Tag Archives: Prostatakrebs

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Was Sie über Prostatakrebs wissen sollten

Prostatakrebs gilt als gut behandelbar – frühzeitige Diagnose ist Grundstein für erfolgreiche Therapie

Was Sie über Prostatakrebs wissen sollten

Erkrankungen der Prostata können in drei unterschiedliche Kategorien eingeteilt werden. (Bildquelle: © spaxiax – Fotolia)

Was ist die Prostata und welche Bedeutung hat sie für Männer? Die Prostata ist eine kleine Drüse und befindet sich als Teil der männlichen Fortpflanzungsorgane direkt unterhalb der Harnblase. Sie umschließt komplett den oberen Teil der Harnröhre. Auf ihrer Rückseite grenzt sie an das Rektum, also an den Enddarm an. Die Drüse wird auch als Vorsteherdrüse bezeichnet und ist von ihrer Funktion her für die Produktion des beim Samenerguss abgegebenen Sekrets verantwortlich. Durch das Zusammenziehen der Muskeln in der Prostata wird das Sekret dabei in die Drüsengänge gedrückt. Eine gesunde Prostata ist im Schnitt rund vier Zentimeter groß und wiegt bei einem jungen Erwachsenen etwa 20 Gramm. Bei älteren Männern kann die Drüse bis zu 100 Gramm schwer werden.

Drei Kategorien von Erkrankungen an der Vorsteherdrüse (Prostata)

Ernste gesundheitliche Probleme mit der Prostata lassen sich in drei unterschiedliche Kategorien einteilen:

– Gutartige Erkrankungen: Am weitesten verbreitet ist das Krankheitsbild der Prostata-Vergrößerung. Gerade Männer im fortgeschrittenen Lebensalter sind von dieser gutartigen Erkrankung betroffen. Von den Symptomen her kommt es hierbei vor allem zu Störungen bei der Entleerung der Harnblase sowie zu verstärktem Harndrang.

– Entzündliche Prozesse: Urologen sprechen von einer Prostatitis, wenn sich entzündliche Prozesse an der Prostata entwickeln. Eine Erkrankung dieser Art kann – unabhängig vom Lebensalter – sowohl akut, als auch chronisch verlaufen. Als ein wesentliches Symptom dieser entzündlichen Prozesse gilt das Brennen beim Wasserlassen.

– Bösartiges Prostata-Karzinom: Kommt es zu einer bösartigen Veränderung bemerken Betroffene dies in der Regel erst einmal überhaupt nicht. Ein wichtiges Indiz stellt dabei ein erhöhter PSA-Wert im Blut dar. Dies lässt sich aber nur im Rahmen einer Diagnose des jeweils behandelnden Arztes feststellen.

Krebs an der Prostata: Diese Symptome und Beschwerden können auftreten

Typischerweise entwickelt sich Prostatakrebs in den frühen Stadien eher unauffällig und ohne gesundheitliche Beschwerden. Erst in weiter fortgeschrittenen Krankheitsstadien machen sich Symptome bemerkbar.
Diese Symptome können auf ein Karzinom der Prostata hindeuten:

– Schmerzen in der Vorsteherdrüse
– Schmerzen im Becken, in den Hüften, im unteren Rückenbereich oder in den Oberschenkeln
– Vermehrter Harndrang (vor allem in der Nacht)
– Probleme beim Wasserlassen bis hin zu einer kompletten Harnverhaltung
– Erektionsstörungen
– Unterbrochener oder lediglich schwacher Samenfluss
– Schmerzen bei der Ejakulation bzw. beim Samenerguss
– Blut in der Samenflüssigkeit oder im Urin
– Schwierigkeiten bei der Darmentleerung.

Grundsätzlich gilt Prostatakrebs zwar als gut behandelbar. Wichtige Voraussetzung hierfür ist aber eine frühzeitige Diagnose, die es erlaubt, rechtzeitig geeignete Behandlungen durchzuführen. Dem Arzt stehen unterschiedliche Verfahren zur Verfügung, um eine Prostataerkrankung zu diagnostizieren.

Bei Prostatakrebs, Erkrankungen an der Prostata – neue, innovative Diagnose, Therapie und Behandlung ohne Nebenwirkungen wie Impotenz und Inkontinenz. Informieren Sie sich, wo die TULSA-PRO®-Behandlung in Deutschland angeboten wird.

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Behandlung von Prostatakrebs ohne Operation

Zur radikalen Entfernung der Prostata gibt es unter bestimmten Voraussetzungen Alternativen

Behandlung von Prostatakrebs ohne Operation

Eine schonende Entfernung des Prostatakrebs. (Bildquelle: © EVERST – Fotolia)

Prostatakarzinome mit einem niedrigen oder mittleren Risikograd können unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne Operation entfernt werden. Bei Patienten mit lokalisierten Tumoren und einem Gleason-Score 6 oder 7 kann alternativ das TULSA-Verfahren eingesetzt werden. Der Name TULSA ist die Kurzform von Transurethrale ULtraSchall Ablation.

TULSA-Verfahren: Schonende Ablation des Karzinoms an der Prostata

Die Behandlung mit TULSA verfolgt das Ziel, das Karzinom der Prostata, also der Vorsteherdrüse, schonend zu zerstören. Dabei sollen die körperlichen Strukturen, respektive die umliegenden Organe nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Das bedeutet: Die Funktionen sowohl für die Kontinenz, als auch für die Potenz bleiben in vielen Fällen erhalten. Das konnte bereits in klinischen Studien nachgewiesen werden.(1) Demnach bleiben bei den meisten Patienten die Harnfunktion sowie die erektile Funktion nach einer TUSLA Behandlung erhalten. Für welche Patienten das TULSA-Verfahren bei Prostatakrebs in Frage kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Entscheidend sind in diesem Zusammenhang zum Beispiel das diagnostizierte Krankheitsstadium sowie die Lokalisierung des Tumors.

TULSA-Verfahren zur Ablation der Prostata: Keine chirurgische Entfernung nötig

Da es sich bei diesem Verfahren nicht um einen offenen-chirurgischen Eingriff handelt, ist ein klassischer Operationssaal nicht erforderlich. Die Behandlung findet stattdessen in einem sogenannten MRT-Untersuchungsraum statt. Dadurch ist während des TUSLA-Verfahrens eine durchgängige Kontrolle durch eine bildgebende Magnetresonanztomografie (MTR) gewährleistet. Der behandelnde Arzt erhält dabei zu jeder Zeit Schnittbilder von der Prostata des jeweiligen Patienten und kann die Behandlung bei Veränderungen anpassen.

Die Behandlung dauert in der Regel lediglich einen Tag

Das gesamte Verfahren kann individuell gesteuert und genau an das jeweilige Krankheitsbild angepasst werden. So kann der behandelnde Arzt – je nach Sitz des Karzinoms in der Prostata – das TULSA-Verfahren gezielt in den betroffenen Bereichen anwenden oder die komplette Prostata behandeln. Die umliegenden Organe können dabei weitestgehend geschützt werden. In der Regel wird das Verfahren lediglich an einem Tag – zumeist unter Vollnarkose – durchgeführt. Die Behandlung selbst dauert nur wenige Stunden, so dass Pateinten nach der Behandlung schnell wieder nach Hause können.

Quelle:
(1) Deutsches Register Klinischer Studien (DRKS); Stand: 16.05.2018.

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Studienlage zur Therapie bei Prostatakrebs mit Ultraschall

Die Therapie mit Ultraschall bei Prostatakarzinom ist noch kein Standardverfahren – Studien laufen

Studienlage zur Therapie bei Prostatakrebs mit Ultraschall

Positive Erfolge bei Prostata Krebs mit dem TULSA Verfahren. (Bildquelle: © JenkoAtaman – Fotolia)

Männer, die an Prostatakrebs leiden, machen sich viele Sorgen darum, ob sie nach einer Behandlung ihre Lebensqualität aufrechterhalten können. Ihre Sorgen beziehen sich vor allem auf Einschränkungen von Potenz und Harnfunktion – die häufigsten Nebenwirkungen der konventionellen Therapie bei der Behandlung von Krebs an der Prostata. Neuere medizinische Verfahren zur Therapie der Prostata, wie zum Beispiel das TULSA Verfahren, zielen neben der effektiven Ablation des krankhaften Gewebes in der Vorsteherdrüse auf eine effiziente Schonung der empfindlichen Organstrukturen im Behandlungsbereich. Klinische Studien zu diesem Verfahren kommen zu vielversprechenden Ergebnissen. Etwa seit dem Jahr 2005 nimmt die Forschung den Einsatz von Ultraschall in der Behandlung von Prostatakrebs in den Blick.

Was ist die TACT-Studie zum TULSA Verfahren zur Ablation der Prostata?

Derzeit läuft eine großangelegte internationale Pivotstudie, die 115 Patienten mit organbegrenztem Prostatakrebs an 13 Forschungsstandorten in den USA, Kanada und Europa einschließt. Die TACT (TULSA-PRO® Ablation Clinical Trial) Studie kommt zu hoffnungsvollen ersten Ergebnissen, die im Rahmen der Jahrestagung der American Urological Association 2018 vorgestellt wurden. Danach erreichten 109 von 115 den sogenannten PSA-Endpunkt, das heißt, der PSA-Wert konnte im Rahmen der Behandlung auf ein normales Maß reduziert werden. Der PSA-Wert gilt in der Diagnostik als Hinweis auf Prostatakrebs. Beim diagnostisch abgesicherten Vorliegen eines Karzinoms an der Prostata ist der PSA-Wert deutlich erhöht. In der Langzeitbewertung der Studie erwarten die Forscher zudem, verlässliche Aussagen über die Nebenwirkungen des Verfahrens in Bezug auf die Erhaltung der Potenz und Harnfunktion treffen zu können.(1)

Chin-Studie aus dem Jahr 2016 zur Behandlung der Prostata mit dem TULSA-Verfahren

Bereits im Jahr 2016 wurde eine Studie zum TULSA-Verfahren veröffentlicht, die zu folgenden Ergebnisse kam: Der PSA-Wert ging in Folge der Behandlung um 87 Prozent zurück und blieb nachweislich über einen Zeitraum von 36 Monaten nach der Therapie stabil. Nach einem Nachsorge-Zeitraum von einem Jahr berichteten 21 von 30 Patienten, sie hätten ausreichende Erektionen, um mit ihren Partnern intim sein zu können. 30 von 30 Patienten konnten nach der Behandlung auf Einlagen verzichten, 29 von 30 zeigten keinerlei Probleme, ihren Urin zu kontrollieren.(2)

(1.) MRI-Guided Transurethral Ultrasound Ablation (TULSA) in Patients with Localized Prostate Cancer: Preliminary Results of TACT Pivotal Study. L. Klotz, American Urological Association, 113th Annual Meeting, LBA-20, San Francisco, CA, Mai 2018
(2.) Chin et al, „Magnetic Resonance Imaging-Guided Transurethral Ultrasound Ablation of Prostate Tissue in Patients with Localized Prostate Cancer: A Prospective Phase 1 Clinical Trial,“ European Urology (2016)

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Prostatakrebs: Krebsrisiko mit Gentest identifizieren?

Bestimmte Varianten im menschlichen Erbgut können das Risiko für Krebs an der Prostata erhöhen

Prostatakrebs: Krebsrisiko mit Gentest identifizieren?

Noch keinen Gentest bei Prostatakrebs. (Bildquelle: © catalin – Fotolia)

Warum sich bei manchen Männern im Laufe des Lebens die Prostata verändert und Tumore entstehen, ist bislang noch nicht bekannt. Es gibt einige Risikofaktoren, die eine Erkrankung begünstigen. Unter anderem scheint es eine familiäre Veranlagung für Prostatakrebs zu geben.

Ist Krebs an der Prostata vererbbar?

Etwa bei der Hälfte aller Männer treten ab dem 50. Lebensjahr Veränderungen an der Prostata auf. Diese können gutartig oder bösartig sein. Bei Männern, deren nahe männliche Verwandte Prostatakrebs haben oder hatten, ist das Risiko erhöht, selbst an einem Prostatakarzinom zu erkranken. Das spricht für eine genetische Komponente bei der Entstehung von Prostatakrebs.

Vor allem, wenn mehrere Familienmitglieder erkrankt sind und die Krankheit in vergleichsweise jungem Alter auftritt, gehen Experten von einer familiären Veranlagung aus.

Gibt es einen Gentest, mit dessen Hilfe sich das Krebsrisiko an der Prostata einschätzen lässt?

Anders als bei anderen Krebsarten (zum Beispiel Brustkrebs) gibt es für Prostatakrebs noch keinen Gentest, der das Erkrankungsrisiko eines Patienten beziffern kann. Es gibt jedoch aktuelle Studien, die bestimmte Risikogene für Prostatakrebs identifiziert haben. Ein Forscherteam aus Großbritannien hat in einer 2018 veröffentlichten genomweiten Assoziationsstudie die Gene von rund 80.000 Männern mit Prostatakrebs und 60.000 Männern ohne Prostatakarzinom miteinander verglichen.(1) Die Wissenschaftler fanden über 60 sogenannte Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNP), also vererbte genetische Varianten, die mit einem erhöhten Prostatakrebs-Risiko verbunden sind. Zusammen mit bereits bekannten Varianten wählten die Forscher 147 Gene aus und entwickelten aus ihnen einen Gentest zu Forschungszwecken. In ihrer Studie konnte dieser Test etwa 28 Prozent der Prostatakrebs-Erkrankungen erklären. Für eine konkrete Prognose reicht das zwar nicht aus, aber die Entwicklung eines geeigneten Gentests für potenzielle Risikopatienten rückt damit in greifbare Nähe.
Es ist denkbar, dass es in Zukunft einen Gentest gibt, dem sich familiär vorbelastete Männer unterziehen können. Zeigt sich hierbei ein hohes Risiko, könnte den betroffenen Männern beispielsweise zu früheren oder umfassenderen Screenings geraten werden.

(1.) Fredrick R. Schumacher, Ali Amin Al Olama, Rosalind A. Eeles: Association analyses of more than 140,000 men identify 63 new prostate cancer susceptibility loci. In: Nature Geneticsvolume 50, pages928-936 (2018).

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Prostatakrebs mit Ultraschall behandeln

Informationen zur Therapie mit fokussiertem Ultraschall bei Prostatakarzinom

Prostatakrebs mit Ultraschall behandeln

Ultraschall und MRT Einsatz bei der Prostata Behandlung. (Bildquelle: © RFBSIP – Fotolia)

Impotenz und Harninkontinenz sind die möglichen Nebenwirkungen einer konventionellen Behandlung von Krebs an der Prostata. Bei einer Operation (radikale Prostatektomie), aber auch bei einer Strahlentherapie kann es zu diesen unerwünschten Nebenfolgen kommen, die starke Auswirkungen auf die Lebensqualität der betroffenen Männer haben kann. Studien konnten nachweisen, dass es vor allem diese möglichen Therapiefolgen sind, die Männer mit der Diagnose Prostata-Krebs am meisten beschäftigen und sie mit großer Sorge erfüllen (1). Zu den neueren, minimalinvasiven Verfahren zur Behandlung von Prostatakrebs gehört das TULSA Verfahren.
Dabei kommt hochintensiver Ultraschall unter Echtzeit-MRT-Kontrolle zum Einsatz. Vereinfacht dargestellt wird dabei das Krebsgewebe zielgerichtet durch Ultraschallenergie verkocht. Die Prostata wird von innen heraus und nicht von außen behandelt. Klinische Studien zeigen, dass das TULSA Verfahren unerwünschte Therapiefolgen wie Impotenz oder Harninkontinenz minimieren kann.

Das TULSA Verfahren zur Behandlung von Krebs an der Prostata im Überblick

Wie läuft eine TULA Behandlung bei Prostatakrebs ab? TULSA ist die Abkürzung für Transurethale Ultraschall Ablation der Prostata. Infrage kommt die Therapie für Patienten mit Tumoren, die einen niedrigen bis mittleren Risikograd aufweisen (Gleason Score 6 bis teilweise 7). Die Behandlung lässt sich folgendermaßen darstellen: Der Patient wird unter Vollnarkose in einem MRT-Gerät und nicht in einem Operationssaal behandelt. Der Ultraschall-Applikator wird über die Harnröhre in die Prostata eingeführt. Gleichzeitig erfolgt eine rektale Kühlung. Zuvor genau definierte Bereiche der Prostata werden mit Hilfe von Ultraschall erhitzt. Auch eine komplette Abtragung des Prostatagewebes kann so erfolgen. Der Behandlungsablauf wird mit Hilfe von Echtzeit-MRT fortdauernd überwacht. Der Vorteil dieses Verfahrens ist u.a. seine Präzision: Die Ultraschallenergie wird genau auf die Bereiche der Prostata gerichtet, die behandelt werden müssen. Nicht betroffenes Gewebe und die empfindlichen Nervenbahnen von Blase und Darm und die Erektionsfunktion werden geschont.

Die Kombination von MRT und Ultraschall zur Behandlung von Krebs an der Prostata

Das TULSA Verfahren kombiniert die bildgebende Technik über MRT und hochintensivem Ultraschall zu einem Verfahren, dass sich durch eine vergleichsweise hohe Präzision kennzeichnen lässt. Kommt es während der Behandlung zu Veränderungen der Prostata, liefert das MRT in Echtzeit die entsprechenden Bilder. So kann der Arzt den Behandlungsbereich flexibel anpassen. In vielen Fällen ist die Rekonvaleszenz nach einer TULSA-Behandlung recht kurz. Der Arzt entscheidet nach der Behandlung, ob der Patient am selben Tag wieder nach Hause kann oder noch über Nacht bleiben soll.

1) Prostate Cancer: Living, not Just Surviving Survey. Results of a pan-European survey of prostate cancer patients, caregivers and healthcare professionals. Beerse (Belgium) 2015.

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Nach der Therapie: Was Patienten mit Prostatakrebs belastet

Nach der konventionellen Therapie kann die Lebensqualität leiden. Was leistet das TULSA Verfahren?

Nach der Therapie: Was Patienten mit Prostatakrebs belastet

Bei den invasiven Verfahren wie die Entfernung der Prostata sind Folgen erheblich. (Bildquelle: © contrastwerkstatt – Fotolia)

Eine Krebserkrankung an der Prostata gilt heute als gut behandelbar. Dennoch sind die Therapiefolgen für manche Patienten erheblich, gerade bei den invasiven Verfahren wie der radikalen Entfernung der Prostata oder bei der Bestrahlung. Die Konsequenzen für die Lebensqualität können erheblich sein. Neue medizinische Behandlungsverfahren nehmen deshalb vor allem die unerwünschten Nebenwirkungen der Therapie bei Prostatakrebs in den Blick und sollen dazu beitragen, insbesondere die häufigen Therapiefolgen Impotenz und Inkontinenz zu minimieren. Zu diesem neuen Verfahren zählt zum Beispiel eine sogenannte TULSA Behandlung mit Ultraschall.

Wo liegen die Probleme nach Bestrahlung oder radikaler Prostatektomie bei Prostatakrebs?

Patienten klagen nach der Prostata-Operation oder nach der Bestrahlung zum Beispiel über Brennen beim Wasserlassen, über Inkontinenz und Impotenz. Letztere ist gerade bei noch jungen Patienten dramatisch. Da Patienten mit Prostatakrebs durch moderne Therapieverfahren immer länger leben, fordert zum Beispiel die Deutsche Krebsgesellschaft, dass Betroffene mit einem lokal begrenzten Tumor sich bereits vor Beginn der Therapie mit der Zeit danach beschäftigen. Zwar ist der medizinische Fortschritt im Bereich der Bestrahlungs- und Operationstechnik enorm, und die Impotenz-Rate konnte verringert werden. Dennoch gibt die Deutsche Krebsgesellschaft an, dass 20 bis 80 Patienten von 100 nach der radikalen Prostatektomie an erektilen Dysfunktionen leiden. Bei der Bestrahlung sind es zwischen 25 und 60 Patienten. [1] Zwar verbessern sich diese Nebenwirkungen oft mit der Zeit. Bei dauerhaften Einschränkungen können unter Umständen Medikamente, mechanische Verfahren oder Penisprothesen zum Einsatz kommen.

Krebs an der Prostata: Kann eine TULSA Behandlung unerwünschte Nebenwirkungen minimieren?

Zu den neuen Verfahren, die auch in Kliniken in Deutschland zunehmend Anwendung finden, gehört die TULSA Behandlung. Klinische Studien über deren Anwendung konnten zeigen, dass damit unerwünschte und die Lebensqualität der Patienten stark beeinträchtigende Nebenwirkungen wie Impotenz und Harninkontinenz minimiert werden konnten. Das Grundprinzip dabei: Mit Hilfe von transurethralem Ultraschall wird unter MRT-Kontrolle das Krebsgewebe gezielt erhitzt und verkocht, wobei das umliegende, für den Erhalt der Lebensqualität wichtige Gewebe weitgehend geschont wird . Das TULSA-Verfahren kann bei Patienten mit auf die Prostata lokal beschränktem Tumor und einem Gleason-Score von 6 und 7 angewendet werden.

[1] https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/prostatakrebs/prostatakrebs-ueberstanden-was-kommt-jetzt.html

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Krebs an der Prostata – die Rolle von Angehörigen

Auf das Wohlbefinden von Prostatakrebspatienten haben Bezugspersonen wesentlichen Einfluss

Krebs an der Prostata - die Rolle von Angehörigen

Psychische und körperliche Belastungen bei Prostatakrebs Patienten. (Bildquelle: © zhukovvvlad – Fotolia)

Die Diagnose Prostatakrebs ist für betroffene Patienten ein Einschnitt. Oftmals fällt es Männern in einer solchen Situation schwer, mit ihren Partnern über die Diagnose und ihre Sorgen in Bezug auf die Nebenwirkungen der Therapie zu sprechen, wie die Studie „Prostate Cancer – Living not just surviving“ [1] aufzeigt. Nur 41 Prozent der in der Studie befragten Patienten in Deutschland gaben an, mit ihren Partner über mögliche Probleme mit Impotenz nach der Behandlung sprechen zu wollen. Dagegen wollen 56 Prozent der Angehörigen offen mit diesem Thema umgehen. Zwar sind auf der einen Seite die emotionalen Auswirkungen dieser Krankheit auf Betroffene enorm. Gleichzeitig haben Patienten Schwierigkeiten, ihre Probleme offen mit dem Partner oder dem Arzt zu besprechen. Die Kommunikation über die Krankheit ist jedoch wichtig, um die Beziehung zwischen Patienten und ihren Partnern zu stabilisieren.

Prostatakrebs-Patienten neigen dazu, ihre psychische und körperliche Belastung herunterzuspielen

Der Studie zufolge neigen Krebspatienten die körperliche und psychische Belastung durch ihre Erkrankung herunterzuspielen. Für den Patienten mit Prostatakrebs ist die Unterstützung durch seine Familie wichtig. Meist werden die nahen Angehörigen von den Ärzten einbezogen, wenn Gespräche zum Zustand und zum Fortschritt der Krankheit geführt werden. Gleichzeitig spielen Angehörige eine gewichtige Rolle, wenn es um die Entscheidung für oder gegen eine Behandlung bzw. die Auswahl der Therapie geht. Angehörige übernehmen eine wichtige Unterstützungsfunktion, vor allem wenn es darum geht, Informationen über die Therapieoptionen und den Krankheitsverlauf zu beschaffen und können die Wahl der Therapie beeinflussen.

Unterstützung durch Angehörige ist für Prostatakrebs-Patienten wichtig

Für Patienten ist es oftmals sehr schwierig, Familienmitglieder in die Gespräche mit dem Arzt und ins Therapiemanagement mit einzubeziehen. Das liegt der Studie zufolge daran, dass sie Angehörige nicht belasten wollen oder dass ihr männliches Selbstbild ihnen dabei im Weg steht, nach dem sie mit Problemen alleine fertig werden müssen. In Schweden wird deshalb in den Leitlinien zur Behandlung von Prostatakrebs-Patienten empfohlen, Ärzte sollten ihre Pateinten dazu ermutigen, Partner oder Angehörige zum Gespräch mitzubringen. Das habe auf das Wohlbefinden erheblichen Einfluss. Dieses Vorgehen ist sicher auch in Deutschland sinnvoll.

Quelle: Prostate Cancer: Living, not Just Surviving Survey. Results of a pan-European survey of prostate cancer patients, caregivers and healthcare professionals. Beerse (Belgium) 2015.

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Radikale Entfernung der Prostata und ihre Nebenwirkungen

Welche Vor- und Nachteile hat die operative Prostata-Entfernung bei einem Karzinom an der Prostata?

Radikale Entfernung der Prostata und ihre Nebenwirkungen

Prostata Therapie: Typische Nebenwirkungen vermeiden. (Bildquelle: © LIGHTFIELD STUDIOS – Fotolia)

Die operative Entfernung der Prostata mit dem Tumorgewebe gilt als eine effektive Behandlungsmethode bei Prostatakrebs. Die Prostata-Entfernung verspricht dann den meisten Erfolg, wenn der Tumor noch nicht gestreut hat und die Biopsie einen günstigen Reifegrad des Tumors ergeben hat. Studien haben nachgewiesen, dass es auch bei unvollständiger Entfernung des bösartigen Gewebes viele Jahre dauern kann, bis sich der Krebs erneut bemerkbar macht. Bei der radikalen Prostatektomie, also der vollständigen Entfernung der Prostata, ist die Heilung des Patienten das Ziel.

Bei dieser Operation wird die gesamte Prostata mit der darin verlaufenden Harnröhre, den Samenbläschen und dem Samenleiter, ein Teil des Blasenhalses und ggf. benachbarte Lymphknoten entfernt. Die OP erfolgt über einen Unterbauchschnitt, eine Bauchspiegelung mit Endoskop oder einen Dammschnitt. Die Wahl der Operationsmethode hängt dabei von den Ergebnissen der Voruntersuchung und der Aggressivität des Tumors ab.

OP an der Prostata kann trotz verbesserter Methoden zu Inkontinenz und Impotenz führen

Trotz verbesserter Operationstechniken bleiben Harnträufeln (Inkontinenz) und eine beeinträchtigte Gliedversteifung (erektile Dysfunktion) die häufigsten Nebenwirkungen der operativen Prostataentfernung. Das bedeutet, dass der Betroffene unter Umständen seinen Urinfluss nicht mehr richtig kontrollieren kann. In einem solchen Fall wird durch die Operation das empfindliche funktionale Gleichgewicht zwischen dem Schließmuskel am Blasenausgang, dem Druck durch eine gefüllte Harnröhre auf die Prostata und dem Schließmuskelsystem der Harnröhre unterhalb der Prostata gestört. Kommt es nach der OP zu einer erektilen Dysfunktion, ist die spontane Erektionsfähigkeit beeinträchtigt. Das heißt jedoch nicht, dass sexuelle Lust und Orgasmus nicht mehr möglich sind. Doch ist nach der Entfernung der Prostata nur ein „trockener“ Orgasmus möglich, weil keine Samenflüssigkeit mehr produziert werden kann.

Können minimalinvasive Verfahren Nebenwirkungen der radikalen Prostatektomie vermeiden

Die Fähigkeit zur Gliedversteifung wird gestört, wenn der Urologe bei der Entfernung der Prostata die dafür verantwortlichen Nervenstränge nicht schonen kann, weil der Tumor bereits eine gewisse Größe erreicht hat. Dabei muss der Arzt immer eine Abwägung zwischen der Schonung dieser Nerven und der vollständigen Tumorentfernung treffen. Ist der Tumor noch klein, ist eine nervenerhaltende Operation am ehesten möglich. Eine Garantie dafür existiert nicht. Die moderne Medizin richtet schon seit längerem ihre Forschungsanstrengungen auf die Vermeidung dieser für Männer sehr belastenden Nebenwirkungen. Mit neuen Verfahren wie TULSA, der Entfernung von Tumorgewebe in der Prostata mit Hilfe von hochintensivem Ultraschall, können die typischen Nebenwirkungen wie Inkontinenz und Impotenz in der Regel bei Patienten vermieden werden, für die diese Form der Therapie geeignet ist.

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Krebs an der Prostata – Moderne Therapien im Fokus

Prostata-Krebs gilt als gut behandelbar, die Therapie hat jedoch Nebenwirkungen. Gibt es Alternativen?

Krebs an der Prostata - Moderne Therapien im Fokus

Übliche Behandlungswege sind bei einem Prostata Krebs mit Nebenwirkungen behaftet. (Bildquelle: © momius – Fotolia)

Prostata-Krebs gilt als die häufigste Krebserkrankung bei Männern. In Deutschland erkranken etwa 170 von 100.000 Männern jährlich neu an einem Karzinom der Prostata, der Vorsteherdrüse beim Mann. Als Risikofaktoren gelten steigendes Alter, bestimmte Lebens- und Ernährungsweisen sowie eine familiäre Disposition. Testosteron oder häufiger Geschlechtsverkehr dagegen – wie früher angenommen – beeinflussen nicht das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken. Was versteht man darunter? Prostatakrebs liegt vor, wenn sich die Zellen in der Vorsteherdrüse unkontrolliert teilen oder sich krankhaft verändern.Mit fortschreitendem Verlauf können sie in gesundes Gewebe eindringen und Metastasen in anderen Körperregionen entwickeln. Wird ein Prostatakrebs diagnostiziert, kommen unterschiedliche Behandlungsformen in Frage.

Standardtherapien bei Prostatakrebs und ihre Nebenwirkungen

Zu den üblichen Behandlungswegen gehören die aktive Überwachung, die Operation, die Strahlen- bzw. die Chemotherapie oder die Hormontherapie. Abgesehen von der aktiven Überwachung sind diese Therapieoptionen mit teils erheblichen Nebenwirkungen verbunden. Sie können zum Beispiel zu Impotenz und Inkontinenz führen, was viele Männer mit der Diagnose Prostatakrebs mit erheblichen Sorgen belastet. Die Medizin setzt deshalb zunehmend auf die Erforschung von Behandlungsalternativen, die zum einen das Prostatakarzinom schonend entfernen und zum anderen die Funktion der naheliegenden Organe nicht beeinträchtigen. Dazu gehört die Behandlung mit fokussiertem Ultraschall, die unter anderem am Universitätsklinikum Heidelberg derzeit im Rahmen von Studien angewendet wird.

TULSA PRO® Behandlung mit fokussiertem Ultraschall bei Prostatakrebs – was ist das?

Was genau steckt hinter TULSA PRO®? Das Verfahren mit dem Namen TULSA PRO® kombiniert die exakte Bildgebung über MRT mit einer schonenden Behandlung durch fokussierten Ultraschall. Dem Operateur ist es dabei möglich, die Temperatur an jedem Punkt der Prostata während der Behandlung zu messen, die Therapie exakt zu steuern und die Effektivität zu steigern. Das Krebsgewebe wird dabei durch die Erhöhung der Temperatur über Ultraschall punktgenau abgetötet. Dazu wird eine spezielle Sonde über den Enddarm eingeführt. Der Vorteil dabei: Rektum, Harnröhre und Erektionsnerven werden im Vergleich zu herkömmlichen Therapien besser geschont. Das Verfahren lässt sich bei Patienten mit lokal begrenztem und niedrig malignem Prostata-Karzinom anwenden.

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Versorgungsstudie zum Prostatakrebs setzt neue Standards

Über 70 zertifizierte Zentren nehmen an der PCO-Studie teil.

06.07.2018. Neu-Ulm. Die vor zwei Jahren begonnene Prostate Cancer Outcomes (PCO)-Studie hat einen ersten wichtigen Meilenstein erreicht – über 70 zertifizierte Prostatakrebszentren haben sich mittlerweile zur Teilnahme bereit erklärt und die ersten prätherapeutischen Studiendatensätze an die Studienleitung transferiert. Ziel der Studie ist es, die Ergebnisqualität nach der Behandlung des Prostatakarzinoms zu evaluieren, dazu verknüpft sie klinische Datensätze mit Patientenbefragungsdaten. Auf diese Weise sollen neue Erkenntnisse zur Versorgungsqualität der Zentren unter Berücksichtigung der Patientenperspektive gesammelt, regionale und krankenhausbezogene Unterschiede untersucht und Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung abgeleitet werden. Über 8.000 Patienten nehmen mittlerweile in Deutschland an der Studie teil. Neben den teilnehmenden zertifizierten Prostatakrebszentren sind außerdem die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG), der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) und das Zertifizierungsinstitut OnkoZert an der Studie beteiligt.

Das Prostatakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung von Männern weltweit. Als Folgen von Erkrankung und Therapie können unter anderem Harninkontinenz, Darmprobleme, Erektionsstörungen und psychische Beschwerden auftreten. Bei den Behandlungsergebnissen werden weltweit große Unterschiede vermutet. An der multinationalen PCO-Studie beteiligen sich insgesamt über 150 Zentren aus derzeit 15 Ländern; darunter den USA, den Niederlanden, Norwegen und Australien. „Mit Sicherheit hat die Vorgeschichte der Patienten einen Einfluss auf das Behandlungsergebnis. Wenn wir die Ergebnisqualität der beteiligten Zentren vergleichen wollen, müssen wir unbedingt wissen, wie es den Patienten vor der Therapie geht, wie alt sie sind und welche Bildung sie haben. Mit den bislang erhobenen Daten haben wir eine Grundlage für die posttherapeutische Auswertung geschaffen, die bislang in keiner anderen Studie so erhoben wurde“, erklärte Studienleiter Dr. Christoph Kowalski von der Deutschen Krebsgesellschaft auf einem bundesweiten Studientreffen im Juli 2018 in der OnkoZert-Geschäftsstelle in Neu-Ulm. Die Studie verfolge den Ansatz der positiven Abweichung. „Vereinfacht gesagt: wir wollen schauen, wer besonders gute Ergebnisse hat und warum, und anschließend die übrigen Versorger motivieren, davon zu lernen“, so Kowalski.

„Für Prostatakrebspatienten sind solche Forschungsprojekte wie die PCO-Studie enorm wichtig, weil sie unmittelbar zu Verbesserungen ihrer eigenen Lebensqualität beitragen können. Umso mehr freue ich mich als Vertreter der Selbsthilfe, dass aus den ursprünglich teilnehmenden 24 zertifizierten Zentren mittlerweile über 70 Zentren geworden sind“, sagte Ernst-Günther Carl, Vorstandsmitglied des BPS, auf der Tagung.

„Wir sind stolz darauf, dass unsere Zertifizierungsstelle die technologische und organisatorische Umsetzung für diese wichtige Studie betreut. Von dieser Arbeit erhoffen wir uns wertvolle praktische Hinweise für das Qualitätsmanagement an den zertifizierten Zentren, auch aus dem internationalen Vergleich“, ergänzte Sebastian Dieng, Leiter des Datenmanagements und Systemverantwortlicher Prostata bei OnkoZert.

Die Deutsche Krebsgesellschaft
Die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) ist mit mehr als 8.000 Einzelmitgliedern das größte onkologische Experten-Netzwerk im deutschsprachigen Raum. Ziel der fachübergreifenden Arbeit der DKG ist eine flächendeckende, qualitätsgesicherte Versorgung und die Sicherstellung von Innovation in der modernen Krebsmedizin. Die DKG hat es sich außerdem zur Aufgabe gemacht, durch Zertifizierung die Qualität der Krebsversorgung zu überprüfen, damit die Betroffenen sicher sein können, nach bestem Kenntnisstand behandelt zu werden. www.krebsgesellschaft.de

OnkoZert
OnkoZert ist ein unabhängiges Institut, das im Auftrag der Deutschen Krebsgesellschaft das Zertifizierungssystem zur Überprüfung von Organkrebszentren und Onkologischen Zentren gemäß den entsprechenden Fachlichen Anforderungen betreut. Im Rahmen dieser Zertifizierung besteht für onkologisch spezialisierte Gesundheitseinrichtungen die Möglichkeit, die Erfüllung der Fachlichen Anforderungen durch OnkoZert im Rahmen eines Zertifizierungsverfahrens überprüfen zu lassen. Nach erfolgreichem Abschluss des Zertifizierungsverfahrens wird durch ein ausgestelltes Zertifikat als Organkrebszentrum (z.B. Brustkrebszentrum, Darmkrebszentrum) die Anerkennung durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) und weiterer medizinischer Fachgesellschaften bestätigt. OnkoZert entwickelt mehrere IT-Anwendungen und Internetplattformen für den Zertifizierungsprozess und arbeitet kontinuierlich an bestehenden IT-Produkten und neuen Projekten im medizinischen Datenmanagement. Im Rahmen der PCO-Studie zeichnet sich OnkoZert für die organisatorische und technische Infrastruktur verantwortlich.
www.onkozert.de

Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe
Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS) wurde im Jahr 2000 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Mittlerweile gehören 238 Selbsthilfegruppen dem BPS an. Der gemeinnützige Verein steht unter der Schirmherrschaft der Stiftung Deutsche Krebshilfe. Der BPS ist europaweit die größte und weltweit die zweitgrößte Organisation von und für Prostatakrebspatienten. Der BPS vertritt Patienteninteressen in den Gremien des Gesundheitssystems, und er ist Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband sowie in der europäischen Prostatakrebs Selbsthilfevereinigung Europa UOMO. www.prostatakrebs-bps.de

Pressekontakt
Sebastian Dieng
Leitung XML-OncoBox, Head of Data Management
Systemverantwortung Prostata, OnkoZert GmbH
Gartenstraße 24, 89231 Neu-Ulm
Mobil: +49 (0)151-40212025
E-Mail: s.dieng@onkozert.de
www.onkozert.de

Über den BPS:
Der Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) wurde im Jahr 2000 von 18 Prostatakrebs-Selbsthilfegruppen gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Derzeit gehören 235 Selbsthilfegruppen dem BPS an. Der gemeinnützige Verein steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen Krebshilfe und ist europaweit die größte und weltweit die zweitgrößte Organisation von und für Prostatakrebspatienten. Der BPS ist Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband sowie in der europäischen Prostatakrebs Selbsthilfevereinigung Europa UOMO.

Kontakt
Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe (BPS) e.V.
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Thomas-Mann-Str. 40
53111 Bonn
0228-33889-500
0228-33889-510
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