Tag Archives: Raps

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Winterraps-Aktion 2018 ES Imperio EURALIS Aktion

Sehr hohes Ertragspotenzial im Korn- und Ölertrag.

Winterraps-Aktion 2018 ES Imperio EURALIS Aktion

ES Imperio Winterraps-Aktion 2018 EURALIS

NEWS Aktuell: EURALIS Saaten GmbH
Juni 2018

EURALIS WINTERRAPS-AKTION 2018

ES Imperio Hybride

-Das Ertragswunder im EURALIS Sortiment: sehr hohes Ertragspotenzial im Korn- und Ölertrag
-Gesundes Wachstum durch eingezüchtete Phoma-Doppelresistenz
-Robuste Sorte mit ausgeprägter Winterhärte
-Schotenplatzfestigkeit für Ertragssicherheit
-Breites Aussaatfenster durch vitale Herbstentwicklung – spätsaatgeeignet

Video ES Imperio: https://www.euralis.de/produkte/raps/es_imperio/

EURALIS Saaten GmbH
Gesa Sophia Christiansen, Presse-/Öffentlichkeitsarbeit Zentraleuropa
Oststraße 122, 22844 Norderstedt
Tel: 040 60 88 77 54, Fax: 040 60 88 77 34
Mobil: 0151 27 65 17 84
E-Mail: gesa.christiansen@euralis.de Bitte beachten: Sämtliches zur Verfügung gestellte Bildmaterial darf nur mit der ausdrücklichen Quellenangabe „EURALIS Saaten GmbH“ abgedruckt werden.

EURALIS Saaten GmbH
EURALIS Saaten ist die deutsche Niederlassung der EURALIS Semences S.A.S., das Saatgutunternehmen der französischen Groupe EURALIS und züchtet, prüft und vertreibt Sorten von Mais, Raps, Sonnenblumen, Soja und Sorghum in Zentraleuropa.

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EURALIS Saaten GmbH
Gesa Christiansen
Oststrasse 122
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EURALIS DLG-Feldtage 2018 Spitzenereignis Pflanzenbau

BESUCHEN SIE UNS Auf unserem Stand VH44 sowie auf unserer Ökofläche VL21!

EURALIS DLG-Feldtage 2018 Spitzenereignis Pflanzenbau

EURALIS auf den DLG-Feldtagen 2018 Treffpunkt Pflanzenbauprofis

NEWS Aktuell: EURALIS Saaten GmbH
EURALIS – DLG Feldtage 2018 – Spitzenereignis Pflanzenbau

Mitten im ackerbaulichen Schwerpunkt liegt das Veranstaltungsgelände der DLG Feldtage 2018. Auf dem Gelände des Internationalen DLG Pflanzenbauzentrums in Bernburg-Strenzfeld (Sachsen-Anhalt) werden vom 12. bis 14. Juni 2018 mehr als 300 Aussteller vertreten sein.

Das gesamte Produktsortiment rund um die EURALIS Kulturen Mais, Raps, Sonnenblume, Sorghum und Soja wird unter Livebedingungen präsentiert.

Auf 1.000 m² präsentieren wir Ihnen Spitzengenetik von EURALIS. Die Siegersorte ES Metronom (S 240 K 240) aus dem Kernsegment im Maisanbau, als TOP 3 der meist verkauften Sorten in Deutschland platziert. Mit ES Joker (S 250 K 240) die ertragsstärkste Neuzulassung 2018 für Spitzenbetriebe. Zwei frühe Sorten mit ES Amazing (S 210) als Silomais und ES Hubble als Körnermais (K 220).

Neben den bekannten und bewährten Sorten ES Bombastic (S 240 K 220), ES Fireball (S 270 ca. K 250) und ES Watson (S 260 ca. K 250) stehen auch die beiden mit der EURALIS exklusiven „Tropical Dent“ -Genetik ausgestatteten Sorten ES Asteroid (ca. S 250 K 250) und ES Gallery (ca. K 280) zur Auswahl.

Des Weiteren werden mit ES Imperio, ES Cesario und ES Vito drei Rapssorten der neuen P3 Winterraps-Generation von EURALIS zu sehen sein, die in den drei Dimensionen Performance (Leistung), Protection (Sicherheit) und Profitability (Rentabilität) herausragende Leistungen zeigen. Diese sind das Ergebnis der Neuausrichtung der Rapszüchtung auf hochleistungsfähige Hybridsorten im Jahr 2007. ES Alegria, als bewährte und vertraute Liniensorte, wird aber auch nicht fehlen und neben einigen weiteren neuen Sorten ihren festen Platz haben.

In unserem Hochbeet werden wir mit Biomass 133 unsere Sorghum- und mit ES Comandor unsere Sojasorte vorstellen. Außerdem dürfen unsere Sonnenblumensorten natürlich nicht fehlen. ES Savana, eine konventionelle Sorte, und ES Idillic, eine Sorte aus dem HO-Sonnenblumensortiment umrahmen unser Zelt.

Zusätzlich präsentieren wir auf einem zweiten Stand mit etwa 200 m² unsere Bio-Sorten bei dem neuen Öko-Spezial der DLG, der Informationsplattform für Interessenten am Ökolandbau. Hier finden Sie alle unsere Bio-Sorten der Kulturen Mais, Sonnenblume und Soja. Neben fachlichen Themen rund um unsere Sorten bieten wir auch viele Informationen rund um den ökologischen Anbau.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Internationaler Markt für Pflanzenöle

Welche Rolle spielt Winterraps?

Internationaler Markt für Pflanzenöle

Internationaler Markt für Pflanzenöle

NEWS Aktuell: EURALIS Saaten GmbH
Norderstedt 09.05.2018

Internationaler Markt für Pflanzenöle
Welche Rolle spielt Winterraps?

Die weltweite Ölsaatenerzeugung lag im Anbaujahr 2017/2018 bei 632 Mio. Tonnen. Dies entspricht einem Anstieg von über 50 % in den vergangenen zehn Jahren.

Grund für die gesteigerte Ölsaatenproduktion ist der erhöhte Fleischkonsum. Ölkörner werden maschinell ausgepresst und die übrigen Feststoffe zu proteinreichem Schrot verarbeitet, welches an Nutztiere verfüttert wird. Besonders in Schwellenländern wie China oder Brasilien steigt mit dem Wohlstand auch die Nachfrage nach dem „Luxusgut“ Fleisch. Aber auch der Bedarf von pflanzlichen Ölen für Produkte in der Humanernährung, Kosmetik, für Waschmittel oder als Rohstoff für die Kraftstoffherstellung erhöhte sich seit der Jahrtausendwende enorm.

Unter den Ölsaaten hat die Sojabohne global die größte Anbaubedeutung und macht über die Hälfte (55 %) der Gesamtproduktion aus. Sojabohnen werden jedoch vorwiegend aufgrund der hohen Proteingehalte und sehr guter Proteinqualität für die tierische Verfütterung verwendet. Der Sojabohnenanbau zielt eigentlich auf den Gewinn von pflanzlichem Protein ab, während Öl sozusagen nur ein (wichtiges) Nebenprodukt ist. Bei Ölgehalten von lediglich 23% hat die Sojabohne in der weltweiten Ölproduktion größere Mitspieler.

Mit 55% haben Sonnenblumenkörner die höchste Ölausbeute unter den Kulturpflanzensamen, jedoch bestimmt die Palmfrucht durch ihre kostengünstigere Produktion den weltweiten Ölmarkt. Während insgesamt 63% des globalen Pflanzenöls aus Palmfrucht und Sojabohnen stammen, ziehen Rapsöl (15 %) und Sonnenblumenöl (9 %) mit geringeren Anteilen nach.

Die bedeutendste Ölsaat auf dem deutschen Markt ist Winterraps. 2017 wurden hier auf 1,28 Mio. ha Winterraps ausgesät. Das daraus gewonnene Rapsöl wird zu 40% für die Humanernährung verwendet und steht später beispielsweise als reines Speiseöl, Marinade oder in Form von Mayonnaise in der Küche. Die Zusammensetzung der Fettsäuren des Rapsöls ist für die menschliche Ernährung
wertvoll. Es ist reich an gesunden, einfach ungesättigten Fettsäuren. Zusätzlich sind das günstige Verhältnis von Omega-3- zu Omega- 6-Fettsäuren und der Gehalt an Vitamin A und E ernährungsphysiologisch vorteilhaft. Vergleicht man dazu die Inhaltstoffe von Palmöl, so stellt man schnell fest, dass hier der Anteil an gesättigten Fettsäuren (Palmitinsäure), die als eher ungesund gelten, überwiegt. Jedoch ist die große Hitzestabilität des Palmfetts nützlich, welche besonders für den Einsatz als Maschinenöl verwendet werden kann.

Palmöl ist erst bei Temperaturen über 23 °C in flüssigem Zustand und wird für die optimale Konsistenz häufig in Speisen wie Eiscreme und Margarine verarbeitet. Auch in Biodiesel ist Palmöl enthalten. Die übrigen 60 % des deutschen Rapsöls werden für die industrielle Verarbeitung, z. B. für Seife, Schmier- und Hydrauliköle, genutzt oder auch für die Herstellung von Biodiesel. Beim Auspressen des Öls aus den Samen fällt eine große Menge Schrot als Eiweißfuttermittel für Rinder und Ergänzungskomponente im Schweine- und Geflügelfutter an. Rapsschrot deckt in Deutschland etwa die Hälfte des insgesamt verfütterten Schrotes ab und ist eine wichtige Proteinquelle für Tiere.

Pflanzenzüchter arbeiten intensiv an Rapssorten mit hohen Proteingehalten. Zunehmend wird Rapsöl in allen Verwertungsrichtungen durch kostengünstigeres Palmöl ersetzt. Mit der sinkenden Nachfrage nach Rapsöl sinken auch die Landwirtspreise für Raps und gleichzeitig wird das Angebot von Rapsschrot knapper und dadurch die Fütterung in Veredelungsbetrieben teurer. Hochwertige Eiweißfuttermittel und Öl aus heimischem Anbau prägen seit Jahrzehnten das Bild der deutschen Landschaft, nicht zuletzt zum Zeitpunkt der Rapsblüte. Wir danken allen deutschen Rapsanbauern, die dafür sorgen, dass unsere Qualität von gentechnikfreiem Pflanzenöl und Futter erhalten bleibt.

EURALIS Saaten GmbH
EURALIS Saaten ist die deutsche Niederlassung der EURALIS Semences S.A.S., das Saatgutunternehmen der französischen Groupe EURALIS und züchtet, prüft und vertreibt Sorten von Mais, Raps, Sonnenblumen, Soja und Sorghum in Zentraleuropa. Es werden jährlich 13 % des Umsatzes in die Züchtung investiert. In Europa hat EURALIS zehn Zuchtstationen, davon drei in Deutschland, mit insgesamt 500.000 Versuchsparzellen.
Weitere Informationen unter www.euralis.de

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Sonnenblumen als Bienenweide

Einflussfaktoren für die Nektarproduktion

Sonnenblumen als Bienenweide

Sonnenblumen als Bienenweide

NEWS Aktuell: EURALIS Saaten GmbH
Norderstedt 09.05.2018

Sonnenblumen als Bienenweide – Einflussfaktoren für die Nektarproduktion

Die Sonnenblume (Heliantus annuus L.) gehört zur Familie der Korbblütler. Der sogenannte Korb hat einen Durchmesser von 15 bis 30 Zentimeter und beinhaltet ca. 800 bis 1.500 Röhrenblüten, die von großen Zungenblüten am Rand des Korbes umrahmt werden. Die sterilen Zungenblüten locken mit ihrer strahlend gelben Farbe Insekten an. Die Sonnenblume ist für eine erfolgreiche Befruchtung auf die Unterstützung von Insekten angewiesen und bietet im Gegenzug attraktive Nahrung in Form von Nektar und Pollen.

Die Nektarproduktion der Sonnenblume wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Die Witterung spielt dabei eine bedeutende Rolle. Für eine hohe Nektarproduktion ist eine ausreichende Wasserversorgung der Pflanzen vor und während der Blüte erforderlich. Trockenstress und starker Wind führen zu verminderter Sekretion der energiereichen Flüssigkeit. Weiterhin sind Temperaturen von 20 °C bei hoher Luftfeuchtigkeit optimal für einen hohen Nektarertrag der Sonnenblume. Neben dem Nektarvolumen sind bei gleichen Temperaturbedingungen auch die besten Voraussetzungen für die Nektarqualität, den Zuckergehalt (Saccharose, Glukose, Fruktose), gegeben.

Doch auch für Honigbienen müssen Voraussetzungen erfüllt sein, damit diese den Nektar sammeln können. Bei Temperaturen von 20 bis 27 °C sind Honigbienen besonders flugaktiv und ergänzen damit perfekt die Ansprüche der Sonnenblume. Jedoch sinkt die Sammelaktivität bei ansteigender Luftfeuchtigkeit. Was nützt den Insekten ein reiches Nektarangebot, wenn die Bedingungen für die Sammelaktivität nicht gegeben sind.
Auch die Blühdauer beeinflusst die Eignung der Sonnenblume als Bienenweide und kann deutliche Unterschiede in Abhängigkeit von der Sortenwahl zeigen. Je länger die Blüte andauert, desto länger besteht der Zugang zum Nektar und desto höher ist die potenzielle Nektaraufnahme der Honigbiene.

Die Blühdauer variiert bei Sonnenblumen zwischen sieben und 21 Tagen je nach genetischem Hintergrund und Witterung. Im bundesweiten EU-Sortenversuch 2017 stellte sich die Körnersonnenblume ES Columbella mit 16 Tagen als die am längsten blühende Sorte im Vergleich zu den insgesamt sieben Prüfgliedern bei gleichzeitig früher Kornabreife heraus. Zusätzlich beeinflusst die Länge der Röhrenblüten die Erreichbarkeit des Nektars für Honigbienen. Die Röhrenblüten blühen von außen zur Mitte des Korbes nacheinander ab und bieten bei einer Länge von 4,8 bis 5,8 Millimeter optimale Bedingungen für Honigbienen, diesen Nektar über den Rüssel (ca. 6,5 mm) zu erreichen. Die Röhrenblüten von ES Biba liegen in genau diesem Spektrum und heben die Eignung dieser Sonnenblumensorte als Bienenweide hervor.

Die Bestäubung durch Honigbienen gilt als Erfolgsfaktor für erfolgreichen Sonnenblumenanbau in Deutschland. Die quantitative und qualitative Nektarproduktion hängt dabei sowohl von der Witterung-, als auch vom Sortenmaterial ab und zeigt Unterschiede in der Eignung als Bienenweide. Bei warmen Temperaturen um 20 °C und Böden mit guter Wasser- und Nährstoffspeicherkapazität können nicht nur hohe Kornerträge, sondern auch gute Nektarerträge erzielt werden.

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Sonnenblumen als Bienenweide

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Sonnenblumen als Bienenweide

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Norderstedt 09.05.2018

Internationaler Markt für Pflanzenöle
Welche Rolle spielt Winterraps?

Die weltweite Ölsaatenerzeugung lag im Anbaujahr 2017/2018 bei 632 Mio. Tonnen. Dies entspricht einem Anstieg von über 50 % in den vergangenen zehn Jahren.

Grund für die gesteigerte Ölsaatenproduktion ist der erhöhte Fleischkonsum. Ölkörner werden maschinell ausgepresst und die übrigen Feststoffe zu proteinreichem Schrot verarbeitet, welches an Nutztiere verfüttert wird. Besonders in Schwellenländern wie China oder Brasilien steigt mit dem Wohlstand auch die Nachfrage nach dem „Luxusgut“ Fleisch. Aber auch der Bedarf von pflanzlichen Ölen für Produkte in der Humanernährung, Kosmetik, für Waschmittel oder als Rohstoff für die Kraftstoffherstellung erhöhte sich seit der Jahrtausendwende enorm.

Unter den Ölsaaten hat die Sojabohne global die größte Anbaubedeutung und macht über die Hälfte (55 %) der Gesamtproduktion aus. Sojabohnen werden jedoch vorwiegend aufgrund der hohen Proteingehalte und sehr guter Proteinqualität für die tierische Verfütterung verwendet. Der Sojabohnenanbau zielt eigentlich auf den Gewinn von pflanzlichem Protein ab, während Öl sozusagen nur ein (wichtiges) Nebenprodukt ist. Bei Ölgehalten von lediglich 23% hat die Sojabohne in der weltweiten Ölproduktion größere Mitspieler.

Mit 55% haben Sonnenblumenkörner die höchste Ölausbeute unter den Kulturpflanzensamen, jedoch bestimmt die Palmfrucht durch ihre kostengünstigere Produktion den weltweiten Ölmarkt. Während insgesamt 63% des globalen Pflanzenöls aus Palmfrucht und Sojabohnen stammen, ziehen Rapsöl (15 %) und Sonnenblumenöl (9 %) mit geringeren Anteilen nach.

Die bedeutendste Ölsaat auf dem deutschen Markt ist Winterraps. 2017 wurden hier auf 1,28 Mio. ha Winterraps ausgesät. Das daraus gewonnene Rapsöl wird zu 40% für die Humanernährung verwendet und steht später beispielsweise als reines Speiseöl, Marinade oder in Form von Mayonnaise in der Küche. Die Zusammensetzung der Fettsäuren des Rapsöls ist für die menschliche Ernährung wertvoll. Es ist reich an gesunden, einfach ungesättigten Fettsäuren. Zusätzlich sind das günstige Verhältnis von Omega-3- zu Omega- 6-Fettsäuren und der Gehalt an Vitamin A und E ernährungsphysiologisch vorteilhaft. Vergleicht man dazu die Inhaltstoffe von Palmöl, so stellt man schnell fest, dass hier der Anteil an gesättigten Fettsäuren (Palmitinsäure), die als eher ungesund gelten, überwiegt. Jedoch ist die große Hitzestabilität des Palmfetts nützlich, welche besonders für den Einsatz als Maschinenöl verwendet werden kann.

Palmöl ist erst bei Temperaturen über 23 °C in flüssigem Zustand und wird für die optimale Konsistenz häufig in Speisen wie Eiscreme und Margarine verarbeitet. Auch in Biodiesel ist Palmöl enthalten. Die übrigen 60 % des deutschen Rapsöls werden für die industrielle Verarbeitung, z. B. für Seife, Schmier- und Hydrauliköle, genutzt oder auch für die Herstellung von Biodiesel. Beim Auspressen des Öls aus den Samen fällt eine große Menge Schrot als Eiweißfuttermittel für Rinder und Ergänzungskomponente im Schweine- und Geflügelfutter an. Rapsschrot deckt in Deutschland etwa die Hälfte des insgesamt verfütterten Schrotes ab und ist eine wichtige Proteinquelle für Tiere.

Pflanzenzüchter arbeiten intensiv an Rapssorten mit hohen Proteingehalten. Zunehmend wird Rapsöl in allen Verwertungsrichtungen durch kostengünstigeres Palmöl ersetzt. Mit der sinkenden Nachfrage nach Rapsöl sinken auch die Landwirtspreise für Raps und gleichzeitig wird das Angebot von Rapsschrot knapper und dadurch die Fütterung in Veredelungsbetrieben teurer. Hochwertige Eiweißfuttermittel und Öl aus heimischem Anbau prägen seit Jahrzehnten das Bild der deutschen Landschaft, nicht zuletzt zum Zeitpunkt der Rapsblüte. Wir danken allen deutschen Rapsanbauern, die dafür sorgen, dass unsere Qualität von gentechnikfreiem Pflanzenöl und Futter erhalten bleibt.

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Gesunder Raps trotz Stressfaktoren

Die Regenerative Landwirtschaft ermöglicht gesunde Rapsbestände

Gesunder Raps trotz Stressfaktoren

Kontrolle der Rapsbestände im Kraichgau (Bildquelle: Uwe E. Nimmrichter)

Die physiologische Knospenwelke bei Raps und Schäden durch den Rapsglanzkäfer haben sich in diesem Jahr für die landwirtschaftlichen Betriebe bundesweit zum Problem entwickelt. Die Folgen werden erhebliche Ernteeinbußen bis hin zum Totalausfall der Ernte sein. Nur selten betroffen sind Schläge, die im regenerativen Anbauverfahren bewirtschaftet werden. Durch den Anbau gemeinsam mit Mischkulturpartnern im Herbst, durch die Vitalisierung mit Komposttee im Herbst und im Frühjahr sowie durch die Behandlung mit Kreidekalk, Zeolith und HF-Natrel comp vor der Zunahme des Zuflugs der Rapsglanzkäfers konnten die Pflanzen derart gestärkt werden, dass trotz der Stressfaktoren gesunder und leistungsstarker Raps gewachsen ist. Stressfaktoren waren die Kahlfröste im Februar / März sowie der starke Temperaturanstieg im April.

„Bei den vielen von uns betreuten landwirtschaftlichen Betrieben haben wir kaum Schäden festgestellt, die Ernteausfälle in Größenordnung erwarten lassen.“, erklärt Dietmar Näser vom Unternehmen Grüne Brücke und ergänzt „Durch die Bewirtschaftung nach den Methoden der Regenerativen Landwirtschaft schließen wir aus, dass Nährstoffmängel das Pflanzenwachstum, die Blüte und damit den Ertrag negativ beeinflussen“. Gemeinsam mit Betrieben in Süddeutschland wurden Null-Parzellen angelegt, um einen direkten Vergleich der Wirksamkeit der durchgeführten Maßnahmen zu erhalten. Die Ergebnisse waren im Vergleich zu den unbehandelten Schlägen breitere Blätter, eine kräftigere Entwicklung der Pflanzen, eine Verzweigung bis in den unteren Bereich und gleichmäßig ausgeformte grüne Knospenbüschel.

Dietmar Näser befasst sich seit vielen Jahren mit der Regenerativen Landwirtschaft. Ziel seiner Arbeit ist es, die Wirtschaftlichkeit der Landwirtschaftsbetriebe zu stärken. Ansteigender, lebend verbauter Boden-Kohlenstoff als Nährhumus liefert Nährstoffe, verbessert die Pflanzengesundheit und unterdrückt den Unkrautwuchs. Die Regeneration des Boden-Kohlenstoffgehaltes erfolgt während der Anbauverfahren mit den gleichen Methoden, die für hohe und stabile Erträge erforderlich sind. Das System der Regenerativen Landwirtschaft hat Dietmar Näser gemeinsam mit vielen Landwirte und Autoren entwickelt und in Zusammenarbeit mit Dr. Ingrid Hörner und Friedrich Wenz methodisch strukturiert.

Dietmar Näser gilt mit seinem Unternehmen „Grüne Brücke“ als Vorreiter der regenerativen Landwirtschaft. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die natürlichen Prozesse und die Bodenfruchtbarkeit jenseits konventioneller Düngung und Bodenbearbeitung. Seine von ihm und Friedrich Wenz entwickelte Methode sorgt für fruchtbare Böden als Grundlage für Produkte, die die Gesundheit von Mensch, Tier und der „Mutter Erde“ erhalten und fördern, ohne dabei die Wirtschaftlichkeit aus den Augen zu verlieren. Zielstellung sind gute Erträge bei geringem Aufwand und einer Nachhaltigkeit für die Natur. In Zeiten des zunehmenden Preisverfalls für konventionelle landwirtschaftliche Produkte, der steigenden Kosten und der zunehmenden Umweltprobleme sind das wichtige Zukunftskriterien für jeden Erzeuger.

Firmenkontakt
Grüne Brücke – Büro für Regenerative Landwirtschaft
Dietmar Näser
Talstraße 56
01844 Neustadt
03596/5081572
03596/5081573
kontakt@gruenebruecke.de
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PROJEKT N2
Uwe E. Nimmrichter
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01904 Neukirch
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Deutschlands schönste Ölfelder blühen wieder!

Deutschlands schönste Ölfelder blühen wieder!

Rapsblüte in Deutschland (Bildquelle: Thomas Christians/UFOP e. V.)

Ein bisschen später als sonst, aber nicht weniger schön, blüht es in diesen Tagen wieder leuchtend gelb in ganz Deutschland. Die alljährliche Rapsblüte findet in diesem Jahr auf knapp 1,3 Millionen Hektar statt. Damit bewegt sich die Anbaufläche noch im Rahmen des Üblichen, denn seit Jahren liegt sie relativ konstant zwischen 1,3 und 1,5 Millionen Hektar. Ob das in den kommenden Jahren auch noch so sein wird, hängt ganz maßgeblich von der Politik ab. Sie entscheidet mit ihrer Biokraftstoffpolitik über die Rahmenbedingungen für die Nachfrage in dieser für Rapsöl sehr wichtigen Branche. Ein weiterer Absatzmarkt für das in der Rapssaat enthaltene Öl ist jedoch von solchen Entwicklungen nicht betroffen. Ganz im Gegenteil, denn Rapsspeiseöl ist das mit Abstand gefragteste Speiseöl in Deutschland und das seit mittlerweile fast zehn Jahren. Für Nachschub ist auf jeden Fall gesorgt, denn die Ernte im Juli 2018 wird etwa 5 Millionen Tonnen Rapssaat liefern, aus denen anschließend in Ölmühlen rund 2,2 Millionen Tonnen Rapsöl gewonnen wird.

Neben Rapsöl entsteht bei der Pressung als zweite Komponente auch proteinhaltiges Rapsschrot. Und das ist überaus gefragt bei deutschen und europäischen Tierhaltern, da es ein sehr hochwertiges, gentechnikfreies Proteinfutter für die Rinder-, Schweine- und Geflügelmast ist. Damit hat Rapsschrot einen erheblichen Vorteil gegenüber importiertem Sojaschrot, das in der Regel gentechnisch modifiziert ist. Weil immer mehr Milchprodukte, Eier oder Fleisch mit dem Hinweis „ohne Gentechnik“ gekennzeichnet werden, hat sich das zu einem echten Wettbewerbsvorteil für heimisches Rapsschrot entwickelt. Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach Rapsschrot zuletzt deutlich angezogen ist und die Preise auf ein 3-Jahres-Hoch gestiegen sind.

Wenn Rapsöl gepresst wird, entsteht also immer auch ein hochwertiges Eiweißfutter. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass wenn weniger Öl produziert wird, auch weniger Futtermittel bereitsteht. Das ist ein Zusammenhang, der insbesondere Politikern oft nicht bewusst sein dürfte, wenn sie Entscheidungen zur Zukunft der Biokraftstoffnutzung treffen. Rapsprotein muss dann nämlich durch andere Quellen ersetzt werden und dies ist in der Regel importiertes Sojaschrot. Eine Entwicklung, die zu solch einem Rückgang der Rapsölnachfrage führen kann, resultiert aktuell aus unfairen Handelspraktiken von Seiten Argentiniens und Indonesiens. Von hier drängen 3 bis 5 Millionen Tonnen Biodiesel auf Basis von Soja- und Palmöl auf den europäischen Markt. Dies entspricht in etwa einer Fläche von 4 Millionen Hektar der insgesamt etwa 6,8 Millionen Hektar Rapsanbau in der Europäischen Union. Der Rückgang der Rapsölnachfrage in der Biodieselindustrie kommt über die Ölmühlen und den Agrarhandel letztlich bei den Erzeugern an, die bereits heute einen deutlichen Preisrückgang bei Raps erleben. Die EU-Kommission ist jetzt gefragt, den Dumpingimporten Regelungen entgegenzusetzen, die den Wettbewerb wieder fair gestalten. Ansonsten überlegen sich die hiesigen Landwirte in Zukunft zweimal, ob sie Raps oder eine andere Kultur anbauen. Das hat dann nicht nur zur Folge, dass der Frühling in Deutschland weniger gelb ausfallen wird, sondern führt in der Konsequenz auch dazu, dass erheblich mehr gentechnisch modifiziertes Sojaschrot für die Tierernährung importiert werden muss und der Anreiz für Regenwaldrodungen weiter erhöht wird. Trübe Aussichten, die die EU-Politik aus Sicht der deutschen und europäischen Landwirtschaft umgehend klären muss.

Wolfgang Vogel, Vorsitzender der Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) und selbst praktizierender Landwirt, erklärt, wie relevant der Biokraftstoffmarkt für die deutschen Landwirte ist: „Nachhaltig zertifiziertes Rapsöl ist heute mit durchschnittlich 6 von insgesamt etwa 12 Millionen Tonnen der wichtigste Rohstoff für die Herstellung von Biodiesel in Europa.“ Doch nicht nur für die Rapsanbauer ist der Biokraftstoffmarkt von Bedeutung. Durch die deutliche Reduzierung von Treibhausgasen, die Biokraftstoff auf Basis von Raps ermöglicht, wird ein wichtiger Beitrag zur Erreichung der deutschen und europäischen Klimaschutzziele geleistet. Aus Sicht des Verbandsvorsitzenden haben flüssige Biokraftstoffe mit ihrer zu fossilen Kraftstoffen vergleichbar hohen Energiedichte den großen Vorteil, dass sie flächendeckend verfügbar sind. Dies macht sie heute beim mittel- bis langfristigen Übergang zu rein strombasierten Antrieben unverzichtbar. Ein Vergleich mit der Energieleistung von Windkraftanlagen zeigt dies laut Vogel deutlich: „Die heute in Deutschland hergestellten Biokraftstoffe stellen ebenso viel Energie bereit wie 10.700 Windkraftanlagen, was 38 Prozent aller installierten Anlagen entspricht. Würde man diesen Biokraftstoffanteil vollständig durch Elektromobilität ersetzen, müssten also 38 Prozent des deutschen Windstroms für den Verkehrsbereich aufgewendet werden.“

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

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EURALIS Käfer-Kontrolle – biologische Kontrolle gegen Rapsglanzkäfer

Rapsglanzkäfer biologisch kontrollierbar

EURALIS Käfer-Kontrolle - biologische Kontrolle gegen Rapsglanzkäfer

EURALIS Käfer Kontrolle

NEWS Aktuell: EURALIS Saaten GmbH
Norderstedt 28.04.2018

Rapsglanzkäfer biologisch kontrollierbar

EURALIS Käfer-Kontrolle – biologische Kontrolle gegen Rapsglanzkäfer

Der Raps ist eine der wichtigsten heimischen Kulturpflanzen und ein echter Wirtschaftsfaktor. Auf rund 12 % der gesamten deutschen Anbaufläche wird Raps angebaut, vor allem um aus den Körnern Rapsöl zu gewinnen. Der Ertrag ist allerdings häufig durch den Rapsglanzkäfer bedroht.

Sobald der Boden sich nach dem Winter auf 10 °C erwärmt hat, verlässt der Rapsglanzkäfer seinen Winterstandort. Ab Lufttemperaturen von 15 °C fliegt dieser auf die Rapsknospen, um sich vom Pollen der Pflanze zu ernähren.

Um an die Pollen zu gelangen, frisst sich der Rapsglanzkäfer durch die Kelch- und Blütenblätter, wobei er die Blüte stark schädigt. Das Weibchen bohrt sich zusätzlich in die Knospen, um dort Eier abzulegen. Mit 30 bis 40 % können die Ertragsverluste erheblich sein.

Mit ES Alicia, einer Liniensorte von EURALIS, ist eine biologische Kontrolle gegen diese Rapsglanzkäfer möglich.

ES Alicia ist eine sehr früh blühende Rapssorte, die etwa zehn Tage früher blüht im Vergleich zu späten Sorten und fünf Tage früher als mittelspäte Sorten. ES Alicia entwickelt also deutlich früher Knospen und Blüten als ES Imperio als Hauptsorte auf dem Feld.

Die Rapsglanzkäfer werden von der frühen Knospen- und Blütenbildung von ES Alicia angezogen und konzentrieren sich auf diese. Die deutlich später blühende Hauptsorte wird verschont. Diese biologische Kontrolle erhält somit das Ertragspotenzial der Hauptsorte ES Imperio.

EURALIS bietet ES Alicia in einer speziellen Verpackungsgröße von 100.000 Körnern pro Sack an. Das Saatgut ist rot gefärbt, um eine homogene Mischung zu ermöglichen. Diese 100.000 Körner ES Alicia werden mit 1,5 Mio. Körnern ES Imperio gemischt, also einer Verteilung von 7 %, gleichmäßig verteilt und ausgesät.

Diese biologische Kontrolle erhält nicht nur das Ertragspotenzial der Hauptsorte, sondern verhindert oft auch eine Insektizidbehandlung gegen Rapsglanzkäfer und ist absolut bienenfreundlich. www.euralis.de
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EURALIS Saaten ist die deutsche Niederlassung der EURALIS Semences S.A.S., das Saatgutunternehmen der französischen Groupe EURALIS und züchtet, prüft und vertreibt Sorten von Mais, Raps, Sonnenblumen, Soja und Sorghum in Zentraleuropa.

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Die Mischung macht“s … Landwirt mit Traummaßen

Die Landwirtschaft ist multitaskingfähig, leidenschaftlich und attraktiv

Die Mischung macht"s ... Landwirt mit Traummaßen

Landwirt mit Traummaßen EURALIS Saaten GmbH

NEWS Aktuell: EURALIS Saaten GmbH
Norderstedt 27.04.2018

Die Mischung macht`s … Landwirt mit Traummaßen
Die Landwirtschaft ist multitaskingfähig, leidenschaftlich und attraktiv

Mit der Digitalisierung ist das Arbeitsgebiet Landwirtschaft deutlich transparenter geworden, und die Vielseitigkeit dieses Berufsstands wird endlich fast jedem klar. Der Landwirt ist multitaskingfähig, und der Beruf oder besser die Berufung, Landwirt zu sein, wird immer anspruchsvoller. Die Kombination von digital und praktisch macht attraktiv – auch für die Zukunft.

Laut Wikipedia bedeutet multitaskingfähig, „in der Lage zu sein, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu erledigen“.
Weitläufig eingesetzt bedeutet es, die Fähigkeit zu besitzen, zwischen den unterschiedlichsten Themen, Aufgaben und Bereichen im übertragenen Sinn hin und her springen zu können.

Bereits bevor der Landwirt zum Smart-Farmer und mit der explosionsartigen digitalen Revolution* konfrontiert wurde, war das Multitasking sehr von Nutzen. War es doch auch früher schon notwendig, vom Säen zum Mähen und vom Schwaden zum Silieren zu „springen“. Um Effizienzsteigerung und Nachhaltigkeit geht und ging es immer, und auch über Innovations- und Investitionshemmnisse musste damals wie heute entschieden werden.

Dabei fällt bei der einen oder anderen Investition sicher keine Entscheidung gegen etwas, weil die Innovation nicht gut genug ist, sondern es fehlt einfach das Geld dafür, oder die Bodenständigkeit und Erfahrung entscheiden dagegen. Jeder Landwirt hat die Wahl, Produkte zu kaufen oder nicht. Gerade Landwirte testen Produkte aus und finden heraus, welches Saatgut sich auf den eigenen Feldern besser bewährt – gekauft wird, was sich rechnet; mit bunten Prospekten lassen sich Landwirte nicht überzeugen.

Das Berufsbild des Landwirts, der als Familienmensch in und mit der Natur lebt, mit seiner körperlichen Arbeit die Familie ernährt und dabei sein eigener Chef ist, ist geblieben. Die Verbraucher wünschen sich das Bild des Bauern, der im Einklang mit der Natur wirtschaftet.

Da klingt Digitalisierung der Landwirtschaft für viele nach einem Widerspruch. Dabei stellen die längst etablierten Melkroboter und Futterautomaten eine Arbeitserleichterung dar, zumindest für den, der sie hat. Die Fachleute sind überzeugt, dass die digitale Technik die Landwirtschaft nicht weiter von der Natur entfernt, sondern im Gegenteil die Natur wieder heranholt. Begriffe wie „Drohnenführerschein“ zur Feldüberwachung und „digital gesteuerte Spritzen“, die die Pflanzenschutzmittel punktuell ausbringen können, hören sich einfach nicht natürlich an. Die Effizienz dieser Möglichkeiten soll aber zur Ressourcenschonung eingesetzt werden.

Es klingt plausibel, wenn durch genaue digitale Messung am Ende weniger Dünger oder Pflanzenschutz auf den Boden ausgebracht wird. Letztendlich bleibt die Landwirtschaft komplex, und bei aller Digitalisierung wird eine Sprache gesprochen, die keine Maschine spricht. Es können viele Arbeitsschritte von Maschinen ausgeführt und dabei digital gesteuert werden, doch die Menschen werden unersetzlich bleiben. Immer wenn es um Empfindungen, Ideen, Denken, Weiterentwicklung, Fantasie, Kreativität und Leidenschaft geht, wird klar, wie hoch das Entwicklungspotenzial der Landwirtschaft ist.

Ein Berufszweig, in dem der EQ auch mal schnell über dem IQ steht. Der Landwirt wird bei dem Blick auf seine Tiere sofort erkennen, wie es dem Tier geht – das wird eine Maschine schwer leisten können. Die Digitalisierung kann das Herdenmanagement verbessern und der Sensor kann auffälliges Verhalten melden, aber spätestens jetzt ist der Landwirt gefragt. Seine Erfahrungen, in Kombination mit den technischen Möglichkeiten, machen das Berufsbild spannend und für die Zukunft attraktiv.

Eine Maschine bleibt eine Maschine, und die ist nur so gut, wie sie mit Wissen gefüttert wurde. Ach ja … und wenn du nicht weißt, wie das Wetter wird, frag den Landwirt von nebenan, das kann er auch.

Quelle Wikipedia: *digitale Revolution

Der Begriff „digitale Revolution“ (auch dritte industrielle Revolution oder mikroelektronische Revolution) bezeichnet den durch die Digitalisierung und Computer ausgelösten Umbruch, der seit Ausgang des 20. Jahrhunderts einen Wandel sowohl der Technik als auch (fast) aller Lebensbereiche bewirkt und der in die digitale Welt führt, ähnlich wie die industrielle Revolution 200 Jahre zuvor. Heinrich Klotz spricht von einer „Zweiten Moderne“. Verlauf und Trend des digitalen Zeitalters Es wird geschätzt, dass im Jahr 1993 lediglich 3% der weltweiten Informationsspeicherkapazität digital war, während es 2007 bereits 94% waren.

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EURALIS Saaten ist die deutsche Niederlassung der EURALIS Semences S.A.S., das Saatgutunternehmen der französischen Groupe EURALIS und züchtet, prüft und vertreibt Sorten von Mais, Raps, Sonnenblumen, Soja und Sorghum in Zentraleuropa.

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Raps braucht den Biodieselmarkt

Dumpingimporte gefährden europäischen Rapsanbau

Raps braucht den Biodieselmarkt

UFOP-Vorsitzender Wolfgang Vogel

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) sieht die Perspektive des europäischen Rapsanbaus akut gefährdet. „Die Dumpingimporte aus Argentinien und Indonesien werden zur Existenzfrage für die europäischen Rapserzeuger“, so der Vorsitzende der UFOP, Wolfgang Vogel. Die von europäischen Biodieselherstellern vorgenommenen Stilllegungen und Produktionskürzungen werden den Mengen- und Preisdruck auf dem Markt für Rapsöl und Rapssaat weiter erhöhen.

Der Ölanteil von über 40 % an der Rapssaat sei der wichtigste Faktor für die Erzeugerpreisbildung und liege mit zuletzt 640 EUR je Tonne rund 100 EUR je Tonne unter Vorjahresniveau, betonte der UFOP Vorsitzende. Mit durchschnittlich 6 Mio. von insgesamt etwa 12 Mio. Tonnen ist Rapsöl der wichtigste Rohstoff der europäischen Biodieselindustrie. Dies entspricht in etwa einer Fläche von 4 Mio. Hektar der insgesamt etwa 6,5 Mio. Hektar Rapsanbau in der EU 28. Der Nachfragerückgang der Biodieselindustrie komme über die Ölmühlen beim Agrarhandel und schließlich bei den Erzeugern an, so der UFOP-Vorsitzende.

Als absolut widersprüchlich bewertete Vogel das aktuelle Politikgeschehen. EU-Kommission und Europäisches Parlament wollen die Biokraftstoffproduktion aus Anbaubiomasse ab 2021 unverhältnismäßig reduzieren. Eine Bedarfslücke für den europäischen Raps könnte nur dann entstehen, wenn Palmöl gemäß des Beschlusses des EU-Parlamentes verboten würde. Dem stellt sich aber die EU-Kommission entgegen. Andererseits sind sich beide Institutionen bei der Frage der sogenannten indirekten Landnutzungsänderungen (iLUC) einig, außer bei der Anrechnung der iLUC-Faktoren. Gleichzeitig werde eine europäische Eiweißpflanzenstrategie entwickelt, ohne für den Raps als die mit Abstand wichtigste europäische gentechnikfreie Eiweißquelle einen Sonderstatus einzuräumen.

Die EU-Kommission wie auch die Mitgliedsstaaten sind offensichtlich nicht handlungsfähig, die erwarteten Dumpingimporte von geschätzten 3 bis 5 Mio. Tonnen aus Argentinien und Indonesien als Ergebnis unfairer Handelspraktiken zeitnah zu unterbinden, kritisierte Vogel. Die Politik biete keine alternativen Absatzoptionen an. Auch der Getreideanbau sei schon längst an seiner ökonomischen Schmerzgrenze angekommen. Überschüsse bestimmten global die Preisbildung. Nur von Blühstreifen alleine könne der europäische Ackerbau nicht leben, stellte Vogel fest.

Nur mit einer ambitionierteren Biokraftstoffpolitik könnten die Märkte preiswirksam stabilisiert und ein messbarer Beitrag zur Dekarbonisierung der Kraftstoffe und damit des Verkehrssektors geleistet werden. Die Dumpingmaßnahmen von Argentinien und Indonesien müssten auch auf ihre „Nachhaltigkeit“ und ihre negativen Auswirkungen bewertet werden, forderte Vogel. Biodiesel ist über den gesamten Erzeugungsweg gesehen ein sensibles Produkt, wie alle landwirtschaftlichen Produkte. Dumpingexporte erzeugen Verlierer nicht nur im Zielland der Warenlieferung, sondern auch unter den Landwirten im Herkunftsland.

Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V. (UFOP) vertritt die politischen Interessen der an der Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Öl- und Eiweißpflanzen beteiligten Unternehmen, Verbände und Institutionen in nationalen und internationalen Gremien. Die UFOP fördert Untersuchungen zur Optimierung der landwirtschaftlichen Produktion und zur Entwicklung neuer Verwertungsmöglichkeiten in den Bereichen Food, Non-Food und Feed. Die Öffentlichkeitsarbeit der UFOP dient der Förderung des Absatzes der Endprodukte heimischer Öl- und Eiweißpflanzen.

Firmenkontakt
Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e. V.
Stephan Arens
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