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Protest gegen Siemens-Werkschließungen hält an – Anwalt für Arbeitsrecht gibt Tipps für Arbeitnehmer.

Ein Beitrag von Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Protest gegen Siemens-Werkschließungen hält an - Anwalt für Arbeitsrecht gibt Tipps für Arbeitnehmer.

Fachanwalt Bredereck

Die Gruppe ist überschaubar, die sich vor einem Berlinale-Kino einsetzt für die Erhaltung von Siemens-Standorten in Berlin. Am Samstagnachmittag stehen sie vor dem Zoo-Palast in der Kälte, tragen mannshohe Plakate und werben für den Erhalt von Arbeitsplätzen. Aber man kann sie nicht übersehen: Sie erinnern jeden Passanten an die Einzelschicksale, die betroffen wären von Arbeitsplatz-Abbau und Werkschließung bei Siemens. Anlass genug, Siemens-Mitarbeitern den Rücken zu stärken und sie aufzuklären über ihre Rechte: bei betriebsbedingter Kündigung, Aufhebungsvertrag und Änderungskündigung.

Zur Erinnerung: Bei Siemens denkt man Presseberichten zufolge darüber nach, Industriewerke in Berlin, Görlitz und anderen Standorten in der Bundesrepublik zu schließen. Zuletzt berichtete der MDR auf seiner Website am 18.02.2018 darüber. Siemens-Mitarbeiter, die in den betroffenen Industrie-Werken arbeiten, sollten vorbereitet sein auf: betriebsbedingte Kündigungen und Änderungskündigungen, und was zu tun ist, wenn ein Aufhebungsvertrag angeboten wird. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Siemens-Mitarbeiter an diesen Standorten von einem dieser arbeitsrechtlichen Maßnahmen betroffen sein wird. Was ist einem Arbeitnehmer in diesen Fällen zu raten?

Betriebsbedingte Kündigung bei Siemens? Siemens ist ein Weltkonzern, dort genießen Arbeitnehmer regelmäßig einen starken Kündigungsschutz, denn: grundsätzlich gilt für sie das Kündigungsschutzgesetz, und: ein so großes Unternehmen kann einen Arbeitnehmer häufig anderweitig beschäftigen, was einer betriebsbedingten Kündigung regelmäßig vorzuziehen ist. Ein Siemens-Beschäftigter hätte in vielen Fällen durchaus gute Chancen, gegen eine betriebsbedingte Kündigung vor dem Arbeitsgericht mit einer Kündigungsschutzklage vorzugehen.

Warnung vor dem Aufhebungsvertrag. Wenn betriebsbedingte Kündigungen eher unerwünscht sind, ein Werk aber dennoch geschlossen werden soll, greifen Arbeitgeber häufig zu einer vermeintlichen Kompromiss-Lösung: dem Aufhebungsvertrag. Was aussieht wie ein Entgegenkommen ist nicht selten ein Schachzug, der dem Arbeitgeber viel Geld spart. Arbeitnehmern wird vorgeschlagen, den Arbeitsplatz freiwillig zu räumen und das Unternehmen gegen eine Abfindung zu verlassen. Häufig ist das ein schlechter Deal für den Arbeitnehmer! Um beim Beispiel von Siemens zu bleiben: Ein Arbeitnehmer von Siemens wird nach einem Jobverlust an einem Standort wie Berlin oder Görlitz mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit an seinem zukünftigen Arbeitsplatz nicht mehr so gut vor einer Kündigung geschützt sein.

Ein weiterer Nachteil des Aufhebungsvertrages ist: die Abfindungshöhe. Auch wenn die Summe auf den ersten Blick nicht unattraktiv wirkt: Die meisten Arbeitgeber sind unter anderen Umständen in der Regel bereit, deutlich höhere Abfindungssummen anzubieten, beispielsweise wenn der Arbeitnehmer den Aufhebungsvertrag ablehnt und gegen eine betriebsbedingte Kündigung klagt.

Informieren Sie sich über Ihre Rechte bei einer betriebsbedingten Kündigung oder bei einer Änderungskündigung! Jeder Arbeitnehmer sollte fachkundigen Rat einholen, wenn der eigene Arbeitsplatz von Abbau oder Versetzung betroffen ist. Finden Sie einen Experten für Kündigungsschutz, der Ihnen die richtigen Praxis-Tipps gibt!

Siemens-Mitarbeitern in den von Werks-Schließung betroffenen Standorten biete ich eine kostenlose und unverbindliche Ersteinschätzung am Telefon an. Rufen Sie mich gern an in meinen Fachanwaltskanzleien in Berlin oder in Essen, zentrale Kündigungs-Hotline: 030.40004999. Sprechen Sie mit mir über die Chancen einer Kündigungsschutzklage, über die Abfindungshöhe, die in Ihrem Fall realistisch ist und über die beste Vorgehensweise bei einer Änderungskündigung. Auf das Gespräch mit Ihnen freue ich mich!

Über 18 Jahre Erfahrung mit Kündigungsschutzklagen, Vertretung bundesweit:
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Chinesen werfen Delfinschützern in Namibia Rassismus vor

Großartiger Erfolg für den Delfin- und Meeresschutz: Chinesische Firma will Fangaktion von Delfinen und anderen Meerestieren vor Namibia aufgeben.

Chinesen werfen Delfinschützern in Namibia Rassismus vor

Der russische Frachter „Ryazanovka“ sollte gefangene Delfine nach China transportieren. (Bildquelle: @ EII)

Untermalt von Rassismus-Vorwürfen gegen Delfinschützer, hat sich das chinesische Unternehmen, das vor der Küste Namibias Delfine, Orcas, Haie, Südafrikanische Seebären und andere Meerestiere fangen und für asiatische Aquarien und Delfinarien exportieren wollte, kurz vor Weihnachten anscheinend von dem Vorhaben verabschiedet. Auf der chinesischen „Einkaufsliste“ stehen über 1 000 Meerestiere, darunter Atlantische Große Tümmler, die vor Namibia vom Aussterben bedroht sind. Als Gründe für den Rückzug werden öffentliche Proteste und mangelnde Unterstützung der Regierung genannt.

Internationale Proteste verhindern Ausverkauf der marinen Artenvielfalt Namibias
„Sollte die Fangaktion eingestellt werden, wäre dies ein großartiger Erfolg für den Delfin- und Meeresschutz im südlichen Afrika“, meint Ulrich Karlowski, Biologe von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD). Die GRD unterstützt eine Protestaktion der Earth Organisation Namibia und hatte den namibischen Staatssekretär Dr. Moses Maurihungirire vom Ministerium für Fischerei und Meeresressourcen (MFMR) aufgefordert, keine Fang- und Exporterlaubnis zu erteilen. An der avaaz-Petition der Earth Organisation Namibia “ Stop the Live Capture of our Marine Species“ haben sich gut 15 000 Menschen aus der ganzen Welt beteiligt.

Gegner der Fangaktion hätten wegen ihrer weißen Hautfarbe von Apartheid-Regelungen profitiert
Laut eines Berichts der Allgemeinen Zeitung Namibia kritisiert die für die Fangaktion verantwortliche Beijing Ruier Animal Breeding and Promotion Company: „..dass unter den „wenigen Gegnern“ des Projekts in und außerhalb Namibias auch solche seien, die im Wohlstand lebten, die die Apartheid unterstützt und „wegen ihrer weißen Hautfarbe direkt von den diskriminierenden Apartheid-Regelungen profitiert“ hätten.“ Gleichzeitig wird bedauert, dass eine Anfangsinvestition von angeblich „mehr als 100 Millionen namibischen Dollar“ (umgerechnet knapp 7 Millionen Euro) nicht umgesetzt werde.

Gefahr noch nicht gebannt? Werden doch Delfine gefangen?
Anfang Januar sorgte laut Allgemeiner Zeitung Namibia eine anonyme Nachricht für viel Aufregung. Demnach habe der von der chinesischen Firma angeheuerte altersschwache russische Frachter „Ryazanovka“ den Hafen von Walvis Bay verlassen und vor Langstrand, ca. 19 Kilometer nördlich von Walvis Bay, Anker geworfen. Vor Langstrand kommen regelmäßig Delfine vor. Namibische Bürger, die sich dort an der Küste aufhalten, sollen verdächtige Aktivitäten der „Ryazanovka“ umgehend telefonisch melden. Laut Namibian Broadcasting Corporation überwacht die örtliche Polizei das Schiff, um mögliche illegale Fangaktionen und den Schmuggel von gefangenen Delfinen außer Landes zu unterbinden.

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) ist die einzige Umweltorganisation in Deutschland, die sich schwerpunktmäßig für den Schutz wild lebender Delfine einsetzt.

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Bogner: Engagierter Tierschutz rechtfertigt nicht jegliche Aktion

Bogner: Engagierter Tierschutz rechtfertigt nicht jegliche Aktion

Nachdem die Aktionen im Rahmen der vom Deutsches Tierschutzbüro e.V. initiierten Anti-Pelz-Kampagne 2016 sich nicht auf die Kritik am Kauf/Verkauf von Echtpelz beschränkten, sondern u.a. mehrere Aktivisten den Stuttgarter Bogner Store stürmten, ihn nahezu verwüsteten und dabei Mitarbeiter sowie Kunden an den Pranger gestellt und eingeschüchtert wurden, sah sich die Willy Bogner GmbH & Co. KGaA gezwungen, gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Das Landgericht Bonn hat es dem Deutsches Tierschutzbüro e.V. am 16. November 2016 per einstweiliger Verfügung untersagt, bis zum Jahresende in einem Umkreis von 50 m um zehn Bogner-Stores eine gegen Bogner gerichtete Anti-Pelz-Aktion durchzuführen, zu organisieren oder hierzu aufzurufen. Der gerichtliche Beschluss ist noch nicht rechtskräftig.

Bogner hat keinerlei Absicht, aktiven und engagierten Tierschutz zu unterbinden. Ein Sicherheitsabstand sei allerdings nach Ansicht von Bogner notwendig geworden, um Mitarbeiter, Kunden und Ladeneinrichtungen vor weiteren Übergriffen zu schützen.

Gegenwärtig wird das Unternehmen unter der Regie des neuen Vorstandsvorsitzenden Alexander Wirth strategisch neu ausgerichtet. Dabei wurde bereits vor der Anti-Pelz-Kampagne 2016 des Deutsches Tierschutzbüro e.V. beschlossen, dass bei einer Verwendung von Echtpelz in den neuen Kollektionen 2017 ausschließlich Pelze aus gesicherter Herkunft (OA = Origin Assured) verwendet werden.

Der Gesamtanteil von Pelz in den Kollektionen beträgt im Jahr 2016 gerade einmal 4,4%.

Die Willy Bogner GmbH & Co. KGaA mit Sitz in München ist ein international erfolgreiches Lifestyle-Unternehmen und führender Anbieter von exklusiver Sportmode, luxuriöser Sportswear und Designerfashion. Das 1932 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit über 800 Mitarbeiter und tritt mit den Marken Sonia Bogner, Bogner (Woman, Man, Sport, Kids) und Bogner Fire + Ice sowie Lizenzen in über 50 Ländern auf.

Kontakt
Willy Bogner GmbH & Co. KGaA
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DEMO – Bergneustadt gegen den Steuerwahnsinn zur Grundsteuer B

Pressemitteilung der Initiative Wir sind Bergneustadt zur Protestfahrt am 29.01.16 vor dem Landtag Düsseldorf.

DEMO - Bergneustadt gegen den Steuerwahnsinn zur Grundsteuer B

Grundsteuer Protest NRW – DEMO vor dem Landtag Düsseldorf

Mit dem Haushaltsentwurf der Stadt Bergneustadt für 2016 und den darin geplanten 1465 Prozentpunkten des Grundsteuer B Hebesatzes, begann ein massiver Protest der Bürgerschaft – initiiert durch unsere Bewegung „Wir sind Bergneustadt.“ Nach der zwischenzeitlichen Reduzierung auf 1.255 PP wurden über 6.000 Widersprüche (50% der Wahlbeteiligten Bergneustadts!!!) durch die Bergneustädter an Herrn Bürgermeister Wilfried Holberg übergeben. Durch den öffentlichen Druck und dem daraus resultierenden Bürgerdialog am 24.11.2015, an dem auch Herr Kanski vom Bund der Steuerzahler e.V. zugegen war, kam es zu bedeutenden Maßnahmen seitens des Stadtrates und des Bürgermeisters. Einen Tag später beschloss der Stadtrat einen reduzierteren Hebesatz von 959 Prozentpunkten und damit einen nicht ausgeglichenen Haushalt der Stadt Bergneustadt für 2016. Gleichzeitig wurde an diesem Abend eine gemeinsam verfasste Resolution aller Ratsfraktionen veröffentlicht.

Aufgrund des Stärkungspaktgesetzes ist unsere Stadt als pflichtiges Mitglied jedoch verpflichtet, einen ausgeglichenen Haushalt für 2016 abzulegen. Denn durch den niedrigeren Hebesatz klafft jetzt ein Haushaltsdefizit von rund 1.5 Mio EUR.

Es besteht aber dadurch die Gefahr der Gestellung eines sogenannten Beauftragten (umgangssprachlich „Sparkommissar“) durch die Regierungspräsidentin Frau Walsken. Dieser hat die Aufgabe, den Haushalt der Stadt Bergneustadt noch einmal gründlich zu prüfen und kann ggf. auch rückwirkend den Hebesatz der Grundsteuer B erneut auf 1.255 % oder höher festlegen!

Aus dieser Fesselung heraus gehen wir nun gemeinsam mit unserem Bürgermeister und dem Stadtrat an der Spitze der Bewegung und tragen die über 6.000 Widersprüche nach Düsseldorf an den Landtag. Sprichwörtlich geben wir „das defekte Auto an den Hersteller zurück“.
Wir fordern den Grundsteuerhebesatz auf ein erträgliches Maß durch entsprechende Reformen zu reduzieren, um das Leben in unserer schönen Stadt Bergneustadt wieder attraktiv zu gestalten. Denn schon heute wird ein großer Bogen aufgrund der immensen Steuerlast um die Stadt gemacht. So lassen sich schon in diesem Jahr bis zu vierstellige Beträge einsparen, in dem unsere Mieter einfach nur ein paar hundert Meter weiter in die Nachbarkommunen ziehen. (siehe Beispiel-Rechnungen auf wir-sind-bergneustadt.de). Dies können wir einfach nicht weiter tolerieren und kämpfen um jeden Grundsteuerpunkt. So geht es nun mit mehreren Bussen in Richtung Düsseldorf.

Der Termin zur Demonstration vor dem Landtag ist der 29.01.2016. Aufgrund des Sitzungsplans des Landtags erscheint uns dieses Datum als ideal, da die verantwortlichen Akteure ebenfalls vor Ort sind. Ab 08:00 Uhr stehen in Bergneustadt HINTER DER SPARKASSE im Stadtzentrum genügend Busse für ALLE ANMELDUNGEN bereit. Die Abfahrt ist für spätestens 08:30 Uhr geplant. Die voraussichtliche Ankunftszeit in Düsseldorf ist 10:00 – 10:30 Uhr. Dort sammeln wir uns voraussichtlich am Apolloplatz ( exakte Ortsangabe folgt in den nächsten Tagen) und ziehen gemeinsam los in Richtung Landtag. Geplanter Beginn der DEMO ist um 11:00 Uhr – 12:30 Uhr.

Wir erhoffen uns an diesem Termin auf offene Ohren zu treffen und Gespräche mit den Mitgliedern des Landtages führen zu können.

Informationen zur Anmeldung finden Sie gesammelt auf unserer Website http://www.wir-sind-bergneustadt.de und an den regelmäßig (Donnerstag auf dem Markt und Samstags bei REWE und EDEKA) stattfindenden Informationsständen. Hier können sich Interessierte auch direkt anmelden. Wir hoffen auf jede Unterstützung und rege Teilnahme! Wir hoffen auf Wiederholung des massiven Erfolges des Protests im November .

In Vertretung der Initiative Wir sind Bergneustadt verteilt clicklabs new media in Person – Daniel Wolf – die Pressemitteilung in Absprache und Auftrag der Initiatoren.

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Rückschläge für Offshore-Öl- und Gasförderung in Kroatien

Umweltschützer begrüßen Rückzug von Ölkonzernen von der Öl- und Gasförderung in der Adria.

Rückschläge für Offshore-Öl- und Gasförderung in Kroatien

In wenigen Jahren könnten Hunderte Öl- und Gasbohrinseln die Küsten Kroatiens verschandeln.

„Sie verlassen das sinkende Schiff“, kommentiert der Biologe Ulrich Karlowski von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) den Ausstieg mehrerer Energiekonzerne aus der geplanten Öl- und Gasförderung in der kroatischen Adria.

So gaben OMV aus Österreich und Marathon Oil aus den USA vor einigen Tagen ihre Bohrlizenzen zurück, was am 29. Juli 2015 schließlich auch von der „Kroatischen Agentur für Kohlenwasserstoffe“ bestätigt wurde.

Kroatischen Medien zufolge soll sich mittlerweile auch ExxonMobil zurückgezogen haben. Das Unternehmen hatte eine Kooperation mit dem kroatischen Energiekonzern INA anvisiert.

Absurde Begründung soll wahre Hintergründe verschleiern
Der Verzicht wird in Zagreb mit Grenzstreitigkeiten mit Slowenien und Montenegro begründet. Nach Ansicht der GRD ist dies absurd. Vielmehr dürften die anhaltenden Proteste im In- und Ausland sowie insbesondere der auf absehbare Zeit niedrige Ölpreis ausschlaggebend gewesen sein.

„Dies ist ein schwerer Schlag für einige Regierungsvertreter des Balkanstaates“, sagt Ulrich Karlowski. Kritiker hatten von Anfang an das völlig intransparente Vergabeverfahren bemängelt und unrechtmäßige Bereicherung vermutet.

Im Korruptionsindex 2014 von Transparency International ist Kroatien im Vergleich zum Vorjahr um vier Plätze auf den 61. Rang gefallen und liegt damit um einiges näher an Bosnien-Herzegowina (Rang 80) als z.B. an Slowenien (Rang 39).

Im März 2015 musste der Beginn der ersten Probebohrungen auf 2016 verschoben werden, weil Kroatien es versäumt hatte, Anrainerstaaten wie Slowenien, Italien und Montenegro in die Umweltverträglichkeitsprüfungen einzubeziehen, ein Verstoß gegen die EU-Umweltrichtlinie „Espoo-Konvention zur grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung“.

Rettet die Adria!
Mit der Kampagne „Rettet die Adria! Keine Ölplattformen in der Adria“ setzt sich die GRD seit Ende 2014 gemeinsam mit kroatischen Initiativen dafür ein, dass die Adria von der Öl- und Gasförderung ausgenommen und den katastrophalen Folgen einer Ölpest geschützt wird.

Hierzu wurde unter anderem auf change.org die Petition „Hands off“! Die Adria darf nicht sterben!“ gestartet.

Zudem warnte die Münchner Delfin- und Meeresschutzorganisation mit Stellungnahmen im Rahmen der kürzlich zu Ende gegangenen öffentlichen Anhörungen der kroatischen, slowenischen und italienischen Behörden vor den katastrophalen Folgen der geplanten Öl- und Gasförderung.

Zum Hintergrund:
Bereits in wenigen Jahren könnten Hunderte Öl- und Gasbohrinseln die Küsten Kroatiens verschandeln. Ohne großes Aufsehen hatte die kroatische Regierung mit der Such nach Öl- und Gas Ende 2013 begonnen und versucht seitdem, die Pläne möglichst an der Bevölkerung vorbei voranzutreiben.

Noch vor Abschluss der öffentlichen Anhörung im Februar 2015 wurden im Januar 10 Probebohrlizenzen an 5 Energiekonzerne, darunter die österreichische OMV, vergeben. Knapp 37.000 km², also ca. 90 % der kroatischen Adria, stellte man als Fläche für die Offshore-Bohrungen bereit.

Der Mindestabstand der Bohrinseln zur Küste wurde auf 10 km bzw. auf 6 km von der Außenlinie der Inseln festgelegt.

Jedes Jahr Hunderte Störfälle
Es sind nicht nur Katastrophen wie die massive Ölpest im Golf von Mexiko, bei der Tausende von Tieren qualvoll starben und noch heute an den Folgen leiden, ganze Landstriche verseucht und Lebensgrundlagen von Kleinfischern zerstört wurden.

Öl- und Gasförderung im Meer ist hoch riskant und stellt tagtäglich eine große Gefahr dar, zumal in einem relativ geschlossenen System wie dem der Adria. Bei der täglichen Routine gelangen Öl und giftige Chemikalien ins Wasser, jedes Jahr kommt es zu Hunderten von „kleineren“ Störfällen. Weltweit wurden in den letzten 25 Jahren 6.800 Ölunfälle auf See registriert.

Eine Katastrophe wie 2010 im Golf von Mexiko, der 12-mal größer ist als die relativ kleine, umschlossene Adria, wäre der Untergang für dieses Ökosystem, das Leben der Menschen, die vom Meer leben, würde zerstört.

Experten warnen denn auch eindringlich vor langfristigen Schäden für Tourismus und Fischerei. Die kroatische Adria ist eines der populärsten Urlaubsziele der Welt. Der Tourismus zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen und trägt in großem Maße zum Bruttoinlandsprodukt bei.

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) ist die einzige Umweltorganisation in Deutschland, die sich schwerpunktmäßig für den Schutz wild lebender Delfine einsetzt.

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Rettet die Adria! Kampagne gegen kroatische Offshore-Ölförderung

Zu den dreckigen 5 zählt auch die OMV aus Österreich

Rettet die Adria! Kampagne gegen kroatische Offshore-Ölförderung

Ein toter Delfin treibt in der Adria. (Bildquelle: @ S.Hartmann)

2015 könnte den Beginn vom Ende des Ökosystems der kroatischen Adria markieren, befürchtet die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD). „Mit der Vergabe von 10 Probebohrlizenzen an 5 Energiekonzerne hat die kroatische Regierung grünes Licht für die nachhaltige Zerstörung des gesamten Ökosystems und die Ausrottung der letzten Adria-Delfine und vieler anderer Meerestiere gegeben“, kritisiert der GRD-Biologe Ulrich Karlowski.

Petition „Hands off – Die Adria darf nicht sterben!“ auf change.org
Mit ihrer Kampagne „Rettet die Adria“ wollen die Münchner Delfinschützer gemeinsam mit kroatischen Initiativen den geplanten Bau unzähliger Öl- und Gasförderanlagen in dem sensiblen Meeresgebiet verhindern. Über 3.000 Menschen haben die auf change.org laufende Petition der GRD Petition “ Hands off – Die Adria darf nicht sterben! Keine Ölplattformen in der Adria! “ bereits unterstützt, darunter auch viele kroatische Bürgerinnen und Bürger.

Bereits in wenigen Jahren könnten Hunderte Ölplattformen und Gasförderanlagen die Küsten des Landes verschandeln. Die kroatische Regierung hat die Territorialgewässer des Landes in 29 unterschiedlich große Blöcke mit einer Gesamtgröße von knapp 37.000 km² aufgeteilt. Der Mindestabstand der Bohrinseln zur Küste wurde auf 10 km bzw. auf 6 km von der Außenlinie der Inseln festgelegt. Zum Vergleich: Die im Golf von Mexiko 2010 untergegangene „Deepwater Horizon“ bohrte in etwa 84 Kilometern Entfernung vor der Küste des US-Bundestaates Louisiana.

Die dreckigen 5
Zu den fünf Energiekonzernen, die jetzt Probebohrungen in der Adria durchführen werden, gehören neben der OMV aus Österreich, Marathon Oil aus den USA, die italienischen Konzerne ENI und Medoilgas sowie der kroatische Energiekonzern Ina.

Durch besonderen Zynismus zeichnet sich dabei die österreichische OMV aus. Auf der Konzernhomepage bekennt sich OMV „zu nachhaltigem Ressourcenmanagement, um die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf das Ökosystem möglichst gering zu halten“, auch „von besonderer Sorgfalt in Gebieten mit hoher Biodiversität“ ist die Rede.

„Wenn dem so wäre, dürfte sich OMV nicht um die Ölförderung in den vielfach noch intakten Küstengewässern Kroatiens, in denen vom Aussterben bedrohte Tierarten, wie die letzten Adria-Tümmler und Mittelmeermönchsrobben leben, reißen“, betont Ulrich Karlowski. Denn bei Probebohrungen gelangen mehr toxische Flüssigkeiten und Bohrschlamm ins Meer als während der Erschließung, da die Löcher meist tiefer sind, langsamer gebohrt werden und größere Durchmesser besitzen.

Experten warnen vor langfristigen Schäden für Tourismus und Fischerei
Die kroatische Adria ist eines der populärsten Urlaubsziele der Welt. Der Tourismus zählt zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen und trägt in großem Maße zum Bruttoinlandsprodukt bei. Eine Katastrophe wie 2010 im Golf von Mexiko, der 12 mal größer ist als die relativ kleine, umschlossene Adria, würde Tourismus und Fischerei ruinieren.

Gravierende wirtschaftliche Folgen gäbe es aber nicht nur in Kroatien, sondern auch in angrenzenden Ländern wie Italien, Slowenien, Montenegro, und je nach Ausmaß, auch in anderen Mittelmeerstaaten.

Gemeinsamer Protest
Die kroatische Umweltallianz CASA (Clean Adriatic Sea Alliance) sowie die Umweltorganisationen SUNCE (Split), Zelena akcija und Zeleni forum protestieren in Kroatien gegen die Gier nach dem „schwarzen Gold“ aus dem Meer.
„Unser gemeinsames Ziel ist es, die kroatische Regierung zum Umdenken zu bewegen. Die Adria muss vor der Öl- und Gasförderung und den katastrophalen Folgen einer Ölpest geschützt werden“, erklärt Ulrich Karlowski.

Weitere Informationen: rettet-die-adria.org

Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) ist die einzige Umweltorganisation in Deutschland, die sich schwerpunktmäßig für den Schutz wild lebender Delfine einsetzt.

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Aktionsbündnis „Stop iWright“ zensiert: neue Accounts bei Facebook & Co

„Stop iWright“ forderte Autoren, Journalisten, Verlage und Leser zum Protest auf

Das Aktionsbündnis „Stop iWright“ wird weiterhin behindert. Das teilten die Sprecher Anfang dieser Woche mit: nachdem Ende August der Pressebericht des renommierten Onlinemagazins Chip über eine von dem Aktionsbündnis initiierte Demo kommentarlos entfernt wurde, wurde Anfang September nicht nur das private Account und die Fanpage zweier Aktivisten von Facebook ohne Vorankündigung gelöscht, sondern auch der Veranstaltungsaufruf für die Demonstration „Gedanken sind Frei“ vor der Google-Zentrale am 21.8., auf dem zuvor ein reger Austausch über iWright und den Internetkonzern stattgefunden hatte. Darüber hinaus wurden sämtliche von Drittusern auf ihren jeweiligen Profilen verlinkten Inhalte des Aktionsbündnisses ebenfalls entfernt. Bei den gelöschten Inhalten handelte es sich um Hintergründe über die externe Unterstützung von iWright, Infotexten zu der technischen Umsetzung des Programms und Analysen zu dem allgemeinen Bedrohungspotenzial der Software, welche durch die vielfache Teilung von Usern für Aufsehen sorgten.

Hinsichtlich des schieren Ausmaßes der Löschaktion vermuten die Aktivisten, die ihr Netzwerk unter kontinuierlichem Beschuss sehen, gezielte Gängelung und Zensur. „Es ist schon erstaunlich, wie sich bei Facebook nach wie vor islamistische Netzwerke mit kruden Weltanschauungen tummeln, aber sobald zwielichtige Geschäftsmodelle und undurchsichtige Netzwerke von Global Playern thematisiert werden, bei Facebook die Alarmglocken schrillen.“ Hintergrund des Aktionsbündnisses sind die Gerüchte um die Software iWright, die mittlerweile mit der NSA und deren kürzlich bekannt gewordener Suchmaschine iCREACH in Zusammenhang gebracht wird. iWright soll in der Lage sein, selbständig Romane schreiben zu können. „Eine Kriegserklärung an alle Autoren“ so die Organisatoren. Ob die Software, die seit dem 4. August über die Website www.iwright.deerreichbar ist und für den 25. September ihren Debütroman „Die Auslöschung der Mary Shelley“ angekündigt hat, tatsächlich dazu in der Lage ist, kann derzeit noch nicht überprüft werden. iWright-Sprecher Marc Frey gab sich jüngst in einem Interview selbstbewusst, und kündigte eine „Demokratisierung des Buchmarktes“ an. Dass iWright das Internet gezielt nach Literaturvorlagen durchsucht und diese verwendet, sehe er nicht in Konflikt mit dem Urheberrecht. Nunist die Aufregung unter Autoren groß, denen ein ähnliches Schicksal wie den Journalisten zu drohen scheint. Bisher konnten semantische Algorithmen lediglich auf Zahlen und Daten basierende Meldungen verfassen.

Bereits am vorletzten Wochenende schloss sich das Aktionsbündnis „Stop iWright“in Berlin einer Groß-Demonstration am Brandenburger Tor an. An der Auftaktkundgebung der Demonstration „Freiheit statt Angst“ nahmen 6500 Menschen teil. Damit wurde ein großes Bündnis geschmiedet, denn über 81 Organisationen riefen gemeinsam zu der Veranstaltung auf. Zusammen möchte man nun Druck auf die Regierung ausüben. Zu dem Bündnis gehören neben dem Aktionsbündnis „Stop iWright“ unter anderem der Arbeitskreis gegen Vorratsdatenspeicherung, Amnesty International, Digitalcourage, Reporter ohne Grenzen, der Neue Richterbund, die Freie Ärzteschaft und der Verbraucherzentrale Bundesverband. Neben verschiedenen Parteien, riefen auch Attac Deutschland, Campact, netzpolizik.org und der Chaos Computer Club zur Demonstration auf.

Das Aktionsbündnis „Stop iWright“ verteilte Flugblätter und demonstrierte gegen iWright ( www.iWright.de ) mit Plakaten mit Plakaten. Auch Marie Schöller, die Mit-Initiatorin der „Stop iWright“-Kampagne, war vor Ort: „Die Überwachung durch Verfassungsschutz, BND und NSA ist nur ein Aspekt des Problems. Perfide wird es, wenn es um gezielte Manipulation geht. Wenn durch einen Textroboter wie die Software iWright Romane und Erzählungen erstellt werden. In Zukunft werden wir dann nicht mehr nur Werke von realen Autoren lesen, sondern interessengesteuerte Manifeste von Regierungen und Konzernen. Damit ist der Manipulation und Gleichschaltung von Gedanken, Meinungen und Phantasien Tür oder Tor geöffnet.“

„Stop iWright“ forderte das Aktionsbündnis bereits am Donnerstag, den 21.08.2014, als gemeinsam vor der Berliner Google-Zentrale (Unter den Linden) demonstriert wurde. Autoren, Literatur-Agenten, Journalisten, Verlage und Leser waren aufgefordert, an der Demo teilzunehmen. Chip berichtete und löschte ebenso.

Inzwischen gibt es lautstarke Proteste in den Social Media-Foren, so die Initiatorin Schöller, die sich durch den Warnschuss von Facebook nicht beirren lässt, und bereits eine neue Facebook-Seite für das Aktionsbündnis angelegt hat: www.facebook.com/stopiwright

Der Hintergrund: die Initiatoren betreiben eine Initiative gegen eine Software mit dem Namen iWright. Es soll sich um eine Software handeln, die automatisiert längere Prosatexte, also auch Romane schreiben kann. Anfang August ging nun iWright als Blog unter www.iwright.de online. Das Aktionsbündnis „Stop iWright“ fordert auf Demonstrationen und in den Social Media-Foren zum Protest auf.

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Therapeuten demonstrieren in Berlin für gerechte Vergütung und gegen Bürokratie

Therapeuten demonstrieren in Berlin für gerechte Vergütung und gegen Bürokratie

VDB-Physiotherapieverband

Der VDB-Physiotherapieverband und der Bund vereinter Therapeuten laden alle Physiotherapeuten/innen, Ergotherapeuten/innen, Logopäden/innen und Podologen/innen ein zur gemeinsamen
Demonstration am Freitag, den 20. Juni ab 11:00 Uhr in Berlin, unter dem Fernsehturm am Alexanderplatz
für angemessene und gerechte Vergütungen und gegen die ständige wachsende Bürokratie.

Seit Anfang der neunziger Jahre ist die Entwicklung der Kassenvergütungen per Gesetz gedeckelt. Zwanzig Jahre lang konnten die Vergütungen nur unter der Inflationsrate angepasst werden – die Kosten sind den Praxen davongelaufen. Es wird Zeit für gerechte Vergütungen.

Die Bürokratie der Gesetzlichen Krankenkassen stiehlt der Therapeuten/innen immer mehr Zeit, Aufwand der nicht bezahlt wird. Kleine Fehler in der vom Arzt ausgestellten Verordnung gefährden die Vergütung für die komplette Behandlung. Die Haftung der Therapeuten/innen für nebensächliche Bürokratiefehler der Ärzte muss ein Ende haben.

Es wird Zeit, dass sich die Therapeuten, ohne die kein Arzt seine Patienten behandeln kann, bemerkbar machen. Trillerpfeifen, Rasseln, selbstgestaltete Plakate und Banner sind ausdrücklich erwünscht! Für lautstarke Unterstützung sorgt zusätzlich die Berliner Trommelgruppe „Furioso“!

Weitere Informationen

Kontakt und V.i.S.d.P.:
Dr. Michael Stehr
Bundesgeschäftsführer
0228 / 24 21 396
Fax 0228 / 21 05 52
bv@vdb-physiotherapieverband.de Bildquelle:kein externes Copyright

Berufs- & Wirtschaftsverband der Selbständigen in der Physiotherapie

VDB-Physiotherapieverband
Michael Stehr
Kölnstraße 4, Bonn
53111 Bonn
0228 / 24 21 396
bv@vdb-physiotherapieverband.de
http://www.vdb-physiotherapieverband.de/

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Die Tage von Gezi – ein Roman

ZDF-Reporter Martin Niessen veröffentlicht seinen Roman „Die Tage von Gezi“ über die Geschehnisse rund um die Proteste im Istanbuler Gezi-Park im Jahr 2013.

Die Tage von Gezi - ein Roman

Martin Niessen: Die Tage von Gezi

Das Minenunglück im türkischen Soma, bei dem mehr als 300 Bergleute starben, hat weltweit Betroffenheit und Trauer ausgelöst. Der Umgang der türkischen Regierung mit dieser Tragödie indes sorgt für Entsetzen und heftige Kritik. Er gilt als weiterer Beleg für die arrogante, zunehmend autoritäre und teilweise menschenverachtende Politik von Ministerpräsident Erdogan, die das Land immer tiefer spaltet. Diese Kluft offenbarte sich im vergangenen Jahr bei den Protesten rund um den Istanbuler Gezi-Park – mit Toten, Tausenden Verletzten und Massenverhaftungen.

Nun, zum Jahrestag der Gezi-Proteste am 31. Mai, erscheint der Roman „Die Tage von Gezi“ von Martin Niessen. Der ZDF-Journalist hat die Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften vom allerersten Tag an hautnah miterlebt. Fünf Wochen lang verbrachte er nahezu ununterbrochen im Gezi-Park und an anderen Schauplätzen des Konflikts in Istanbul. Und wurde Zeuge einer Revolte, die sich am Abriss eines Parks entzündete, der einem Einkaufszentrum weichen sollte und sich zu einer Protestbewegung gegen die Regierung eines Landes auswuchs, das er seit über 20 Jahren immer wieder bereist hatte.

Martin Niessen:
„Für die Demonstranten in der Türkei ging es sehr bald nicht mehr um ein paar Bäume in einem Park. Ihnen ging es um nicht weniger als persönliche Freiheit und die der Meinung. In den Tagen von Gezi erlebte ich das Erwachen einer türkischen Zivilgesellschaft und eine Lehrstunde für das, was Demokratie ist und was nicht.“

„Die Tage von Gezi“ ist ein Roman, der sich vor dem Hintergrund der Ereignisse in Istanbul zwischen Ende Mai und Ende Juni 2013 abspielt. Er erzählt von der Kreativität und dem Mut, mit dem sich zumeist junge Menschen einer Regierung entgegenstellen, deren Argumente Schlagstöcke, Tränengas und Wasserwerfer sind. Die Hauptakteure des Romans sind erfunden, ebenso ihre Handlungen. Nicht erfunden sind Ministerpräsident Erdogan, diverse andere Mitglieder der Regierungspartei AKP und weitere Personen der Zeitgeschichte, die hier namentlich genannt werden. Und auch Pinguine, die „Frau in Rot“, der „Stehende Mann“ und viele andere, die zu Symbolen der Widerstandsbewegung wurden, haben ihren Platz in diesem Buch gefunden. Genauso wie ihre Sprechchöre, Graffitibotschaften und Aktivitäten in sozialen Netzwerken.

Über den Inhalt:
Für die deutsche Architektin Kathrin ist die Türkei zur zweiten Heimat geworden. In der Revolte, die mit dem Protest gegen die Abholzung von Bäumen beginnt und bald weite Teile des Landes erfasst, gerät ihr Leben aus den Fugen. Marc, Reporter eines britischen Magazins, landet bei den ersten Auseinandersetzungen im Gezi Park durch Zufall zwischen den Fronten. Als er dort der jungen Türkin Mine begegnet und Zeuge des brutalen Vorgehens der Polizei wird, verliert er zunehmend seine journalistische Neutralität. Mine trifft an umkämpften Barrikaden auf ihren Mann, einen Polizisten, und muss fortan auch um ihre Ehe kämpfen, die an der tiefen Spaltung der türkischen Gesellschaft zu scheitern droht. Die Tage von Gezi verändern ihr Leben. Und das Land.

Über den Autor:
Martin Niessen, Jahrgang 1968, ist studierter Politologe und Islamwissenschaftler. Als Reporter des ZDF dreht der gebürtige Rheinländer Reportagen in aller Welt. Er berichtet aus Krisen- und Katastrophenregionen wie dem indonesischen Aceh nach dem Tsunami 2004 oder dem durch das Erdbeben 2010 zerstörten Haiti. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima war Martin Niessen 14 Monate als Korrespondent des ZDF in Japan. Seine Erinnerungen sind als E-Book erschienen: „Der kleine Japaner – Im Land der aufgehenden Sonne und abrauchenden Atomkraftwerke.“ Martin Niessen ist verheiratet und lebt in Hamburg und Istanbul.

Martin Niessen: Die Tage von Gezi. Ein Roman
ISBN 978-3-95744-159-1
1. Auflage 2014, Engelsdorfer Verlag in Leipzig
Sprache: Deutsch, Taschenbuch, 445 Seiten
Preis: 12,99 EUR

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Tino Hemmann
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Allgemein

Journalistenzentrum Deutschland protestiert gegen Inhaftierung eines deutschen Journalisten in Ägypten

Journalistenzentrum Deutschland protestiert gegen Inhaftierung eines deutschen Journalisten in Ägypten

unbenannt

Hamburg 15.8.2013

Das Journalistenzentrum Deutschland mit seinen Berufsverbänden DPV und bdfj verurteilt die Inhaftierung eines bdfj-Mitglieds am 14.8.2013 in Kairo und fordert die Ägyptische Regierung zur sofortigen Freilassung des Journalisten auf.

Wie dem Journalistenzentrum heute bekannt wurde, wird dem Medienschaffenden in Kairo zur Last gelegt, eine Schutzweste vermeintlich illegal nach Ägypten eingeführt zu haben und während der Sperrzeit seiner journalistischen Tätigkeit nachgegangen zu sein.

In Zusammenarbeit mit Organisationen, wie unter anderem Reporter ohne Grenzen, dem International Press Institute sowie der Deutschen Regierung werden sich die Journalistenverbände im Sinne des fünften Grundsatzes der Charta zum Schutz von Journalisten in Kriegs- und Krisengebieten aktiv einsetzen. „Wir werden alle Hebel in Bewegung setzen, damit der Kollege die Situation in Kairo unbeschadet übersteht“, so Kerstin Nyst, Pressesprecherin des Journalistenzentrum Deutschland.

Das Journalistenzentrum Deutschland mahnte bereits in einer Pressemitteilung im November 2012 Berichterstatter in Krisengebieten zur äußersten Vorsicht. Immer wieder erreichen Nachrichten über Repressionen gegenüber Journalisten die Bundesgeschäftsstelle. Den aktuellen Fall nehmen die Berufsverbände erneut zum Anlass, an Medienschaffende zu appellieren, sich bei Einsätzen zur Berichterstattung in Kriegsterrains besonders intensiv vorzubereiten und Vorsicht walten zu lassen. Um einen Kriseneinsatz unbeschadet zu überstehen oder im Notfall richtig reagieren zu können, sind eine bestmögliche Vorbereitung, eine gute Ausstattung und kompetente Ansprechpartner in einem Berufsverband für Journalisten wichtige Voraussetzungen.

Das Journalistenzentrum Deutschland wird durch zwei Berufsverbände getragen. Der DPV Deutscher Presse Verband – Verband für Journalisten, gegründet 1989, ist mit ca. 8.000 Mitgliedern die tariffreie Spitzenorganisation der hauptberuflich tätigen Journalisten. Die bdfj Bundesvereinigung der Fachjournalisten wurde 2007 gegründet und ist die Vertretung der zweitberuflich tätigen Journalisten.

Originaltext: Journalistenzentrum Deutschland (für die Trägerverbände DPV und bdfj)
Pressekontakt:
Journalistenzentrum Deutschland
Kerstin Nyst (Pressesprecherin)
Stresemannstraße 375
D-22761 Hamburg
Tel. 040/870 6000 (nur für Presseanfragen)
k.nyst@journalistenverbaende.de
www.journalistenverbaende.de

Das Journalistenzentrum Deutschland wird durch zwei Berufsverbände getragen. Der DPV Deutscher Presse Verband – Verband für Journalisten, gegründet 1989, ist mit ca. 8.000 Mitgliedern die tariffreie Spitzenorganisation der hauptberuflich tätigen Journalisten. Die bdfj Bundesvereinigung der Fachjournalisten wurde 2007 gegründet und ist die Vertretung der zweitberuflich tätigen Journalisten.

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