Tag Archives: Wohnungsgenossenschaft

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Kommunale Wohnungsunternehmen: Starke Partner der Städte

VdW Bayern zur Entschuldungsstudie des IW Köln

Bezahlbare Wohnungen sind derzeit in vielen Ballungszentren Mangelware. Kommunen wie Augsburg, München, Nürnberg, Regensburg oder Würzburg haben deshalb ehrgeizige Wohnungsbauprogramme aufgelegt und lassen durch ihre städtischen Wohnungsbaugesellschaften tausende neue Wohnungen errichten. Das IW Köln hat andere Ideen. „Entschuldung möglich“, so die Überschrift zu einer Studie, die Städten zum Verkauf ihrer Wohnungsbaugesellschaften rät. „Eine Milchmädchenrechnung“, sagt Verbandsdirektor Hans Maier. „Wer würde denn sonst die dringend benötigten geförderten Mietwohnungen bauen?“

Damit wendet sich der Verband auch gegen eines der Hauptargumente des IW Köln, die vermeintliche Fehlbelegung geförderter Mietwohnungen. Nur 17 Prozent der Mieter kommunaler Wohnungen in Berlin würden als armutsgefährdet gelten, behauptet das IW Köln. „Doch das greift zu kurz“, so der Verbandsdirektor. Kommunale Wohnungsunternehmen haben einen wesentlichen Satzungszweck: Die Daseinsvorsorge. Dieses Ziel wird durch eine sozial stabile Wohnungsversorgung der Bevölkerung erreicht. Dabei geht es den für den Wohnungsbau verantwortlichen Ländern nicht nur um armutsgefährdete Haushalte. „Bayern plant aktuell, die Einkommensgrenzen für geförderte Wohnungen zu steigern, um 60 Prozent der Haushalte Zugang zu geförderten Wohnungen zu ermöglichen“, erläutert Maier. Die Einkommensgrenze für Zwei-Personen-Haushalte beträgt dann 34.500 Euro.

Positive Stadtrendite für die Kommune
Neben dem Mietwohnungsbau tragen die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften noch mit einer Reihe weiterer Leistungen zu einer positiven Stadtrendite bei. Hierzu zählen die Stadtentwicklung, aktives Sozialmanagement für stabile Wohnquartiere und die Übernahme von sozialen Infrastrukturprojekten. „Die Kommunen wissen genau, was sie an ihren Wohnungsbaugesellschaften haben“, sagt der Verbandsdirektor. Doch diese Leistungen würden bei den Verkaufsargumenten des IW Köln gerne unterschlagen. „Hier wird der freie Markt aber nicht aktiv“, so Maier. Denn mit sozialen Leistungen sei wenig Rendite zu holen.

In Bayern gibt es derzeit 91 kommunale Wohnungsunternehmen mit einem Wohnungsbestand von rund 198.000 Wohnungen.

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Im VdW Bayern sind 463 sozialorientierte bayerische Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen – darunter 340 Wohnungsgenossenschaften und 91 kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen verwalten rund 530.000 Wohnungen, in denen ein Fünftel aller bayerischen Mieter wohnen.

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Genossenschaftsboom in München

Sieben Neugründungen seit 2015 – auch Altgenossenschaften bauen vermehrt

München (12.03.2018) – Die genossenschaftsfreundliche Politik der Landeshauptstadt München sorgt für eine wachsende Zahl von Neugründungen. Seit 2015 gibt es in München sieben neue Wohnungsgenossenschaften. Die Tendenz ist steigend. „Drei weitere Neugründungen stehen kurz vor der Aufnahme in den VdW Bayern„, sagt Verbandsdirektor Hans Maier bei einem Pressegespräch der VMW Vereinigung Münchener Wohnungsunternehmen e.V.

Die Landeshauptstadt München sieht auf den städtischen Flächen die Bereitstellung von 20 bis 40 Prozent der Grundstücke für Wohnungsgenossenschaften und Baugemeinschaften vor. Positiv für die Wohnungswirtschaft ist auch die Vergabe nach Konzept und nicht nach dem Höchstpreisverfahren. „Diese beiden Faktoren sorgen dafür, dass sich wieder engagierte Menschen zusammenschließen und Genossenschaften gründen. Hinzu kommen die Bestandsgenossenschaften, die vom Angebot der Stadt Gebrauch machen und verstärkt in den Wohnungsneubau investieren“, erläutert der Verbandsdirektor.

Der Zweck der Genossenschaften ist in ihrer Satzung festgeschrieben. Er lautet meist: Mitgliederförderung durch gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnraumversorgung. Bei den aktuellen Bauprojekten etwa im Prinz-Eugen-Park entstehen meist geförderte und frei finanzierte Mietwohnungen. „Einziger Wermutstropfen ist das rare Bauland. Deshalb werden nicht alle bauwilligen Genossenschaften gleich zum Zug kommen“, so Maier.

Begleitung der Neugründungen
Die neuen Genossenschaftsgründer kommen nach der Erstberatung durch die mitbauzentrale der Landeshauptstadt zum VdW Bayern. Der Verband fördert und begleitet die Gründer dann bis zur Eintragung ins Genossenschaftsregister. Auch nach der Gründungsphase unterstützt der Verband die Genossenschaften durch Schulung und Beratung der Vorstände und Aufsichtsräte in allen Bereichen, vom Neubau bis zur Bewirtschaftung.

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Im VdW Bayern sind 458 sozialorientierte bayerische Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen – darunter 332 Wohnungsgenossenschaften und 89 kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen verwalten rund 530.000 Wohnungen, in denen ein Fünftel aller bayerischen Mieter wohnen.

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Bayerische Wohnungswirtschaft erhöht Neubauinvestitionen

München (24.02.2016) – Die bayerische Wohnungswirtschaft wird ihre Neubauinvestitionen in den nächsten drei Jahren erhöhen. Vor allem kommunale Wohnungsunternehmen und größere Wohnungsunternehmen mit mehr als 1.000 Wohnungen planen starke und sehr starke Erhöhungen der Investitionen. Das ergab eine Umfrage des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) bei seinen Mitgliedsunternehmen.

Das Thema Wohnungsneubau ist so aktuell wie lange nicht. Dabei geht es nicht nur um die Unterbringung von Flüchtlingen. Der VdW Bayern macht bereits seit Jahren auf den Mangel an bezahlbaren Wohnungen in den bayerischen Ballungszentren aufmerksam. „Die bayerische Wohnungswirtschaft übernimmt Verantwortung und engagiert sich beim Wohnungsneubau. Die Investitionsplanungen unserer Mitgliedsunternehmen für den Zeitraum bis 2019 sind sehr positiv zu bewerten“, sagt Verbandsdirektor Xaver Kroner.

Fast alle kommunalen Wohnungsunternehmen sind dabei, ihre Kapazitäten hochzufahren. 30 Prozent planen moderate Erhöhungen der Neubauinvestitionen, 36 Prozent starke Erhöhungen und 30 Prozent sehr starke Erhöhungen. Nur vier Prozent planen derzeit keine Neubauinvestitionen. Bei den größeren Unternehmen mit mehr als 1.000 Wohnungen planen rechtsformübergreifend 62 Prozent starke bzw. sehr starke Erhöhungen der Neubauinvestitionen. Und auch jede zweite Wohnungsgenossenschaft plant Neubauprojekte.

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Im VdW Bayern sind 456 sozialorientierte bayerische Wohnungsunternehmen zusam-mengeschlossen – darunter 332 Wohnungsgenossenschaften und 89 kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen verwalten rund 530.000 Wohnungen, in denen ein Fünftel aller bayerischen Mieter wohnen.

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Wie lange sind Strom, Gas und Heizöl noch bezahlbar?

Leipzig braucht eine Energiepreisbremse

Wie lange sind Strom, Gas und Heizöl noch bezahlbar?

Leipzigs neuer Betriebskostenspiegel ist da. „Er belegt mehr als deutlich: Leipzig braucht eine Energiepreisbremse“, betonen die vier Wohnungsgenossenschaften der Plattform „Wohnen bei uns“. Vor dem Hintergrund der Datenerhebung (an der die Plattform mit eigenem Datenmaterial beteiligt war) wird klar, wo die wahren Preistreiber bei den Gesamtmietkosten in Leipzig liegen.

So zahlten Leipziger im Jahr 2000 rund 2 EUR/m² pro Monat Betriebskosten. 2012 liegt dieser Kostenblock bereits um rund 25 % höher bei 2,51 EUR/m² pro Monat – ohne Strom. Die Nettokaltmiete erhöhten sich im selben Zeitraum lediglich um 6,7 % von 4,76 EUR/m² (2000) auf 5,08 EUR/m² (2012).

„Unser Ziel ist es, bezahlbares Wohnen zu ermöglichen, das sich an den realen Löhnen und Gehältern der Leipziger orientiert. Exorbitant gestiegene Verbraucherpreise für Gas, Heizöl und andere Haushaltsenergie – um bis zu 112 % seit dem Jahr 2000 – verhindern das zunehmend“, betont Wolf-Rüdiger Kliebes, Vorstand der Vereinigten Leipziger Wohnungsgenossenschaft eG. Dass der Anstieg der Nebenkosten nicht noch höher ausfiel, liegt am Sparverhalten der Verbraucher und vor allem an den umfangreichen energetischen Maßnahmen der Wohnungswirtschaft. Dank dieser seit 1990 durchgeführten energetischen Maßnahmen konnten auch 32.800 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden.

Weiter investierten allein Genossenschaften der Plattform von 2009 bis 2012 über 1,18 Millionen Euro für betriebskostensparende Maßnahmen in ihren Bestand und schlossen günstige Verträge mit Versorgern ab, die Kosten in Höhe von 2 Millionen sparten.

Jetzt aber warnen die Wohnungsgenossenschaften: Ändert sich nichts an der Situation steigender Energiepreise, müssen die Leipzigerinnen und Leipziger sich darauf einstellen, dass die steigenden Heizkosten unmittelbar beim Mieter ankommen. Unsere Bestände sind nahezu vollständig energetisch saniert. Weitere energetische Maßnahmen sind nicht mehr wirtschaftlich und durch Baupreise und Vorschriften wie die neue Energieeinsparverordnung EnEV 2014 enorm teuer. Die nötigen Kostenumlagen auf die Miete übersteigen die finanziellen Möglichkeiten der Mitglieder und Mieter. Weitere Maßnahmen erbringen auf Grund der schon durchgeführten Sanierungen auch nur noch wenige Spareffekte.

Einzige Alternative für stabile Warmmieten ist und bleibt die Stabilisierung der Energiekosten durch eine „Energiepreisbremse“. Andernfalls werden Leipzigs Mieter weiter und höher belastet.

„Es kann nicht sein, dass die Eigentümer von Wohnraum mit künstlich günstigen Kaltmieten die Folgen politischer Weichenstellungen quersubventionieren, welche zum ungehemmten Anstieg der Energie- und Baukosten führen.“, betont Wolf-Rüdiger Kliebes, Vorstand der Vereinigten Leipziger Wohnungsgenossenschaft eG.

Heizpreise fast verdoppelt
Den größten Anteil an den Betriebskosten von 2,51 EUR/m² pro Monat macht laut dem aktuellen Betriebskostenspiegel in Leipzig der Faktor Heizung mit Beträgen zwischen 0,74 EUR/m² (Neubau ab 1991) und 1,30 EUR/m² (Hochhaus 1961-1990 unsaniert) aus. Im Mittel zahlt ein Leipziger heute für Heizung und Warmwasser 1,22 EUR/m² – während er im Jahr 2000 nur 0,70 EUR/m² leisten musste.

Stadt kassiert mit: Grundsteueranstieg um 63 Prozent
Auch steigende Grundsteuern belasten die Betriebskosten der Leipziger mit Beträgen zwischen 0,13 EUR/m² (Altbau 1919 bis 1945) und 0,22 EUR/m² (Neubau ab 1991) pro Monat. Im Mittel beträgt der Wert 0,18 EUR/m² (2012). Zum Vergleich: Im Jahr 2000 hatte Leipzig noch einen Grundsteuerbetrag von 0,11 EUR/m².

Modernisierung ist nicht mehr bezahlbar
Massiv gestiegene Bau- und Materialkosten, steigende gesetzliche Auflagen und Standards sowie Anforderungen der Energieeinsparverordnung EnEV 2014 machen jede weitere Modernisierung extrem teuer. Die Folge: nicht nur Neubau sondern auch Modernisierung und energetische Ertüchtigung kosten mehr, als ein sächsischer Haushalt bezahlen kann. Für energetische Sanierung kletterten z.B. die Preise seit 2000 z.B. für Rohrdämmung um 58,7 %, für eine Wärmepumpe um 48,3 %, für Aluminiumfenster um 41,3 % und für Heizkessel um 46,4 % (Quelle: Statistisches Bundesamt, Preisindizes für die Bauwirtschaft). Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum betrug die Inflation 22,6 %.

Weitere Kostenerhöhung durch steigende Strompreise
Eine weitere Gefahr droht durch absehbare Preissteigerungen beim Strom. Insbesondere die Kosten für Hausstrom und Aufzüge werden weiter nach oben klettern. Staatliche Regularien wie z.B. die EEG-Umlage haben dazu geführt, dass inzwischen 50 Prozent der Preise für Haushaltsstrom durch Steuern und Abgaben bestimmt werden (Quelle: Strompreisanalyse Nov. 2013 des BDEW). Der Strompreis selber kletterte bundesweit seit dem Jahr 2000 um 99 % (Quelle: Statistisches Bundesamt, Verbraucherpreisindex) Hier ist kein Ende der Steigerungstendenz absehbar.

Wofür brauchen wir die Energiepreisbremse besonders?
Die Haushaltnetto-Einkommen steigen zwar in Leipzig seit zwei Jahren, sind aber immer noch niedrig. Zudem setzt sich die Spreizung der Einkommen fort. Steigen die Preise für Heizung, Warmwasser und Strom weiter, kommen viele Haushalte am unteren Ende der Einkommensskala unter Druck. Außerdem wird so jede Möglichkeit genommen, Wohnungen weiter an moderne energetische Standards anzupassen. Die nötige Refinanzierung durch Modernisierungsumlagen auf die Kaltmiete wird durch Steigerung der Nebenkosten aufgefressen. Denn für den Mieter zählt die Bruttomiete – hier sind insbesondere bei niedrigen Einkommen keine weiteren Steigerungspotenziale vorhanden.
Deshalb brauchen wir eine Energiepreisbremse. Sonst wird weiterer Klimaschutz bei Gebäuden nicht bezahlbar.
Mehr Infos: http://www.wohnen-bei-uns.eu/

W&R IMMOCOM ist eine Marke der W&R Media KG. Das Unternehmen ist seit 15 Jahren spezialisiert auf Immobilien-Kommunikation.

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