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Abschluss der Sondierungsgespräche: Führungskräfte gegen Erhöhung des Spitzensteuersatzes

Als positives Zeichen bewerten die Führungskräfte in Deutschland das Ergebnis der Sondierungsgespräche, warnen aber gleichzeitig vor einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes.

(Mynewsdesk) Nun gelte es, rasch zu einer Regierungsbildung zu kommen. „Der Vorteil einer Neuauflage der GroKo liegt darin, dass die Partner aufeinander eingespielt sind und jetzt rasch und pragmatisch die anstehenden Herausforderungen angegangen werden können“, erklärt der Präsident der Vereinigung der deutschen Führungskräfteverbände ULA Dr. Roland Leroux. In vielen Bereichen herrsche kein Erkenntnisproblem, sondern es hapere an der Umsetzung. „Hier kann die Große Koalition ihre Stärken ausspielen, und zwar schnell.“

Mit den Eckpunkten der Sondierungen könnten die Führungskräfte im Prinzip sehr gut leben, betont Leroux. „Maßnahmen, die Deutschland als Standort für Unternehmen international noch wettbewerbsfähiger machen, sind zu begrüßen, etwa ein gutes steuerliches Umfeld für Innovationen und Investitionen und die Modernisierung der digitalen Infrastruktur.“ Auch das klare Bekenntnis zu Europa sei aus Sicht der Führungskräfte von enormer Bedeutung.

Kritisch sieht Roland Leroux die geplante Erhöhung des Spitzensteuersatzes. „So lehnen wir angesichts enormer Steuereinnahmen eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 45 Prozent ab. Schließlich wird der Spitzensteuersatz inzwischen bereits bei mittleren Einkommen erreicht.“

Insgesamt erwartet der ULA-Präsident, dass eine Große Koalition gute Chancen hat, für die Zukunft Europas und die Lösung der wichtigsten sozialen Herausforderungen Erfolge zu erzielen. „Hierfür kann ich die volle Unterstützung der Führungskräfte zusichern.“

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Die Führungskräftevereinigung ULA ist das politische Sprachrohr aller Führungskräfte in Deutschland. In Berlin und Brüssel vertritt die Vereinigunh ihre Interessen in der Arbeits-, Steuer-, Sozial- und Bildungspolitik gegenüber Regierung und Parlament. Mit dreizehn Mitgliedsverbänden und insgesamt über 50.000 Mitgliedern bildet die ULA als Dachverband den größten Zusammenschluss von Führungskräften in Deutschland.

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Führungskräfte begrüßen Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Mitbestimmung

Die Führungskräftevereinigung ULA begrüßt das Urteil des EuGH über die Vereinbarkeit des Mitbestimmungsgesetzes mit EU-Recht und dem Grundsatz der Freizügigkeit von Arbeitnehmern.

(Mynewsdesk) „Aus Sicht unseres Verbandes war die Klage von Anfang an konstruiert und politisch motiviert“, erklärt ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme. „In ihren jüngsten Äußerungen zur Mitbestimmung stellen die Arbeitgebervertreter diese leider mehr und mehr als Investitionshemmnis und geduldetes Übel dar. Wir raten dazu, die Vorteile der Unternehmensmitbestimmung wieder stärker zu gewichten, und sind erleichtert, dass zumindest die durch die Klage entstandene Verunsicherung nun behoben ist.“ Deutschland könne als Industriestandort auch in Zukunft von den Stärken einer stakeholderorientierten Unternehmensverfassung profitieren.

Angesichts einer langsam, aber kontinuierlich rückläufigen Zahl von mitbestimmten Unternehmen zeigt sich die ULA grundsätzlich offen für gezielte Reformen zur Sicherung der rechtlichen Basis der Mitbestimmung. Ramme dazu: „Europäische Rechtsformen wie die Europäische Aktiengesellschaft dürfen nicht länger als Instrument zur Absenkung von Mitbestimmungsstandards genutzt werden. Von der nächsten Bundesregierung erwarten wir ein klares Bekenntnis zu einem vielfältig besetzten Aufsichtsrat sowohl in deutschen Gesellschaftsrechtsformen als auch in Europäischen Aktiengesellschaften.“

In Europäischen Aktiengesellschaften (SE) muss aus Sicht der ULA die Stellung der leitenden Angestellten in den Aufsichtsräten wirkungsvoller geschützt werden. Die derzeitigen gesetzlichen Vorschriften über die Aushandlung der Mitbestimmungsmodalitäten im Aufsichtsrat sorgen dafür, dass der im deutschen Recht gesetzlich garantierte Sitz der leitenden Angestellten bei einem Rechtsformwechsel hin zu einer Europäischen Aktiengesellschaft in der Mehrzahl der Fälle entfällt. Damit entgeht dem Unternehmen der besondere Kenntnis- und Erfahrungsschatz dieser Arbeitnehmergruppe.

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ULA gewinnt EWMD Germany als neuen Mitgliedsverband

Die Führungskräftevereinigung ULA hat mit dem European Womens Management Development International Network (EWMD Germany) einen weiteren Mitgliedsverband hinzugewonnen.

(Mynewsdesk) Damit erhöht sich die Zahl der unter dem Dach der ULA zusammengeschlossenen Verbände für Fach- und Führungskräfte auf sechzehn. „Mit der Aufnahme des EWMD Germany verstetigt die ULA ihr Engagement für und mit den Frauenführungskräfteverbänden“, so ULA-Präsident Dr. Roland Leroux. „Der Anteil von Frauen in Führungspositionen wird in den nächsten Jahren rasant ansteigen. Was läge da näher, als den spezifischen Anliegen der Spitzenfrauen auch in der Gesellschaftspolitik mehr Raum zu geben.“

In ihrer Rolle als politische Interessenvertretung hat die ULA immer wieder darauf hingewiesen, dass sich auch viele Männer heute mehr Partnerschaft bei der Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Karriere sowie eine entsprechende Rückendeckung des Gesetzgebers wünschen. Dazu ULA-Präsident Leroux: „Ich bin überzeugt, dass dies mit Unterstützung der EWMD noch besser gelingen kann. Unser neuer Mitgliedsverband bringt ein reiches Erfahrungswissen ein, das sich insbesondere aus einem dichten und gut funktionierenden Netzwerk hochkarätiger weiblicher Führungskräfte speist.“

Die Präsidentin von EWMD Germany Sieglinde Schneider ergänzt: „Für ein Netzwerk ist es essenziell, sich mit anderen Gleichgesinnten weiter zu vernetzen, um mehr Schlagkraft zu gewinnen, mehr Türen zu öffnen und seine Interessen durchzusetzen.“ Als international tätiges Business-Netzwerk von Frauen werde der EWMD dazu beitragen, die Vielfalt der ULA als Dachorganisation der Führungskräftevereinigungen noch zu erweitern. „Die gemeinsame Klammer ist klar: das Engagement für Management- und Leadership-Development und das Einsetzen für Gender-Diversity in den Führungspositionen der Wirtschaft sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Gemeinsam werden wir daran arbeiten, diese Themen auf die Berliner Agenda sowie in Wirtschaft, Gesellschaft und Medien zu bringen und die Entwicklung hin zu einer gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern im Management zu beschleunigen.“

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Führungskräfte: Zeitfenster für Reformen in Europa nutzen

Für Deutschlands Führungskräfte ist die Wahl von Emmanuel Macron zum Präsidenten der französischen Republik eine große Chance für Reformen in der EU.

(Mynewsdesk) Dabei kommt es für die Führungskräftevereinigung ULA vor allem auf eine enge Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Deutschland an. „Nur der deutsch-französische Motor kann nach dem Brexit und dem sich abzeichnenden Rückzug der USA von der internationalen Bühne die Europäische Integration voranbringen“, so ULA-Präsident Dr. Roland Leroux. „Insbesondere in der Sicherheits-, Handels- und Klimapolitik muss Europa mehr Führung übernehmen.“ Nach Ansicht der ULA eröffnet sich ein Zeitfenster von etwa vier wahlfreien Jahren, um die deutsch-französische Freundschaft wieder zu beleben und sie zur Vertiefung der europäischen Integration zu nutzen. „Insbesondere nach den Parlamentswahlen in Frankreich und den Wahlen zum Bundestag in Deutschland sind die Chancen für ein Vorankommen gut.“ So sei eine Harmonisierung der Unternehmensbesteuerung in der Eurozone sinnvoll.

Mit der Stabilisierung und Weiterentwicklung der EU befasst sich der Verband auch auf dem ULA-Sprecherausschusstag am 30. und 31. Mai 2017 in Berlin. Rund 70 gewählte betriebliche Interessenvertreter der leitenden Angestellten in deutschen Großunternehmen diskutieren aktuelle Herausforderungen und Chancen der EU mit hochkarätigen Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Verbänden.

Im Vorfeld der Veranstaltung hat die ULA Ergebnisse ihres Manager Monitors präsentiert, einer eigenen Umfrage mit über 250 Teilnehmern aus den 16 ULA-Mitgliedsverbänden. Sie verdeutlicht den Stellenwert, den Europa für die Führungskräfte hat. Die Stärkung des innereuropäischen Zusammenhalts ist für 90 Prozent eine Kernaufgabe der neu gewählten Bundesregierung. Die weitere Koordinierung der Flüchtlingspolitik (87 Prozent) und Antworten auf die Kritik an deutschen Exportüberschüssen (67 Prozent) sind weitere Aufgaben, die aus Sicht der Umfrageteilnehmer weit oben auf der Prioritätenliste der künftigen Regierung stehen.

Ein möglicher Ansatz, innerhalb Europas vorhandene Brücken und Verbindungen auszubauen sind mehr Investitionen. Eine Erhöhung von Investitionen in Bildung und Infrastruktur erzielt die höchsten Zustimmungsraten unter den möglichen innenpolitischen Maßnahmen einer neuen Regierung, mit deutlichen Abstand vor Steuer- und Abgabensenkungen. Roland Leroux: „Die EU ist für uns Deutsche nicht irgendein ‚Deal‘. Wir müssen dazulernen, dass wir uns die offenen Märkte und die Freundschaft mit unseren Nachbarn etwas kosten lassen sollten. Manche Investitionen werden wir künftig im Wissen tätigen, dass die Dividende vielleicht nicht in Euro zu bemessen ist, sie uns aber die Zukunft sichern.“

Die vollständige Auswertung der Umfrage wurde unter www.ula.de/umfragen veröffentlicht. Weitere Informationen zum Sprecherausschusstag gibt es auf www.sprecherausschusstag.de.

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Führungskräfte fordern deutliche Nachbesserung der Reform zur betrieblichen Altersversorgung

Das geplante Betriebsrentenstärkungsgesetz stellt die Rahmenbedingungen für eine funktionierende betriebliche Altersversorgung von Führungskräften grundlegend infrage.

(Mynewsdesk) Davor warnt die Vereinigung der deutschen Führungskräfteverbände ULA. „Die Auswirkungen einer solchen Reform auf Führungskräfte wurden bislang nicht ausreichend bedacht, weder von der Bundesregierung noch von ihren Befürwortern aufseiten der Arbeitgeber, Gewerkschaften und Versorgungseinrichtungen“, kritisiert ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme. „Wichtige Formen der Altersversorgung für Führungskräfte könnten für Arbeitgeber unattraktiv werden und sie zu einem beschleunigten Rückzug aus der Finanzierung veranlassen.“

Das sogenannte Sozialpartnermodell erhebt eine Betriebsrente ohne rechtliche Verpflichtungen für Arbeitgeber und ohne Garantien für die Arbeitnehmer zum neuen Leitbild der betrieblichen Altersversorgung. Dies betrifft Führungskräfte gleich doppelt: Zum einen könnten sie mit ihrer „Grundversorgung“ in den Anwendungsbereich eines neuen Tarifvertrags fallen. Dieser Teil ihrer Altersversorgung würde dann den neuen Regeln folgen: verpflichtungsfrei für Arbeitgeber, ohne Garantien für Arbeitnehmer.

Zur Schließung ihrer Versorgungslücke sind Führungskräfte zum anderen auf zusätzliche Vorsorgebeiträge angewiesen, die aber oberhalb der Grenzen für die steuerfreie Entgeltumwandlung und damit außerhalb des Regelungsbereichs eines Sozialpartnermodells liegen. „Pay and Forget“, das zentrale Ziel der Reform einer Betriebsrente ohne Verpflichtungen und Garantien der Tarifpartner, wäre in diesem Einkommensbereich nicht möglich. „Die Bereitschaft der Arbeitgeber, ergänzende Versorgungszusagen für Führungskräfte auszusprechen, dürfte sinken, da diese nämlich an rechtliche Verpflichtungen und Garantien gebunden blieben“, vermutet ULA-Hauptgeschäftsführer Ramme. Die angestrebte Reform habe also das Potenzial, weitere, dringend notwendige Vorsorgeformen zu verdrängen.

Die ULA fordert daher Nachbesserungen, zum Beispiel Pay-and-forget-Zahlungen in eine zusätzliche Altersversorgung oberhalb der tariflichen Regelungen steuerfrei zu stellen, um so eine durchgängig nachgelagerte Besteuerung zu ermöglichen. Nach Meinung von Ludger Ramme sei dies für den Fiskus aufkommensneutral, da es keinen Unterschied mache, über welchen Durchführungsweg die Arbeitgeber in die Versorgung der Führungskräfte einzahlten. Denkbar ist auch, mehr Flexibilität in Form von Öffnungsklauseln für betriebliche Vereinbarungen für den übertariflichen Gehaltsbereich zuzulassen.

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Führungskräfte: Stärkung der Betriebsrente hat Vorrang

Die Führungskräftevereinigung ULA kritisiert Überlegungen der Politik zur Anhebung des Rentenniveaus und spricht sich stattdessen für eine Stärkung der Betriebsrente aus.

(Mynewsdesk) In der Politik wird zurzeit intensiv über eine deutliche Anhebung des Rentenniveaus der gesetzlichen Rentenversicherung diskutiert. Die Führungskräftevereinigung ULA kritisiert diese Überlegungen und spricht sich stattdessen für eine Stärkung der Betriebsrente aus.

„Die vor rund fünfzehn Jahren eingeleiteten Rentenreformen beruhten auf der Überlegung, dass die Leistungsfähigkeit einer umlagefinanzierten Rentenversicherung aus demografischen Gründen sinken wird“, so ULA-Präsident Dr. Roland Leroux. „Die aktuelle Niedrigzinsphase hat an der Richtigkeit dieser Feststellung nichts geändert.“ Die ULA setzt sich dafür ein, vorrangig bestehende Probleme im Bereich der kapitalgedeckten Altersvorsorge anzugehen. Dazu Leroux: „Bessere Anreize, mehr Kosteneffizienz und – am Ende dieser Reformen – auch mehr Verbindlichkeit müssen für eine höhere Verbreitung ergänzender kapitalgedeckter Vorsorgeansprüche sorgen.“

Aus Sicht der Führungskräfte gebührt der Vorrang dabei der betrieblichen Altersversorgung. Wirksamere Anreize sind hier vor allem im Steuerrecht erforderlich. Vor allem muss sichergestellt werden, dass Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge im Rahmen der politisch gewollten nachgelagerten Besteuerung durchgängig steuerfrei gestellt werden. Für mehr Verbindlichkeit könnte ein Opting-out-Modell sorgen. Für Arbeitnehmer würde dann automatisch ein Teil ihres Gehalts in einen Versorgungsanspruch umgewandelt, es sei denn sie widersprechen dem.

In Bezug auf die gesetzliche Rentenversicherung sieht die ULA nur punktuellen Reformbedarf. „Das Rentenniveau sollte bis zum Jahr 2030 nicht schneller und nicht stärker sinken, als es der derzeitige gesetzgeberische Rahmen vorsieht“, betont ULA-Präsident Leroux. Auch sollte schon jetzt darüber nachgedacht werden, wie ein weiteres Absinken nach 2030 verhindert werden kann. Leistungsverbesserungen oder Korrekturen vergangener Reformen sind nach Meinung der Führungskräfte nicht pauschal, sondern nur in wenigen Teilbereichen erforderlich, vor allem bei Erwerbsminderungsrenten.

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Equal Pay Day: Führungskräfte sind optimistisch

Bei Entgeltunterschieden zwischen Frauen und Männern liegt Deutschland im EU-Vergleich weit hinten. Dies gilt auch für Führungspositionen, so die die Führungskräftevereinigung ULA.

(Mynewsdesk) Trotzdem blicken Deutschlands Führungskräfte anlässlich des Equal Pay Days optimistisch in die Zukunft. „Das wird sich künftig schneller ändern“, so ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme. „Grundsätzlich ist es wichtig, das Bewusstsein für die Ursachen der Gehaltsunterschiede zu schärfen. Wir müssen deshalb hochqualifizierte Frauen dazu ermutigen, selbstbewusster in die Gehaltsverhandlungen zu gehen.“ Es sei anerkanntermaßen unerheblich, ob die Leistung von einem Mann oder von einer Frau erbracht wird, betont Ramme. „Wo Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern bei gleichen Aufgaben und gleicher Qualifikation nicht durch objektive sachliche Kriterien zu erklären sind, darf und soll gehandelt werden.“

Unter den Kampagnenmottos „Was ist meine Arbeit wert?“ und „Berufe mit Zukunft“ befasst sich der Equal Pay Day am 19. März 2016 mit dem Thema der Berufswahl sowie mit der Frage, wie man das Ziel eines ausgewogenen Geschlechterverhältnisses in allen Branchen erreichen kann. Das Hauptanliegen des Aktionstages ist jedoch die Schließung der Entgeltlücke zwischen Männern und Frauen, die in Deutschland bis zu 21,6 Prozent liegt.

Der Equal Pay Day wurde 2008 auf Initiative des Business and Professional Women (BPW) Germany e. V. erstmals in Deutschland durchgeführt. BPW Germany ist eines der größten und ältesten Berufsnetzwerke für angestellte und selbständige Frauen und Mitglied der ULA.

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Mehr Frauen in Führungspositionen: Regelungen besser kommunizieren

(Mynewsdesk) In der Umsetzung des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft gibt es Defizite bei den Unternehmen. Dies kritisiert die Führungskräftevereinigung ULA angesichts der Ergebnisse einer gemeinsam mit ihrer Mitgliedsorganisation EAF Berlin durchgeführten Umfrage über das Führungskräftepanel Manager Monitor.
„Die neuen rechtlichen Verpflichtungen sind zu wenig bekannt und werden unzureichend kommuniziert“, so ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme. „Um die Akzeptanz des Gesetzes zu steigern, werden wir die Männer mitnehmen und verstärkt aufklären müssen.“ „Am Ende profitieren alle von einer ausgewogenen Besetzung der Führungs- und Aufsichtsgremien.“ So haben verschiedene Untersuchungen gezeigt, dass Unternehmen ökonomisch von gemischten Teams profitieren und innovativer sind. „Wir brauchen eine Allianz von Unternehmen, die sich aktiv für die Umsetzung des Gesetzes stark machen und mit gutem Beispiel voran gehen“, so die Vorsitzende der EAF Berlin Dr. Helga Lukoschat.
Der Manager-Monitor-Umfrage zufolge kannten nur 48 Prozent der befragten Führungskräfte die Zielgrößen ihres Unternehmens. Dabei waren Frauen grundsätzlich besser informiert, nicht nur über die Zielgrößen, sondern auch über flankierende Maßnahmen etwa im Bereich der Personalentwicklung, Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Karriere oder Arbeitszeitflexibilisierung. Insgesamt bewerteten die weiblichen Führungskräfte das Quotengesetz besser als ihre männlichen Kollegen. Viele Männer fühlten sich beim Thema Chancengleichheit nicht angesprochen und reagierten mit Desinteresse.
Aus Sicht von ULA und EAF Berlin erlaubt die Umfrage noch keine Rückschlüsse auf die Auswirkungen des erst im letzten Jahr verabschiedeten Gesetzes. Daher sollte ein angemessener Zeitraum abgewartet werden. „Die Ergebnisse einer jüngst veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung unterstreichen jedenfalls, dass gesetzgeberischer Handlungsbedarf bestand“, betont Ludger Ramme. Ihr zufolge sei der Frauenanteil in Chefpositionen innerhalb der letzten zehn Jahre im Wesentlichen unverändert geblieben.
In Zukunft wird die ULA ihre Informations- und Aufklärungsaktivitäten weiter verstärken und für die Geschlechterquote werben. „Mehr Frauen nach oben. Dann wird es auch den Männern besser gehen“, ist sich ULA-Hauptgeschäftsführer Ramme sicher.

(311 Wörter/ 2.466 Zeichen mit Leerzeichen)

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Führungskräfte kritisieren Kompromiss zur Flexi-Rente als unzureichend

Die Führungskräftevereinigung ULA ist enttäuscht über den Kompromiss der Koalitionsarbeitsgruppe zur Flexi-Rente.

(Mynewsdesk) „Nach dieser langen Verhandlungsdauer drängt sich das Fazit förmlich auf, dass hier der Berg zwar gekreißt, aber nur eine Maus geboren hat“, so ULA-Hauptgeschäftsführer Ludger Ramme. „Das Verhandlungsergebnis wird den Herausforderungen eines länger werdenden Arbeitslebens nur ansatzweise gerecht.“

Zwar begrüßt die ULA die Möglichkeit, dass eine vorgezogene Altersrente als Teilrente in Zukunft gleitend statt wie bislang in drei starren Stufen bezogen werden kann. Allerdings kritisieren Deutschlands Führungskräfte die geplante Einkommensanrechnung auf vorgezogene Renten in Höhe von 40 Prozent ab einem Freibetrag von 450 Euro. „Schon seit Jahren spricht sich die ULA für einen komplett anrechnungsfreien Hinzuverdienst aus, solange die Summe aus vorgezogener Rente und Hinzuverdienst das zuvor bezogene Einkommen nicht überschreitet“, stellt ULA-Hauptgeschäftsführer Ramme klar. Jegliche Anrechnung schmälere die Attraktivität eines flexiblen Ausgleitens durch eine Kombination von Erwerbsarbeit und vorgezogener Rente erheblich.

Ebenfalls kritisch bewertet wird der Wegfall der Arbeitgeberbeiträge zur Arbeitslosenversichrung für Bezieher einer vorgezogenen Altersrente: „Wenn die Rahmenbedingungen in Summe stimmen, bedarf es einen solchen Anreizes für Arbeitgeber nicht“, betont Ramme. „Denn ungleich hohe Sozialversicherungsbeiträge bergen stets die Gefahr von Wettbewerbsverzerrungen am Arbeitsmarkt.“

Positiv aus Sicht der ULA ist die Beibehaltung der unteren Altersgrenze von 63 Jahren für den Bezug einer vorgezogenen Altersrente. „Sonst hätten Unternehmen dies als Einladung verstanden, neue Frühverrentungsprogramme zu entwickeln“, betont Ludger Ramme. „Arbeitnehmern hätte eine Absenkung den völlig falschen Eindruck vermittelt, sie würden bereits ab 60 nicht mehr benötigt.“

Die Flexi-Rente kann durchaus ein Baustein einer demografiegerechten Arbeitsmarkt- und Arbeitszeitpolitik sein, da der Bedarf an Führungskräften und hochqualifizierten Fachkräften in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Zugleich müssen nach Meinung der Führungskräfte die Wünsche nach einer flexibleren Verteilung der Arbeitszeit bereits vor Erreichen der rentennahen Jahre besser erfüllt werden. Ramme dazu: „Für die Zeit vor dem Erreichen des 63. Lebensjahres sollten vorrangig andere Instrumente wie etwa Lebensarbeitszeitkonten eingesetzt werden. Hier besteht nach wie vor dringender Reformbedarf, der von der Koalitionsarbeitsgruppe leider nicht berücksichtigt wurde.“

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Führungskräfte warnen vor Rassismus und zunehmender Radikalisierung

Erfolgreiches Engagement gegen Rassismus beginnt bereits am Arbeitsplatz. Deutschlands Führungskräfte fordern, der Radikalisierung auch in den Unternehmen entgegenzutreten.

(Mynewsdesk) Erfolgreiches Engagement gegen Rassismus beginnt bereits am Arbeitsplatz. Deutschlands Führungskräfte fordern, der Radikalisierung des politischen Diskurses auch in den Unternehmen entgegenzutreten und Aufklärungsarbeit zu leisten. „Der zunehmende Hass, der unter anderem in der rechtsextremen Kritik an der Flüchtlingspolitik zum Ausdruck kommt, kann leicht in politisch motivierte Gewalt münden“, betont der Präsident der Führungskräftevereinigung ULA Dr. Roland Leroux. „Dies haben wir auf tragische Weise in Köln erlebt.“ Hass könne auch den demokratischen Konsens in den Belegschaften der Unternehmen bedrohen, so Leroux weiter.

Nach Ansicht der unter dem Dach der ULA zusammengeschlossenen Führungskräfteverbände sind es nicht die Flüchtlinge, die den Hass säen. „Es sind vielmehr diejenigen, die eine aufgeheizte Stimmung herbeireden wollen, um Unterstützung für ihre extremistischen Positionen zu erhalten“, erläutert Roland Leroux. Daher sei Aufklärungsarbeit nötig. „Hier sind insbesondere Führungskräfte gefragt. Denn sie tragen eine besondere Verantwortung für ein wertschätzendes, respekt- und vertrauensvolles Miteinander in zunehmend vielfältig zusammengesetzten Belegschaften.“

Die ULA fordert, dass alle Verantwortungsträger in der Gesellschaft fremdenfeindlichen Auswüchsen noch stärker als bisher die Stirn bieten müssen. Dazu ULA-Präsident Leroux: „Geistige Brandstifter, die mit fremdenfeindlicher Rhetorik den Konsens in vielfach multiethnisch zusammengesetzten Mitarbeiterschaften bedrohen, dürfen keinen Einfluss auf das Arbeitsleben haben.“ In ihren 15 Mitgliedsverbänden wirbt die ULA dafür, dass sich die Unternehmen mit konkreten Aktionen zugunsten von Flüchtlingen einsetzen. Sie begrüßt die Initiative des Führungskräfteverbandes Chemie VAA, der zusammen mit der UNO-Flüchtlingshilfe die Spendenaktion „ Führungskräfte für Flüchtlinge “ ins Leben gerufen hat. Mit dieser Aktion wird konkrete Hilfe in erster Linie vor Ort in den Krisenregionen geleistet.

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