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VdW Bayern: Wir brauchen mehr bezahlbare Wohnungen

Behebung des Wohnungsmangels erfordert ein Miteinander von Politik und Wohnungswirtschaft

München (16.05.2018) – Mehr als 400 Delegierte der bayerischen Wohnungswirtschaft kamen am 16. Mai zum Verbandstag des VdW Bayern nach Augsburg. „Das Thema bezahlbares Wohnen ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wenn Menschen, die in Bayern leben und arbeiten wollen, sich mit ihrem Einkommen keine Wohnung mehr leisten können, dann läuft etwas verkehrt“, sagte Verbandsdirektor Hans Maier bei seinem Politischen Rechenschaftsbericht. Die Wohnungswirtschaft werde ihren Beitrag zur Verbesserung des Wohnungsangebots für breite Schichten der Bevölkerung leisten. Dafür brauche die Branche langfristig sichere Rahmenbedingungen.

Die 464 Mitgliedsunternehmen des VdW Bayern stehen für das bezahlbare Wohnen im Freistaat. Sie verwalten rund 525.000 Wohnungen, darunter 103.743 Sozialwohnungen. Doch sie verwalten nicht nur, sondern stellen sich ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung. Im Jahr 2017 wurden 1,8 Mrd. Euro in den Wohnungsbestand und -neubau investiert. Bei den Baufertigstellungen von 3.900 Wohnungen konnte ein Zuwachs von 35 Prozent verzeichnet werden. Der Verbandsdirektor stellte aber auch klar, dass der über Jahre aufgebaute Wohnraummangel in Bayern nicht in den kommenden zwei bis drei Jahren behoben werden könne. „Wir brauchen eine große Kraftanstrengung und einen langen Atem“, so Maier. Das Ziel der bayerischen Staatsregierung von 500.000 Wohnungen bis 2025 findet er ambitioniert, aber machbar. Die Wohnungswirtschaft werde ihren Beitrag dazu leisten. Dafür fordert der Verbandschef aber auch langfristig sichere Rahmenbedingungen.

Das braucht die sozial orientierte Wohnungswirtschaft in Bayern

An erster Stelle steht für den Verband eine gesicherte Mittelausstattung bei der Wohnraumförderung. Am besten durch eine klare gesetzliche Regelung. „Mit einer Förderung von 400 Mio. Euro jährlich ließen sich rund 3.000 bis 3.500 Wohnungen neu errichten“, erläuterte der Verbandsdirektor.

Darüber hinaus müssten die Maßnahmen zur Aktivierung von Bauland dringend verstärkt werden. Die Bereitstellung von kommunalen Grundstücken und der Zugang zu Grundstücken von Bund und Freistaat seien unabdingbar. Die Voraussetzungen zur Baulandaktivierung müssten im Bauplanungsrecht geschaffen werden. „Die Wohnungswirtschaft Bayern unterstützt dabei die Konzeptvergabe von Grundstücken und bekennt sich zum nachhaltigen Wohnungsbau“, betonte Maier.

Neben dem teuren Bauland sind die Baukosten ein wesentlicher Faktor für die Wirtschaftlichkeit von Wohngebäuden. Diese sind seit dem Jahr 2005 um 59% gestiegen und damit den Lebenshaltungskosten um 27% vorausgeeilt. „Für den einfachen Wohnungsbau bedeutet dies einen deutlichen Anstieg der real notwendigen Neubaumiete, der nicht durch entsprechende Einkommenszuwächse gedeckt ist“, so Maier. Der Abschlussbericht der Baukostensenkungskommission liege seit November 2015 vor. Geändert habe sich seitdem wenig. Als Beispiele für Bauanforderungen mit Kostensenkungspotenzial nannte er die Barrierefreiheit, den Schallschutz und die Brandschutzanforderungen.

Miteinander von Freistaat, Kommunen und Wohnungsunternehmen gefragt

In Zeiten des Wohnungsmangels gab es in der Geschichte immer ein Miteinander von Freistaat und Kommunen auf der einen sowie den Trägern des preisgünstigen Wohnungsbaus auf der anderen Seite, so der Verbandsdirektor: „Angesichts der Aktualität des Themas brauchen wir wieder dieses lösungsorientierte Miteinander.“

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Im VdW Bayern sind 464 sozialorientierte bayerische Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen – darunter 340 Wohnungsgenossenschaften und 92 kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen verwalten rund 525.000 Wohnungen, in denen ein Fünftel aller bayerischen Mieter wohnen.

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Mehr Wohnungsbau: Bayerische Wohnungsunternehmen investieren 2014 über 1,3 Milliarden Euro

Trotz hohem Bedarf gibt es immer weniger Sozialwohnungen in Bayern

Mehr Wohnungsbau: Bayerische Wohnungsunternehmen investieren 2014 über 1,3 Milliarden Euro

München (18.05.2015) – Die Mitglieder des Verbandes bayerischer Wohnungsunternehmen ( VdW Bayern ) haben 2014 erstmals 1,3 Milliarden Euro investiert. Sie steigerten ihre Bautätigkeit um 40 Prozent und errichteten fast 2.000 Mietwohnungen, darunter 1.520 Sozialwohnungen. Das geht aus aktuellen Zahlen des VdW Bayern anlässlich der Jahres-Pressekonferenz hervor. „Unsere Mitgliedsunternehmen haben ihre Stellung als Stütze des bayerischen Mietwohnungsbaus bestätigt“, betont Verbandsdirektor Xaver Kroner. Mit ihren bezahlbaren Mieten seien sie unersetzliche Anbieter auf den angespannten Mietwohnungsmärkten im Freistaat.

Die Investitionen in den Wohnungsneubau wuchsen um 32 Prozent auf 556 Millionen Euro. In die Modernisierung des Wohnungsbestandes flossen 363 Mio. Euro. Die Ausgaben für Instandhaltungen betrugen 381 Mio. Euro. Hauptursache für den Anstieg beim Neubau sind die historisch niedrigen Zinsen. „Auf die bayerische Wohnungswirtschaft ist Verlass. Bei leicht verbesserten Förderbedingungen wurden die Fördermittel des Freistaats komplett für den Neubau eingesetzt“, so Kroner. Doch auch die seit dem Jahr 2000 um 40 Prozent gestiegenen Baukosten für Mehrfamilienhäuser spiegeln sich in den Rekord-Investitionen wider. „Wir können uns keine weiteren Kostensteigerungen leisten“, appelliert der Verbandsdirektor. Kaltmieten unter zehn Euro pro Quadratmeter im Neubau seien bereits heute nicht mehr machbar.

Bezahlbares Wohnen

Die Durchschnittsmiete bei den 456 Mitgliedsunternehmen lag 2014 bei 5,56 Euro pro Quadratmeter (+3,3%), die Betriebskosten bei 1,49 Euro je Quadratmeter Wohnfläche. Selbst bei den 135.000 Wohnungen der Münchner Verbandsmitglieder beträgt die Durchschnittsmiete nur 6,50 Euro kalt.

Zahl der bayerischen Sozialwohnungen sinkt weiter

Im Jahr 2014 verloren 4.320 Wohnungen ihren Status als Sozialwohnung. Mit dieser Entwicklung setzt sich ein seit Jahren anhaltender Trend fort. Der VdW Bayern erwartet für die nächsten fünf Jahre das Auslaufen von Sozialbindungen bei weiteren 25.000 Wohnungen.

„Innerhalb von nur 15 Jahren hat sich der Sozialwohnungsbestand in Bayern nahezu halbiert“, rechnet Kroner vor. Von 250.000 im Jahr 1999 auf nur noch 130.000 im Jahr 2014. Dabei sei die Nachfrage heute größer als vor 15 Jahren.

Unterbringung von Flüchtlingen

Der vermehrte Zuzug von Flüchtlingen ist ein bedeutendes Thema für die bayerische Wohnungswirtschaft. Denn der große Zustrom von zumeist mittellosen Menschen trifft auf die ohnehin angespannten Wohnungsmärkte der bayerischen Ballungszentren. Für eine dauerhafte Unterbringung sind mehr günstige Wohnungen erforderlich und das zeitnah.

Der VdW Bayern fordert die Staatsregierung auf, die Wohnungen im Rahmen der bestehenden Wohnraumförderung zu errichten. „Sonderwohnungsbauprogramme für Asylbewerber und Flüchtlinge sind der falsche Weg“, sagt Verbandsvorstand Kroner.

Finanzierung des sozialen Wohnungsbaus gefährdet

Der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen ist derzeit groß. Doch die Finanzierung des sozialen Wohnungsbaus ist nicht mehr lange gesichert. Bisher speisen sich die Mittel der bayerischen Wohnraumförderung aus den Zins- und Tilgungsrückflüssen vergangener Darlehen. Mit dem zunehmenden Auslaufen von Sozialbindungen schmelzen aber die Wohnungsbaurückflüsse dahin. Aus diesen Rückflüssen wurden 2014 rund 260 Mio. Euro Fördermittel bereitgestellt.

Wenn von der bayerischen Staatsregierung allein zur Bewältigung des Zustroms an Flüchtlingen und Asylbewerbern pro Jahr 3.000 bis 5.000 Sozialwohnungen als nötig erachtet werden, bedeutet das im bisherigen System 450 bis 750 Mio. Euro Wohnraumförderung – bei dringend notwendiger Zuschussförderung noch wesentlich mehr. „Soll die Wohnraumförderung in wenigen Jahren ihre Wirkung nicht völlig verlieren, müssen wir viel mehr Geld in das System geben“, so der Verbandschef.
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Bezahlbares Wohnen ist keine Selbstverständlichkeit

Bayerische Wohnungsunternehmen fordern neuen Blick auf die Branche

München (15.05.2014) – Mehr als 350 Delegierte von sozial orientierten Wohnungsunternehmen kamen am 14. Mai zum Verbandstag des VdW Bayern nach Berchtesgaden. Die Verbandsmitglieder bewirtschaften rund 520.000 Wohnungen. Hauptthema war die Zukunft des bezahlbaren Wohnens im Freistaat. „Wer wirklich für bezahlbares Wohnen sorgen will, muss wieder lernen in längeren Zeiträumen zu denken und nicht in Anlagenotständen“, sagte Verbandsdirektor Xaver Kroner.

Kroner appellierte an die politischen Entscheider, Wohnungsbestände nicht als Probleme wie „Klimakiller“ oder „demografische Fallen“ wahrzunehmen. Das Gegenteil sei der Fall. In den Wohnungen der Verbandsmitglieder würden die Menschen gerne, unfallfrei und glücklich leben. Und das zu einer Durchschnittsmiete von 5,38 Euro pro Quadratmeter.

„Bezahlbares Wohnen ist keine Selbstverständlichkeit“, betonte der Verbandschef. Durch Mietpreisbremsen oder regelmäßige Verschärfungen der Energieeinsparverordnung würden keine neuen Wohnungen geschaffen. Bezahlbares Wohnen erfordere vielmehr ein Miteinander von Wohnungswirtschaft, Politik, Kapitalgebern und Wohnungsnutzern.

In ihrer Entschließung fordern die Verbandsmitglieder, die Baustandards nicht weiter zu verschärfen und eine Baukostensenkungskommission auf Bundes- und Länderebene einzuführen. Bei der Energiewende möchte die Wohnungswirtschaft nicht länger nur als CO2-Emmittent wahrgenommen werden. Die Branche hätte vielmehr ein großes Potenzial bei der dezentralen Energieversorgung, das mehr Unterstützung erfordert.
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Im VdW Bayern sind 458 sozialorientierte bayerische Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen – darunter 333 Wohnungsgenossenschaften und 888 kommunale Wohnungsunternehmen. Die Mitgliedsunternehmen verwalten rund 520.000 Wohnungen, in denen ein Fünftel aller bayerischen Mieter wohnen.

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