Energie-Check hilft jährlich Stromkosten in Höhe von 147 Euro einzusparen

Caritas in Baden-Württemberg stellt Ministerin Altpeter Stromspar-Check vor

Stuttgart / Freiburg, 25. Juni – Steigt der Strompreis, belastet dies insbesondere Haushalte mit geringem Einkommen. Wie diese Haushalte Strom sparen und damit Mehrkosten kompensieren können, darüber informierte sich heute Sozialministerin Katrin Altpeter bei Mitarbeitern der Caritas in Baden-Württemberg: Die beiden katholischen Wohlfahrtsverbände aus Rottenburg-Stuttgart und Freiburg haben in den vergangenen vier Jahren an elf Standorten im Land den Stromspar-Check etabliert. Mehr als 300 langzeitarbeitslose Menschen wurden jährlich zu Stromsparhelfern ausgebildet und beraten nun Haushalte mit geringem Einkommen, wie sie sparsam mit Strom und Wasser umgehen können.

Ewald Wietschorke vom Caritas-Kompetenzzentrum Sozialpolitik sieht die rund 308.000 Haushalte im Land, die Sozialleistungen oder Wohngeld empfangen, doppelt belastet: Sie wohnten in Gebäuden und seien mit Geräten ausgestattet, die eine extrem schlechte Energieeffizienz aufweisen. Außerdem bildeten sich die gestiegenen Stromverbrauchskosten in den aktuellen Regelsätzen nicht ab. In den vergangenen zehn Jahren seien die Strompreise im Land für Endkunden um 45 Prozent gestiegen. Bis zum Jahr 2020 werde eine weitere Steigung von 22 Prozent erwartet. “Unser Stromspar-Check bringt da wirklich Entlastung: Es werden Lampen ausgetauscht, Stand-By-Geräte ausgeschaltet und allgemein Tipps zu einem sparsamen Nutzerverhalten gegeben.” Das bringe den Haushalten jährlich eine Kostenersparnis von 147 Euro.

Die Caritas in Baden-Württemberg unterbreitete heute der Landesregierung den Vorschlag, eine Landesinitiative zum sozialen Klimaschutz zu starten und den Stromspar-Check zu fördern. Diese wäre aus Sicht der Caritas ein nachhaltiger Beitrag zum sozialen Klimaschutz und zur Energiewende, die im Koalitionsvertrag vereinbart ist. Auch sei der Stromspar-Check ein Beitrag zur Prävention und Beseitigung von Armut.

Zudem schlägt die Caritas vor, dass der Bund oder auch das Land weiterhin die Kosten für die Starterpakete, die beispielsweise Energiesparlampen und Steckdosen mit Kippschalter enthalten, übernehmen. Derzeit werden die Aufwendungen vom Bund getragen.

Von der Energieberatung würden letztendlich auch die Kommunen profitieren: Werden infolge der Energieberatung Heizkosten gesenkt, kommt dies den Stadt- und Landkreisen zugute, die für Heizkosten bei Empfängern von Sozialleistungen aufkommen.

Ein weiteres Plus des Stromspar-Checks: langzeitarbeitslose Menschen werden qualifiziert. In Kooperation mit den Energieagenturen in Baden-Württemberg werden sie zu Stromsparhelfern ausgebildet. Aus Sicht der Caritas im Land ist dies eine hervorragende Möglichkeit, Langzeitarbeitslose beruflich zu integrieren und ihnen eine Perspektive zu bieten. Jeder Vierte fand nach der Ausbildung zum Stromsparhelfer einen regulären Job. Im Mai 2011 legten zehn ehemalige Langzeitarbeitslose bei der Handwerkskammer die Prüfung zum Serviceberater für Energie- und Wasserspartechnik ab.

Als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche vertritt die Caritas in Baden-Württemberg über 3.900 Einrichtungen mit mehr als 180.000 Plätzen in unterschiedlichen Hilfefeldern, in denen 59.000 Mitarbeiter/innen tätig sind.

Caritas in Baden-Württemberg
Eva-Maria Bolay
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