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Vollzeit – Teilzeit – Vollzeit

ARAG Experten über die neuen Regelungen für eine befristete Teilzeit

Vollzeit - Teilzeit - Vollzeit

Einen Anspruch auf unbefristete Teilzeit haben Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis mehr als sechs Monate bestanden hat und deren Arbeitgeber in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer beschäftigt. Eine spätere Rückkehr in die Vollzeit war bislang allerdings schwierig, denn einen Rechtsanspruch auf eine befristete Reduzierung der Arbeitzeit gab es nicht. Im taufrischen Koalitionsvertrag hat sich nun einiges geändert. Was genau, erläutern die ARAG Experten.

Das neue Rückkehrrecht
Der letzte Versuch, eine Rückkehr aus der Teilzeit- in die Vollzeitbeschäftigung mittels eines Anspruchs auf eine befristete Teilzeit auch in kleineren Betrieben zu ermöglichen, ist nicht neu. Erst vor knapp einem Jahr scheiterte die damalige Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles mit diesem Vorhaben an der Union, die seinerzeit auf einer Grenze von 200 Beschäftigten beharrte. Nun sind die damals gescheiterten Pläne wieder auf den Tisch gekommen und mit Abstrichen beschlossen worden. Der Kompromiss: Der Anspruch auf befristete Teilzeit mit anschließender Rückkehr in den Vollzeitjob gilt für Firmen ab 45 Mitarbeiter und wird bei Firmen mit bis zu 200 Mitarbeitern nur einem pro 15 Mitarbeiter gewährt.

Anspruch auf Teilzeit
Den gesetzlichen Anspruch darauf, seine im Arbeitsvertrag festgelegte Arbeitszeit dauerhaft zu verringern, hat jeder Arbeitnehmer immer. Auch befristet beschäftigte Mitarbeiter oder Minijobber. Voraussetzung: Die Firma muss mehr als 15 Mitarbeiter haben und man muss mindestens sechs Monate im Unternehmen sein. Die ARAG Experten raten dazu, dem Chef schriftlich und mindestens drei Monate vorher mitzuteilen, dass man die Arbeitszeit verringern möchte. Einen Grund müssen Arbeitnehmer nicht nennen. Wer seine Stunden bereits reduziert hat, darf erst nach zwei Jahren eine weitere Verringerung verlangen. Wenn der Chef die erste Anfrage aus betrieblichen Gründen abgelehnt hat, gilt ebenfalls eine Frist von zwei Jahren, nach der man erneut anfragen darf.

Darf der Chef „Nein“ sagen?
Nach wie vor dürfen Arbeitgeber den Wunsch nach Teilzeit nur abschlagen, wenn es plausible betriebliche Gründe gibt, die dagegensprechen, wie etwa hohe Mehrkosten oder Produktionsabläufe in Schichtarbeit, die in Teilzeit nicht gewährleistet werden könnten. Mögliche Ablehnungsgründe können auch in einem Tarifvertrag festgelegt sein. Wird der Teilzeitwunsch in der Elternzeit geäußert, müssen es sogar dringende betriebliche Gründe sein. Notfalls muss der Arbeitgeber dies vor Gericht begründen. Bis einen Monat vor Wunschtermin darf der Chef schriftlich widersprechen. Danach gilt der Antrag als genehmigt.

Zurück in die Vollzeit
Wer nach einem kurzen Ausflug in die Teilzeit – beispielsweise nach der Elternzeit oder weil eine pflegebedürftige Person im Familienumfeld betreut wurde – wieder in die ursprüngliche Vollzeit zurück wollte, war bislang auf die Kulanz des Arbeitgebers angewiesen. Den Wunsch auf Rückkehr in die Vollzeit musste dieser nur berücksichtigen, wenn eine freie Stelle zu besetzen war. Das ändert sich nun: Im Teilzeit- und Befristungsgesetz ist ein Anspruch auf befristete Teilzeit verankert. Den Anspruch kann der Arbeitgeber nur ablehnen, wenn diese ein Jahr unter- oder fünf Jahre überschreitet. Die ARAG Experten weisen darauf hin, dass Tarifverträge abweichende Regelungen vorsehen können. Während der zeitlich befristeten Teilzeit besteht zudem kein Anspruch auf eine weitere Verringerung oder Verlängerung der Arbeitszeit oder Rückkehr in die Vollzeit. Außerdem können Arbeitnehmer frühestens ein Jahr nach dem Ende der befristeten Teilzeit eine erneute Verringerung der Arbeitszeit verlangen.

Erst rechnen, dann reduzieren
Die ARAG Experten raten Arbeitnehmern, die mit dem Gedanken spielen, beruflich kürzer zu treten, sich vorher genau zu erkundigen, welche Auswirkungen eine Verringerung der Stundenzahl auf das Gehalt haben würde. Denn wer Teilzeit arbeitet, verdient weniger und zahlt auch weniger in die gesetzliche Rente ein. Der Steuerberater oder die Rentenversicherung können hier gewiss verlässliche Angaben machen. Auf den Seiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales kann man sich mit einem Teilzeitgehalt-Rechner einen ersten Überblick verschaffen: www.bmas.de/static/Teilzeit-Netto-Rechner/index.html

Mehr zum Thema unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/job-und-finanzen/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 17 Ländern – inklusive den USA und Kanada – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit über 3.900 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von rund 1,6 Milliarden EUR.

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Stelle teilen und weiter Karriere machen

Jobsharing

Stelle teilen und weiter Karriere machen

txn-a. (Bildquelle: @contrastwerkstatt/Fotolia/randstad)

txn-a. Eine qualifizierte Mitarbeiterin, die nach zehn Jahren im Berufsleben ihr erstes Kind erwartet, möchte nach der Geburt vielleicht nur noch Teilzeit arbeiten. Dabei gibt es eine weitaus bessere Lösung: Jobsharing. Hierbei wird sich eine Vollzeitstelle mit einer Kollegin geteilt. „Das Modell bietet zahlreiche Vorteile und ist rechtlich gesehen gar nicht kompliziert“, so Petra Timm, Sprecherin des Personaldienstleisters Randstad.
Jobsharing ist an sich kein neues Konzept, sondern entstand bereits in den Sechzigerjahren in den USA. Dank der Digitalisierung erlebt es heute auch hierzulande einen Aufschwung. Das Prinzip ist simpel: Mehrere Arbeitnehmer – häufig in Form eines Zweier-Tandems – teilen sich Aufgaben, Verantwortung und Gehalt. Sie treten beruflich als Einheit auf und können sich gegenseitig vertreten – beurteilt wird letztlich das gemeinsame Ergebnis.
Im Idealfall rechnet sich Jobsharing für alle Seiten. Der Arbeitgeber profitiert von der gebündelten Kompetenz. Wenn eine krank ist, dann ist immer noch eine zweite da, die voll im Thema drin ist. Gleichzeitig bleibt der Firma die ausgebildete Mitarbeiterin nach der Babypause erhalten. Auch die Beschäftigte zieht daraus Vorteile: Sie übernimmt meist anspruchsvollere Aufgaben als in Teilzeit. Außerdem gehen viele Arbeitsverhältnisse über 100 Prozent hinaus, sodass Jobsharer dann beispielsweise jeweils 60 Prozent ihres ursprünglichen Gehalts ausgezahlt bekommen. Und da sich die Kolleginnen gegenseitig vertreten, lassen sich Kinderbetreuungszeiten besser organisieren.
Damit das Modell auch in der Praxis gut funktioniert, müssen Arbeitnehmer und Ar-beitgeber einiges beachten. „Wie bei Teilzeit erhält jeder Jobsharer einen eigenen Arbeitsvertrag, der die Stunden-, Urlaubs- und Gehaltsbedingungen regelt“, erklärt Arbeitsmarktexpertin Petra Timm. Im Unterschied zum klassischen Teilzeitjob legen aber beide Beschäftigte eigenständig einen Arbeitsplan fest. Darin sollte auch eine gegenseitige Vertretungspflicht vereinbart sein. Gut zu wissen: Verlässt eine Partnerin die geteilte Stelle, darf der Arbeitgeber der anderen nicht kündigen. Vielmehr ist er zunächst dazu verpflichtet, etwa durch Neueinstellung oder Versetzung für einen geeigneten Ersatz zu sorgen.

[Bildunterschrift]
txn-a. Ein absoluter Vorteil beim Jobsharing: Die Kolleginnen können sich beliebig
gegenseitig.

Randstad – Die Nummer 1 in Deutschland.
Mit durchschnittlich rund 58.000 Mitarbeitern und 500 Niederlassungen in etwa 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

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Ausbildung in Teilzeit – wie funktioniert das?

Kind und Beruf unter einem Hut

Ausbildung in Teilzeit - wie funktioniert das?

txn-a. (Bildquelle: @gpointstudio/Fotolia/randstad)

txn-a. Über 12.000 Frauen unter 20 Jahren bekommen jährlich in Deutschland Nachwuchs. Der Start ins Berufsleben mit einem kleinen Kind ist dann natürlich eine große Herausforderung. Meistern können sie beides mit einer Ausbildung in Teilzeit. Doch wie funktioniert es?
„In der Praxis bedeutet eine Teilzeit-Ausbildung, dass die Azubis die Berufsschule im regulären Umfang besuchen, verkürzt sind aber die Arbeitszeiten, die meist zwischen 25 und 30 Stunden die Woche liegen“, erklärt Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad. Dies führt aber nicht grundsätzlich zu einer längeren Ausbildung. Erst bei weniger als 25 Wochenstunden kann sich die Gesamtdauer hinausschieben – in der Regel um ein halbes oder ganzes Jahr. Dabei spielen die schulische Vorbildung sowie eventuell vorhandene Berufserfahrung eine Rolle.
Die Vorteile für die jungen Mütter sind offensichtlich, aber ebenso ziehen die ausbildenden Firmen ihren Nutzen aus dem Modell. „Sie erhalten besonders motivierte und entschlossene Mitarbeiter“, sagt Petra Timm. „Berufsanfängerinnen mit kleinem Kind haben sich im Vorfeld genau überlegt, was sie wollen. Auch deshalb ist die Wechselquote äußerst gering.“
Für den perfekten Start in eine Teilzeit-Ausbildung sind diese praktischen Tipps hilfreich:
– Ohne regelmäßige Kinderbetreuung keine Ausbildung. Deshalb das Kind früh in einer Kita anmelden, wenn möglich schon während der Schwangerschaft. Benötigt wird außerdem ein Ausweichplan, wenn etwas schiefgeht – etwa mit der Kinderbetreuung oder durch einen Stau auf dem Rückweg von der Arbeit.
– Vor Ort nach Unternehmen erkundigen, die Teilzeit-Ausbildungen anbieten. Auch gezielt eine interessante Firma, die im Wunschberuf ausbildet, auf diese Möglichkeit ansprechen. Denn der drohende Fachkräftemangel lässt viele Betriebe über neue Wege beim Berufsnachwuchs nachdenken.
– In vielen Regionen gibt es Förderprogramme und Vorbereitungskurse für Teilzeit-Ausbildungen. Auch durch Praktika vorab können eigene Stärken und Schwächen besser kennengelernt sowie Organisationsfähigkeit, Ausdauer und Zielstrebigkeit trainiert werden.
– Rechtzeitig um die finanziellen Ansprüche kümmern. Dazu zählen je nach persönlicher Situation möglicherweise Unterhalt vom Vater des Kindes oder Unterhaltsvorschuss, Wohngeld und Leistungen der Arbeitsagentur. Schließlich ist es möglich, dass es in der Teilzeit-Ausbildung weniger Gehalt gibt – umso wichtiger ist es, dass nichts verschenkt wird.
Allen, die noch ohne Ausbildung oder unentschlossen sind, machen Experten Mut: Die Teilzeit-Lehre ist machbar, jeder wird unterstützt. Und nach erfolgreicher Abschlussprüfung ist die Chance groß, vom Arbeitgeber übernommen zu werden – in Vollzeit.

[Bildunterschrift]
txn-a. Junge Mütter sollten den Mut haben, ein für sie interessantes Unternehmen auch aktiv auf eine Teilzeit-Ausbildung in ihrem Wunschberuf anzuschreiben.

Randstad – Die Nummer 1 in Deutschland.
Mit durchschnittlich rund 58.000 Mitarbeitern und 500 Niederlassungen in etwa 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

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Elternzeit: Anspruch auf Arbeitszeitverringerung

Ein Beitrag von Alexander Bredereck, Fachanwalt für Arbeitsrecht Berlin und Essen.

Elternzeit: Anspruch auf Arbeitszeitverringerung

Arbeitsrecht

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben Anspruch auf Elternzeit, wenn sie mit ihrem Kind, oder mit einem Kind, das sie in Vollzeitpflege aufgenommen haben, in einem Haushalt leben und dieses Kind selbst betreuen und erziehen. Neben einem besonderen Kündigungsschutz und weiteren Schutzvorschriften haben sie zudem auch einen besonderen Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit nach § 15 Abs. 5 und 7 Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG).

Besonderer Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit: Dieser besondere Anspruch unterscheidet sich vom allgemeinen Anspruch auf Arbeitszeitverkürzung dadurch, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die einen entsprechende Kürzung im Rahmen der Elternzeit in Anspruch genommen haben, anschließend wieder einen Anspruch auf ihre alte, also unverkürzte Tätigkeit haben.

Anspruchsvoraussetzungen: Der Anspruch auf Arbeitszeitverringerung bei der Elternzeit setzt zunächst voraus, dass der Arbeitgeber in der Regel mehr als 15 Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) beschäftigt und das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder Unternehmen ohne Unterbrechung länger als sechs Monate bestand. Zudem sollte die vertraglich vereinbarte regelmäßige Arbeitszeit für mindestens zwei Monate auf einen Umfang von nicht weniger als 15 und nicht mehr als 30 Wochenstunden im Durchschnitt des Monats verringert werden. Weiter dürfen dem Anspruch keine dringenden betrieblichen Gründe entgegenstehen und schließlich muss der Anspruch auf Teilzeit dem Arbeitgeber für den Zeitraum bis zum vollendeten dritten Lebensjahr des Kindes sieben Wochenund für den Zeitraum zwischen dem dritten Geburtstag und dem vollendeten achten Lebensjahr des Kindes 13 Wochen vor Beginn der Teilzeittätigkeit schriftlich mitgeteilt werden. All diese Voraussetzungen finden sich § 15 Abs. 7 BEEG.

Antragsinhalt: Der entsprechende Antrag muss den Beginn und den Umfang der verringerten Arbeitszeit enthalten. Die gewünschte Verteilung der verringerten Arbeitszeit soll im Antrag angegeben werden.

Frist für die Ablehnung: Falls der Arbeitgeber die beanspruchte Verringerung oder Verteilung der Arbeitszeit ablehnen will, muss er dies innerhalb von vier Wochen mit schriftlicher Begründung tun. Dafür ist es erforderlich, dass der Arbeitgeber nachvollziehbar begründet, inwieweit sein unternehmerisches Konzept durch das Teilzeitbegehren beeinträchtigt wird (Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 22. November 2011 – 3 Sa 305/11 -, juris).

Zustimmungsfiktion bei Verringerung der Arbeitszeit: Hat ein Arbeitgeber die Verringerung der Arbeitszeit in einer Elternzeit zwischen der Geburt und dem vollendeten dritten Lebensjahr des Kindes nicht spätestens vier Wochen nach Zugang des Antrags oder in einer Elternzeit zwischen dem dritten Geburtstag und dem vollendeten achten Lebensjahr des Kindes nicht spätestens acht Wochen nach Zugang des Antrags schriftlich abgelehnt, gilt die Zustimmung als erteilt und die Verringerung der Arbeitszeit entsprechend den Wünschen der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers als festgelegt (vgl. § 15 Abs. 7 BEEG).

14.9.2017

Videos und weiterführende Informationen mit Praxistipps zu allen aktuellen Rechtsfragen finden Sie unter: www.fernsehanwalt.com

Alles zum Arbeitsrecht: www.arbeitsrechtler-in.de

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Teilzeit: Wann haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung?

Ein Interview von Maximilian Renger, wissenschaftlicher Mitarbeiter, mit Fachanwalt für Arbeitsrecht Alexander Bredereck, Berlin und Essen.

Teilzeit: Wann haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung?

Arbeitsrecht

Maximilian Renger: Heute geht es um das Thema Teilzeit und die Frage, wann Arbeitnehmer eigentlich Teilzeit arbeiten können. Gibt es einen Anspruch auf Teilzeitarbeit?

Fachanwalt Bredereck: Ein solcher Anspruch auf Teilzeitarbeit kann sich aus § 8 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (TzBfG) ergeben, wenn die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen. Dafür muss zunächst das Arbeitsverhältnis bereits länger als sechs Monate Bestand haben. Einen Antrag auf Teilzeitbeschäftigung bereits vor Ablauf dieser sechs Monate zu stellen, wäre auch vor dem Hintergrund, dass erst nach diesen sechs Monaten Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG) zugunsten des Arbeitnehmers greift, nicht ratsam. Andernfalls kann man Gefahr laufen, eine Kündigung vom Arbeitgeber zu erhalten.

Maximilian Renger: Das sieht ja nach einer durchaus bewussten synchronen Regelung durch den Gesetzgeber aus. Welche weiteren Voraussetzungen bestehen für den Anspruch auf Teilzeit?

Fachanwalt Bredereck: Davon kann man durchaus ausgehen ja. Weitere Voraussetzung ist, dass beim Arbeitgeber regelmäßig mehr als 15 Mitarbeiter beschäftigt sind. Arbeitnehmer können dann, wenn beide genannten Voraussetzungen vorliegen, einen Antrag auf Teilzeitbeschäftigung stellen. Diesem muss der Arbeitgeber dann auch folgen, sofern nicht betriebliche Gründe entgegenstehen. Um diesen Punkt gibt es in der Praxis allerdings in der Regel auch den größten Streit.

Maximilian Renger: Was zählt denn als betrieblicher Grund, aus dem der Arbeitgeber den Antrag ablehnen kann?

Fachanwalt Bredereck: Zu solchen betrieblichen Gründen können z. B. Organisationsschwierigkeiten des Arbeitgebers zählen, die sich daraus ergeben, dass der Arbeitnehmer dann eben nicht mehr im bisherigen Umfang eingebunden werden kann. Auch unverhältnismäßig hohe Kosten für den Arbeitgeber können ein tauglicher Grund sein. Die können sich etwa daraus ergeben, dass der Arbeitgeber eine neue Vollzeitkraft einstellen muss. Kommt es hierüber dann zum Streit, was in der Praxis – wie gesagt – öfter der Fall ist, muss gegebenenfalls ein Gericht darüber entscheiden, ob die Gründe, die der Arbeitgeber angeführt hat, tragfähig sind und der Teilzeit entgegenstehen.

Maximilian Renger: Hat man denn als Arbeitnehmer später einen Anspruch darauf, wieder zur Vollzeitkraft „aufzusteigen“?

Fachanwalt Bredereck: Bisher ist es so, dass eine Teilzeit, sofern einmal gewährt, unbefristet gilt und Arbeitnehmer nur unter sehr engen Voraussetzungen die Möglichkeit haben, wieder aufzustocken. Das soll sich zwar möglicherweise bald ändern, bislang ist es aber so, dass Arbeitnehmer dann grundsätzlich auch bei der Teilzeitstelle bleiben – dementsprechend verbunden mit einer geringeren Vergütung.

Maximilian Renger: Der Antrag will also gut überlegt sein. Alles klar, danke für das Interview.

09.02.2017

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Erfolg im Tandem-Job: Wie gelingt das?

Erfolg im Tandem-Job: Wie gelingt das?

Kinder prägen nicht nur das Familienleben. Sie sorgen auch für Weiterentwicklung in der Arbeitswelt. Vielfach eher indirekt, aber mit nachhaltigem Ergebnis. Eine Teilzeitstelle muss nicht zum „Abstellgleis“ werden – es gibt spannende neue Modelle.

Beim Tandem-Job teilen sich zwei Menschen eine Vollzeitstelle. Doch wie gelingt das? Welche Voraussetzungen sind nötig? Praxisbeispiele geben Aufschluss.

Erfolgreich und zufrieden im Job, warum sollte sich das nach der Elternzeit ändern? Karrieremutter kann man sein, wenn man die Arbeitsbedingungen flexibler gestaltet. Doch dafür ist ein wenig Umdenken nötig: Bei den Arbeitgebern wie den Arbeitnehmern.

Svenja Christen ist Referentin im Bereich Training und Development und seit gut fünf Jahren bei Coca-Cola. Zusätzlich arbeitet sie in einem eigenen Projekt als systematischer Coach. Langeweile klingt anders, Svenja Christen ist eine engagierte Frau. Vor knapp eineinhalb Jahren dann die frohe Nachricht: Schwanger, ein Junge!

Von diesem Moment an galt es Vieles unter einen Hut zu bringen: Familie, die Arbeit bei Coca-Cola und das Coaching. Auf nichts davon mochte sie verzichten, keiner sollte zurückstecken. Ein familien- und karrieretaugliches Arbeitsmodell musste her. Nach dem Mutterschutz hat sich für Svenja Christen als optimale Lösung der Tandem-Job herauskristallisiert.

Sie kann weiterhin im selben Job arbeiten, nur eben zu zweit. Dabei übernimmt sie den Senior-Teil mit Führungsverantwortung und Strategie. Ihre Juniorpartnerin im Tandem ist mehr operativ unterwegs und ebenfalls glücklich, weil sie Zeit für ein paralleles Studium hat.

Beide im Tandem empfinden die Arbeit als effizient und harmonisch. Das bestätigt auch die Vorgesetzte, die mit dem Jobsharing-Modell hochzufrieden ist. Welche Nachteile und Fallstricke ein Tandem-Job hat? Im Artikel „Erfolg im Tandem“ gibt Svenja Christen darauf eine klare Antwort.

Die The Coca-Cola Company mit Sitz in Atlanta (USA) ist mit einem Portfolio von mehr als 500 Marken der weltgrößte Anbieter von alkoholfreien Getränken. Weltweit sind wir Anbieter Nummer 1 von Erfrischungsgetränken, Ready-to-Drink Kaffees, Säften und Fruchtsaftgetränken. Zu unserem Sortiment zählen auch Wässer, Sportgetränke, Energydrinks, Tees sowie Heißgetränke. Rund ein Drittel unseres weltweiten Angebots ist kalorienarm oder -frei. Täglich werden in über 200 Ländern mehr als 1,9 Milliarden Mal Produkte unseres Hauses verzehrt. Mit 700.000 Mitarbeitern weltweit gehört Coca-Cola zusammen mit seinen Abfüllpartnern zu den zehn größten Unternehmen.
Coca-Cola stellt seine Getränke immer regional her, in Deutschland seit 1929. Die Coca-Cola GmbH und die Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG beschäftigen hierzulande mehr als 9.500 Mitarbeiter. Unser Portfolio umfasst mehr als 80 Produkte aus allen Bereichen alkoholfreier Erfrischungsgetränke. Auch in Deutschland verfolgen wir ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele und berichten regelmäßig über die Fortschritte.
Weitere Informationen auf: www.thecoca-colacompany.com, in unserem digitalen Magazin Journey www.coca-cola-deutschland.de, auf www.cceag.de sowie auf Twitter @CocaCola_De

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BWL studieren ohne Abitur!

Kombi-Studium Betriebswirt | Bachelor

BWL studieren ohne Abitur!

Praxisbezogener Unterricht an der DAA Wirtschaftsakademie

Wer auf der Suche nach einem berufsbegleitenden Studium im Bereich Betriebswirtschaftslehre ist, stößt auf eine scheinbar unerschöpfliche Anzahl an Weiterbildungsangeboten. Kriterien wie Studiendauer, Kosten und anschließende Karrierechancen sind elementare Unterscheidungsmerkmale, nach denen angehende Studierende Bildungsanbieter aussuchen. Daneben spielen auch die zeitliche Belastung durch das Studium und der Praxisbezug eine große Rolle.
Mit dem neuen Studienmodell „Betriebswirt Bachelor“ berücksichtigen die DAA Wirtschaftsakademie und ihr Hochschulpartner, die HFH Hamburger Fern-Hochschule genau diese Bedürfnisse von Berufstätigen. Bereits nach drei Jahren wird der Abschluss zum Staatlich geprüften Betriebswirt erreicht, nach einem weiteren Jahr erlangen die Studierenden den Abschluss Bachelor of Arts (B.A.) Betriebswirtschaft.
Tom Schröder, Groß- und Außenhandelskaufmann beim Wuppertaler Unternehmen Wenko, hat neben dem Studium zum „Staatlich geprüften Betriebswirt“ das akademische Studium zum „Bachelor of Arts (B.A.)“ aufgenommen. „Nachdem ich bereits zwei Semester als staatlich geprüfter Betriebswirt studiert hatte, konnte ich die Arbeitsbelastung gut abschätzen. Der zusätzliche Aufwand durch das Studium an der HFH Hamburger Fernhochschule hält sich in Grenzen, da sich Überschneidungen der beiden Studiengänge ergeben“, so berichtet er.

Tatsächlich sieht das Studienmodell vor, dass sich die Studierenden im ersten und zweiten Semester nur auf ihr Studium zum „Staatlich geprüften Betriebswirt“ an der DAA Wirtschaftsakademie konzentrieren. Ab dem dritten Semester erfolgt der Einstieg in das Bachelor-Studium an der HFH Hamburger Fern-Hochschule. „Studiert wird pro Semester zunächst nur ein Studienmodul der HFH, bei dem es große Überschneidungen mit den Lehrveranstaltungen an der DAA Wirtschaftsakademie gibt. Unterstützt werden die Studierenden durch ausführliche Studienbriefe und die Möglichkeit, Präsenzveranstaltungen der Hochschule zu besuchen“, führt Karl-Heinz Schmidt, Leiter des Studienzentrums Düsseldorf der HFH, weiter aus. Dabei ist das Studienmodell so flexibel gestaltet, dass auch ausschließlich der Abschluss zum „Staatlich geprüften Betriebswirt“ angestrebt werden kann. Die Entscheidung für das akademische Studium erfolgt erst nach dem ersten Studienjahr.
Während der gesamten Studienzeit schätzen Studierende insbesondere die überschaubare Größe der Lerngruppen: „Für mich ist es sehr hilfreich, dass alle Lehrveranstaltungen in kleinen Gruppen stattfinden und ich die Dozenten direkt ansprechen kann“, berichtet Timm Karabin, Kaufmann für Dialogmarketing, der sich mittlerweile auf das Modul „Material- und Produktionswirtschaft“ im Rahmen des HFH Studiums vorbereitet. Nach sechs Semestern und einer erfolgreich bestandenen Abschlussprüfung zum „Staatlich geprüften Betriebswirt“, hat Timm Karabin bereits einen bei Unternehmen hochgeschätzten Abschluss erreicht.
Ralf Schäfer, Schulleiter der DAA Wirtschaftsakademie, unterstreicht: „Die Unternehmen schätzen insbesondere das praxisnahe Studium der „Staatlich geprüften Betriebswirte“ und die nachgewiesene Belastbarkeit durch die mehrjährige Parallelität von Studium und Beruf“. In den letzten beiden Semestern können sich die Studierenden dann voll auf ihr akademisches Studium an der HFH konzentrieren. Hier stehen der zu wählende Studienschwerpunkt und die Bachelor-Arbeit im Mittelpunkt.
Das neue Studienjahr der DAA Wirtschaftsakademie startet am 19. Oktober 2015 an den Studienorten Düsseldorf und Essen. Anmeldungen werden noch entgegengenommen.

Die DAA Wirtschaftsakademie ist eine staatlich anerkannte Fachschule für Wirtschaft in privater Trägerschaft des Instituts für Weiterbildung und Wirtschaft e.V. Seit Jahrzehnten bereitet sie Kaufleute auf Führungspositionen in Unternehmen und Verwaltung vor.
Die DAA Wirtschaftsakademie bietet den Studiengang zum staatlich geprüften Betriebswirt in Düsseldorf und Essen sowie den Studiengang BACHELORplus in Düsseldorf an.

Kontakt
DAA Wirtschaftsakademie
Britta Wessely
Konrad-Adenauer-Platz 9
40210 Düsseldorf
0211/17937313
marketing@daa-wirtschaftsakademie.de
http://www.daa-wirtschaftsakademie.de

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Wenn Eltern zu Azubis werden

Ausbildung in Teilzeit

Wenn Eltern zu Azubis werden

txn-a. (Bildquelle: randstad/fotolia)

txn-a. In Zeiten des Arbeitskräftemangels sollten Unternehmen neue Wege gehen und mehr Rücksicht auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter nehmen. Dazu gehört auch die Ausbildung junger Mütter und Väter in Teilzeit. Wie das geht? Ganz einfach: Die Auszubildenden sind einige Stunden weniger im Betrieb und kommen neben der Berufsschule ihren Familienpflichten nach. Gesetzlich verankert wurde diese Form der Ausbildung im Jahr 2005 in § 8 des Berufsbildungsgesetzes.

„Ich brauchte eine abgeschlossene Ausbildung. Ich wollte mich nicht weiter mit Minijobs durchhangeln. Schließlich trage ich Verantwortung für mein Kind und habe eine Vorbildfunktion“, fasst Marlies Knut ihre Motivation für den Start einer Ausbildung in Teilzeit zusammen. „Heute bin ich bereits im zweiten Lehrjahr zur Bürokauffrau. Dafür musste ich mich im Bewerbungsverfahren durchsetzen, die Berufsschule überzeugen, die Finanzierung regeln und – wie alle anderen Mütter auch – eine gute Betreuung für meine Tochter sichern. Aber es hat sich gelohnt: Die Ausbildung in Teilzeit ist eine einmalige Chance für mich!“

Dennoch ist diese Form der Ausbildung in Deutschland innerhalb des dualen Systems – Praxis im Betrieb und Theorie in der Fachschule – derzeit noch eine Randerscheinung: Laut Berufsbildungsstatistik sind lediglich 0,2 Prozent unter den insgesamt 565.824 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im Jahr 2011 als Teilzeitverträge gemeldet. Insgesamt durchlaufen nur 3.021 Auszubildende eine duale Ausbildung nach diesem Modell. Das ist bedauerlich, denn neben den individuellen Vorteilen für die Auszubildenden profitieren auch Betriebe erheblich.

„Jeder, der zu Hause Kinder oder Angehörige versorgt, bringt ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein und gute Organisationskompetenzen mit. Dies sollten Betriebe für sich nutzen“, stellt Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad fest. „Wer morgen motivierte Fachkräfte in seinem Betrieb beschäftigen möchte, muss bereits heute ihr ungenutztes Ausbildungspotenzial erschließen“.

Erster Schritt ist immer die kompetente und umfassende Beratung potenzieller Bewerberinnen und Bewerber durch Jobcenter, Familienkassen, Jugendämter, Kammern und Beratungsstellen. Hier geht es darum, die Hürden der Antragstellung effektiv und individuell passend zu überwinden und so den Weg frei zu machen für eine erfolgreiche Ausbildung, von der alle Beteiligten profitieren.

Bildunterschrift:
Von flexiblen Ausbildungszeiten profitieren nicht nur junge Mütter und Familien: Unternehmen können so auch zukünftiges Fachkräftepotenzial erschließen, das ansonsten wahrscheinlich ungenutzt bliebe.

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Mit durchschnittlich rund 58.000 Mitarbeitern und 550 Niederlassungen in etwa 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

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Flexibilität ist nicht genug

Qualifizierte Teilzeitarbeit

Flexibilität ist nicht genug

txn-a. (Bildquelle: Randstad/fotolia)

txn-a. Immer mehr Menschen arbeiten in Teilzeit. Laut Bundesagentur für Arbeit hat mittlerweile gut jeder vierte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte seine Stundenzahl reduziert. Doch was oft nach individuellen Arbeitsmodellen, flexiblen Arbeitszeiten und bester Vereinbarkeit von Familie und Erwerb klingt, hat auch eine Kehrseite: Teilzeitbeschäftigung bedeutet in der Regel geringeres Einkommen, schlechtere soziale Absicherung, häufig weniger Aufstiegschancen und minder qualifizierte Arbeit. Diese Nachteile hindern besonders Männer daran, vermehrt in Teilzeit zu arbeiten und verstärken die geschlechtsspezifischen Ungleichheiten am Arbeitsmarkt. Die Folge: Fast 60% aller weiblichen Angestellten, aber nur rund 20% der Männer arbeiten mit reduzierter Stundenzahl geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hervor.

„Typisch ist, der Mann hat eine volle Stelle und seine Frau arbeitet 20 Stunden an drei Tagen in der Woche. So bleibt noch Zeit für die Kinderbetreuung, den Haushalt, die Einkäufe, Elternabende, Freizeitaktivitäten und Hausaufgabenhilfe“, berichtet Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad . „Längerfristige Teilzeitphasen sollten heute keine Nachteile mehr beim Einkommen, der Karriere und der Alterssicherung bedeuten“, so Petra Timm weiter. „Wenn der Arbeitnehmer seinen Wunsch nach reduzierter Stundenzahl realisieren kann, steigt seine Zufriedenheit und es entsteht eine bessere Work-Life-Balance. Für den Arbeitgeber sind beide Aspekte von Vorteil: Zufriedene, ausgeglichenere Mitarbeiter sind motivierter, stressresistenter und bringen mehr Leistung“, so die Personalexpertin. „Eine gerechtere und damit qualifizierte Flexibilisierung in der Arbeitswelt liegt daher im gesellschaftlichen und unternehmerischen Interesse.“

Doch was trägt zu einer Weiterentwicklung der Teilzeit auf dem Arbeitsmarkt bei? Experten führen hier gleich ein Bündel an Maßnahmen an: von finanziellen Anreizen, über den Ausbau von Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten oder der Schaffung von ausreichend Betreuungseinrichtungen für Kinder. Wichtig sind auch flexible Arbeitszeitmodelle – kombiniert mit der Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten – bis hin zu einem Rückkehrrecht in Vollzeit. Eine Forderung, die nach den Vorstellungen der Bundesregierung zukünftig erfüllt werden soll. Darüber hinaus empfehlen Personalberater immer mehr das Jobsharing. Dabei wird eine Position mit zwei Personen besetzt, die im Team zusammenarbeiten und sich Aufgaben und Zeit selbstständig untereinander aufteilen. Der Vorteil: Die Arbeitsintensität passt sich den Lebensphasen flexibel an.

„Wir wissen, dass Teilzeit-Mitarbeiter zu einem besseren und produktiveren Betriebsklima beitragen“, ergänzt die Unternehmenssprecherin vom Personaldienstleister Randstad. „Arztbesuche werden selbstverständlich in die freie Zeit gelegt, Überstunden mit der Gleitzeit verrechnet und in der Präsenzzeit wird richtig geackert. Für den Arbeitgeber heißt das: Weniger Fehlzeiten – Rückgang von Überstunden – höhere Motivation und Produktivität.“

Viele gute Gründe also, die Mitarbeiter in Teilzeit aufzuwerten und beispielsweise mit attraktiven Nebenleistungen zu belohnen. Aber Achtung: Arbeitgeber sollten sich vorher steuerrechtlich absichern, um Differenzen mit dem Finanzamt vorzubeugen. Benzingutscheine, das Jobticket für den Nahverkehr, ein Dienst-Handy oder der Zuschuss für die Kita unterliegen gesetzlichen Höchstgrenzen. Und übrigens: Auch für alle weiteren Zahlungen wie beispielsweise Weihnachts- oder Urlaubsgeld ist die anteilige Leistungsgewährung durch den Arbeitgeber bindend.

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Dem Job zu flexiblen Arbeitszeiten nachzugehen, ist für Eltern eine wichtige Komponente, um Beruf und Familie zu vereinbaren. Unternehmen profitieren von qualifizierten Arbeitskräften und können beispielsweise durch Jobsharing-Modelle dafür sorgen, dass Teilzeit zukünftig einen besseren Stellenwert erhält.

Randstad – Die Nummer 1 in Deutschland.
Mit durchschnittlich rund 58.000 Mitarbeitern und 550 Niederlassungen in etwa 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

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Tipps für Schwangere in der Ausbildung

Tipps für Schwangere in der Ausbildung

txn. Schwangere haben besonderen Kündigungsschutz – auch während der Ausbildung. (Bildquelle: Randstad/fotolia)

txn. Endlich hat Mia (19) die Zusage für den lang ersehnten Ausbildungsplatz. Jetzt beginnt eine aufregende Zeit, vielleicht kommt zum ersten selbstverdienten Geld auch noch die erste eigene Wohnung. Und dann ist der Schwangerschaftstest positiv. Was nun? Verliert sie ihre Lehrstelle? Kommt sie mit dem Kind finanziell über die Runden? Wie sagt sie es ihrem Chef?

Petra Timm, Arbeitsmarktexpertin vom Personaldienstleister Randstad , rät: „Ruhe bewahren und sich informieren. Das Mutterschutzgesetz schützt schwangere Frauen in einem Arbeitsverhältnis vor finanziellen Einbußen und dem Verlust des Arbeitsplatzes. Auch in der Ausbildung darf Schwangeren nicht gekündigt werden, selbst wenn sie sich noch in der Probezeit befinden. Ausnahmen sind nur in besonderen Fällen zugelassen.“

Damit der Kündigungsschutz greift, muss der Vorgesetzte von der Schwangerschaft wissen. Hier empfiehlt sich neben dem frühzeitigen persönlichen Gespräch eine schriftliche Benachrichtigung. Die Auszubildende zeigt so, dass sie mitdenkt, und hilft ihrem Ausbilder, auf die neue Situation entsprechend zu reagieren. Gleichzeitig ist sie rechtlich auf der sicheren Seite. Was viele nicht wissen: Der Ausbilder darf Kollegen und Eltern nicht eigenmächtig von der Schwangerschaft erzählen, sofern die Auszubildende volljährig ist.

Bis zur Geburt kann die Mutter in spe noch im Betrieb mitarbeiten. Die tägliche Arbeitszeit ist jedoch auf 8,5 Stunden begrenzt und Akkord-, Fließband,- Mehr,- Sonntags- oder Nachtarbeit sind verboten. Die werdende Mutter darf nicht schwer heben oder mit Gefahrstoffen in Kontakt kommen. Nimmt sie Vorsorgeuntersuchungen während der Arbeitszeit wahr, muss sie die Zeit nicht nacharbeiten.

Sechs Wochen vor dem Stichtag beginnt die Mutterschutzfrist, die acht Wochen nach der Geburt endet. Bei Frühgeburten oder Zwillingen verlängert sich die Frist um weitere vier Wochen. In dieser Zeit darf die Auszubildende nicht im Betrieb arbeiten. Sie kann, wenn sie es möchte, allerdings die Berufsschule besuchen und an Prüfungen teilnehmen. Kommt es zu prüfungsrelevanten Fehlzeiten, sollte der Prüfungs-ausschuss zu Rate gezogen werden. Wichtig: Ausbilder und Auszubildende können gemeinsam bei der zuständigen Kammer die Verlängerung der Ausbildungszeit beantragen. Dies schafft bei Bedarf mehr Luft, um sich auf die neue Lebenssituation einzustellen.

Nach Ablauf der Mutterschutzfrist kann die Auszubildende entweder in Elternzeit gehen oder die Ausbildung fortsetzen. Meist empfiehlt sich die Teilzeitarbeit, um Kind und Ausbildung unter einen Hut zu bekommen. In der Regel unterstützen die Ausbildungsbetriebe diese Lösung, obwohl sie gesetzlich nicht dazu verpflichtet sind.

Randstad – Die Nummer 1 in Deutschland.
Mit durchschnittlich rund 63.000 Mitarbeitern und 500 Niederlassungen in rund 300 Städten ist Randstad der führende Personaldienstleister in Deutschland. Beschäftigt und gesucht werden Mitarbeiter mit ganz unterschiedlichen Qualifikationen, vom Industriemechaniker über Buchhalter und kaufmännische Mitarbeiter bis hin zu Ingenieuren oder IT-Spezialisten. Während der wechselnden Einsätze in Kundenunternehmen sammeln die Arbeitnehmer von Randstad wertvolle Praxiserfahrungen und lernen verschiedene Unternehmen, Aufgabengebiete und Kollegen kennen. Für viele ist die Beschäftigung bei Randstad auch ein Sprungbrett in den Traumjob: Im Schnitt werden rund 30 Prozent der überbetrieblichen Mitarbeiter vom Kundenunternehmen übernommen.

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