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Dr. Posselt, über Investment, Aktienfonds und Kapitalanlage

Am 19.4. jährte sich wiederum der Weltfondstag. In den letzten Jahren haben sich Investmentfonds sehr gut entwickelt. Wieso investieren trotzdem nach wie vor nur sehr wenig Menschen in Aktien und Aktienfonds?

Dr. Posselt, über Investment, Aktienfonds und Kapitalanlage

© Dr. Posselt Vermögensberatung

Interview Weltfondstag, 19.04.2018

Dr. Michael Posselt, Gewerblicher Vermögensberater, Fachgruppenobmann Wirtschaftskammer Tirol, Allgemein beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger www.drposselt.com

Leider ist es nach wie vor so, dass viele Menschen mit Aktien oder überhaupt mit unternehmerischen Investments Risiko und Spekulation verbinden. Dabei ist die unternehmerische Tätigkeit das Rückgrat unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Dieses Bewusstsein zu vermitteln sehe ich als eine meiner/unserer wichtigsten Aufgaben als Vermögensberater oder Finanzdienstleister – nehme hier aber gerne auch die Medien in die Pflicht. Nur allzu oft wird nämlich unzensiert über Börsencrashs und Milliardenverluste geschrieben, die so in den Köpfen der Menschen hängen bleiben, während der nachfolgende Aufschwung nur geringen medialen Niederschlag findet.

So sind beispielsweise die Verluste (wer war eigentlich damals investiert und damit als Anleger betroffen?) der letzten Finanzkrise vielen noch im Kopf, während die Gewinne der mittlerweile fast zehnjährigen Hausse – vor deren Ende und dem nächsten Crash nun aber wieder gewarnt wird – niemand so richtig mitbekommen hat.

Eine Untersuchung des österreichischen Finanzjournalistenforums im Vorjahr hat ergeben, dass selbst wer vor 11 Jahren (im Juni 2007), also kurz vor der Finanzkrise sein Geld in Aktien investiert hat, in den darauffolgenden Jahren 51 Prozent Gewinn erzielt hätte.* Und das, obwohl der Aktienmarkt dazwischen massiv eingebrochen ist und Anlegern Verluste von mehr als 50 Prozent bescherte. Hätte man zu diesen Tiefstkursen gekauft, wären die Gewinne noch deutlich höher ausgefallen. Immerhin braucht es nach einem 50 prozentigen Kursverlust eine Verdoppelung (+100 Prozent), um wieder auf den ursprünglichen Stand zu kommen.

Wäre es dann nicht besser gewesen, erst später in den Aktienmarkt zu investieren?

Natürlich wäre es besser gewesen, erst nach der Krise in den Markt einzusteigen. Weil man den optimalen Ein- (und Ausstiegszeitpunkt) aber ohnehin nie erwischt, sind regelmäßige Zahlungen ideal. Laut Zahlen des deutschen Fondsverbandes BVI lagen die durchschnittlichen Renditen von Sparplänen zwischen 2007 und 2017 in aller Regel noch über den Erträgen von Einmalinvestments. So hat ein Anleger, der im Frühjahr 2007 begann, regelmäßig Anteile von globalen Aktienfonds zu kaufen, nach zehn Jahren eine durchschnittliche Rendite von 7,7 Prozent pro Jahr erzielt; Sparpläne mit europäischen Aktien warfen im Schnitt 6,4 Prozent pro Jahr ab. Ein Grund für diese höhere Rendite ist, dass Sparplan-Anleger auch in der Börsenkrise regelmäßig investierten und im Rückblick genau diese Raten die höchsten Erträge erzielten.

Weil Sparpläne gerade in der Anfangsphase ziemlich widerstandsfähig gegen Kurseinbrüche sind, eigenen sie sich besonders gut für Anleger, die sich bisher nur auf konservative Veranlagungen beschränkt haben und die Minizinsen leid sind. Für alle, die mit einem Sparplan den ersten Schritt an die Börse setzen wollen, gilt ganz besonders: Der richtige Zeitpunkt für eine ertragreiche Geldanlage ist jetzt.

Sollten Anleger ihr Vermögen nicht möglichst breit streuen?

Natürlich ist eine breite Streuung in der Vermögensanlage sinnvoll und notwendig. Allerdings ist es derzeit so, dass die klassischen Portfoliobausteine die zur Risikodiversifikation und -reduzierung herangezogen werden, nämlich Anleihen keine Zinsen abwerfen und dazu auch noch mit einem relativ hohen Verlustrisiko behaftet sind. Viele Experten sprechen dabei schon von zinslosem Risiko anstelle eines risikolosen Zinssatzes, den man früher mit solchen festverzinslichen Anlagen erzielen konnte. Ähnliches gilt für viele Immobilien, die mittlerweile auch sehr teuer sind und kaum mehr eine einträgliche Rendite erwirtschaften. Auch hier ist nicht in Stein gemeißelt, dass die Preise, wenn die Zinsen wieder einmal steigen, nicht auch einmal fallen können.

Gibt es dann eigentlich keine Alternativen zu Aktien?

Doch, um sich an Unternehmen beteiligen zu können, muss man nicht unbedingt an der Börse investieren. Private Equity (als Alternative zu Public Equity) ist ein riesiger Markt. Aber auch via Crowdinvesting oder direkte Unternehmensbeteiligungen kann man sich in der Wirtschaft engagieren und an der unternehmerischen Wertschöpfung partizipieren. Für vorsichtige Anleger und zur Depotabsicherung fallen mir dann noch Gold und Silber ein, das trotz boomender Konjunktur weit unter dem letzten Höchststand notiert.

Dr. Michael Posselt, 19.04.2018
Gewerblicher Vermögensberater, Sachverständiger

www.drposselt.com dr.posselt@chello.at

* Analyse des österreichischen Finanzjournalistenforums in Zusammenarbeit mit dem Fachverband Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich, Juli 2017.

Dr. Posselt ist seit 1999 als Finanzdienstleister mit Schwerpunkt Vermögensaufbau, Veranlagung und Finanzierung tätig. Seit 2007 ist Dr. Posselt auch in der Wirtschaftskammer Österreich in verschiedenen Funktionen – seit 2010 als Fachgruppenobmann der Fachgruppe Finanzdienstleister Tirol – als Interessensvertreter aktiv.

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Anton Award für eCommerce wurde in Wien vergeben

Am 23.10.2014 in Wien, gab es am 4. aCommerce Teamtreffen ein echtes Highlight: Die Verleihung des Anton Awards, dem österreichischen eCommerce Preis.

Anton Award für eCommerce wurde in Wien vergeben

Anton Award: Aus Stein und Holz, massiv und nachhaltig wie der eCommerce“

82 gültige Einreichungen zählte der Anton Award vom aCommerce Team bereits beim ersten Mal! Eingereicht wurden Projekte vom StartUp bis hin zu führenden österreichischen Handelsunternehmen. 18 davon hatten es unter die Nominierten geschafft und nun haben 4 von ihnen den begehrten Award gewonnen. In der Bergstation Tirol (am Karlsplatz, Wien) fand die Preisverleihung statt.

Und die vier GEWINNER sind:

Kategorie Webshops: HORNBACH Baumarkt
Kategorie Dienstleister LKV Logistik
Kategorie Agentur: LimeSoda
Kategorie Innovation: Bürgermeldungen

Dazu gab es einen Sonderpreis (2 UEFA Final Tickets für Berlin) für McDonald´s Quickmac App

Die Jury, die Sponsoren und das Organisationteam samt aller anwesenden Gäste, gratulierten den Gewinnern ganz herzlichst beim Gala-Abend zur feierlichen Verleihung des Anton Awards.

Jury-Mitglied KommR Ing. Ernst Steininger (Obmann Internet- und Versandhandel der Wirtschaftskammer Wien) zum Hintergrund des Anton Awards:

„Der Österreichische Internethandel wächst rasant und ist die Chance für viele Händler und Gewerbebetriebe. Als ich von der Idee des „Anton Award“ hörte, war ich sofort begeistert. Eine Auszeichnung, die an Onlinehändler für ihre Innovation und Umsetzung ihres Webshops vergeben wird. Österreich muss etwas tun, um dem Kaufkraftabfluss im Internet entgegenzuwirken. Die 51% Umsatz (3 Mrd. Euro) im Internethandel, die ins Ausland gehen, sind auch die Jobs, die es in Österreich nicht mehr gibt und die Steuern und Gehälter, die in Österreich nicht mehr gezahlt werden. Wir brauchen mehr österreichische Unternehmen, die im eCommerce aktiv werden. Dieser Preis soll dem österreichischen Unternehmertum, das sich besonders engagiert, innovativ und das von Österreich aus aktiv ist, einen Ansporn geben und allen anderen den richtigen Weg aufzeigen!“

Zahlreiche Gäste feierten die Gewinner des Anton Awards

Neben vielen Entscheidern und Prominenten aus Wirtschaft, Poltitik, Wirtschaftskammer und Presse, freuten sich die Organisatoren über einen gelungenen Abend. Dabei waren unter anderem:

Angelika Baribeaud mit Nicole Jandrasits (BIPA), Katharina Chalupa (Eduscho Austria), Michael Hyna und Markus Steinrisser (HORNBACH Baumarkt), Gerald Gruber und Christian Schicker (MasterCard), Alexander Bauerstätter und Arman Manutscheri (McDonald´s Werbegesellschaft), Oliver Jonke (Hrsg. Medianet), Johannes Riedl (Neckermann.at), Erich Orlinsky (Nestle Österreich), Michael Jiresch (Österreichische Post), Armin Schmid (Paypal), Christian Plamenig (Red Bull Mediahouse), Gordon Anderson und Lukas Angst (Salzburg Sport), Michael Kasserra (TUI Österreich), Ernst Steininger (Wirtschaftskammer Wien), Mario Neuhold (XXXLutz) und über 100 andere Gäste.

MANOU heizte die Stimmung richtig ein und die Gäste feierten bis tief in die Nacht hinein. Unter diesen Voraussetzungen steht jetzt schon fest: Den nächsten „Anton Award“ wird es voraussichtlich am 22. Oktober 2015 geben. Wir informieren Sie natürlich rechtzeitig. Und bis dahin haben Sie die Möglichkeit, das aCommerce Team auf einem der aCommerce Teamtreffen (quartalsweise) auf Herz und Nieren zu prüfen.

„Lassen Sie sich inspirieren, vom eCommerce mit Hausverstand“,
so Stephan Grad, Vorstand aCommerce Team zum Abschluss.

Das aCommerce Team wurde im Mai 2013 von Raffael Tannheimer und Stephan Grad als unabhängiges Netzwerk für eCommerce Entscheider ins Leben gerufen, um die Qualität im österreichischen eCommerce weiter auszubauen und zu verbessern. Das Netzwerk bietet Erfahrungs-Austausch und stellt eine Networking-Basis dar. Bei quartalsweisen Treffen lernen sich die großen und kleinen der eCommerce Branche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kennen und arbeiten gemeinsam an Lösungsansätzen für die zukünftigen Herausforderungen im eCommerce. Der Anton Award für eCommerce wurde erstmals am 23.10.2014 verliehen. Mehr unter www.acommerce-team.at

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