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Klare Sache: Transparenz bei Krediten

Verbraucherdarlehen, wesentliche Bestimmungen

Klare Sache: Transparenz bei Krediten

Kein Geld mehr? — Die Bedingungen für Verbraucherdarlehen müssen klar geregelt sein (Bildquelle: pixabay)

Wenn das eigene Geld nicht ausreicht, besteht die Möglichkeit, auf Fremdgeld zurückzugreifen. In der Regel geschieht dies über ein Darlehen. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen Darlehen an Unternehmen und an Verbraucher. In der Prüfung zum Betriebswirt/in IHK werden auch die wesentlichen Bestimmungen der Verbraucherdarlehen abgefragt. Deutschlands Schnell-Lernexperte Dr. Marius Ebert zeigt in seinem kostenlosen Schulungsvideo die wesentlichen Bestimmungen auf und erläutert deren Hintergründe.

Entscheidend für die Lösung einer Prüfungsfrage, in der es um die wesentlichen Bestimmungen eines Verbraucherdarlehens geht, ist zunächst einmal das BBG. Dieses unterscheidet im Allgemeinen Teil zwischen Unternehmer und Verbraucher, so dass der Begriff des Verbrauchers hier klar definiert ist.

Bestimmungen für Verbraucherdarlehen dienen dem Verbraucherschutz

Der Hintergrund für die Bestimmungen für Verbraucherdarlehen ist der damalige Wille des Gesetzgebers, nämlich eine klare Erkennbarkeit der Bedingungen für den Verbraucher. Dies war nämlich in der Vergangenheit nicht immer der Fall. Die Regelungen dienen damit dem Verbraucherschutz.

Hat der angehende Betriebswirt/in IHK diese Zusammenhänge erst einmal verinnerlicht, kann er die entsprechenden Bestimmungen leicht ableiten:

Der Nettobetrag des Verbraucherdarlehens muss klar erkennbar sein. Fällt bei einem Darlehen über 10.000 Euro zum Beispiel ein Disagio von 2.000 Euro an, beträgt die Nettoauszahlung nur noch 8.000 Euro.

Auch die Art und Weise der Rückzahlung muss klar dargelegt werden. Diese Tilgungsmodalitäten können zum Beispiel vorsehen, dass das Darlehen monatlich zurückgezahlt wird, oder dass monatlich zunächst die Zinsen und dann am Ende der Laufzeit die gesamte Kreditsumme.

Ebenfalls klar erkennbar müssen Zinssatz und sonstige Kosten sein. Entscheidend ist hier der effektive Jahreszins und nicht etwa der Nominalzins, der häufig sehr viel niedriger als der effektive ist.

Auch der Verzugszins muss für den Verbraucher deutlich erkennbar sein. Entscheidend ist auch hier, wie bei den anderen Bestimmungen, die Transparenz.

Generell muss der Kreditvertrag auch schriftlich abgeschlossen werden. Dies dient nicht zuletzt auch als Nachweis für die vereinbarten Konditionen.

Das komplette, kostenlose Video “ Verbraucherdarlehen, wesentliche Bestimmungen“ finden interessierte Leser auf der Video-Plattform YouTube. Weitere Hinweise zu diesem und vielen weiteren betriebswirtschaftlichen Themen finden sich ebenfalls auf der Webseite des Unternehmens ( http://mariusebertsblog.com/).

Dr. Marius Ebert ist Deutschlands Schnell-Lernexperte. Sein Schnell-Lernsystem für betriebswirtschaftliche Themen ermöglicht eine schnelle Vorbereitung auf IHK-Prüfungen, wie z.B. Betriebswirt/in IHK, Wirtschaftsfachwirt/in IHK, Technischer Fachwirt/in und diverse Mesterberufe, wie z.B. Industriemeister/in IHK.

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BGH: Feststellungsklage nach Widerruf eines Immobiliendarlehens

Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 16. Mai 2017 stellt keine Abkehr von der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs vom 21.02.2017 dar.

BGH: Feststellungsklage nach Widerruf eines Immobiliendarlehens

BGH: Feststellungsklage nach Widerruf eines Immobiliendarlehens unter bestimmten Voraussetzungen

Dies sei für den verwunderten Leser vorweggenommen. Es gilt weiterhin der Vorrang der Leistungsklage – AdvoAdvice Rechtsanwälte mbB aus Berlin

Noch im Februar 2017 hatte der Bundesgerichtshof entschieden, dass die Zulässigkeit einer Feststellungsklage nach erfolgtem Widerruf eines Verbraucherdarlehensvertrages am Vorrang der Leistungsklage scheitert. Mit anderen Worten: hatte man ein Verbraucherdarlehensvertrag widerrufen und wünschte die Feststellung, dass aufgrund des Widerrufs des Verbraucherdarlehens dieser rückabzuwickeln ist, ist dies mit dieser Entscheidung des Bundesgerichtshofs aus Februar 2017 zum Az. XI ZR 467/15 nicht mehr möglich. Vielmehr muss der den Widerruf erklärende Verbraucher seinen Anspruch gegenüber der Bank genau beziffern und zwar in der Höhe in welcher er zu viele Zahlungen an die Bank geleistet hat.

Wiederum entscheidet der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 16.05.2017 zum Az.: XI ZR 586/15 das Feststellungsklagen doch zulässig sind. Dies allerdings nur unter besonderen und engen Voraussetzungen.

Was hatte der Bundesgerichtshof zu entscheiden?

Der Bundesgerichtshof hatte darüber zu entscheiden, unter welchen Umständen der Verbraucher in Widerrufsfällen eine negative Feststellungsklage erheben kann.

In dem vom Bundesgerichtshof zu entscheidenden Fall stritten sich die Parteien des Rechtsstreits um die Wirksamkeit dreier Verbraucherdarlehensverträge. Alle drei Verträge wiesen eine gleichlautende Widerrufsbelehrung mit folgendem Inhalt auf:

„Der Lauf der Frist für den Widerruf beginnt einen Tag nachdem Ihnen
-ein Exemplar dieser Widerrufsbelehrung,
-die Vertragsurkunde, der schriftliche Vertragsantrag oder eine Abschrift der Vertragsurkunde oder des Vertragsantrags
zur Verfügung gestellt wurde, aber nicht vor dem Tag des Vertragsschlusses.“

Das erstinstanzliche Gericht hatte seinerzeit dem Feststellungsantrag des Klägers entsprochen. Das Berufungsgericht ist der Auffassung des Landgerichts gefolgt und hat die Berufung der beklagten Bank zurückgewiesen. Es hat jedoch die Revision zugelassen.

Welche Bank will sich schon damit zufrieden geben, dass die von ihr verwendete Widerrufsbelehrung falsch ist und der Darlehensnehmer damit Zahlungsansprüche gegenüber der Bank haben könnte? Die Bank legte Revision zum Bundesgerichtshof ein.

Am 16.05.2017 hat der Bundesgerichtshof sein Urteil gesprochen und die vom Kläger erhobene Feststellungsklage für zulässig erklärt. Die Revision der Bank wurde vom Bundesgerichtshof zurückgewiesen.

Warum hat der Bundesgerichtshof die Feststellungsklage für zulässig erachtet?

Der Bundesgerichtshof hat den Feststellungsantrag des Klägers ausgelegt. Er hat den Antrag des Klägers dahin verstanden, dass dieser leugnet, dass der Bank noch vertragliche Erfüllungsansprüche, also Zahlungsansprüche, nach dem Zugang des Widerrufs der Verbraucherdarlehensverträge zustehen.

Er hat damit der Argumentation der Bank eine Absage erteilt, dass diese weiterhin Zahlungsansprüche gegen den Kläger habe, weil dessen Widerruf ins Leere gegangen sei.
Die vom Kläger erhobene Feststellungsklage ist in diesem besonderen Fall zulässig, weil der Kläger nicht von der Bank verlangte, dass diese die Verbraucherdarlehensverträge rückabwickelt und ihm aus diesem Grund Zahlungsansprüche zustehen würden. Vielmehr war das Begehren des Klägers, dass die Bank von ihm keine weiteren Zahlungen seit Zugang des Widerrufs verlangen kann, nicht im Wege einer Leistungsklage darstellbar.

In einem solchen Fall ist der Sachverhalt anders gelagert, da hier nicht die Feststellung begehrt werde, dass sich der Verbraucherdarlehensvertrag in ein Rückgewährschuldverhältnis umgewandelt hat und sich daraus Zahlungsansprüche ergeben können.

Insofern stellt die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 16.05.2017 – XI ZR 586/15 auch keine Abkehr von seiner bisherigen Rechtsprechung vom 21.02.2017 zum Az. XI ZR 467/15 dar, über die wir bereits berichtet hatten.

Fazit: Mit seiner Entscheidung hat der Bundesgerichtshof gleich zwei Fragen geklärt – Widerrufsbelehrung und Erfüllungsansprüche

Zum einen hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die Widerrufsbelehrung der Bank falsch ist und zum anderen, dass nach Zugang des Widerrufs die Erfüllungsansprüche der Bank, welche in § 488 Abs. 1 Satz 2 BGB geregelt sind, nicht mehr bestehen.

Die Rechtsanwälte der Kanzlei AdvoAdvice prüfen gern, ob die in Verbraucherdarlehensvertrag enthaltene Widerrufsbelehrung ordnungsgemäß ist oder Betroffene nach wie vor ein Widerrufsrecht zusteht. Weiterhin ob gegebenenfalls schon die Zahlungsansprüche gegenüber der Bank erfüllt sind, so dass dieser keine Erfüllungsansprüche mehr zur Seite stehen. Weitere Informationen unter 030 – 921 000 40 und info@advoadvice.de.

Die Rechtsanwälte haben sich auf die folgenden Rechtsgebiete spezialisieren:
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-Wohnungseigentumsrecht (Schwerpunkt Schrottimmobilien)
-Zivilrecht mit Schwerpunkt Verbraucherschutz
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AdvoAdvice Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB Tintemann Klevenhagen
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Gesetzgeber will die Umsetzung der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie entschärfen

EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie: Die strengen Vorgaben verschärften die Kreditvergabe in vielen Fällen – der Schwerpunkt liegt auf einer eingehenden Kreditwürdigkeitsprüfung.

Gesetzgeber will die Umsetzung der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie entschärfen

Gesetzgeber will die Umsetzung der EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie entschärfen – AdvoAdvice Rechts

Mit dem Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften vom 11.03.2016 (BGBl. I, S. 396) setzte der deutsche Gesetzgeber die europäischen Vorgaben Richtlinie 2014/17/EU über Wohnimmobilienkreditverträge für Verbraucher (ABl. EU 2014, L60 S. 34) mit Wirkung zum 21.03.2016 um.

Abschluss Verbraucherdarlehensvertrag – Kreditwürdigkeitsprüfung

Der Schwerpunkt lag hierbei auf einer eingehenden Kreditwürdigkeitsprüfung (Art. 18 RiL 2014/17/EU). Auf der Grundlage hinreichender Informationen zu Einkommen, Ausgaben und Wert der Sicherungsobjekte, die in den §§ 505a-505d BGB umgesetzt wurden. So darf der Darlehensgeber nach § 505a Abs. 1 S. 2 BGB „den Verbraucherdarlehensvertrag nur abschließen, wenn aus der Kreditwürdigkeitsprüfung hervorgeht, dass bei einem Allgemein-Verbraucherdarlehensvertrag keine erheblichen Zweifel daran bestehen und dass es bei einem Immobiliar-Verbraucherdarlehensvertrag wahrscheinlich ist, dass der Darlehensnehmer seinen Verpflichtungen, die im Zusammenhang mit dem Darlehensvertrag stehen, vertragsgemäß nachkommen wird“.

Bei Immobiliar-Verbraucherdarlehensverträgen muss die Wahrscheinlichkeit, dass der Verbraucher das Darlehen zurückzahlen kann, positiv festgestellt werden. § 505b BGB stellt hierbei klar, dass die Kreditwürdigkeit anhand „notwendiger, ausreichender und angemessener Informationen zu Einkommen, Ausgaben sowie anderen finanziellen und wirtschaftlichen Umständen des Darlehensnehmers eingehend zu prüfen“ ist. Insbesondere, ob er seine Darlehensverpflichtungen wird nachkommen können, wobei nunmehr der Wert der Immobilie (die extern begutachtet werden soll – § 505c BGB) und eine Sicherheit hierüber in Form etwa einer Grundschuld keine maßgebliche Rolle mehr spielen soll.

Fazit: Diese strengen Vorgaben verschärften die Kreditvergabe in vielen Fällen. Förderdarlehen von verschärften Kreditwürdigkeitsprüfung ausgenommen: Immobilienverzehrkredit – Altersabsicherung?

Dies hat inzwischen auch der Gesetzgeber eingesehen. So hat die Bundesregierung bereits im Oktober 2016 einen Gesetzesentwurf eingebracht (Bundestags-Drucksache 815/16), der nicht nur mehr Rechtssicherheit bei der Kreditwürdigkeitsprüfung schaffen soll, sondern auch Erleichterungen bei der Kreditvergabe insbesondere für Renovierung und Bau vorsieht und mit den sog. Immobilienverzehrkrediten eine neue Kreditform vorsieht. Hierbei geht es um Kredite, die der Alterssicherung dienen. Diese sowie Förderdarlehen sollten künftig von den verschärften Kreditwürdigkeitsprüfungen ausgenommen werden. Wegen ihrer Einkommens- und Vermögensverhältnisse seien diese Darlehensnehmer besonders schutzwürdig.

Der Bundesrat hat den Gesetzesentwurf in einer Stellungnahme vom 10.02.2017 grundsätzlich begrüßt, fordern aber mehr Mitbestimmung. Es bleibt abzuwarten, ob diese praxisnotwendigen Erleichterungen noch vor der Bundestagswahl kommen.

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Ende des ewigen Widerrufsrechts zum 21. Juni 2016

Das Widerrufsrecht ist bei Verbraucherdarlehen nach geltendem Recht zeitlich nicht befristet, wenn eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung erfolgt ist. Der Bundestag hat auf Initiative der Bundesregierung beschlossen, dies in Bezug auf Neu- und Altfälle im Rahmen der Umsetzung der Wohnraumverbraucherkreditlinie zu ändern. Das Gesetz wird am 21. März 2016 in Kraft treten. Danach wird das Widerrufsrecht für Altfälle nach drei Monaten nach Inkrafttreten des Umsetzungsgesetzes enden.

Hintergrund des Gesetzgebungsverfahrens

Der Gesetzgeber hatte sich vorgenommen, das Widerrufsrecht im Rahmen der Umsetzung der Wohnimmobilienverbraucherkreditrichtlinie zu reformieren. Danach wird auch das Widerrufsrecht bei Verbraucherkreditverträgen zeitlich begrenzt. Die Richtlinie soll zum 21. März 2016 in deutsches Recht umgesetzt werden. Der Bundesrat hatte während des Gesetzgebungsverfahrens in seiner 936. Sitzung am 25. September 2015 empfohlen, dass aus Gründen der auch für bereits vor dem 21. März 2016 geschlossene Immobiliar-Verbraucherdarlehen eine gesetzliche Ausschlussfrist des Widerrufrechts aufgenommen wird. Die Bundesregierung hat sich dieser Anregung am 08. Oktober 2015 angeschlossen. Das Bundesministerium der Finanzen ist der Auffassung, dass diese fortbestehende Rechtsunsicherheit eine Belastung für die Kreditwirtschaft darstelle. Das Bundesministerium der Finanzen und das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hatten für den weiteren Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens einen Vorschlag unterbreitet. Entsprechend der Regelung für Neufälle im Gesetzentwurf der Bundesregierung wurde darin für Altfälle empfohlen, eine Erlöschensregelung vorzusehen.

Gesetzesänderung durch Bundestag aktuell beschlossen

So hat der Bundestag nun am 18.02.2016 im Rahmen des Gesetzes zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtline die Änderung beschlossen, wonach nicht nur für zukünftig abzuschließende Darlehensverträge ein lediglich zeitlich befristetes Widerrufsrecht bestehen wird. Vielmehr ist nach dem Willen des Gesetzgebers für Darlehensverträge, die zwischen September 2002 und Juni 2010 abgeschlossen worden sind, nachträglich ebenfalls eine zeitliche Beschränkung für die Ausübung des Widerrufsrechts vorgesehen. So wird das eigentlich ewige Widerrufsrecht bereits drei Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes erlöschen. Damit wird ab dem 21. Juni 2016 eine Ausübung des Widerrufsrechts nicht mehr möglich sein.

Was können betroffene Darlehensnehmer tun?

Kreditnehmer mit einem Vertrag mit fehlerhafter Widerrufsbelehrung haben jetzt nicht mehr viel Zeit. Spätestens am Dienstag, 21. Juni 2016, muss der Widerruf bei der Bank oder Sparkasse ankommen.

Betroffenen Darlehensnehmern wird geraten, deren in Betracht kommenden Ansprüche umfassend durch eine auf Bank- und Kapitalmarktrecht spezialisierte Kanzlei überprüfen zu lassen. Über unser Kontaktformular haben Darlehensnehmer die Möglichkeit, mit uns in Verbindung zu treten und sich umfassend über die in deren Fall bestehenden Optionen informieren zu lassen.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage akh-h.de/news/ende-des-ewigen-widerrufsrechts-zum-21-juni-2016-bundestag-hat-umstrittene-gesetzesaenderung

Kanzlei für Bankrecht und Kapitalmarktrecht – seit 20 Jahren im Dienste des Verbrauchers

Seit der Gründung im Jahre 1995 hat sich unsere Rechtsanwaltskanzlei im Bereich Kapitalanlagerecht und Bankenrecht spezialisiert. Wir haben an zahlreichen positiven obergerichtliche Urteilen auf dem Gebiet des Kapitalanlagerecht und Bankenrecht mitgewirkt. Eine Vielzahl aktueller Urteile konnten wir aufgrund der anlegerfreundlichen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes gegenüber Banken und Sparkassen hinsichtlich verschwiegener Kickbacks/Provisionen erstreiten. Diese Urteile haben dazu geführt, dass uns viele Gegner bereits außergerichtlich Vergleiche anbieten und wir so zeitnah zufriedenstellende Ergebnisse für unsere Mandanten erzielen können. Wir vertreten seit nunmehr 20 Jahren geschädigte Kapitalanleger aus dem gesamten Bundesgebiet und sind ausschließlich auf Verbraucherseite tätig. Unsere Kanzlei organisiert regelmäßig Informationsveranstaltungen zu diversen Kapitalanlagen und klärt Kapitalanleger über ihre Rechte als Verbraucher auf.

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Bei der Finanzierung abgezockt?

Immer mehr Kreditnehmer lassen sich helfen.

Bei der Finanzierung abgezockt?

(NL/6699482915) Kreditbearbeitungsgebühren? Völlig unzulässig! meinen Verbraucherschützer. Völlig legitim und allgemein üblich. behaupten die Banken. Dazwischen steht der Verbraucher auf den Kredit angewiesen, doch unzufrieden mit überhöhten Zusatzkosten und der unsicheren Rechtslage. Ein Kredithilfeverein verspricht jetzt Abhilfe.

Als Abonnent von Stiftung Warentest war Matthias Herrmann eigentlich informiert. Seit Monaten griff die Zeitschrift das Thema immer wieder auf: Kreditbearbeitungsgebühren sind unrechtmäßig. Eine Klagewelle rollt an. Siegeszug der Verbraucheranwälte. Doch als er entschied, sich einen neuen BMW zu leisten, galt seine Aufmerksamkeit anderen Dingen. Würde ihm die BMW Leasing Bank tatsächlich den hohen Kredit über 65.000 Euro gewähren? Ein paar Tage bangten er und seine Frau dann ging es an die Unterzeichnung des Vertrages. Beiläufig wurde er auf den Passus Bearbeitungsgebühr hingewiesen. Nur 2,85 Prozent – nach Aussage des Sachbearbeiters: durchaus human. Bei anderen Geldinstituten und Leasingbanken wäre diese obligatorische Gebühr wesentlich höher. Matthias Herrmann schluckte, unterzeichnete und freute sich auf seinen BMW.

Die Freude wurde allerdings getrübt, als er erneut in einem Magazin über die Unrechtmäßigkeit von Kreditbearbeitungsgebühren las. Es war auch von der Hartnäckigkeit der Banken die Rede, die sich so lange stur stellen würden, bis der Kunde mit dem Anwalt käme. Selbst dann wäre die Aussicht auf Erfolg und Rückzahlung eher selten. Matthias Herrmann beriet sich mit seiner Frau. Lass mal, meinte diese wenn die auch so stur sind, bleiben wir noch auf den Anwaltskosten sitzen. Und am Ende kündigen sie uns sogar den Kredit… Er ließ es. Aber das Thema beschäftigte ihn weiter, bis er von einem Kredithilfeverein hörte. Er recherchierte sofort im Internet und plötzlich ging alles ganz schnell: Antragsformular ausfüllen, Mitgliedschaft erlangen und Vollmacht erteilen. Den Rest erledigte der Verein. Wenige Wochen später hatte er satte 928,00 Euro und damit 50 Prozent der Bearbeitungsgebühr wieder zurück auf seinem Konto.

Dieser Fall ist nur einer von vielen. Und absolut typisch für das Verhalten der Banken und die Unwissenheit der Kunden. Auch die Banken wissen, dass Kreditbearbeitungsgebühren unzulässig sind, erklärt Guido Lennè, Fachanwalt für Bankrecht. Man versucht nun, die Rechtsprechung aufzuhalten, zu blockieren, zu verzögern, um möglichst wenigen Kunden ihr Geld zurückgeben zu müssen. Die Hinhalte-Taktik folge einem einfachen Prinzip: Erst nachgeben, wenn die Klage droht! Dann eine Teilzahlung anbieten, damit der Kunde nicht vor Gericht geht. Kommt die Klage trotzdem, dann nimmt man die Niederlage für diesen Einzelfall hin und zahlt.

Laut Umfrage der Verbraucherzentrale lag die Quote für freiwillige Rückzahlungen im Frühjahr 2013 bei gerade einmal fünf Prozent, inklusive Teil-Rückzahlungen. Oft muss erst das Landgericht oder auch das Oberlandesgericht bemüht werden, bis die Banken einlenken und der Grund für das Nachgeben liegt auf der Hand: Sie möchten um jeden Preis vermeiden, dass die Klage bis zum Bundesgerichtshof (BGH) geht. Seit 2010 haben bereits acht Oberlandesgerichte mit eindeutigem Tenor entschieden: Die Prüfung der Kreditwürdigkeit nimmt die Bank im eigenen Interesse vor und darf für diese Leistung daher auch keine zusätzlichen Entgelte verlangen. Laut einer Untersuchung des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen verweigert immer noch jedes dritte Geldinstitut die Rückzahlung mit der Begründung: Die oberlandesgerichtliche Rechtssprechung sei nicht maßgeblich, da es noch kein höchstrichterliches BGH-Urteil dazu gäbe. Nun bilden sich immer mehr Klagezusammenschlüsse, um baldmöglichst einen Präzedenzfall auf Ebene des BGH zu erreichen. Dann wird es eng für die Banken. Laut Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg stehen mindestens 1,5 Milliarden Euro an, die dann im Falle eines verbraucherfreundlichen BGH-Urteils von allen Banken zurückbezahlt werden müssten.

Doch was macht Otto Normalverbraucher, wenn er weder das Geld noch die Nerven hat, solch ein Grundsatzurteil abzuwarten? Wie verhält er sich, wenn sein Geldinstitut außerdem mit der Verjährungsfrist pokert und versucht, die Angelegenheit bis zu den erforderlichen drei Jahren nach Vertragsabschluss auszusitzen? Bewahren Sie Ruhe. Wir holen die unrechtmäßigen Bearbeitungsgebühren für Sie zurück! verspricht jetzt der Kredithilfeverein e. V. aus München. Er arbeitet nach einem einfachen und deshalb erfolgreichen Prinzip: Der Kreditvertrag wird kostenfrei geprüft. Bestehen gute Aussichten, die Kreditbearbeitungsgebühren zurück zu erhalten, kann der Kreditnehmer gegen eine geringe Aufnahmegebühr Vereinsmitglied werden. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt dann ein Netzwerk von Spezialisten die Verhandlungen. Die ungerechtfertigten Bankgebühren werden rückgefordert. Falls erforderlich, wird Klage eingereicht. Anwalts- und Gerichtskosten werden in voller Höhe vom Verein übernommen. Das Mitglied trägt keinerlei finanzielles Risiko und erhält bei Erfolg 50 Prozent der Rückerstattung. Die anderen 50 Prozent fließen als Erfolgshonorar an externe Dienstleister.
In diesem Jahr konnte der Kredithilfeverein e.V. bereits vielen hundert Menschen zu ihrem Recht und Geld verhelfen. Die zahlreiche Fallbeispiele und weitere Informationen dazu finden Sie unter: www.kredithilfeverein.de

*Der Abdruck ist frei. Wir bitten um ein Belegexemplar.

Kurzportrait

Der Kredithilfeverein e.V. wurde ins Leben gerufen, um als Anlaufstelle für geschädigte Kreditnehmer agieren zu können. Die Aufgabe des Vereins besteht in der kostenfreien Überprüfung der Verträge. Dank einer starken Solidargemeinschaft werden Anwalts- und Gerichtskosten für alle Kreditnehmer übernommen und bessere Konditionen bei externen Dienstleistern erzielt.

Hinter dem Verein steht ein Team aus Bank- und Finanzfachwirten, das große Erfahrung in der Durchsetzung von Verbraucherrechten vorweisen kann. Die kompetente Zusammenarbeit von Spezialisten im Bereich des bankenrechtlichen Verbraucherschutzes macht den Erfolg des Vereines aus. Gemeinsam ermitteln und archivieren sie bedeutsame Urteile und unterstützen Verbraucher durch zielführende Leistungen, ihr Recht und ihr Geld (zurück) zu bekommen.

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