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„Vom Herz ins Hirn“

3. Markensymposiums des Travel Industry Club: Markenexperte fordert Umdenken von Tourismusindustrie / Kundenerlebnisse sollten im Fokus stehen

"Vom Herz ins Hirn"

Frankfurt, 10. November 2016 – „Als starke Marken in der Touristik nehme ich eigentlich nur Lufthansa und TUI wahr“, sagt Boris Schmarbeck, Geschäftsführer der Hamburger Werbeagentur Freunde des Hauses. Auf dem 3. Markensymposium des Travel Industry Club (TIC), das am 3. November in Frankfurt stattfand, forderte Schmarbeck, dass sich dieser Zustand dringend ändern müsse. „Die Unternehmen der Reiseindustrie müssen ihre Kommunikation wesentlich stärker auf die Bedürfnisse der Zielgruppe ausrichten. Sie müssen sich fragen: Wie ticken die Menschen? Wie wollen sie künftig ihre Marken erinnerungswürdiger kommunizieren?“

Das oft von der Reiseindustrie kolportierte Argument, Preiskommunikation sei wichtiger als Markenkommunikation, würde Schmarbeck nicht gelten lassen. Er selbst verantwortet mit seiner Agentur seit fast 10 Jahren die Kommunikation des Discounters Lidl und steht für einen Strategieschwenk und Imagewandel des Unternehmens. „Auch im Handel kämpft jeder gegen jeden“, so Schmarbeck. Eine erfolgreiche Differenzierung sei deshalb nur über eine starke Marke und starke Emotionen möglich. Für die Kommunikation bedeute dies: „Vom Herz ins Hirn“. Bei der Entwicklung einer Markenkampagne müssten immer die konkreten Bedürfnisse der Menschen im Fokus stehen.

Der Erfolg scheint ihm Recht zu geben. Im Kundenmonitor Deutschland kam Lidl 2016 erstmals auf Platz eins und war damit bei den Kunden beliebter als Aldi. Auch das eine Premiere – und das Resultat von großem Durchhaltevermögen. Denn auch das ist eines der Lidl-Learnings, die Schmarbeck den Touristikern zurief. Beim Aufbau einer starken Marke brauche es vor allem drei Dinge: Konsistenz, Konsequenz und Kontinuität. „40 Jahre lang hatte Lidl den Claim ,Lidl ist billig“, seit acht Jahren heißt es nun ,Lidl lohnt sich“.“ Bis sich ein solcher Wechsel in den Köpfen der Menschen festsetze, brauche jeder Konzern einen langen Atem.

„Es ist ein Weckruf für unsere Branche, wenn ausgewiesene Markenexperten wie Boris Schmarbeck nur zwei starke Marken in der Touristik wahrnehmen“, sagt Tom Fecke, Geschäftsführer des Travel Industry Club, der das 3. Markensymposium gemeinsam mit Pascal Brückmann von der Funke Mediengruppe moderiert hatte. Der Lidl-Case habe deshalb auf dem Markensymposium des TIC einen interessanten und notwendigen Blick über den Tellerrand gezeigt. „Boris Schmarbeck hat uns deutlich vor Augen geführt, wie überlebenswichtig starke Marken heute zur Differenzierung am Markt sind, und dass selbst auf Preiskommunikation ausgerichtete Unternehmen einen erfolgreichen Imagewandel hinbekommen können“, so Fecke.

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Hintergrundinformation Travel Industry Club:
Der Travel Industry Club wurde im Jahr 2005 gegründet und hat sich als unabhängiger und einziger Wirtschaftsclub etabliert, in dem Macher und Beweger sämtlicher Segmente der Reisebranche organisiert sind. Die rund 800 persönlichen Mitglieder (Stand Juli 2016) sind führende Köpfe der Reisebranche. Zu den Mitgliedern gehören Führungskräfte von Verkehrsträgern, Hotellerie, Reiseveranstaltern, Reisemittlern, Flughäfen, Verbänden, Technologieanbietern, Versicherungen und Beratungsunternehmen sowie Pressevertreter und akademische Lehrbeauftragte. Der Club versteht sich als innovativer „Think Tank“ der Branche und hat sich zum Ziel gesetzt, die wirtschaftliche Bedeutung der Reiseindustrie stärker ins Licht der Öffentlichkeit, der Medien und der Politik zu rücken. Bei verschiedenen Veranstaltungsformaten werden zukunftsweisende, wirtschaftlich relevante, gesellschaftspolitische und wissenschaftliche Themen in die breite Diskussion gebracht. Der Travel Industry Club ist die zentrale Netzwerk- und Kommunikationsplattform für die Entscheider der Reiseindustrie und der im Wertschöpfungsprozess verbundenen Unternehmen, zeichnet Persönlichkeiten sowie herausragende Leistungen der Branchenteilnehmer aus und schafft die Bühne für eine gebührende öffentliche Wertschätzung der Branchenbelange. Weitere Informationen sind abrufbar unter www.travelindustryclub.de

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