Tag Archives: Verbraucherinformation

Immobilien

Immobilienbetrug im Internet: Erkennen und verhindern – Verbraucherinformation des D.A.S. Leistungsservice

Wie sich Wohnungssuchende vor Betrug im Internet schützen können

Immobilienbetrug im Internet: Erkennen und verhindern - Verbraucherinformation des D.A.S. Leistungsservice

Bei der Wohungssuche im Internet wird eine Traumwohnung schnell zum Luftschloss.
Quelle: ERGO Group

Bezahlbarer Wohnraum: Ein knappes Gut in deutschen Großstädten. Wo Massenbesichtigungen und steigende Mieten an der Tagesordnung sind, erscheint Wohnungssuchenden ein günstiges Angebot auf einer Internetplattform wie ein Sechser im Lotto. Aber Vorsicht: So manches Schnäppchen stellt sich als Betrug heraus. Worauf Wohnungssuchende achten sollten, um nicht auf betrügerische Angebote hereinzufallen, und was im Schadensfall zu tun ist, weiß Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice).

Kritischer Blick auf die Anzeige

Laut einer Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2018 fehlen in den 77 deutschen Großstädten etwa 1,9 Millionen bezahlbare Wohnungen. Da klingen Angebote wie „Dreizimmerwohnung Altbau, renoviert, Balkon, beste Lage, 1.000 Euro warm“ sehr verlockend. Aber: „Trotz der angespannten Lage auf dem Wohnungsmarkt sollten Wohnungssuchende alle Inserate mit einer gesunden Portion Skepsis prüfen“, rät Michaela Rassat. Denn: Es kommt immer häufiger vor, dass angebliche Vermieter vor Mietvertragsabschluss und ohne Besichtigung Zahlungen verlangen – für eine Wohnung, die es gar nicht gibt, oder die ihnen nicht gehört. Als erste Orientierungshilfe kann der aktuelle Mietspiegel dienen. Diesen finden Interessenten meist auf der Internetseite ihrer Gemeinde. „Liegt die Miete des Angebots weit unter dem dort angegebenen Durchschnitt, sollten Suchende stutzig werden – auch wenn das Angebot mit Hochglanzbildern der Wohnung versehen ist“, warnt die D.A.S. Expertin. Weitere Hinweise auf eine gefälschte Anzeige können fehlende Angaben beispielsweise zur Kaltmiete, zum Energieausweis sowie einem konkreten Ansprechpartner sein. Oftmals gibt es auch die Adresse der angeblichen Wohnung nicht. Die Expertin rät daher, die Straße über eine Suchmaschine zu checken und gegebenenfalls auch die Fotos per Bildersuche zu prüfen. Sind die gleichen Fotos noch in anderen Wohnungsanzeigen zu finden, ist das ein Indiz für Betrug. Mit Außenaufnahmen lässt sich auch der Standort des Hauses überprüfen.

So läuft der Betrug ab

Wirkt die Anzeige auf den ersten Blick seriös, existiert die angegebene Adresse und scheinen auch die Bilder die Wohnung wiederzugeben, steht einer Kontaktaufnahme mit dem Vermieter zunächst nichts mehr entgegen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Im Fall von Betrug ist ein Kontakt meist nur per E-Mail möglich. Die Ansprechpartner kommunizieren in gebrochenem Deutsch oder auf Englisch. Sie geben vor, aus dem Ausland zu sein und dort beispielsweise als Arzt oder Jurist zu arbeiten. Häufig runden sie ihr Bild der Seriosität wegen mit einem Doktortitel ab. „Dazu erzählen sie dem Suchenden eine plausible und oft emotionsgeladene Geschichte, warum sie selbst nicht vor Ort sein können und die Wohnung dringend vermieten möchten. Dann kommt es schnell zur Aufforderung, Geld zu überweisen“, erklärt Rassat. So macht der angebliche Vermieter beispielsweise die Zahlung der ersten Mieten oder einer Kaution für die Zusendung des Schlüssels zur Vorbedingung, um die Wohnung zu erhalten. Gerne nutzen die Betrüger dazu Konten im Ausland oder sogenannte Transferdienste, die es ermöglichen, schnell und ohne Girokonto Geld an eine Person im Ausland zu übertragen. Daher die Empfehlung: Name und E-Mail-Adresse unbedingt recherchieren! Auf Websites wie wohnungsbetrug.blogspot.com finden Wohnungssuchende zudem Warnungen und Erfahrungsberichte von Betroffenen. Grundsätzlich sollten Interessenten nie eine Zahlung leisten, bevor sie die Wohnung besichtigt und den Mietvertrag unterschrieben haben. Eine weitere Masche: Betrüger mieten sich eine Ferienwohnung, machen davon Fotos und inserieren die Wohnung in einem Immobilienportal. So können sie sogar Besichtigungen durchführen und Mietverträge unterschreiben, obwohl die Wohnung ihnen gar nicht gehört. Die angeblichen Vermieter kassieren dann von mehreren Mietinteressenten die Kaution, bevor sie sich davonmachen. Hier hilft es nur, sich vor der Vertragsunterzeichnung den Personalausweis zeigen zu lassen. Die D.A.S. Expertin rät, bereits beim kleinsten Verdacht umgehend das Immobilienportal zu kontaktieren. Die meisten Portale prüfen dann die Anzeige und löschen gegebenenfalls das Inserat. So sind auch andere Wohnungssuchende vor den betrügerischen Machenschaften sicher.

Was tun im Schadensfall?

Hat der Betroffene bereits Geld überwiesen, heißt es, schnell sein. „Wer bemerkt, dass er Betrügern zum Opfer gefallen ist, sollte umgehend seine Bank informieren, um die Zahlung rückgängig zu machen. Das geht allerdings nur, wenn das Geld nicht bereits dem anderen Konto gutgeschrieben ist“, so Michaela Rassat. Ist die Zahlung per Lastschrift erfolgt, ist innerhalb von acht Wochen vom Moment der Abbuchung an eine Rückbuchung möglich. Da es sich bei Immobilienbetrug um eine Straftat handelt, empfiehlt die Expertin, zusätzlich Strafanzeige bei der Polizei zu erstatten. Denn das kann helfen, den Täter zu fassen.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 4.957

Weitere Ratgeberthemen finden Sie unter www.ergo.com/ratgeber. Weitere Informationen zur Rechtsschutzversicherung finden Sie unter www.das.de/rechtsportal. Sie finden dort täglich aktuelle Rechtsinfos zur freien Nutzung.

Folgen Sie der D.A.S. auf Facebook und YouTube.

Das bereitgestellte Bildmaterial darf mit Quellenangabe (Quelle: ERGO Group) zur Berichterstattung über die Unternehmen und Marken der ERGO Group AG sowie im Zusammenhang mit unseren Ratgebertexten honorar- und lizenzfrei verwendet werden.

Bei Veröffentlichung freuen wir uns über Ihr kurzes Signal oder einen Beleg – vielen Dank!

Über den D.A.S. Rechtsschutz
Seit 1928 steht die Marke D.A.S. für Kompetenz und Leistungsstärke im Rechtsschutz. Mit dem D.A.S. Rechtsschutz bieten wir mit vielfältigen Produktvarianten und Dienstleistungen weit mehr als nur Kostenerstattung. Er ist ein Angebot der ERGO Versicherung AG, die mit Beitragseinnahmen von 3,3 Mrd. Euro im Jahr 2016 zu den führenden Schaden-/Unfallversicherern am deutschen Markt zählt. Die Gesellschaft bietet ein umfangreiches Portfolio für den privaten, gewerblichen und industriellen Bedarf an und verfügt über mehr als 160 Jahre Erfahrung. Sie gehört zu ERGO und damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger. Mehr unter www.das.de

Firmenkontakt
D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH
Dr. Claudia Wagner
ERGO-Platz 2
40477 Düsseldorf
0211 477-2980
claudia.wagner@ergo.de
http://www.ergo.com

Pressekontakt
HARTZKOM Strategische Markenkommunikation
Julia Bergmann
Hansastraße 17
80686 München
089 99846116
das@hartzkom.de
http://www.hartzkom.de

Allgemein

Trennungsjahr in den gemeinsamen vier Wänden – Verbraucherinformation des D.A.S.

Was bedeutet die Trennung von „Tisch und Bett“ im Alltag?

Trennungsjahr in den gemeinsamen vier Wänden -  Verbraucherinformation des D.A.S.

Partner müssen ein Jahr in Trennung leben, bevor sie sich scheiden lassen können.
Quelle: ERGO Group

Geht eine Ehe in die Brüche, würden die meisten Partner am liebsten gleich die Scheidung durchziehen. Doch davor liegt das Trennungsjahr – so will es der Gesetzgeber. Getrenntes Wohnen ist aber in Zeiten von Wohnungsmangel und hohen Mieten nicht immer möglich. Was Ehepaare beachten sollten, die das Trennungsjahr in einem Haushalt verbringen, weiß Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice).

Trennungsjahr als Voraussetzung für Scheidungsantrag

„Bis dass der Tod Euch scheidet“ – so lange sollte eigentlich eine Ehe halten. Die Realität sieht anders aus: 2017 trennte sich mehr als ein Drittel der verheirateten deutschen Paare. Eine Scheidung können sie aber erst einreichen, wenn ihre Verbindung auch in den Augen des Gesetzgebers als gescheitert gilt. Voraussetzung dafür ist, dass die Lebensgemeinschaft nicht mehr besteht und auch nicht mehr zu kitten ist. Für den Gesetzgeber ist dies erst der Fall, wenn die Partner ein Jahr getrennt leben (§ 1565 Abs.2, § 1566 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)). „Ausnahmen davon gibt es, wenn das Trennungsjahr eine „unzumutbare Härte“ darstellen würde“, ergänzt die D.A.S. Expertin. Wichtig: Das Trennungsjahr ist immer wörtlich zu verstehen. Auch wenn die Ehe nur ein halbes Jahr gehalten hat: Die Partner müssen ein ganzes Jahr in Trennung leben, bevor sie sich scheiden lassen können. Ein Versöhnungsversuch, der nicht länger als drei Monate dauert, beeinflusst das Trennungsjahr nicht.

Getrennte Wohnungen

Am einfachsten ist eine Trennung natürlich mit dauerhaft getrennten Wohnungen oder Häusern. Ein vorübergehender Umzug in ein Hotel oder zu Freunden zählt nicht dazu. „Diese Umstände spielen vor allem dann eine Rolle, wenn ein Partner die Scheidung verweigert, indem er behauptet, nicht getrennt zu leben“, erläutert Michaela Rassat. Auch spielt das Trennungsdatum im Scheidungsverfahren eine wichtige Rolle, etwa bei der Berechnung des Zugewinnausgleichs. Zieht einer der beiden aus, ist die Trennung räumlich eindeutig. Wichtig zu wissen: Derjenige, der aus der gemeinsamen Wohnung auszieht, kann innerhalb von sechs Monaten wieder zurückziehen. Der andere Partner kann dies nicht verhindern. Nach den sechs Monaten ist ein Rückzug jedoch ausgeschlossen. Diese Regel gilt unabhängig davon, wer Eigentümer der Wohnung ist. Um Eigentumsfragen geht es erst im Scheidungsverfahren.

Getrennt leben – gemeinsam wohnen

Wohnen die Partner weiterhin zusammen, beispielsweise wegen gemeinsamer Kinder oder des angespannten Wohnungsmarktes und der nicht finanzierbaren zusätzlichen Miete, müssen sie ihr Leben eigenständig gestalten und strikt getrennt leben. Das ist die sogenannte „Trennung von Tisch und Bett“. Sie ist in § 1567 BGB geregelt. Was diese Regelung im Alltag bedeutet, fasst Rassat zusammen: „Getrennte Schlafzimmer und kein gemeinsames Alltagsleben mehr. Einkaufen, Wäsche waschen, Aufräumen, Putzen – jeder Partner macht dies für sich selbst. Konkret: Wenn der eine seine getragenen Socken oder das T-Shirt achtlos auf den Boden pfeffert, muss der andere sie liegen lassen, auch wenn ihn das stört.“ Andererseits können beide die Gemeinschaftsräume wie Küche und Bad, die in den meisten Wohnungen nur einmal vorhanden sind, nutzen. Zwar dürfen beide durchaus freundlich miteinander umgehen oder sich im Einzelfall auch mal helfen. Regelmäßige „Dienstleistungen“ wie Wäschewaschen für den anderen dürfen jedoch genauso wenig stattfinden, wie gemeinsame Freizeitaktivitäten. Leben im gemeinsamen Haushalt Kinder, dann kann die Trennung von Tisch und Bett etwas aufweichen: Gemeinsame Mahlzeiten am Küchentisch und eine abwechselnde Betreuung sind zum Wohl der Kinder erlaubt. Das heißt aber nicht, dass das Familienleben weiter gehen kann wie bisher. Einkäufe vom gemeinsamen Familienkonto beispielsweise oder regelmäßige gemeinsame Familienausflüge sind tabu.

Getrennte Konten

Wichtig bei einer gemeinsamen Wohnung während des Trennungsjahres ist die Trennung der Finanzen. Das heißt: Beide Partner sollten über ein eigenes Konto verfügen. An allen laufenden Zahlungen, beispielsweise Miete oder Kindergartengebühr, müssen sich beide beteiligen. Für einen Nachweis dieser getrennten Zahlungen ist es hilfreich, die Beträge zu überweisen und dabei auch den Zweck anzugeben. „Hat ein Ehepartner kein ausreichendes Einkommen, um seinen Anteil zu zahlen, kann er Anspruch auf Trennungsunterhalt haben“, ergänzt Rassat.

Aufteilung des Hausrats
Da beide Ehepartner die Gemeinschaftsräume wie Küche und Bad und deren Einrichtung nutzen können, braucht nicht auf einmal jeder eine eigene Kaffee- oder Waschmaschine. Es ist nur wichtig, dass nicht einer für den anderen regelmäßig Wäsche wäscht oder Kaffee kocht. Hier kommt es hauptsächlich darauf an, wie der Alltag organisiert ist. Zur Aufteilung des Hausrats kommt es in der Regel erst, wenn ein Ehepartner aus der gemeinsamen Wohnung auszieht. Wie diese Aufteilung aussieht, regelt § 1361a BGB. Eine gütliche Einigung ist empfehlenswert. Nimmt nämlich ein Familiengericht die Aufteilung vor, entstehen zusätzliche Kosten. Wichtig: Die Eigentumsfragen kommen erst im Rahmen der Scheidung auf den Tisch. Während der Trennung geht es nur darum, wer welche Haushaltsgegenstände nutzen darf.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 5.229

Weitere Ratgeberthemen finden Sie unter www.ergo.com/ratgeber Weitere Informationen zur Rechtsschutzversicherung finden Sie unter www.das.de/rechtsportal Sie finden dort täglich aktuelle Rechtsinfos zur freien Nutzung.

Folgen Sie der D.A.S. auf Facebook und YouTube.

Das bereitgestellte Bildmaterial darf mit Quellenangabe (Quelle: ERGO Group) zur Berichterstattung über die Unternehmen und Marken der ERGO Group AG sowie im Zusammenhang mit unseren Ratgebertexten honorar- und lizenzfrei verwendet werden.

Bei Veröffentlichung freuen wir uns über Ihr kurzes Signal oder einen Beleg – vielen Dank!

Über den D.A.S. Rechtsschutz
Seit 1928 steht die Marke D.A.S. für Kompetenz und Leistungsstärke im Rechtsschutz. Mit dem D.A.S. Rechtsschutz bieten wir mit vielfältigen Produktvarianten und Dienstleistungen weit mehr als nur Kostenerstattung. Er ist ein Angebot der ERGO Versicherung AG, die mit Beitragseinnahmen von 3,3 Mrd. Euro im Jahr 2016 zu den führenden Schaden-/Unfallversicherern am deutschen Markt zählt. Die Gesellschaft bietet ein umfangreiches Portfolio für den privaten, gewerblichen und industriellen Bedarf an und verfügt über mehr als 160 Jahre Erfahrung. Sie gehört zu ERGO und damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger. Mehr unter www.das.de

Firmenkontakt
D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH
Dr. Claudia Wagner
ERGO-Platz 2
40477 Düsseldorf
0211 477-2980
claudia.wagner@ergo.de
http://www.ergo.com

Pressekontakt
HARTZKOM Strategische Markenkommunikation
Julia Bergmann
Hansastraße 17
80686 München
089 99846116
das@hartzkom.de
http://www.hartzkom.de

Allgemein

Selfies vor Kunstwerken: Ist das erlaubt? – Verbraucherinformation des D.A.S. Leistungsservice

Die Mona Lisa und ich

Selfies vor Kunstwerken: Ist das erlaubt? - Verbraucherinformation des D.A.S. Leistungsservice

Bilder oder Skulpturen sind oft beliebte Fotomotive.
Quelle. ERGO Group

Selfies im Museum liegen im Trend: Immer mehr Menschen fotografieren sich mit einem Kunstwerk im Hintergrund – möglichst so, dass sie wie ein Teil des Werks wirken. Die Motive verbreiten sie dann via soziale Medien und Messenger. Aber ist das rechtlich überhaupt erlaubt? Und wie sieht es mit Kunstwerken in einem Park oder auf einem öffentlichen Platz aus? Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice), fasst die rechtlichen Grundlagen für das Fotografieren von Kunstwerken zusammen.

Urheberrecht

Zunächst ist das gesetzliche Urheberrecht zu beachten. Das Gesetz erlaubt Selfies vor Ausstellungsstücken, solange die Aufnahmen ausschließlich privaten Zwecken dienen. Die Besucher können die Fotos dann bei sich in der Wohnung aufhängen oder Freunden auf dem Handy zeigen. Sobald sie das Selfie allerdings in den sozialen Netzwerken hochladen, müssen sie den Künstler oder dessen Erben um Erlaubnis fragen. „Denn das Posten im Internet ist keine private Angelegenheit, sondern entspricht juristisch gesehen einer Veröffentlichung“, so Michaela Rassat. Ist der Künstler allerdings schon vor 70 Jahren gestorben, ist das Urheberrecht erloschen.

Erst um Erlaubnis fragen

Aber nicht nur das Urheberrecht ist relevant. Auch das Hausrecht ist zu beachten. Das heißt: Selbst bei einer Ausstellung eines längst verstorbenen Künstlers sollten Besucher beim Veranstalter nachfragen, ob sie das Handy oder die Kamera zücken dürfen. Denn Museen und Galerien dürfen in ihren Räumen selbst entscheiden, ob sie Foto- und Videoaufnahmen zulassen oder nicht. „Meist ist es ohne Selfie-Stick, Stativ oder Blitz erlaubt“, erläutert die D.A.S. Expertin. Der Grund: Stativ und Selfie-Stick sind sperrige Gegenstände. Im Gedränge vieler Besucher besteht die Gefahr, dass sie ein Kunstwerk beschädigen. Da ältere Blitzlichtgeräte eine Gefahr für lichtempfindliche Kunstwerke darstellen können, sind diese meist ebenfalls verboten. Ein Grund für Fotoverbote kann allerdings auch sein, dass der Leihgeber eines Kunstwerkes oder einer ganzen Ausstellung dies zur Bedingung gemacht hat. Übrigens: In Los Angeles, USA, gibt es in diesem Jahr als zeitlich begrenztes Projekt sogar ein „Museum of Selfies“. Es liefert eine Übersicht über die Entwicklung der Selbstportraits. Selfies sind dort ausdrücklich erwünscht!

Kunstwerke unter freiem Himmel: Panoramafreiheit beachten!

Kunstwerke stehen nicht nur in Museen sondern auch unter freiem Himmel – beispielsweise das Brandenburger Tor. Hier Fotos zu machen, ist kein Problem. Denn: „In Deutschland gilt die sogenannte Panoramafreiheit“, sagt die Expertin der D.A.S. „Sie erlaubt es jedem, von öffentlichen Straßen aus Fotos von Gebäuden und Denkmälern zu schießen und diese ohne Zustimmung des Urhebers zu veröffentlichen – auch im Internet.“ Dies gilt zumindest für Außenaufnahmen von öffentlichen Flächen aus. Hilfsmittel wie Drohnen oder Leitern sind allerdings verboten. Auch mit dem Selfie-Stick über eine Hecke zu fotografieren, ist nicht zulässig. In anderen europäischen Ländern ist die Panoramafreiheit sehr oft abweichend geregelt oder – wie etwa in Italien – nicht vorhanden. Hier ist jede Veröffentlichung, also auch das Hochladen des Bildes in einem sozialen Netzwerk, unzulässig. Inwieweit in den einzelnen Ländern tatsächlich mit Abmahnungen zu rechnen ist, lässt sich schwer sagen. Immerhin gab es auch in Deutschland schon harte gerichtliche Auseinandersetzungen um Fotos eines österreichischen Hundertwasser-Hauses. Im Zweifelsfall sollten sich Urlauber vorher über die Rechtslage im jeweiligen Land informieren oder Fotos nur privat nutzen.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 3.619

Weitere Ratgeberthemen finden Sie unter www.ergo.com/ratgeber Weitere Informationen zur Rechtsschutzversicherung finden Sie unter www.das.de/rechtsportal Sie finden dort täglich aktuelle Rechtsinfos zur freien Nutzung.

Folgen Sie der D.A.S. auf Facebook und YouTube.

Das bereitgestellte Bildmaterial darf mit Quellenangabe (Quelle: ERGO Group) zur Berichterstattung über die Unternehmen und Marken der ERGO Group AG sowie im Zusammenhang mit unseren Ratgebertexten honorar- und lizenzfrei verwendet werden.

Bei Veröffentlichung freuen wir uns über Ihr kurzes Signal oder einen Beleg – vielen Dank!

Über den D.A.S. Rechtsschutz
Seit 1928 steht die Marke D.A.S. für Kompetenz und Leistungsstärke im Rechtsschutz. Mit dem D.A.S. Rechtsschutz bieten wir mit vielfältigen Produktvarianten und Dienstleistungen weit mehr als nur Kostenerstattung. Er ist ein Angebot der ERGO Versicherung AG, die mit Beitragseinnahmen von 3,3 Mrd. Euro im Jahr 2016 zu den führenden Schaden-/Unfallversicherern am deutschen Markt zählt. Die Gesellschaft bietet ein umfangreiches Portfolio für den privaten, gewerblichen und industriellen Bedarf an und verfügt über mehr als 160 Jahre Erfahrung. Sie gehört zu ERGO und damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger. Mehr unter www.das.de

Firmenkontakt
D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH
Dr. Claudia Wagner
ERGO-Platz 2
40477 Düsseldorf
0211 477-2980
claudia.wagner@ergo.de
http://www.ergo.com

Pressekontakt
HARTZKOM Strategische Markenkommunikation
Julia Bergmann
Hansastraße 17
80686 München
089 99846116
das@hartzkom.de
http://www.hartzkom.de

Allgemein

„Das andere Rechts: Urlaub in Ländern mit Linksverkehr“ – Verbraucherinformation der ERGO Group

Wie Autofahrer auch links auf der sicheren Seite sind

"Das andere Rechts: Urlaub in Ländern mit Linksverkehr" - Verbraucherinformation der ERGO Group

Augen auf im Linksverkehr.
Quelle: ERGO Group

In vielen beliebten Reiseländern wie Australien, England, Thailand und Malta herrscht Linksverkehr. Da kommt bei Autofahrern, die das Rechtsfahren gewohnt sind, schnell Stress auf. Worauf sich Urlauber mit Auto im Linksverkehr einstellen sollten, weiß Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV. Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice), erklärt, was zu beachten ist, wenn es vor Ort zu einem Unfall kommt.

Verkehrsregeln auf links gedreht …

Heute die Küste entlang fahren, morgen die Stadt entdecken: Wer im Urlaub flexibel sein und möglichst viel sehen möchte, erkundet das Reiseland meist mit dem Auto. Doch das bringt in einigen Ländern eine für deutsche Autofahrer ungewohnte Hürde mit sich: Das Linksfahren. Ob im gewählten Reiseland Linksverkehr herrscht, erfahren Urlauber im Reiseführer oder im Internet. Linksverkehr ist vor allem beim Rechtsabbiegen eine Herausforderung, hier landen Urlauber gerne mal auf der von zu Hause gewohnten rechten Straßenseite. Die größte Herausforderung ist womöglich ein Kreisverkehr: Hier müssen Urlauber nämlich links einfahren und sich dann im Uhrzeigersinn fortbewegen. Daher: „Kreuzungen oder Kreiseln sollten sich Urlauber langsam nähern, um sich auf die ungewohnte Richtung konzentrieren zu können“, rät Birgit Dreyer. Auch die Vorfahrt ist anders geregelt: „Rechts vor links“ wird nicht einfach „links vor rechts“, denn oftmals gibt es eine solche Regel gar nicht. Stattdessen regeln Fahrbahnmarkierungen oder Beschilderungen, wer an einer Kreuzung Vorfahrt hat. Eine Ausnahme ist allerdings Australien. „In ´Down Under´ gilt trotz Linksverkehr „rechts vor links““, erklärt Dreyer.

… Autos auf rechts

Wer nicht mit dem eigenen Auto unterwegs ist, kann sich vor Ort einen Mietwagen ausleihen. Das hat im Gegensatz zum eigenen Wagen den Vorteil, dass der Fahrer im Linksverkehr dann auf der „richtigen“ Seite sitzt – nämlich rechts. Dennoch muss der Fahrer umdenken: Das Lenkrad ist auf der rechten Seite, der Schaltknauf auf der linken. Kupplung-, Brems- und Gaspedal befinden sich jedoch an gewohnter Stelle. „Mit einem Automatikmodell können Urlauber mögliche Unsicherheiten beim Schalten mit der linken Hand vermeiden“, empfiehlt die Reiseexpertin. Wer das Urlaubsland mit dem eigenen Auto bereist, hat zwar den Vorteil, dass er sich nicht an ein Linksverkehr-Auto gewöhnen muss. Allerdings ist dadurch beispielsweise bei Überholmanövern die rechte Fahrbahn schwer einsehbar. Hilfreich ist es dann, wenn der Beifahrer den Verkehr mitverfolgt und in unübersichtlichen Situationen Anweisungen gibt. Außerdem sind Scheinwerfer deutscher Fahrzeuge so eingestellt, dass sie die rechte Fahrbahn etwas mehr beleuchten als die linke. Fahren diese Modelle auf der linken Straßenseite, könnten die Lichter den Gegenverkehr blenden. „Wer mit dem eigenen Wagen unterwegs ist, sollte daher die Scheinwerfer umstellen“, weiß Dreyer. Egal ob Mietwagen oder eigenes Auto: „Wer zum ersten Mal im Linksverkehr fährt, sollte sich vorsichtig herantasten“, empfiehlt die Reiseexpertin. Dazu können sich Linksverkehr-Neulinge für die erste Fahrt eine weniger befahrene Straße suchen oder beispielsweise auf einem Parkplatz ein paar Übungsrunden drehen. Sollte dies nicht möglich sein, weil sich etwa die Mietwagenfirma zentral in der Stadt befindet, gilt: Am Vordermann orientieren, dem Verkehr vorsichtig folgen und möglichst erst mal raus aus dem größten Getümmel.

Hilfe bei Unfall im Ausland

In der ungewohnten Verkehrssituation kann es leicht auch mal zu einem Unfall kommen. Es gilt dann wie zu Hause: Ruhe bewahren, Unfallstelle absichern (Warnblinker, Warnweste, Warndreieck) und Verletzten helfen. Zudem sollten Urlauber die Polizei und falls nötig den Rettungsdienst alarmieren. Europaweit gilt die Notrufnummer 112. Aber Achtung: In Australien beispielsweise lautet die Notrufnummer 000, in Thailand 199. Sie gilt dort jedoch hauptsächlich für die Feuerwehr; die Rufnummern für den Rettungsdienst können sich von Ort zu Ort unterscheiden. Eine gute Übersicht über wichtige Notrufnummern verschiedener Reiseziele bietet beispielsweise die Website des Tropeninstituts. Am besten die im Urlaubsland gültige Notrufnummer vor Reiseantritt im Handy speichern. Oder die travel and care App der ERV nutzen, dann sind neben weiteren Reiseinformationen auch alle lokalen Notrufnummern verfügbar. Übrigens: Einige Länder nehmen Notrufe auch in mehreren Sprachen entgegen.

Europäischer und polizeilicher Unfallbericht

Schon bevor die Ordnungshüter eingetroffen sind, sollten die Beteiligten einen Unfall – sofern innerhalb der Europäischen Union geschehen – mithilfe des europäischen Unfallberichts aufnehmen. Erhältlich ist der Bericht zusammen mit einer Übersetzungshilfe zum Beispiel auf der Seite des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft. Tipp: Ein Exemplar mit in den Urlaub nehmen. Mithilfe des Dokuments können die Betroffenen in ihrer jeweiligen Sprache unter anderem Zeitpunkt und Ort des Unfalls, Name beziehungsweise Anschrift des Unfallgegners sowie amtliche Kennzeichen aller in den Unfall verwickelten Fahrzeuge festhalten. „Um auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt sich ein zusätzlicher, von der Polizei ausgestellter Unfallbericht“, so die D.A.S. Expertin Rassat.

Schadensregulierung im Ausland

Bei einem Unfall in einem EU-Land ist die Schadensregulierung einfach: Verursachen Reisende mit dem eigenen Auto einen Blechschaden, sollten sie ihn unverzüglich der eigenen Versicherung melden. Sie informiert dann über den weiteren Ablauf. Wer mit einem Mietwagen einen Unfall hat, sollte umgehend den Vermieter benachrichtigen. Wichtig zu wissen: Der Versicherungsschutz, der meist im Mietwagenvertrag inkludiert ist, setzt in der Regel einen polizeilichen Unfallbericht voraus. „Bei Personenschäden empfiehlt sich der Gang zum Anwalt“, rät Rassat. Zusammen mit dem Juristen können Urlauber dann die Ansprüche des Geschädigten aufarbeiten. Wer mit dem eigenen Wagen im Ausland durch fremde Schuld einen Unfallschaden erleidet, kann unter der Telefonnummer +49 (0) 40 300 330 300 aus dem Ausland oder unter 0800 250 2600 aus Deutschland den Zentralruf deutscher Autoversicherer anrufen. „Dessen Mitarbeiter vermitteln den Kontakt zum zuständigen Schadensregulierungsbeauftragten der jeweiligen Versicherung des Unfallgegners in Deutschland. Er übernimmt anschließend die weitere Abwicklung“, weiß die D.A.S. Expertin. Übrigens: Das Verkehrsportal der D.A.S. gibt wichtige Infos über das richtige Verhalten am Unfallort und während der Schadensabwicklung.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 6.544

Weitere Ratgeberthemen finden Sie unter www.ergo.com/ratgeber Sie finden dort aktuelle Beiträge zur freien Nutzung.

Folgen Sie ERGO auf Facebook und besuchen Sie das Magazin „Wir bei ERGO“.

Das bereitgestellte Bildmaterial darf mit Quellenangabe (Quelle: ERGO Group) zur Berichterstattung über die Unternehmen und Marken der ERGO Group AG sowie im Zusammenhang mit unseren Ratgebertexten honorar- und lizenzfrei verwendet werden.

Bei Veröffentlichung freuen wir uns über Ihr kurzes Signal oder einen Beleg – vielen Dank!

Über die ERGO Group:
ERGO ist eine der großen Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa. Weltweit ist die Gruppe in mehr als 30 Ländern vertreten und konzentriert sich auf die Regionen Europa und Asien. Unter dem Dach der Gruppe steuern drei Einheiten das deutsche und internationale Geschäft sowie das Digital- und Direktgeschäft (ERGO Deutschland, ERGO International und ERGO Digital Ventures). Rund 42.000 Menschen arbeiten als angestellte Mitarbeiter oder als hauptberufliche selbstständige Vermittler für die Gruppe. 2017 nahm ERGO 19 Milliarden Euro an Gesamtbeiträgen ein und erbrachte für ihre Kunden Brutto-Versicherungsleistungen in Höhe von 18 Milliarden Euro. ERGO gehört zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger. Mehr unter www.ergo-group.com

Firmenkontakt
ERGO Versicherung
Dr. Claudia Wagner
Victoriaplatz 2
40477 Düsseldorf
0211 477-2980
claudia.wagner@ergo.de
http://www.ergo.com/verbraucher

Pressekontakt
HARTZKOM GmbH
Julia Bergmann
Hansastraße 17
80686 München
089 998 461-18
ergo@hartzkom.de
http://www.hartzkom.de

Allgemein

„Gut abgesichert im Homeoffice“ – Verbraucherinformation der ERGO Group

Was Arbeitnehmer zu Arbeitsrecht und Unfallschutz wissen sollten

"Gut abgesichert im Homeoffice" - Verbraucherinformation der ERGO Group

Mittlerweile bieten viele Unternehmen Homeoffice für ihre Mitarbeiter an.
Quelle: ERGO Group

Das Homeoffice wird immer beliebter: Laut einer Studie des Digitalverbandes bitkom bietet bereits jedes dritte Unternehmen in Deutschland seinen Mitarbeitern die Möglichkeit, ganz oder zeitweise von zu Hause aus zu arbeiten – Tendenz steigend. Ob es ein Recht auf Homeoffice gibt und was Arbeitnehmer vertraglich regeln sollten, weiß Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice). Manja König, Unfallexpertin von ERGO, erklärt, wie Unfälle am heimischen Schreibtisch abgesichert sind.

Recht auf Heimarbeit?

Kleine Kinder, ein pflegebedürftiger Angehöriger, lange Arbeitswege oder ein Projekt, für das ein paar ungestörte Stunden nötig sind – Gründe für Arbeitszeit zu Hause gibt es viele. „Allerdings haben Arbeitnehmer in Deutschland keinen gesetzlichen Rechtsanspruch auf Zeit im Homeoffice“, betont die D.A.S. Expertin. Denn grundsätzlich bestimmt der Arbeitgeber den Arbeitsort seines Angestellten. Zudem ist bei manchen Tätigkeiten, beispielsweise in der Produktion oder in Jobs mit persönlichem Kundenkontakt, ein Heimarbeitsplatz nicht möglich. Ansonsten gilt: Zuerst einen Blick in den Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder, wenn vorhanden, in die Betriebsvereinbarung werfen. Denn einige Unternehmen haben dort bereits Regelungen zur Arbeit im Homeoffice getroffen. Falls diese Verträge beziehungsweise Vereinbarungen die Heimarbeit unternehmensweit ablehnen, hat der Arbeitnehmer kaum eine Chance, seinen Wunsch dennoch durchzusetzen. Grundsätzlich empfiehlt die Rechtsexpertin das Gespräch mit dem Vorgesetzten. Die Beteiligten sollten gemeinsam klären, ob und in welchem Umfang Heimarbeit möglich wäre. Wichtiger Tipp: Bereits konkrete Vorschläge in das Gespräch mitbringen. Wie würde die Zusammenarbeit mit Kollegen und Vorgesetzten trotz räumlicher Trennung gut laufen? Welche Vorteile würden entstehen?

Vereinbarungen vertraglich regeln

Wer ganz oder teilweise im Homeoffice arbeiten möchte, dem rät Rassat zu klaren schriftlichen Absprachen: „Die Rahmenbedingungen für das Homeoffice sollten Arbeitnehmer und Chef in einer Zusatzvereinbarung zum Arbeitsvertrag festhalten.“ Sie sollte folgende Fragen klären: Welche Arbeits- und Pausenzeiten gelten? Wer trägt die Kosten für die Einrichtung des heimischen Arbeitsplatzes, wie beispielsweise Laptop, Internetzugang, Telefon? An welche Regeln bezüglich Datenschutz und Datensicherheit muss sich der Arbeitnehmer halten? Was ist im Krankheitsfall, etwa bei einer Krankmeldung, zu beachten? Falls der Arbeitnehmer zwischen seinem Zuhause und dem Arbeitsplatz im Büro wechselt – an wie vielen Tagen ist er wo tätig? „In der Regel vereinbaren Unternehmen für ihre Angestellten mit Homeoffice eine Vertrauensarbeitszeit“, ergänzt die D.A.S. Expertin. Das bedeutet: Der Heimarbeiter muss die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit leisten, ohne dass dies der Vorgesetzte kontrolliert. Es ist dabei ratsam, sich an vorab vereinbarte Zeiten zu halten, damit die Kollegen wissen, wann sie den Mitarbeiter im Homeoffice erreichen können. Übrigens: Der Heimarbeitsplatz muss nicht unbedingt ein eigener Raum sein – es sei denn, der Arbeitgeber schreibt dies explizit im Arbeitsvertrag vor. Aber es gelten dieselben arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften wie für das Firmenbüro. Sie regeln beispielsweise die Beleuchtung, die Ansprüche an eine Sitzgelegenheit sowie die technische Ausstattung. Im Gegenlicht auf dem Sofa sitzen mit dem Laptop auf den Knien ist sicherlich keine gute Lösung. Da Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet sind, die Arbeitsschutzvorgaben einzuhalten und zu überprüfen, fügen sie oft eine Klausel in den Arbeitsvertrag ein, der ihnen ein Zugangsrecht zum heimischen Arbeitsplatz ihres Arbeitnehmers gewährt. Mit einer Stippvisite des Chefs ist dann zu rechnen.

Unfallschutz im Homeoffice

Grundsätzlich gilt bei Unfällen im Homeoffice der Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Allerdings erstreckt er sich nur auf die Tätigkeiten, die im sachlichen Zusammenhang mit dem Beschäftigungsverhältnis stehen. Das bedeutet: „Unfälle am heimischen Schreibtisch, die anlässlich der Arbeitsverrichtung passieren, sind versichert. Beispielsweise wenn der Arbeitnehmer über ein Computerkabel stolpert oder ihm ein schwerer Ordner auf den Fuß fällt“, erläutert die Unfallexpertin von ERGO. Auch Dienstreisen oder Wege vom Homeoffice zum Unternehmen sind versichert. Verlässt der Mitarbeiter jedoch den heimischen Arbeitsplatz und betritt seinen privaten Bereich, erlischt der Versicherungsschutz und greift erst wieder beim erneuten Betreten des Arbeitszimmers beziehungsweise -bereichs. „Bei einem Unfall auf dem Weg zur Toilette oder in die Küche besteht also kein gesetzlicher Unfallschutz, da diese Handlungen im Wesentlichen dem privaten Lebensbereich zuzuordnen sind“, erklärt König. Nur wer mit einer zusätzlichen privaten Unfallversicherung vorgesorgt hat, ist in diesen Fällen abgesichert. Denn eine private Versicherung bietet für alle Unfälle des täglichen Lebens einen finanziellen Schutz. Egal, ob sich der Unfall während der beruflichen oder der privaten Tätigkeit ereignet hat.
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 5.090

Weitere Ratgeberthemen finden Sie unter www.ergo.com/ratgeber Sie finden dort aktuelle Beiträge zur freien Nutzung.

Folgen Sie ERGO auf Facebook und besuchen Sie das Magazin „Wir bei ERGO“.

Das bereitgestellte Bildmaterial darf mit Quellenangabe (Quelle: ERGO Group) zur Berichterstattung über die Unternehmen und Marken der ERGO Group AG sowie im Zusammenhang mit unseren Ratgebertexten honorar- und lizenzfrei verwendet werden.

Bei Veröffentlichung freuen wir uns über Ihr kurzes Signal oder einen Beleg – vielen Dank!

Über die ERGO Group
ERGO ist eine der großen Versicherungsgruppen in Deutschland und Europa. Weltweit ist die Gruppe in mehr als 30 Ländern vertreten und konzentriert sich auf die Regionen Europa und Asien. Unter dem Dach der Gruppe steuern drei Einheiten das deutsche und internationale Geschäft sowie das Digital- und Direktgeschäft (ERGO Deutschland, ERGO International und ERGO Digital Ventures). Knapp 44.000 Menschen arbeiten als angestellte Mitarbeiter oder als hauptberufliche selbstständige Vermittler für die Gruppe. 2016 nahm ERGO 17 Mrd. Euro an Beiträgen ein und erbrachte für ihre Kunden Versicherungsleistungen von 16 Mrd. Euro.
ERGO gehört zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger.
Mehr unter www.ergo.com

Firmenkontakt
ERGO Versicherung
Dr. Claudia Wagner
Victoriaplatz 2
40477 Düsseldorf
0211 477-2980
claudia.wagner@ergo.de
http://www.ergo.com/verbraucher

Pressekontakt
HARTZKOM GmbH
Julia Bergmann
Hansastraße 17
80686 München
089 998 461-18
ergo@hartzkom.de
http://www.hartzkom.de

Allgemein

Mobile App von RAL für mehr Transparenz und Verbraucherschutz

Überprüfung der Gültigkeit des Testlogos der Stiftung Warentest in der Werbung

Mobile App von RAL für mehr Transparenz und Verbraucherschutz

Bild: Touchicon „Lizenz Check“
Bildnachweis: RAL

Sankt Augustin, 16. September 2015 – Verbraucher können ab sofort mit Hilfe ihres Smartphones oder Tablets direkt im Handel überprüfen, ob ein Testurteil der Stif-tung Warentest, mit dem ein Hersteller sein Produkt bewirbt, noch gültig ist. Eine entsprechende Applikation hat jetzt RAL eingeführt, was die Transparenz für den Konsumenten vergrößert. Die Web-App kann über die Website www.RAL-Logolizenz.de installiert werden, auf der bisher bereits die Gültigkeit der Lizenzen zur Werbung mit dem Testurteil der Stiftung Warentest online überprüft werden konnte. Mit dem auf dem Start-Bildschirm des Mobilgeräts eingerichteten Touch-Icon ,Lizenz Check“ kann der Nutzer nun schnell und direkt auf den Lizenz-Gültigkeitscheck zugreifen. Unternehmen können darüber hinaus nun auch mobil Lizenzen beantragen und verwalten.

„Damit können Verbraucher oder auch Mitarbeiter von Unternehmen nun jederzeit und über-all, insbesondere auch direkt im Handel am Point of Sale, die Gültigkeit einer Lizenz zur Wer-bung mit der Wort- und Bildmarke der Stiftung Warentest überprüfen“, erläutert Thomas Roßbach, verantwortlich bei der RAL gGmbH für den Bereich LOGO LIZENZ.

Der Gültigkeitscheck erfolgt durch Eingabe der sechsstelligen Lizenznummer, die jedem gül-tigen Testlogo in einem weißen Balken angefügt ist. Neben der Information, ob die Lizenz gültig ist, erhält der Nutzer auch einen Link, mit dem er direkt zu dem von der Stiftung Wa-rentest veröffentlichten Test geleitet wird.

Um zu vermeiden, dass mit alten Tests, deren Prüfkriterien nicht mehr dem aktuellen techni-schen Stand entsprechen, geworben wird, sind die Laufzeiten der Werbelizenzen zeitlich be-fristet. Ergibt die Überprüfung, dass eine Lizenz abgelaufen ist oder ein Produkt gar nicht getestet wurde, kann ein mit dem Smartphone geschossenes Foto über ein Kontaktformular direkt an RAL zur weiteren Prüfung und Ahndung versandt werden.

„Bei der Kennzeichnungsflut in der Werbung fällt es Verbrauchern zunehmend schwer, sich im Markt zu orientieren. Hier bietet das Logo der Stiftung Warentest eine wichtige und glaubwürdige Orientierung. Mit der „Lizenz Check“-App hat nun jeder Verbraucher die Mög-lichkeit, selbst aktiv zu werden und dem Verbraucherschutz zu dienen“, so Thomas Roßbach.

Informationen zur RAL gGmbH

Die RAL gGmbH mit Sitz in Sankt Augustin ist eine gemeinnützige und 100%ige Toch-tergesellschaft von RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V., das seit 1925 RAL Gütezeichen für Produkte und Dienstleistungen anerkennt, die nach hohen, genau festgelegten Qualitätskriterien hergestellt bzw. angeboten werden.

Die RAL gGmbH vereint neben dem Geschäftsbereich LOGO LIZENZ auch RAL FARBEN und RAL UMWELT. Der Geschäftsbereich RAL UMWELT ist seit über 30 Jahren Vergabe-stelle des Umweltzeichens „Blauer Engel“ und seit 1992 die des europäischen Umwelt-zeichens „EU Ecolabel“. RAL FARBEN definiert seit 1927 RAL Farbtöne und benennt sie eindeutig durch Farbnamen und Farbnummern. Der Geschäftsbereich RAL LOGO LI-ZENZ steht allen Unternehmen zur Verfügung, die ihre Marke unabhängig vermarkten lassen sowie deren missbräuchliche Verwendung verhindern wollen.

Weitere Informationen:

www.RAL-Logolizenz.com

www.RAL.de

Kontakt:

RAL gGmbH
RAL LOGO LIZENZ
RA Thomas Roßbach
Siegburger Straße 39
53757 Sankt Augustin
Telefon: 022 41 – 2 55 16 17
E-Mail: thomas.rossbach@ral-ggmbh.de

Die RAL gGmbH mit Sitz in Sankt Augustin ist eine gemeinnützige und 100%ige Toch-tergesellschaft von RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V., das seit 1925 RAL Gütezeichen für Produkte und Dienstleistungen anerkennt, die nach hohen, genau festgelegten Qualitätskriterien hergestellt bzw. angeboten werden.

Die RAL gGmbH vereint neben dem Geschäftsbereich LOGO LIZENZ auch RAL FARBEN und RAL UMWELT. Der Geschäftsbereich RAL UMWELT ist seit über 30 Jahren Vergabe-stelle des Umweltzeichens „Blauer Engel“ und seit 1992 die des europäischen Umwelt-zeichens „EU Ecolabel“. RAL FARBEN definiert seit 1927 RAL Farbtöne und benennt sie eindeutig durch Farbnamen und Farbnummern. Der Geschäftsbereich RAL LOGO LI-ZENZ steht allen Unternehmen zur Verfügung, die ihre Marke unabhängig vermarkten lassen sowie deren missbräuchliche Verwendung verhindern wollen.

Kontakt
RAL gGmbH
Thomas Roßbach
Siegburger Straße 39
53757 St. Augustin
02241/2 55 16 17
thomas.rossbach@ral-ggmbh.de
www.RAL-Logolizenz.com

Allgemein

RAL feiert 90 Jahre RAL Gütezeichen

Zuverlässiger Verbraucherschutz durch überwachte Qualität

RAL feiert 90 Jahre RAL Gütezeichen

Zurzeit gibt es rund 130 Gütegemeinschaften mit mehr als 160 RAL Gütezeichen.
Bildnachweis: RAL

St. Augustin, 23. April 2015 – Verbrauchern fällt es immer schwerer, sich angesichts des ständig wachsenden Angebots für ein Produkt oder eine Dienstleistung zu entscheiden. Bei der Auswahl helfen zuverlässige Kennzeichnungen, die deshalb in der Verbraucherinformation eine wichtige Rolle spielen. Eine der ältesten und traditionsreichsten Kennzeichnungen ist das vom gemeinnützigen und unabhängigen RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung anerkannte RAL Gütezeichen. Diese Kennzeichnung wird in diesen Tagen 90 Jahre alt und dient unverändert dem Verbraucherschutz.

Von Verbraucherschutzorganisationen empfohlen

Die Verbraucher können sich heute bei mehr als 160 Produkt- und Dienstleistungs-gruppen an RAL Gütezeichen orientieren. Die Anerkennung erfolgt seit 1925 nach demselben System der RAL Gütesicherung und nach strikten Kriterien, die ständig der Marktentwicklung und der technischen Entwicklung angepasst werden. Neutralität, Zuverlässigkeit und Aktualität der RAL Gütezeichen sind der Grund, warum sie von Verbraucherorganisationen als Orientierungshilfe empfohlen werden.

Der Unterschied zu anderen Kennzeichnungen

RAL Hauptgeschäftsführer Dr. Wolf D. Karl: „Das System der RAL Gütesicherung, nach dem RAL Gütezeichen geschaffen, von den Gütegemeinschaften verliehen und überwacht werden, ist einzigartig und unterscheidet RAL Gütezeichen seit 90 Jahren von allen anderen Kennzeichnungen. RAL Gütezeichen stehen seit 1925 für überwachte Qualität und Verbraucherschutz. Verbraucher können sich auf sie verlassen.“

Neutral und objektiv

Unternehmen, die das RAL Gütezeichen benutzen, verpflichten sich freiwillig zur Einhaltung von hohen Qualitätskriterien, die alle wichtigen Eigenschaften der Ware oder Leistung umfassen. Das reicht von der Wirtschaftlichkeit bis hin zu Sicherheit und Umweltverträglichkeit. Die Kriterien entwickelt RAL unter Einbindung unabhängiger Institutionen wie Verbraucher- und Wirtschaftsverbände, Ministerien und Prüfeinrichtungen. Damit stellt RAL die Neutralität und Objektivität der RAL Gütezeichen sicher und schließt die Beeinflussung durch einzelne Anbieter aus.

Zuverlässigkeit durch kontinuierliche Überwachung

Neutrale Prüfer und die Unternehmen selbst überwachen regelmäßig die Einhaltung der Qualitätskriterien. Das macht diese Kennzeichnungen besonders zuverlässig. Verbraucher können die Kriterien für die Verleihung – die Güte- und Prüfbestimmungen – jederzeit einsehen, denn sie sind öffentlich zugänglich. Damit kann jeder Verbraucher nachvollziehen, welche Qualitätsanforderungen eine mit dem RAL Gütezeichen ausgezeichnete Ware oder Dienstleistung erfüllen muss.

Neues Informationsangebot

RAL bringt ein neues digitales Informationsangebot auf den Weg: Das RAL Gütezeichen Magazin. Es greift aktuelle Themen und Wissenswertes rund um Produkte und Dienstleistungen mit RAL Gütezeichen auf und gibt eine Vielzahl an praktischen Tipps. „Machen Sie Ihren Garten fit“ ist das Thema der ersten Ausgabe, die in dieser Woche erscheint. Anmeldemöglichkeit über www.ral-guetezeichen.de.

Informationen zur RAL Gütesicherung

Für die Anerkennung von RAL Gütezeichen ist seit 1925 RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung im Produkt- und Dienstleistungsbereich zuständig. Die zuverlässige Einhaltung des hohen Qualitätsanspruchs wird durch ein dichtes Netz stetiger Eigen- und Fremdüberwachung gesichert, dem sich die Hersteller und Anbieter freiwillig unterwerfen. Als objektive und interessensneutrale Kennzeichnung werden RAL Gütezeichen den wachsenden Ansprüchen der Verbraucher gerecht und stehen für deren Schutz. Zurzeit gibt es rund 130 Gütegemeinschaften mit mehr als 160 RAL Gütezeichen.

Firmenkontakt
RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V.
Doris Grundmeyer
Siegburger Straße 39
53757 Sankt Augustin
02241/16 05 21
RAL-Institut@RAL.de
http://www.ral-guetezeichen.de

Pressekontakt
Kohl PR & Partner
Annegret Winzer
Leipziger Platz 11
10117 Berlin
030/22 66 79-24
a.winzer@kohl-pr.de
http://www.kohl-pr.de

Allgemein

Erkältet ins Büro?

Was kranke Mitarbeiter beachten sollten

Erkältet ins Büro?

Mit Grippe ins Büro oder besser ins Bett?

Das Wetter wird kalt – die Nase läuft. Husten, Halsweh und Schnupfen sind in den kalten Monaten für viele altbekannte Begleiter. Doch ab wann ist eine Erkältung ein Grund, lieber zu Hause zu bleiben als ins Büro zu gehen? Wie schnell muss die Krankschreibung auf dem Schreibtisch vom Chef liegen? Und was ist, wenn Angestellte sich früher fit fühlen als die Krankmeldung vor-schreibt? Die wichtigsten Regelungen zum Thema Krankenstand kennt die D.A.S. Rechtsschutzversicherung.

Ab wann krankmelden?
Wie wird die anfallende Arbeit neu verteilt, wer übernimmt die Aufgaben? Damit der Chef auch ohne den kranken Mitarbeiter optimal planen kann, sollte sich dieser so früh wie möglich in der Firma abmelden. Die genaue Uhrzeit, bis wann das zu passieren hat, ist im Entgeltfortzahlungsgesetz (EntFG) zwar nicht geregelt, wohl aber, dass er es „unverzüglich“ tun und zudem ankündigen muss, für wie lange er wohl ausfallen wird. Dies kann er zunächst telefonisch, per E-Mail, SMS oder Fax erledigen. „Das bedeutet: Wer um neun Uhr Arbeits-beginn hat, der sollte sich auch bis spätestens neun Uhr krankgemeldet haben“, erklärt Anne Kronzucker, Juristin der D.A.S. Rechtsschutzversicherung. Anschließend muss der erkrankte Angestellte seinem Arbeitgeber eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Ab dem wievielten Krankheitstag diese beim Chef eintreffen muss, ist von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich geregelt und meist im Arbeitsvertrag oder der Betriebsvereinbarung nachzulesen. Solche vertraglichen Regelungen hat das Bundesarbeitsgericht ausdrücklich für zulässig erklärt (BAG, Az. 5 AZR 112/02). Das Bundesarbeitsgericht hat ebenso bestätigt, dass Firmen bereits ab dem ersten Krankheitstag auf einem Attest bestehen dürfen (BAG, Az. 5 AZR 886/11). Voraussetzung: Es gibt keine anderslautenden Vereinbarungen oder Verträge.
Besteht der Arbeitgeber nicht auf einem frühzeitigen Attest und gibt es auch keine vertraglichen Absprachen, kommt die gesetzliche Grundregel zum Tragen (§ 5 EntFG): Dauert die Erkrankung länger als drei Kalendertage, muss der Arbeitnehmer spätestens am vierten Tag einen ärztlichen Nachweis vorlegen. Das heißt in der Praxis: Meldet sich der Mitarbeiter am Freitag krank, so muss er spätestens am Montag zum Arzt, um sich ein Attest ausstellen zu lassen. Denn die Frist von drei Kalendertagen schließt das Wochenende mit ein. Diese Attestpflicht sollte unbedingt wahrgenommen werden! Denn ein Arbeitnehmer, der dies versäumt, muss mit einer vorübergehenden Einstellung der Entgeltfortzahlung (§ 7 EntFG), einer Abmahnung und im Wiederholungsfall sogar mit einer Kündigung rechnen.

Krankschreibung = Bettpflicht?
Müssen Angestellte mit einer Krankschreibung zu Hause bleiben? „Grundsätzlich bedeutet eine Krankschreibung nicht, dass der Mitarbeiter nur im Bett liegen darf“, erklärt die D.A.S. Juristin. Neben dringenden Besorgungen im Supermarkt oder der Apotheke sind auch solche Aktivitäten erlaubt, die zur Genesung beitragen, bei einer leichten Erkältung beispielsweise ein kleiner Spaziergang.

Noch krankgeschrieben, aber schon wieder fit?
Manchmal tritt die Genesung schneller ein als angenommen, und eigentlich kann und will man schon wieder arbeiten – doch das Attest läuft noch drei Tage? Oft ist es empfehlenswert, sich an diesen Tagen vollständig auszukurieren. Will der Arbeitnehmer jedoch unbedingt wieder arbeiten, steht dem im Normalfall nichts im Wege, so die Rechtsexpertin der D.A.S.: „Entgegen landläufiger Meinungen bedeutet die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung kein Arbeitsverbot. Auch der Versicherungsschutz in der gesetzlichen Kranken- und Unfall-versicherung besteht grundsätzlich weiter.“ Ausnahmen sind jedoch denkbar – etwa wenn der Arbeitnehmer in Wahrheit doch noch beeinträchtigt ist und dadurch einen Unfall erleidet, oder wenn es sich um eine besonders gefährliche Tätigkeit handelt. Zu empfehlen ist im Zweifelsfall eine „Gesundschreibung“ durch den Arzt – und eine Absprache mit dem Arbeit-geber. Diesem sollte die vorzeitige Arbeitsaufnahme angekündigt werden – damit ein möglicher Unfall auf dem ersten Weg zur Arbeit auch als Wegeunfall versichert ist. Der Arbeitgeber selbst hat gegenüber dem Arbeitnehmer eine Fürsorgepflicht. Daher sollte er im Einzelfall prüfen, ob dieser tatsächlich arbeitsfähig ist.
Weitere Informationen bietet das Rechtsportal auf www.das.de/rechtsportal
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 4.408

Wussten Sie, dass…? Die D.A.S. Expertin Anne Kronzucker klärt auf!
Mit Erkältung ins Büro?

– Kranke Arbeitnehmer sollten sich so früh wie möglich in der Firma per Telefon, E-Mail, SMS oder Fax abmelden und ankündigen, für wie lange sie wohl ausfallen werden.

– Anschließend muss der erkrankte Mitarbeiter seinem Arbeitgeber eine ärztliche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen. Ab dem wievielten Krankheitstag diese erforderlich ist – ob am 1. oder 3. Krankheitstag – hängt von den Vorgaben des Betriebes ab. Gibt es keine Vorgaben, muss das Attest am vierten Krankheitstag vorliegen (Wochenende zählt mit).

– Trotz Krankschreibung sind dringende Besorgungen im Supermarkt oder in der Apotheke sowie z.B. ein kleiner Spaziergang zur Genesung erlaubt.

– Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist kein Arbeitsverbot: Wer sich trotz Krank-schreibung wieder fit fühlt, darf – in Absprache mit dem Chef – wieder ins Büro.
Weitere Informationen bietet das Rechtsportal auf www.das.de/rechtsportal
Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 979

Die D.A.S. ist Europas Nr. 1 im Rechtsschutz. Gegründet 1928, ist die D.A.S. heute in beinahe 20 Ländern in Europa und darüber hinaus vertreten. Die Marke D.A.S. steht für die erfolgreiche Einführung der Rechtsschutzversicherung in verschiedenen Märkten. 2012 erzielte die Gesellschaft im In- und Ausland Beitragseinnahmen in Höhe von 1,2 Mrd. Euro. Die D.A.S. ist der Spezialist für Rechtsschutz der ERGO Versicherungsgruppe und gehört damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger. Mehr unter www.das.de

Kontakt
D.A.S. Rechtsschutzversicherung
Anne Kronzucker
Thomas-Dehler-Str. 2
81737 München
089 6275-1613
das@hartzkom.de
http://www.das.de

Pressekontakt:
HARTZKOM
Katja Rheude
Anglerstr. 11
80339 München
089 9984610
das@hartzkom.de
http://www.hartzkom.de

Allgemein

Transparenz im Dienste des Verbrauchers oder Innovationshemmnis?

Verordnung über nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben bringt in jedem Fall viel Veränderung

Transparenz im Dienste des Verbrauchers oder Innovationshemmnis?

Frankfurt am Main, September 2013. – Ist das gesund? Wird das Immunsystem gestärkt? Die Frage nach dem gesundheitlichen Mehrwert eines Lebensmittels wurde bis vor kurzem von den Herstellern vor allem selbst beantwortet und auf der Verpackung ausgewiesen. Stärkt die Darmflora, stärkt Herz- und Kreislauf, senkt das Cholesterin, hieß es zum Beispiel. Als Beweis mussten die Hersteller den Nutzen in einer eigenen Studie nachweisen. Seit 2006 aber besteht die Verordnung für nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben für Lebensmittel. Europaweit soll damit einheitlich die Anforderung bei der Verwendung dieser Angaben geregelt werden. Die Verordnung steht auch im Fokus vieler Aussteller auf der Messe Food Ingredients Europe (Fi Europe), die vom 19. Bis 21. September in Frankfurt am Main stattfindet. Unternehmen im Bereich Lebensmitteinhaltsstoffe und Verpackung arbeiten hier eng zusammen um Lösungen vorzustellen, die der neuen Verordnung gerecht werden und dabei sowohl das Aussehen des Produktes als auch den Inhalt optimieren.

Der Verbraucher soll sich darauf verlassen können, „dass diese Aussagen auch wahr und zutreffend sind und durch wissenschaftliche Daten gestützt werden“ heißt es auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz. „Damit gilt das Prinzip, dass grundsätzlich alle Aussagen bezüglich des Gesundheitsnutzens von Inhaltsstoffen verboten sind, bis auf solche, die ausdrücklich erlaubt wurden“, weiß Peter Loosen Geschäftsführer des BLL, dem Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. Bis Mai 2012 hat es gedauert, diese Liste zu erarbeiten und sie erlaubt insgesamt 222 Aussagen. „Das hat die Branche überrascht“, weiß Loosen. „Wir hatten mit viel mehr gerechnet und vor allem in einer größeren Breite.“ Zugelassen sind nämlich überwiegend nur Aussagen zu Vitaminen und Mineralstoffen. Bereiche wie Ballaststoffe oder funktionelle Zutaten wie Probiotika oder das allgemein als Gelenkschmiere bekannte Glucosamin werden nicht berücksichtigt. „Inzwischen sind weitere sechs Angaben zugelassen, eine siebte ist auf dem Weg und insgesamt sechs Angaben zu Koffein stehen noch in der Diskussion, werden die Listen aber wohl bald ergänzen“, weiß Loosen.

Risiko oder Chance?
Die Verordnung soll aber nicht nur dem Verbraucherschutz dienen. Sie wurde auch ins Leben gerufen, um gleiche Vermarktungsbedingungen in der EU zu schaffen. „Früher konnten etwa bestimmte Angaben in Frankreich, aber nicht in Deutschland verwendet werden – und das ungeachtet der Tatsache, dass die Gesetzeslage dieselbe war“, erklärt Loosen. Ein Produkt europaweit zu vertreiben sei nun viel einfacher. Die Frage wäre, ob es sich für die Unternehmen noch lohnen würde, bestimmte Angaben zur Zulassung zu beantragen. Unter anderem müssen dafür klinische Humanstudien durchgeführt werden, die langwierig und vor allem kostenintensiv sind. Allerdings: Wer dabei eine Erkenntnis hat, die überraschend oder bisher unbekannt war, der hat das Recht, diese fünf Jahre exklusiv zu nutzen.

Ob das ausreicht, bezweifelt der Experte. „Unternehmen haben schon angekündigt, dass es für sie ein Innovationshemmnis ist. Die Hürden sind für viele einfach zu hoch und kostenintensiv“, so Loosen. Entwicklung und Forschung stehen hier in keinem Verhältnis zu einem Gewinn. Da denke der Markt einfach kostenbewusst. Dennoch wird es auf der Fi Europe viele Innovationen und neue Produkte zu sehen geben. Der Branche entwickelt sich stetig weiter und wird auch unter dem Druck der Verordnung den Anforderungen des Marktes gerecht.

Mehr Transparenz für den Verbraucher

Hauptziel der Verordnung ist es, irreführende Werbeaussagen zu verhindern und die Angaben für Lebensmittel für den Verbraucher so transparent wie möglich zu machen. „Lebensmittelhersteller sind heute so transparent wie nie“ sagt Loosen über die Kennzeichnungspflicht. Zutaten, Zusatzstoffe, wie viel von allem, für welchen Zweck und demnächst auch die Pflicht der Nährwerttabelle geben dem Verbraucher Aufschluss über die Inhalte des Produktes. Der Gesetzgeber stellt grundsätzlich sicher, dass Konsumenten alle Lebensmittel auf dem Markt völlig unbedenklich essen können. Durch die Verpflichtung zur Information und Transparenz bleibt dem Verbraucher dann noch die Wahl auszusuchen, welche Inhaltstoffe er bevorzugt. Loosen: „Letztendlich sind die Informationen aber nur ein Seite. Sie müssen auch wahrgenommen und verstanden werden.“ Bei der Stevia-Pflanze zum Beispiel ist der Süßstoff zugelassen, bei den getrockneten Blätter der Pflanze ist immer noch unsicher, ob sie verwendet werden dürfen.“ Wo die Grenzen gezogen werden, ist selbst für Experten manchmal nicht einfach. An dieser Stelle muss es noch mehr Aufklärung darüber geben, was die Angaben bedeuten und der Verbraucher müsse auch aktiv.

Was bringt die Zukunft?
Viele Bereiche der Lebensmittelinhaltstoffe und deren gesundheitsbezogenen Angaben sind noch gar nicht geklärt. So besteht zum Beispiel immer noch eine große Lücke was die Pflanzenstoffe, die sogenannten Botanicals, betrifft. Hier konnte man sich bisher nicht auf eine Liste einigen, denn der Nachweis ist schwierig. Auch Lebensmittel-Rechtsexperte Loosen sieht hier zwei kritische Punkte: „Wenn man sich nicht einigen kann werden im schlimmsten Fall Health Claims für Botanicals komplett verboten. Allgemein glaubt ein Verbraucher aber daran, dass Pflanzenextrakte, eine positive Wirkung haben. Wenn man Dingen aus der Natur das nicht offiziell zusprechen kann, bedeutet das für Konsumenten nur noch mehr Verwirrung.“ Einschränkungsmöglichkeiten und Legitimierungen stehen möglicherweise auch noch in anderen Gebieten auf dem Plan. Die Verordnung für neuartige Lebensmittel soll überarbeitet werden. Etwas Neuartiges aus einem anderen Land mitzubringen und hier zu vertreiben funktioniert schon seit 1997 nur mit großem bürokratischem Aufwand. Zukünftig könnte die Barriere, Lebensmittel, die in der ganzen Welt gegessen oder getrunken werden, auch in der EU zu verkaufen, noch höher werden. „Der Trend geht eindeutig zur weiteren Verschärfung der Gesetzeslage“, zieht Loosen sein Fazit. Dass dies Innovation einbremst ist schon jetzt abzusehen. Ob es langfristig mehr Schutz und Transparenz für den Verbraucher bringt, als dass es verwirrt und verunsichert bleibt abzuwarten. Um mitzudiskutieren oder neue Geschäftspartner kennen zu lernen, die optimale Lösungen haben, die den aktuellen Verordnungen entsprechen, ist die Fi Europe genau der richtige Ort. Hier trifft sich, wer nach Neuheiten sucht, mitreden möchte oder auch den Markt für Lebensmittelinhaltsstoffe mitbestimmen will.

Über Fi ingredients Global – der sichere Weg zum Absatzmarkt seit 1986
Die Food ingredients fand zum ersten Mal in Utrecht (Niederlande) im Jahr 1986 statt. Das Portfolio umfasst Live-Events, Publikationen, umfassende Studiendaten, digitale Lösungen und hochrangige Konferenzen, die mittlerweile weltweit etabliert sind. Sie bieten regionale und globale Plattformen für alle Vertreter der Industrie aus dem Bereich Lebensmittelinhaltsstoffe. Mehr als 500.000 Besucher verzeichneten die Messen in den vergangenen Jahren und es wurden Geschäftsumsätze von mehreren Milliarden Euro kreiert. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung, exzellenten Events, digitalen Lösungen und unterstützenden Produkten liefern wir den direkten Weg zu einem Absatzmarkt mit globalem Publikum.

Mehr Informationen über das Food Ingredients Portfolio finden Sie hier: www.foodingredientsglobal.com/europe

UBM Live verbindet Menschen und bietet Unternehmen die Möglichkeiten über fünf Kontinente hinweg geschäftliche Verbindungen zu knüpfen, Kunden zu treffen, neue Produkte vorzustellen, die eigene Marke zu bewerben und ihren Marktanteil auszubauen. Das wird möglich durch Premiummarken wie Fi, NuW, MD&M, CPhI, IFSEC, TFM&A, Cruise Shipping Miami, die Concrete Show und viele andere. UBM Live Exhibitions, Konferenzen, Award-Programme, Publikationen, Websites, Trainings und Zertifizierungprogramme sind ein wesentlicher Bestandteil der Marketingmaßnahmen von Unternehmen aus mehr als 20 Industriesektoren. UBM Live ist ein Fachbereich der United Business Media (LSE: UBM.L, www.ubm.com), ein führender, globaler Medienanbieter im Bereich Fachmedien mit 6.500 Mitarbeitern in 40 Ländern. Gegründet im Jahr 1918 als United Newspapers Limited ist unser Motto: „We explore, we exceed, you excel.“

Kontakt
UBM Live
Nathalie Miller
de Entree 73, Toren A
1101 AS Amsterdam
+31 (0) 20 40 99 576
nathalie.miller@ubm.com
http://www.fi-europe.eu/PRegister

Pressekontakt:
Dederichs Reinecke & Partner
Kathleen Goy
Schulterblatt 58
20357 Hamburg
040 / 209 198 251
kathleen.goy@dr-p.de
http://www.dr-p.de

Allgemein

Prickelnde Flirts am Strand

Eine Romanze gehört im Urlaub für viele dazu. Echte Partnerschaften entstehen aber selten.

Prickelnde Flirts am Strand

psycheplus – Urlaubsflirt

Cocktails unter Palmen, Sonne, türkisblaues Wasser – kein Wunder, dass sich im Urlaub so leicht Flirtlaune einstellt. Die Stimmung ist entspannt, der Alltag weit weg. Doch wer sich auf eine Ferien-Romanze einlässt, sollte ein paar Spielregeln einhalten. Vor allem gilt es, den Blick für die Realität nicht zu verlieren. Denn die wenigsten Urlaubsflirts überstehen den Abreisetag. Was zu beachten ist, damit die prickelnde Liebelei nicht mit einer herben Enttäuschung endet, weiß der psycheplus Experte und Diplom-Psychologe Benjamin Martens. Und erklärt, woran zu erkennen ist, ob aus dem Flirt nicht doch die große Liebe werden kann.

Klare Verhältnisse schaffen
Intensive Blicke am Strand, ein Glas Wein unterm Sternenhimmel, und schon ist es geschehen. Das Herz schlägt schneller, im Bauch flattern Schmetterlinge. „Flirts im Urlaub haben einen besonderen Reiz“, weiß psycheplus Experte Benjamin Martens. „Die Distanz zum Alltag führt zu einem intensiveren Körpergefühl. Die Leute sind entspannt und unbeschwert. Dadurch fällt es leichter, sich zu verlieben.“ Der Wunsch, im Urlaub etwas zu erleben, macht offen für Abenteuer. Die Hemmungen sinken; strahlende Sonne und knappe Bekleidung tun ihr Übriges. „In so einer lockeren Atmosphäre kann aus einem Flirt schnell mehr werden“, sagt Benjamin Martens. Doch wer sich auf einen One-Night-Stand oder eine Affäre einlässt, darf den Kopf nicht verlieren. Das Risiko sexuell übertragbarer Krankheiten ist im Urlaub nicht geringer als zuhause. Zudem gilt: Wer ein Techtelmechtel beginnt, sollte vorher wissen, was er will. Soll es ein unverbindlicher Flirt sein, empfiehlt es sich, dies auch deutlich zu machen: Falsche Hoffnungen zu wecken, ist dem anderen gegenüber nicht fair. Stellen sich tiefere Gefühle ein, ist es eine gute Idee, offen darüber zu sprechen. Großartig, wenn der Partner ebenso empfindet. Falls nicht, lässt sich eine größere Enttäuschung noch abwenden.

Im Urlaub fallen Unterschiede weniger ins Gewicht
Reisende sollten sich bewusst machen, dass im Urlaub andere Regeln gelten als zuhause. Und die Ferien gehen schnell vorbei. „Die begrenzte Dauer macht Ferienflirts automatisch spannend“, sagt der Psychologe. „Allerdings verändern diese besonderen Umstände auch die Ansprüche: Für die meisten spielt die Frage, ob der Partner auch im Alltag zu ihnen passen würde oder nicht, keine Rolle. Was zählt, ist der Moment.“ Wenn er als Tauchlehrer auf Mallorca arbeitet und sie als Bankkauffrau in Gütersloh, fällt das beim Flirt am Strand vielleicht nicht weiter ins Gewicht. Doch eine Beziehung zwischen Menschen aus so verschiedenen Lebenswelten dürfte kaum Erfolgsaussichten haben. Daher ist der Versuch, die Romanze nach dem Ende der Ferien weiterzuführen, in vielen Fällen zum Scheitern verurteilt, erklärt Benjamin Martens: „Wenn die Urlaubslaune verflogen ist, sehen die Partner einander meist schnell in einem ganz anderen Licht. Und stellen ernüchtert fest, wie wenig sie gemeinsam haben. „Daher warnt der psycheplus Experte davor, von einem Sommerflirt die große Liebe zu erwarten. Sonst sind Frust und Enttäuschung vorprogrammiert.

Vom Ferienflirt zur Fernbeziehung
Dennoch kann es natürlich passieren, dass aus der Strand-Liebelei eine echte Partnerschaft wird. Das bedeutet in der Regel jedoch, dass die frisch Verliebten zunächst eine Fernbeziehung führen müssen. „Die Zukunftschancen für die Liebe stehen bei großen Entfernungen allerdings schlechter“, weiß Benjamin Martens. „Eine Beziehung auf Distanz kostet viel Energie. Zudem ist es schwer möglich, die nötige körperliche Nähe aufzubauen. „Tragfähig ist eine Fernbeziehung deshalb nur, solange beide bereit sind, Zeit und Energie hineinzustecken – und trotz Distanz Vertrautheit zueinander entwickeln können. „Das gelingt Paaren am besten, die ihre Bedürfnisse besprechen und gemeinsame Perspektiven vereinbaren“, sagt der Psychologe. Vor allem aber sollten beide sich darauf verständigen, dass diese Situation zeitlich begrenzt ist. Denn eine Fernbeziehung ist immer eine Übergangslösung, kein Dauerzustand. Früher oder später steht damit aber eine schwer wiegende Entscheidung an. Damit das Paar einmal zusammenleben kann, muss zumindest einer von beiden seinen Wohnort und Arbeitsplatz aufgeben. Besonders wichtig dabei, so der Psychologe Benjamin Martens, „dass das Paar sich eine Routine aufbaut, regelmäßig telefoniert oder Emails schreibt, und sich besucht sooft es möglich ist.“
Weitere Informationen unter www.psycheplus.de

Anzahl der Anschläge (inkl. Leerzeichen): 4.577

Bitte geben Sie bei Verwendung des bereitgestellten Bildmaterials „psycheplus/bst2012 – Fotolia.com“ als Quelle an.

Bei Veröffentlichung freuen wir uns über Ihr kurzes Signal oder einen Beleg – vielen Dank!

Bildrechte: bst2012 – Fotolia.com

Über psycheplus
psycheplus.de ist ein innovatives und branchenweit einzigartiges Online-Angebot im Bereich Psychologie und psychische Gesundheitsvorsorge. Interessierte und Betroffene finden dort mit den psycheplus Tests wie dem Premiumtest oder den diversen Selbsttests (z.B. für Burnout, Depression oder Schlafstörungen) wissenschaftliche Fragenkataloge zu verschiedenen psychologischen Störungsbildern. Mit der psycheplus Therapeutensuche können Interessierte im Anschluss an die Tests geeignete Therapeuten in der Nähe finden. Außerdem bietet das Portal umfangreiche Informationen zu Fragen rund ums Thema Psychologie und Psychotherapie sowie ein interaktives und von Experten betreutes Forum für Interessierte, Betroffene und deren Angehörige sowie für Therapeuten. Betreut wird psycheplus mit seinem erstklassigen Angebot vom hochqualifizierten Psychologen-Team der Mind & Mood GmbH. Mehr Informationen unter www.psycheplus.de.

Kontakt
Mind & Mood GmbH
Dipl. Psych. Benjamin Martens
Steinsdorfstraße 2
80538 München
089 998 461-0
psycheplus@hartzkom.de
http://www.psycheplus.de

Pressekontakt:
HARTZKOM
Dr. Sabine Gladkov
Anglerstraße 11
80339 München
089 998 461-0
psycheplus@hartzkom.de
http://www.hartzkom.de