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Aktion „4 Schrauben für Zivilcourage“ – 1000 Fußballvereine in ganz Deutschland machen mit!

kostenloses Schild gegen Rassismus und Gewalt wird von vielen Vereinen angefordert!

Aktion "4 Schrauben für Zivilcourage" - 1000 Fußballvereine in ganz Deutschland machen mit!

Aktion „4 Schrauben für Zivilcourage“

im Jahre 2008, kurz nachdem der DFB der Dürener Initiative FUSSBALLVEREINE GEGEN RECHTS den „Julius-Hirsch-Preis“ verliehen hatte, gründete die Initiative die Aktion „4 Schrauben für Zivilcourage“. In dieser Aktion erhalten Fußballvereine in ganz Deutschland auf Anforderung ein kostenloses, wetterfestes Aluminium-Schild mit der Aufschrift „Kein Platz für Rassismus und Gewalt“. Dieses Schild soll auf dem Sportgelände wie im Clubheim, an der Umkleide, im Eingangsbereich oder am Fußballplatz gut sichtbar angebracht werden, um Zuschauer, Spieler und Funktionäre in diesem Thema zu sensibilisieren. “ Bei meinen vielen Sportplatz-Besuchen fiel mir oft das Schild SEI FAIR ZUM 23. MANN auf. Warum sollte man kein Schild anbringen, dass gegen Beleidigungen und Diskriminierungen von Fußballern mit Migrationshintergrund warnt?“ so Jo Ecker, Gründer der Dürener Initiative FUSSBALLVEREINE GEGEN RECHTS. Nachdem in den ersten Monaten die kreisdürener Vereine angeschrieben wurden, beschloss die Initiative auch deutschlandweit zu agieren. Die Aktion wird im Vordergrund vornehmlich für Amateur-Vereine angeboten. Aber auch Bundes- und Zweitligisten wie Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, HSV, Werder Bremen, Hannover 96, Hertha BSC, SG Hoffenheim, Union Berlin, Darmstadt 98 und 1.FC Nürnberg u.v.m. beteiligten sich ebenfalls an der Aktion und zogen die umliegenden Amateurvereine mit. Finanziert wird die Aktion durch das Preisgeld des Bündnisses für Demokratie und Toleranz und einer Spende des DFB sowie aus privater Tasche. Anfang des Jahres wurde die Aktion mit dem „Bürgerpreis der Deutschen Zeitungen“ mit dem 2. Platz ausgezeichnet.
Vor 3 Tagen war es soweit: Mit dem SV Stavern 1955 e.V. vom Niedersächsischen Fußballverband hat der 1000. Verein das Schild gegen Rassismus und Gewalt an ihrem Clubheim angebracht. Am Samstag folgte als 1001. Verein die SG Neffeltal (Sportfreunde Gladbach) aus dem Kreis Düren, die sich im Rahmen ihres 25jährigen Bestehens ihres Vereins an der Aktion „4 Schrauben für Zivilcourage“ beteiligt. Darüber hinaus haben noch über 70 Vereine das Schild angefordert, aber noch keinen „Fotobeweis“ (dieser wird gefordert) zurückgeschickt.
Nach wie vor können interessierte Vereine dieses Schild unter gegen-rechts@gmx.net kostenlos anfordern!

Dürener Initiative, die sich gegen Rassismus und Gewalt im Fußball stellt.

Kontakt
Fussballvereine gegen RECHTS
Jo Ecker
Schlichbachstr. 1
52353 Düren
0178 878 0373
info@fussballvereine-gegen-rechts.de
http://www.fussballvereine-gegen-rechts.de

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„Start-up Lifetime-Cycle“: Expertenrat für Start-ups zu Standort-, Rechts- und Finanzierungsaspekten in Berlin

Am 17. Juli 2014 informierten die Gewerbesiedlungs-Gesellschaft (GSG Berlin), die SammlerUsinger Rechtsanwälte Steuerberater Partnerschaft sowie die Scheuermann/Westhoff/Strittmacher Rechtsanwälte auf der Informationsveranstaltung „Start-up Lifetime-Cycle“ im Rahmen der Tech Open Air ganztätig über typische Standort-, Rechts-, Steuer- und Finanzierungsherausforderungen von Start-ups. Der Satellite Event im Technologie- und Innovationspark Berlin stieß bei der Gründerszene auf reges Interesse.

Sebastian Blecke, Geschäftsführer der Gewerbesiedlungs-Gesellschaft (GSG Berlin), erklärt: „Die Förderung und Beratung kreativer Startups gehört zu unserer Unternehmensphilosophie, denn unsere Gewerbehöfe bieten Gründern ideale Voraussetzungen, um ihre Geschäftsideen erfolgreich zu verwirklichen. Umso mehr freuen wir uns über das große Interesse an unserem „Start-up Lifetime-Cycle“ und unserer frühzeitigen Beratung zu Standortwahl und Gewerbemietverträgen. Denn erfahrungsgemäß treffen Start-ups solche Entscheidungen oftmals eher emotional, was geschäftlich selten von Vorteil ist. Hiervor möchten wir Jungunternehmer gerne bewahren.“

Themen der 10-stündigen Beratungsveranstaltung waren neben zu beachtenden Aspekten bei der Standortsuche und Herausforderungen beim Abschluss eines Gewerbemietvertrages auch juristische Unternehmensformen und ihre jeweiligen steuerrechtlichen Vorteile, die Finanzierung von Start-ups, der Schutz des geistigen Eigentums sowie Exit-Modelle zum Verkauf des Unternehmens.

Dr. Hella Schmidt-Naschke von SammlerUsinger erklärt: „Aufgrund unserer ausgeprägten Erfahrung bei der Beratung und Begleitung von Start-up-Unternehmen kennen wir übliche Fragestellungen und die entsprechenden rechtlichen und steuerlichen Lösungen. Das gilt sowohl für das Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Arbeitsrecht und Vertragsrecht als auch für die Finanzbuchhaltung, Steuererklärungen und Jahresabschlüsse. SammlerUsinger möchte, dass sich Unternehmensgründer auf ihr Geschäft konzentrieren können und erfolgreich sind, ohne sich im Dickicht rechtlicher und steuerlicher Fragen zu verzetteln.“

GSG Berlin

Mit rund 850.000 Quadratmetern gehört die GSG Berlin, hundertprozentige Tochter der GSG GROUP, zu den führenden Anbietern von Büro- und Gewerbeflächen in Berlin. Das Portfolio umfasst Flächen mit 20 – 20.000 m² Größe zur Nutzung als Produktionsstätte, Büro, Werkstatt oder Lager in architektonisch imposanten Gewerbehöfen und modernen Gewerbeparks, die schwerpunktmäßig in Innenstadtlage mit ausgezeichneter Anbindung an das Verkehrsnetz liegen.

Hier bietet die GSG Berlin, die in Bezug auf die Nebenkosten zu den günstigsten Anbietern zählt und provisionsfrei vermietet, neben einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis einen umfangreichen Service, der von Ausbau-Service und Bonuscards über E-Mobility und Glasfasernetze bis hin zu Kurierdiensten, Veranstaltungsräumen und Werbevitrinen reicht.

Seit fast 50 Jahren hat sich in den rund 40 Berliner Gewerbehöfen der GSG Berlin eine Vielfalt an innovativen und erfolgreichen Unternehmen mittelständischer Größe mit insgesamt mehr als 15.000 Mitarbeitern angesiedelt.

Die GSG Berlin versteht sich als zuverlässiger Partner des Berliner Mittelstands, der sich für Startup-Unternehmen einsetzt – u.a. als Hauptsponsor beim Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg.

www.gsg.de
www.econoparks.de

Rechtsanwälte und Steuerberater SammlerUsinger

Die Rechtsanwälte und Steuerberater SammlerUsinger leisten Full Service rund um das Wirtschaftsrecht und bieten Start-up Unternehmen und Gründern professionelle Unterstützung in allen rechtlichen und steuerlichen Themen. Neben der Beratung im Gesellschaftsrecht, Steuerrecht, Arbeitsrecht und Vertragsrecht umfasst das Servicespektrum auch die laufende Finanzbuchhaltung, die Erstellung von Steuererklärungen und Jahresabschlüssen.

SammlerUsinger verbindet den Service einer internationalen Sozietät mit der Flexibilität einer überschaubaren Einheit. Im Vordergrund steht die Konzentration auf die individuellen Bedürfnisse der Mandanten. Auf überflüssige Strukturen wird verzichtet. So schafft es SammlerUsinger, erstklassige Qualität bei überschaubaren Kosten zu bieten.

Die Sozietät ist im Jahr 2002 aus Clifford Chance hervorgegangen. Mit weiteren Kollegen aus renommierten internationalen Kanzleien wurde seitdem eine neue Sozietät mit diesem Konzept geformt. Bei SammlerUsinger herrscht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Partnern und Associates, Seniorität und jungen Talenten, Anwältinnen und Anwälten. Für SammlerUsinger ist dies die Grundlage von einer modernen Sozietät.

www.sammlerusinger.com

Gewerbesiedlungs-Gesellschaft mbH (GSG)
Patricia Jaenisch
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Ellinor Wolfeil liest am 3. Juni 2014 in der Galerie „Eifel Kunst“

„Kein menschlicher Makel – weder gestern noch heute“

Ellinor Wolfeil liest am 3. Juni 2014 in der Galerie "Eifel Kunst"

Cover Kein menschlicher Makel

Katharina Göbel – Bedburg, 28.05.2014 – Ellinor Wolfeil liest am 3. Juni um 19 Uhr in der Galerie „Eifel Kunst“ aus ihrem Roman „Kein menschlicher Makel – weder gestern noch heute“. „Eifel Kunst“, von der Initiative des „Eifeler Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt“ gegründet, ist eine Galerie gegen Rechts, die Räume eröffnet, wo Menschen ihre Vielfalt entfalten und zeigen können, in Form von Ausstellungen, Vorträgen, Lesungen, Musik und Filmvorführungen. In ihrem aktuellen Buch berichtet Ellinor Wolfeil über die seelischen Folgen politischer Verfolgung und das Gefühl des Ausgegrenztseins. Denn als Halbjüdin durchlitt die Autorin am eigenen Leib Diskriminierung aufgrund ihrer Herkunft und die Verfolgung durch die Nazis. So berichtet sie authentisch und ergreifend über das wenig bekannte Leben halbjüdischer Kinder im Nazi-Deutschland und sie erzählt von einer Geschichte, die auch heute noch aktuell ist: Denn immer noch werden Menschen aufgrund ihrer Rasse, Hautfarbe oder Religion verurteilt und verfolgt. Wenn der Roman auch auf detaillierte Umschreibungen des Kriegsgeschehens verzichtet, gelingt es ihm dennoch ein Bild von der Vergangenheit zu zeichnen, in dem die Bedrohung stets spürbar war. Die Protagonistin macht mit ihrer gelungenen Flucht aus dem sowjetisch besetzten Teil Deutschlands Hoffnung, dass es trotz allen Umständen möglich ist, nicht nur territoriale Grenzen zu überwinden, sondern auch emotionale menschliche. Vor allem die Menschen mit zweierlei Wurzeln, „Halbblut“, wie es die Nazis damals abwertend bezeichneten, stehen vor der großen Herausforderung, sich zu einer Gemeinschaft zugehörig zu fühlen. Verheerend werden sie nämlich oft von beiden Seiten abgelehnt, unfair verurteilt, nicht einer von ihnen zu sein.

Die biografische Erzählung „Kein menschlicher Makel – weder gestern noch heute“ , aus der Ellinor Wohlfeil am 3. Juni in der „Eifel Galerie“ vorliest, offenbart Erfahrungen, die für ein ganzes Leben stehen, und gleichzeitig auch über die durch die Jahre politischer Verfolgung gewonnene Kraft. Das Buch ist im Verlag 3.0 Zsolt Majsai erschienen und im Verlagsshop erhältlich.

Bildrechte: Stelzmann Bildquelle:Stelzmann

Verlag 3.0 Zsolt Majsai geht neue Wege. Nach dem Motto Buch Ist Mehr, will er das Erfahren und Erleben von Büchern zu einem besonderen Erlebnis machen.

Verlag 3.0 Zsolt Majsai
Zsolt Majsai
Neusser Str. 23
50181 Bedburg
022728079606
info@verlag30.de
http://verlag-shop.com

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Rothmann-Fonds: Schadensersatzansprüche gegen Vertrieb gerechtfertigt

Eminence GmbH & Co. KG aus dem Hause der Rotmann-Fonds – Amtsgericht ordnet Haftung für ALAG-Vermittlung an – Geschädigte Anleger erhalten Schadensersatz

Rothmann-Fonds: Schadensersatzansprüche gegen Vertrieb gerechtfertigt

Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke, Berlin

Mit Urteil vom 30.09.2013 hat das Amtsgericht Charlottenburg die Berliner Vertriebsgesellschaft Eminence Capital Management GmbH & Co. KG erneut zu Schadensersatz gegenüber einem Anleger für die Vermittlung eines Rothmann-Fonds verurteilt. Vermittelt wurde im konkreten Fall eine Beteiligung an der ALAG GmbH & Co. KG. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Eminence nicht über die hohe Kostenbelastung der Verträge aufgeklärt hat. Diese Kostenbelastung wurde bereits von mehreren Gerichten für fehlerhaft in den Emissionsprospekten der Rothmann – Gruppe dargestellt befunden.

Gerichte entscheiden für den Anleger

So hatte bereits das Landgericht Berlin in einem Urteil vom 23.08.2012 gegenüber einer Anlageberaterin klargestellt, dass die Kosten der ALAG GmbH & Co. KG sich auf weit mehr als das 6%ige Agio belaufen und tatsächlich ca. 30 % des eingezahlten Kapitals anzusehen sind. In dieselbe Richtung argumentierte bereits das OLG München in einem Hinweisbeschluss und das OLG Dresden in zwei Hinweisbeschlüssen gegenüber anderen Gesellschaften der Rothmann-Gruppe. Das Hanseatische Oberlandesgericht hat in einem Beschluss vom 22.05.2013 ebenfalls mitgeteilt, dass die Emissionsnebenkosten im Prospekt der ALAG falsch dargestellt sind.

„Damit dürfte in der Vielzahl der Fälle, in denen betroffene Anleger der Rothmann-Fonds unter Verwendung eines Emissionsprospektes geworben wurden, eine Falschaufklärung schon durch die Verwendung des Prospektes vorliegen. Denn der fragliche Prospektfehler liegt in allen hier bekannten Rothmann – Emissionsprospekten vor: Die Emissionskostenquote wurde künstlich klein gerechnet, indem die Kosten in Bezug zu einer nicht garantierten Gesamtinvestitionssumme gesetzt wurden und nicht etwa – wie es transparent gewesen wäre – in Bezug zu der von den Anlegern eingenommenen Einlagesumme. Wäre dies geschehen, wäre für den Anleger offensichtlich gewesen, dass die Rothmann Fonds mit einer Kostenquote von 16 bis 25 % belastet sind, was einen wirtschaftlichen Erfolg als zweifelhaft erscheinen lässt,“ teilt der Berliner Rechtsanwalt Christian-H. Röhlke, Gründer der Kanzlei Röhlke Rechtsanwälte , mit, der das Urteil vor dem Amtsgericht Charlottenburg für seinen Mandanten erstritten hat.

Rechtsanwalt Christian Röhlke weist darauf hin, dass die Vertriebe im Rahmen der von ihnen geschuldeten Plausibilitätsprüfung der Wirtschaftlichkeit der Kapitalanlage diesen Fehler hätten bemerken müssen. Dieses kann jetzt in einer Vielzahl von Fällen zu erfolgreichen Haftungsprozessen gegen die Vermittler führen. Damit besteht für die betroffenen Anleger ein weiterer Hoffnungsschimmer, auch wenn nur ein schwaches Licht am Ende des Tunnels leuchtet, aber es leuchtet.
Daher kann allen betroffenen Anlegern und ihren Familien nach wie vor nur der Rat zu einem spezialisierten Anwalt nahegelegt werden, in jedem Falle sollten die Ansprüche juristisch geprüft werden und individuelle Lösungsvorschläge erarbeitet werden.

V.i.S.d.P.:

Christian-H. Röhlke

Rechtsanwalt
Sofortkontakt Röhlke Rechtsanwälte unter 030-715 206 71

Röhlke Rechtsanwälte haben ihre Kernkompetenz im Bereich des Kapitalanlagenrechts und der angrenzenden Gebiete des Zivilrechts, insbesondere im Handels- und Gesellschaftsrecht. Ein weiterer Schwerpunkt liegt bei Kleinverdienern, denen vermietete Eigentumswohnungen zur Altersvorsorge als „Immobilienrente“ schmackhaft gemacht wurden. Ein wesentlicher Tätigkeitsschwerpunkt ist auch das Recht der Handelsvertreter, die Regelungen über Provisionen, Buchauszüge, Wettbewerbsverbote etc.Weitere Information finden Sie unter: www.kanzlei-roehlke.de

Kontakt:
Röhlke Rechtsanwälte
Christian-H. Röhlke
Kastanienallee 1
10435 Berlin
0049 (0)30 715 206 71
anwalt@kanzlei-roehlke.de
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Landwirtschaftliche Düngerpraxis und Abwasserreinigung – ein Widerspruch in sich

Landwirtschaftliche Düngerpraxis und Abwasserreinigung - ein Widerspruch in sich

Seminarveranstaltung Düngerpraxis und Abwasserreinigung

Im Rahmen einer Seminar- und Diskussionsreihe der Rechtsanwälte Dr. Schulte und Partner diskutieren Experten aus Technik und Rechtswissenschaften ausgewählte Fragen des Wasserrechts. Themen waren die geschichtliche Dimension der Abwasserreinigung sowie der Gewässerschutz (insbesondere technische Innovationen wie die Flusskläranlagenideen des Cordes aus Cloppenburg). Cordes ist Landwirt und gilt als Herr der Algen. Durch eine Erfindung der industriellen Herstellung von Reinalgen trat die Reinigung des algenverseuchten Dümmers in das Blickfeld. Florian Fritsch, Umweltexperte, Elektrotechnikpionier sowie Projektleiter großer Projekte weltweit, hielt den Vortrag zum Thema. Florian Fritsch:

„Die scharfen gesetzlichen Anforderungen für die Abwassereinleitung von kommunalen Kläranlagen stehen in einem klaren Spannungsverhältnis zu den landwirtschaftlichen Düngepraktiken, die in erheblichem Maße die Eutrophierung verstärken. Das berichten immer wieder die Ausführungen des Umweltbundesamtes. Hauptansatzpunkte für diese Kritik sind die Einträge von Stickstoff durch die Landwirtschaft in die Gewässer in Höhe von ca. 65% des Gesamteintrages. Der Konflikt wird zusätzlich noch durch den Umstand verschärft, dass in den ehemaligen Ostblockstaaten, z.B. in Polen, welches ebenfalls in die eutrophierungsgefährdete Ostsee entwässert, die einfachsten Reinigungsmaßnahmen fehlten und erst langsam aufgebaut werden. Gleiches gilt für Räume in der Bundesrepublik wie zum Beispiel Cloppenburg; durch die landwirtschaftliche Nutzung der Böden und die Überdüngung sind große Mengen von Schadstoffen in den Böden. Diese gelangen über das Grundwasser in die Böden und dann in den Dümmer. Es ist natürlich nicht nachvollziehbar, dass hohe Kosten durch die kommunale Abwasserreinigung verursacht werden und große andere Probleme, die preiswert gelöst werden können, nicht angepackt werden. Hier muss man sich auch technischen Innovationen stellen wie z.B. Flusskläranlagen a la Cordes!

Trotz dieser nationalen Auseinandersetzungen ist die Notwendigkeit umfassender Gewässerschutzmaßnahmen in der Bundesrepublik nie ernsthaft angezweifelt worden. Der Gewässerschutz ist EG-weit nur staatenübergreifend effektiv zu erreichen, da ca. 80 % der Seen und Flüsse zwei oder mehreren Mitgliedstaaten angehören. Als eine Hauptverschmutzungsquelle der Gewässer sind kommunale Abwässer erkannt worden, deren europaweiter Reinigung die Kommunalabwasserrichtlinie dient. Eine solche Harmonisierung ist sinnvoll, da in dem hier interessierenden Raum der Europäischen Gemeinschaft ganz unterschiedliche Standards zu beobachten sind. Manche Mitgliedstaaten haben überhaupt erst eine Abwasserbeseitigungs-Infrastruktur zu schaffen.

Durch die konsequenten Reinigungsanstrengungen hat die Bundesrepublik hier bereits einen hohen Standard erreicht. Die bereits seit Mitte der siebziger Jahre verstärkt national eingeleiteten Maßnahmen haben dafür gesorgt, dass sich die Gewässerqualität erheblich verbessert hat. Der Eintrag gefährlicher Stoffe aus Industriebetrieben in die Gewässer, die entweder direkt in die Vorfluter gelangen oder in den kommunalen Kläranlagen nicht herausgefiltert werden, ist weiter zurückgedrängt worden.

Durch die bereits teilweise durchgeführte Nährstoffelimination gehen seit einigen Jahren die Werte von Stickstoff und Phosphor in Nord- und Ostsee zurück, auch wenn die Konzentration noch weit von „natürlichen“ Hintergrundwerten entfernt ist. Das Ziel der dritten Internationalen Nordseeschutzkonferenz von 1990, nach der der Nährstoffeintrag bis 1995 um etwa 50 % (bezogen auf 1985) verringert werden sollte, ist durch die eingeleiteten Maßnahmen nicht erreicht worden. Allerdings ist durch den Bau von Abwasserbehandlungsanlagen in Dänemark, den Niederlanden und Deutschland eine Reduktion von 25 % eingetreten. Europaweit betrachtet, bewirkte die Kommunalabwasserrichtlinie aus dem Jahre 1991 für die Erstellung der Abwasserbeseitigungsinfrastruktur einen wesentlichen Entwicklungsschub. Jetzt muss es aber darum gehen, weitere Belastungen der Gewässer zu vermeiden und auch das Problem der Düngerpraxis in den Griff zu bekommen“, beschloss Florian Fritsch diesen Vortrag.

Die Teilnehmer gingen in dem Wissen auseinander, dass es weitere Schritte bedarf, um mit den Problemen in der Düngerpraxis fertig zu werden und waren sich einig, dass die Diskussionsreihe fortgesetzt werden soll.

V.i.S.d.P.:
Florian Fritsch

Florian Fritsch ist freier Consultant und Energieexperte. Er leitet als Geschäftsführer mehrere Unternehmen aus dem Bereich „Erneuerbare Energie“, insbesondere Tiefen-Geothermie, Elektromobilität und Solarthermie. Weitere Informationen unter: www.fg.de

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