Tag Archives: Xaver Kroner

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Brandgefährlich: Feuerwerk nicht vom Balkon zünden

München (22.12.2016) – Als Startrampe für Silvesterraketen und -kracher kommen Balkone nicht in Frage. Die Gefahr, Nachbarwohnungen oder brennbare Außenwände zu treffen, ist zu groß. Das gilt besonders für Mehrfamilienhäuser. Darauf verweist der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern).

Da ein Fehlstart von Raketen und Krachern nie ausgeschlossen werden kann, muss beim Abbrennen ein Platz gewählt werden, von dem aus Feuerwerkskörper aller Voraussicht nach keinen Schaden anrichten können, urteilte das AG Berlin-Mitte (Az.: 25 C 177/01).

Der Verband rät, an Silvester und dem Neujahrstag brennbare Gegenstände von Balkon oder Terrasse zu entfernen. Auch Dachluken und -fenster sollten geschlossen bleiben. Beim Feuerwerk in Wohngebieten sollte die Flugrichtung so gewählt werden, dass die Raketen keine benachbarten Häuser treffen.
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Weihnachtsdekoration: Was Mieter beachten sollten

Lichterketten am Balkon und Adventskranz an der Haustür sind erlaubt

München (25.11.2016) – Mit der Vorweihnachtszeit beginnt wieder die Zeit der leuchtenden Krippenspiele, Tannenbäume und Weihnachtsmänner. Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) hat die wichtigsten Urteile zur Weihnachtsdekoration zusammengestellt.

In ihrer Wohnung können Mieter fast nach Belieben gestalten, um sich auf die Weihnachtszeit einzustimmen. Der Weihnachtsschmuck sollte am besten vom TÜV geprüft sein. Auf keinen Fall sollte man Weihnachtsbäume und Adventsgestecke mit brennenden Kerzen unbeaufsichtigt lassen.

Auch die äußere Gestaltung des Wohnhauses, etwa mit einer Lichterkette auf dem Balkon ist zulässig, urteilte das Landgericht Berlin (LG Berlin – 65 S 390/09). Es handle sich inzwischen um eine weit verbreitete Sitte, Fenster und Balkone mit elektrischer Beleuchtung zu schmücken, so das Gericht. Schwieriger wird es, wenn der Mieter plant, die Hausfassade großflächig zu dekorieren. „Muss für die Montage eines Weihnachtsmannes die Fassade angebohrt werden, gilt das als bauliche Veränderung“, erläutert Verbandsdirektor Xaver Kroner. Der Vermieter kann in diesem Fall die Zustimmung verweigern.

Oberstes Gebot ist, die Nachbarn nicht zu beeinträchtigen. Deshalb sollte helle, blinkende Fensterbeleuchtung nach 22.00 Uhr ausgeschaltet werden.

Verzierung von Gemeinschaftsflächen

Das Aufhängen eines Adventskranzes an der Haustür ist nicht zu beanstanden. Denn nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes haben Mieter ein Recht auf Mitbenutzung von Gemeinschaftsflächen wie dem Treppenhaus (BGH, V ZR 46/06). Voraussetzung für die Nutzung ist allerdings, dass von den im Treppenhaus abgestellten Gegenständen keine Gefahren oder Belästigungen für die Bewohner ausgehen. Das Versprühen von weihnachtlichen Duftmischungen im Treppenhaus geht nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf zu weit (Az.: 3 Wx 98/03).
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Langer Weg zu mehr bezahlbaren Mietwohnungen

Herbsttagung der bayerischen Wohnungswirtschaft in Reit im Winkl

München (10.10.2016) – Wohnungsneubau, Digitalisierung und die Zukunftsfähigkeit von Wohnungsunternehmen sind die zentralen Themen der Fachtagung „VdW im Dialog“ des VdW Bayern. „Die Wohnungswirtschaft nimmt ihr Kernthema Mietwohnungsbau ernst“, sagte Verbandsdirektor Xaver Kroner in Reit im Winkl vor rund 500 Teilnehmern aus Wohnungswirtschaft, Politik und Wissenschaft. Durch die langen Bauzeiten könne sich der Mangel an bezahlbaren Mietwohnungen aber kurzfristig noch verschärfen.

Bereits im Jahr 2015 gab es einen deutlichen Anstieg beim Wohnungsneubau, denn der Mangel an bezahlbaren Wohnungen sei kein Phänomen der letzten beiden Jahre, betonte Kroner. Einer Umfrage des VdW Bayern zufolge wird die Branche ihre Neubauinvestitionen für den Zeitraum 2016 bis 2019 weiter erhöhen. Vor allem kommunale Wohnungsbaugesellschaften und größere Wohnungsunternehmen planen starke Erhöhungen. Der Verbandsdirektor bemängelte, dass sich außer den Verbandsmitgliedern kaum jemand im Marktsegment bezahlbarer Mietwohnungsbau engagiere. Deshalb würden die jährlich notwendigen 70.000 Neubauwohnungen – davon 20.000 Mietwohnungen – wohl weiterhin ein gemeinsamer Wunsch von Staatsregierung und Wohnungswirtschaft bleiben.

Angesichts der langen Bauzeiten rechnet Kroner frühestens für 2018 mit einem spürbaren Zuwachs an Mietwohnungen. Kurzfristig werde sich der Mangel an bezahlbaren Wohnungen sogar weiter verschärfen, obwohl die meisten Flüchtlinge und Asylbewerber noch gar nicht auf dem freien Wohnungsmarkt angekommen sind.

Stabilitätsanker in den Regionen schaffen

Hinzu kommen die gespaltenen Wohnungsmärkte in Bayern. In einigen sogenannten Schwarmstädten wie München sammeln sich vorwiegend junge Menschen und kehren auch später häufig nicht mehr in ihre Heimat zurück. Diese Konzentration von Menschen in wenigen Städten stellt sowohl für die Regionen, die Bevölkerung verlieren, als auch für die Städte, die unter dem Zuzugsdruck zu leiden haben, ein immer größeres Problem dar. „Diese Entwicklung können wir nicht mit dem Ordnungsrecht stoppen, sondern nur in dem wir den Menschen zeigen, dass es überall in Bayern schöne Städte und Gemeinden mit hoher Lebensqualität gibt“, sagte Kroner. Dazu gehöre aber neben der Arbeitssituation in hohem Maße auch ein gutes Wohnungsangebot. Deshalb drängt die Wohnungswirtschaft darauf, dass die Mietwohnraumförderung nicht auf die Ballungszentren konzentriert wird, sondern auch auf entspannten Wohnungsmärkten qualitätsvoller Mietwohnungsbau ermöglicht wird. Häufig sei ein zeitgemäßes Wohnungsangebot nur durch Ersatzneubau möglich. „Deshalb müssen die Abbruchkosten des Altbestandes auch zu den förderfähigen Kosten gehören“, forderte der Verbandsdirektor.

Auch Normalverdiener sollten Anspruch auf Sozialwohnungen haben

Kroner machte auf ein weiteres Manko beim geförderten Wohnungsbau aufmerksam. Durchschnittsverdiener können sich häufig keine neuen Mietwohnungen mehr leisten, haben aber keinen Anspruch auf eine Sozialwohnung. Das liegt auch an zu niedrigen Einkommensgrenzen. „Wir müssen Lösungen finden, wie wir den geförderten Wohnungsneubau für Normalverdiener öffnen können und zugleich Wohnungsbestände, die größtenteils nicht mehr einer Sozialbindung unterliegen, für die einkommensschwächsten Bevölkerungsgruppen besser und sinnvoller nutzbar machen,“ so der Verbandsdirektor. Die Lösung könnten sinnvolle Belegungsverträge sein, die über viele Jahre laufen, und in denen ein größerer Wohnungsbestand zusammengefasst wird. Andernfalls befürchtet Kroner, dass die Akzeptanz in der Bevölkerung für den geförderten Wohnungsbau immer weiter schwinden wird.
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Bezahlbarer Wohnraum dank kommunaler Wohnungsunternehmen

Durchschnittsmiete: 5,94 Euro bei den 89 bayerischen Gesellschaften

München (26.07.2016) – Im sozialen Wohnungsbau engagieren sich in Bayern so gut wie keine privaten Investoren. Diese Aufgabe wird vor allem durch kommunale Wohnungsunternehmen erfüllt. 89 sind beim Verband bayerischer Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen. Die Unternehmen bewirtschaften in Bayern rund 196.000 Wohnungen zu einem durchschnittlichen Mietpreis von 5,94 Euro. Über aktuelle Herausforderungen wie steigende Grundstückspreise und Lösungsstrategien wie den konzeptionellen Mietwohnungsbau diskutierten Vertreter der bayerischen Wohnungswirtschaft beim Forum kommunale Wohnungsunternehmen am 26. Juli in Hohenkammer.

Angesichts der angespannten Situation auf vielen bayerischen Wohnungsmärkten reagieren die Städte aktuell mit ambitionierten Wohnungsbauprogrammen. Die Landeshauptstadt München stellt den beiden kommunalen Wohnungsbaugesellschaften im Rahmen eines Sonderbauprogramms ab 2016 insgesamt 250 Mio. Euro für zehn Jahre zur Verfügung. Mit den Mitteln sollen Sozialwohnungen gebaut werden. Auch in Ingolstadt gibt es ein „Sonderbauprogramm 2020“ mit dem in den nächsten vier Jahren 800 zusätzliche Wohnungen gebaut werden sollen. „Der Druck ist gewaltig“, sagt Verbandsdirektor Xaver Kroner, denn der Zuzug in die Ballungszentren werde anhalten und die Wohnungsbestände mit Mietpreisbindung würden immer weniger. Allein 2015 lief die Sozialbindung bei 3.173 Wohnungen aus.

Positiv: Kommunen prüfen Neugründungen

Derzeit prüfen vermehrt Kommunen die Gründung von eigenen kommunalen Wohnungsunternehmen, beobachtet der VdW Bayern. „Damit bekommen sie ein wichtiges Instrument zur aktiven Stadtentwicklung“, erläutert der Verbandsdirektor. Der Verband berät die Städte bei den Neugründungen.
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Bayerische Wohnungswirtschaft investiert verstärkt in den Wohnungsbau: Deutlicher Zuwachs bei Sozialwohnungen

Baukosten und rechtliche Verschärfungen gefährden den Aufschwung

München (09.05.2016) – Der Wohnungsbau im Freistaat hat 2015 erneut Fahrt aufgenommen. Die Mitglieder des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) errichteten 2.436 Wohnungen, darunter 1.780 Sozialwohnungen (+17%). Auch der Ausblick ist positiv: „Unsere Mitgliedsunternehmen planen für die nächsten drei Jahre weitere Steigerungen der Neubau-Investitionen“, sagt Verbandsdirektor Xaver Kroner bei der Jahres-Pressekonferenz. Sorgen bereitet ihm die aktuelle Wohnungspolitik: „Die mancherorts dramatische Situation auf den Wohnungsmärkten scheint in Berlin noch nicht angekommen zu sein.“

Die bayerische Wohnungswirtschaft konnte die Neubauzahlen bereits zum zweiten Mal in Folge steigern. Für den Bau der 2.436 Wohnungen (+6%) investierten die Unternehmen rund 600 Mio. Euro (+8%). In die Modernisierung des Wohnungsbestandes flossen 306 Mio. Euro und für die Instandhaltung wurden 426 Mio. Euro aufgewendet. Insgesamt bewirtschaften die 458 Verbandsmitglieder 525.000 Wohnungen. Die Durchschnittsmiete lag 2015 bei 5,64 Euro pro Quadratmeter (+1,4%), die Betriebskosten bei 1,50 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Vor allem kommunale Wohnungsgesellschaften planen für den Zeitraum bis 2019 mehr Neubauprojekte.

Hoher Bedarf an Sozialwohnungen

Mehr Wohnungsbau ist angesichts der angespannten Lage in zahlreichen bayerischen Städten dringend nötig. Die Warteliste für Sozialwohnungen umfasst in München 12.500 Haushalte, in Nürnberg sind es 8.000 und in Ingolstadt 1.300 Wohnungssuchende. „Diese Aufzählung könnte man weiter fortsetzen. Neu ist, dass inzwischen auch in vielen Klein- und Mittelstädten bezahlbare Wohnungen fehlen“, so Kroner.

Aktuell haben die Mitgliedsunternehmen noch 107.780 Sozialwohnungen, Tendenz sinkend. Im Jahr 2015 standen den 2.419 Zugängen – 1.780 neue Wohnungen und 639 modernisierte Wohnungen – 3.173 Abgänge aus der Sozialbindung gegenüber. Bayernweit sind laut dem Förderinstitut BayernLabo 2015 fast 8.700 Wohnungen aus der Sozialbindung gefallen. „Wenn dieser Trend so weiter geht, sind unsere Mitglieder bald die Einzigen im Freistaat, die Sozialwohnungen im Bestand haben“, erläutert der Verbandsvorstand. Doch sie alleine könnten nicht alle fehlenden Mietwohnungen liefern. „Wir brauchen dringend weitere Akteure, die sich im Mietwohnungsbau engagieren“, fordert Kroner.

Wohnungspakt Bayern – Wenig Zeit für ehrgeizige Ziele

Mit dem Wohnungspakt Bayern habe die Staatsregierung angemessen auf die Situation reagiert und die lange geforderte Zuschusskomponente bei der Wohnraumförderung eingeführt. Die erwarteten 28.000 neuen geförderten Mietwohnungen seien aber bis 2019 in Anbetracht der langen Planungs- und Bauzeiten nicht realisierbar. „Alle Wohnungen, die in den nächsten beiden Jahren fertiggestellt werden, wurden noch vor der Ausrufung des Wohnungspaktes geplant und sind Vorzieheffekte wegen der Verschärfung der Energieeinsparverordnung zum 1. Januar 2016“, so der Verbandschef.

Schlechte Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau

Die Wohnungsunternehmen befinden sich im Augenblick in einer äußerst schwierigen Lage. Auf der einen Seite herrscht gewaltiger Druck, schnell tausende von Wohnungen zu bauen. Demgegenüber stehen eine fortlaufende Verteuerung der Baukosten, die geplante Verschärfung des Mietrechts durch das zweite Paket der Mietrechtsreform und eine erneut anstehende Novellierung der Energieeinsparverordnung. „Die Zielkonflikte der Politik werden auf dem Rücken der Wohnungswirtschaft, Mieter und Wohnungssuchenden ausgetragen“, kritisiert Kroner. Auf jede im Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen angekündigte Entlastung der Branche seien weitere Reglementierungen erfolgt. Keine einzige konkrete Maßnahme wurde bisher umgesetzt. „Das Bauen wird nicht günstiger, Bauland bleibt zu knapp und die Baugenehmigungen erfolgen nicht schneller“, zählt der Verbandsvorstand auf. Die Wohnungswirtschaft sei aber angesichts der großen gesellschaftlichen Herausforderung, tausende Wohnungssuchende unterzubringen auf eine schnelle Verbesserung der Rahmenbedingungen angewiesen. „Sonst radikalisiert sich unsere Gesellschaft“, befürchtet der Verbandschef.
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Bayerische Wohnungswirtschaft erhöht Neubauinvestitionen

München (24.02.2016) – Die bayerische Wohnungswirtschaft wird ihre Neubauinvestitionen in den nächsten drei Jahren erhöhen. Vor allem kommunale Wohnungsunternehmen und größere Wohnungsunternehmen mit mehr als 1.000 Wohnungen planen starke und sehr starke Erhöhungen der Investitionen. Das ergab eine Umfrage des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) bei seinen Mitgliedsunternehmen.

Das Thema Wohnungsneubau ist so aktuell wie lange nicht. Dabei geht es nicht nur um die Unterbringung von Flüchtlingen. Der VdW Bayern macht bereits seit Jahren auf den Mangel an bezahlbaren Wohnungen in den bayerischen Ballungszentren aufmerksam. „Die bayerische Wohnungswirtschaft übernimmt Verantwortung und engagiert sich beim Wohnungsneubau. Die Investitionsplanungen unserer Mitgliedsunternehmen für den Zeitraum bis 2019 sind sehr positiv zu bewerten“, sagt Verbandsdirektor Xaver Kroner.

Fast alle kommunalen Wohnungsunternehmen sind dabei, ihre Kapazitäten hochzufahren. 30 Prozent planen moderate Erhöhungen der Neubauinvestitionen, 36 Prozent starke Erhöhungen und 30 Prozent sehr starke Erhöhungen. Nur vier Prozent planen derzeit keine Neubauinvestitionen. Bei den größeren Unternehmen mit mehr als 1.000 Wohnungen planen rechtsformübergreifend 62 Prozent starke bzw. sehr starke Erhöhungen der Neubauinvestitionen. Und auch jede zweite Wohnungsgenossenschaft plant Neubauprojekte.

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Bayerische Wohnungswirtschaft: Langer Weg zur neuen Wohnung

Bessere Bedingungen für den Wohnungsneubau notwendig

München (15.12.2015) – Die bayerische Wohnungswirtschaft blickt auf ein turbulentes Jahr zurück. „Der Druck auf unsere Mitgliedsunternehmen war lange nicht mehr so groß“, sagt VdW Bayern Verbandsdirektor Xaver Kroner. Um die Unterbringung von anerkannten Flüchtlingen und Zuwanderern zu gewährleisten, seien Tausende neue Wohnungen nötig. Doch selbst unter optimalen Bedingungen könnten die ersten Wohnungen frühestens 2018 fertiggestellt sein. Der Planungsvorlauf in der Branche sei enorm.

Von optimalen Bedingungen kann nach Ansicht der bayerischen Wohnungswirtschaft trotz aller politischer Aufmerksamkeit für das Thema Wohnen bisher keine Rede sein. Positiv sei die Ausstattung der Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau. „Hier hat die bayerische Staatsregierung schnell reagiert“, lobt der Verbandschef. Auch der aktuelle Bericht der Baukostensenkungskommission enthalte viele gute Ansätze. „Doch den Worten müssen jetzt Taten folgen“, fordert Kroner. Denn der Wohnungsbau brauche viel Zeit. Bis Wohnungen, die heute geplant werden, auf den Markt kommen, dauert es durchschnittlich zwei bis drei Jahre.

Bereitschaft zum Bauen ist vorhanden

Für den Verbandsdirektor rächt sich heute, dass man dem Thema Mietwohnungsbau jahrelang keine politische Bedeutung beigemessen hat und die Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau durch zahlreiche Regularien immer weiter verschärft wurden. „Die Bereitschaft zum Bauen ist bei unseren Mitgliedsunternehmen vorhanden“, stellt Kroner klar. Deshalb müssten jetzt die Bauhemmnisse aus dem Weg geräumt werden. Für die bayerische Wohnungswirtschaft zählen dazu vor allem überhöhte technische und energetische Anforderungen sowie langwierige Bauleitplanung und Baugenehmigungsverfahren. Aber ohne ausreichend vorhandene Baugrundstücke müssen alle Bemühungen scheitern. Hier müssen Bund, Freistaat und Kommunen schnellstmöglich für alle Akteure bezahlbares Bauland zur Verfügung stellen.

Nachverdichtung hat Potenzial

Daneben sei es dringend nötig, die vorhandenen Flächen besser zu nutzen. Nachverdichtung scheitere aber oft an hohen behördlichen Hürden und Auflagen etwa beim Denkmal- und Ensembleschutz oder den geforderten Kfz-Stellplätzen. Der nachträgliche Bau einer Tiefgarage würde häufig ein Investitionsvorhaben wegen der extrem hohen Kosten verhindern. „Wenn wir wenigstens in zwei Jahren etwas Entlastung auf den Wohnungsmärkten bekommen wollen, müssen jetzt alle Verantwortlichen Gas geben“, so Kroner.

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Bayerische Wohnungswirtschaft sieht dringenden Handlungsbedarf für mehr bezahlbare Wohnungen

Politische Rahmenbedingungen müssen verbessert werden

München (07.09.2015) – Der Zustrom von Menschen nach Deutschland hält unvermindert an. Bis Ende Juli 2015 sind 47.767 neue Asylbewerber nach Bayern gekommen. Die Wohnungswirtschaft engagiert sich auf Grundlage ihrer sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung mit großem Nachdruck für eine menschenwürdige und integrationsfördernde Unterbringung dieser Menschen. „Die Mitgliedsunternehmen des VdW Bayern stellen sich ihrer Verantwortung und wollen den Betroffenen, aber auch den Kommunen bei der Wohnraumversorgung helfen“, sagt Verbandsdirektor Xaver Kroner. Dafür brauchen die Unternehmen politische Unterstützung und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen.

Der Verbandsdirektor nennt drei zentrale Punkte: Ein befristetes Absenken der Baustandards und die Beschleunigung von Verfahren, die Sicherstellung von sozialer Betreuung und deutlich kostengünstigeres Bauen. „Wir brauchen Konzepte zur geordneten Aufnahme, schnellen Unterbringung und dauerhaften Betreuung der zu uns kommenden Menschen“, fordert Kroner. Die Maßnahmen müssten geeignet sein, um schnell in die Breite des Marktes zu wirken.

Wohnungsversorgung ist Chefsache

Die Wohnungswirtschaft hält es für erforderlich, dass die Wohnversorgung von den Bürgermeistern in den Städten und Gemeinden zur Chefsache erklärt wird.

Resolution der deutschen Wohnungswirtschaft

Die Spitzengremien des GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V. haben in ihrer Sitzung am 3. September ein umfangreiches Forderungspapier verabschiedet, das den politisch Verantwortlichen in Bund und Ländern zugeleitet wird.

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Urlaubstipps für Mieter

VdW Bayern: Worauf man vor der Reise achten sollte

Kurz bevor es in den Urlaub geht, wird es häufig noch einmal stressig. Koffer packen, Reisedokumente und Pässe herrichten, Geld abheben – im schlimmsten Fall unter Zeitdruck. Damit die schönste Zeit des Jahres unbeschwert genossen werden kann, muss bei der Reiseplanung rechtzeitig auch an die eigene Wohnung gedacht werden. Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW Bayern) hat die wichtigsten Mieterpflichten für die Abwesenheit zusammengestellt.

Mieter müssen auch während ihrer Abwesenheit dafür sorgen, dass Schäden in der Wohnung vermieden werden. Deshalb ist es unerlässlich, den Zugang zur Wohnung auch während des Urlaubs zu ermöglichen (BGH, Az.: VIII ZR 164/70). Eine Pflicht, dem Vermieter den Schlüssel zu hinterlassen, gibt es aber nicht. „Am besten übergibt man einem vertrauenswürdigem Nachbarn den Zweitschlüssel und informiert den Vermieter darüber“, empfiehlt Verbandsdirektor Xaver Kroner. Dann sei die Wohnung im Fall eines Brandes oder Wasserrohrbruchs schnell zugänglich. Auch an den Briefkastenschlüssel sollte gedacht werden. „Ein überquellender Briefkasten ist für Einbrecher geradezu eine Aufforderung“, so Kroner.

Ersatz für Gemeinschaftsdienste

Spätestens im Urlaub zeigt sich, wie wichtig ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn ist. Denn bei einigen Pflichten ist man auf die Hilfe von Dritten angewiesen. In vielen Hausordnungen sind Gemeinschaftsdienste wie Treppenputzdienst, Rasenmähen oder das Kehren des Gehwegs geregelt. Während seiner Abwesenheit ist der Mieter verpflichtet, sich um einen Ersatz zu kümmern. Wird die Reinigungspflicht verletzt, kann der Vermieter den Mieter diesbezüglich abmahnen und eine Frist für die Ausführung der Reinigung setzen (AG Wiesbaden, Az.: 91 C 2213/99-19).

Bei einer längeren Abwesenheit sollten besonders energetisch sanierte und gut gedämmte Wohnungen regelmäßig stoßgelüftet werden, sonst droht die Gefahr der Schimmelbildung.
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Bayerische Wohnungswirtschafft übernimmt Verantwortung

Verbandstag des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen 2015

München (20.05.2015) – Mehr als 350 Delegierte der bayerischen Wohnungswirtschaft kamen am 20. Mai zum Verbandstag des VdW Bayern nach Coburg. Verbandsdirektor Xaver Kroner zeigte sich sehr zufrieden mit der Entwicklung des letzten Jahres. „Die Verbandsmitglieder haben mit Investitionen von 1,3 Mrd. Euro und dem Bau von 2.000 Mietwohnungen die Erfüllung ihrer sozialen Verantwortung unter Beweis gestellt.“

Doch Kroner betonte auch, dass die Situation auf den sehr unterschiedlichen bayerischen Wohnungsmärkten trotz der guten Neubauzahlen schwierig ist. Der Sozialwohnungsbestand habe sich in den letzten 15 Jahren von 250.000 im Jahr 1999 auf aktuell noch 130.000 Sozialwohnungen nahezu halbiert. Das Angebot würde der stark gewachsenen Nachfrage nicht gerecht. „Durch die vielen Flüchtlinge und Zuwanderer wird sich die Situation noch weiter verschärfen“, sagte der Verbandsdirektor. Die bayerischen Wohnungsunternehmen seien sich ihrer Verantwortung bewusst und unterstützen die Kommunen bei der Unterbringung nach Kräften. Bei vielen Unternehmen sei die Grenze der Leistungsfähigkeit jedoch bereits erreicht. „Mit einer Durchschnittsmiete von bayernweit 5,56 Euro ist die Bautätigkeit nicht mehr zu steigern“, so Kroner.

Bezahlbares Wohnen: Der Staat muss die Weichen stellen

In ihrer Entschließung fordern die Verbandsmitglieder den Staat deshalb dazu auf, die Weichen für mehr bezahlbaren Wohnungsbau auf allen Ebenen richtig zu stellen. Angesichts der ohnehin schon hohen Baukosten, sollen vor allem die energetischen und sonstigen Baustandards nicht noch weiter verschärft werden. Die Kommunen müssten das Wohnen zur Chefsache machen und mit Grundstückspolitik und dem Spielraum bei den Stellplatzvorgaben zur Baukostenreduzierung beitragen.

Wohnraumförderung erhöhen

Die bestehende Wohnraumförderung müsse deutlich erhöht werden und auch mit Zuschüssen arbeiten. Weiter müsse die soziale Betreuung von Asylbewerbern und Flüchtlingen sichergestellt werden. Sonderprogramme ausschließlich für diese Personengruppen lehnt die Wohnungswirtschaft jedoch ab, um sozial stabile Bewohnerstrukturen erhalten zu können.

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