde 2010 von Jürgen Mayer gegründet. Jürgen Mayer ist seit vielen Jahren erfahrener Berater und Dozent im Bereich Lebensmittelhygiene/HACCP. In dieser Eigenschaft ist er in vielen Bereichen der Lebensmittelwirtschaft (Industrie, Handwerk, Großküchen, Logistik, Verpackung, etc.) unterwegs und begleitet die Betriebe bei der Einführung von HACCP-Systemen und verschiedenen Normen und Standards. Weitere Informationen finden Sie unter: www.jmc-verlag.de .

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JMC Verlag
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Aquakultur Mit GGN

GLOBALG.A.P. stellt Verbraucherlabel auf Seafood Expo Global 2016 vor

Aquakultur Mit GGN

Im Rahmen einer Pressekonferenz auf der Seafood Expo Global 2016 in Brüssel stellt GLOBALG.A.P., Standardgeber für Gute Agrarpraxis, ein Konsumentenlabel für Fisch und Meeresfrüchte aus zertifizierter Aquakultur vor.

Ziel ist, die Kunden aus Handel, Industrie und Aquakultur mit einem klar erkennbaren Verbraucherlabel und einem neuen Onlineservice aktiv zu unterstützen.

Das Zeichen „GGN“ steht in Zukunft für zertifizierte Produkte aus Guter Aquakultur Praxis. Zugleich verweist die Namensgebung auf die Herkunft des Labels aus dem GLOBALG.A.P. Standard.

GGN ist die übliche Kurzform für die “ GLOBALG.A.P. Nummer“. Sie identifiziert alle Farmen, die am Zertifizierungssystem von GLOBALG.A.P. teilnehmen. Über die GGN überprüfen Handel und Industrie schon heute online die erfolgreiche Zertifizierung eines Agrarbetriebes.

Gemeinsam mit dem GGN-Label präsentiert GLOBALG.A.P. eine neue Onlineplattform, auf der ab Mai 2016 auch Endverbraucher über die GGN konkrete Informationen zu einzelnen Farmen und Produkten abrufen können.

Die GLOBALG.A.P. Nummer auf dem Endprodukt ermöglicht es jedem Konsumenten, sich über die Farm zu seinem Produkt informieren. Damit wird GGN zum Schlüssel für eine transparente Kommunikation vom Verbraucher bis zur Farm.

Das Onlineportal mit der GGN-Farmsuche soll in Kooperationen auch anderen Standards zur Verfügung gestellt werden. Bereits vor dem offiziellen Launch wurde eine entsprechende Zusammenarbeit mit dem Standard „Friend of the Sea“ vereinbart.

Das GGN Verbraucherlabel basiert auf dem aktuellen GLOBALG.A.P. Standard Version 5, der ein deutlich breiteres Spektrum an Spezies als die meisten vergleichbaren Standards umfasst. Der Standard deckt umfangreiche Anforderungen zum Thema Lebensmittelsicherheit, Tierwohl, Arbeitssicherheit und Umweltschutz ab. Aktuell sind 30 unterschiedliche Spezies an Fisch und Meeresfrüchten aus Aquakulturen in 28 Ländern zertifiziert (Stand 31. März 2016).

Website: http://www.ggn.org

Über GLOBALG.A.P.

GLOBALG.A.P. ist ein führendes weltweites Zertifizierungsprogramm mit dem Ziel, landwirtschaftliche Betriebe und Händler zusammenzubringen, um sichere Lebensmittel zu produzieren und zu vermarkten, knappe Ressourcen zu schützen und Nachhaltigkeit für die Zukunft zu schaffen.

Kontakt
GLOBALG.A.P. c/o Foodplus GmbH
Claudia Meifert
Spichernstr. 55
50672 Köln
022157993 – 997
meifert@globalgap.org
www.globalgap.org

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Food Fraud: Lebensmittel auf dem Prüfstand

Food Fraud: Lebensmittel auf dem Prüfstand

qualityaustria Lebensmittelforum: v.l.n.r.: Massani, S. Greimel, A. Greimel, Lidauer, Wieninger (Bildquelle: © Anna Rauchenberger)

Das diesjährige qualityaustria Lebensmittelforum brachte am 14. Oktober 2015 mehr als 100 Vertreter aus der Lebensmittel- und Reinigungsbranche ins LFI in Linz. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Bekämpfung von Lebensmittelbetrug, die Steigerung von Lebensmittelsicherheit sowie innovative Reinigungskonzepte.

Leere Versprechen
Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) erfasst seit 2012 Beschwerden über Lebensmittel, die nicht das halten, was sie versprechen. Mehr als 400 Beiträge wurden bisher von kritischen Konsumenten eingebracht, rund ein Drittel betrifft dabei die Aufmachung des Produktes. Im Zentrum der Kritik stehen Mogelpackungen, die mit viel Luft anstelle des Inhalts gefüllt sind, aber auch überdimensionale Abbildungen von hochpreisigen Zutaten, die im Produkt nur in geringen Mengen enthalten sind. Die meisten Beschwerden beziehen sich auf Snacks und Süßigkeiten, die falsche Erwartungen wecken. Durch den Lebensmittel-Check des VKI haben Hersteller bei rund 40 Produkten nachgebessert oder die Ware aus dem Sortiment genommen. Ähnliches Bild in Deutschland: Über www.lebensmittelkarheit.de , die Plattform der Verbraucherzentrale des Bundesverbands, wurden von den Konsumenten bisher 6.500 irreführende Produkte gemeldet. Mehr als 270.000 Beschwerden sind in den vergangenen Jahren über das Portal www.abgespeist.de von foodwatch eingegangen.
Aufgrund dieser Entwicklungen gewinnt die Bekämpfung von Lebensmittelbetrug auch auf europäischer Ebene zunehmend an Bedeutung. Aktuell wurde die Arbeitsgruppe „Food Fraud“ eingerichtet, in der Maßnahmen gegen Lebensmittelbetrug entwickelt und geprüft werden. Außerdem ist ein Kontrollprogramm für Honig und Fisch geplant, das die wahrheitsgemäße Kennzeichnung der Produkte überprüft.

Aktuelles aus der Lebensmittelbranche
Vor dem Hintergrund dieses besorgniserregenden Trends widmete sich das 7. qualityaustria Lebensmittelforum den Themen Lebensmittelsicherheit und -betrug. Zu Beginn ging Alfred Greimel, Prokurist Branchenmanagement Lebensmittel, Land- und Forstwirtschaft bei der Quality Austria, auf die derzeitige Entwicklung bei Zertifikaten ein. Die wichtigsten Lebensmittelstandards seien nach wie vor HACCP, ISO 22000, IFS Food V6 und FSSC 22000. Insbesondere bei den drei letztgenannten sei ein stetiges Wachstum zu verzeichnen. Food Safety sei nach wie vor eine wesentliche Voraussetzung zur Vermeidung lebensmittelbedingter Erkrankungen, indem unabsichtliche, zufällige Kontaminationen präventiv erkannt werden. Die neuen Herausforderungen in der Lebensmittelbranche seien aber zunehmend Food Defense und Food Fraud. „Lebensmittelkriminalität ist ein globales Problem!“, so Greimel. In beiden Fällen handle es sich um vorsätzliche Verfälschungen. Hinter Food Defense würden oft ideologische Motive stehen, die darauf ausgerichtet sind, einem Hersteller gezielt zu schaden. Hingegen ziele Food Fraud grundsätzlich darauf ab, einen wirtschaftlichen Vorteil zu lukrieren.

IFS Global Markets Food – die Chance für kleinere Unternehmen?
Praxisnahe Einblicke lieferten Edwin Richter, Geschäftsführer Richter glutenfreie Produktions GmbH, und Andreas Schmölzer, Auditor und Netzwerkpartner der Quality Austria. Sie führten in ihrem Vortrag an, dass der IFS Food für kleine Betriebe zu aufwendig sei. Mit dem 2014 eingeführten IFS Global Markets Food könne die Produktsicherheit nun auch in kleinen Unternehmen sichergestellt und eine Qualitätsentwicklung erreicht werden. Die Handwerksbäckerei Richter glutenfreie Produktions GmbH mit neun Mitarbeitern zeige, dass der Standard in der Praxis umgesetzt und in diesem Fall gleichzeitig die Marktpositionierung als Anbieter glutenfreier Backwaren unterstützt werden könne. Laut Richter und Schmölzer könne mit dem IFS Global Markets die wesentlichen Anforderungen praktikabel im Alltag umgesetzt werden. Der Eintrag in die IFS-Datenbank biete den Zusatznutzen, als qualifizierter Lieferant gefunden zu werden.

Energieeffizienz als Wettbewerbsvorteil
Tobias Pröll, Leitung Institut für Verfahrens- und Energietechnik an der Universität für Bodenkultur in Wien, stellte die Herausforderungen und Chancen des Energieeffizienzgesetzes (EEffG) für die Lebensmittelindustrie dar. Anhand der Prozesse in einem Schlachtbetrieb beschrieb Pröll verfahrenstechnische Beispiele, um die Energieeffizienz zu steigern. Einsparpotentiale zur technischen Effizienzsteigerung im Produktionsbereich sehe Pröll in der Reduktion der Abwärmeproduktion sowie in der kaskadischen Nutzung der Abwärme. Er zog die Schlussfolgerung, dass das EEffG große Unternehmen zwinge, ihre energetische Ausgangsbasis durch konkretes Messen und der Erhebung von Daten zu ermitteln. So könnten mögliche Energieverschwendungen und Einsparpotentiale aufgedeckt werden. Die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen bringe Unternehmen zudem Wettbewerbsvorteile.

Schwerpunkt Reinigung und Desinfektion
Marija Zunabovic-Pichler, Universität für Bodenkultur Wien, Department für Lebensmittelwissenschaften und -Technologie, Senior Scientist, stellte effektive Ansätze zur Gewährleistung von Lebensmittelsicherheit vor und ging auf begriffliche Unterschiede ein. Desinfektion habe das Ziel, die Keimzahlen auf ein akzeptables Niveau zu reduzieren. Reinigung hingegen beschreibe die Entfernung von Schmutz sowie Lebensmittelresten und sei Voraussetzung für Desinfektion. Weiters sprach die Mikrobiologin über hygienische Herausforderungen bei der Lebensmittelverarbeitung wie Proteine und Fette, die bei Förderbändern anhaften könnten. „Das Wichtigste ist nicht die Reinigung, sondern den Mikroorganismen die Nährstoffe zu entziehen. Denn ohne Nahrung können sie sich nicht vermehren“, resümierte Zunabovic-Pichler.

Über aktuelle Trends und richtungsweisende Reinigungskonzepte sprach Peter Felbinger, Sales Manager ECOLAB GMBH, zum Thema „Die Reinigungsbrache im Wandel der Zeit – was bringt die Zukunft?“. Als innovativer Entwickler von Reinigungs- und Desinfektionsprodukten sowie Dienstleitungen halte ECOLAB mehr als 6.800 Patente. Darunter befänden sich innovative Produkte zur Lufthygiene und zur Kaltdesinfektion von Schneidewerkzeugen in Fleisch verarbeitenden Unternehmen sowie eine effiziente Schaumtechnologie, die eine höherwertige Schaumkonsistenz in Kombination mit einer verbesserten Schaumhaftung erziele.

Den Abschluss des ersten Schwerpunktes des Forums bildete eine Podiumsdiskussion über Hygienerisiken in der Lebensmittelverarbeitung. Egon Singer, Leiter Reinigung Lebensmittel, Foodservice bei Dr. Schilhan Gebäudereinigung GmbH, betonte, dass das Hygienic Design eine zentrale Herausforderung bei der Reinigung sei. Andreas Marksteiner, Abteilungsleiter Anwendungstechnik hollu Systemhygiene GmbH, teilte diese Ansicht und ergänzte, dass eingesetzte Materialien oft nicht zeitgemäß seien. Neben dem Hygienic Design hob Josef Kolleger, Prokurist Calvatis GmbH, die Wichtigkeit von kompetentem Personal hervor, um Hygieneanforderungen erfüllen zu können. Zur Erkennung von Einsparpotentialen seien nach Peter Felbinger Lieferanten aktiver in den Reinigungsprozess einzubinden.

Schwerpunkt Konsum auf dem Prüfstand
Am Nachmittag widmete sich das qualityaustria Lebensmittelforum vorrangig dem Thema Lebensmittelbetrug. Markus Zsivkovits, Lebensmittelgutachter der AGES ILMU Wien, klärte in seinem Vortrag „Täuschungsschutz – das Irreführungsverbot im Lebensmittelrecht“ über die Grundlagen des Lebensmittelrechts auf. Die Ziele des Lebensmittelrechts seien der Schutz für das Leben und die Gesundheit, der Verbraucherinteressen und lauterer Handelsgepflogenheiten im Lebensmittelhandel (nach Art. 5 Abs. 1 BasisVo 178/2002). In diesem Zusammenhang definierte Zsivkovits Täuschung als falsche Auffassung eines Sachverhalts, unabhängig davon, ob die Täuschung bewusst durch einen anderen herbeigeführt werde. Zur Vermeidung einer Täuschung bestehe laut Artikel 7 der Lebensmittelverordnung ein Irreführungsverbot, das irreführende Informationen über Lebensmittel untersage. So dürfe Kräutertee auf der Verpackung keine entschlackende Wirkung ausweisen, wenn das Produkt diese Eigenschaft nicht besitze. Des Weiteren umfasse § 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) das Irreführungsverbot. Demnach gelte eine Geschäftspraktik als irreführend, wenn sie unrichtige Angaben enthält oder sonst geeignet ist, einen Marktteilnehmer in Bezug auf das Produkt derart zu täuschen, dass dieser dazu veranlasst wird, eine geschäftliche Entscheidung zu treffen, die er andernfalls nicht getroffen hätte. „Das Informationsmanagement ist eine Herausforderung der heutigen Zeit. Wenn der Konsument den Angaben des Herstellers glaubt, hängt die Verkaufsentscheidung nicht nur vom Preis ab“, stellte Zsivkovits abschließend fest.

Einen Blick in die Vergangenheit warf Ulrich Nöhle, Krisenmanagement, Medientraining, Wirtschafts- & Behördenmediation Food & Feed, Honorarprofessor Industrielles Qualitätsmanagement TU Braunschweig. Er hob in seinem Vortrag hervor, dass Betrug bereits so lange wie die Menschheit existiere. Generell sei darunter eine vorsätzliche Verletzung der Vorschriften nach Art. 1(1) der V 882/2004 zu verstehen, um einen finanziellen oder wirtschaftlichen Vorteil zu erzielen. Nöhle betonte, dass es sich bei Betrug um Einzelfälle handle und erinnerte an große Lebensmittelskandale, wie in Österreich die Zugabe des Frostschutzmittels Glykol in Wein oder in China die Vermischung von Milchpulver mit Melamin, die für Konsumenten gesundheitliche Folgen nach sich zogen. Der Pferdefleischskandal sei ein gelenkter Prozess gewesen, der durch Maßnahmen der EU korrigiert wurde. Durch ein koordiniertes Kontrollprogramm konnte die Anzahl der Betrugsfälle von 2013 auf 2014 effektiv verringert werden. Aktuell sei auf europäischer Ebene zur Bekämpfung von Lebensmittelbetrug ein Food Fraud Network gegründet worden, das dem Informationsaustausch diene. Die jeweiligen Mitgliedsstaaten würden dafür jeweils einen nationalen Food Fraud Contact Point benennen. Eine weitere Maßnahme sei das EU-Forschungsprojekt „Food Integrity“. Um Betrugsfällen entgegenzuwirken, seien verfahrensbezogene Prozesskontrollen bei Lieferanten und erweiterte Plausibilitätsprüfungen im Einkauf durchzuführen sowie die im Rahmen der Qualitätssicherung erstellen Primärprotokolle sorgfältig zu überprüfen. Auch unangekündigte Kontrollen könnten dabei helfen, die schwarzen Schafe zu identifizieren.

Alexander Woidich, Auditor und Netzwerkpartner der Quality Austria, stellte in seinem Vortrag die vor kurzem veröffentliche, revidierte Qualitätsmanagementnorm ISO 9001:2015 vor. Unternehmen, die auf die neue Norm umsteigen möchten, könnten sich bereits durch die Quality Austria auditieren lassen. Das Chancen- und Risikomanagement sei in Unternehmen seit jeher ein Thema, jedoch erweitere der risikobasierte Ansatz der ISO 9001:2015 den Betrachtungswinkel. Die Qualitätsmanagementnorm schaffe eine Grundlage, um Risiken und Chancen in systematischer Weise zu identifizieren. „Der risikobasierte Ansatz führt dazu, dass das Managementsystem den Präventionsansatz umfassend verfolgt“, so Woidich.

Einen praxisorientierten Einblick in das Qualitätsmanagement gab Marlene Wieninger, Leitung Qualitätsmanagement der REWE International AG. Sie beschrieb in ihrem Vortrag die wesentlichen Regelkreise in den Bereichen Produkt, Lieferant, Filiale, Lager und Krisenmanagement. Bereits 7.000 Eigenmarken-Artikel werden im Rahmen der Produktkontrolle auf Sicherheit geprüft. Die Qualität der Produkte werde insbesondere im Verkostungscenter der REWE International AG sichergestellt. Im Bereich der Lieferantenkontrolle werde auf den IFS-Standard abgestellt. Ziel sei es, kleine, regionale Betriebe gezielt weiterzuentwickeln, damit auch diese den hohen Standard in ihrem Unternehmen erreichen können. Weiters würden risikobasierte Lieferantenkontrollen und anlassbezogene Audits durch Lebensmittelkontrollstellen und Behörden zentrale Elemente im Qualitätsmanagement darstellen. Im Hinblick auf Filial- und Lagerkontrollen werde der Mitarbeiterschulung hohe Priorität eingeräumt. Jährlich würden bis zu 8.000 Mitarbeiter geschult und auf ihr Wissen zum Qualitätsmanagement geprüft werden.

Markus J. Reimer, Speaker, BusinessExpert, Innovation, sprach in seinem Vortrag „Wa(h)re Innovation – warum und wie wir anders denken müssen“ über wesentliche Voraussetzungen für Innovationskultur und Innovationskiller. Der promovierte Philosoph und international anerkannte Speaker zum Thema Innovation hob unter anderem die Zieldiskrepanz, die Versagens-Angst und starre Denkmuster in der Organisation als Innovationskiller hervor. Es brauche 2.000 Ideen, um zu 10 Innovationen zu kommen. Außerdem müsse man alle Mitarbeiter ins Boot holen, um Innovationen voranzutreiben. „Es gibt keine irrelevanten Personen im Unternehmen. Jeder Mitarbeiter hat eine Aufgabe zu erfüllen“, so Reimer. Weiters sei es wichtig, Experimente zuzulassen, um auf Neues zu stoßen. Die revidierte Qualitätsmanagementnorm ISO 9001:2015 sei durch die Anregung von kontinuierlichen Verbesserungen offener für Restrukturierungen und Innovationen geworden.

Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH (www.qualityaustria.com) ist nationaler Marktführer und Ansprechpartner in den Bereichen der Integrierten Managementsysteme und Branchenstandards betreffend Qualität, Umwelt und Sicherheit. Die Leistungen der Quality Austria reichen von der Aus- und Weiterbildung im Bereich internationaler Managementtrends, der Zertifizierung von Qualitäts- und Managementsystemen bis zur Vergabe des Austria Gütezeichens. Die Prämierung österreichischer Organisationen mit dem Staatspreis Unternehmensqualität erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend und der AFQM. Die Zusammenarbeit der Quality Austria mit IQNet, EOQ, EFQM und weiteren internationalen Organisationen sichert die Vermittlung von globalem Know-how und macht das Unternehmen zu einem kompetenten Partner. Weltweit kooperiert Quality Austria mit rund 100 Mitgliederorganisationen. Über 12.000 Organisationen in knapp 50 Ländern profitieren bereits davon. Quality Austria ist ein stabiler Faktor für wertvolle Synergien am Wirtschaftsstandort Österreich.

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