Aortenaneurysma: Risiko individuell beurteilen

Patienten mit hohem Operationsrisiko können endovaskuläre Versorgung bei Aorten Aneurysma erhalten

Die Aorta ist die größte Arterie des Körpers, über die alle Körperteile und Organe versorgt werden. Sie verläuft vom Herzen aus durch den Brustkorb und dann in den Bauchraum, wo sie sich schließlich in zwei Beckenschlagadern verzweigt. Durch verschiedene Risikofaktoren wie Bluthochdruck, hohe Blutfette oder Nikotinkonsum kann ein Aneurysma der Aorta entstehen. Dabei weitet sich die Gefäßwand und dünnt aus. Weil große Aneurysmen die Gefahr einer Ruptur bergen, werden sie häufig vorbeugend operiert, um den erweiterten Gefäßabschnitt auszuschalten. Insbesondere Patienten, die aufgrund ihrer Vorerkrankungen nicht für eine offene Operation infrage kommen, profitieren von einer Stent-Implantation in die Aorta.

Aneurysma der Aorta: minimal-invasiver endovaskulärer Eingriff mit modernsten Methoden

Die Stent-Implantation wird mittels Katheter über die Oberschenkelarterie durchgeführt. Der Stent wird bis zum Aneurysma vorgeschoben und dann entfaltet. Durch das kunststoff-ummantelte Drahtgeflecht wird die Aorta von innen gestützt und stabilisiert. Das arterielle Blut fließt nun durch den Stent hindurch und kann nicht mehr in das Aneurysma einströmen. Der Druck auf die Aneurysmawand sinkt dadurch, ebenso die Gefahr einer Ruptur. Der endovaskuläre Eingriff (EVAR) ist bei fast jedem Patienten möglich, hängt jedoch auch von den individuellen anatomischen Gegebenheiten ab. Durch eine besondere Entwicklung, die durch den Chefarzt des Diakonie-Klinikums Jung-Stilling, Dr. med. Ahmed Koshty, federführend vorangetrieben wurde, kann mittlerweile aber immer mehr Patienten auch mit schwieriger Gefäßmorphologie geholfen werden. Der Universalstent E-NSIDE lässt sich auf die Anatomie der allermeisten Patienten anpassen, sodass die mehrwöchige Wartezeit auf die Herstellung und Lieferung eines individuellen Stents entfällt.

Aorten Aneurysma von erfahrenem Chirurgen versorgen lassen

Während das kurzfristige postoperative Mortalitätsrisiko bei der offenen Operation höher ist als beim endovaskulären Eingriff, gleicht sich das langfristige Risiko beider Methoden an. Studien zeigen, dass vor allem bei der EVAR das Operationsergebnis stark von der Erfahrung des Operateurs abhängt. Deshalb ist eine Versorgung in einem zertifizierten Aortenzentrum wie dem Aortenzentrum Südwestfalen in Siegen zu empfehlen. Insbesondere bei älteren und vorerkrankten Patienten kann das Operationsrisiko auch das Risiko einer Aneurysmaruptur übersteigen. Deshalb sollte für jeden Patienten eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung bei der Indikationsstellung erfolgen.

Bei Dr. med. Ahmed H. Koshty, Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie, liegt der Schwerpunkt auf der Therapie aller Erkrankungen der Aorta. Die Klinik ist in einem Wachstumsprozess und arbeitet eng mit Ärzten, Pflegepersonal und Physiotherapeuten zusammen.

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Diakonie in Südwestfalen gGmbH
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