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Sichere Medikamente durch neue Testverfahren

High-Tech Gründerfonds (HTGF) investiert in SIGNATOPE GmbH aus Reutlingen

Sichere Medikamente durch neue Testverfahren

Gründungsteam SIGNATOPE: Thomas Joos, Oliver Pötz, Hannes Planatscher (Bildquelle: Signatope GmbH)

(Stuttgart/Tübingen/Bonn) – Der High-Tech Gründerfonds investiert in die Reutlinger SIGNATOPE GmbH 600.000 Euro zur Weiterentwicklung eines neuen Biomarker-Testverfahrens für die Medikamentenentwicklung. Das Nachweisverfahren auf Basis spezieller Antikörper optimiert die Aussagekraft bestehender Tests, um mögliche Nebenwirkungen früh zu erkennen. Das trägt dazu bei, Tierversuche zu reduzieren sowie die Entwicklung von Medikamenten sicherer und kostengünstiger zu machen. Namhafte Pharmaunternehmen konnten bereits als Kunden gewonnen werden.

Bevor neue Medikamente zugelassen werden, müssen sie umfangreiche Tests in Zellkulturen und Tiermodellen auf ihre Wirkung und Verträglichkeit durchlaufen. Die von SIGNATOPE entwickelten Biomarkertests weisen Organschäden und Medikamentennebenwirkungen nach. Da sich diese Biomarker zwischen Mensch und Tiermodell im Detail unterscheiden können, benötigte man bisher eine Vielzahl verschiedener Tests für deren Analyse. Im Rahmen der GO-Bio-Phase-I, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung, hat das Team am NMI Naturwissenschaftlichen und Medizinischen Institut an der Universität Tübingen (NMI) eine Methode entwickelt, mit der sich die Biomarker nicht nur beim Menschen, sondern speziesübergreifend analysieren lassen. „Unser Verfahren liefert unabhängig vom gewählten Testmodell quantitativ vergleichbare Daten. Wir können in Urin- oder Blutproben selbst geringste Mengen der Biomarker identifizieren. Das spart signifikant Zeit und Kosten bei der Arzneimittelentwicklung“, erklärt Oliver Pötz, Geschäftsführer der SIGNATOPE.

Der HTGF als großer deutscher Frühphaseninvestor sieht in dem Ansatz der Reutlinger Forscher großes Potenzial. „Das Team konnte uns mit der zukunftsträchtigen Technologie überzeugen. Nichtinvasive Biomarkertestverfahren werden im Vergleich zu den klassischen histopathologischen Methoden mit Gewebeschnitten in der Arzneimittelentwicklung immer wichtiger“, erläutert Dr. Lena Krzyzak, Investment Managerin beim HTGF.
Die Wissenschaftler Hannes Planatscher, Thomas Joos, Octavian Schatz und Oliver Pötz gründeten das Unternehmen SIGNATOPE zusammen mit dem NMI. „Das NMI als wirtschaftsnaher Inkubator ist die Keimzelle vieler erfolgreicher Gründungen“, erklärt der Geschäftsführer der BioRegio STERN Management GmbH, Dr. Klaus Eichenberg. „Es ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Vernetzung von innovativer Forschung und erfolgreicher Wirtschaft in der Region funktioniert.“

Über die BioRegio STERN Management GmbH:
In den Städten Stuttgart, Tübingen, Esslingen und Reutlingen sowie den Regionen Stuttgart und Neckar-Alb ist die BioRegio STERN Management GmbH seit 2001 gemeinsames Kompetenznetzwerk, Anlauf- und Beratungsstelle für Existenzgründer, Unternehmer und Forscher aus der Life-Sciences-Branche. Die BioRegio STERN Management GmbH vertritt deren Interessen gegenüber Politik, Medien und Verbänden und berät bei Förderanträgen sowie Unternehmensfinanzierungen. Bedeutende Schwerpunkte bilden die Regenerationsmedizin, die Medizintechnik und die Automatisierung der Biotechnologie. Geschäftsführer ist der Molekular- und Zellbiologe sowie Investmentanalyst Dr. Klaus Eichenberg.

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Wie entsteht eine Mundschleimhautentzündung?

Mangelnde Mundhygiene fördert die Entstehung einer Mundschleimhautentzündung

Wie entsteht eine Mundschleimhautentzündung?

Durch verschiedene Bakterien, Pilze sowie Viren kann eine Mundschleimhautentzündung entstehen. (Bildquelle: © HstrongART – Fotolia.com)

Eine Mundschleimhautentzündung entsteht durch Bakterien, Viren und Pilze, die in der Mundhöhle Infektionen auslösen. Mundschleimhautentzündungen können mit einem extrem trockenen Mund einhergehen. Auch Schmerzen und Brennen im Mund können auftreten. Das Schlucken fällt schwer, zudem bilden sich Mundgeruch, rote Stellen, Schwellungen und Blutungen. Auch ein Befall mit Candida-Hefepilzen, dem sogenannten Mundsoor, kann durch eine Mundschleimhautentzündung begünstigt, auftreten. Dann sind helle, weißliche Beläge sichtbar. Mit schmerzhaften Bläschen und Fieber äußert sich eine Infektion mit Herpesviren im Mund.

Risikogruppen für Mundschleimhautentzündung

Vor allem Menschen mit geschwächtem Immunsystem zum Beispiel durch eine Behandlung mit Chemotherapeutika oder Bestrahlung laufen Gefahr, Symptome einer Mundschleimhautentzündung zu entwickeln, aber auch Personen, die eine bereits angegriffene Mundschleimhaut haben, weil sie rauchen, übermäßig Alkohol konsumieren oder an einer Essstörung leiden. In der Onkologie kann – je nachdem, welche Medikamente verabreicht werden oder Behandlung durchgeführt wird – die Prävention einer Mundschleimhautentzündung durch Pilzerreger oder Herpesviren fester Bestandteil des Therapieplans sein. Denn sowohl bei der Bestrahlung als auch bei der Chemotherapie können Schleimhautzellen geschädigt werden. Medizinische Mundspülungen wie Glandomed® können dann zur schonenden Reinigung des Mundes beitragen, zum Beispiel bei einer oralen Mukositis, also einer Entzündung der Mundschleimhaut.

Wie reinigt Glandomed® bei Mundschleimhautentzündung?

Regelmäßig angewendet, also nach jedem Essen und vor dem Schlafengehen, hilft Glandomed® dabei, Zahnfleisch und Zähne gründlich über sogenannte Macrogole zu reinigen. Dabei handelt es sich um verträgliche Polymere, die durch Herabsetzen der Oberflächenspannung eine bessere Benetzung der Mundschleimhaut bewirken und z.B. Fette und Gerbstoffe lösen können. Glandomed® enthält keinen Alkohol. Seine regelmäßige Anwendung hilft, dass sich weniger Plaque bildet. Patienten können zudem durch ausreichend Flüssigkeitsaufnahme, eine ausgewogene und nährstoffreiche sowie zugleich säurearme Ernährung einer Mundschleimhautentzündung vorbeugen. Gerade während einer Chemotherapie sollte aktiver Schutz der Mundschleimhaut durch Arzt und Patient betrieben werden, zum Beispiel, indem man scharfe Kanten an hartem Brot oder an Besteck unbedingt meidet.

Glandosane® / – aromatisiert Spray zur Anwendung in der Mundhöhle Wirkstoffe: Carmellose-Natrium, Sorbitol, Kaliumchlorid, Natriumchlorid, Magnesiumchlorid-Hexahydrat, Calciumchlorid-Dihydrat, Kaliummonohydrogenphosphat. Anwendung bei Mundtrockenheit jeden Ursprungs, insbesondere bei Mundtrockenheit, die durch eine Strahlentherapie im Kopf-Halsbereich (radiogenen Sialadenitis) verursacht ist. Zur Mundpflege auf der Intensivstation. Enthält Natriumbenzoat und Sorbinsäure. Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker. cell pharm GmbH – Theodor-Heuss-Str. 52 – 61118 Bad Vilbel Stand: Februar 2014

Das Unternehmen cell pharm ist ein Spezialist in Sachen Tumortherapeutika. Die Produktpalette umfasst auch Produkte für Patienten, die aufgrund von Medikamenten unter Mundschleimhautentzündungen als auch unter Mundtrockenheit leiden. Bei Mukositis bietet cell pharm eine spezielle Mundspülung an, die sich hervorragend für die Mundpflege eignet.

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Grippewelle macht auch vor Haustieren nicht Halt

Keine „menschlichen“ Medikamente bei Tieren ohne Rücksprache mit dem Tierarzt einsetzen

Grippewelle macht auch vor  Haustieren nicht Halt

Die Grippewelle hat Deutschland in diesem Jahr früher als üblich im Griff und es wird noch schlimmer werden. Gefährdet sind jedoch nicht nur Menschen, sondern auch unsere Haustiere, so der überregionale Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde e.V. mit Sitz in Kamp Lintfort in Nordrhein-Westfalen. Auch das Robert-Koch-Institut befürchtet eine weitere Ausbreitung. Zudem steht der Höhepunkt des Karnevals und Faschings bevor – alle Jahre wieder ein Beschleuniger der Krankheitsverbreitung.
Dies geht auch an unseren Haustieren nicht spurlos vorbei. Wenn die vierbeinigen Hausbewohner – egal ob Hund oder Katze – den Fressnapf unbeachtet lassen und matt und abgeschlagen wirken, dann hat sie wahrscheinlich eine Grippe erwischt. Auch ein Schnupfen macht sich zunächst meisten mit Appetitlosigkeit begleitet vom Niesen bemerkbar. In den meisten Fällen besteht kein Grund zur Panik, so der Bund Deutscher Tierfreunde. Ruhe und viel Trinken sind die beste Medizin. Die meisten Haustiere werden mit einer Erkältung selber fertig.
Auf keinen Fall dürfen „menschliche“ Arzneimittel eingesetzt werden. Viele Substanzen darin können auch in kleinen Mengen für Haustiere gefährlich und sogar tödlich sein, so der Bund Deutscher Tierfreunde. Dies gilt auch für eigentlich als „harmlos“ geltende Medikamente wie beispielsweise Nasentropfen oder Tabletten. Medikamente sollten ausschließlich vom Tierarzt verschrieben werden, denn gerade bei Tieren kommt es auf die Dosierung an. Mit Rotlicht kann der Heilungsprozess gefördert werden, doch sollte das Tier mindestens 50 Zentimeter bis einen Meter Abstand zur Lampe haben und nicht alleine gelassen werden.
Als Vorsichtsmaßnahme empfehlen die Tierschützer vom Bund Deutscher Tierfreunde die kleinen Lieblinge nach dem Gassigehen oder dem Ausflug nach draußen bei Regenwetter trocken zu reiben. Erkrankte Hunde sollten natürlich trotzdem weiter Gassi gehen. Allerdings sollten die Hundehalter die Wege verkürzen, zügig laufen und bei schlechtem Wetter nicht ständig stehen bleiben.
Und sollten Herrchen oder Frauchen erkrankt sein, sollten sie – auch wenn´s schwer fällt – die allzu große Nähe des Lieblings meiden. Auch Hunde oder Katzen können sich unter Umständen anstecken – besonders alte oder geschwächte Tiere. Allerdings kommt dies selten vor. Es heißt also vorsichtshalber: Enges Kuscheln verboten – für ein paar Tage.
Macht sich bei den Haustieren Fieber bemerkbar oder hält die Erschöpfung an und das Fressen wird verweigert, hilft nur noch der Gang zum Tierarzt. Grundsätzlich sollte nicht zu lange gewartet werden, denn – so der Bund Deutscher Tierfreunde – beispielsweise der weit verbreitete Satz von der feuchten Nase beim Hund, die auf einen gesunden Hund hinweise, ist ein Irrglaube.
Auch reine Wohnungstiere sind vor Erkältungen nicht geschützt. Trockene Heizungsluft reizt nicht nur bei Menschen die Schleimhäute, auch Haustiere können darunter leiden und sich erkälten. Bei Haustieren sollte deshalb besonders auf die Raumluft geachtet werden. In trockenen und heißen Wohnungen haben Bakterien und Viren es leicht sich auszubreiten. Trocknen die Schleimhäute der Tiere aus, werden sie anfälliger für Krankheiten. Außerdem sollte Zugluft auf jeden Fall verhindert werden. Besonders Kleintiere wie Vögel und Hasen sind sehr empfindlich. Wird mit der Behandlung einer ernsthaften Erkrankung zu lange gewartet, können die Tiere sogar daran sterben

Der Bund Deutscher Tierfreunde e.V. mit Sitz im nordrheinwestfälischen Kamp-Lintfort ist ein überregionaler Tierschutzverein.Der 1999 gegründete BDT e.V. unterhält zwei eigene Tierheime in Kamp-Lintfort sowie in Weeze und unterstützt rund 30 Tierheime und Tierschutzvereine im gesamten Bundesgebiet. Der BDT e.V. ist ein Verein für Tier-, Natur- und Artenschutz. Das Tierheim in Kamp-Lintfort feierte 2014 bereits sein zehnjähriges Bestehen.

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Medikamente vor dem Saunabesuch: Manche mögen’s nicht so heiß

R+V-Infocenter: Durch Hitze kann sich die Wirkung von Arzneimitteln verändern – vor dem Saunabesuch mit dem Arzt oder Apotheker sprechen

Medikamente vor dem Saunabesuch: Manche mögen

Wiesbaden, 2. Februar 2017. Gut für die Abwehrkräfte und Balsam für die Seele: Rund 30 Millionen Deutsche gehen mehr oder weniger regelmäßig in die Sauna. Besonders in den kalten Wintermonaten genießen viele die wohlige Wärme. Doch wer neue Medikamente einnimmt, sollte vor dem Besuch des Schwitzbades lieber seinen Arzt oder Apotheker fragen. „Die Wärme hat bei einigen Mitteln Einfluss auf die Wirkung – besonders, wenn sie kurz vorher angewendet werden“, sagt Dr. Marko Ostendorf, Arzt beim Infocenter der R+V Versicherung.

Das Wechselspiel aus Wärme und Kälte beugt Erkältungen vor, stärkt das Herz-Kreislauf-System und entspannt. Saunagänger sollten jedoch beachten: Medikamente und Wärme vertragen sich nicht immer. So nimmt der Körper einige Mittel dadurch schneller und vermehrt auf. Das gilt beispielsweise für therapeutische Pflaster oder Rheumasalben. Die Pflaster können sich zudem durch die Hitze ablösen, die Salben stark brennen. „Aber nicht nur die Aufnahme über die Haut verändert sich, sondern auch der Magen-Darm-Bereich und der Stoffwechsel arbeiten anders“, so R+V-Experte Dr. Ostendorf. Wer ein neues Medikament einnimmt oder erstmals nach der Verordnung in die Sauna geht, sollte deshalb grundsätzlich einen Arzt oder Apotheker fragen. „Manchmal reicht es aus, die Einnahme der Medikamente um einige Stunden zu verschieben oder den Saunabesuch dementsprechend zu planen.“ Wer eine akute Erkrankung hat, etwa eine Erkältung oder eine Entzündung, sollte auf das Schwitzbad lieber ganz verzichten – der Infekt kann sich dadurch sogar verschlimmern.

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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Erhöhter Blutdruck schon bei Kindern

Übergewicht kombiniert mit Bewegungsmangel

sup.- Bluthochdruck im Kindes- und Jugendalter wird in seiner Relevanz von Ärzten häufig unterschätzt. Rund 650.000 Heranwachsende sind Studien zufolge bereits von zu hohen Werten betroffen. „Ab dem dritten Geburtstag sollten Eltern regelmäßig den Blutdruck ihres Kindes messen lassen“, empfiehlt Dr. Hermann Josef Kahl, Präventionsexperte des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Bei auffälligen Werten sollten in erster Linie Lebensstiländerungen wie Abbau von Übergewicht sowie Förderung eines bewegungsaktiven Alltags im Vordergrund stehen, bevor die Verordnung von Medikamenten erwogen wird. Tipps und Anregungen von Experten, wie Eltern gute Rahmenbedingungen für eine gesunde Lebensweise ihrer Sprösslinge schaffen können, gibt z. B. das Ratgeber-Portal www.komm-in-schwung.de.

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Führungskräfte aus Chemie und Pharma fordern Abschaffung des Preismoratoriums

Um Forschung und Produktion in Deutschland zu stärken und die Beschäftigung in der Pharmaindustrie zu sichern, muss das Preismoratorium für Medikamente abgeschafft werden.

(Mynewsdesk) Dies fordern die im VAA zusammengeschlossenen Führungskräfte der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Nach dem Ende des ressortübergreifenden Pharmadialogs der Bundesregierung mit Vertretern von Pharmaindustrie, Wissenschaft und Verbänden liegt mittlerweile der Regierungsentwurf für ein GKV-Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz vor. „Der Entwurf lässt leider noch sehr zu wünschen übrig“, so der Hauptgeschäftsführer des Führungskräfteverbandes Chemie VAA Gerhard Kronisch. „Zwar sind positive Ansätze zu erkennen, aber insgesamt wurde das Ziel, den Forschungs- und Produktionsstandort Deutschland zu stärken und gleichzeitig die Versorgung der heimischen Patienten mit innovativen Arzneimitteln zu sichern, klar verfehlt.“ Auch der ab März 2018 vorgesehene Inflationsausgleich sei angesichts der allgemein niedrigen Inflationsrate lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein.

Aus Sicht der Chemie- und Pharma-Führungskräfte ist vor allem die Verlängerung des seit 2010 bestehenden Preismoratoriums bis Ende 2022 wirtschaftlich absolut kontraproduktiv. Denn kaum eine Branche hat höhere Investitions- und Forschungskosten als die Pharmaindustrie. Während aber die Preise für Roh- und Wirkstoffe ebenso steigen wie die Energiekosten, bleiben Arzneimittelpreise über Jahre eingefroren. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen geraten so in eine existenziell bedrohliche Marktlage. „Man darf nicht vergessen: Auch die Löhne und Gehälter der Beschäftigten sind gestiegen – in einem angemessenen Umfang und vollkommen zu Recht“, betont Gerhard Kronisch. Aber jede weitere Erhöhung des Kosten- und Preisdrucks für die Unternehmen werde mittelfristig auf dem Rücken der Beschäftigten und zulasten der Beschäftigungssicherheit ausgetragen. Für den VAA gehören Innovation, Forschung, Produktion und Beschäftigung unbedingt zusammen.

„Die gesamtwirtschaftliche Lage lässt es zu, auf das Preismoratorium schon jetzt zu verzichten“, erläutert VAA-Hauptgeschäftsführer Kronisch die Position des Führungskräfteverbandes. „Insbesondere gilt dies für patentfreie Medikamente und Generika.“ Diese unterliegen einem intensiven Wettbewerb sowie höchst detaillierten und effektiven Regulierungssystemen aus Festbeträgen und Rabattverträgen.

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Die Führungskräfte Chemie sind zusammengeschlossen im Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der chemischen Industrie (VAA). Als Berufsverband und Berufsgewerkschaft vertritt der VAA die Interessen von rund 30.000 Führungskräften aller Berufsgruppen in der chemischen Industrie und den angrenzenden Branchen. Zur firmenübergreifenden Branchenvertretung schließt der VAA Tarifverträge und führt einen intensiven Dialog mit den Sozialpartnern und weiteren Organisationen der Chemie.

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Arzneimittelberatung von 4sigma

Schulung für eine sicherere und effizientere Medikation und Therapie

Arzneimittelberatung von 4sigma

Non-Compliance – ein weit verbreitetes Phänomen

Es ist ein offenes Geheimnis: Viele Patienten weichen im Alltag vom vereinbarten Therapieschema ab. Experten beziffern das Ausmaß der Non-Compliance je nach Krankheitsbild auf ca. 10 bis 50 Prozent. Vor allem Menschen mit einer chronischen Erkrankung, die einer Langzeittherapie bedürfen, halten sich häufig nicht an die ärztlich verordnete Medikation – aus verschiedenen Gründen: weil sie Nebenwirkungen befürchten, durch die Zahl der täglich einzunehmenden Arneimittel überfordert sind, den Nutzen der Behandlung bezweifeln oder zu wenig über die Folgen einer falschen Medikamenteneinnahme wissen. Die Auswirkungen einer Non-Compliance sind jedoch gravierend: Schätzungen zufolge gehen jedes Jahr Hunderttausende Krankenhauseinweisungen sowie Zusatzkosten für das Gesundheitssystem in Milliardenhöhe auf das Konto vermeidbarer Medikationsfehler.

Informationsangebot für Patienten: Arzneimittelberatung von 4sigma

Viele Patienten halten sich leichter und zuverlässiger an ihre Therapie, wenn sie deren Nutzen für ihr persönliches Leben verstehen. Um dieses Verständnis zu entwickeln, braucht es vor allem bedarfsgerechte Informationen und eine ausführliche Aufklärung. Im besten Fall übernimmt der behandelnde Arzt diese wichtige Aufgabe. Viele Unklarheiten zur medikamentösen Therapie tauchen aber erst außerhalb des Sprechzimmers auf – im Alltag und wenn gerade kein Arzt in der Nähe ist. Die Arzneimittelberatung von 4sigma hilft in dieser Situation weiter: Mit dem Beratungs-und Schulungsprogramm können eingeschriebene Patienten schnell und einfach per Telefon alle Fragen zum Thema Arzneimittel klären und ihr Wissen dazu umfassend erweitern und vertiefen. Das Programm mit einer Laufzeit von 12 Monaten richtet sich insbesondere an chronisch erkrankte Menschen, die z. B. aufgrund einer medikamentösen Langzeittherapie, Polymedikation oder Multimorbidität einen erhöhten Beratungsbedarf aufweisen. Die Begleitung verfolgt dabei folgenden Ziele:

– Individuelle Aufklärung und Information zur Arzneimitteltherapie
– Vermeidung von Neben- und Wechselwirkungen der eingenommenen Medikamente und von daraus resultierenden Komplikationen
– Steigerung und Sicherung der Adhärenz/Compliance des Patienten
– Erhöhung der Patientensicherheit und -kompetenz im Umgang mit Arzneimitteln
– Optimierung der Medikation (Versorgungslücken, Überversorgung)
– Ausschöpfung von Einsparmöglichkeiten (Hinweis auf Rabattverträge/Generika etc.)

Arzneimittelmanagement: Was das Programm von 4sigma bietet

Jedem Programmteilnehmer steht über einen Zeitraum von 12 Monaten ein persönlicher Berater als Ansprechpartner rund um das Thema Arzneimittel zur Seite. Der erfahrene und geschulte Spezialist von 4sigma (Apotheker, qualifiziertes pharmazeutisches Fachpersona) beantwortet alle Fragen zuverlässig, kurzfristig und bequem per Telefon. Je nach Unterstützungsbedarf des Patienten umfasst die Begleitung folgende Komponenten:

– Arzneimittel-Check:
Gemeinsam mit dem Programmteilnehmer überprüft der Arzneimittelexperte von 4sigma alle Arzneimittel, die der Patient regelmäßig einnimmt. Er bespricht mit ihm eventuelle Risiken für Neben- und Wechselwirkungen und informiert ihn über Optimierungsmöglichkeiten. Gegebenenfalls empfiehlt der Berater, den behandelnden Arzt aufzusuchen, um nach Absprache und im Einverständnis mit ihm eine Anpassung der Medikation vorzunehmen.

– Individuelle Schulung:
In regelmäßigen Telefongesprächen schult der Berater den Programmteilnehmer ausführlich und vertraulich zu wichtigen Aspekten der Erkrankung und Therapie: Wie wirken die verordneten Medikamente? Warum ist es so wichtig, sie regelmäßig einzunehmen? Wie lassen sich Neben- und Wechselwirkungen vermeiden?

– Medikamenten-Hotline:
Auch unabhängig von den vereinbarten Gesprächsterminen kann sich der Programmteilnehmer an das Beratungsteam von 4sigma wenden: Über die kostenlose Arzneimittel-Hotline erhält er im Bedarfsfall rasch, ohne Wartezeiten und individuell verlässliche Antworten auf seine Fragen zur Medikation.

Die Arzneimittelberatung von 4sigma unterstützt Versicherte und Patienten gezielt dabei, zum Experten in eigener Sache zu werden. Sie gewinnen durch die Begleitung nicht nur an Sicherheit im täglichen Umgang mit ihren Medikamenten, sondern können ihre Behandlung auch besser unterstützen und mitgestalten. Die Beratung ergänzt dabei die Versorgung durch den Arzt und greift nicht in die ärztliche Behandlung ein.

Über 4sigma:
Die 4sigma ist seit 1995 am Markt für telefonische und telemedizinische Gesundheitsdienstleistungen vertreten. Seit dieser Zeit entwickelt sie durchgängige Konzepte zur strukturierten Patienten- und Versichertenbetreuung und ist damit Vorreiter auf dem Gebiet des Versorgungsmanagements in Deutschland.
Weitere Informationen unter: www.4sigma.de

Kontakt
4sigma GmbH
Dr. Christina Weber
Bajuwarenring 19
82041 Oberhaching
089/950084-446
christina.weber@4sigma.de
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Leberschäden durch Medikamente vorbeugen

Tag der Patientensicherheit

Leberschäden durch Medikamente vorbeugen

Mariendistelpräparat mit dem Silymarin-Spezialextrakt (z. B. Legalon®)

Bad Homburg, 16. September 2016 – „Medikationssicherheit“ ist das Schwerpunktthema am diesjährigen Tag der Patientensicherheit am 17.September. Je länger oder je mehr Medikamente eingenommen werden, desto höher kann das Risiko sein, dass die Leber durch ein Medikament oder sein Abbauprodukt geschädigt wird. Da viele Medikamente in der Leber abgebaut werden, sollte diese rechtzeitig vorbeugend unterstützt werden, wie mit dem bewährten pflanzlichen Wirkstoff Silymarin (z.B. in Legalon®). Eine Studie belegt, dass die Einnahme von Silymarin zu einer deutlichen Verbesserung der Leberwerte führt. (1)

Die Sicherheit von Medikamenten wird von verschiedenen Faktoren bestimmt. Einer ist die Verträglichkeit, die u.a. daran gemessen wird, ob und welche Neben- und Wechselwirkungen ein Medikament hat. Oft ist dabei die Leber betroffen. Derzeit sind gut 1.000 Wirkstoffe als potenziell leberschädigend bekannt (2), darunter u.a. bestimmte Antidepressiva, Schmerzmittel (auch freiverkäufliche), Antidiabetika, Antibiotika.

Dies macht sich insbesondere bei Patienten bemerkbar, bei denen Medikamente in großer Anzahl und/oder über einen längeren Zeitraum erforderlich sind. So nahmen 2011 über 5 Mio. Versicherte einer gesetzlichen Krankenkasse fünf oder mehr unterschiedliche Wirkstoffe in Arzneimitteln dauerhaft ein. (3)

Viele Patienten nehmen potenziell leberschädigende Medikamente

Im Rahmen einer Studie mit 190 Patienten, die mindestens ein potenziell leberschädigendes, nicht absetzbares Medikament einnahmen, zeigte sich, dass fast jeder zweite Patient (45,8%) ein Schmerz- oder Rheumamittel einnimmt. 28,4% erhielten verschiedene Herz- bzw. Blutdruckmittel und 24,7% Psychopharmaka. Bei der Studie wurde untersucht, welchen Einfluss Legalon® auf die Lebergesundheit und Lebensqualität der Patienten hat. (1)

Silymarin senkt die Leberwerte signifikant

Der Anteil der Patienten mit Leberwerten im Normbereich nahm im Laufe der Studie deutlich zu und steigerte sich um bis zu 30% bei einzelnen Leberwerten. Am Ende der viermonatigen Studie ließ sich eine wesentliche Verbesserung hinsichtlich aller Leberwerte im Vergleich zum Studienbeginn verzeichnen. (1)

Auch der Anteil der Patienten ohne Einschränkung der Lebensqualität stieg innerhalb des Untersuchungszeitraums deutlich an: von 10,0% bei Studienbeginn auf 35,3%. Zudem wurden keine unerwünschten Nebenwirkungen beobachtet und der Silymarin-Spezialextrakt wurde sehr gut vertragen. (1)

Die Leber tut nicht weh

Eine beginnende Leberschädigung hat keine spezifischen Symptome: Müdigkeit und Erschöpfung werden oft als „normale“ Nebenwirkung der einzunehmenden Medikamente gedeutet. Patienten, die viele oder über einen längeren Zeitraum Medikamente einnehmen müssen oder mussten, sollten daher bei diesen Symptomen ihren Arzt ansprechen. Aber auch kurzzeitige Einnahmen bestimmter Medikamente, z.B. eines Antibiotikums, können sich negativ auf die Leber auswirken. Müssen potenziell leberschädigende Medikamente eingenommen werden, bietet sich eine begleitende Silymarin-Kur an.

Pflanzlicher Leberschutz

Silymarin ist ein wirksamer Inhaltsstoff, der aus Mariendistelfrüchten gewonnen wird. Der in Legalon® enthaltende Silymarin-Spezialextrakt wirkt, indem er die Zellen schützt, die Regeneration der Leber unterstützt und zudem freie Radikale abfängt. Die Anwendung vor oder während der erforderlichen Medikamenteneinnahme kann deren möglicherweise leberschädigenden Folgen verringern.
Weitere Informationen finden Interessierte unter: www.leber-ratgeber.de

Quellen
1.Gillessen A et al. MMW-Fortschritte der Medizin, Originalien Nr. IV/2014.
2.Nathwani RA, Kaplowitz N. Clin Liver Dis 10, 2006; 207-217.
3.ABDA. Faktenblatt Polymedikation, Stand: 24.9.2015
(http://www.tag-der-patientensicherheit.de/assets/faktenblatt_polymedikation_stand_24_sept_2015.pdf)

MEDA Pharma GmbH & Co. KG, Bad Homburg ist die deutsche Niederlassung von Meda, einem führenden internationalen pharmazeutischen Spezialitäten-Unternehmen. Medas Produkte werden in mehr als 150 Ländern weltweit verkauft, in über 60 davon wird das Unternehmen von eigenen Niederlassungen repräsentiert. Meda bietet (Spezial-)Rx-, Cx- und OTC-Produkte mit Fokus auf den Therapiegebieten Allergie, Atemwege, Dermatologie, Orthopädie, Gynäkologie, Kardiologie, Neurologie, Urologie und Phytopharmaka an.

Weitere Informationen zum Unternehmen finden Sie auf www.meda.se und www.medapharma.de

Legalon® Madaus 156 mg. Hartkapseln. Wirkstoff: Mariendistelfrüchte-Trockenextrakt. Zusammensetzung: 1 Hartkapsel enthält: 239,57-294,32 mg Trockenextrakt aus Mariendistelfrüchten (36-44 : 1), entsprechend 156 mg Silymarin, berechnet als Silibinin (HPLC); Auszugsmittel: Ethylacetat. Sonstige Bestandteile: Mikrokristalline Cellulose, Maisstärke, Carboxymethylstärke, Natriumsalz (Typ A) (Ph.Eur.), Natriumdodecylsulfat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich], Gelatine, Titandioxid (E 171), Eisen(III)-oxid (E 172), gereinigtes Wasser. Anwendungsgebiete: Zur unterstützenden Behandlung bei chronisch-entzündlichen Lebererkrankungen, Leberzirrhose und toxischen Leberschäden. Das Arzneimittel ist nicht zur Behandlung von akuten Vergiftungen bestimmt. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Zubereitungen aus Mariendistelfrüchten und/oder anderen Korbblütlern oder einen der sonstigen Bestandteile; Schwangerschaft. Nebenwirkungen: Gelegentlich wurden gastrointestinale Beschwerden wie z.B. leicht laxierende Wirkung beobachtet. Gelegentlich können Überempfindlichkeitsreaktionen wie z.B. Exanthem, Pruritus und Dyspnoe auftreten. Stand der Information: Februar 2016, MEDA Pharma GmbH & Co. KG, 61352 Bad Homburg.

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Ansteckungsgefahr im Flugzeug: Erkältungen mit einfachen Mitteln vorbeugen

R+V-Infocenter: Desinfektionstücher und Nasenspray können helfen – Sicherheitsregeln für das Handgepäck beachten

Ansteckungsgefahr im Flugzeug: Erkältungen mit einfachen Mitteln vorbeugen

Dr. Marko Ostendorf, Arzt beim Infocenter der R+V Versicherung

Wiesbaden, 17. August 2016. Viele Flugreisende kennen das nur zu gut: Kaum sind sie am Urlaubsort angekommen, schon kündigt sich eine Erkältung an. Als Übeltäter identifizieren die Urlauber dann meist die Klimaanlage, die inzwischen jedoch dank moderner Filter nicht mehr der Hauptgrund für die schnelle Verbreitung von Krankheitserregern ist. „In der Flugzeugkabine sind Hunderte von Reisenden oft stundenlang auf engstem Raum eingesperrt – da ist die Ansteckungsgefahr grundsätzlich sehr hoch. Zudem macht die trockene Luft die Passagiere anfälliger“, sagt Dr. Marko Ostendorf, Arzt beim Infocenter der R+V Versicherung. Die gute Nachricht: Urlauber können mit einfachen Mitteln vorbeugen.

Beispielsweise können Desinfektionstücher die Gefahr einer Ansteckung senken. „Wer die Hände regelmäßig reinigt, verhindert so, dass Erreger, etwa von Klapptischen, Armlehnen oder Türgriffen auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund gelangen“, erklärt R+V-Experte Dr. Ostendorf. Wichtig: Solche feuchten Tücher gelten im Flugverkehr als Flüssigkeit. Bis 100 ml dürfen sie aber ins Handgepäck – verpackt in einem verschließbaren Plastikbeutel.

Hinzu kommt, dass die geringe Luftfeuchtigkeit in Flugzeugen die Schleimhäute austrocknet und damit die Abwehrfunktion gegen Viren und Bakterien hemmt. Dagegen hilft vor allem Trinken, am besten Wasser oder Säfte. Alkohol sollte hingegen tabu sein. „Zusätzlich können Urlauber Pastillen lutschen, um den Speichelfluss anzuregen.“ Wer den Flug schon mit einer leichten Erkältung antritt, kann vor dem Sinkflug ein abschwellendes Nasenspray anwenden, um den Druck auf die Ohren zu mindern. Angesichts der verhältnismäßig niedrigen Temperatur in der Kabine rät Dr. Ostendorf zudem dazu, auch im Sommer auf den „Zwiebellook“ zu setzen und mehrere dünne Kleidungsstücke übereinander anzuziehen.

Handgepäck: Sicherheitsbestimmungen beachten
Bei der Auswahl der Mittel sollten Reisende unbedingt die Sicherheitsbestimmungen beachten und sich vorab über die Regelungen für das Handgepäck informieren – besonders bei Reisen in Staaten außerhalb Europas. Für die EU gilt: Medikamente sind von der Handgepäckregel ausgenommen. Muss der Fluggast die Arzneimittel regelmäßig einnehmen, sollte er das durch ein Rezept oder ein ärztliches Attest nachweisen können. Medikamente müssen zudem ebenso wie Nasensprays in einem durchsichtigen, wieder verschließbaren Plastikbeutel verpackt sein. Jeder Fluggast darf maximal einen 1-Liter-Beutel mitnehmen.

Das R+V-Infocenter wurde 1989 als Initiative der R+V Versicherung in Wiesbaden gegründet. Es informiert regelmäßig über Service- und Verbraucherthemen. Das thematische Spektrum ist breit: Sicherheit im Haus, im Straßenverkehr und auf Reisen, Schutz vor Unfällen und Betrug, Recht im Alltag und Gesundheitsvorsorge. Dazu nutzt das R+V-Infocenter das vielfältige Know-how der R+V-Fachleute und wertet Statistiken und Trends aus. Zusätzlich führt das R+V-Infocenter eigene Untersuchungen durch: Die repräsentative Langzeitstudie über die „Ängste der Deutschen“ ermittelt beispielsweise bereits seit 1992 jährlich, welche wirtschaftlichen, politischen und persönlichen Themen den Menschen am meisten Sorgen bereiten.

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Allgemein

Hoffnung für Millionen Patienten mit chronischer Nierenerkrankung

Einzigartige Protein-Muster-Erkennung aus Deutschland soll helfen, neue Medikamente gegen die Zerstörung der Niere zu entwickeln

Hoffnung für Millionen Patienten mit chronischer Nierenerkrankung

Zum ersten Mal vergibt die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) einen „Letter of Support“ an ein deutsches Unternehmen. Die Arzneimittel-Zulassungsbehörde der Vereinigten Staaten will damit die Anwendung der in Deutschland entwickelten Protein-Muster-Erkennung für chronische Nierenerkrankungen in der Medikamentenentwicklung forcieren.

Dabei geht es um den Einsatz der weltweit einzigartigen Proteomanalyse, die erstmals eine exakte und frühe Erkennung von chronischen Nierenerkrankungen erlaubt. Dazu werden aus dem Urin 273 Parameter gewonnen, in einer Datenbank abgelegt und mit einem spezifischen Proteinmuster verglichen. In Zukunft soll die Proteomanalyse dabei helfen, Medikamente für die chronische Nierenerkrankung „Diabetische Nephropathie“ (DN), schneller und präziser zu entwickeln und für den Patienten zum Einsatz zu bringen. Erst damit ist nun eine erfolgreiche Behandlung der CKD-Erkrankung (chronisches Nierenversagen) möglich.

Bisher wurden neue Medikamente auf ihre Wirksamkeit am längeren Überleben des Patienten bzw. der Organfunktion getestet, ehe sie auf den Markt kamen. Bei chronischen Erkrankungen ist dies aber nicht möglich, denn eine Niere z.B. verliert erst rund 20 Jahre nach Beginn der Erkrankung ihre vollständige Funktionsfähigkeit. Über solch einen langen Zeitraum kann jedoch die Pharma-Industrie weder Patente halten, noch in Vorfinanzierung gehen. Neue Medikamente, die gezielt chronische Nierenerkrankungen behandeln, sind deshalb trotz dringenden Bedarfs nicht entwickelt worden. Künftig soll die neue Protein-Muster-Analyse der Bewertungsmaßstab sein und dieses Dilemma in der Medikamentenentwicklung beheben.

Chronische Nierenerkrankungen sind unheilbar und enden, wenn nicht frühzeitig erkannt, mit der Dialyse oder dem Tod. Etwa 10 Prozent der Bevölkerung leidet an CKD, Diabetiker zu 30-40 Prozent. Über eine Million Menschen sterben jährlich an CKD, und die Kosten dieser Erkrankung sind weltweit über 100 Milliarden EUR pro Jahr. Hauptsächlich sind von der chronischen Nierenerkrankung Diabetiker Typ 2 betroffen. Ihre Zahl steigt in den westlichen Staaten erheblich an, vor allem durch falsche Ernährung, gekoppelt mit Bewegungsmangel. Allein in Deutschland leiden über 2 Millionen Menschen an einer chronischen Nierenerkrankung. Zwei Drittel wissen jedoch nichts von ihrer Erkrankung.

Da Krankheiten nur auf molekularer Ebene entstehen, dort aber nicht erkannt werden konnten, wurden die Medikamente bislang auch zu spät eingesetzt. Auch dies wird sich jetzt entscheidend ändern.

Das derzeitige Dilemma der Diagnostik besteht darin, dass auf eine diabetische Nephropathie erst geschlossen wird, wenn bereits über 50 Prozent der Niere zerstört sind. Mit der Protein-Muster-Erkennung wird die chronische Nierenerkrankung zu einem viel früheren Zeitpunkt erkannt. Nämlich dann, wenn sie gerade erst entsteht. Damit können jetzt auch Medikamente entwickelt werden, die direkt auf die spezifische Nierenerkrankung wirken. Zugleich erhöht die Proteinanalyse den Innovationsdruck für viele andere neue Wirkstoffe. Die umfangreiche molekulare Proteindatenbank ermöglicht dabei erstmals die Symbiose von Diagnostik und Therapie. Der Vorteil: erheblich reduzierte Kosten durch schnellere und effizientere Entwicklungen neuer Wirkstoffe.

Für die Betroffenen heißt das in Zukunft, dass ihre Erkrankung bereits erkannt wird, wenn die Nieren erst in geringem Umfang angegriffen sind. Durch sofort einsetzende, genau auf den einzelnen Patienten abgestimmte Therapien, können neue und herkömmliche Medikamente erst richtig ihre Wirkung entfalten. Dadurch kann die Funktion der Nieren zumindest erheblich länger erhalten bleiben. So können Dialyse oder gar Organ-Transplantation dem Patienten erspart werden. Die Patienten versterben nicht mehr früher an Herzerkrankungen, die durch diese Nieren-Grunderkrankung ausgelöst werden können und als schwer behandelbar gelten.

Monatlich ist allein in Deutschland bei weit über 16.000 Patienten der Nierenfunktionsverlust nicht mehr aufzuhalten, weil die Kosten der Proteomanalyse nach Weisung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) bislang nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Für Interviews stehen Ihnen unsere Wissenschaftler gern zur Verfügung.

Die mosaiques group Deutschland, gegründet 2002, ist als Biotechnologieunternehmen internationaler Marktführer auf dem Gebiet der klinischen Proteomdiagnostik. Forschung und Entwicklung stehen für die Umsetzung der personalisierten Medizin vom Schlagwort in die Praxis. Mosaiques hat seinen Hauptsitz in Hannover und arbeitet weltweit mit 65 renommierten Kliniken und Instituten, wie etwa der Harvard Medical School, zusammen. Der führende Proteomforscher, Prof. Dr. Dr. Harald Mischak ist Unternehmensgründer und gehört zum Management Board.
Mit der von Prof. Mischak entwickelten und patentierten CE-/MS-Technologie werden Krankheiten besonders früh und präzise diagnostiziert. Der Vorteil für die Patienten liegt in der Krankheitserkennung zu einem Zeitpunkt, an dem
die Progression (das Fortschreiten) der Erkrankung noch nicht eingetreten ist und eine Therapie daher unumkehrbare
Schäden an Organen noch aufhalten kann.

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