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Sommer und Zecken: Das hält die Plagegeister auf Abstand

Sommer und Zecken: Das hält die Plagegeister auf Abstand

Zecken lieben schattige Plätzchen

Zecken können durch ihren Stich Krankheiten wie Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) übertragen können. Die Gefahr geht allerdings nur von den infizierten Zecken aus.

FSME
FSME ein Sammelbegriff für verschiedene Formen von Hirnhautentzündungen, die vermutlich durch ein Virus ausgelöst werden. Sie zeigen sich durch ein grippales Vorstadium und führen im weiteren Verlauf zu dauerhaften Lähmungen, Schluck- und Sprechstörungen sowie zu Bewusstseinsstörungen. Eine spezifische Behandlung gegen FSME gibt es derzeit noch nicht, allerdings kann eine Impfung schützen. FSME wird eher selten übertragen, wogegen Borreliose – Erkrankungen häufiger auftreten.

Borreliose
Die Borreliose ist ein Meister der Tarnung. Viele Krankheiten entsprechen ihrem Beschwerdebild und sind davon abhängig, wo sich die Erreger über die Blutbahn im Körper verteilt haben. Hierzu gehören Muskel- und Gelenkschmerzen, taube Glieder, Fieber, Magen- und Darmbeschwerden, große Müdigkeit, Störungen des vegetativen Nervensystems sowie Angst- und Aggressionszustände. In den meisten Fällen wird Borreliose mit Antibiotika behandelt. Zudem gibt es homöopathische Behandlungsmethoden. In Deutschland erkranken jährlich je nach Region 25 bis 100 Menschen pro 100.000 Einwohnern an Borreliose, in Österreich sind es 150 bis 300 Menschen pro 100.000.

Im Gegensatz zur FSME ist gegen Borreliose bisher noch kein Impfstoff gefunden worden. Denn diese im Darm der Zecke sitzenden Bakterien, die sogenannten Borrelien sind äußerst clever: Dank ihres ausgeklügelten Informationssystems erkennen sie sofort, ob die Zecke das Blut eines Hundes, einer Maus oder das eines Menschen angezapft hat und passen ihren Stoffwechsel dem des Wirtes an. Hierdurch überlisten sie dessen Immunzellen und können unbemerkt aus dem Darm zu den Speicheldrüsen der Zecke wandern. Somit dauert es bis zur Ansteckung eine gewisse Zeit. US-Studien belegen, dass nach 12 Stunden Saugzeit noch keine Gefahr besteht, nach 24 Stunden liegt die Ansteckungsgefahr bei 30 Prozent und nach 48 Stunden fast bei 100 Prozent. Falls sich nach dem Stich rund um die Einstichstelle ein roter Kreis, die sogenannte Borreliose – Wanderröte bildet, sollte ein Arzt aufgesucht werden; wobei diese erst nach Tagen bzw. Wochen auftreten kann. Bei einigen Menschen entwickelt sich hingegen keine Wanderröte. Zudem sind manche Menschen beschwerdefrei, obwohl sie sich nachweislich infiziert haben. Ob bei ihnen das Immunsystem die Borrelien erfolgreich bekämpft hat oder sie sich irgendwo im Körper verstecken, ist bisher unklar.

Wissenswertes über Zecken:
– Zecken meiden direktes Sonnenlicht. Sie halten sich lieber im schattigen Gebüsch oder im Gras auf. Entgegen der oft angenommen Meinung lassen Zecken sich nicht von Bäumen herabfallen, krabbeln jedoch im Gebüsch bis zu eineinhalb Meter hoch, um von dort leicht an ihren Wirt andocken zu können.

– Zecken sind blind. Sie nehmen aber jede kleinste Veränderung wie Erschütterungen, Wärmeunterschiede, Lichtveränderungen oder Gerüche wahr. Vor allem Menschen mit „saurem“ Schweiß, die unter Stress stehen oder sich vorwiegend von säurebildenden Lebensmitteln wie z. B. tierischem Eiweiß und Zucker ernähren, sind für Zecken leicht wahrnehmbare Beute.

Zeckenschutz:
– Festes Schuhwerk und geschlossene Kleidung bieten einen gewissen Schutz vor Zecken.

– Auch das Einreiben von Beinen und Armen mit ätherischen Ölen wie Geranienöl, Nelkenöl oder Teebaumöl halten Zecken auf Abstand, wobei ein Mix dieser drei Öle am besten wirkt. Darüber hinaus leistet Kokosöl gute Dienste.

– Menschen, die in Gegenden mit einem hohen Anteil an infizierten Zecken leben, können vorsorglich das homöopathische Mittel Borreliennosode D30 über einen Zeitraum von drei Tagen einnehmen. Die Dosierung liegt bei dreimal täglich. (Nosoden sind homöopathisch aufbereitete Mittel, die aus krankem Blut, Krankheitserregern oder wie in diesem Fall aus infizierten Zecken hergestellt werden).

Was bei einem Zeckenstich zu beachten ist:
– Zecken beißen nicht – sie stechen. Daher ist es ratsam, sie einfach herauszuziehen; z. B. mit einer Zeckenkarte, die in Apotheken erhältlich ist. Eine Zeckenzange dagegen ist zu grob und quetscht die Zecke, sodass sie ihren Darminhalt – und falls infiziert, auch die Borrelien – in die Einstichstelle erbricht.

– Ebenso nachteilig ist es, der Zecke mit Öl, Klebstoff oder Nagellack zu begegnen.

– Nach dem Entfernen der Zecke sollte die Bissstelle mit Teebaumöl oder einem anderen ätherischem Öl desinfiziert werden.

Literaturquelle: Borreliose natürlich heilen, Wolf-Dieter Storl, AT Verlag, 9. Auflage

Über die Autorin:
Claudia Meyer ist Personal Trainerin, Ernährungstrainerin und ehemalige Leistungssportlerin. In ihrem neuen Buch „Intuition – Dein Coach für ein gesundes und glückliches Leben“ geht sie auf die Fähigkeiten der Intuition ein und zeigt, wie jeder Mensch sie für sich nutzen kann. Das Buch ist im Verlag tredition erschienen und überall im Handel erhältlich. Hier gibt es weitere Informationen zum Buch.

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Zecken und Borreliose – OnLyme-Aktion.org: Aktionstage im Mai 2018

Aktionsbündnis fordert patientenzentrierte medizinische Versorgung und aussagefähige Diagnostiktests

Zecken und Borreliose - OnLyme-Aktion.org:  Aktionstage im Mai 2018

Im Rahmen internationaler Mai-Aktionen zu der häufig von Zecken übertragenen Lyme-Borreliose ruft das Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., „OnLyme-Aktion.org“, traditionell zu Informations- und Aktionstagen in mehreren Städten Deutschlands auf.

Hier die Städte und Termine für das Jahr 2018:

Leipzig – Aktionstag
Samstag, 05.05.2018
Infostand von 9.30 Uhr bis 15.00 Uhr (zum Leipziger Selbsthilfetag)
11.00 Uhr Protest-Aktion „WIR SIND VIELE!“
Ort: Universität Leipzig, Campus Jahnallee 59,
(Vorplatz der Ernst-Grube-Halle)
Kontakt: borrelioseprotest-leipzig@web.de

Dortmund – Aktionstag
Samstag, 12.05.2018
Infostand von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Ort: Innenstadt, Platz von Netanya (Fußgängerzone)
Kontakt: borrelioseprotest-nrw@email.de

Mainz – Aktionstag
Samstag, 19.05.2018
Infostand von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Ort: Leichhof, vor der Sparkasse neben dem Baum (Wochenmarkt Mainz)
Kontakt: bonin.petra@gmx.de

Saarbücken – Aktionstag
Samstag, 26.05.2018
Infostand von 10.00 Uhr bis 16.00 Uhr
Ort: Trierer Straße 1 (Fußgängerzone Bahnhof- / Reichsstraße vor der EUROPA-Galerie)
Kontakt: bonin.petra@gmx.de

Angesichts des Klimawandels und der steigenden Gefahr durch Zeckenstiche fordert die gemeinnützige Initiative mit dem Motto „(Be)-Handelt endlich!“ verstärkte Forschungsanstrengungen, die Entwicklung standardisierter, aussagefähiger Tests und Langzeittherapie-Studien.

Lyme-Borreliose – eine ernstzunehmende Herausforderung für Patienten und Ärzte

Aufgrund spärlicher und überdies noch widersprüchlicher Studienergebnisse gibt es bislang keinen diagnostischen und therapeutischen Goldstandard bei der Lyme-Borreliose – auch wenn dies durch die neue S3-Leitlinie zur Neuroborreliose suggeriert wird. Hinzu kommt der ungewisse kurative Erfolg einer Borreliosetherapie, insbesondere im späten Stadium. OnLyme-Aktion.org hält es für dringend erforderlich, dass Patienten von Ärzten über die unterschiedlichen Therapieansätze informiert werden. In diesem Zusammenhang verweist OnLyme-Aktion.org auch auf die USA, wo etliche Bundesstaaten inzwischen Gesetze zum Schutz der Rechte von Borreliose-Patienten erlassen haben, um eine adäquate, häufig längere Therapie der fortgeschrittenen Borreliose zu ermöglichen.

Wie groß der Bedarf an Informationen über zeckenübertragene Infektionen ist, kann das Aktionsbündnis auch an den stetig steigenden Zugriffs- und Anmeldezahlen ihres Online-Patientenforums messen. “ Angesichts der Schwere und Häufigkeit der Borreliose-Erkrankung halten wir es für dringend notwendig, die Bevölkerung besser zu informieren und das motiviert uns Jahr für Jahr für unsere Aktionstage“, erläutert ein engagiertes Mitglied des Aktionsbündnisses.

OnLyme-Aktion.org unterhält ein kostenfreies, unabhängiges und moderiertes Online-Patientenforum, in dem sich Interessierte über alle Aspekte der Borreliose informieren und Erfahrungen austauschen können: http://forum.onlyme-aktion.org/
http://forum.onlyme-aktion.org/

OnLyme-Aktion.org, das Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., hat sich zum Ziel gesetzt, mit Aktionen und Kampagnen auf die gesundheitspolitischen Missstände insbesondere bei der Lyme-Borreliose aufmerksam zu machen und Betroffenen eine Stimme zu geben.

Das Aktionsbündnis unterhält ein kostenfreies, unabhängiges Online-Patientenforum, in dem Betroffene Informationen und Erfahrungsaustausch finden: http://forum.onlyme-aktion.org/

Jedes Jahr infizieren sich in Deutschland mindestens über 200.000 Menschen neu mit dem häufig durch Zeckenstiche übertragenen Krankheitserreger Borrelia burgdorferi. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts ist bereits jedes 14. Kind in Deutschland mit Borrelien infiziert. Die Multi-Organ-Erkrankung wird auch als „großer Imitator“ bezeichnet, weil ihr diffuses, wechselndes Krankheitsbild Fehldiagnosen wie Multiple Sklerose, Rheuma, Arthritis, Fibromyalgie-Syndrom, somatoforme Störung und viele mehr verursacht.

Lyme-Borreliose ist eine ernstzunehmende, bakterielle, multisystemische Infektion, die arthritische, muskulo-skeletale, kardiologische, neurologische, ophtalmologische und psychiatrische Krankheitsmanifestationen auslösen kann. Die Wanderröte zeigt sich oft nicht, die Tests sind nicht-standardisiert und unzuverlässig. Daher sind eine frühe klinische Diagnose und eine angemessene Therapie notwendig, um eine chronische Lyme-Borreliose zu vermeiden. Mehr als 30 Jahre nach Entdeckung des Erregers gibt es immer noch keinen schützenden Impfstoff und keine sicher heilende Therapie für die Lyme-Borreliose.

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Mit dem Frühling kommen auch die Zecken

Frühsommer-Meningoenzephalitis in Deutschland und Europa weiter auf dem Vormarsch

Mit dem Frühling kommen auch die Zecken

(Mynewsdesk) Endlich naht der Frühling. Doch über die milderen Temperaturen freut sich nicht nur der Mensch – zu dieser Jahreszeit läuft auch die Zecke zur Hochform auf. Ihr Stich erfolgt meist unbemerkt, dabei können jedoch Krankheitserreger wie die Viren der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen werden. Auch außerhalb der bekannten Risikogebiete sind in 2017 einige Erkrankungsfälle aufgetreten.1 In Deutschland wurde 2017 die höchste Fallzahl seit mehr als zehn Jahren verzeichnet2, und auch in Europa steigen die Fallzahlen3. Bei aller Begeisterung für die Natur ist es daher sinnvoll vorzusorgen. Die rechtzeitige Immunisierung durch eine Impfung, wie sie die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt, kann vor der Erkrankung schützen.1

Die FSME verläuft oft in zwei Phasen4
Zwischen sieben und vierzehn Tage vergehen gewöhnlich vom Zeckenstich bis zum Ausbruch einer FSME-Erkrankung. Die Anzeichen der ersten Phase, wie Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und leichtes Fieber, können mit einer Grippe verwechselt werden.4 In einer möglichen zweiten Phase befällt das Virus das zentrale Nervensystem. Heftige Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Schwindel und Übelkeit sowie Lichtscheu können auftreten.5 Hohes Fieber mit neurologischen Anzeichen wie Hirnhautentzündung (Meningitis), Entzündung des Rücken- oder Knochenmarks oder Entzündung des Gehirns sind mögliche Folgen.5 Ein Befall des zentralen Nervensystems kann schwere Schäden hervorrufen – und im schlimmsten Fall bei etwa ein bis zwei von 100 Erkrankten zum Tode führen.6

Rechtzeitige Impfung kann vor FSME schützen
Zecken halten sich bevorzugt in Büschen und Gräsern auf und werden dort im Vorbeigehen abgestreift. Die Auwaldzecke krabbelt sogar aktiv auf den Menschen zu.7 Aus dem Mittelmeerraum ist eine Zeckenart eingewandert,8 die im Verdacht steht, FSME übertragen zu können. Über die Speicheldrüsen der Tiere gelangen die Viren beim Stich unmittelbar in den Menschen. Dies unterscheidet die FSME von anderen durch Zecken verbreiteten Krankheiten. Nach einem Aufenthalt im Freien sollte man den Körper direkt nach Zecken absuchen. Da das Entfernen eines schon saugenden Tiers jedoch nicht vor FSME schützen kann, empfiehlt sich eine Impfung. Das gilt vor allem für Personen, die in Risikogebieten leben oder sich viel im Freien aufhalten. Mit drei Impfdosen innerhalb weniger Monate kann eine Immunisierung erreicht werden. Eine erste Auffrischung sollte nach drei Jahren erfolgen.4 Für Kinder gibt es einen Impfstoff, der ab Vollendung des ersten Lebensjahres zugelassen ist. Kurzentschlossen Reisende können innerhalb weniger Wochen einen Impfschutz aufbauen.

DE/ENC/0006/18e; 02/2018

Referenzen
1 Epidemiologisches Bulletin Nr. 17, 27. April 2017
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/Ausgaben/17_17.pdf?__blob=publicationFile
2 survstat 2.0 RK, Zugriff Februar 2018
3 GIDEON (Global Infectious Diseases and Epidemiology Online Network), Zugriff Februar 2018
4 RKI Ratgeber für Ärzte „Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)“ https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_FSME.html
5 https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/FSME/Zecken/Zecken.html
6 World Health Organization: http://www.who.int/wer/2011/wer8624.pdf?ua=1 (p. 245)
7 https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/FSME/Zecken/Zecken.html
8 https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1877959X17300912?via%3Dihub

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FSME-Risikogebiete breiten sich weiter aus

Parasitologe Prof. Dr. Heinz Mehlhorn beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema Zecken und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME).

FSME-Risikogebiete breiten sich weiter aus

(Mynewsdesk) Sobald die Temperaturen über fünf Grad Celsius steigen, startet die Zeckensaison. Bei einem Stich können Zecken gefährliche Erreger, wie die der Borreliose und der FSME, auf den Menschen übertragen. Borreliose ist bakteriell bedingt und kann mit Antibiotika therapiert werden. FSME hingegen ist eine Viruserkrankung, für die es bislang keine ursächliche Therapie gibt. Lediglich die Symptome können behandelt werden. Eine Infektion mit FSME-Viren kann daher schwere gesundheitliche Folgen nach sich ziehen. Eine Impfung kann schützen.

Herr Prof. Mehlhorn, im Frühling beginnt die Zeckensaison, stimmt das?
Nein, dies ist eine verbreitete Fehlannahme. Zecken sind mittlerweile fast ganzjährig aktiv. Ein weiterer Mythos ist, dass Zecken von Bäumen springen. Vielmehr verstecken sie sich in der kalten Jahreszeit gerne unter dicken Laubschichten oder im Unterholz. Wer sich im Winter im Freien abseits von Wegen aufhält oder zum Beispiel Stöcke vom Boden aufhebt, riskiert einen Zeckenbefall. Und selbst Ärzte denken beim Auftreten von Symptomen einer FSME im Winter oft nicht an Zeckenstiche als Übertragungsweg der Krankheit.

Wie können durch einen Zeckenstich Krankheiten übertragen werden?
Zecken können verschiedene Erreger in sich tragen. Durch einen Stich können Bakterien, Viren sowie Einzeller auf den Wirt, also den Menschen, übergehen.1,2 Borreliose gehört zu den häufigsten Erkrankungen, die von Zecken übertragen werden.3 Die Übertragung der Bakterien erfolgt mit dem Speichel acht bis zehn Stunden nach dem Einstich. FSME-Viren hingegen werden unmittelbar beim Einstechen der Zecke weitergegeben. Die Viren der FSME können beispielsweise eine Hirnhautentzündung verursachen.

Besteht in ganz Deutschland die Gefahr, durch einen Zeckenstich infiziert zu werden?
Die Gefahr einer FSME-Übertragung besteht hauptsächlich in den sogenannten FSME-Risikogebieten. Diese sind auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts aufgelistet. In Deutschland kommt der FSME-Erreger in Bayern und Baden-Württemberg am häufigsten vor. Auch Hessen, Thüringen, Saarland, Sachsen und Rheinland-Pfalz sind betroffen. In der Tat breiten sich die befallenen Gebiete langsam aber stetig aus.4 Die Erkrankungszahlen sind in den letzten zwei Jahren stark angestiegen, vielleicht weil die Krankheit selbst in den FSME-Risikogebieten noch relativ unbekannt ist und daher keine Vorbeugung erfolgt.

Welche gesundheitlichen Folgen kann eine FSME-Erkrankung haben?
Diese Infektion kann bei schweren Verläufen auf das Gehirn und das Rückenmark übergreifen. Schwindelgefühl, Sprach- und Schluckstörungen sowie Lähmungen sind dann die Folgen. Die Erkrankung kann sogar zum Tode führen. Für die bereits ausgebrochene FSME gibt es bislang keine hundertprozentige Therapie.

Wie kann man sich vor FSME am besten schützen?
Bei der Gartenarbeit oder Spaziergängen in der Natur sollte man Zeckenabwehrmittel nutzen und geschlossene Kleidung tragen. Da das keinen ausreichenden Schutz garantiert, sollte man seinen Körper nach der Rückkehr gründlich absuchen. Dabei sollte besonders auf die von Zecken bevorzugten Stellen geachtet werden, also Kniekehlen, Achselhöhlen, Intimbereich. Bei Kindern auch am Kopf, in den Haaren und hinter den Ohren.5 Die FSME ist in Deutschland die einzige von Zecken übertragene Krankheit, gegen die man sich impfen lassen kann. Die Ständige Impfkommission empfiehlt dies vor allem Menschen, die in Risikogebieten leben oder in diese Gebiete, wie zum Beispiel Süddeutschland und Österreich, reisen.

Was gilt es bei einer FSME-Schutzimpfung zu beachten?
Für einen vollständigen Schutz sind drei Impfungen notwendig. Bei dieser sogenannten Grundimmunisierung erfolgen die ersten beiden Impfungen im Abstand von ein bis drei Monaten und die dritte, je nach Impfstoff, nach fünf bis zwölf Monaten. Die erste Auffrischung sollte nach drei Jahren erfolgen. Für einen schnellen Schutz, z.B. vor Reisen, sind auch Schnellimmunisierungen möglich.

DE/ENC/0006/18a; 02/2018

Quelle:
1 Mehlhorn, Birgit und Heinz (2009): „Zecken auf dem Vormarsch“, Düsseldorf University Press, Düsseldorf.

2 Mehlhorn, Heinz (2012): „Die Parasiten des Menschen“, Heidelberg, Springer Spektrum, 7. Auflage.

3 RKI Ratgeber für Ärzte „Lyme-Borreliose“ http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_LymeBorreliose.html;jsessionid=35DB975C21AADBAC9E2876F3DE3B57CB.1_cid298, Februar 2018

4 Epidemiologisches Bulletin Nr. 17, 27. April 2017
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/Ausgaben/17_17.pdf?__blob=publicationFile, Februar 2018

5 RKI Ratgeber für Ärzte „Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)“ https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_FSME.html, Februar 2018

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Zecken werden aktiv und bedrohen unsere Haustiere

Nicht alle Zeckenmittel sind wirksam – Zecken haben Städte und den Norden erobert – Manche Mittel sind für Katzen gefährlich – Katzen als „Transporter“

Zecken werden aktiv und bedrohen unsere Haustiere

Bund Deutscher Tierfreunde weist auf Zeckengefahr hin

Zecken lauern im Unterholz, in Büschen oder in hohem Gras. Die Blutsauger werden schon bei niedrigen Plusgraden, also sieben bis zehn Grad Celsius, aktiv – und genau diese Temperaturen erreichen wir jetzt rund um Ostern. Die kleinen Blutsauger werden mit steigenden Temperaturen immer aktiver. Nach einem langen Winter sind sie ausgehungert und machen sich auf die Suche nach ihrer ersten Vampirmahlzeit des Jahres. Es herrschen Idealbedingungen für das „gefährlichste Tier der Welt“ – die Zecke. Wie der überregionale Tierschutzverein Bund Deutscher Tierfreunde e.V. (BDT) mit Sitz in Kamp-Lintfort in Nordrhein-Westfalen betont, haben die kleinen Sauger inzwischen auch den Norden und die Städte erobert. Die blutsaugenden Parasiten übertragen bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger.
Meist hat ein Zeckenbiss keine gesundheitlichen Folgen, doch in manchen Fällen übertragen die Tiere Erreger von Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Einige Zeckenforscher sehen Hinweise auf eine vermehrte Ausbreitung der tückischen Krankheit in den Norden Deutschlands. Zwar traten die weitaus meisten Erkrankungsfälle (85 Prozent) im Jahr 2017 in Süddeutschland auf, wie Experten des Deutschen Konsiliarlabors für Frühsommer-Meningoenzephalitis betonen. Doch zuletzt haben sich demnach auch vermehrt Menschen an der niedersächsisch-niederländischen Grenze, in privaten Gärten in Berlin oder auch in Stadtparks in Mecklenburg-Vorpommern angesteckt.
Für Menschen ist besonders die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), die von Zecken übertragen wird, gefährlich. Hunden drohen ebenfalls zahlreiche Erkrankungen: Borreliose, FSME, Ehrlichiose, Babesiose und Anaplasmose. Halter sollten ihre Tiere deshalb nach jedem Spaziergang nach den Parasiten absuchen und sie schnell entfernen. Bei plötzlich auftretenden Erkrankungen sollte immer ein Tierarzt aufgesucht werden.
Manche der für Hunde geeignete Medikamente sind für Katzen lebensbedrohlich. Zudem sind Katzen zwar vor Zecken besser geschützt, sie stellen jedoch eine größere Übertragungsgefahr für Menschen und besonders Kinder dar. Zeckenmittel mit dem Wirkstoff Permethrin dürfen bei Katzen nicht angewendet werden, unterstreicht der Bund Deutscher Tierfreunde. Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts erhöhen Katzen als Haustiere das Risiko für eine Borreliose-Infektion mehr als es Hunde tun. Möglicherweise geraten Zecken, die das Haustier trägt, an Kinder, wenn sie mit ihm schmusen. Bereits sieben Prozent der 14- bis 17-Jährigen sind demnach mindestens einmal von einer infizierten Zecke gebissen worden. Etwa 30 Prozent der Zecken sollen nach Schätzungen mit Borreliose infiziert sein.
Eine genaue Übersicht über die Häufigkeit der Erkrankungen bei Haustieren, die durch Zeckenbisse ausgelöst wurden, gibt es nicht, teilt der Bund Deutscher Tierfreunde mit. Man geht jedoch davon aus, dass je nach Region fünf bis zehn Prozent aller Hunde mit Borrelien infiziert sind. Katzen werden anders als Hunde wesentlich seltener durch Zeckenstiche krank. Ein Grund dafür könnte die intensive Fellpflege sein, betont der Bund Deutscher Tierfreunde.
Der österreichische Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat die Wirksamkeit von 20 Präparaten getestet, hauptsächlich Halsbänder und Lösungen zum Auftropfen. Zuverlässig wirksam waren im Test nur Präparate, die Nervengifte enthalten. Zeckenmittel, die Nervengifte enthalten, sind verschreibungspflichtige Medikamente, die nur über Tierärzte erhältlich sind. Der Bund Deutscher Tierfreunde rät in jedem Fall zum Besuch eines Tierarztes oder eines Fachgeschäftes mit Beratung.

Der Bund Deutscher Tierfreunde e.V. mit Sitz im nordrheinwestfälischen Kamp-Lintfort ist ein überregionaler Tierschutzverein.Der 1999 gegründete BDT e.V. unterhält zwei eigene Tierheime in Kamp-Lintfort sowie in Weeze und unterstützt rund 30 Tierheime und Tierschutzvereine im gesamten Bundesgebiet. Der BDT e.V. ist ein Verein für Tier-, Natur- und Artenschutz. Das Tierheim in Kamp-Lintfort feierte 2014 bereits sein zehnjähriges Bestehen.

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Neue Leitlinie zur Neuroborreliose bleibt umstritten

OnLyme-Aktion.org vermisst Öffnung zu erweiterten Therapieoptionen – mindestens 24 Prozent der Erkrankten leiden weiterhin unter persistierenden Symptomen

Neue Leitlinie zur Neuroborreliose bleibt umstritten

OnLyme-Aktion.org ©

An der neu veröffentlichten Leitlinie haben verschiedene Organisationen, darunter auch das Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., OnLyme-Aktion.org, seit mehr als drei Jahren mitgearbeitet und an den Fachkonferenzen teilgenommen. Aufgrund der völlig unzureichenden Studienlage in Europa sieht OnLyme-Aktion.org das Mehrheitsvotum für die Verabschiedung dieser Leitlinie kritisch.

Aus diesem Grund hat OnLyme-Aktion.org einen Dissensbericht zum Leitlinienreport eingereicht. Nach einer vereinsinternen Umfrage sehen 97 Prozent der OnLyme-Aktion.org-Mitglieder die „Ist-Situation“ für Patienten durch diese Leitlinie nicht verbessert. Inwieweit die Leitlinie dem Wohle der Patienten dienen wird, wie sich Professor Sebastian Rauer hoffnungsvoll äußerte, bleibe fraglich. Nach Dersch et. al. sind bei circa 24 Prozent der Patienten mit einer wahrscheinlichen oder definitiven Neuroborreliose residuale bzw. persistierende Symptome festzustellen. Die nun veröffentlichte Leitlinie gibt dem behandelnden Arzt auf die Frage, wie dieses Patientenkollektiv therapiert werden kann, keine Antwort.

„Wir legen daher größten Wert auf die Bedeutung und Wichtigkeit einer probatorischen antibiotischen Behandlung bei vorliegenden spezifischen IgG- und IgM-Antikörpern, die den Patienten nach vorangegangener Differentialdiagnostik – unter Hinweis einer ungesicherten Diagnose – angeboten werden kann. Man darf nicht außer Acht lassen, dass eine frühzeitige antibiotische Behandlung das Risiko für persistierende Symptome verringert. Im Übrigen können IgG-Antikörper auch bei einer aktiven Infektion vorliegen“, so Ursula Dahlem, Vorstandsvorsitzende von OnLyme-Aktion.org. „Unsere Mitglieder erwarten eine größere Öffnung zu erweiterten Behandlungsoptionen aller Art und damit verbunden die Umsetzung der Patientenpartizipation auch für Patienten der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV). Die GKV-Leistungen sollten über die in den Leitlinien empfohlenen Maßnahmen auch abgedeckt sein, was in der Praxis derzeit häufig nicht stattfindet.“

Ein großes Problem sieht die Patientenorganisation in der Tatsache, dass die Leitlinie Neuroborreliose in der Praxis mitunter für Patienten herangezogen wird, bei denen sie gar nicht anwendbar ist, da die Mehrheit der Patienten unter einer der anderen Manifestationen einer Lyme-Borreliose erkrankt sind, welche aber gar nicht Gegenstand der Leitlinie Neuroborreliose sind. Die Patientenvertreter befürchten, dass dieses Vorgehen angesichts der Einstufung als S3-Leitlinie nun noch zunehmen wird, da bislang keine übergreifende Leitlinie für alle Manifestationen der Borreliose existiert.

OnLyme-Aktion.org beobachtet dramatische gesundheitliche, soziale und existenzielle Folgen für die unzureichend behandelten Neuroborreliose-Patienten. Angesichts der oftmals schwachen Evidenzlage, die aus Patientensicht nicht zu den häufig starken Empfehlungen in der Leitlinie passt, erwartet OnLyme-Aktion.org als folgerichtige Konsequenz verstärkte Forschungsanstrengungen im Bereich Diagnostik und Therapie, denn es fehle nach wie vor an allem, was in der modernen Medizin wichtig ist. OnLyme-Aktion.org fordert:

– Validierte Testsysteme, die eindeutig belegen, ob die Erkrankung aktiv ist oder nicht

– Einen schützenden Impfstoff

– Studien, die auf die Entwicklung von Therapien für die persistierenden Symptome nach erfolgter Standardbehandlung zielen

– Langzeitbeobachtungsstudien und Behandlungsstudien – auch zu neuen Therapieformen

– Berücksichtigung der Patientenpräferenzen im Rahmen der partizipativen Entscheidungsfindung zur Weiterbehandlung der Neuroborreliose

Um diese Ziele erreichen zu können setzt OnLyme-Aktion.org nach wie vor auf einen konstruktiven Dialog und appelliert im Hinblick auf die Therapieoptionen an alle Verantwortlichen, ihrer medizin-ethischen Verantwortung gerecht zu werden.

März 2018

OnLyme-Aktion.org, das gemeinnützige Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., hat sich zum Ziel gesetzt, mit Aktionen und Kampagnen auf die gesundheitspolitischen Missstände insbesondere bei der Lyme-Borreliose aufmerksam zu machen und Betroffenen eine Stimme zu geben.
Das Aktionsbündnis unterhält ein kostenfreies, unabhängiges Online-Patientenforum, in dem Betroffene Informationen und Erfahrungsaustausch finden: http://forum.onlyme-aktion.org/

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„Frühlingstemperaturen eröffnen die Zeckensaison“ – Saisonale Verbraucherinformation der DKV

Wie sich Spaziergänger, Hobbygärtner & Co. schützen können

"Frühlingstemperaturen eröffnen die Zeckensaison" - Saisonale Verbraucherinformation der DKV

Bei einem Waldspaziergang können Zecken im Unterholz lauern.
Quelle: ERGO Group

Wenn die Temperaturen wieder milder werden, zieht es nicht nur wintermüde Couch-Potatoes in die Natur: Auch Zecken werden wieder aktiv und warten in Büschen und auf Gräsern auf einen Wirt. Wo die Zeckengefahr besonders hoch ist, welche Krankheiten sie übertragen und wie sich Spaziergänger und Co. vor den Parasiten schützen können, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte bei der DKV Deutsche Krankenversicherung.

Wann und wo treten Zecken auf?

Zecken sind Parasiten und gehören zu den Spinnentieren. Sie ernähren sich vom Blut ihres Wirts, an dem sie sich mit Krallen und Haftkissen festhalten. Umgangssprachlich ist dann häufig von einem Zeckenbiss die Rede, Experten sprechen jedoch von einem Stich. Zeckensaison ist von Frühjahr bis Spätherbst. Doch schon ein paar aufeinanderfolgende Tage mit einer Mindesttemperatur von sieben Grad reichen aus, um die Parasiten aus ihren Winterverstecken zu locken. „Die Wahrscheinlichkeit, dass sie um diese Zeit zustechen, ist zwar gering, da die Temperaturen noch keine kurzen Hosen und T-Shirts zulassen. Dennoch ist es ratsam, sich nach einem Spaziergang oder der Gartenarbeit auf Zecken zu untersuchen“, rät Dr. Reuter. Zecken sind vor allem an Orten mit hoher Luftfeuchtigkeit aktiv, etwa in Wäldern. Doch auch auf schattigen Wiesen, an Waldrändern oder einzelnen Baumgruppen sowie in Büschen, Gärten oder an Bächen sind sie anzutreffen. Übrigens: Dass Zecken von Bäumen fallen, stimmt nicht. Sie bewegen sich meist in hohem Gras oder im Unterholz.

Welche Krankheiten können Zecken übertragen?

Der Zeckenstich selbst ist nicht gefährlich. Allerdings kann die Zecke damit verschiedene Infektionskrankheiten übertragen. Zu den häufigsten zählt die Lyme-Borreliose. In ganz Deutschland können Zecken mit den Borreliose-Bakterien infiziert sein. Die Ansteckungsgefahr ist daher in der ganzen Bundesrepublik gleich hoch. Ein erstes Anzeichen für Borreliose ist eine Hautrötung, die sogenannte Wanderröte. Typischerweise ist sie ringförmig und hat einen blasseren Farbton in der Mitte. Sie kann aber auch großflächig oder streifenförmig sein. Häufig ist die Haut an dieser Stelle wärmer. Die Rötung kann noch bis zu mehreren Wochen nach einem Stich auftreten. Dazu können weitere Symptome wie Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen sowie Müdigkeit kommen. In sehr seltenen Fällen kann die Hautinfektion durch Borrelien zu einer Infektion des ganzen Körpers fortschreiten und dann zu Schäden an Nerven, Gelenken und Herz führen. Einen wirksamen Impfschutz dagegen gibt es bisher nicht. Außerdem können Zecken die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Dabei handelt es sich um eine Viruserkrankung, die das Nervensystem angreift. Im Gegensatz zur Borreliose ist das Virus nur in Teilen Deutschlands verbreitet. Auf seiner Internetseite informiert das Robert-Koch-Institut (RKI) darüber, wo diese Gebiete liegen. Die ersten Symptome sind ähnlich wie bei einer Grippe: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. In besonders schweren Fällen kann die Krankheit sogar zu Nerven- und Hirnhautentzündungen führen. Das Infektionsrisiko ist allerdings relativ gering. Dennoch empfiehlt das RKI Menschen aus Risikogebieten eine Schutzimpfung.

Effektiver Schutz gegen Zecken

Wer in der Natur unterwegs ist, sollte möglichst auf festen Wegen bleiben und Unterholz sowie hohes Gras meiden. Lange Hosen und Oberteile sowie geschlossene Schuhe schützen die Haut zusätzlich vor Zeckenstichen. Der DKV Experte empfiehlt außerdem, vor allem bei längeren Wanderungen, die Hose in die Socken zu stecken. Auch Mückenschutzsprays, beispielsweise mit den Wirkstoffen Icaridin oder DEET, auf Haut und Kleidung können vor den kleinen Blutsaugern schützen. Kehren Spaziergänger nach einem Wald- oder Wiesenbesuch zurück, sollten sie sich unbedingt nach Zecken absuchen. „Neben den für Zecken leicht erreichbaren Füßen, Waden oder Kniekehlen ist das Augenmerk auch auf Haaransatz, Ohren, Hals, Achseln, Ellenbeuge und Bauchnabel zu richten“, so der Gesundheitsexperte. „An diesen Stellen stechen die Parasiten besonders gern. Denn hier ist die Gefahr, entdeckt zu werden, vergleichsweise klein“, weiß der Gesundheitsexperte. Haben die Zecken einen Wirt gefunden, suchen sie oft noch einige Zeit nach einer geeigneten Einstichstelle. Wer sich direkt nach einem Aufenthalt in der Natur absucht, hat daher gute Chancen, einen Stich noch zu verhindern. Auch bei Arbeiten im heimischen Garten sind die genannten Vorsichtsmaßnahmen sinnvoll.

Zeckenstich – was tun?

Wer eine bereits festsitzende Zecke bei sich entdeckt, sollte sie sofort entfernen. Das kann unter Umständen eine Borreliose-Infektion verhindern, denn die Zecke überträgt diese Krankheit erst nach ein bis zwei Tagen auf den Menschen. Der Betroffene sollte die Zecke mit einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange so nah wie möglich an der Haut greifen und mit einem vorsichtigen und gleichmäßigen Zug senkrecht hinausziehen. Ein Herausdrehen der Zecke ist nicht ratsam, denn dabei können sehr leicht Teile des Parasiten abreißen. Anschließend die Wunde gründlich säubern und desinfizieren. Um Entzündungen oder Infektionen zu vermeiden, den Parasiten auf keinen Fall zerquetschen. „Tritt nach einigen Tagen eine Hautrötung an der Stelle auf, ist ein Besuch beim Arzt notwendig“, so Reuter. Stellt dieser eine Borreliose fest, ist eine Behandlung mit Antibiotikum unumgänglich. Klagen Betroffene nach einigen Tagen über grippeähnliche Symptome einschließlich Fieber, kann es sich um eine FSME-Infektion handeln. Dann ist ebenfalls ein Besuch beim Arzt erforderlich.
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Zecken und Borreliose – OnLyme-Aktion.org feiert fünfjähriges Jubiläum

Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V. wurde am 11. August 2012 von engagierten Bürgern gegründet

Zecken und Borreliose - OnLyme-Aktion.org feiert fünfjähriges Jubiläum

OnLyme-Aktion.org ©

Im Jahr 2017 blickt OnLyme-Aktion.org auf fünf ereignisreiche Jahre zurück. Inzwischen hat sich der Patientenverein erfolgreich etabliert und ist aus der Interessensvertretung für Borreliose-Patienten nicht mehr weg zu denken.

OnLyme-Aktion.org feiert den fünften Geburtstag. Ein willkommener Anlass, um auf bewegte Jahre zurück zu blicken. Mitglieder einer virtuellen Selbsthilfegruppe gründeten 2012 den gemeinnützigen Patientenverein. Sehr schnell begnügte sich das Aktionsbündnis nicht mehr nur mit Aktionen, die für eine verstärkte gesundheitspolitische Aufmerksamkeit für die häufig von Zecken übertragene Infektionskrankheit Lyme-Borreliose sorgen. Bereits Ende 2012 wurde auch der Grundstein für das Herzstück des Vereins gelegt: Das Borreliose-Patientenforum. Siehe: http://onlyme-aktion.org/borreliose-onlyme-aktion-org-forum-jetzt-auch-bei-nakos-5-top-gruende-fuer-die-forumsnutzung/
Selbst erkrankte Vereinsmitglieder moderieren in diesem unabhängigen, werbefreien Forum die Beiträge der stetig wachsenden ForumsnutzerInnen. Suchten Ende 2012 noch rund 200 registrierte Nutzer Informationen und Erfahrungsaustausch im Forum, so sind es inzwischen fast 3000 registrierte Mitglieder. An manchen Tagen tummeln sich über 350 Nutzer im Forum. Kein Wunder – der Informationsbedarf rund um Zeckenstiche, Lyme-Borreliose und Co-Infektionen ist sehr groß. Zweifelsohne ist die Entwicklung dieses Patientenforums eine einzige Erfolgsgeschichte und eine wichtige Ergänzung zum professionellen Gesundheitssystem.
Das Patientenforum als virtuelle Selbsthilfegruppe (SHG) bietet sehr viele Vorteile. Unter anderem hat es quasi immer geöffnet und ist auch noch ortsunabhängig zu erreichen. Ein enormer Pluspunkt, gerade wenn man krank und körperlich eingeschränkt ist. Gleichzeitig erreicht man im Forum eine recht große Zahl von Menschen, die sich dort beteiligen und ihre vielfältigen Informationen und Erfahrungen vermitteln. Das Ganze ist übersichtlich strukturiert und archiviert. Damit ist im Laufe der Jahre ein großer Wissensschatz entstanden, auf den Interessierte kostenlos rrund um die Uhr Zugriff haben. Der Wissensschatz umfasst zur Zeit nahezu 120 000 Beiträge zu über 9000 Themen.

Im August 2012 sind sich alle Gründungsmitglieder einig, dass in der Öffentlichkeit und der Politik dringend ein stärkeres Problembewusstsein für die Gefahren zeckenübertragener Infektionen geschaffen werden muss. Gesagt, getan. Seit der Gründung des Aktionsbündnisses macht OnLyme-Aktion.org unermüdlich durch zahlreiche Aktionen wie der Berlin-Demo im Wahljahr 2013, jährliche Aktionstage im Mai sowie Online-Petitionen auf die schlechte medizinische Versorgung aufmerksam. Dabei werden – und das unterscheidet das neue Aktionsbündnis – alle Aktivitäten im Bereich Information, (internationaler) Kommunikation, Zusammenarbeit und Organisation digital und mithilfe sozialer Netzwerke koordiniert. Das ist zeitgemäß, zukunftsfähig und effizient.

Ein weiterer wichtiger Baustein der Vereinsarbeit ist die Teilnahme an den Leitlinienkonferenzen der AWMF, der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Mithilfe von medizinischen Leitlinien kann auf die Diagnose und Therapie der Patienten Einfluss genommen werden – somit ist es für OnLyme-Aktion.org enorm wichtig – in dem bescheidenen Rahmen, der Patientenorganisationen zur Verfügung steht – in den Verhandlungen immer wieder die Sicht der Patienten in den Fokus zu rücken. Im Sinne aller Patienten hält OnLyme-Aktion.org daher auch den im Zuge der Leitlinienkonferenzen entstandenen konstruktiven Dialog mit den Leitlinien-Verantwortlichen für einen großen Fortschritt. Ermutigt durch die inzwischen in den Konferenzen zu beobachtende ernsthafte Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Positionen und den vielen noch offenen Fragen bei der Lyme-Borreliose, setzt sich die gesundheitspolitische Arbeitsgruppe von OnLyme-Aktion.org mit ganzer Kraft für die Patienten ein, frei nach dem Motto: Es kommt nicht darauf an, mit dem Kopf gegen eine Wand zu rennen, sondern mit den Augen die Tür zu finden.

Soviel Einsatz erregte 2013, nur ein Jahr nach der Gründung, bereits große Aufmerksamkeit. OnLyme-Aktion.org wurde für den Deutschen Engagementpreis nominiert. Begründung: Die Mitglieder des gemeinnützigen Vereins werden aufgrund ihres überdurchschnittlichen persönlichen Engagements im Kampf für Information und Unterstützung von Borreliose-Patienten sowie für ihre Teilnahme an weltweiten Kampagnen zur Aufklärung über die schlechte medizinische Versorgung nominiert. Der Einsatz für erkrankte Zeckenstichopfer erfährt durch diese Nominierung eine ganz besondere Anerkennung. In einem ausführlichen Porträt eines Fachmagazins über OnLyme-Aktion.org heißt es in der Überschrift treffend: „Das Aktionsbündnis OnLyme-Aktion.org – eine Patientenorganisation, die ihrem Namen alle Ehre macht“.

OnLyme-Aktion.org, das gemeinnützige Aktionsbündnis gegen zeckenübertragene Infektionen Deutschland e. V., hat sich zum Ziel gesetzt, mit Aktionen und Kampagnen auf die gesundheitspolitischen Missstände insbesondere bei der Lyme-Borreliose aufmerksam zu machen und Betroffenen eine Stimme zu geben.
Das Aktionsbündnis unterhält ein kostenfreies, unabhängiges Online-Patientenforum, in dem Betroffene Informationen und Erfahrungsaustausch finden: http://forum.onlyme-aktion.org/

Kontakt
OnLyme-Aktion.org
Birgit Jürschik-Busbach
Sürderstr. 4
51375 Leverkusen
015774446896
kontakt@onlyme-aktion.org
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Was tun, wenn die Katze von Zecken befallen ist?

WelcherName informiert über Maßnahmen bei Zeckenbefall

Was tun, wenn die Katze von Zecken befallen ist?

Zecken, die Blutsauger im Frühjahr und Sommer. (Bildquelle: © tech_studio – Fotolia.com)

Wie gefährlich sind Zecken für meine Katze? Was tun, wenn meine Katze mit Zecken befallen ist? Diese Fragen stellen sich Katzenbesitzer immer wieder. Vor allem im Frühjahr und Frühsommer sind die kleinen Blutsauger besonders aktiv und eine zunehmende Gefahr für Freigänger-Katzen. Die Zeckensaison beginnt etwa ab Februar und dauert bis weit in den Herbst hinein. Grundsätzlich ist mit Zecken aber immer zu rechnen. Zecken übertragen Krankheitserreger, die für Mensch und Tier sehr gefährlich sind. Das Info-Portal WelcherName informiert über die Gefahren, die von Zecken ausgehen. Im Zweifelsfall sollte man jedoch immer einen Tierarzt aufsuchen.

Wachsende Gefahr für Haustiere – Zecken können Krankheitserreger übertragen

Zecken zählen zu den Spinnentieren. Besonders häufig haben wir es in Deutschland mit dem Holzbock zu tun. Diese Zeckenart lebt in Laubwäldern und Mischwäldern, am Waldrand und im hohen Gras. Krankheitserreger wie Borreliose-Bakterien können Entzündungen der Gelenke sowie die lebensgefährliche FSME (Hirnhautentzündung) verursachen. Auch können über den Speichel der Zecke Krankheiten übertragen werden, die innere Organe wie Herz und Nieren sowie das Nervensystem lebensgefährlich schädigen können.

Zecken können Borreliose Bakterien und FSME übertragen

Gerade Katzen haben in der Regel eine dichte Unterwolle. Hat sich die Zecke mit ihrem Saugrüssel, an dem sich Widerhaken befinden, festgesetzt, ist die Entfernung gar nicht so einfach. Denn bleibt bei einer Entfernung das Mundwerkzeug der Zecke in der Haut, drohen böse Entzündungen. Die Besitzer von Katzen oder Hunden sollten deshalb immer spezielle Instrumente wie die Zeckenzange oder eine Zeckenschlinge zur Hand haben. Regelmäßig sollte das Haustier nach Zecken untersucht werden. Keinesfalls sollten Zecken mit Alkohol, Nagellackentferner oder ähnlichen Substanzen entfernt werden. Es besteht die Gefahr, dass die Zecke über den Rüssel Speichel in den Körper abgibt.

Katze regelmäßig untersuchen, Zeckenzange oder Zeckenschlinge zur Hand haben

Zur Prophylaxe gibt es neben den handelsüblichen ätherischen Ölen (zum Beispiel Teebaumöl) oder speziellen Halsbändern, die Zecken und auch Flöhe fernhalten, Antiparasitika, die in vorgeschriebenen zeitlichen Abständen auf das Fell aufgetragen werden. Tierärzte beraten gerne über die verschreibungspflichtigen Präparate sowie andere Maßnahmen, die Besitzer von Katzen prophylaktisch ergreifen können.

Bei WelcherName.de dreht sich alles um Namen, Vornamen, Hundenamen und Katzennamen. Das große Verzeichnis bietet auch eine umfassende Datenbank zu Hunderassen. Dabei werden die beliebtesten Vornamen, Hundenamen und Katzennamen sowie Hunderassen ermittelt. Dabei stimmen die User selbst ab. Insgesamt über 100.000 User haben in diesem Jahr bereits verschiedene Bewertungen vorgenommen, die zum Jahresende zusätzlich veröffentlicht werden.

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Urlaubszeit ist Zeckenzeit

Erkrankungen mit FSME auch in beliebten Ferienregionen möglich

Urlaubszeit ist Zeckenzeit

(Mynewsdesk) München, Juni 2017 – Der Sommer steht vor der Tür und mit ihm auch die Ferienzeit: Wandertouren in den Bergen, Badevergnügen am Meer oder Urlaub im heimischen Garten. So vielfältig ein Sommerurlaub sein mag, ein oft unterschätztes Risiko bleibt existent: die Zecke. Im Gepäck hat das kleine Spinnentier zahlreiche Krankheitserreger und kann beispielsweise FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) oder Borreliose übertragen. Das Risiko einer Infektion ist vor allem in Süddeutschland hoch, vereinzelt kommen Erkrankungen in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern vor.(1) Zecken sind aber auch im europäischen Ausland heimisch.(2) So finden sich FSME-Risikogebiete in beliebten Ferienregionen der Deutschen. Reisende sollten daher vor dem Urlaub Vorsorgemaßnahmen treffen, eine rechtzeitige Immunisierung durch Schutzimpfungen kann vor einer FSME-Erkrankung schützen.

Die Zecke ist ein vielfältiger Krankheitsüberträger
Die Spinnentiere sind alles andere als harmlos: Sie können verschiedenste Krankheitserreger in sich tragen. Dazu zählen unter anderem FSME-Viren und Borreliose-Bakterien (Borrelien).(2) Die häufigste durch einen Zeckenstich übertragene Erkrankung in Europa ist die Lyme-Borreliose.(3) Die Inkubationszeit kann, je nach Dauer des Saugvorgangs, variieren: von wenigen Tagen bis Wochen für das erste Stadium, von Wochen bis Monaten für das zweite Stadium und von Monaten bis Jahren für das dritte Stadium.(3) Die Symptome der Lyme-Borreliose sind vielseitig und betreffen vor allem Haut, Nervensystem, Gelenke und das Herz.(3) Eine Diagnostik ist meist schwierig, weil die Symptome leicht mit anderen Krankheiten verwechselt werden können. Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), auch Zeckenenzephalitis genannt, ist eine Erkrankung der Hirnhaut und des zentralen Nervensystems, die schwere Folgeschäden hervorrufen und tödlich enden kann.(4) Anders als Borrelien, die im Darm der Zecke vorkommen, befinden sich die FSME-Viren in den Speicheldrüsen des Tieres. Beim Stich können Zecken das Virus über ihren Speichel auf den Menschen übertragen. Nach einer Inkubationszeit von 7 bis 14 Tagen verläuft die Erkrankung oftmals in zwei Phasen.(4) Zunächst treten unspezifische, grippeähnliche Symptome auf. In der zweiten Phase kann es zu hohem Fieber mit neurologischen Anzeichen wie Hirnhautentzündung (Meningitis), Entzündung des Rücken- oder Knochenmarks (Myelitis) oder Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) kommen.(4)

Die Zecke als Weltenbummler – unterwegs in Deutschland und Europa
Die kleinen Blutsauger sind wahre Überlebenskünstler und können sich recht flexibel den gegebenen Lebensräumen in der Natur anpassen.(2) Das Risiko eines Zeckenstichs besteht prinzipiell im gesamten Bundesgebiet. „Selbst wer Urlaub im heimischen Garten macht, ist Zecken ausgesetzt“, so der Düsseldorfer Parasitologe Prof. Dr. Heinz Mehlhorn. Das Risiko, sich mit FSME zu infizieren, ist besonders in Süd- und Ostdeutschland hoch, so auch in den beliebten Urlaubsregionen in Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen.(1) Darüber hinaus können FSME-Erreger ferner in Mittel- und Norddeutschland auftreten.(1) Auch wer ins europäische Ausland reist, läuft Gefahr, sich mit FSME zu infizieren.(2) Vor allem in typischen Reisezielen der Deutschen, in Italien, Kroatien, Skandinavien, Österreich und in der Schweiz sind Zecken weit verbreitet.(5,6) Zu den weiteren FSME-Risikogebieten im Ausland zählen unter anderem Slowenien, Ungarn, Estland, Lettland und die Ukraine.6 Die Klimaveränderungen mit zunehmend milderen Wintern begünstigen, dass Zecken in nördlichere Gebiete und in Höhenlagen vordringen.(7) Oftmals nutzen sie Vögel, Rehe, Mäuse oder Hunde als Transportmittel.(2) So sind infizierte Zecken in bisher FSME-freien Regionen zu finden.

Nur mit Vorsorge in den Urlaub: Impfungen können schützen
Damit Reisefreudige ihre Auszeit zeckenfrei genießen können, sollten sie an entsprechende Schutzmaßnahmen denken. Am besten ist natürlich, sich gar nicht erst stechen zu lassen. Das Tragen von heller, langer und geschlossener Kleidung sowie das Auftragen von insektenabweisenden Mitteln, kann gegen einen Zeckenbefall helfen.(4) Darüber hinaus sollten Reisende nach jedem Aufenthalt im Freien den Körper gründlich nach Zecken absuchen. Eine frühe Entfernung der Zecke schützt jedoch nicht vor einer Infektion mit FSME, da die Viren bereits wenige Minuten nach dem Stich an den Menschen übertragen werden können. Den zuverlässigsten Schutz vor einer Infektion mit FSME bietet eine Impfung, die von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen wird.(1) Für eine vollständige Immunisierung sind drei Impfungen notwendig, die innerhalb weniger Monate verabreicht werden. Eine erste Auffrischung sollte nach drei Jahren erfolgen.(4) Kurzentschlossene Urlauber, die beispielsweise in ein Risikogebiet reisen, können innerhalb weniger Wochen einen Impfschutz aufbauen. Auch für Kinder gibt es einen Impfstoff gegen FSME, der ab Vollendung des ersten Lebensjahres zugelassen ist.

DE/ENC/0026/17; 05/2017

Referenzen
1 Epidemiologisches Bulletin Nr. 17, 27. April 2017
http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2017/Ausgaben/17_17.pdf?__blob=publicationFile
2 Mehlhorn, Birgit und Heinz (2009): „Zecken auf dem Vormarsch“, Düsseldorf University Press, Düsseldorf.
3 RKI Ratgeber für Ärzte „Lyme-Borreliose“ http://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_LymeBorreliose.html;jsessionid=35DB975C21AADBAC9E2876F3DE3B57CB.1_cid298
4 RKI Ratgeber für Ärzte „Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)“ https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_FSME.html
5 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/172084/umfrage/reiseziel-der-urlaubsreise-in-den-letzten-12-monaten
6 European Center of Disease Control:
http://ecdc.europa.eu/en/publications/Publications/TBE-in-EU-EFTA.pdf
7 https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/short/k2291.pdf

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