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Soziales Start-Up Reviving Home unterstützt Menschen beim Wiederaufbau in Krisengebieten

Reviving Home ist eine digitale Plattform, die Menschen hilft, zerstörte Städte zu rekonstruieren.

Soziales Start-Up Reviving Home unterstützt Menschen beim Wiederaufbau in Krisengebieten

Noch immer sind 65 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Katastrophen. Ihre Heimat ist zerstört und ein Wiederaufbau benötigt nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch bauliche Expertise und qualifizierte Arbeitskräfte. Die digitale Plattform Reviving Home setzt hier an und möchte dabei helfen, die Wiederherstellung zerstörter Städte und Länder zu organisieren. Das vom syrischen Architekten und Entrepreneur Hadi Soufan gegründete Social Business startet nun über die Crowdfunding-Plattform Startnext seine erste Finanzierungskampagne.

Viel hat sich geändert, seitdem im Jahre 2015 Hunderttausende von Menschen Zuflucht in Europa gefunden haben. Doch auch wenn es ruhiger geworden ist um das Thema: Immer mehr Menschen müssen aufgrund von Krieg und Verfolgung ihre Heimat verlassen. Viele Flüchtende sehnen sich aber nach ihrer Heimat und möchten zurückkehren. Dorthin, wo sich vor kurzem noch ihr Leben abgespielte und alle ihre Erinnerungen hängen. Aber welche Perspektive kann es geben, wo Städte ausgehungert und Infrastruktur zerstört wurde? Wer in seine Heimat zurückgeht, der möchte sicher sein, dass seine Familie ein Dach über dem Kopf hat und es auch eine wirtschaftliche Perspektive gibt. Eine Illusion?

Gründer Hadi Soufan entwickelt derzeit eine Lösung, welche die Art und Weise, wie heute über Wiederaufbau nach Krisen und Konflikten nachgedacht wird, revolutionieren kann. Reviving Home ist eine digitale Plattform, die Menschen hilft, ihre von Krisen erschütterten Städte wiederzubeleben. Statt auf staatliche Hilfe oder internationale Geber zu warten, bietet Reviving Home schnelle und unbürokratische Hilfe zur Selbsthilfe. Über die eigene Plattform vernetzt das Team Hauseigentümer mit Baupaten und qualifizierten Arbeitern vor Ort.

Unterstützt wird das Projekt aktuell von Spendern weltweit: So können konkrete Bauprojekte von der Crowd finanziert und umgesetzt werden. Durch Nachbarschaftshelfern, den sogenannten Community Mobilizern, möchte das Social Startup Gelegenheit und Raum schaffen, damit Nachbarn wieder einander begegnen, Vertrauen aufbauen und gemeinsam Pläne für die Zukunft ihrer Stadt schmieden können.

Anfang Dezember wurde eine Crowdfunding-Kampagne gelauncht, um die soziale Plattform Reviving Home zu entwickeln und den ersten Piloten in Syrien vorzubereiten. Unter www.startnext.com/reviving-home können Unterstützen helfen das erste Fundingziel von 15.000 Euro zu erreichen. Mit weiteren 25.000 Euro würde das Reviving Home sein Team verstärken, um mehr Bauexperten und Spender an Board zu holen. Die Kampagne läuft bis zum 15. Januar 2018.

Reviving Home ist eine digitale Plattform, die Menschen hilft, ihre von Krisen erschütterten Städte zu rekonstruieren und wiederzubeleben. Das Social Startup hilft dabei Häuser und wichtige öffentliche Orte wiederaufzubauen, indem sie Hauseigentümer mit Baupaten und Arbeitern vor Ort vernetzen. Das Social Startup wurde 2017 von Hadi Soufan, Architekt und Unternehmer aus Syrien, gestartet. Bereits während des Krieges, als sich die Lage in seiner Heimatstadt Homs wieder entspannte, startete er die ersten Initiativen, um diese wiederzubeleben. 2015 musste er jedoch Homs verlassen. In Deutschland arbeitete er seitdem weiter an seiner Idee Menschen zu helfen, ihre Heimat wiederaufzubauen. Jetzt ist es nicht mehr nur eine Idee. Ein internationales Team aus Architekten, Designern, Beratern und Freiwilligen hat sich zusammengetan, um die Mission von Reviving Home voranzubringen.

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Der Mittelstand und seine Kredite

Wie kann der Mittelstand sicher investieren, Unternehmensstrukturen ausbauen und expandieren?

Der Mittelstand und seine Kredite

Der Mittelstand und seine Kredite – Diskussionsbeitrag von Eric Mozanowski

Immobilienexperte und Unternehmer Eric Mozanwoski gilt als Kenner Denkmalschutz in Deutschland, Autor des Fachwerks „Investieren in Denkmale“ (Verlag: Immobilien Manager Verlag IMV; Auflage:1., ISBN-10:3899842413) und führte hierzu regelmäßig Seminar- und Weiterbildungsveranstaltungen beispielsweise in Stuttgart, Berlin, Leipzig, Dresden und Münster durch. Der Stuttgarter Immobilienkaufmann Eric Mozanowski über die Mitte der Wirtschaft: „Der Mittelstand – wirtschaftliche und gesellschaftliche Säule“. Durch die Veränderungen der weltwirtschaftlichen Strukturen betrug der Entwicklungsschub des Mittelstandes nur noch einen Bruchteil gegenüber den letzten Jahrzehnten. Belegt ist, dass die mittelständischen Betriebe die eigentlichen Träger von Wachstum und Beschäftigung sind. „Geschichtlich betrachtet entstand und überlebte der Mittelstand nur dort wo dieser individuelle Freiheit vorfand oder erkämpfen konnte. Äußere und innere Freiheit für Einzelverantwortung ist somit aus Sicht der Geschichte die Entwicklungsvoraussetzung jedes Mittelstandes in den Völkern gewesen. Der Wert Freiheit wurde genutzt, durch wirtschaftliche Eigeninitiative große kulturelle Leistungen hervorzubringen“, so Immobilienkaufmann Eric Mozanowski.

Mittelstand: Die Mitte der Wirtschaft – Wachstum, Expansion, Finanzierung?

Der Mittelstand prägt die Wirtschaft nicht nur in Deutschland sondern auch in der Schweiz und Österreich. Viele mittelständische Unternehmen sind Weltmarktführer in ihren Märkten. Die DACH- Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) ist die größte Volkswirtschaft in Europa mit einem Anteil von über 20% am Bruttosozialprodukt der EU-Länder.

Unternehmer Eric Mozanwoski gibt zu bedenken, dass der Finanzierungsbedarf dieses wichtigen Rückgrats der Volkswirtschaften traditionell durch Hausbanken bedient wurde. Verschärfte Anforderungen für Banken (Basel III) haben die Verfügbarkeit und Konditionen von Krediten für den Mittelstand aber nachhaltig negativ beeinflusst. Folglich benötigen Mittelständler vermehrt alternative und verlässliche Quellen zur Finanzierung von Wachstum, Expansion und Betriebsmitteln.

Hinzu kommt die aufschlussreiche Realität des Kreditgeschäfts: Die Banken verdienen damit kein Geld. „Ende der achtziger hatten viele Finanzierungsinstitute den Mittelstand als eines der ertragsfähigsten und interessantesten Marktsegmente entdeckt. Plötzlich wollten alle Banken Mittelstandsbanken sein“, so Eric Mozanowski zu den Wertvorstellungen. Heute die Ernüchterung bei den Kreditinstituten, dass das Darlehen als solches ohne Nebengeschäft wegen der hohen Wettbewerbsintensität für die Institute im Schnitt nicht genug einbringt, um ihre Kapitalkosten zu decken. Der Stuttgarter Unternehmer mit Blick auf Europa: „Eine McKinsey-Studie belegt 2012, dass die Vorsteuer-Gewinnmarge der Banken bei Krediten an mittelständische Unternehmen nur 0,39 % betrug. Für unsere Schweizer Nachbarn bedeutet das beispielsweise: An einem Darlehen über lOO“OOO Fr. verdienen die Geldhäuser nach Abzug aller Kosten nur 390 Fr. im Jahr. Um ihre Kapitalkosten zu decken und ihre Investoren zufriedenzustellen, müssten sie aber l“OOO Fr. verdienen.“

Finanzierungsmarkt: Veränderungen – Erwartungen mittelständischer Unternehmer an Bankdienstleistungen

Aus diesem Grund versuchen Schweizer Großbanken zum Teil die Kredite an mittelständische Unternehmen mittels Credit Default Swaps an die Kunden des Private Banking weiterzugeben. Zum einen reduzieren sie das Kreditrisiko auf ihrer Bilanz und müssen somit weniger teures Eigenkapital unterlegen, zum anderen verdienen sie an den Margen bei der Strukturierung der Credit Default Swaps für die Privatkunden. Bei der Finanzierung etablierter mittelständischer Unternehmen schließt Mezzanine-Kapital die Finanzierungslücke zwischen Eigen- und Fremdkapital und lässt sich individuell auf die Bedürfnisse des Unternehmens abstimmen.

Bankdarlehen sind zwar nach wie vor die wichtigste Form von Fremdfinanzierung für den Mittelstand. Die Bedeutung der neuen Kapitalquellen wächst aber rasant. Die Stimmung unter den potenziellen Bankkunden ist gut und die Geschäftslage bleibt stabil oder verbessert sich sogar. Und das Bankgeschäft? „Gemäß Commerzbank war die Kreditnachfrage noch nie so gering wie heute.“

Fazit: Bankdienstleistungen für mittelständische Unternehmen – persönliche Sympathie und gegenseitiges Vertrauen

„Die Hauptthese hierzu kann lauten: Während die Bankdienstleistungen gegenüber Großunternehmen vom Konditionenwettbewerb diktiert werden, muss sich die Bankdienstleistung gegenüber einem mittelständischen Unternehmer auf persönliches Vertrauen gründen“, so in der Diskussion mit Eric Mozanowski. Denn für den mittelständischen Unternehmer sind seine persönlichen und familiären Lebensziele zugleich auch die Unternehmensziele, weshalb der Weg zur mittelständischen Firma über die Person und Familie führt. Damit hängt die Finanzierung auch von der Kenntnis der individuellen Schwachstellen ab, denn diese Unternehmen werden eher taktisch als strategisch geführt und stehen deshalb impulsiver und plötzlicher vor Finanzbedarf als größere Unternehmen.

V.i.S.d.P.:

Eric Mozanwoski
Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

Eric Mozanowski führte in Berlin / Leipzig sowie Stuttgart im Rahmen von Seminarveranstaltungen die Vortragsreihe zum Themengebiet Denkmalschutz in Deutschland fort. Wichtige Wissensmodule werden auf Wunsch auch im Internet veröffentlicht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Geschichte von Denkmalimmobilien und der Wandel in die heutige Zeit mit den gegebenen Veränderungen und Ansprüchen, die Modernisierung und Sanierung von Denkmalimmobilien mit sich bringen. Weitere Informationen unter: www.immobilien-news-24.org

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Mehr als 18.000 Euro für das Röntgen-Geburtshaus

Radiologienetz Deutschland unterstützt Wiederaufbau

Mehr als 18.000 Euro für das Röntgen-Geburtshaus

Spendenübergabe: Dr. Klaus M. Ricken, Professor Ulrich Mödder, Jürgen Witt und Dr. Uwe Busch.

Das Radiologienetz Deutschland setzt sich für den Wiederaufbau des Geburtshauses von Wilhelm Conrad Röntgen ein. Die Netzmitglieder haben innerhalb ihres Verbundes Geld für das Projekt der Geburtshaus-Stiftung gesammelt. Jürgen Witt und Dr. Klaus-M. Ricken vom Radiologienetz-Fachbeirat übergaben die Spende nun offiziell an Ort und Stelle.
„Für uns als Radiologen ist es eine wichtige Angelegenheit, das Geburtshaus von Röntgen wieder zugänglich und nutzbar zu machen“, sagte Witt beim Ortstermin in Remscheid-Lennep. „Immerhin ist Röntgen der Begründer unseres Fachbereichs. Mit seiner bahnbrechenden Entdeckung war er der Pionier für eine Fülle medizintechnischer Innovationen, die eine ganzen Reihe von Nobelpreisträgern hervorgebracht haben und bis heute die radiologische Versorgung unserer Patienten prägen.“ Und Dr. Ricken ergänzt: „Das Haus macht in Kombination mit dem benachbarten Deutschen Röntgenmuseum die Faszination der bildgebenden Diagnostik greifbar. Das halten wir für eine sehr gute und unterstützenswerte Idee, denn so kann es dazu beitragen auch bei künftigen Generationen Begeisterung für die Radiologie zu wecken.“ Die Zukunftssicherung der Radiologie ist eines der Kernanliegen und zentralen Gründungsmotive von Radiologienetz Deutschland, einem Zusammenschluss von 360 niedergelassenen Radiologen und Nuklearmedizinern in 100 Praxen und 70 Krankenhausabteilungen.
Die beiden Radiologen Witt und Dr. Ricken übergaben die Spende von Radiologienetz Deutschland in Höhe von 18.200 Euro an den Vorstand der Geburtshaus-Stiftung Professor Ulrich Mödder und an den stellvertretenden Leiter des Deutschen Röntgen-Museums, Dr. Uwe Busch. Das Geld kommt wie gerufen: Der Wiederaufbau des Fachwerkhauses hat bereits begonnen, die Gesamtkosten werden auf rund eine Million Euro veranschlagt. Die Geburtshaus-Stiftung versucht auf verschiedenen Wegen, das Geld aufzubringen. „Je nach Aufkommen von Spenden, Sponsoringbeiträgen und eventuell auch öffentlicher Förderung können wir mit dem Ausbau voranschreiten“, so Professor Mödder. Bei einem Rundgang durch das Haus ließen sich Witt und Dr. Ricken das Bauvorhaben erläutern. Derzeit ist das Haus eine Baustelle. Zahlreiches schadhaftes Fachwerk musste ersetzt werden, auch ein Grund für die hohen Kosten. Ziel ist, das Haus mit seinen drei Stockwerken in etwa zwei Jahren komplett saniert und ausgebaut zu haben. Neben einer Ausstellung über den Menschen Wilhelm Conrad Röntgen sollen in dem Haus ein kleiner Tagungsraum sowie eine Übernachtungsmöglichkeit unter dem Dach entstehen.

Das Radiologienetz Deutschland ist der führende genossenschaftliche Verbund niedergelassener Radiologen und Nuklearmediziner. Im Verbund kooperieren deutschlandweit 360 Ärzte in 100 Praxen und 70 Krankenhausabteilungen. Das Radiologienetz wird von der Curagita AG in Heidelberg gemanagt. Mit mehr als 100 Mitarbeitern unterstützt Curagita die Radiologienetz-Mitglieder in den Bereichen IT, Medizingeräte, Einkauf, Zubehör, Marketing, Qualitätsmanagement, Fortbildungen, Berufspolitik, Versorgungsprojekte sowie betriebswirtschaftlicher Beratung.

Kontakt
Radiologienetz Deutschland
Oliver Nord
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69115 Heidelberg
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Philippinen: SOS-Kinderdörfer Nothilfe bereits angelaufen

SOS-Kinderdorf in Tacloban beschädigt / Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser und Nahrung

(Mynewsdesk) Tacloban/München – Die Nothilfe der SOS-Kinderdörfer im philippinischen Tacloban läuft auf vollen Touren.

„In Tacloban werden bereits mehrere tausend obdachlose Kinder und Erwachsene betreut und mit sauberem Wasser, Nahrungsmitteln, Kleidung und Medikamenten versorgt“, sagte der Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit, Louay Yassin, in München. „Bereits während des Taifuns nahm das Kinderdorf in Tacloban die Menschen der Umgebung auf, deren Häuser zerstört wurden“. Zusätzliche SOS-Nothilfeteams aus der 150 Kilometer nördlich von Tacloban gelegenen Stadt Calbayog sind bereits kurz nach der Katastrophe im völlig zerstörten Tacloban angekommen und haben die Arbeit aufgenommen.

Das Kinderdorf in Tacloban wurde beschädigt. Die dort lebenden 150 SOS-Kinder und -Mütter kamen mit dem Schrecken davon. „Allerdings wurden vier Dächer abgedeckt und im Dorf steht der Schlamm über einen Meter hoch“, teilte Yassin mit. „Viele Kinder hatten vor den Fluten Zuflucht auf den verbleibenden Dächern gesucht.“ Die Hermann-Gmeiner-Schule neben dem Kinderdorf sei massiv beschädigt worden, sagte Yassin. „Am schlimmsten traf es jedoch die Nachbarschaft, die zumeist in Hütten lebt. Alle Behausungen wurden dem Erdboden gleich gemacht. Wir haben die obdachlosen Menschen aus der Umgebung soweit es möglich war auf dem Areal des Kinderdorfs aufgenommen.“

Die Hilfsorganisation hilft nun in mehreren Schritten:

– Versorgung von Taifun-Opfern mit Trinkwasser, Nahrung und Medikamenten,

– Freiräumen des Kinderdorfes und Aufnahme von Kindern, die ihre Eltern verloren haben,

– Unterkünfte der Menschen in der Nachbarschaft wiederaufbauen,

– Renovierung des Kinderdorfs und der Schule.

Spendenkonto für die Nothilfe der SOS-Kinderdörfer auf den Philippinen:

Konto: 22222 00000

(fünfmal die 2, fünfmal die 0)

BLZ: 430 609 67

GLS Bank

Stichwort: Philippinen

Hörfunk: Ein sendefertiges Interview mit Louay Yassin, Pressesprecher der SOS-Kinderdörfer weltweit, können Radiosender auf der Website von Medienkontor gratis herunterladen: medienkontor-audio.de/beitraege/sos-kinderdoerfer

Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/xe8szg

Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/politik/philippinen-sos-kinderdoerfer-nothilfe-bereits-angelaufen

Die SOS-Kinderdörfer weltweit sind eine unabhängige soziale Organisation, die 1949 von Hermann Gmeiner ins Leben gerufen wurde. Seine Idee: Jedes verlassene, Not leidende Kind sollte wieder eine Mutter, Geschwister, ein Haus und ein Dorf haben, in dem es wie andere Kinder in Geborgenheit heranwachsen kann. Aus diesen vier Prinzipien ist eine weltweite Organisation entstanden, die sich hauptsächlich über private Spenden finanziert. Heute ist die Organisation mit 545 Kinderdörfern und mehr als 1.800 SOS-Zusatzeinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Ausbildungs- und Sozialzentren, Krankenstationen, Nothilfeprojekte und der SOS-Familienhilfe in 133 Ländern aktiv. Weltweit kommt die Hilfe der SOS-Kinderdörfer rund 2 Millionen Kindern und Erwachsenen zugute.

Kontakt:
SOS-Kinderdörfer weltweit
Louay Yassin
Ridlerstr. 55
80339 München
+49 89 17914 – 259
louay.yassin@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de

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Wiederaufbau in der Nachkriegszeit

Eric Mozanowski: Denkmalschutz in Deutschland

Eric Mozanowski, ehemaliger Vorstand der ESTAVIS AG, führte in Berlin / Leipzig sowie Stuttgart im Rahmen von Seminarveranstaltungen die Vortragsreihe zum Themengebiet Denkmalschutz in Deutschland fort. Aus den Kreisen der Teilnehmer kam der Wunsch, wichtige Wissensmodule auch im Internet zu veröffentlichen. Dies ist Teil 9, welcher sich mit dem Denkmalschutz und Wiederaufbau befasst, dessen Phase mehrere Jahrzehnte betrug.

Denkmalschutz und Wiederaufbau

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, dessen Dauer sechs Jahre betrug, standen viele Stadtplaner, so auch in Stuttgart, vor der Alternative, entweder alle Ruinen abzureißen und auf die Wiedererschaffung historischer Bauwerke und städtebaulicher Anlagen zu verzichten, oder aber den Charakter der Städte wiederherzustellen – mit mehr oder weniger originalen Nachbauten städtebaulicher Ensembles. Die größten Anstrengungen beim Wiederaufbau gab es in Nürnberg, aber auch in Stuttgart. Die einst besterhaltene mittelalterliche Stadt nördlich der Alpen war 1945 zu neun Zehnteln zerstört. Gleichwohl war die Bürgerschaft Nürnbergs zu dem Konsens gekommen, so viel Substanz wie nur möglich zu erhalten, weil die Zerstörung ein erhebliches Ausmaß betrug. Dabei haben auch wirtschaftliche Gründe eine Rolle gespielt. Denn die Keller- und Erdgeschosswände sowie die Kanalisation waren in Nürnberg oftmals noch erhalten. Auf diesen Grundmauern sind dann in den Nachkriegsjahren zum Teil originalgetreue, oftmals aber auch nachempfundene Bauten entstanden.

In Lübeck nahm man dagegen bei ähnlichen Ausgangsbedingungen ungleich weniger Rücksicht auf die Geschichte. Die großen Kirchen (Dom, Marienkirche, Petrikirche), die als bedeutende Monumentalbauten ihren Platz in der Kunstgeschichte hatten, wurden in bewundernswerter Weise gesichert oder ganz wiederhergestellt. Damit war die Stadtsilhouette in der alten Form wiedererstanden. Die zerstörten Gewerbe- und Wohnviertel dagegen wurden im Sinne modernen Städtebaus neu geordnet. Dabei wurde der historische Stadtgrundriss vielfach geändert und die oft sehr kleinteilige Parzellenstruktur in weiten Bereichen aufgelöst. Von den Änderungen besonders betroffen war der westliche Teil der Stadtinsel, wo ehemals die kaufmännischen Wohnviertel durch moderne Bebauung ersetzt worden sind, so dass das „alte Lübeck“ heute im Wesentlichen durch die im Vergleich mit den verlorenen Patrizierhäusern bescheideneren Wohnquartiere auf der östlichen Inselhälfte repräsentiert wird.

Die Motive für den Abriss beschädigter Wohn- und Geschäftshäuser sind auch heute noch durchaus nachvollziehbar: Es sollte Platz für Neubauten geschaffen werden. Zudem benötigte man Baumaterialien für den Wiederaufbau von Wohnungen und Gewerbebauten. Zugleich waren auch die Ansprüche an den Wohnkomfort gestiegen. Historische Wohnhäuser, die oft nur schlechte sanitäre Ausstattungen aufwiesen, sanken in der Wertschätzung. Dies geschah auch in Stuttgart. Auf der anderen Seite führte die Notwendigkeit, möglichst viele Wohnungen kostengünstig zur Verfügung stellen zu müssen, zum Bau von größeren Siedlungen mit standardisierten Wohnungstypen. Dabei achtete man mehr auf den Komfort im Inneren als auf ein harmonisches Äußeres.

Ein erstes Beispiel dafür, dass bedeutende Einzeldenkmale dem Schicksal vieler Wohnhäuser entgehen würden, war das Frankfurter Goethehaus. Das Geburtshaus des deutschen Dichters wurde auf Beschluss des Magistrates zu seinem 200. Geburtstag (1949) aus dem Nichts rekonstruiert: Was heute den meisten selbstverständlich erscheint, löste damals eine heftige Kontroverse aus. Denn es gab viele Menschen, die in der Zerstörung dieses Fixpunktes deutscher Identität eine Folge der historischen Schuld sahen, die die Deutschen auf sich geladen hatten: Ihnen musste eine Rekonstruktion geradezu unmoralisch erscheinen. Der Publizist Walter Dirks trat daher für einen Verzicht die Rekonstruktion des Goethehauses ein.

Dirks argumentierte: „Das Haus am Hirschgraben ist nicht durch einen Bügeleisenbrand oder einen Blitzeinschlag oder durch Brandstiftung zerstört worden, es ist nicht zufällig zerstört worden […]. Sondern dieses Haus ist in einem geschichtlichen Ereignis zugrunde gegangen, das mit seinem Wesen sehr wohl etwas zu tun hat. […] Wäre das Volk der Dichter und Denker […] nicht vom Geist Goethes abgefallen, vom Geist des Maßes und der Menschlichkeit, so hätte es diesen Krieg nicht unternommen und die Zerstörung dieses Hauses nicht provoziert. […] Mit anderen Worten, es hat seine bittere Logik, daß das Goethehaus in Trümmer sank. Es war kein Versehen, das man zu berichtigen hätte, keine Panne, die der Geschichte unterlaufen wäre: es hat seine Richtigkeit mit diesem Untergang. Deshalb sollte man ihn anerkennen.“

Die Gegenpartei führte den nicht an die verlorene Bausubstanz gebundenen Symbolwert eines solchen Gebäudes ins Feld. Einer der Initiatoren des Wiederaufbaus, der Frankfurter Fabrikant Georg Hartmann, hielt Dirks entgegen: „[…] das Goethehaus in Trümmern liegen zu lassen“ hätte als Anklage gegen die Feinde Hitlers, als „Denkmal des Krieges, als Verewigung des Hasses“ aufgefasst werden können. „Wir sagen ja nicht, daß dieses Haus dasjenige sei, in dem Goethe geboren worden ist. Wenn es auch nur zum Teil, vor allem im Erdgeschoß, die alten Steine sind, so sind es überall die Formen und Farben, es ist überall die alte Harmonie des Maßes. Und in allen Räumen birgt es den alten Inhalt, der rechtzeitig der Zerstörungswut des Krieges entzogen […] wieder an den Hirschgraben zurückgeströmt ist, und nun nach einem neuen, aber ihm gemäßen Heim verlangte […]. In jedem anderen Haus, etwa einem anderen neuen Museum, wären diese Möbel sinn- und beziehungslos gewesen.“

Die Diskussion um das Goethehaus verdeutlicht die möglichen Handlungsweisen der Denkmalpfleger. Auf der einen Seite hätte man die Ruine als das eigentliche Denkmal sehen können – unter der Gefahr, dass diese im Laufe der Jahre zu einem gesichts- und formlosen Steinhaufen geworden wäre. Auf der anderen Seite hatte Hartmanns Argument, das gerettete Inventar sei ohne adäquate Hülle sinn- und beziehungslos, einen hohen Stellenwert bei der Beantwortung der Frage, ob eine Rekonstruktion legitim sei.

Nicht jedes bedeutende Einzeldenkmal wurde in den Nachkriegsjahren mit der gleichen Hingabe saniert wie das Goethehaus. Abgerissen wurde aber nur selten. Von der Vielzahl der deutschen Residenzschlösser wurden nur wenige ersatzlos abgetragen. Bis auf eine einzige Ausnahme fanden Zerstörungen in diesem Bereich nur in der DDR statt. Bereits 1950 wurde das Schloss der Hohenzollern im Zentrum Berlins auf Befehl Walter Ulbrichts gesprengt – obwohl der riesige Bau den Krieg relativ gut überstanden hatte und teilweise wieder genutzt worden war. Doch weil das Schloss in Ulbrichts Augen den preußischen Militarismus symbolisierte, wurden seine Reste zerstört. Später wurde an seiner Stelle der Palast der Republik gebaut. Dem gleichen politischen Verdikt fiel im Mai 1968 die Ruine des Potsdamer Stadtschlosses zum Opfer, betrug der Schaden dort unermessliche Summen. In Westdeutschland traf es allein die Welfenresidenz in Braunschweig, die nach einer knappen Entscheidung des Stadtrates 1968 ersatzlos abgerissen wurde.

Neuorientierung beim Stadtumbau

Substanzverluste waren aber auch anderweitig zu beklagen. Beispielsweise ging man daran, die Restaurationen des 19. Jahrhunderts wieder zurückzunehmen. Zahllose Kirchen verloren ihre farbenprächtigen Ausmahlungen, geschnitztes Gestühl und reich verzierte neogotische Altäre wurden zersägt, verheizt oder bestenfalls auf dem Dachboden gelagert. Anschließend wurden die nunmehr oft fast spartanisch ausgestatteten Kirchenräume vorzugsweise weiß ausgemalt. Prominentes Beispiel einer solchen Purifizierung ist der Kaiserdom in Speyer. Die größte erhaltene romanische Kirche hatte durch Kriege im 17. und 18. Jahrhundert schwer gelitten und konnte danach nur mühsam wieder gesichert werden. Zwischen 1845 und 1853 ließen die bayerischen Könige Ludwig I. und Maximilian II. durch den Maler Johann Schraudolph eine neue Ausgestaltung vornehmen. Schraudolphs monumentale Fresken verliehen dem Bau eine neue Geschlossenheit, standen aber im Widerspruch zum Zeitgeschmack. Noch Konrad Adenauer und Theodor Heuss waren sich darin einig, dass die Fresken wieder entfernt werden müssten. Dies geschah zwischen 1957 und 1963. Der Vorgang gilt heute als „Sündenfall“ der deutschen Nachkriegsdenkmalpflege (Leo Schmidt), weil das Ziel, den salischen Dom wieder herauszuschälen, gar nicht zu erreichen war. Allein der Schaden der Entfernung betrug hier viele hunderttausend Mark.

Überdies wurden bedeutende Bauwerke des Barock und des Klassizismus in einer Weise restauriert, die nur die grobe architektonische Struktur respektierte: Dekor, Farbigkeit und kleinteilige Strukturen galten dagegen als suspekt. So fielen die Reste des Stuckdekors von Leo von Klenzes kriegsbeschädigter Glyptothek in München einem Konzept zum Opfer, bei dem nur die nackten, transparent geschlämmten Ziegelwände übrig blieben.
Die Zeit des Wiederaufbaus war aber auch eine Periode des Stadtumbaus. Dieser orientierte sich fast immer am Leitbild der autogerechten Stadt, so auch in Stuttgart. Dem Konzept fielen viele Bauten zum Opfer, die den Krieg vergleichsweise unbeschadet überstanden hatten. In Dresden und Kassel wurde die bestehende Stadt- und Straßenstruktur verändert – nur um einem utopischen Bild zu entsprechen. Ein Beispiel, wie eine Altstadt durch einen Innenstadtring regelrecht abgeschnürt werden kann, ist Freiburg. Fußgänger gelangen hier an vielen Stellen nur noch durch Unterführungen in den historischen Stadtkern und wieder hinaus.

Eric Mozanowski referierte in Stuttgart darüber hinaus noch kurz über die Parallelen in Stuttgart, deren grundsätzliche Ausrichtung auch für die historische Bausubstanz in Leipzig und anderen ostdeutschen Großstädten gelte.

V.i.S.d.P.:

Eric Mozanowski
Der Verfasser ist für den Inhalt verantwortlich

Eric Mozanowski, ehemaliger Vorstand der ESTAVIS AG, führte in Berlin / Leipzig sowie Stuttgart im Rahmen von Seminarveranstaltungen die Vortragsreihe zum Themengebiet Denkmalschutz in Deutschland fort. Aus den Kreisen der Teilnehmer kam der Wunsch, wichtige Wissensmodule auch im Internet zu veröffentlichen. Weitere Informationen unter: www.estavis.de

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