Tag Archives: Streit

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Der D.A.S. Leistungsservice informiert: Urteile in Kürze – Nachbarschaftsrecht

Streit unter Nachbarn: Darf ein Baukran den Luftraum über dem Nachbargrundstück nutzen?

Die mündliche Erlaubnis eines Nachbarn, mit einem Baukran den Luftraum über dessen Grundstück nutzen zu dürfen, ist eine reine Gefälligkeit und begründet keinen einklagbaren Anspruch. Dies hat laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) das Landgericht Coburg entschieden.
LG Coburg, Az. 23 O 477/17

Hintergrundinformation:
Manche Bauarbeiten lassen sich nicht durchführen, ohne das Nachbargrundstück zu betreten, zu überqueren, ein Baugerüst darauf zu stellen oder dessen Luftraum zu nutzen – etwa mit einem ausschwenkenden Baukran. Nachbarn haben dies nach dem sogenannten Hammerschlags- und Leiterrecht unter bestimmten Voraussetzungen zu dulden. Näheres regeln die Nachbarrechtsgesetze der einzelnen Bundesländer. Ob ein Nachbar die Nutzung seines Luftraums untersagen kann, richtet sich danach, inwieweit es zu Beeinträchtigungen seines Grundstücks kommt. Das kann beispielsweise der Fall sein, wenn ständig schwere Lasten an einem Kran über dem eigenen Dach baumeln. Der Fall: An einem Einfamilienhaus war wegen eines Brandschadens das Dach zu erneuern. Der Nachbar hatte dem Eigentümer mündlich erlaubt, dass der dazu erforderliche Baukran über sein Grundstück ausschwenken durfte. Nach Beginn der Arbeiten gerieten die beiden in Streit. Der Nachbar zog seine Erlaubnis zurück. Der Eigentümer des beschädigten Hauses ging vor Gericht und verlangte, dass der Nachbar die Nutzung seines Luftraums zulassen müsse. Andernfalls müsse er einen größeren Kran bestellen und diesen woanders aufbauen oder eine Mauer auf seinem Grundstück abreißen – beides sei deutlich teurer. Das Urteil: Das Landgericht Coburg entschied nach Informationen des D.A.S. Leistungsservice, dass der Nachbar die Nutzung des Luftraums über seinem Grundstück nicht zu dulden brauche. Die mündliche Zusage sei lediglich eine Gefälligkeit gewesen, aus welcher der Kläger keine Ansprüche ableiten könne. Einen Nachweis für die höheren Kosten der Alternativen habe der Kläger nicht erbracht. Auch die bayerischen Regelungen über das Hammerschlags- und Leiterrecht kämen hier nicht zum Zuge: Denn dieses setze unter anderem voraus, dass der Bauherr seinen Nachbarn mindestens einen Monat vorher über die geplanten Arbeiten im Einzelnen informiere. Dies sei hier nicht geschehen. Das Gericht sah im Verhalten des Nachbarn auch keine unnötige Schikane: Im betroffenen Bereich seines Grundstücks seien ebenfalls noch Bauarbeiten durchzuführen. Dies sei ein guter Grund, das Befördern von Lasten über diesem Bereich zu untersagen.
Landgericht Coburg, Urteil vom 27. September 2017, Az. 23 O 477/17

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Medi&Ator und der Engelsbote

Eine Weihnachtsgeschichte ganz besonderer Art!

Medi&Ator und der Engelsbote

(NL/2656578974) Jedes Jahr zu Weihnachten erscheint im Verband Integrierte Mediation e.V. eine neue Geschichte von Medi&Ator. Die mediativen Weihnachtsgeschichten regen zum Schmunzeln und zum Nachdenken an. Der aufmerksame Leser erkennt sofort, dass Medi&Ator, zusammengeschrieben, ein Mediator ist. Mediatoren haben einen unbefangenen, kritischen Blick auf alles was so in der Welt geschieht, auch auf sich selbst. Zumindest sollten sie diesen Blick haben. In diesem Jahr begegnen die leidenschaftlichen Mediatoren dem Engelsboten. Er gibt Anlass, sich mit Fragen rund um Weihnachten, die Politik und unsere Gesellschaft auseinandersetzen.

Die erste Geschichte von Medi&Ator wurde von Arthur Trossen, dem Mitbegründer der integrierten Mediation im Jahre 2012 erfunden. Sein Anliegen war es, den Mitgliedern des Verbandes und den Anhängern der integrierten Mediation ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk zu hinterlassen. Nicht diese vielkopierten Karten mit weihnachtlichen Motiven und besinnlichen Zitaten, die man überall herunterladen kann. Es sollte etwas Eigenes sein mit einer mediativen Botschaft. Was eignet sich besser, als eine Geschichte, dachte sich der Autor, und begann, seine Sicht auf die Welt der Mediation und den Umgang mit der Streitvermittlung niederzuschreiben.

Trossen meint, dass die Welt der Mediatoren einen Mikrokosmos abbildet, in dem sich die Probleme unserer Gesellschaft wiederfinden lassen. Wer außer Mediatoren, die in einer unbefangenen Wahrnehmung ausgebildet sind und das aus dem Argumentieren herausführende, mediative Denken verinnerlicht haben, kann einen besseren Spiegel auf das Streitverhalten in unserer Gesellschaft und auf darauf abliefern, was so in unserer Welt passiert.

Medi&Ator sind zwei Kunstfiguren, Medi ist das weibliche, empathische Element und Ator ist der rational, strategisch denkende, männliche Teil. Zusammen vervollständigen Sie die Resonanz. Die Beiden setzen sich in Dialogen und Beobachtungen intensiv mit sich und den Ereignissen auseinander, die ihnen jedes Jahr an Weihnachten widerfahren. Als Erfinder der Weihnachtsmediation haben sie natürlich nicht nur ein Thema, sondern auch eine ganz spezifische Klientel, die auf die Besinnlichkeit des Festes Bezug nimmt. So erleben sie jedes Jahr phantastische Abenteuer, die wohl nicht nur an Weihnachten vorkommen.

In diesem Jahr bittet der Engelsbote Gabriel um eine Streitvermittlung. Er hat einen Konflikt mit der Engelschar. Er fühlt sich bei wichtigen Entscheidungsprozessen übergangen und in einer gewissen Weise sogar ausgesperrt. Er meint, die Engel wollten eher ihre Dienste verkaufen, als die Engelslehre zu verkünden. Gabriel sieht darin einen Verrat am Frieden. Er muss lernen, dass der Kampf um die friedlichen Werte selbst einen Verrat darstellen kann. Er findet den Ausweg in sich selbst.

Die Metapher ist ein Spiegel, der einen kritischen Einblick in die mediative Streitvermittlung erlaubt und Assoziationen nicht nur zur Mediationspolitik eröffnet. Der Leser muss selbst entscheiden, was er darin wiederfindet. Medi&Ator machen nicht alles richtig. Deshalb sind die Geschichten von Medi&Ator auch ein wertvolles Studienmaterial für die Ausbildung zum Mediator und geben Einblick in die mediative Praxis. Ungeachtet dessen haben die beiden engagierten Mediatoren bisher jeden Fall auf wundersame Art und Weise gelöst. Vielleicht inspiriert Sie die 6. Episode von Medi&Ator „Der Engelsbote“. Sie finden die Geschichte zum kostenlosen Download und Weiterleitung auf https://www.in-mediation.eu/der-engelsbote.

Medi&Ator wünschen Ihnen auf jeden Fall eine frohe, friedliche und besinnliche Weihnacht.

Der Verband Integrierte Mediation wurde im Jahre 2001 gegründet. Er setzt sich für ein korrektes Verständnis der Mediation ein und die Verbesserung der Streitkultur. Mehr dazu auf www.in-mediation.eu

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Der D.A.S. Leistungsservice informiert: Urteile in Kürze – Zivilrecht

Grundstücksgrenze: Wie hoch darf die Hecke sein?

Die erlaubte Höhe von Hecken und anderen Anpflanzungen an einer Grundstücksgrenze ergibt sich oft aus Regelungen der Bundesländer. Liegen die benachbarten Grundstücke an einem Hang, ist die Höhe einer auf dem tiefer liegenden Grundstück wachsenden Hecke vom Bodenniveau des höheren Grundstücks aus zu messen. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) der Bundesgerichtshof.
BGH, Az. V ZR 230/16

Hintergrundinformation:
Die Höhe von Hecken und Sträuchern an Grundstücksgrenzen führt regelmäßig zum Streit unter Nachbarn. Einschlägige Regelungen finden sich meist in Landesgesetzen. In Bayern besagt § 47 Abs. 1 BayAGBGB (Gesetz zur Ausführung des Bürgerlichen Gesetzbuchs), dass Bäume, Hecken und Sträucher grundsätzlich 50 Zentimeter Abstand zur Grundstücksgrenze einhalten müssen. Pflanzen mit einer Höhe über zwei Meter dürfen nur in einem Mindestabstand von zwei Metern zur Grundstücksgrenze wachsen. Das heißt: Eine Hecke mit weniger als zwei Metern Abstand zur Grenze darf höchstens zwei Meter hoch sein. Überschreitet sie diese Höhe, hat der Nachbar einen Anspruch auf Rückschnitt. Der Fall: Zwei Nachbarn in Bayern gehörten zwei Grundstücke in Hanglage. Zwischen den Grundstücken verlief eine 1 bis 1,25 Meter hohe, von einer Mauer gesäumte Stufe im Gelände. Auf dem unteren Grundstück stand entlang dieser Stufe eine sechs Meter hohe Thujenhecke. Zuletzt war diese 2009 oder 2010 geschnitten worden, und zwar auf eine Höhe von 2,90 Meter, gemessen ab Erdboden des unteren Grundstücks. Der Eigentümer des oberen Grundstücks verlangte nun von seinem Nachbarn, die Hecke im Frühjahr und im Herbst jeweils auf zwei Meter Höhe zurückzuschneiden, und zwar gemessen vom oberen Ende der Mauer. Der Eigentümer der Hecke berief sich dagegen auf Verjährung: Einen Anspruch auf Rückschnitt könne der Nachbar nach so langer Zeit nicht mehr geltend machen. Das Urteil: Der erbitterte Heckenstreit führte durch mehrere Instanzen bis zum Bundesgerichtshof. Nach Informationen des D.A.S. Leistungsservice beantwortete dieser zunächst die Frage, von wo aus die Höhe der Hecke zu messen sei. Dem Gericht zufolge müsse die Messung grundsätzlich von der „Austrittsstelle“ der Pflanzen aus erfolgen, also vom Erdboden unter der Hecke. Dies gelte aber nicht, wenn sie auf einem Grundstück wachsen, das tiefer als das des Nachbarn liegt. Hier sei vom Bodenniveau des höher gelegenen Nachbargrundstücks aus zu messen. Tiefer liegende Hecken können daher höher sein, als dies die Vorschriften für ebenerdige Grundstücke vorgeben. Der Anspruch auf Rückschnitt der Hecke verjähre tatsächlich nach fünf Jahren. Beginn der Frist sei das Ende des Jahres, in dem die Hecke die Zwei-Meter-Grenze überschritten habe – hier 2009. Der Anspruch sei jedoch nicht verjährt, da der Nachbar noch innerhalb der Frist rechtliche Schritte eingeleitet habe. Der Heckenbesitzer musste daher zur Heckenschere greifen und die Hecke auf zwei Meter stutzen – gemessen vom Bodenniveau des Nachbarn.
Bundesgerichtshof, Urteil vom 2. Juni 2017, Az. V ZR 230/16

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Konflikte? Ja bitte!

Wie Konflikte sauber gelöst werden, weiß Executive Consultant Thomas Gelmi

Konflikte? Ja bitte!

Executive Consultant Thomas Gelmi plädiert dafür, sich Konflikten zu stellen.

Unangenehm – genau das sind Konflikte für die meisten Menschen, weshalb sie lieber gerne vermieden werden. „Dabei wird allerdings übersehen, dass Konflikte in der Tat etwas Positives haben“, weiß Executive Consultant und Experte für interpersonelle Kompetenz Thomas Gelmi und erklärt, dass ein Konflikt sogar zur Folge haben kann, eine Beziehung zu verbessern und zu stärken – und zwar dadurch, dass der Konflikt gelöst und gemeinsam beseitigt wird. Als Coach und Sparringspartner begleitet er Führungspersönlichkeiten in deren beruflichem Alltag und plädiert dafür, sich Konflikten zu stellen.

Allein der Konflikt ist in der Lage, Meinungsverschiedenheiten aufzuzeigen und klarzustellen, um sich dann auf einer sich gegenseitig verstehenden Ebene wiederzufinden. Ein solches Vorgehen kann Hindernisse aus dem Weg schaffen, die Zusammenarbeit verbessern und erzeugt gleichzeitig eine wertschätzende und konstruktive Atmosphäre. Auch und gerade, wenn es um Kundenbeziehungen geht: „Verschiedene Untersuchungen zeigen, dass zufriedenstellend bearbeitete Kundenbeschwerden eine erhöhte Kundenbindung zur Folge haben“, so Gelmi. Das zeigt: Selbst wenn Probleme entstehen oder Fehler vorkommen – wer den Kunden erst nimmt mit seinem Anliegen, kann punkten und dadurch noch die Bindung stärken.

Unterschätzt werden dürfen Konflikte aber dennoch nicht, denn sie bergen durchaus auch Gefahren. So kann die Beziehungsebene großen Schaden nehmen. „Aus diesem Grund ist es essentiell, Konfliktsymptome frühzeitig wahrzunehmen und mit der nötigen Sorgfalt zu agieren“, erklärt der Experte für interpersonelle Kompetenz und gibt genau drei Tipps. Zuerst: „Put the fish on the table“. Ein Konflikt ist wie ein toter Fisch, wenn er zu lange liegt, stinkt er. Also am besten direkt auf den Tisch mit ihm und entschieden und entschlossen angehen.

Zweiter Tipp: Grundhaltung ändern. „Jeder Mensch hat immer Recht – aus seiner Perspektive“, sagt Gelmi klar. Höchst förderlich ist es deshalb, den Konflikt vom Menschen zu trennen. Wer immer noch Ja zum Menschen sagt, kann sich um den Inhalt ruhig streiten. Und der dritte Tipp: Ego zurückstellen. Wer Recht haben will, will gewinnen. Wenn einer gewinnt, gibt es auch einen Verlierer. Niemand möchte, dass sich ein Kunde wie ein Verlierer fühlt. Fragen wie: „Was ist der übergeordnete Sinn, um den es hier geht und was braucht es in dieser Situation jetzt?“ führen nach Ansicht von Thomas Gelmi viel eher zu einer Lösung, mit der beide Konfliktparteien gut leben können.

Mehr Informationen zu Thomas Gelmi unter www.gelmi-consulting.com

Thomas Gelmi begleitet unter dem Label „Thomas Gelmi – InterPersonal Competence“ weltweit Führungskräfte und deren Teams in Unternehmen unterschiedlichster Größe und verschiedenster Branchen. Dazu gehören global tätige Unternehmen wie Siemens, Roche, oder Syngenta, aber auch KMUs und Privatkunden. Sein Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Selbst- und Beziehungskompetenz in Führung, Zusammenarbeit und Kundenkontakt.

Kontakt
Thomas Gelmi – InterPersonal Competence (Movadis GmbH)
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8004 Zürich
+41 56 535 7996
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Medi & Ator V erschienen

Die Mafia der Weihnachtsmediatoren

Medi & Ator V erschienen

(NL/3097550104) Viele haben schon sehnsüchtig darauf gewartet. Sie wissen, dass jedes Jahr zu Weihnachten eine neue Episode von Medi & Ator, zwei Mediatoren aus Leidenschaft, erscheint. Soeben hat der Mediatorenverband Integrierte Mediation die 5. Episode online gestellt (Siehe http://www.in-mediation.eu/medi-ator-die-weihnachtsmediation-v.).

Diesmal versuchen sich die beiden in der Politik. Sie erleben, wie ein Mediator zum Funktionär wird.

Schon zu Beginn der Geschichte wird darauf hingewisen, dass Ähnlichkeiten zu lebenden Personen oder existierenden Institutionen nur rein zufällig sein können. Urteilen Sie selbst ob das stimmt. Versetzen Sie sich in die Lage der professionellen Streitvermittler. Medi & Ator sind zusammengenommen ein Mediator. In ihren Geschichten belegen sie die inneren Auseinandersetzungen, die Motive und Hintergedanken, die ein Meditor besser nicht haben sollte, wenn er seine Rolle als Streitvermittler ernst nimmt und verinnerlicht hat.

Angefangen hat alles damit, dass der Autor, Arthur Trossen, seinen Studenten eine Lernhilfe geben wollte. Die Geschichten waren gut angekommen. Medi & Ator ist eine Persiflage, die nicht nur zum Lernen, sondern auch zum Erkennen und Sichwiederfinden dient. Sie ermöglicht einen kritischen Blick als Fiktion mit einem Augenzwinkern. Der Leser entscheidet ob und wo er Ähnlichkeiten mit lebenden Personen, existierenden Institutionen oder gar sich selbst erkennt.

Mit diesem Anspruch werden die Geschichten von Medi & Ator zum Spiegel der Gesellschaft. Diesmal mit dem Blick auf die Politik. Schauen Sie selbst, ob und wie Sie dabei der Mediation begegnen. Die aktuelle Episode „Die Mafia der Weihnachtsmediatoren“ zeigt, wie sich ein politisches Machtspiel hinter den altruistisch anmutenden Zielen versteckt. Sie erkennen, wie Meinungen entstehen und wie Fakten geschaffen werden für etwas, das niemand haben will, außer einigen Oligarchen. Interessanterweise sind es nicht die Oligarchen, sondern die Mitläufer, die die Fakten herstellen. Sie tun dies aus der Sorge, anderenfalls einen Zug zu verpassen. Ein echter Mediator würde auf das Spiel nicht hereinfallen – oder etwa doch?

In der 5. Episode der Geschichte von Medi & Ator gibt es wieder ein Happy End. Ob das im realen Leben auch möglich ist? Alle Episoden der leidenschaftlichen Mediatoren finden Sie hier: http://www.in-mediation.eu/magazin/rubriken/medi-ator. Viel erkenntnisreichen Spaß beim Lesen!

Integrierte Mediation ist ein Internationaler Mediatorenverband. Mit den Geschichten von Medi & Ator will er einen Beitrag leisten, das Bewusstsein für die Mediation zu schärfen und die Mediation als eine Möglichkeit des Friedlichen Miteinanders zu etablieren.

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„Gluck“ für Alle

Internationale Gluck-Opern-Festspiele 2016: Zwei Wochen voller Opern, Konzerte, Tanzgastspiele

"Gluck" für Alle

Einstimmung auf die Jugendoper „T.M.A. – Coming of Age“ mit Sophia Bauer und Jakob Kreß.

„ZEITkultur/STREITkultur“ lautet das Motto der Internationalen Gluck-Opern-Festspiele, die vom 16. bis 30. Juli 2016 auf vierzehn Bühnen der Europäischen Metropolregion Nürnberg inszeniert werden. Seit einigen Tagen sind rund um die einzelnen Veranstaltungsorte die Schlagworte „Gluck“ und „Streit“ auf leuchtend rot akzentuierten Plakaten zu lesen. Ein Verweis auf den Pariser Opernstreit, den der in Erasbach bei Neumarkt geborene Christoph Willibald Gluck durch seinen Schaffenseifer und seine Kreativität mitentfachte.

Das von der Festspielleitung gewählte Thema „Streit“ ist zeitlos. In den europäischen Metropolen des 18. Jahrhunderts gab es Dispute über die Freiheit des Menschen und neue Formen des Zusammenlebens. Heute prallt an gleicher Stelle meinungsstarkes, argumentarmes Behaupten auf selbstzentriertes Prioritätsdenken. Führende Politiker, Essayisten und Philosophen bedauern offen die nachlassende Bereitschaft zum fruchtbaren Diskurs.

Jugendoper „T.M.A. – Coming of Age“ vereint Tradition und Moderne

Sich auf Neues einzulassen, Grenzen zu überwinden und zu sich selbst zu finden, dafür steht die Festspiel-Neuproduktion „T.M.A. – Coming of Age“. Glucks Oper „Telemaco“ wird als packende Parabel über das Erwachsenwerden inszeniert, bereichert durch Ideen der Schüler der Dr.-Theo-Schöller-Schule Nürnberg und Studierenden der Hochschule für Musik Nürnberg. Die antike Sagenwelt wird mit den Lebensbedingungen moderner Jugendlicher verbunden, Glucks Musik trifft auf den Elektropop der Nürnberger Band „Wrongkong“. Eine unkonventionelle Mischung, die Lebensgefühle zum Ausdruck bringt und fasziniert.
Hiervon konnten sich die Mitglieder des PresseClubs und geladene Gäste im Marmorsaal der NÜRNBERGER Akademie anhand von Probenmitschnitten und einer Live-Darbietung überzeugen. Darüber hinaus wurden weitere Einblicke in das vielfältige Festspiel-Programm gegeben, das insgesamt sechs Opern, sieben Konzerte, zwei Tanzgastspiele und eine Tagung umfasst.

Hauptförderer ist Stiftung NÜRNBERGER Versicherungsgruppe

„Die Internationalen Gluck-Opern-Festspiele richten sich an Fans klassischer Musik, Liebhaber des Tanzballetts und entdeckungsfreudige Kulturinteressierte. Unser Anliegen ist es, das Erbe des Opernreformers Christoph Willibald Glucks aufrechtzuerhalten und die Europäische Metropolregion Nürnberg als Kulturregion zu stärken“, erläutert Hans-Peter Schmidt, Initiator der Festspiele und Vorsitzender des Stiftungsrats der als Hauptförderer fungierenden Stiftung NÜRNBERGER Versicherung. Den Auftakt bildet am 16. Juli 2016 die festliche Eröffnung „Die Macht der Musik“ mit Weltstar Elina Garanca in der Meistersingerhalle Nürnberg. Die Festspiele schließen am 30. Juli 2016
mit der Aufführung „Il parnaso confuso“ auf der Freiluftbühne Berching.

Weitere Informationen:
www.internationale-gluck-opern-festspiele.de

Die NÜRNBERGER Versicherungsgruppe, mit Hauptsitz in Nürnberg und Niederlassungen in ganz Deutschland, bietet seit 1884 entsprechend ihrem Slogan „Schutz und Sicherheit im Zeichen der Burg“. Die NÜRNBERGER ist großer Personen- und Sachversicherer, Partner mittelständischer Betriebe und berufsständischer Versorgungseinrichtungen. Als Unternehmen mit Tradition fühlt sich die NÜRNBERGER der Gesellschaft verpflichtet und ist Förderer von Kultur, Wissenschaft und Sozialem. Außerdem engagiert sie sich im Pferdesport mit der Dressurserie NÜRNBERGER BURG-POKAL, im Tennis mit dem WTA-Turnier NÜRNBERGER Versicherungscup.

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NÜRNBERGER Versicherungsgruppe
Dr. Natalie Schwägerl
Ostendstraße 100
90334 Nürnberg
0911 531-3610
0911 531-813610
natalie.schwaegerl@nuernberger.de
www.nuernberger.de

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Neue Episode von Medi & Autor erschienen

Media & Autor: Die Weihnachtsbaumdiebe

Neue Episode von Medi & Autor erschienen

(NL/6051084501) Wie Mediatoren bei der Fallarbeit vorgehen und was sie so alles erleben wird immer häufiger zum Gegenstand von Reportagen, Romanen und Fernsehsendungen. Der Verband integrierte Mediation liefert die spektakulären Fälle der Konfliktprofis als Kurzgeschichten. Jedes Jahr zu Weihnachten erscheint eine neue Episode von Medi & Autor, zwei nicht ganz vorbildliche Mediatoren. Rechtzeitig zu Weihnachten konnte in diesem Jahr der Konflikt wegen der Weihnachtsbäume gelöst werden.

Die Weihnachtsbaumdiebe ist die 4. Episode von Media & Autor, den Mediators aus Leidenschaft. Darf man einen Konflikt zwischen Gaunern überhaupt mediieren? Und wenn, kann die Mafia mediiert werden? Sicherlich nicht, wenn es um die Verteilung der Beute geht. Wohl aber, wenn es um die Rettung der Familie geht.
Die Mediation kommt bei ganz unterschiedlichen Konflikten zur Geltung. Sie entwickelt sich in Fachrichtungen hinein, was durch die in der Realität allerdings nicht existierende Weihnachtsmediation ausgedrückt werden soll. Überhaupt machen die Episoden auf witzige Art das ein oder andere deutlich, das bei der Bewältigung von Konflikten im Argen liegt.
Mit den jährlich erscheinenden Episoden will der Verband integrierte Mediation auf ebenso witzige wie besinnliche Weise an ein redliches Konfliktmanagement erinnern und aufzeigen, dass man die Mediation nicht auf die leichte Schulter nehmen kann und soll. Auch wenn Media & Autor so ziemlich alles falsch machen, was ein Mediator falsch machen kann, zeigen sie doch die Komplexität dessen, woran der Mediator zu denken hat. Alle Episoden von Media & Autor befinden sich hier: http://www.in-mediation.eu/magazin/rubriken/medi-ator Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre.

Integrierte Mediation ist ein internationaler Verband zur Förderung der Mediation.

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Die 5 größten Einschlaf-Killer und wie man sie bekämpft

„Schläfst du schon oder wühlst du noch?“

Die 5 größten Einschlaf-Killer und wie man sie bekämpft

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Berlin, 18. November 2014 – Jeder kennt die Situation: Man liegt erschöpft von einem anstrengenden Tag im Bett und doch kann man nicht einschlafen. Dafür kann es verschiedene Ursachen geben. Welche die fünf größten Einschlaf-Killer sind und wie man ihnen entgegenwirkt, erklärt Schlafexperte Dawid Özkök, Inhaber des Berliner Shops für hochwertige Betten, Lattenroste und Matratzen, BeLaMa :

1. Schlecht positioniert! Nicht selten hält einen eine undefinierbare, innere Unruhe vom Einschlafen ab. Man wühlt sich durch die Laken und kann einfach nicht entspannen. Solche schlaflosen Nächte lassen sich wunderbar nutzen, um die Position seines Bettes zu überdenken. Damit man sich beim Einschlafen sicher fühlt, sollte das Kopfende idealerweise an einer festen Wand stehen. So hat man das Gefühl, dass einem niemand in den Rücken fallen kann. Dieses Sicherheitsgefühl lässt sich noch verstärken, wird das Bett gegenüber einer Tür positioniert, sodass der Liegende diese im Blick hat. Eventuelle Eindringlinge lassen sich dadurch sofort erblicken. „Safety first“ gilt auch beim Schlafen.

2. Wütend im Bett! Dass sich ein Beziehungsstreit nicht immer vermeiden lässt, ist jedem klar. Emotionale Auseinandersetzungen vor dem Zubettgehen erschweren den Einschlafprozess, weil sich starke Gefühle wie Wut oder Trauer kaum abstellen lassen. Daher ist es wichtig, sich vor dem Schlafen auszusprechen. Steht ein längerer Streit auf der Tagesordnung, ist es ratsam diesen auszudiskutieren. Letztlich ist es weniger schlimm auf eine Stunde Schlaf zu verzichten, dafür aber versöhnt ins Bett zu gehen, als sich die ganze Nacht mit schlechten Gedanken und Gefühlen zu quälen.

3. Vom Fernsehen aufgewühlt! Viele Menschen entspannen vor dem Schlafengehen gerne bei einem Film oder der Lieblings Sendung. Allerdings erzählen Horrorfilme keine geeigneten Gute-Nacht-Geschichten. Auch andere TV-Formate können aufwühlen und stark emotionalisieren. Dementsprechend sollte man abends leichte Fernsehkost wählen. Eine interessante Tierdokumentation oder ein seichter Fantasyfilm beruhigt das Gemüt und sorgt im besten Fall für schöne Träume.

4. Voll gefuttert! Abends warm zu essen gehört für viele Berufstätige zum Alltag. Doch bei der Menüwahl kann man so einiges falsch machen: Zu viel fettiges Essen belastet den Organismus und erschwert das Einschlafen. Da der schlafende Körper weniger Energie benötigt, empfiehlt sich ein leichtes Abendbrot. Das muss nicht wörtlich genommen werden und zwingend Brot sein. Komplexe Kohlenhydrate wie Reis, Nudeln und Kartoffeln kann der Körper gut verarbeiten – sie machen müde und verkürzen die Einschlafphase. Dazu eine leichte Soße, Gemüse und mageres Fleisch: Voilà, fertig ist ein „traumhaftes“ Abendmahl.

5. Falsch gebettet! Manchmal ist es die eigene Schlafstätte, die einen vom Schlummern abhält. Eine durchgelegene Matratze, ein alter Lattenrost, ein falsches Kissen oder eine zu dicke Decke, können Rücken- und Nackenschmerzen, Schweißausbrüche und schlaflose Nächte verursachen. Gute Bettwaren hingegen passen sich den körperlichen Eigenheiten an. Sie entlasten die Wirbelsäule, gleichen Temperaturunterschiede aus und machen jede Schlafposition zur richtigen.

Schon das Beherzigen weniger Tipps verkürzt die Einschlafphase erheblich, sodass der Körper die Nacht optimal zur Regeneration nutzen kann. „Wem sein Schlaf heilig ist, der sollte auf die richtige Ausstattung seiner Ruhestätte achten“, weiß Dawid Özkök, Experte für erholsamen Schlaf. Er führt weiter aus: „Der Körper braucht die nächtliche Entspannung, um energiegeladen in den nächsten Tag zu starten und erfolgreich anstehende Aufgaben zu meistern.“

Über BeLaMa:
BeLaMa ist der Berliner Shop für qualitativ-hochwertige Produkte rund um den erholsamen Schlaf. Mit einer Niederlassung in der Hauptstadt, wurde das Unternehmen im Jahr 2012 von Dawid Özkök gegründet. Hier können Interessenten die Produkte ausgiebig testen oder eine vertrauensvolle Beratung des erfahrenen Inhabers in Anspruch nehmen. Der benutzerfreundliche Online-Shop BeLaMa.de ermöglicht einen bequemen Kauf von zuhause aus. Neben dormiente Matratzen aus 100 Prozent Naturlatex, erhalten anspruchsvolle Schläfer unter anderem auch TEMPUR-, Prolana- und irisette Matratzen, anpassungsfähige Lattenroste mit Komfortzonen, Massivholzbetten sowie ausgewählte Bettwaren namhafter Hersteller, die einen gesunden Schlaf garantieren. Neben dem Inhaber Dawid Özkök berät ein weiterer Mitarbeiter im Verkauf, damit jeder Kunde unabhängig vom Alter und Budget das richtige Produkt für eine erholsame Nacht findet. Des weiteren besteht das BeLaMa-Team aus einem Servicemitarbeiter, einem Technik- und SEO Experten sowie zwei Mitarbeitern im Versand, die für eine reibungslose Bestellabwicklung sorgen.

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Die D.A.S. informiert: Urteile in Kürze – Zivilrecht

500.000 Euro Schmerzensgeld nach Betriebsfeier

Auch in Deutschland werden teilweise hohe Schmerzensgelder zugesprochen, wenn es der Anlass rechtfertigt. So gestand das OLG Oldenburg einem Mann 500.000 Euro Schmerzensgeld zu, der nach einem Streit auf einer Betriebsfeier von einem Kollegen mit dem Auto angefahren worden war. Nach D.A.S. Angaben begründete das Gericht sein Urteil damit, dass das Opfer dauerhaft im Wachkoma liege und dass eine schlimmere Gesundheitsschädigung kaum vorstellbar sei.
OLG Oldenburg, Az. 12 U 50/14

Hintergrundinformation:
Ein Anspruch auf Schmerzensgeld besteht bei vielen Körper- und Gesundheitsschäden. Das Schmerzensgeld soll dabei für Leid, Schmerz und Unannehmlichkeiten entschädigen, die sich schwer als „Schaden“ beziffern lassen. Feste Sätze für das Schmerzensgeld gibt es nicht. Die Gerichte entscheiden von Fall zu Fall unterschiedlich. Allerdings werden auch in Deutschland hohe Beträge als Schmerzensgeld zugesprochen, wenn dies der Anlass rechtfertigt. Der Fall: Zwei Arbeitskollegen waren auf einer Betriebsfeier in Streit geraten. Dabei hatte der spätere Beklagte seinem Kollegen ins Gesicht geschlagen. Nach Ende der Feier verließ der Beklagte mit seinem Auto trotz 1,85 Promille das Firmengelände, wendete jedoch und kehrte mit hohem Tempo zurück. Sein Auto erfasste den auf der Straße stehenden Kontrahenten. Dieser wurde lebensgefährlich verletzt, erlitt ein Schädel-Hirn-Trauma und fiel ins Wachkoma. Er wird künstlich ernährt, eine Heilung ist nicht absehbar. Im Namen des Verletzten wurde Klage auf Schmerzensgeld erhoben. Die erste Instanz gestand dem Verletzten ein Schmerzensgeld von 500.000 Euro zu, der Schädiger und seine Haftpflicht zahlten 100.000 Euro und legten Rechtsmittel ein. Das Urteil: Das Oberlandesgericht Oldenburg bestätigte nach Mitteilung der D.A.S. Rechtsschutzversicherung das Urteil der Vorinstanz und gestand dem Verletzten 500.000 Euro zu. Der Kläger sei zur Zeit des Vorfalls ein 35-jähriger Familienvater mit drei Kindern gewesen. Er liege nun seit vier Jahren nicht ansprechbar im Wachkoma. Er könne kein normales Leben mehr führen, seine eigene Persönlichkeit sei ihm genommen. Die dauerhafte Unterbringung im Pflegeheim sei erforderlich. Eine schlimmere Schädigung der Gesundheit sei kaum vorstellbar. Für diesen Zustand sei allein der Beklagte verantwortlich. Dieser wurde in einem weiteren Prozess auch strafrechtlich zur Verantwortung gezogen – mit zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung wegen fahrlässiger Körperverletzung in Tateinheit mit fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung. Man war davon ausgegangen, dass er mit dem schnellen und nahen Vorbeifahren nur provozieren wollte. Rechtsmittel gegen das Schmerzensgeld-Urteil sind noch möglich.
Oberlandesgericht Oldenburg, Urteil vom 02.09.2014, Az. 12 U 50/14

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Allgemein

Familienrecht-Serie: Das Kindeswohl als Maßstab bei Streit um elterliche Sorge – was heißt das? (Teil 3)

Ein Interview von Rechtsanwalt Alexander Bredereck mit Fachanwalt für Familienrecht Volker Dineiger, Berlin und Essen.

Streiten sich Eltern vor Gericht um die elterliche Sorge, dann ist für die Entscheidung des Gerichts das Kindeswohl erheblich. In diesem Beitrag klären Rechtsanwalt Bredereck und Fachanwalt Dineiger, was unter dem Begriff Kindeswohl zu verstehen ist.

Rechtsanwalt Bredereck: Vater und Mutter wollen nicht mehr miteinander reden. Ist es also schon Kindeswohl, einem der beiden die alleinige elterliche Sorge zu übertragen?

Fachanwalt Dineiger: Nein. Das Scheitern der Elternbeziehung bedeutet ja nicht das Scheitern der gemeinsamen Elternverantwortung. Nur wenn das scheitert, kommt überhaupt eine Übertragung der alleinigen elterlichen Sorge in Betracht. Danach ist das Kindeswohl zu prüfen.

Rechtsanwalt Bredereck: Wirken sich denn die Schwierigkeiten zwischen den Eltern gar nicht auf das Kindeswohl aus?

Fachanwalt Dineiger: Nicht ohne weiteres. Das Gesetz verlangt von den Eltern ein Mindestmaß an Übereinstimmung in den Sorgeangelegenheiten. Das heißt also, die Eltern haben auch eine Pflicht zur Konsensfindung, wie das die Rechtsprechung formuliert.

Rechtsanwalt Bredereck: Was heißt das konkret?

Fachanwalt Dineiger: Gelegentliche Streitigkeiten oder Auseinandersetzungen müssen die Eltern hinnehmen. Die Schwierigkeiten zwischen den Eltern wirken sich nur dann auf das Kindeswohl aus, wenn es tatsächlich zu einer nachhaltigen Einigungsunfähigkeit kommt. Die Rechtsprechung verwendet hierbei die anschauliche Formel, dass sich das Kind selbst nicht als „Zankapfel“ vorkommen darf. Nur wenn die Beziehung zwischen den Eltern derart stark zerrüttet ist, dann kann es dem Kindeswohl entsprechen, die elterliche Sorge einem der Elternteile allein zu übertragen. Es reicht also nicht, dass die Eltern nicht miteinander diskutieren wollen oder sich gegenseitig beschuldigen, nicht einsichtig zu sein.

Rechtsanwalt Bredereck: Das sind also hohe Hürden; was ist sonst beim Kindeswohl zu beachten?

Fachanwalt Dineiger: Es gibt natürlich Kindeswohlaspekte, die in der Person oder im Verhalten des Kindes selbst liegen. Verweigert beispielsweise ein schon 14-jähriges Kind ständig und aus Überzeugung den Kontakt mit einem Elternteil, dann kann das ein Kindeswohlaspekt sein. Ein weiterer Aspekt kann natürlich ein schwerer Loyalitätskonflikt des Kindes sein. Fühlt sich das Kind ganz eindeutig zwischen den Eltern hin und hergerissen und leidet in dieser Konfliktsituation, dann spricht das Kind wohl eventuell für eine Übertragung der alleinigen elterlichen Sorge.

Rechtsanwalt Bredereck: Welche weiteren Aspekte sind zu berücksichtigen?

Fachanwalt Dineiger: In der Person oder in dem Verhalten eines Elternteils liegende Gründe sind natürlich die Klassiker. Lässt sich einer der Elternteile zu wiederholten Gewaltanwendungen oder gar zum sexuellen Missbrauch des Kindes hinreißen, dann ist das natürlich ein Kindeswohlaspekt. In diesen Fällen spricht vieles für die Übertragung der alleinigen elterlichen Sorge. Schwierig wird die Sache auch, wenn einer der Elternteile alkoholabhängig, oder aber drogen- oder tablettenabhängig ist. Hier geht die Rechtsprechung natürlich davon aus, dass das Kindeswohl betroffen ist, da durchaus eine Gefährdungssituation für das Kind bestehen kann. Allerdings muss die Situation natürlich dann sorgfältig geprüft werden, wenn der betroffene Elternteil ernsthafte Anstrengungen unternimmt, die Erkrankungen zu bekämpfen. Gleiches gilt im übrigen auch, wenn das Kind jahrelang unter dem Einfluss dieses Elternteiles gelebt hat, ohne irgendeinen Schaden zu nehmen.

Rechtsanwalt Bredereck: Oft kommt auch das Argument, dass der andere Elternteil gar kein Interesse am Kind hat. Ist das ein stichhaltiges Argument?

Fachanwalt Dineiger: Dieses Argument ist mit Vorsicht zu genießen. Die Rechtsprechung hat sich hiermit natürlich schon beschäftigt. Es wird aber immer verlangt, dass die Situation komplett aufgeklärt wird. Die Rechtsprechung sagt hier nämlich, dass die Nichteinmischung in die Erziehung durch den anderen Elternteil auch durchaus vom Respekt für das Erziehungsmodell getragen sein kann und daher nicht Desinteresse bedeutet. Es müssen also beweisbare Tatsachen für ein echtes Desinteresse dasein, nicht nur eine Zurückhaltung, die dem anderen Elternteil vielleicht nur nicht passt.

Rechtsanwalt Bredereck: Wenn so etwas vor Gericht kommt, wie läuft so ein Verfahren?

Fachanwalt Dineiger: Derjenige, der einen solchen Antrag bei Gericht einreicht, muss natürlich auch die entsprechenden Tatsachen vortragen, die das Gericht berücksichtigen soll. In den Sorgerechtsangelegenheiten gibt es zwar die Amtsermittlung durch das Gericht und durch das Jugendamt, das ja eine Stellungnahme abgibt, mitgeteilt werden müssen die entscheidenden Tatsachen aber natürlich schon. Hierfür ist dann der Beteiligte, der den Antrag stellt, in der Verantwortung.

Rechtsanwalt Bredereck: Das heißt also, Mutter oder Vater müssen auch die unschönen Dinge preisgeben?

Fachanwalt Dineiger: Natürlich. Ein solches Verfahren ist emotional belastend. Entscheidend ist natürlich auch immer, dass diese Tatsachen sich vor Gericht als wahr und als beweisbar erweisen müssen. Aus der Erfahrung vor den Familiengerichten kann nur davor gewarnt werden, im Ärger über den früheren Partner oder gar nach einem Streit Beschuldigungen in die Welt zu setzen, die dann unwahr sind oder sich nicht beweisen lassen. Ein solches Verfahren kann sehr schnell nach hinten losgehen.

16.07.2014

Ein Beitrag von Rechtsanwalt Alexander Bredereck und Fachanwalt Volker Dineiger, Berlin und Essen.

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